Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Tiergarten Nürnberg, 28.07.2011
Delphinlagune und Manatihaus eröffnet
nach 35 Monaten Bauzeit ist am heutigen Donnerstag, 28. Juli 2011, die Delphinlagune im Tiergarten der Stadt Nürnberg feierlich eröffnet worden. Die rund 24 Millionen Euro teure Delphinlagune ergänzt das seit 40 Jahren bestehende Delphinarium des Zoos um eine naturnahe Freianlage, die einem aufgelassenen Sandsteinbruch nachempfunden ist. Neben den ersten Außenbecken für Große Tümmler in Deutschland gehört auch ein Tropenhaus mit Manatis, Seekühen, zu der neuen Anlage. Für das Publikum ist die Delphinlagune erstmals am Samstag, 30. Juli 2011, zugänglich. An diesem Tag tritt auch das vom Stadtrat beschlossene neue Eintrittspreismodell des Tiergartens in Kraft.

Tiergarten Schönbrunn, 01.08.2011
ROBBENBABY DIEGO ÜBT SCHWIMMEN
So ganz geheuer ist der kleinen Robbe im Tiergarten Schönbrunn das Wasser noch nicht, aber Mutter Enya lässt ihren Nachwuchs bei seinen ersten Schwimmstunden ohnehin nicht aus den Augen. „Mit Rufen fordert sie ihr Junges auf, ins Wasser zu kommen. Ist es ihrer Meinung nach lang genug im Becken oder zu übermütig gewesen, zieht sie es an der Nackenfalte an Land“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Am 19. Juli ist das Robbenbaby zur Welt gekommen. In der Zwischenzeit konnten die Tierpfleger erkennen, dass es ein Männchen ist. Passend zur Heimat der Mähnenrobben, den Küsten Südamerikas, haben sie ihm den Namen „Diego“ gegeben. Die ersten Tage nach der Geburt bewohnten Mutter und Jungtier den eigens dafür eingerichteten Flachwasserbereich. Nun sind die beiden bereits bei der Gruppe. Bei der beliebten Fütterung der Mähnenrobben, die täglich um 10.30 Uhr und 15.30 Uhr stattfindet, ist der kleine Diego sichtlich erstaunt darüber, wie wild seine erwachsenen Artgenossen auf Fische sind. Er selbst zeigt noch kein Interesse an Heringen, Makrelen und Co., denn er wird die ersten sechs bis acht Monate von seiner Mutter gesäugt.

Tierpark Friedrichsfelde Berlin, 01.08.2011
Riesenesel im Tierpark Berlin geboren
Am 27. Juni 2011 wurde im Tierpark Berlin das Poitou-Esel Stutfohlen „Melanie“ geboren. Poitou-Esel zählen zu den größten Eseln der Welt und faszinieren durch ihr langes zottiges Fell sowie die besonders großen Eselohren. Früher wurde diese aus Frankreich stammende Eselrasse sowohl als Reittier als auch bei der Maultierzucht eingesetzt. Da sie heute jedoch kaum noch kommerziell genutzt wird, ist sie, wie viele alte Haustierrassen, vom Aussterben bedroht. Mit seiner erfolgreichen Zucht leistet der Tierpark Berlin seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser seltenen Eselrasse. Den kleinen Esel mit den riesigen Ohren können die Tierpark-Besucher nun im Haustierrevier des Tierparks-Berlin bewundern. Hier teilt sich „Melanie“ das Gehege mit ihrer Mutter „Orange“, die bereits tragend aus dem Zoo Mulhouse (Frankreich) nach Berlin kam, und dem Poitou-Eselhengst „Maurice“, der vor 14 Jahren ebenfalls im Tierpark Berlin geboren wurde.

Opelzoo Kronberg. 01.08.2011
ZooFari – Afrikanische Nächte im Opel-Zoo
Wenn die hessischen Sommerferien enden, die Urlaubsfotos bearbeitet sind, der Schulranzen gepackt und der Wecker wieder für das frühere Aufstehen gestellt ist, dann erwartet die Besucher im Opel-Zoo noch eine ganz besondere Veranstaltung: ZooFari – Afrikanische Nächte im Opel-Zoo
am Freitag, 05. und Samstag, 06. August 2011 jeweils von 20.30 bis 23 Uhr (Kasseneinlass 20 bis 22 Uhr). Der Eintrittspreis für diese Veranstaltung beträgt für Kinder von 3 bis 14 Jahre 7 ¤ und für Erwachsene 12 ¤ (Jahres- und Freikarten gelten nicht). Der Erlös dieser Veranstaltung ist für neue Tieranlagen bestimmt. An den dann hoffentlich endlich warmen Sommerabenden entführt die Band Bubah Jammeh mit ihrer Lifemusik in den Zauber Afrikas. Und wenn die artistische Gruppe Kanguka die Trommeln aus Burundi sprechen lässt, dann fühlt man sich in die Weite der afrikanischen Savanne versetzt. Feuerkörbe und Fackeln illuminieren den Zoo geheimnisvoll, am Büffet im Restaurant Sambesi kann man sich an afrikanischen und internationalen Spezialitäten stärken oder einfach nur auf der Terrasse ein Glas südafrikanischen Wein trinken und den Sprungstelzenläufern zuschauen, wie sie in fantasievollen Kostümen das Publikum animieren und dabei meterhoch in die Luft springen. Das besondere Augenmerk an diesen Abenden richtet sich auf die Tiere: Die Zoopädagogen bieten halbstündlich interessante Führungen zu den europäischen, asiatischen und selbstverständlich auch zu den afrikanischen Tieren an. Bei den Giraffen, den Stachelschweinen und den Elefanten gibt es kommentierte Schaufütterungen und schließlich kann man zu bestimmten Uhrzeiten vor bestimmten Tiergehegen mit den Tierpflegern ins Gespräch kommen und das erfahren, was man immer schon mal wissen wollte. Besonders auch für die Kinder gibt es vielfältige Aktivitäten: Beim Kinderschminken sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Während sie darauf warten, unter Anleitung von Pfadfindern die spannende Sinnestour über den dunklen Waldlehrpfad zu unternehmen, können sie afrikanischen Schmuck basteln. Und bei der Künstlerin Ewa Stefanski stellen sie mit Leuchtfarben geheimnisvolle Fledermausmasken oder hübsche Taschen her. Auch der Förderverein des Opel-Zoos ist wieder mit einem Stand vertreten. In froher Runde kann man dort ein Glas Sekt genießen, nebenan bei „Zwalu“ geschmackvolle handmade-Produkte von township-Bewohnern kaufen oder beim Lions-Club Königstein-Burg das Glücksrad zugunsten bedürftiger Kinder drehen und tolle Preise gewinnen. Damit die ZooFari-Besucher an den Abenden nichts verpassen, erhalten sie am Eingang einen Programmflyer oder können ihn auf der Homepage des Opel-Zoos www.opelzoo.de als pdf herunterladen und sich schon ein wenig einstimmen. Und so wird die ZooFari für die ganze Familie ein schöner Abschluss der Sommerferien, an den sich dann jeder gerne im Alltag erinnern wird.

Tiergarten Schönbrunn, 02.08.2011
TULUBA FEIERT GEBURTSTAG!
Der Elefantennachwuchs im Tiergarten Schönbrunn wird am kommenden Samstag ein Jahr alt. „Die Tierpfleger bereiten für Tuluba um 10.00 Uhr eine besondere Geburtstagsüberraschung im Elefantenhaus vor: eine Torte aus Obst und Gemüse – eben das, was Elefanten am besten schmeckt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Im Rahmen der Artenschutztage, die von Donnerstag bis Sonntag im Tiergarten stattfinden, gibt es eine Bastelecke, wo Kinder Elefanten-Blumenstecker, Papierelefanten und vieles mehr anfertigen können. Außerdem können sie am Samstag von 14.00 bis 17.00 Uhr ein Foto mit Benjamin Blümchen machen. Gerade einmal ein Jahr alt und schon gibt es ein eigenes Buch über ihn: Tuluba ist der Star des neuen Kinderbuches „Tuluba. Kleiner Elefant mit großen Ohren“. Der renommierte Naturfotograf Daniel Zupanc zeigt mit rund 140 Fotos die schönsten Momente aus dem ersten Lebensjahr des Dickhäuters. Der aufgeweckte Elefantennachwuchs lieferte dem Fotografen beim Ballspielen, Schlammbaden oder „Ärgern“ seiner Mutter Numbi viele Motive. „Die ersten Wochen nach der Geburt war es besonders lustig, ihn zu fotografieren, weil er Rüssel, Beine und Ohren noch nicht richtig koordinieren konnte und sehr tollpatschig war“, so Zupanc. Passend zu den herzigen Fotos vom Elefantennachwuchs gibt es im Buch Kurzgeschichten zu Tuluba und seiner Herde. Zoologin Regina Pfistermüller vom Tiergarten Schönbrunn liefert kindgerecht aufbereitete Fakten rund um das Leben des kleinen Elefanten. So erfährt man, wann Tuluba seine Milchzähne verliert, wie Ballspiele seine Geschicklichkeit fördern und warum das tägliche Bad nicht nur ein Spaß, sondern auch eine wichtige Hautpflege ist.

Zoo Salzburg, 03.08.2011
Die „kleinen Stars“ des Salzburger Nachtzoos – entzückender Luchs-Nachwuchs erobert im Sturm die Herzen der Salzburger Zoobesucher!
Zwei Monate alt sind die drei Luchs-Babys im Zoo Salzburg. Luchs-Mutter Lesnica lässt ihren Nachwuchs – zwei Mädchen und ein Bub – nicht aus den Augen, was bei dem verspielten Nachwuchs schon mal anstrengend werden kann! Wie es sich für „richtige Meister Pinselohren“ gehört, sind die drei vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs. Am kommenden Freitag wird es deshalb für Nachtzoo-Besucher besonders spannend, wenn die junge Luchsfamilie zum allerersten Mal beim heurigen Nachtzoo mit Leckereien und „Luchs-Spielsachen“ überrascht wird. Am Freitag, 5. August, stehen um 20 Uhr die Braunbären, um 21 Uhr die Pekaris und dann um 21.30 Uhr die junge Luchs-Familie im Mittelpunkt! Am Samstag, 6. August werden die Totenkopfaffen um 20 Uhr, die Zebramangusten um 21 Uhr und um 21.30 Uhr die Tiger-Dame mit Leckereien überrascht! Tierisch guter Tipp: Alle die abends nicht gerne mit dem Auto fahren, können mit dem Kombiticket Zoo Salzburg der ÖBB mit nur einem Ticket – Bahnreise inklusive Bustansfer und Zooeintritt – bequem anreisen und den Nachtzoo genießen!

Zoo Wilhelma, 03.08.2011
Neues Leben im Giraffenhaus: Giraffe Kitale und ihr kleiner Kasper
Nach einem wahren Babyboom mit gleich drei Giraffen-Geburten im Jahr 2009 und darauf folgender einjähriger Babypause stakst ab sofort wieder ein Giraffenkind durchs Wilhelma-Gehege: der kleine Kasper, der am 21. Juli das Licht der Wilhelma-Welt erblickte. Ein hübscher Kerl ist Kasper mit seinen langen Beinen, dem schönen Fellmuster nach Netzgiraffenart, seinen schwarzen buschigen Hörnchen und großen, dunklen Augen mit langen Wimpern. Ganz die Mama eben. Und die heißt Kitale, ist zehn Jahre alt und kam erst 2009 aus Köln nach Stuttgart. Da ihre ebenfalls 2009 geborene Tochter Amelie leider mit nur sieben Monaten an einem Darmverschluss gestorben war, ist es umso erfreulicher, dass Kitale nun wieder ein Kalb geboren hat. Zumal sie als vorbildliche Mami gilt: Ihren Nachwuchs bewacht sie mit Argusaugen und müsste sie ihr Junges gegen einen Feind verteidigen, dann täte es sie mit fliegenden Hinterhufen und ohne Pardon. In den afrikanischen Savannen vermag eine Giraffe mit kräftigen Beintritten selbst Löwen, Leoparden und Hyänen in die Flucht zu schlagen. In der Wilhelma nehmen sich selbst die Tierpfleger vor einer Giraffenmutter in Acht, wenn sie ihr das tägliche Brot in Form von Luzerne, Heu, Laub und Gemüse in der Mutter-Kind-Box servieren. Doch keine Sorge: Die Besucher, die Kitale und Kasper derzeit zwar noch nicht auf der großen Anlage, aber im Giraffenhaus oder Vorgehege bewundern können, können den Giraffen ohnehin nicht zu nahe kommen. Und wer überdies von sich aus respektvoll ein wenig Abstand hält, hilft mit, dass sie Giraffenmutter gar nicht erst in nervöse Alarmbereitschaft versetzt wird. Kasper ist übrigens bereits das vierte Kind von Kitale, aber das erste, das sie gemeinsam mit dem Wilhelma-Zuchtbullen Hanck zeugte. Wie alle kleine Giraffen kam auch Kasper im gebremsten freien Fall aus zwei Metern Höhe zur Welt, denn Giraffen gebären ihre Jungen nach 14 bis 15 Monaten Tragzeit im Stehen. Kein Problem für die langbeinigen Afrikaner, die solche extremen Fälle stets schadlos überstehen – zumal die Tierpfleger den Giraffen-Kreißsaal mit Stroh immer gut auspolstern. Da Kasper beschlossen hatte, pünktlich zum Dienstbeginn der Tierpfleger anzukommen, konnten diese das faszinierende Ereignis live mitverfolgen. Bereits 30 Minuten nach der Geburt stand Klein-Kasper auf seinen noch wackligen Stelzen und drängte zur Milchquelle. Dieses Tempo behalten die Jungtiere auch beim Wachstum bei: Bei der Geburt sind sie rund 60 Kilogramm schwer und etwa 1,70 Meter groß – was auch schon kein Pappenstiel ist – und gleich im ersten Jahr legen sie einen weiteren Meter an Höhe zu. In der Wildnis ein wichtiger Überlebensfaktor: Denn mit jedem Zentimeter wachsen dort die Chancen, nicht im Rachen eines hungrigen Raubtieres zu enden. Trotzdem erreichen wegen Beutegreifern, Krankheiten und Co rund 50 bis 75 Prozent der Junggiraffen nicht einmal das erste Lebensjahr. Vor Raubtieren braucht sich Kasper in der Wilhelma nicht zu fürchten. Und falls ihm ohne die Gefahren und Abenteuer einer echten afrikanischen Savanne sogar etwas langweilig werden sollte: Wer weiß, vielleicht bekommt er ja bald einen Spielgefährten …

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