Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Opel Zoo Kronberg, 01.09.2011
Große Freude im Opel-Zoo: Erstmals Nachwuchs bei den Pandabären – Jungtiere verlassen die Wurfhöhle
Sie gehören eindeutig zu den Publikumslieblingen im Opel-Zoo: Die Kleinen oder Roten Pandabären, auch Katzenbären genannt. Wer erinnert sich nicht, als das weibliche Tier, Luri, im November 2007 aus Frankreich kam. Und wer denkt nicht an die Ankunft des männlichen Tieres, Matt, im April 2008 aus Tschechien, der dann gleich mit seiner Partnerin die neue Anlage am Panoramaweg bezog? Wer hat nicht schon die beiden bei ihren waghalsigen Klettereien in den hohen Kirschbäumen und auch beim entspannten Schlafen in den Baumwipfeln in luftiger Höhe bewundert? Ganz offensichtlich fühlen sich die beiden in ihrem Kronberger Eigenheim sehr wohl, denn nun wird offenkundig, was die Tierpfleger im Opel-Zoo schon seit dem 9. Juni 2011 wussten: Nach einer Tragzeit von rund 5 Monaten (112-158 Tage) hat sich Nachwuchs eingestellt! Die beiden männlichen Jungtiere, die in den ersten 90 Tagen ihres Lebens völlig zurückgezogen leben und nur von Zeit zu Zeit von der Mutter zum Stillen aufgesucht werden, verlassen nun endlich die Wurfhöhle und beginnen ihre Umgebung zu erkunden. Natürlich sind sie nicht ständig außerhalb der Höhle und so braucht es immer noch ein wenig Geduld und Glück, um die beiden putzigen Brüder im Gehege zu entdecken. „Tiernachwuchs ist für uns eigentlich immer erfreulich“, kommentiert Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. „Aber da die Roten Pandas vom Aussterben bedroht sind und der Opel-Zoo mit der Haltung dieser Tierart nun erstmals zum Fortbestehen der Bestände beitragen kann, freuen wir uns in diesem Fall natürlich ganz besonders.“ Für die Kleinen Pandabären existiert ein so genanntes Erhaltungszuchtprogramm, kurz EEP genannt, und der Koordinator im Rotterdamer Zoo erfasst alle Tiere in den Zoologischen Gärten in Europa und organisiert die Zucht. Auch die beiden Jungtiere bei den Pandabären werden im späten Frühjahr 2012 in einen anderen Europäischen Zoo vermittelt, um dann selbst Nachkommen zu haben. Zunächst aber werden sie ganz sicher ihren Eltern in der Publikumsgunst den Rang ablaufen und man darf gespannt sein, welcher der beiden Zwillingsbrüder den besten Aussichtsplatz in den Baumwipfeln beanspruchen wird – Scharfe Krallen zum Klettern besitzen sie auf jeden Fall schon! Außerdem haben Sie auch schon prominente Paten aus der Region gefunden, die sie unterstützen und ihnen auch bereits Namen gegeben haben: „Eddy“ ist das Patentier der Rothenberger AG aus Kelkheim und „Frodo“ das von Eppstein Foils GmbH & Co. KG aus der Burgstadt.

ErlebnisZoo Hannover, 01.09.2011
Nachwuchs bei den Flamingos im Erlebnis-Zoo Hannover: Flaum-Fluff mit Pummel-Po
Rosaroten Zeiten sahen die Flamingos in diesem Sommer nicht gerade entgegen. Regen und Sturm ausgerechnet während der Brutzeit, wenn die Vögel 31 Tage lang Tag und Nacht auf ihren Nestern ausharren müssen. Sicherheitshalber bauten sie ihre vulkanartigen Lehm-Nester im Schutz des großen Bambus am Ufer des Sambesi. Dem Regen zum Trotz bewiesen die Flamingos Sitzfleisch: Nach 31 Tagen pickten sich im Erlebnis-Zoo Hannover die ersten fünf Küken aus den Eiern. Enttäuschung über das Aussehen ihres Nachwuchses nach den vielen verregneten Stunden des Brütens lassen sich die Eltern nicht anmerken. Die Küken sind unscheinbar, haben kurze dicke Treter, grauweiße Flaumfedern. Und als ob das noch nicht Flamingo-ungemäß genug wäre, watscheln die Küken, anstatt zu stolzieren, den kurzen Hals nach vorn gereckt, gefolgt von einer kompakten Körpermitte mit Stummelflügeln, den Abschluss bildet ein pummeliger Po. Stört die Eltern nicht, sie alle haben das Märchen vom hässlichen Entlein selbst erlebt. 70 Tage lang werden die Kleinen mit den dicken rosa Beinen jetzt von ihren müden Eltern aufgezogen. Flamingo-Kinder haben ein kleines Problem: Ihr Schnabel ist für das Fressen noch nicht voll entwickelt. Deshalb füttern die Eltern ihre Kleinen mit einer roten, milchähnlichen Flüssigkeit, die sie im Bereich der Speiseröhre bis zum Vormagen produzieren. Das Federkleid der Jungtiere bleibt zunächst hell bis grau. Erst im Alter von drei bis vier Jahren, wenn sie ausreichend Nahrung mit sogenannten „Karotinoiden“ gefuttert haben, sind die Jungtiere dann so rosa wie ihre Eltern.

Zoo Osnabrück, 01.09.2011
Toben, klettern, kuscheln: sieben Jungtiere bei den Klippschliefern
Im Viererpack und schon meerschweinchengroß, so wurden im Zoo Osnabrück vor vier Wochen acht kleine Klippschliefer von zwei Müttern geboren. Und wie junge Meerschweinchen sind sie Nestflüchter, öffnen schon am ersten Lebenstag ihre Augen und laufen und klettern wie die Großen. Dabei sind Klippschliefer keinesfalls Nagetiere, sondern ihre nächsten Verwandten sind die Elefanten – was man ihnen zwar nicht ansieht, aber Füße und Zähne beweisen! Ein Kleines wurde im Gewimmel abgedrängt und überlebte die erste Woche nicht. Sieben junge Schliefer toben nun in ihrem Gehege im Giraffenhaus und Besucher können beobachten, wie sie sich unter der Wärmelampe um die besten Plätze streiten, auf ihren Müttern umherklettern und sich an der „Milchbar“ drängeln. Schon nach wenigen Tagen haben sie angefangen, Grünzeug zu fressen, trinken aber auch noch Milch und daher ist der Platz neben oder auf der Mutter immer noch begehrt. Die Geschlechter der sieben Jungtiere sind zurzeit noch unbekannt. Klippschliefer leben in Afrika in felsigen Landschaften und ernähren sich von Samen und kargem Grün. Der Zoo Osnabrück führt das Europäische Zuchtbuch für Klippschliefer und für die verwandten Buschschliefer und ist damit für das Zuchtmanagement dieser interessanten Tiere in den europäischen Zoos zuständig.

Zoo Duisburg, 01.09.2011
Duisburgs beliebteste Rasselbande hat erneuten Nachwuchs
Das Riesenotterpärchen AMANA und MALDITO kamen vor drei Jahren in den Zoo Duisburg und fühlten sich hier von Anfang an pudelwohl. Ein Herz und eine Seele, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ihre Partnerschaft erste Früchte trug. Ihre Erstgeborene ALUA lebt inzwischen in einem Zoo in Schweden, aber die zwei letztjährigen Jungtiere sind noch am Kaiserberg und helfen tatkräftig bei der Aufzucht des nun dritten Wurfs mit. Liebevoll werden die Kleinen sauber geleckt herumgetragen und in oft ruppigem Spiel auf den Ernst des Otterlebens vorbereitet. Dabei lernen nicht nur die Kleinen, was es heißt, ein richtiger Riesenotter zu sein; die Großen üben schon einmal für später, wenn sie selbst Nachwuchs haben. Zwei Monate ist das Geschwisterpärchen nun alt, und es ist an der Zeit, das kleine Planschbecken im Innengehege zu verlassen und ins tiefe Ende der Außenanlage zu springen. Hierbei helfen die älteren Geschwister kräftig mit und demonstrieren ihre erlernten Schwimm- und Jagdkünste. Die Elterntiere sind natürlich immer mit einem wachsamen Auge dabei. Seit heute nun können die Zoobesucher die quirlige Familie auf ihren Tauchgängen über riesige Sichtscheiben verfolgen! Als die zwei Riesenotterbabys am 04. Juli zur Welt kamen, hatten sie gerade einmal die Größe einer neugeborenen Katze. Die Pfleger sind heute noch beeindruckt, wie die Eltern ihre Schützlinge mit dem Wasser im Innenraum vertraut gemacht haben: Sie trugen sie immer wieder zum Becken, tauchten sie kurz unter und legten sie dann nach dem kurzen Bad fürsorglich zwischen ihre geschmeidigen Körper zum Trocknen und Aufwärmen. Die Jäger sind in den Flüssen des tropischen Regenwaldes Südamerikas zuhause. In der spanischen Übersetzung werden die Riesenotter wegen ihrer stark ausgeprägten Eckzähne und ihrer Jagd nach Beute in größeren Verbänden auch die „Wölfe der Flüsse“ genannt. Die bis zu zwei Meter langen Tiere gelten als stark bedroht. War es früher die Jagd nach ihren wertvollen Fellen, sind heute zerstörte Lebensräume ein Hauptgrund für die Gefährdung der Art. Abholzung der Regenwälder, Überfischung und Umweltgifte wie beispielsweise Quecksilber, das bei der Goldgewinnung in die Gewässer gerät, nehmen den Tieren die Lebensgrundlage. Im Zoo Duisburg ist man besonders stolz auf die äußerst seltenen Zuchterfolge. Schließlich sehen die Zoologen in der erfolgreichen Familienplanung der Riesenotter einen wesentlichen Beitrag zum Artenschutz.

Zoo Berlin, 01.09.2011
Freude über ein Persisches Leopardenbaby im Berliner Zoo
Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Zoobesuch das jüngste Leopardenbaby zu Gesicht zu bekommen, ist in den letzten 2 Wochen deutlich gestiegen. Eigentlich verlässt das am 30. Juni geborene Katzenkind seine Schlafbox mittlerweile täglich, um seine Mutter zur nachmittäglichen Fütterung zu begleiten. Jetzt ist das Kleine in einem Alter, in dem es begonnen hat, neben der Muttermilch auch feste Nahrung zu probieren. Insgesamt ist es nach 2006 und 2008 erst das dritte Mal, dass das einzige Berliner Zuchtpaar Persischer Leoparden einen Wurf aufzieht, diesmal allerdings bestehend nur aus einem geschwisterlosen kleinen Kater, der mit seiner individuellen Kennzeichnung den Namen „Bijan“ erhielt. Der Leopard ist eine Großkatzenart, deren riesiges Verbreitungsgebiet von Südafrika bis in den Osten Russlands reicht. Entsprechend groß ist auch die Zahl an morphologisch und genetisch unterscheidbaren Unterarten. Die im Zoo gepflegte zentralasiatische Unterart ist hauptsächlich im Iran, daneben aber auch in Afghanistan, in Turkmenistan sowie im Kaukasus beheimatet. Die derzeit größte Bedrohung für den im Freiland lebenden Bestand, ist die Fragmentierung der Restpopulation in viele voneinander separierte Kleingruppen mit damit einhergehender Reprodoktionsverminderung. Selbstverständlich stellen aber auch Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen – wie etwa Landminen und dergleichen – eine stete Gefahr für die Tiere dar. In Zoologischen Einrichtungen werden weltweit etwa 100 Persische Leoparden gehalten, dies entspricht ziemlich genau einem Zehntel des geschätzten Freilandbestandes. Die europäische Erhaltungszucht wird vom Allwetterzoo in Münster koordiniert. Um einem langfristigen Sinken des Bestandes entgegenzuwirken, ist die Nachzucht dieser Leopardenform ein erstrebenswertes Ziel.

Tierpark Berlin, 01.09.2011
Serval-Zwillinge im Berliner Tierpark geboren
Nachdem das bewährte Servalpaar „Malo“ und „Mara“ 2010 eine Zuchtpause eingelegt hat, gab es am 23. Juli 2011 wieder eine Geburt zu vermelden. Der diesjährige Wurf besteht aus weiblichen Zwillingen, welche Mutter „Mara“ die ersten fünf Wochen in einer ruhigen und für Besucher nicht einsehbaren Mutterbox aufgezogen hat. Im Freiland werden die Jungen als Nesthocker in verlassenen Erdferkel- oder Stachelschweinhöhlen geboren. Mit nunmehr sechs Wochen wird der Erkundungsdrang der Jungen, wie im Freiland auch, immer stärker und beide wagen sich nun schon in die große Schaubox. Die Serval-Zwillinge erhielten von unseren Tierpflegern die Namen „Tonja“ und „Senja“ und sind fortan mit ihren Eltern im Alfred-Brehm-Haus zu sehen. Wie alle Kinder werden auch die beiden Serval-Jungtiere noch schnell müde und ziehen sich zum Schlafen zeitweise in die nicht einsehbare Mutterbox zurück. Die Elterntiere „Malo“ (geb. 1995) und „Mara“ (geb. 1996) kamen 1997 und 1999 aus den Zoologischen Gärten Krefeld und Gelsenkirchen in den Tierpark Berlin, ein Jahr später fiel der erste Wurf und seitdem bilden beide ein zuverlässiges Zuchtpaar, mittlerweile schon im betagterem Alter. Servale gehören mit einer Kopf-Rumpflänge von 70-100 cm zu den größeren Kleinkatzenarten. Charakteristisch für den Serval sind seine großen Ohren, ein vergleichsweise kurzer, 35-40 cm langer Schwanz, seine langen Beine sowie das auf gelbem Grund schwarz getüpfelte Fell. Die Hauptbeute des Servals sind hauptsächlich Nagetiere, aber auch tieffliegende Vögel können mit einem geübten Sprung aus der Luft gefangen werden. Die Hochbeinigkeit des Servals ist eine Anpassung an den bevorzugten Lebensraum, die Grassteppen von West- über Ost- bis nach Südafrika.

Zoo Halle, 02.09.2011
Tigerjungtier „Ranga“ nach Komplikationen eingeschläfert
Über acht Monate haben Tierpfleger und Tierärzte mit einem hohen Engagement um die Heilung des Tigerjungtieres „Ranga“ gerungen. Leider haben sie es nicht geschafft. Es bestand keine Chance mehr, das Leben von „Ranga“ zu retten. Sie wurde am 31. August eingeschläfert. Nach dem Auffinden des Tieres mit den gelähmten Hinterbeinen wurde sie intensiv physiotherapeutisch betreut. Die nervale Versorgung der Hintergliedmaßen stellte sich wieder ein. „Ranga“ zeigte viele Fortschritte – die Futteraufnahme im Stehen, beim Aquatraining gute Schwimmbewegungen und alleinige Aufstehversuche verbunden mit den ersten Schritten. „Ranga“ hatte sich aber durch das vermehrte Liegen auf der linken Körperseite verbunden mit der rutschenden Fortbewegung, eine Wunde im Bereich des linken Oberschenkels zugezogen. Diese Wundfläche musste mehrmals chirurgisch versorgt werden. Leider verlief die Wundheilung nicht komplikationslos und zeigte bisher auch nicht die erhofften Fortschritte. Zudem musste in der letzten Woche bei „Ranga“ eine massive Verschlechterung des Allgemeinbefindens registriert werden. Dies erforderte sogar eine künstliche Ernährung des Tieres über Infusionen. Sowohl die ersten Ergebnisse der Blutuntersuchungen als auch der Obduktion deuten auf einen Zusammenbruch ihres Abwehrsystems hin. „Ranga“ verfügte kaum noch über weiße Blutkörperchen. In den nächsten Tagen werden die Untersuchungen fortgesetzt, deren Ergebnisse dann zusammenfassend bekannt gegeben werden.

Tierpark Hellbrunn München, 02.09.2011
Kinderstube Hellabrunn
Einfach liebenswert sind die süßen „afrikanischen“ Tierkinder in Hellabrunn in ihrer scheuen, zurückhaltenden Art. Ihre liebste Beschäftigung: Fressen! Denn wer groß und stark werden will, muss kräftig bei der Mama saugen oder den Schnabel öffnen. Die Flamingo-Küken schlüpften eins nach dem anderen Ende Juni. Hartmann-Bergzebra „Lubaya“ erblickte am 14. Juli das Licht der Welt. Am 25. August schließlich wurde Nesthäkchen „Leni“ – ein Nyala – geboren. „Afrika ist ein faszinierender Kontinent mit einer großen Vielfalt an Wildtieren. Der Tierpark Hellabrunn nimmt erfolgreich am EEP (Europäisches-Erhaltungszucht-Programm) für die Hartmann-Bergzebras teil. Sie sind in freier Wildbahn in ihrem Bestand ernsthaft gefährdet. Und auch der Bestand an Nyalas – einer seltenen Antilopenart – ist stark zurückgegangen“, erklärt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Hartmann-Bergzebra: Lebt in bergigen Regionen Namibias. Die schwarz-weiße Zeichnung „verwischt“ in der Hitze die Konturen und ist ein Schutz vor Beutetieren. Die Tragzeit beträgt 12 bis 13 Monate. Bereits unmittelbar nach der Geburt folgen die Fohlen der Mutter auf Schritt und Tritt. Schon bevor die Jungtiere geschlechtsreif sind, verlassen sie den Familienverbund. Nyala: Freilebender Bestand im Südosten Afrikas. Die Männchen tragen elegant geschwungene Hörner mit weißen Spitzen, die Weibchen faszinieren durch ein wunderschönes rotbraunes Fell. Die Jungtiere werden ein halbes Jahr gesäugt, fressen aber bereits nach wenigen Tagen Gras als Beikost. Die ersten zwei bis drei Wochen folgen die Kitze der Mutter nicht, wenn diese auf der Suche nach Nahrung umherstreift, sondern verstecken sich still und leise im Unterholz. Flamingos: Freilebend finden wir Flamingos (u. a.) in Ostafrika. Die Eltern nehmen die Brutpflege sehr ernst: Das Weibchen legt nur ein Ei, das die Eltern im Wechsel intensiv bebrüten. Abgelegt wird es auf einem Lehmhügel, der auch bei wechselndem Wasserstand Sicherheit verspricht. Das Jungtier lässt sich bis zu einem Jahr füttern – teilweise ist es dann schon so groß wie seine Eltern. Während die ausgewachsenen Vögel mit ihrem Schnabel Kleinlebewesen aus dem Wasser filtern, ernähren sich die Kleinen von einem Sekret, das in der Speiseröhre der Eltern gebildet wird. Dann heißt es: Schnabel auf!

Tierpark Hagenbeck Hamburg, 05.09.2011
Die LEGO-Familienshow von SUPER RTL am 12. und 13. August im Tierpark Hagenbeck – Seien Sie als Zuschauer dabei
Im Rahmen des abendfüllenden SUPER RTL-Fernsehevents „Jeder Stein zählt: Die LEGO-Familienshow“ treten am 12. und 13. September im Tierpark Hagenbeck drei Familien in tierischen Wettbewerben gegeneinander an. Als Hauptpreis winkt eine attraktive Familienreise, moderiert wird die spannende Fernsehshow von Nina Moghaddam und Jochen Schropp. Die herausfordernden Aufgaben erfordern von allen Familienmitgliedern nicht nur geschickten Umgang mit LEGO-Steinen sondern auch gute Kenntnisse der tierischen Lebenswelt. Denn soviel sei verraten: Selbst der größte Landbewohner unserer Erde wird im Tierpark Hagenbeck vor Ort sein und bei der Lösung der Hauptaufgabe eine wichtige Rolle spielen. Alle Tierpark-Besucher haben an beiden Aufzeichnungstagen die Möglichkeit, bei der Produktion der Familienshow hautnah dabei zu sein. Die Dreharbeiten finden während den regulären Öffnungszeiten statt.

Bergzoo Halle, 06.09.2011
Zoo-Aktionstage zum 110. Geburtstag: Der Zoo im Wandel der Zeit: Aufruf zum Mitgestalten – Attraktive Preise locken
Am 17. und 18. September 2011 ist es wieder so weit – der Zoo lädt ein zu den traditionellen Zoo-Aktionstagen. Zum 110. Zoogeburtstag stehen die Zootage unter dem Motto „Der Zoo im Wandel der Zeit“. Anhand großformatiger historischer Fotos, können sich die Zoobesucher in frühere Zeiten versetzen und die heutigen Gehege mit den Ansichten der früheren vergleichen. Auch wenn es wohl kaum einen Zoobesucher gibt, der den Zoo noch aus der Gründungszeit kennt, so werden doch sicher bei vielen Erinnerungen an Zoobesuche aus den 50er oder 80er Jahren hervorgerufen. Für die Zoobesucher, die im Vorfeld Spaß daran haben, auch noch einmal in den eigenen Archiven zu kramen, haben sich die Zoomitarbeiter etwas ganz besonderes ausgedacht: jeder Zoobesucher, der an den Zootagen eigene historische Fotos des Bergzoos oder selbst gestaltete Zukunftsvisionen für den halleschen Bergzoo mitbringt, nimmt an einer Verlosung mit attraktiven Preisen teil. Beispielsweise winkt als erster Preis eine Jahreskarte und als zweiter Preis ein Tierkontakt. Darüber hinaus gibt es noch Zoochroniken und eine Tagesfreikarte zu gewinnen. Mit den mitgebrachten Fotos, Zeichnungen und vielleicht auch Bauwerken wird dann im Laufe der Zootage eine für alle Zoobesucher interessante und permanent wachsende Ausstellung gestaltet. Eigens für die Zootage wurde die Improvisationstheatergruppe „Stabile Seitenlage“ eingeladen, die das Thema „Der Zoo im Wandel der Zeit“ spielerisch unterstreicht. Dabei entstehen kurze Zoogeschichten, die von Spontanität und gegenseitiger Inspiration der Impro-Spieler geprägt sind. Samstag ab 14 Uhr und Sonntag ab 10 Uhr gewähren die Zoomitarbeiter Einblicke in den Zoo-Alltag, der für Zoobesucher sonst eher verborgen ist. Als Highlights gelten dabei die Blicke hinter die Kulissen, die zahlreichen Aktions- und Infostände, das Blasrohrschießen sowie die verschiedenen Tierkontakte und Fütterungen. Eine Stempelrallye verbindet die einzelnen Stationen miteinander. Das ausführliche Programm mit allen Veranstaltungen und Aktionsständen unter www.zoo-halle.de.

Zoo Augsburg 06.09.2011
Fünf neue Männer für den Augsburger Zoo
Es war einiges los am letzten Wochenende: Drei neue Przewalski-Pferde kamen aus den Zoos von Paris und Nordens Ark (Schweden) für das Gehege in Königsbrunn an. Die Transporte brachten außerdem eine Streifenhyäne aus Frankreich und einen Blessbock aus Schweden mit. Um die Unruhe für die beiden älteren Hengste in Königsbrunn möglichst gering zu halten, wurden die Transporte so koordiniert, dass die Tiere aus Schweden und Frankreich möglichst zeitgleich in Augsburg ankamen. So fuhr dann eine Spedition nach Schweden und der Zoo selbst führte den Transport aus Frankreich durch, um in Paris (Przewalski-Pferd) und Lisieux (Hyäne) Tiere abzuholen. In Lisieux konnte man sich dabei gleichzeitig vom Wohlergehen unserer Alligatoren überzeugen, die dort seit über einem Jahr ein schönes neues Terrarium bewohnen. Der Zoo dankt in diesem Zusammenhang der Firma Mayrhörmann, die uns für diesen Transport einen Bus zur Verfügung stellte.

Zoo Salzburg, 07.09.2011
Veranstaltungstipps
Abendführung für die ganze Familie „Im Licht des Mondes“ am Sa., 10. September, von 19 bis 20.30 Uhr. Ein Abend für alle, die vom Nachtzoo einfach nicht genug bekommen können, aber auch für jene, die bisher noch keine Zeit hatten, abends den Zoo zu besuchen. Welche Laute hört man abends im Zoo? Welche Tiere sind um diese Tageszeit aktiv und welche gehen früh ins Bett? Das Jaguar-Paar Sir William und Bonita ist – wie alle Raubkatzen – gerne in der Dämmerung unterwegs. Interessantes und Unterhaltsames gibt es bei dieser Führung über Kapuzineraffen, Löwe und Co zu erfahren. Und natürlich werden die Tierpfleger ihre Schützlinge mit „Gute-Nacht-Leckerbissen“ überraschen. Treffpunkt ist um 19 Uhr beim Haupteingang! Um Anmeldung unter office@salzburg-zoo.at oder 0662/820176-0 wird gebeten – Führung findet bei jeder Witterung statt! Familienführung „Das ABC der Tiere“ am Sa., 17. September, von 14.30 bis 16 Uhr. Zum Schulanfang hat sich der Zoo Salzburg etwas Besonderes ausgedacht: eine Führung zum Thema „Das ABC der Tiere“. „A“ wie Affe, „B“ wie Bär – aber welche Tierart lebt im Salzburger Zoo, deren Name mit „C“ beginnt? Natürlich wird auch die Zooschule besucht, wo es immer etwas Spannendes zu erleben und tierisches zum Anfassen gibt. Bei dieser Führung kann man erfahren, wie Tiere lernen. Tierkinder lernen viel von ihren Eltern und Artgenossen. Gemeinsam schauen wir, was die Jungtiere im Zoo schon alles können. Als Überraschung an diesem Tag gibt es Schultüten für unsere Tiere! Für Spaß und Spannung ist gesorgt! Treffpunkt ist um 14.30 Uhr beim Haupteingang! Kosten: € 2 zzgl. Zooeintritt. Um Anmeldung unter office@salzburg-zoo.at oder 0662/820176-0 wird gebeten – Führung findet bei jeder Witterung statt!

Zoo Wilhelma Stuttgart, 07.09.2011
Greifstachler in der Wilhelma: Stachlige Schlafmützen mit Knubbelnasen
Sie sehen aus wie wundersame Fabelwesen und tragen dicke, wie von Loriot persönlich gemalte Knollennasen: die Greifstachler. Nur zwei Zoos in Deutschland halten sie, einer davon ist die Wilhelma. Zu sehen sind die dämmerungs- und nachtaktiven Südamerikaner aber auch deshalb so selten, weil sie ihre hübschen Näschen tagsüber nur selten publikumswirksam aus ihren Schlafkisten strecken. Zudem lebte das Stuttgarter Greifstachler-Trio die letzten Jahre hinter den Kulissen. Doch jetzt sind Esperanza, Margerite und Herbie in einem der frei gewordenen Gehege im Jungtieraufzuchthaus eingezogen – wo zumindest der frühe und der späte Besucher nun mit etwas Glück eines der drolligen Tiere erspähen kann. Vermutlich liegt es gerade an den schönen rosa Knollennasen, dass wir Menschen Greifstachler spontan als überaus sympathisch empfinden. „Sehr weich sind diese Nasen außerdem“, wie Revierleiterin Manuela Krön-Folkers weiß, weil die Tiere ihre „Riechkölbchen“ gerne von den Pflegern streicheln lassen. „Was besonders drollig ist: Mit ihren sehr langen Barthaaren umschließen und betasten die Tiere dabei die ganze Hand.“ Auch die bedächtige Art, mit der sich die Greifstachler bei der Nahrungssuche durchs Geäst bewegen, hat Charme und Stil. Doch warum unnötig Hektik verbreiten: Blätter und Früchte muss man schließlich nicht jagen, sondern braucht sie nur abzuernten. Dass die Ernte in der luftigen Höhe von Urwaldbäumen stattfindet, ist für die mit den Meerschweinchen verwandten Nagetiere dank kräftiger Krallen und langem Greifschwanz kein Problem. Stachelig sind Greifstachler übrigens von Geburt an. Allerdings sind die Spießchen anfangs weich, biegsam und werden noch von den rötlichen Haaren des Babyfells überragt. Nur vier Wochen später aber haben die Stacheln „den Spieß umgedreht“, sind nun deutlich länger als das Fell und dienen dem Greifstachler fortan als fast unerschöpfliches Waffenarsenal. Die Stacheln sitzen dabei recht locker und somit schnell einsatzbereit am Körper. Dafür sitzen sie bei Angreifern, die mit ihnen unliebsame Bekanntschaft schließen, aufgrund ihrer Widerhaken umso hartnäckiger fest. Die Wilhelma hält diese interessante Tierart schon seit 1988, den letzten Nachwuchs gab es 2006. An diesem beteiligt war auch Herbie, der 2003 aus Buffalo, USA, nach Stuttgart kam. Esperanza stieß 2007 aus Französisch Guayana dazu und Margerite 2009 aus Frankfurt, dem zweiten deutschen Zoo, der die Art hält. Eigentlich sind diese Tiere Eigenbrötler, untereinander gelten sie als streitsüchtig. Tatsächlich kommt es auch bei Herbie und Esperanza, die fast wie ein Paar leben, hin und wieder vor, dass der eine oder andere kurzfristig aus der gemeinsamen Schlafkiste auszieht. Dann kann man plötzlich und unerwartet selbst am helllichten Tag eines der Tiere in ganzer Schönheit, wenn auch völlig verschlafen, auf dem Dach der Kiste sitzen sehen. Damit die Besucher auch sonst wenigstens Teile der stachligen Schlafmützen erspähen können, erhalten die drei baldmöglichst neue Kisten, die etwas bessere Einblicke bieten. Darüber hinaus gilt: Wer das Jungtieraufzuchthaus gleich nach der Öffnung um 9 Uhr oder nicht lange vor seiner Schließung um 18.15 Uhr besucht, hat die besten Karten, die charmanten Knubbelnasen einmal außerhalb ihres Bettes anzutreffen.

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