Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Etwas verspätet, aber immerhin …heute kurz nach eins, trudelte die erste Zoopresseschau bei mir ein und auszugsweise werde ich sie hier (wie gewohnt) wiedergeben:

Tierpark Hellabrunn München, 29.12.2011
Hellabrunner Jubiläumsjahr geht zu Ende
Das Jubiläumsjahr geht als großes Elefantenjahr zu Ende. Daher bedankt sich der Tierpark bei seinen kleinen Gästen am Silvestertag mit einem Elefantengruß: Die ersten 100 Besucherkinder erhalten einen Lebkuchen-Elefanten, der fast zu süß ist, gegessen zu werden. Der Münchener Tierpark blickt auf ein bewegtes Jubiläumsjahr zurück. Nachdem es sieben Jahrzehnte Probleme bei der Elefantennachtzucht gab, stellten die Geburten der beiden gesunden Elefantenbabys die absoluten Höhepunkte im Hellabrunner Jahreskalender dar. Aber auch viele andere Tierarten vermehrten sich zur Freude des Tierparks und seiner Besucher. So brachte Giraffendame Kabonga ein weiteres Mädchen zur Welt, es wurden zwei niedliche Zebrababys geboren und die Pinselohrschweine konnten gleich mit Drillingen aufwarten. An Neuzugängen sind besonders die seltenen Sibirischen Uhus zu erwähnen, die sich im Außengehege der Dschungelwelt bereits häuslich eingerichtet haben, eine große Gruppe Kormorane und ein männlicher ausgewachsener Drill, dem bald zwei Weibchen Gesellschaft leisten werden. Um den Tierpark für Tiere wie Besucher noch attraktiver zu machen, wurde das alte Fischotter-Gehege in eine neue attraktive Humboldtpinguin-Anlage umgewandelt und eingeweiht. Nach umfangreichen Verschönerungsmaßnahmen präsentieren sich auch das Orang-Utan-Paradies und das Schildkrötenhaus in neuem Glanz. Unvergessen bleibt das Jubiläums-Wochenende im Juli, das mit einer Life-Show des Bayerischen Fernsehens am Freitagabend begann und viele Gäste im Park und eine ¾ Millionen Fernsehzuschauer begeistert hat. Viele Besucherattraktionen rundeten die Feierlichkeiten an diesem Wochenende ab. Der Tierpark darf stolz auf einen neuen Besucherrekord in 2011 mit knapp 1,8 Millionen Besuchern zurückblicken.

Tierpark und Zoo Berlin, 29.12.2011
Glücksschweine zum Neuen Jahr in Zoo und Tierpark!
Zum Jahreswechsel erfreuen sich die Schweine in Zoo und Tierpark traditionsgemäß besonderer Beliebtheit. Als Glücksbringer auserwählt wurden diesmal zwei vor wenigen Wochen geborene Vietnamesische Hängebauchschweine des Tierparks und ein am 26. November zur Welt gekommenes Nabelschwein im Zoo. Aber Glück bringen selbstverständlich auch die benachbart lebenden Schwäbisch-Hällischen-, Masken- und Wollschweine sowie die Rotbunten-, Pinselohr-, Warzen- und Bartschweine. Wenn die Anzahl der Schweinerassen in der Hauptstadt mit dem Glück korreliert, darf man für das kommende Jahr nur Gutes erwarten. Im Zoo, seinem Aquarium und im Tierpark gelten am Sylvestertag und am Neujahrstag die normalen Öffnungszeiten.

Zoo Osnabrück, 29.12.2011
Weihnachtsgeschenk im Giraffenrevier: „Dubaku“ ist da! – Giraffenjunge am 17.12.2011 geboren
Anfangs sah es für Giraffenjunge „Dubaku“ gar nicht gut aus: Erst schaute nur ein Beinchen raus und Revierleiterin Petra Kunze befürchtete Komplikationen. Doch dann zeigte sich auch das zweite Bein und nach einer Stunde purzelte „Dubaku“ aus zwei Meter Höhe ins Stroh. Für den ersten Tropfen Milch musst der ungewöhnlich dunkel gefärbte Giraffenjunge jedoch ganz schön kämpfen: Erst die Beine sortieren, auf den langen Stelzen balancieren und dann das Euter von Mutter Ursula finden. Drei Stunden dauerte es, bis er endlich die gesunde Erst-Milch kosten konnte. Inzwischen ist „Dubaku“ mit seinen 1,80 Metern der Liebling im Giraffenrevier: „Er ist wirklich süß und sehr zutraulich,“ beschreibt Revierleiterin Petra Kunze den 11. Giraffennachwuchs im Zoo Osnabrück. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Giraffenmädchen eher schüchtern und zurückhaltend sind. Dagegen kommen die Jungs neugierig und verspielt auf uns Tierpfleger zu.“ Doch nicht nur die Tierpfleger sind von „Dubaku“ angetan: Auch Giraffenmädchen „Nanji“, gerade fünf Monate alt, beschnuppert und beknabbert den Kleinen durch das Trenngitter. Noch sind Mutter „Ursula“ und „Dubaku“ von den anderen abgetrennt, aber je nach Wetter und Entwicklung werden die beiden in den nächsten Wochen zu den anderen Giraffen stoßen. Bis dahin schnuppert „Dubaku“ mit seiner Mama frische Luft im Vorhof des Giraffenstalls. „Er hatte überhaupt keine Angst raus zu gehen. Giraffenmädchen „Nanji“ hat sich das lange nicht getraut,“ erzählt Kunze. Besucher können „Dubaku“ mit etwas Glück im Stallbereich des Giraffenhauses sehen. Sein erstes Silvesterfest wird „Dubaku“ übrigens ungerührt über sich ergehen lassen – wie alle anderen Zootiere auch. „Anscheinend haken die Tiere die Silvesterknaller und Leuchtraketen unter der Kategorie Gewitter“ ab,“ vermutet Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg schmunzelnd. Trotzdem sollte in der Umgebung des Zoos etwas Zurückhaltung geübt werden, denn wer möchte schon eine abgebrannte Silvesterrakete in seinem Wohnzimmer vorfinden. Der Zoo hat Silvester bis 14 Uhr und am Neujahrstag wie gewohnt geöffnet.

Zoo Heidelberg, 29.12.2011
Ein erfolgreiches Jahr 2011

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1934 konnte der Zoo Heidelberg noch nie so viele Besucher willkommen heißen wie 2011 – rund 610.000 Menschen besuchten in diesem Jahr den Zoo. „Ausschlaggebend für das hervorragende Ergebnis war in erster Linie das gute Zoowetter im Frühjahr und Herbst und der nicht zu heiße Sommer. Aber auch die steigende Attraktivität des Zoos durch Neubauten wie das Elefantenhaus oder die Vergrößerung der Schimpansen-Außenanlage dürfte viele zusätzliche Besucher angelockt haben“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Das Ziel ist, uns auf diesem Niveau zu etablieren“. Im Trend liegt dabei mehr denn je das Jahresticket, berichtet Wünnemann. Unter den Besuchern sind inzwischen rund 2.500 Familien der Region, die eine solche Dauerkarte erworben haben. Dass der Zoo weit über die Stadtgrenzen beliebt ist, zeigt die Statistik, nach der die Besucher aus allen Städten und Gemeinden der Metropolregion und zunehmend aus anderen Bundesländern kommen. Der kaufmännische Geschäftsführer Frank-Dieter Heck sieht in der hohen Besucherzahl auch eine Verpflichtung für den Zoo: „Die Infrastruktur für die Besucher muss weiter verbessert werden“. So wird sich im nächsten Jahr im Zoo Heidelberg vieles tun. Das neue Service-Zentrum, das ein zooeigenes Parkhaus mit 397 Plätzen, den Zooeingang und Zoo-Shop verbindet, soll im Frühjahr 2012 eröffnet werden. Vom Auto gelangen die Besucher direkt in das Eingangsgebäude, wo sie alle Informationen finden und im Zooshop nach Lust und Laune stöbern können. Der jetzige Eingangsbereich des Zoos wird völlig neu gestaltet. Das von außen einsehbare Gemeinschaftsgehege der syrischen Braunbären und Korsakfüchse wird vergrößert und den Besucher erwarten interessante neue Einblicke in die Tierwelt. Der bisher vom Zooshop genutzte gläserne Kubus wird zum Cafe umgestaltet und die Anzahl der Besuchertoiletten deutlich erhöht. Auch soll 2012 mit dem Umbau der Löwenanlage begonnen werden. Die neue Anlage wird neben der sechsfachen Fläche mit einer reichhaltigen Struktur ihren Teil zu einem artgerechten und erfüllten Leben der Tiere beitragen.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 04.01.2012
FRÜHLINGSGEFÜHLE MITTEN IM WINTER
Die Präriehunde pfeifen auf die Winterruhe, die Kormorane fangen an zu balzen: So manche Tierart im Tiergarten Schönbrunn genießt die frühlingshaften Temperaturen in vollen Zügen. Auch Exoten wie Nashörner und Giraffen nutzen das milde Wetter für ausgiebiges Spazierengehen in ihren Freianlagen. „Um diese Jahreszeit halten sich diese Tiere normalerweise viel in ihren geheizten Innengehegen auf. Schnee und Kälte bereiten ihnen aber weniger Probleme als eisige Stellen, auf denen sie ausrutschen und sich dabei verletzten könnten“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Im Winter ziehen sich die Schönbrunner Präriehunde alljährlich in ihren unterirdischen Bau zurück, um Winterruhe zu halten. Die milden Temperaturen locken die possierlichen Nager derzeit aber immer wieder ins Freie. Neugierig stecken sie ihre Köpfe aus dem Bau, wärmen sich an den Sonnenstrahlen und knabbern an den Gräsern in ihrem Gehege. „Diese in Nordamerika heimischen Erdhörnchen halten keinen echten Winterschlaf wie beispielsweise die Murmeltiere in den Alpen. In richtig kalten Wintermonaten verlassen sie ihren Bau aber oft für mehrere Wochen nicht“, so Schratter. Auch beim Kormoranteich kommt richtig Frühlingsstimmung auf. Die schwarzen Vögel balzen bereits und tragen ihr prächtiges „Hochzeitskleid“. Schratter: „Den Kopf und den Hals schmücken jetzt weiße Federn. Bei der Balz schlägt das Männchen die halbentfalteten Flügel auf und ab, wobei die weißen Federn an den Schenkeln aufleuchten.“ Eifrig bauen die Kormorane auch schon ihre Nester, in die sie bald ihre Eier legen werden.

Zoo Duisburg, 04.01.2012
Essener Künstler Ralf Koenemann als Elefantenpfleger mit Gastgeschenk im Zoo Duisburg
Ralf Koenemann mag wilde Tiere, ganz besonders Elefanten. Dies zeigt sich deutlich in den großformatigen Bildern des Malers, in denen immer wieder die gerüsselten Dickhäuter auftauchen. Dies blieb natürlich auch den Schülern des Künstlers nicht verborgen, so dass sie ihm kurzerhand nach Abschluss eines Kurses ein Geschenk ganz besonderer Art machten: Er darf einen halben Tag lang als Tierpfleger im Elefantenhaus des Zoo Duisburg mitarbeiten und den „Vorlagen“ für seine Kunstwerke ganz nahe kommen. „Ich habe noch nie einen so direkten Kontakt zu einem Elefanten gehabt”, berichtet er und sorgt damit für Erstaunen, denn seine lebendigen Darstellungen legen die Annahme nahe, dass er auf intensive Erlebnisse mit diesen Tieren zurückblickt. Nein, Elefanten und andere Wildtiere üben einfach eine starke Faszination auf Koenemann aus, und die Erhaltung der Arten in der Wildbahn liegt ihm sehr am Herzen. So nutzt er beispielsweise seine Kurse und Workshops, um Jugendliche für die Belange des Artenschutzes zu sensibilisieren. Aktuelle Themen wie beispielsweise den Walfang vor der Küste Japans greift er auf und bringt die jungen Menschen dazu, sich auf künstlerische Weise intensiv mit dem Effekt menschlichen Handelns auf die Natur und Tierwelt auseinanderzusetzen. Um sein Engagement für unsere bedrohten Mitgeschöpfe zu unterstützen, wird er am 05.01.2012 – wenn er als Elefantenpfleger im Zoo Duisburg die Kratze schwingt – Zoodirektor Achim Winkler seinen Beitrag zum Artenschutz überreichen: Fünf übermalte Drucke, also Unikate, und (zunächst) 25 signierte Drucke seiner begehrten Elefantenbilder stellt der Künstler dem Zoo Duisburg zum Verkauf zur Verfügung, um auf diesem Wege internationale Artenschutzprojekte zu unterstützen. Bei Ralf Koenemann werden die Vorsätze fürs neue Jahr direkt in die Tat umgesetzt!

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