Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoopark Erfurt, 08.12.2011
Weihnachtsmann im Zoopark / Gutscheine als besondere Geschenkidee
Am 24. Dezember besucht der Weihnachtsmann die Tiere im Thüringer Zoopark Erfurt und hat auch eine Überraschung für die kleinen Besucher dabei. Der Treffpunkt ist 11 Uhr am Zooplan. Für alle, die noch nicht wissen, was sie ihren Liebsten schenken wollen, heißt es aufgepasst: Ein Geschenk, das garantiert viel Freude bereiten wird, ist ein Gutschein des Thüringer Zooparks Erfurt. Ob normale Tageseintrittskarte für den Zoopark und das Aquarium, eine Jahreskarte, eine individuelle Führung mit Blick hinter die Kulissen oder die tatkräftige Mithilfe in der Tierpflege – da ist für jeden etwas dabei. Mit einem Jahreskartengutschein beispielsweise steht Ihnen der Zoo 365 Tage lang offen und auch die zahlreichen Sonderveranstaltungen, wie die Tropen- und Klassiknächte, können damit besucht werden. Ein Jahreskartengutschein kostet 22 Euro pro Erwachsenen, 11 Euro pro Kind und 52 Euro pro Familie. Der Gutschein „Tierpfleger für einen Tag“ kostet 120 Euro. Bei diesem Erlebnis können Sie den Zoopark einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen. Die Gutscheine können telefonisch unter 03617518811 oder per Email an zooparkverwaltung@erfurt.de bestellt werden. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage des Zooparks unter www.zoopark-erfurt.de. Eine weitere schöne Geschenkidee ist eine Tierpatenschaft, die man beim Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e.V. abschließen kann. Einzelheiten dazu erfahren Sie unter www.zooparkfreunde.de. Der Zoopark hat bis März täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet (Kassenschluss: 15.30 Uhr), das Aquarium am Nettelbeckufer von 10 bis 18 Uhr. Am 24. Dezember und am 31. Dezember schließt das Aquarium schon um 15 Uhr (Kassenschluss: 14.45 Uhr).

Zoopark Erfurt, 08.12.2011
Zoopark nun auch mit Werbepaten
Der Thüringer Zoopark Erfurt geht nicht nur neue Wege in seiner gesamten konzeptionellen Gestaltung als „Zoo der großen Tiere“ und dem Gewinnen neuer Tierpatenschaften, sondern ebenso im Marketing mit „Werbepaten“ aus Industrie, Handel und anderen touristischen Einrichtungen. „Industriekooperationen“ ist das schlichte Wort, welches im Zusammenhang mit dieser kosteneffizienten Werbeform als neues Marketinginstrument genannt wird und zielorientiert am potentiellen Zooparkbesucher die Informationen vermittelt, die ihn zu einem Besuch animieren sollen. Und so wurde in den letzten Monaten bei den Kunden der Fa.Rotstern und der Fa. elmi-Backwaren mit Flyern, über 50.000 Einlegern in Rotstern-Pralinenverpackungen, Werbeaufstellern in nahezu 40 elmi-Filialen sowie auf 100.000 Brötchentüten nicht nur für einen Besuch im Zoo der großen Tiere geworben, sondern man konnte sich ebenso an einem unterhaltsamen Gewinnspiel beteiligen, deren Preise in diesen Tagen ihre Gewinner sicher erfreuen werden. „Unter ‚Industriekooperationen’ verstehen wir Partnerschaften mit Einrichtungen der Industrie und des Handels, bei welchen die Produkte der Industrie- und Handelspartner, meist gepaart mit einem Gewinnspiel, unsere Werbebotschaft tragen. Somit wird einerseits das Produkt durch ein interessantes und unterhaltsames Gewinnspiel für den Kooperationspartner aufgewertet und wir haben andererseits eine direkte Werbung gegenüber den potentiellen Gästen unseres Zooparks. Im Gegensatz zu oftmals teuerer Werbung auf angemieteten Plakatflächen, ist diese Form der Vermittlung von Werbeinformationen durch die Kooperation kosteneffizienter und zugleich zielgruppenorientierter, da unsere Werbebotschaft auf dem Produkt an sich mit keiner anderen Werbebotschaft konkurriert und somit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal besitzt. Somit profitieren beide Seiten und das zeigt auch die Resonanz dieser Aktionen bei den Kunden unserer Partner“, konstatiert Zoodirektor Dr. Thomas Kölpin. Der Thüringer Zoopark wird gemeinsam mit einer Erfurter Marketingagentur, welche die Idee für diese neue Form der Werbung an den Zoo herangetragen und initiiert hatte, nun auch mit weiteren Kooperationspartnern gehen. Gespräche hierzu gab es zwischenzeitlich auch schon mit anderen Einrichtungen, wie zum Beispiel IKEA. „Letztlich ist dies aber auch eine Form, um unsere Partner und deren Kunden in Industrie und Handel zunehmend auch für unsere Ziele als Zoo mit Aufgaben zur Erhaltung bedrohter Tierarten zu sensibilisieren. Deshalb freuen wir uns über jede neue Partnerschaft, sei es als Werbe- oder Tierpate oder als Sponsor und Unterstützer unserer anspruchsvollen Ziele“, umschreibt Zoodirektor Dr. Thomas Kölpin das komplexe Anliegen der neuen Wege im Marketing.

Tierpark und Zoo Berlin, 08.12.2011
Premiere: Zoo und Tierpark Berlin und Wall AG präsentieren Zeitreise-Spots
Brigitte Grothum, Ulli Wegner und Dieter Hallervorden werben im U-Bahnhof Friedrichstraße für einen Zoo- und Tierparkbesuch. In weniger als 30 Sekunden verwandelten sich heute Schauspielerin Brigitte Grothum, Entertainer Dieter Thomas Heck, Boxtrainer Ulli Wegner und die Schauspieler Dieter Hallervorden und Walter Plathe in begeisterte, sechsjährige Zoobesucher. Unter dem Motto „Einfach mal wieder jung fühlen im Zoo und im Tierpark Berlin“ präsentierten Gabriele Thöne, Kaufmännischer Vorstand und Geschäftsführerin von Zoo und Tierpark Berlin, Dr. Bernhard Blaszkiewitz, Direktor von Zoo und Tierpark Berlin, und Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG, in Anwesenheit der Prominenten erstmals so genannte „Morphing Spots“ auf den digitalen Werbeflächen im U-Bahnhof Friedrichstraße. „Die Liebe zum Zoo und zum Tierpark Berlin beginnt meistens schon in der Kindheit. Dieses Gefühl ist zeitlos und begleitet oft durch das ganze Leben“, sagt Gabriele Thöne, Kaufmännischer Vorstand und Geschäftsführerin von Zoo und Tierpark Berlin. Dies empfanden auch die fünf Prominenten so, die durch ihre Mitwirkung an den Morphing Spots in den Herzen der Menschen dieses Feuer wieder entfachen. Die fünf Spots sind deshalb das Highlight der aktuellen Kampagne von Zoo und Tierpark Berlin. Sie stellen eine besonders innovative Form der Zusammenarbeit mit der Wall AG dar. Bei der Kreativarbeit, die hinter den Zeitreisen steckt, werden Techniken benutzt, die bislang hauptsächlich in der Filmindustrie zum Einsatz kommen und auf Fotografien und computergestützten Spezialeffekten basieren. Für die Rückschau auf das Leben der Protagonisten wurden sieben Originalaufnahmen aus einzelnen Lebensabschnitten zusammengeschnitten und mit Spezialeffekten versehen. „So läuft ein ganzes Leben in nur 30 Sekunden Revue ab“, sagt Dieter Schneider, Vorstand der Buena la Vista AG, die als beauftragte Agentur in Zusammenarbeit mit Zoo und Tierpark Berlin die Spots entwickelt hat. Zu sehen sind die Morphing Spots noch bis Januar 2012 im Infotainmentprogramm der Wall AG auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße. Für Daniel Wall, Vorstandsvorsitzenden der Wall AG, ist das Engagement für den Zoo und Tierpark Berlin eine Herzenssache: „Es ist großartig, mitzuerleben, wie sehr Kinder durch Begegnungen mit der Tierwelt aufblühen und einen Wissensdurst entwickeln. Mit meinem Engagement als Goldener Botschafter und der langjährigen Partnerschaft zwischen der Wall AG und dem Zoo und Tierpark Berlin möchten wir zur Strahlkraft beider Einrichtungen in der Hauptstadt und über die Grenzen Berlins hinaus beitragen. Es freut mich umso mehr, dass wir dem Zoo und Tierpark Berlin neben erfolgreicher Plakatwerbung nun auch auf unseren digitalen Außenwerbeflächen ein Schaufenster für die innovativen Zeitreise-Spots geben können.“

Zoo-Aquarium Berlin, 08.12.2011
Neu im Zoo-Aquarium Berlin – Riesenasseln aus der Tiefsee
Sicherlich kennt fast jeder Landasseln, vor allem die Kellerassel (Porcellio scaber), die man unter Steinen, Laub und Gebüsch sowie in Kellern, Gärten, Ställen, Gewächshäusern und Komposthaufen findet. Sie sind schiefergrau bis gelbgrau gefärbt und können bis zu 20 Millimeter lang werden. In der Tiefsee allerdings findet man eine verwandte Asselart, die erstaunliche 45 cm lang und 1,7 kg schwer werden kann. Im Atlantischen und Pazifischen Ozean in 150 bis 2000 Meter Tiefe lebt diese Tiefseeriesenassel (Bathynomus giganteus) auf sandigem und schlammigen Bodengrund. Die Asseln sind hellbraun gefärbt und haben im Gegensatz zu ihren an Land lebenden Verwandten enorm vergrößerte Augen, um trotz des sehr schwachen Lichts in der Tiefsee ausreichend sehen zu können. Die Augen bestehen je nach Größe des Tieres aus 3.000–4.000 Facetten. Die Gliedertiere sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von toten Walen, Fischen und Kraken, aber auch auf sich sehr langsam bewegende Meerestiere wird Jagd gemacht. Dem Zoo-Aquarium Berlin ist es gelungen, vier dieser Tiefseegiganten aus Japan zu erhalten. Sie bereichern nun zusammen mit Tannenzapfenfischen (Cleidopus gloriamaris) und Perlboot (Nautilus pompilius) unsere Tiefseeabteilung.

Tierpark Hellabrunn München, 09.12.2011
Frisch getauft – Ludwigs großer Tag
Es ist vollbracht: Der sieben Monate alte Elefantenbulle und Liebling aller Münchner Kinder ist getauft und darf weiterhin Ludwig oder liebevoll Wiggerl genannt werden. Übernommen wurde die Patenschaft von einem älteren Münchner Ehepaar, das anonym bleiben möchte. Der Tierpark Hellabrunn kann sich für die Jahre 2011 und 2012 über die stattliche Summe von 120.000 Euro freuen, wofür er sich herzlich bei den beiden großzügigen und warmherzigen Paten bedankt. Das Geld kommt direkt Ludwig und der Elefantenherde zugute. Als gemeinnütziges Unternehmen ist der Tierpark Hellabrunn auf Spenden angewiesen, um die hohen Haltungskosten aufbringen zu können. Christine Strobl, 2. Münchner Bürgermeisterin und Vorsitzende des Hellabrunner Aufsichtsrats, hat dem kleinen Ludwig nun offiziell seinen Namen verliehen. „Ich freue mich riesig über die Entwicklung des kleinen Elefanten, der gesund und munter ist und die ganze Herde bereichert. Man muss ihn einfach gernhaben und gut für ihn sorgen – ein herzliches Dankeschön an die großzügigen Paten und das engagierte Tierpflegerteam.“ Zu seinem Ehrentag überreichte die Bürgermeisterin dem Elefantenjungen und dessen Mutter Temi eine exotische Obsttorte mit Kokosnüssen, Papayas, Bananen und Reis, über die sich die beiden begeistert hermachten. Die tierische Taufe vollzog Christine Strobl durch das Begießen von Ludwig mit Kokosnussmilch. Der kleine Racker, der sonst so frech, aber eben auch etwas wasserscheu ist, nahm´s gelassen und gab so allen Anwesenden zu verstehen, dass er mit seinem Namen zufrieden ist. Der fröhliche Lausbub, der der Presse zum Tauftermin im provisorischen Elefantenbau eine tolle Show lieferte, genießt momentan zumindest noch zeitweise das schöne Wetter und tobt täglich – trockenes Wetter vorausgesetzt – mindestens zwischen 13.30 Uhr und 14.00 Uhr auf der großzügigen Elefantenanlage herum. Gerne neckt er auch die Tierpfleger, indem er ihnen einen Besen mopst oder sich andere Streiche einfallen lässt. Auch die restliche Herde, inklusive des sechs Wochen alten Elefantenmädchens, das noch einen Paten sucht, ist dann draußen zu sehen. Zurzeit sind die Elefanten in einem Ersatzbau untergebracht, der Besuchern nicht zugänglich ist. Der Grund: Das 100-jährige Elefantenhaus wird saniert.

Erlebnis-Zoo Hannover, 09.12.2011
Minifant Soraya feiert ersten Geburtstag – Köstlich im Quadrat
2010 wurden gleich fünf Elefantenbabys im Erlebnis-Zoo Hannover geboren. Das jüngste von diesen fünf Geschwistern zu sein, kann manchmal ziemlich schwer sein: Alle sind größer und schwerer als das Nesthäkchen und ärgern die Kleinste gerne mal. Und dann musste die Jüngste auch noch das ganze Jahr erleben, wie reichlich Geburtstagsgeschenke an die Großen verteilt wurden. Für Schwester Saphira gab es eine Torte, für Nuka mit Zuckerguss verzierte Honigmelonen, Felix (der Glückliche!) durfte seinen Rüssel in einen Reiskuchen versenken und Dinkar bekam gleich einen ganzen Geschenkkarton voller Äpfel! Und Soraya – Soraya schaute zu. Doch am heutigen 9. Dezember kam endlich ihre große Stunde: Soraya wurde ein Jahr alt. Ihren ersten Geburtstag feierte die kleine Elefantendame mit ihrem Patenunternehmen UTOD im Dschungelpalast. Auf Soraya wartete eine besonders leckere Überraschung, geradezu köstlich im Quadrat! Auf einer 1×1 m großen Platte wurde ihr eine riesige 1 aus Orangenscheiben, Bananenstückchen und gelber Paprika serviert, angerichtet auf einer weihnachtlichen Kreation aus Blattsalaten, Tannengrün, Granatapfelscheiben und Mandarinenspalten, bestreut mit einem schneezaubergleichen Hauch Puderzucker. Angesichts dieser leckeren kalten Platte ließ sich das Geburtstagskind nicht lange bitten und vernaschte zuerst die Bananen und dann – mit Hilfe ihrer Mutter Khaing Hnin Hnin, Tante Manari und Halbbruder Dinkar – die liebevoll arrangierte Dekoration. Antje Hosseinzadeh, Qualitätsmanagerin des Patenunternehmens UTOD, freute sich über den gesunden Appetit und die Entwicklung von Soraya. Das Elefantenkind hat in seinem ersten Lebensjahr lehrbuchmäßig 375 kg zugelegt – Elefantenkinder nehmen pro Tag nämlich etwa ein Kilo zu. Das Unternehmen aus Hannover hatte im vergangenen Jahr die Patenschaft für Soraya und ihren vier Monate älteren Halbbruder Felix übernommen. „Es ist unglaublich wie die Zeit vergeht! Jetzt ist unsere ‚Jüngste‘ bereits ein Jahr und hat sich rasant entwickelt. Wir sind sehr stolz auf unsere Elefantendame. Das ganze Team von UTOD sagt Herzlichen Glückwunsch!“

Zoo Wilhelma Stuttgart, 14.12.2011
Der kleinste Affennachwuchs der Welt: Zwillinge bei den Zwergseidenäffchen geboren
Vermutlich kamen die beiden Zwergseidenäffchen am 4. Dezember zur Welt, denn entdeckt haben die Tierpfleger die neu geborenen Zwillinge am Morgen des 5. Dezember – was angesichts der Winzigkeit dieser Tiere gar nicht so leicht ist. Schließlich sind sie die kleinsten echten Affen der Welt und nach der Geburt gerade mal daumengroß und 15 Gramm leicht. Auch für die Besucher ist es daher eine kleine Herausforderung, die dank ihres gelb-braunen Fells obendrein gut getarnten Zwerge in ihrem nachgebildeten Urwald im Jungtieraufzuchthaus zu erspähen. Zwillinge sind bei Zwergseidenäffchen die Regel, ein einziges Kind eher die Ausnahme. So auch bei dem Männchen Chico und Ica, der neuen Frau an Chicos Seite nach dem Tod seiner Gefährtin Jasper, mit der er sechs Jahre zusammengelebt und 18 Junge aufgezogen hat. Für die zweijährige Ica aus dem Zoo in Krefeld dagegen ist es der erste Nachwuchs und entsprechend überängstlich ist sie um den Schutz ihrer Kinder bemüht. Ja, nicht einmal den erfahrenen Vater Chico, der sich als emanzipierter Zwergseidenaffenmann sogleich in gewohnter Manier um seine Kinder kümmern wollte, ließ Ica anfangs an ihre Kleinen heran. Inzwischen hat sie jedoch gemerkt, dass die Zwillinge auch bei Papa in den besten Händen sind, und überlässt ihm das Babysitten gerne. Bei Zwergseidenäffchen ist es normal, dass sich der Vater und ältere Geschwister von Beginn an mit um den Nachwuchs kümmern und ihn abwechselnd auf ihren Rücken spazieren tragen. Das kommt nicht von ungefähr: In der Natur steigert die gemeinsame Übernahme von Verantwortung die Überlebenschancen der Jungtiere. Allerdings funktioniert das harmonische Familienleben inklusive Arbeitsteilung nur bei Paaren und ihrem gemeinsamen Nachwuchs, nicht mit „Stiefkindern“. Daher mussten Chicos und Jaspers Kinder nach der Ankunft von Ica auch bereits aus dem Gehege aus- oder in andere Zoos umziehen, wo sie nun selbst Nachwuchs bekommen können. So klein Zwergseidenäffchen nach der Geburt auch anfangen, so schnell entwickeln sie sich weiter: Schon nach wenigen Wochen beginnen sie, neben der Muttermilch auch neugierig vom Futter der Eltern zu naschen. In der Natur gehören dazu Blüten, Früchte, Insekten und Spinnen, vor allem aber Baumsäfte. In der Wilhelma gibt es ersatzweise Gummi-Arabicum, also den süßen Saft von Akazien, dazu werden Heuschrecken und Mehlwürmer, Süßobst, Sellerie, Paprika und Tomaten gereicht. Kein Wunder, dass bei diesem abwechslungsreichen Speiseplan die Jungen rasch zu vollwertigen Mitgliedern ihrer Familie heranreifen – um hier beim nächsten Nachwuchs, der schon wenige Monate nach ihrer eigenen Geburt kommen kann, dann selbst zum Babysitter zu werden.

Zoo Salzburg, 14.12.2011
Neuzugang im Zoo Salzburg: Lanzelot – eine Handvoll Gürteltier!
Kugelgürteltier-Männchen Lanzelot hielt heute Einzug im Südamerika-Haus des Salzburger Zoos. Er ist ein halbes Jahr alt und hat in der steirischen Tierwelt Herberstein das Licht der Welt erblickt. Im Salzburger Zoo lebt er nun im Südamerika-Haus mit den Zwergseidenaffen, den Wald- und Köhlerschildkröten gemeinsam auf einer Anlage. Kopf, Körper und Schwanz dieser urzeitlich anmutenden Geschöpfe sind von einem lederartigen Panzer bedeckt. Er besteht aus vielen sechseckigen Horn- und Knochenplatten, die von der Haut gebildet werden. Kugelgürteltiere haben die Fähigkeit, sich bei Gefahr vollständig einzukugeln. Sie klappen ihren Panzer mit Hilfe der Beckenbänder einfach zusammen. So zusammengerollt, schützen sie sich nicht nur vor Fressfeinden wie Mähnenwölfen sondern verhindern auch einen Wärmeverlust. Ursprünglich sind die bis zu knapp 30 Zentimeter langen und rund anderthalb Kilogramm schweren Insektenfresser im mittleren Südamerika – Brasilien, Bolivien, Paraguay und Argentinien – beheimatet. Sie besiedeln Gras- und Buschlandschaften sowie trockene Waldgebiete. Wegen dem Verlust ihres Lebensraums und der Jagd werden sie als potenziell gefährdet gelistet.

Erlebnis-Zoo Hannover, 14.12.2011
Hannover Scorpions übernehmen Patenschaft für Skorpion – Name gesucht!
Sie sind blitzschnell. Sie sind gefährlich. Sie sind Meister der Tarnung und des überraschenden Angriffs. Sie stehen mit ihrer Taktik auf den vordersten Rängen in Punkto Gefährlichkeit – seit über 400 Millionen Jahren: Skorpione. Ein passenderes Patentier hätten die Hannover Scorpions nicht finden können! Der neue Tansania Langschwanz Skorpion wird im Erlebnis-Zoo Hannover hinter verschlossener Tür in einem verriegelten Sicherheitsterrarium gehalten und wartete dort lauernd auf die Eishockeyspieler. Am 14. Dezember übernahmen Geschäftsführer Marco Stichnoth, die Torhüter Dimitri Pätzold und Jonas Langmann sowie Stürmer Gerrit Fauser die offizielle Patenschaft für ihren Namensvetter. „Der Skorpion ist seit 1996, nach dem Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse, unser Wappentier und prägt seitdem unser Logo. Als Namenspate stand damals die aus der Wedemark stammende Rockband ‚Scorpions‘ um Gitarrist Rudolf Schenker. Wer könnte also besser als Pate für den neuen Skorpion im Zoo Hannover fungieren, als die Hannover Scorpions?“ so Marco Stichnoth. Der noch namenlose Skorpion wollte den Spielern zu gerne die (Scheren-)Hände drücken, ganz nach dem Scorpions-Claim „We are family!“. Aber für den offiziellen Fototermin wurde dann doch lieber ein ungefährliches Double hinzugezogen. Jetzt suchen die Hannover Scorpions nach einem passenden Namen für ihr Patentier. Vorschläge können bis zum 18. Dezember unter info@hannoverscorpions.de eingereicht werden. Der Gewinner wird zur Taufe eingeladen und kann dabei sowohl den neuen Skorpion als auch Spieler der Scorpions kennen lernen.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, 12.12.2011
Erneut Nachwuchs bei den Weißhandgibbons im Tierpark Berlin
Der Weißhandgibbon oder Lar wird seit 1962 ohne Unterbrechung im Tierpark Berlin gehalten. Bis 2005 gab es lediglich drei Geburten, wobei zwei Jungtiere erfolgreich aufgezogen wurden, nämlich 1973 und 1974. Nach 31 Jahren gab es endlich wieder Nachwuchs. Am 20.11.2005 wurde das Gibbonmädchen „Nele“ als erstes Jungtier des Zuchtpaares „Bruno“ (geb. 1993 im Tierpark Rheine) und „Frieda“ (geb. 1995 im Zoo Landau / Pfalz) geboren. Dieses Tier lebt inzwischen im Zoo Skopje (Mazedonien). Erneuten Nachwuchs gab es von diesem Paar am 18.12.2008. Das Weibchen „Emmi“ befindet sich momentan noch in der Tierpark-Gruppe. Pünktlich nach ca. drei Jahren (2 Jahre Säugezeit, 7 Monate Tragzeit) brachte „Frieda“ ihr drittes Jungtier am 2.11.2011 zur Welt. Der Zucht von Weißhandgibbons in Zoologischen Gärten kommt verstärkt Bedeutung zu, denn sie sind in ihrem Ursprungsgebiet, den Regenwäldern Indochinas und Nord-Sumatras, durch Lebensraumverlust und Jagd bedroht. Charakteristisch für den Weißhandgibbon sind seine stets weißbehaarten Hand- und Fußrücken. Die Fellfarbe ist im Gegensatz zu anderen Gibbonarten (z.B. Schopf- und Kappengibbon) nicht geschlechtsspezifisch. Unser Zuchtweibchen ist schwarzbraun gefärbt, das Männchen „Bruno“ und die Tochter „Emmi“ dagegen dunkelblond. Über Geschlecht und endgültige Färbung des letzten Jungtieres lassen sich noch keine Aussagen treffen. Das Familienleben unserer Gibbons kann zurzeit im Affenhaus gut beobachtet werden. Im Frühjahr werden unsere Gibbons ihr Winterquartier im Affenhaus wieder verlassen und auf die Inselanlage in der Nähe des Schlosses Friedrichsfelde umziehen.

Zoologischer Garten Berlin, 12.12.2011
Nachwuchs bei den Hanuman-Affen im Berliner Zoo
Sprichwörtlich würde man sagen, seine Tanten hätten an dem jüngst geborenen Hanuman-Languren „einen Affen gefressen“. Sie reißen sich geradezu darum das am 15. November zur Welt gekommene Affenkind, um es zu tragen und mit „Affenliebe“ zu betreuen. Seiner Mutter „Sally“ kann dies ganz recht sein, musste sie mit ihren 12 Lebensjahren doch schon recht viele Jungtiere allein aufziehen.
„Conny“, der Haremschef und Vater des Babys, hat bereits ein Alter von 20 Jahren erreicht und wäre unter natürlichen Bedingungen wohl schon längst von seiner Führungsposition verdrängt worden. Freilandbeobachtungen haben gezeigt, dass es hier durchschnittlich alle 2-3 Jahre zu einem Wechsel des Haremschefs kommt. Im Berliner Zoo bleibt es „Conny“ erspart, um seine insgesamt 5 Weibchen zu kämpfen; denn neben ihm lebt im Familienverband nur ein einziges, noch nicht geschlechtsreifes Nachwuchsmännchen. Die langschwänzigen, grauen Languren mit den rabenschwarzen Gesichtern werden in ihrer indischen Heimat als heilige Tiere verehrt. In der hinduistischen Mythologie war es Hanuman, der Affengott, der ihre Gestalt annahm, um der Gottheit Rama bei der Suche nach seiner Frau Sita zu helfen. So werden die gerne bodennah lebenden Affen in den Tempelanlagen nicht nur geduldet, sondern auch versorgt. Die Hanuman-Languren, die so zu Kulturfolgern geworden sind, müssen aus diesem Grund trotz der zunehmenden Vernichtung ihres natürlichen Lebensraumes nicht das Aussterben fürchten. Die Zusammenstellung von Zuchtgruppen in Zoologischen Gärten ist nicht immer ganz einfach, weil neue Zuchtmänner – wie auch in der Natur – den noch pflegebedürftigen Nachwuchs ihrer Vorgänger töten, um möglichst schnell eigene Kinder zeugen zu können.

Zoo Leipzig, 12.12.2011
Nachwuchs im Nashornstall: Weibliches Jungtier im Zoo Leipzig geboren
Nashorndame Sarafine ist Mutter geworden: Am Samstagnachmittag hat die Elfjährige (geb. am 10.01.2000 in Leipzig) im Zoo Leipzig ein weibliches Jungtier geboren. Beide sind wohlauf. Vater des Nachwuchses ist Ndugu (geb. 18.02.1996 in Berlin), der seit zehn Jahren in Leipzig lebt. Das kleine Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis michaeli) ist erst das vierte Neugeborene, das in den vergangenen zwölf Monaten weltweit in Zoos erfasst wurde. Mit der erfolgreichen Nachzucht der vom Aussterben bedrohten Art leistet der Zoo Leipzig einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. „Eine Nashorngeburt ist sehr selten und deshalb immer etwas Besonderes. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, mit Sarafine erfolgreich zu züchten“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Auch Kurator Gerd Nötzold freut sich über den Erfolg: „Die ersten Tage sind gut verlaufen, das Muttertier kümmert sich intensiv um das Junge und wir sind optimistisch, dass die weitere Entwicklung positiv verläuft.“ Das nach etwa 15 Monaten Tragzeit zur Welt gekommene Jungtier ist der erste Nachwuchs von Sarafine. Die kleine Nashorndame wiegt nur 34 Kilogramm und ist etwa 45 Zentimeter groß. Ausgewachsene Nashörner werden bis zu 1.400 kg schwer und 1,50 m groß. Besucher können den Nachwuchs vorerst noch nicht bestaunen: Um die Mutter-Kind-Bindung nicht zu stören und das Wohl des Nachwuchses bei winterlichen Temperaturen nicht zu gefährden, bleiben die Tiere bis auf Weiteres im Stall und sind nicht auf der Außenanlage zu sehen.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 13.12.2011
EIN ERDMÄNNCHEN UNTER DEM CHRISTBAUM
Tierpatenschaften im Tiergarten Schönbrunn stehen heuer als Weihnachtsgeschenke wieder hoch im Kurs. „Ein junger Mann hat zum Beispiel für seine Freundin eine Patenschaft für die Feuersalamander ausgesucht“, erzählt die zuständige Mitarbeiterin Karin Kruckenfellner. Oft sind Patenschaften auch ein Ersatz für ein gewünschtes Haustier. „Weil ihre Enkelkinder den watscheligen Gang der Pinguine so lustig finden und gerne einen zu Hause hätten, schenkt ihnen ihre Oma zu Weihnachten eine Königspinguin-Patenschaft.“ Pinguine zählen neben den Kattas und den Erdmännchen übrigens zu den beliebtesten Patentieren in Schönbrunn. Die Schönbrunner Tierpaten stammen nicht nur aus Österreich, sondern auch aus Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. „Die ausländischen Paten sind Wienfans und finden unseren Zoo besonders schön“, so Kruckenfellner. Viele werden auch durch die Medien auf Tiere aufmerksam. „Nach der Geburt von Hombrecito hat sich gleich ein neuer Pate für die Ameisenbären gemeldet.“ Patenschaften gibt es ab 40 Euro monatlich und als Geschenk bereiten sie doppelt Freude. „Mit einer Tierpatenschaft unterstützt man die hohe Qualität der Tierhaltung in Schönbrunn und unsere Artenschutzprojekte“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Rund 250 private Tierpaten gibt es im Tiergarten Schönbrunn. Besonders vor Weihnachten steigt die Nachfrage nach Monats- und Jahrespatenschaften. Egal ob Schildkröten, Pinguine oder Koalas: Der Beschenkte kann seine Lieblingstiere im Tiergarten besuchen und sich an ihnen erfreuen. Bei einer Jahrespatenschaft erhält der Pate neben der Urkunde einen Gutschein für eine Jahreskarte, eine Namenstafel am Gehege des Patentieres sowie Einladungen zu den monatlich stattfindenden Patenstammtischen. Alljährliches Highlight ist das große Patensommerfest. Zum Jahresausklang findet die beliebte Adventjause statt.

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