Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Tiergarten Nürnberg, 22.12.2011
Kaimane sind ins Tropenhaus gezogen
Am Dienstag, 20. Dezember 2011, sind die beiden Kaimane im Tiergarten der Stadt Nürnberg ins Tropenhaus umgezogen. Das Paar lebte bis Ende November 2011 im ehemaligen Flusspferdhaus. Für die Brillenkaimane wurde im Tropenhaus nach dem Auszug der Seekühe (Manatis) das Becken neu gestaltet. Die Krokodile erhielten Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Wasser und erweiterte Landteile im Becken. Das ehemalige Flusspferdhaus hat unter der hohen Luftfeuchtigkeit gelitten. Daher wird das Gebäude derzeit saniert und zukünftig als Trockenhalle für Wüstentiere genutzt.

Zoo Frankfurt, 27.12.2011
Abendöffnung des Exotariums: Die Reptilien von A bis Z
Am 30. Dezember 2011 ab 19:30 Uhr lädt Tierpfleger Thomas Hüge zu einem Streifzug durch die Reptilienabteilung mit kurzen Erklärungen zu (fast) allen dort gezeigten Tierarten. Uhrzeit: 19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen. Treffpunkt für die Führung: Reptilienhalle (1. Stock).

Tiergarten Schönbrunn, Wien, 27.12.2011
Zehn Jahre unter einem Dach: Österreichische Zoo-Organisation (OZO) begeht Jubiläum
Artgerechte Tierhaltung nach neuesten zoologischen Erkenntnissen: Dies machen sich die Mitglieder der OZO, der Zusammenschluss wissenschaftlich geführter Zoos und Aquarien in Österreich, seit zehn Jahren zur Aufgabe. In diesem Dachverband sind der Tiergarten Schönbrunn, das Haus des Meeres, der Alpenzoo Innsbruck, die Tierwelt Herberstein, der Tierpark Hellbrunn in Salzburg und die Zoos Schmiding und Linz in Oberösterreich vereint. „Zusammen verfügen wir über mehr als 2.000 Tierarten, für deren Fortbestand wir eintreten, 350 Mitarbeiter und 3,8 Millionen Besucher jährlich“, so die Schönbrunner Tiergartendirektorin und OZO-Präsidentin Dagmar Schratter. Die OZO wurde im Jahr 2001 gegründet. Der Tiergarten Schönbrunn war eines der vier Gründungsmitglieder. „Grund für den Zusammenschluss war der Wunsch, mit einer gemeinsamen Stimme sprechen zu können, gemeinsame Projekte durchzuführen und das Image der Zoos als reine Zurschaustellung von Tieren in Richtung Kompetenzzentrum für Natur- und Artenschutz zu korrigieren. Voraussetzung für eine Aufnahme in die OZO ist die Erfüllung international gültiger Richtlinien der EAZA und der WAZA (Europäischer Zooverband und Weltverband der Zoos und Aquarien), die höchste Standards in der Zootierhaltung garantieren. Zu den Aufgaben der OZO zählen neben der Beteiligung an Zuchtprogrammen auch die Ausbildung von Fachleuten im Bereich Zootierhaltung, die fachliche Beratung von Privatpersonen, Medien und Behörden. Eines ihrer zentralen Anliegen ist der Natur- und Artenschutz. Schratter: „ Erfolgreiche Artenschutzprojekte wie z.B. die Wiederansiedlung von Bartgeier und Habichtskauz sowie die Rückführung der in freier Wildbahn bereits ausgestorbenen Przewalskipferde in ihre mongolische Heimat zeigen, wie wichtig eine Zusammenarbeit auf nationaler Ebene ist.“

Zoo Wilhelma Stuttgart, 28.12.2011
Quiekende Glücksbringer in der Wilhelma: Jede Menge Schwein zum Jahreswechsel
Schweine – normalerweise die Ausführung in rosa Marzipan, in der Wilhelma jedoch die schwarz-rosa „Schwäbisch-Hällischen“ – gelten traditionell als Glücksbringer zum Jahreswechsel. Diese ehrenvolle Aufgabe teilen sie sich unter anderem mit vierblättrigen Kleeblättern und Schornsteinfegern. Die beiden letztgenannten sind in der Wilhelma kaum anzutreffen, Schweine hingegen reichlich: Zwei Würfe Ferkel quieken auf dem Schaubauernhof um die Wette! Auf dem Schaubauernhof der Wilhelma sind zum Jahreswechsel bei den hübschen schwarzweißen Schwäbisch-Hällischen Schweinen 20 Ferkel in zwei Alterstufen zusammen mit ihren Müttern zu beobachten: Das grunzende, quiekende Familienleben zeigt glückliche Schweine der alten württembergischen Rasse in allen Größen- und Gewichtsklassen. Selbst bei diesen kühlen Temperaturen suhlen sie sich draußen in ihrem geliebten Matsch, stöbern mit ihren großen und kleinen Rüsseln in allen Ecken nach Fressbarem, jagen sich laut schreiend über den Hof und holen sich ab und an eine Streicheleinheit bei den Besuchern ab … eine herrliche Sauerei eben! Diese Rasse ist für die Rolle als Glücksschwein nahezu prädestiniert, hat sie doch selbst buchstäblich „Schwein gehabt“: Entstanden vor über 100 Jahren zur Zeit Wilhelms I. und bis in die 50-ger Jahre die häufigste Rasse in Baden-Württemberg, war sie um 1970 von den modernen mageren Schweinerassen vollständig verdrängt worden und galt als ausgestorben. Liebhaber alter Haustierrassen bauten mit wenigen Tieren ein Zuchtprogramm wieder auf und retteten diese robusten und friedlichen, auch „Mohrenköpfle“ genannten Schweine sozusagen in letzter Minute. Auch die Zuchtgruppe in der Wilhelma ist der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft angeschlossen und trägt zur Erhaltung der alten Haustierrasse bei. Ohne die Feinschmecker wäre das Experiment aber wohl nicht geglückt – nur dank der Rückkehr in die Küche sind die fetten, aber schmackhaften Tiere wieder sehr beliebt und ihre Zucht wirtschaftlich interessant. Mit dieser quiekenden Meute Glückbringer wünscht die Wilhelma allen ihren Freunden nah und fern Glück, Gesundheit und einen guten Start in ein friedliches, erfolgreiches Neues Jahr 2012!

Zoo Augsburg, 28.12.2011
Sektempfang im Löwenhaus
Zoo Augsburg wünscht allen Besuchern ein gesundes und glückliches Jahr 2012. Um das Jahr 2012 zu begrüßen lädt der Zoo alle Besucher an Neujahr zu einem Gläschen Sekt in das Löwenhaus ein. Von 11 bis 15 Uhr ist die „Sektbar“ dort geöffnet. Und für die Kinder (oder wenn es jemand für ein Glas Prosecco zu kalt ist) steht auch ein Kinderpunsch oder Glühwein zur Auswahl. Zusammen mit der Zoogaststätte, die die Getränke gestiftet hat, wünschen der Zoo Augsburg gemeinsam mit allen Mitarbeitern und Bewohnern seinen Besuchern ein frohes neues Jahr. Den Spaziergang könnte man mit einem Besuch unseres kleinen Onagerfohlens „Fjala“, die mit ihrer Mutter „Fatima“ schon die ersten Schritte auf der Anlage macht, beginnen. Zum Ausklang dann noch auf ein Gläschen im Löwenhaus vorbeischauen und auf ein gesundes und erfolgreichen Jahr 2012 anstoßen.

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