Systematik – Die Stellung des Menschen

Die Systematik oder Biosystematik ist ein Fachgebiet der Biologie. Die klassische Systematik beschäftigt sich hauptsächlich mit Bestimmung und Benennung der Lebewesen. Die moderne Systematik umfasst zudem die Rekonstruktion der Stammesgeschichte der Organismen sowie die Erforschung der Prozesse, die zu der Vielfalt an Organismen führen und wird daher auch als natürliche Systematik bezeichnet.

Der Beutelwolf-Blog erklärt u. a. die systematische Stellung der Tiere (bereits geschehen bei den Flamingos, den Schreitvögeln, den Röhrenzähnern und den Rüsseltieren).

Die systematischen Erklärungen beginnen beim Stamm, darüber hinaus gibt es noch weitere Einteilungen. Wikipedia ist dabei sehr hilfreich und bietet einen guten Überblick bei Pflanzen, Tieren und Einzellern. Der Beutelwolf-Blog beschränkt sich auf eine auszugsweise Beschreibung.

Während meiner Ausbildung habe ich eine kleine Eselsbrücke gelernt, die das Merken der Systematik vereinfacht (manchmal ist es ganz praktisch, mit seinem Wissen anzugeben, aber da ich mich schon von Kindesbeinen an mit der Systematik der Wirbeltiere auseinandergesetzt habe, war diese Merkhilfe für mich nicht nötig):
SKOFGA=Stamm/Klasse/Ordnung/Familie/Gattung/Art

Daneben gibt es zahlreiche kleinere Unterteilungen (wie Unterart, Unterfamilie…)

Wenn ich die Systematik am Beispiel des Menschen von hinten aufrolle, dürfte das die Erklärungen leichter machen.

Homo sapiens

Der Mensch, wie er heute lebt gehört der Art Homo sapiens an, egal welcher Nationalität oder Hautfarbe er ist (es gibt auch schwarze Leoparden oder Wölfe verschiedener Farbe, sie alle gehören aber einer Art an).

Homo sapiens ist der einzige lebende Vertreter der Gattung Homo. Eine genaue Abgrenzung der Gattung Homo von verwandten Gattungen innerhalb der Hominini ist schwierig. Häufig wird der Gebrauch von bearbeiteten Steinwerkzeugen als genannt, daher werden bestimmte Fossilfunde zu H. rudolfensis und H. habilis gestellt und nicht der älteren Gattung Australopithecus  zugeordnet.

Die Gattung Homo gehört in die Familie der Menschenaffen, also in die nähere Verwandtschaft von Schimpanse, Gorilla und Orang-Utan. Innerhalb der Menschenaffen gehört der Mensch dem Tribus Hominini an. Der Tribus ist eine systematische Einteilung zwischen (Unter)Familie und Gattung. Der Homo sapiens ist der einzige lebende Vertreter dieses Tribus. Andere Triben innerhalb der Menschenaffen sind die Panini (zwei Schimpansen-Arten), Pongini (zwei Orang-Utan-Arten) und die Gorillini (zwei Gorilla-Arten).

Die Familie der Menschenaffen bildet zusammen mit den Gibbons die Überfamilie der Menschenartigen. Zusammen mit den Geschwänzten Altweltaffen (Meerkatzen, Paviane …) gehören sie in die Teilordnung Altweltaffen.

Die Altweltaffen, Neuweltaffen und Koboldmakis gehören in die Unterordnung der Trockennasenaffen.

Die Trockennasenaffen bilden zusammen mit den Feuchtnasenaffen die Ordnung der Primaten.

Die Ordnung der Primaten gehört in die Überordnung Euarchontoglires. Der Name, für den es bis jetzt noch keine deutsche Entsprechung gibt, ist eine Neuschöpfung aus Glires (Nager), einer Gruppe, welche die beiden Ordnungen der Nagetiere und Hasenartige umfasst, und Euarchonta, einer Gruppe aus Spitzhörnchen, Primaten und Riesengleiter.

Die Euarchontoglires gehören in die Unterklasse der Höheren Säugetiere. Weitere Überordnungen sind die Afrotheria, Laurasiatheria und Nebengelenktiere.

Neben den Höheren Säugetieren besteht die Klasse der Säugetiere aus den Unterklassen Ursäuger und Beutelsäuger.

Die Säugetiere gehören mit sieben anderen Klassen (beispielsweise Vögeln, Reptilien, Amphibien, Knochenfischen) dem Unterstamm der Wirbeltiere an.

Wirbeltiere, Schädellose und Manteltiere gehören dem Stamm der Chordatiere an.

 

Anmerkung: Diesen Blogeintrag hätte ich mit zahlreichen Wikipedia-Links versehen können, aber das war mir zu zeitaufwändig. Wer mehr über die Begrifffe wissen will, darf sich die Mühe selber machen.

Der Mensch auf dem Bild bin übrigens ich.

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