Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoo Frankfurt, 29.09.2011
Erdmännchen-Babys kurz gesichtet
„Seit ca. drei Wochen war uns klar – die Erdmännchen haben Nachwuchs“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, „Die beiden Weibchen waren plötzlich viel schlanker und oft für lange Zeit in ihrer Wurfhöhle verschwunden. Außerdem sah man an ihren Zitzen, dass sie wohl Junge säugten.“ Doch gesehen hatte den Nachwuchs bisher noch niemand. Gestern gelang nun das allererste Handyfoto von den Jungtieren. Fünf ca. 15 cm große Babys zeigten sich für kurze Zeit im auch für Zoobesucher einsehbaren Teil des Warmhauses. Seit Juli sind die Elterntiere, zwei Weibchen und ein Männchen, nun in der neuen 120 m² großen Anlage mit dem angeschlossenen 20 m² großen Warmhaus. „Dass sich die Tiere dort wohl fühlen, stand von Anfang an außer Zweifel“, sagt Niekisch, „doch jetzt haben wir einen zusätzlichen fünfköpfigen Beweis. Sofort nach dem Umsetzen in die neue Anlage haben sich die Elterntiere gepaart und der Nachwuchs ließ wirklich nicht lange auf sich warten.“ Die Tragzeit bei Erdmännchen beträgt ca. 77 Tage. Danach bleiben die Babys normalerweise noch drei bis vier Wochen gut geschützt in der Wurfhöhle unter der Erde. Wer die kleinen Erdmännchen sehen möchte, muss Geduld mitbringen. Noch zeigen sich die Tiere nur für kurze Zeit, um schnell wieder in der geschützten Wurfbox zu verschwinden. „Aber“, so Zoochef Niekisch, „bei dem schönen Wetter, das für das Wochenende vorhergesagt ist, sind die Chancen nicht schlecht und sicher werden diese niedlichen Tiere schnell zu großen Publikumslieblingen“.

Zoo Heidelberg, 30.09.2011
Mit großen braunen Augen durch die Welt – Jungtier bei den Großen Kudus im Heidelberger Zoo
Dunkle Glanzaugen unter großen runden Ohren schauen neugierig in die Welt – „Tawanda“, der vier Wochen alte Kudubock, beginnt mit seiner Mama „Stobi“ die Welt zu erkunden; oder genauer: den abgeteilten Außenbereich der Afrikaanlage. Die meiste Zeit des Tages verbringen Mama und Sohn im Abtrenngehege, denn noch ist Tawanda zu jung um sich gegen Zebras und Blessböcke behaupten zu können. Junge Kudus sind sogenannte Ablieger, die reglos an einem geschützten Platz warten, während die Mutter auf Nahrungssuche geht. Daher bleibt auch „Tawanda“ noch einige Stunden des Tages im Strohbett seiner Box liegen, während „Stobi“ auf die große Anlage darf. Lange wird es nicht mehr dauern bis „Tawanda“ seiner Mutter auf Schritt und Tritt folgt. Behutsam wird er dann an die anderen Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt. Für Kuduweibchen „Stobi“ ist es das erste Kind und sie kümmert sich liebevoll um ihren Sohn. Kudus leben normalerweise in Familienverbänden in den Baumsavannen im östlichen und südlichen Afrika, im Heidelberger Zoo teilen sie sich die großzügige Afrikaanlage mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen. „Tawanda“ wurde am 5. September 2011 geboren und wird jetzt noch fünf weitere Monate von seiner Mama gesäugt, bevor er anfängt Gräser, Laub und Kräuter zu fressen wie seine ausgewachsenen Verwandten. Dann werden auch seine Hörner anfangen zu wachsen bis sie einmal genauso beeindruckend sind, wie die etwa 1m langen geschraubten Hörner seines Vaters „Kaito“. Die Hörner werden ihm dann auch helfen sich gegen männliche Konkurrenten durchzusetzen, um dann bei den hübschen weiblichen Kudu-Antilopen für Nachwuchs zu sorgen. Doch nicht im Zoo Heidelberg, denn mit Erreichen der Geschlechtsreife in etwa zwei Jahren wird er wohl in einen anderen Zoo wechseln um dort seine eigene Familie zu gründen. Übrigens bedeutet der Name „Tawanda“ in der Shona-Kultur aus Zimbabwe „Wir sind eine Familie“.

Tierpark Bochum, 30.09.2011
Tief unter der Erde, da ist es schön – da kann man uns, die Erdmännchen sehen
Kleiner König Kalle Wirsch nebst Gefolge im Bochumer Tierpark. Viele werden sich noch an die Erdmännchen der Augsburger Puppenkiste erinnern und nun sind sie in Bochum angekommen. Die umfangreiche Neugestaltung des Bochumer Tierparks, ermöglicht durch eine großzügige Spende der Sparkasse Bochum, schreitet zügig voran! Neben der Errichtung eines neuen Eingangsbereiches an der Klinikstraße wird rund ein Drittel des Außengeländes komplett neu gestaltet und etappenweise in Betrieb genommen. Als erste Teilbaumaßnahme wurde nun die Anlage der Erdmännchen fertig gestellt! Viele Besucher fragten bereits nach ihnen, und jetzt sind sie endlich da! Eine gänzlich neue Tierart hat Einzug in den Bochumer Tierpark gehalten. Vier südafrikanische Erdmännchen erkunden seit einigen Tagen ihr neues Zuhause. Ein knapp zweijähriges Männchen stammt aus dem Zoologischen Garten Rostock, ein ebenfalls zweijähriges Weibchen mit zwei weiblichen Jungtieren aus diesem Jahr kommt aus dem Stuttgarter Zoo „Wilhelma“. Die neue Erdmännchenanlage mit einer naturnah gestalteten Außenfläche von 80m2 befindet sich direkt vor dem Aquarien- und Terrarienhaus und wird nach Fertigstellung des neuen Tierparkeingangs mit Sicherheit die erste Anlaufstelle unserer Besucher sein! Die Anlagenbegrenzung besteht aus Spezialglas, wodurch nicht nur große, sondern auch kleine Besucher einen ungehinderten und barrierefreien Einblick in die liebevoll gestaltete Anlage und auf die verspielten Erdmännchen haben. Das Erdmännchenhaus weist eine Gesamtfläche von 30m2 auf und ist einer südafrikanischen Wüstenlandschaft nachempfunden. Das Haus besitzt eine sieben Meter lange entspiegelte Glasfront, durch die die Tiere in erstklassiger Qualität nicht bei Schlechtwetter und im Winter sehr gut beobachtet werden können. Dieses Prinzip der ganzjährigen Sichtbarkeit unserer Tiere wird bei allen Tierhäusern, die im Zuge der gegenwärtigen Umgestaltung des Tierparks neu errichtet werden, verwirklicht.

Tierpark Berlin, 30.09.2011
Vier auf einen Streich – erstmals Vierlinge beim Hinterindischen Tiger im Tierpark Berlin geboren
Seit 1996 hält der Tierpark Berlin den Hinterindischen Tiger, jene mittelgroße Unterart des Tigers, welche in den Regenwäldern von Myanmar, Laos, Vietnam, Kambodscha und Malaysia umherstreift. Das Paar von 1996 war seinerzeit das erste in Deutschland überhaupt. Aufgrund von bei dieser Unterart nicht selten zu beobachteten Unverträglichkeiten züchtete dieses Paar nicht und es dauert seine Zeit, bis 2010 ein zweites junges und harmonisierendes Paar im Tierpark Berlin zusammengestellt werden konnte. Die Großeltern unseres jungen Paares stammen aus Malaysia. Dieses Paar namens „Tarek“ (geb. 2007 im Zoo Halle) und „Sarai“ (geb. 2006 im Zoo Halle) brachte nun am 10. August 2011 seinen ersten erfolgreich aufwachsenden Wurf, ein Vierlingswurf und zugleich der erste bei dieser Tigerunterart im Tierpark Berlin. Obwohl im Alfred-Brehm-Haus des Tierparks Berlin regelmäßig Großkatzen geboren werden, ist ein Vierlingswurf beim Tiger auch für uns etwas ganz Besonderes, so gab es die letzte Vierlingsgeburt 1988. Die vier Hinterindischen Tigerjungtiere wogen am 6. Lebenstag zwischen 1290-1390 Gramm, mit aktuell sieben Wochen bringen die Vier zwischen 5-6 Kilogramm auf die Waage und entwickeln sich prächtig. Besonders an diesem Wurf ist, dass auch Vater „Tarek“ während der Geburt und während der Jungenaufzucht dabei ist, das ist bei dieser Unterart bisher ganz selten möglich gewesen. Unsere Tierpfleger haben in gewohnter Weise die Namen für die vier Jungtiere ausgewählt und so heißen die drei Schwestern „Thaya“, „Salween“ und „Mandalay“ und ihr Bruder fortan „Lampun“. Der Tiger ist eines der am stärksten von der Ausrottung bedrohten Säugetiere auf der Welt – lebten vor 100 Jahren noch schätzungsweise 100 000 Tiger, wurde der Bestand aller fünf heute noch lebenden Unterarten im Freiland in den letzten Jahrzehnten auf etwa 3500 Individuen reduziert! Gründe dafür sind der Lebensraumverlust durch Waldzerstörung und -umwandlung, speziell in Ölpalmplantagen in Kombination mit der gezielten, kommerziellen Jagd auf Tiger. Dabei ist die traditionelle, lokale Jagd in den Hintergrund getreten, die heutige Jagd ist kriminell, organisiert und gezielt. Grund für die illegale Jagd ist das Verlangen von Tigerprodukten in der traditionellen, asiatischen Medizin und in den letzten Jahren ist in Hinterindien der Glaube hinzugekommen, dass Tigerprodukte gegen Krebs helfen. Zoologische Gärten leisten ihren Beitrag durch die Erhaltungszucht von unterartreinen Tigerbeständen, so züchtet der Tierpark Berlin seit vielen Jahrzehnten den kritisch bedrohten Amur- und Sumatratiger innerhalb der jeweiligen Zuchtprogramme und wir freuen uns ganz besonders nun auch den bedrohten Hinterindischen Tiger zu vermehren und eine künftige Generation im Alfred-Brehm-Haus aufwachsen zu sehen.

Zoo Salzburg, 03.10.2011
Auch die Zootiere genießen die schönen Tage!
Die Natur zeigt sich derzeit in ihrer ganzen Pracht! Die Blätter der Bäume färben sich nun langsam herbstlich, die Sonne strahlt den ganzen Tag vom Himmel und die Temperaturen erinnern uns an den Sommer. Zierlicher Nachwuchs bei den Halsbandpekaris: Vor einem Monat haben zwei Halsbandpekaris im Zoo Salzburg das Licht der Welt erblickt. Gleich nach der Geburt wurde das Geschwister-Paar von den erwachsenen Gruppenmitgliedern mit einem Sekret aus Drüsen, die sich unter den Augen und am Rücken befinden, markiert. Der „duftende Ausweis“ ist wichtig für die Wiedererkennung. Immer wieder wird diese Duftmarke gegenseitig kontrolliert. Auch das enge Beieinanderliegen in der Sonne ist wichtig für den Gruppenzusammenhalt. So manches Mal hat es der leichtgewichtige Nachwuchs gar nicht so einfach, ihre besten Sonnenplätze gegenüber den Erwachsenen zu behaupten. Spaß bei den Totenkopfaffen!: Fangspiele sind bei diesen possierlichen südamerikanischen Affen bei dem Wetter angesagt. Übermütig turnen sie hoch oben in den Bäumen ihrer Anlage oder schlagen Purzelbäume am Boden. Tapir mit Pfiff!: Neues hat sich auch Tapir Miguel ausgedacht. Bei den Temperaturen geht er nicht nur gerne in seinem Außenpool schwimmen, sondern er springt auch schon mal elegant über die Holz-Umzäunung seines Pools, knabbert am Baumstamm und springt wieder zurück. Dabei hört man ihn pfeifen als würde er die Zoobesucher aufmerksam machen wollen: „Schaut mal her, wo ich bin!“

Thüringer Zoopark Erfurt, 04.10.2011
Giraffenjungtier musste eingeschläfert werden
Betroffene Minen im Thüringer Zoopark Erfurt am Roten Berg: Am Sonntag, dem 2. Oktober, musste das kleine Giraffenmädchen eingeschläfert werden. Bis zuletzt wurde alles versucht, dem Jungtier eine Chance für ein gesundes Giraffenleben zu geben. Schon seit der schwierigen Geburt am 19. Januar wurde viel um das Junge und sein Leben gebangt. Es gab immer wieder Höhen und Tiefen. Die kleine Giraffe zeigte dabei stets großen Lebenswillen. Bei der Geburt hatten Tierarzt und Tierpfleger Geburtshilfe geleistet. Durch Fehlstellungen an den Vorderbeinen und Hinterbeinen konnte das Giraffenbaby nicht normal stehen und gehen. Die erstgebärende Giraffenkuh „Gunda“ hatte im Verlauf der ersten 24 Stunden das Kalb nicht trinken lassen und ihm mit einem Tritt das linke Vorderbein gebrochen. Daraufhin musste das Kalb in die Chirurgische Tierklinik (Veterinärmedizinische Fakultät) der Universität Leipzig gebracht und dort operiert werden, in der es seitdem untergebracht war. In der Tierklinik wurden beide Vorderbeine mit einem stützenden Verband stabilisiert. Während sich die Fehlstellung am rechten Bein nach mehrwöchigem Stützverband zurückbildete, zeigte der Bruch am linken Bein nur leichte Heilungstendenzen. Die einzige Möglichkeit für eine zufriedenstellende Heilung war eine weitere Operation. Diese OP verlief gut, der Knochen begann zusammen zu wachsen. Eine Platte samt Schrauben stabilisierte das Bein und es gab wieder Grund zur Hoffnung. Dann der nächste Rückschlag, aufgrund der Entzündung der Knochenhaut mussten sechs Zentimeter Knochen aus dem Vorderbein entnommen werden und war das linke Bein in der Folge deutlich verkürzt. Es wurde aber gehofft, dass sich im Verlauf des weiteren Wachstums der Giraffe die unterschiedlichen Höhen der Vorderbeine angleichen würden, und dass sich die nach wie vor bestehende Fehlstellung der Hinterbeine nicht weiter verschlechtern würde. Inzwischen war das linke Vorderbein Anfang September so gut verheilt, dass vor vier Wochen der letzte Verband abgenommen werden konnte. Dieser stützte bisher das linke Vorderbein und die Sehnen. „Die Vorbereitungen für die Rückkehr der kleinen Giraffe liefen auf Hochtouren“ sagt Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der sich regelmäßig über den Gesundheitszustand der Giraffe informierte. „Wie die meisten Erfurterinnen und Erfurter habe auch ich mich auf das Giraffenjunge gefreut, das schon bald nach seinem Rückzug auf dem Roten Berg endlich einen Namen erhalten sollte. Wir sind sehr traurig.“ Leider zeigte sich in der Rehaphase vor dem Umzug zurück in den Zoopark, dass sich die Fehlstellungen der Hinterbeine stark verschlechterten. Hinzu kam, dass die kleine Giraffe mit dem linken Vorderbein nicht mehr nur mit den Klauen auftrat, sondern auch stellenweise mit dem Fesselgelenk. Diese so genannte Durchtrittigkeit hatte sich zum letzten Wochenende so stark verschlimmert, dass es zu Hautabschürfungen am Gelenk kam. Am Sonntag konnte die kleine Giraffe dann nicht mehr aufstehen. Auch Laufen wäre mit dieser Fehlstellung nie mehr möglich gewesen. Zooparkdirektor Dr. Thomas Kölpin telefonierte direkt nach dem Zwischenfall mit Oberarzt Prof. Dr. Walter Brehm. Einhellig kamen sie zu dem Ergebnis, das Tier einschläfern zu müssen. „Für die starke Überbeweglichkeit im Fesselgelenk, die dann zum Herabsenken bis auf den Boden führt, gibt es leider keine Heilungsmöglichkeit“, so Dr. Thomas Kölpin „Das Giraffenmädchen musste eingeschläfert werden um ihm Leiden und Schmerzen zu ersparen.“ Auch wenn es über den Verlust des Erfurter Giraffenmädchens nicht hinwegtröstet ist es trotzdem eine frohe Botschaft, dass Giraffenkuh Gunda im Frühjahr ein weiteres Kalb erwartet. Die Tierpfleger hoffen sehr, dass die Geburt des nächsten Giraffenbabys besser verläuft sich Gunda dieses Mal besser in ihre Mutterrolle einfindet.

Zoo Frankfurt, 04.10.2011
Erstmals im Exotarium gezüchtet: Chinesische Krokodilmolche und Türkisgeckos und Vorstellung des Programms „Winter im Exotarium“
Wer kennt schon Tylototriton shanjing, den Gelben Chinesischen Krokodilmolch aus der Provinz Yünnan? Die Tiere sehen auf den ersten Blick aus wie Kunststofftiere „Made in Hongkong“: schwarzbraune Grundfärbung mit regelmäßiger gelber Zeichnung, große glänzende dunkle Augen, die einem entgegensehen in der Erwartung, dass man einen Wurm für sie mitgebracht hat. Krokodilmolche gibt es im Exotarium jetzt reichlich. Sie haben nämlich im Sommer Eier gelegt, zum Teil im Wasser, zum Teil an Land. Die daraus geschlüpften Larven haben gefressen „wie verrückt“ und sind gewachsen „wie verrückt“, bis sie sich sich dann in ca. 250 junge Molche verwandelt haben – und das zum ersten Mal im Exotarium trotz vieler vergeblicher Versuche in den vergangenen 20 Jahren. Junge Türkisgeckos (Lygodactylus williamsi): Türkisgecko-Männer sehen aus wie angemalt: Leuchtend Türkis mit kleinen schwarzen Fleckchen, während die Weibchen und Jungtiere ein Tarnkleid in Grün-, Braun- und Bronzetönen haben. Türkisgeckos kommen aus Tansania und sind dort bisher nur aus einem Waldgebiet bekannt, wo sie auf stacheligen Schraubenpalmen leben. Ihre Eier kleben sie im Exotarium in Bambusrohre oder einfach an die Terrarienwand. Die winzigen Jungtiere sind beim Schlupf nur ca. 20 mm lang. Winterprogramm im Exotarium: Das Exotarium des Zoos ist eine kleine Welt für sich, denn hier leben all die Tiergruppen und Tiere, die besondere Ansprüche an Klima und Lebensbedingungen stellen: Süß- und Seewasserfische, Reptilien, Amphibien, Spinnen und Insekten, Korallen, Seeigel und Riesenmuscheln und zu guter Letzt auch die Pinguine. Um diese Tierwelten zu entdecken schenken wir Zoobesucher mehr Zeit, und zwar jeden Freitag. Nach der Zooschließung bleibt das Exotarium bis 21.00 Uhr geöffnet. Um 19.15 Uhr findet bei den Australischen Süßwasserkrokodilen ein Tropengewitter statt und um 19.30 Uhr startet unser Rahmenprogramm. Denn der Besucher sieht vom Exotarium höchstens ein Drittel, die übrigen zwei Drittel bestehen aus Haltungsräumen hinter den Kulissen, Aufzucht- und Technikräume usw. Bei dem Winterprogramm erfahren die Besucher vom Team des Exotariums immer wieder Neues. Ein großer Themenkomplex sind die Tiere. Es geht um deren Lebensräume, ihr Verhalten und die Zucht, wobei die Besucher auch erfahren, wie es in den einzelnen Bereichen hinter den Kulissen aussieht und was dort geschieht. Je nach Thema kann man einen Blick in den Brutschrank der Reptilienabteilung werfen, sehen wie neugeborene Seepferdchen gefüttert werden oder erfahren, wie es sich anfühlt, wenn ein Riesentausendfüßler über die Hand kriecht. Bei der Auftaktführung am Freitag, dem 7. Oktober 2011, durch das Exotarium blicken die Besucher nicht nur hinter die Kulissen, sondern erfahren auch, was sie sich vom Winterprogramm versprechen können. Abendöffnung des Exotariums: Von Oktober 2011 bis März 2012 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Zu unserem Service gehört ein kleines Rahmenprogramm: Datum: 7. Oktober 2011; Treffpunkt: Amazonasbecken (Eingangsbereich des Exotariums), Uhrzeit: 19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen und 19.30 Uhr: Führung von Dipl.-Biol. Rudolf Wicker. Thema der Führung: Das Exotarium von den Katakomben bis zum Turm – Was Sie schon immer wissen und sehen wollten.

Zoo Heidelberg, 04.10.2011
„Sesam öffne Dich“ – Ein Wochenende mit Blick hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos
Am 8. und 9. Oktober findet zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr im Zoo Heidelberg wieder das beliebte Wochenende unter dem Motto „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern über das Lieblingstier zu reden und viel über die Arbeit eines Zoologischen Gartens zu erfahren. Einige Türen mit dem bekannten Schild „Zutritt nur für Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende für die Besucher geöffnet. Die Tierpfleger haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer täglichen Arbeit zeigen und erklären können. Da gibt es Führungen in den Kamel- und in den Kängurustall, in das Robbenhaus und in das große Kühlhaus, es finden spannende Bastelaktionen von Beschäftigungsfutter statt und die Ponys und Esel warten darauf, gestriegelt zu werden. Selbstverständlich finden auch alle sonstigen Fütterungen und Vorführungen statt. Gerne werden so häufige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, „Warum braucht ein Alpaka Streicheleinheiten?“ und „Wie viel frisst ein Elefant?“ beantwortet. Das Elefanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten Schützlingen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschäftigt werden müssen. Extra für dieses Wochenende wird die Hamsterzuchtstation des Zoos geöffnet. Experten geben ausführliche Informationen über den europäischen Feldhamster, der heute fast ausgestorben ist. Die Zooschule ist auch wieder aktiv. Die Mitarbeiter stehen für Fragen zur Verfügung und berichten über ihre Angebote wie Kindergeburtstage, Zoo-Ferien und Zoo-Kurse. Außerdem gibt es am Samstag einen Flohmarkt mit guten Büchern und an beiden Tagen am Gehege der Riesenschildkröten einen Informationsstand der „Interessengemeinschaft Schildkrötenschutz und Nachzucht“. Für „Sesam öffne Dich“ ist an beiden Tagen nur der normale Zooeintritt zu entrichten.

Opel-Zoo Kronberg, 04.10.2011
Herbstferien im Opel-Zoo: Programm für Kinder
Herbstferien im Opel-Zoo: Da wird immer etwas Besonderes geboten und vor allem die Schulkinder können am Ferienprogramm teilnehmen, das den Zoobesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lässt: Die beliebten Öffentlichen Sonderführungen mit dem Kronberger Revierförster Westenberger zum Thema „Der Wald und seine Tiere im Herbst“ finden am Dienstag, 11. und 18. Oktober jeweils um 14 Uhr statt. Jeden Mittwoch in den Ferien nehmen die Zoopädagogen von 10 bis 13 Uhr mit den Kindern die „Natur unter die Lupe“ und erläutern an verschiedenen Stationen in der Zooschule, wie die Zusammenhänge der Jahreszeit Herbst in der Natur auch unter dem Binokular zu erkennen sind. An beiden Donnerstagen geht es dann um 11 Uhr mit den Ferienführungen zu Giraffe, Elefant & Co, wobei die Besucher bei diesem informativen Spaziergängen durch den Opel-Zoo vor allem auch Fragen stellen können. Zum Ferienende lockt schließlich noch die monatliche Öffentliche Führung am Samstag, den 22. Oktober um 15 Uhr, bei der die Besucher während des Besuches bei den Geparden, Erdmännchen und weiteren Raubtieren im Opel-Zoo Wissenswertes über die unterschiedlichen Strategien der Jäger erfahren können. Treffpunkt für alle Ferienaktionen ist die Elefantenplattform an der unteren Kasse bzw. direkt die Zooschule. Sie sind kostenfrei, so dass nur der Eintritt in den Opel-Zoo anfällt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nicht nur in den Herbstferien, ganz generell ist im Herbst und Winter ein Besuch im Opel-Zoo lohnenswert. Ganz in Ruhe und ungestört können die Besucher die vielfältigen und interessant aufbereiteten Informationen zu Natur- und Artenschutzthemen bspw. auf dem Waldlehrpfad, beim Bienenstand und Insektenhotel, auf dem Apfellehrpfad, im Geogarten aufnehmen. Als Mitglied von BioFrankfurt setzt sich der Opel-Zoo insbesondere auch für die Vielfalt des Lebens ein und informiert über die bedrohten europäische Raubtiere im Allgemeinen und die europäische Wildkatze im Besonderen, über europäische Eulen, über das weltweite Amphibiensterben sowie mit dem Freilandterrarium über einheimische Amphibien und Reptilien. Aber auch die Tierbeobachtungen sind in der ruhigeren Jahreszeit besonders gut möglich. Und wenn man Glück hat, kann der aufmerksame Besucher an schönen Tagen das possierliche Spiel und die ersten waghalsigen Kletterversuche der beiden Jungtiere bei den Roten Pandas beobachten.

Zoopark Erfurt, 05.10.2011
Fischbörse im Aquarium des Zooparks
Am kommenden Sonntag, dem 09. Oktober 2011, findet die nächste Zierfisch- und Wasserpflanzenbörse statt. Dazu lädt der „Verein der Aquarienfreunde 1912 e. V.“ von 9 bis 12 Uhr ins Aquarium des Thüringer Zooparks Erfurt am Nettelbeckufer 28a ein. Für die private Aquariumseinrichtung sind nicht nur diverse Fischarten sondern auch eine große Vielfalt von Unterwasser- und Schwimmpflanzen käuflich zu erwerben. Darüberhinaus bietet die Fischbörse den Aquarienfeunden die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und sich Ratschläge von den Vereinsmitgliedern zu holen, um eine problemlose Pflege und Haltung von Heimfischen zu betreiben. Das Aquarium am Nettelbeckufer 28a wurde 1953 eröffnet. Seit 2003 gehört es offiziell zum Thüringer Zoopark Erfurt. Den Besucher erwartet dort die artenreichste Sammlung von Süsswasserfischen in Deutschland. Eine besondere Attraktion ist das 54.000 Liter fassende Riffbecken, in dem sich unter anderem Kaiserfische, Lippfische und Doktorfische tummeln. Neben Fischen und Meeresbewohnern werden auch Säugetiere, wie Lisztaffen und Nordamerikanische Rothörnchen sowie Reptilien und Amphibien gezeigt. Das Aquarium hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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