Ein Blick in die deutschen Zoos

Zoo Frankfurt, 05.01.2012
Erfolgreicher Jahresabschluss – der Zoo Frankfurt freut sich über ein Besucherplus von 11,4 Prozent
Über 928.000 Besucherinnen und Besucher kamen im vergangenen Jahr in den Zoo. Das entspricht einer Steigerung um genau 11,42 Prozent im Vergleich zu 2010. Trotz Großbaustelle im westlichen Zoobereich und verregnetem Hochsommer strömten so viele Besucher in den Zoo, wie seit dem Jubiläumsjahr 2008 nicht mehr. Damals statteten dem Zoo zu seinem 150. Geburtstag mehr als 944.000 Menschen einen Besuch ab. In den beiden Jahren danach sanken die Besucherzahlen deutlich unter die Neunhundert-tausendermarke. „Die Gründe für die erfreuliche Trendwende sehen wir vor allem im Tierbereich“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. So waren die im Mai geborenen Tigerbabys ein bedeutender Besuchermagnet, ebenso wie der im Februar geborene Okapibulle MAIKO und der kleine Gorilla QUEMBO. „Viele Besucher kamen aber auch, um sich die Fortschritte bei den Bauarbeiten zum neuen Eingang und der neuen Bären-Anlage anzuschauen“, so Niekisch. Es waren aber auch der lange Frühling und der milde Spätherbst sowie die zahlreichen, gut eingeführten Veranstaltungen und Feste, die zum Spaziergang durch den Zoo angeregt haben dürften. „Ganz wesentlich und hilfreich“, so der Zoodirektor, „war die positive Berichterstattung in den Medien. Die vielen Meldungen über Jungtiere und die Zooentwicklung dürften stark zu einer positiven Wahrnehmung des Zoos beigetragen haben.“ Niekisch schaut optimistisch in die Zukunft: „Nach wie vor ist es unser Ziel, bald über eine Million Besucherinnen und Besucher bei uns im Zoo begrüßen zu dürfen. Ich bin sicher, dass wir mit der neuen attraktiven Anlage für Brillenbären und Brüllaffen und dem geplanten Pinguin-Haus auf einem sehr guten Weg dorthin sind.“

Zoo Heidelberg, 05.01.2012
Artenschutz heißt Leben retten
Der Schutz der natürlichen Vielfalt ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Immer stärker greift der Mensch in die Natur ein, weltweit weicht der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten den menschlichen Aktivitäten, werden Tiere aus unterschiedlichen Gründen gejagt und getötet. Hilfe ist dringender nötig denn je. Die besten Zoos in aller Welt reagieren auf diese Probleme und haben sich zur Aufgabe gesetzt, den Artenschutzgedanken durch direkte Schutzbemühungen und durch Bildung ihrer Besucher voranzutreiben. Der Zoo Heidelberg zählt den Artenschutz zu seinen Kernaufgaben Die Bestände mancher Tierarten sind in freier Wildbahn so rückläufig, dass sie nur durch die Haltung und gezielte Vermehrung in Menschenobhut vor der Ausrottung bewahrt werden können. Zusätzlich zu den Aktivitäten in Heidelberg beteiligt sich der Zoo an verschiedenen Projekten innerhalb (In-situ) der natürlichen Lebensräume bedrohter Tierarten. Dafür wird ein fester Etat bereitgestellt. Die Zoobesucher unterstützen mit einem Teil Ihrer Eintrittsgelder die Artenschutzprogramme des Zoos. So flossen im Jahr 2011 über 50.000 Euro der Zooeinahmen sowie Spenden der laufenden Kampagnen direkt in Artenschutzprojekte.

Zoopark Erfurt, 06.01.2012
Giraffe Gunda plötzlich verstorben
Ein Schock für die Tierpfleger im Zoopark: am Morgen des 2. Januar 2012 lag Giraffenkuh „Gunda“ tot im Stall. Dies kam völlig unerwartet. Sie war am Vortag absolut unauffällig, war munter, fraß gut und zeigte keinerlei Veränderungen. Ein Tag wie jeder andere im Leben der Erfurter Giraffenkuh. Umso größer dann der Schock über den plötzlichen Tod. Um zu klären, woran „Gunda“ starb, wurde sie zur veterinärmedizinischen Untersuchung in die amtliche Pathologie nach Bad Langensalza eingewiesen. Die umfassenden Untersuchungen dauern noch an, so dass bis zu deren Abschluss keine Angaben zur Todesursache gemacht werden können. „Gunda“ wurde 16 Jahre alt. Sie kam am 6. September 1995 im Thüringer Zoopark Erfurt zur Welt. Nach der Geburt und dem Tod ihres kleinen Giraffenkälbchens 2011 ruhten nun alle Hoffnungen auf erneuten Nachwuchs im Jahr 2012. Eine Hoffnung, die sich jetzt erstmal zerschlagen hat. Giraffenbulle „Lengai“ soll natürlich auf Dauer nicht allein bleiben. Konkrete Pläne für eine neue Partnerin gibt es derzeit aber nicht.

Zoo Hannover, 06.01.2012
Neue Affenart im Erlebnis-Zoo Hannover: Rote Varis – Sonnenanbeter oder Schreckgespenst?
Rote Varis sind die größte Unterart der Lemuren und gelten als gemütliche Zeitgenossen. Sie sind zwar nicht so langsam unterwegs wie die Faultiere im Urwaldhaus, aber auch nicht so flink wie die Weißkehlmeerkatzen im Gehege nebenan. Sie haben eben ihr eigenes Tempo, dass sich schlagartig erhöht, wenn es ums Futter geht. Kaum steht die Schale mit frischem Obst im Gehege, flitzen die Varis aus allen Ecken wie rotbraune Blitze hervor und kommen erst kurz vorm Obstsalat zum stehen. Kurz umsehen, vorsichtig schnuppern und dann beherzt zugreifen. Am 08. Dezember reiste die 5-köpfige Varigruppe aus dem Zoo Opole in Polen an und bezog zunächst den Quarantänebereich im Erlebnis-Zoo Hannover. Gestern durften Vater Rudek (* 22. Juni 1996) und seine vier Söhne Lolek, Bolek, Marek und Vitek (2 x * 30. April 2003 und 2 x 20. April 2005) in ihr Gehege einziehen. Dank ausgiebiger Klettermöglichkeiten und weicher Heuunterlage auf dem Boden haben sie sich schnell eingelebt und jeder hat bereits seinen Lieblingsplatz gefunden. Aus leicht erhöhter Position beobachten die fünf Halbaffen nun die Besucher. In freier Wildbahn kommen Rote Varis ausschließlich auf der Masoala-Halbinsel im nordöstlichen Madagaskar vor. Dort leben sie in Gruppen, vorzugsweise in den Baumkronen, und kommunizieren untereinander durch laute Rufe. Als die ersten Entdecker aus Europa im 16. Jahrhundert auf Madagaskar landeten, wurden sie von leuchtenden Augen und unheimlichen Geräuschen empfangen. Sie dachten, sie stünden Lemuren gegenüber. Damals war „Lemur“ noch nicht die Bezeichnung für die niedlichen Halbaffen, sondern aus dem alten Rom bekannt und beschrieb Geister, die ihre Angehörigen heimsuchten. Mittlerweile weiß man, dass Lemuren (die Halbaffen, nicht die Geister) nette Gesellen sind, die lieber ausgiebig in der Sonne baden, als Menschen zu erschrecken. Die Roten Varis im Tropenhaus haben auch wirklich nichts mit Gespenstern gemeinsam, obwohl man sie im Ansturm auf das Futter nur als rotbraune Schatten sehen kann.

Zoo Leipzig, 06.01.2012
Besucherzahl des Jahres 2011 liegt vor – Erste Neuzugänge in 2012: Anoa und Lippenbären geboren
Das Jahr 2011 ist für den Zoo Leipzig auch in den letzten Wochen erfolgreich zu Ende gegangen. Kurz vor Weihnachten und „zwischen den Jahren“ besuchten täglich bis zu 6.000 Menschen den Zoo, weit mehr als erwartet. Die Gesamtbesucherzahl des Jahres 2011 im Zoo Leipzig beträgt: 2.098.075 Von diesen Gästen erstanden 38.732 eine Jahreskarte – auch hier liegt die Zahl deutlich über den Erwartungen. Damit hat der Zoo zum ersten Mal in seiner Geschichte die Marke von 2 Millionen Besuchern überschritten. Auch die Zooschule konnte erstmals über 10.000 Schüler begrüßen. Nachdem wie berichtet noch kurz vor Jahresende besondere Tiergeburten bei den Riesenottern und Spitzmaulnashörnern für Freude bei Kuratoren, Tierpflegern und Besuchern gesorgt haben, erblickten auch im neuen Jahr schon seltene Neuzugänge das Licht der Welt. Anoa Bianca brachte in der Nacht zum 2. Januar ein gesundes Bullenkalb zur Welt. Sein Gewicht beträgt 6,8 kg. Mutter und Kind sind wohlauf, allerdings für die Besucher auf Grund der kühlen Witterung derzeit noch nicht zu sehen. Anoas sind in ihrer indonesischen Heimat Sulawesi vom Aussterben bedroht, daher ist jede Geburt wichtig für den Fortbestand der Art. Das Internationale Zuchtbuch (ISB) sowie das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) werden im Zoo Leipzig geführt. In der Nacht zum 4. Januar brachte Lippenbärin Ludmilla zwei Jungtiere zur Welt. Auch hier geht es Mutter und Nachwuchs gut. Der Nachwuchs wird aber noch eine längere Zeit in der für Besucher nicht einsehbaren Mutterstube untergebracht sein. Das EEP für Lippenbären wird seit 2011 in Leipzig geführt.

Tierpark und Zoo Berlin, 06.01.2012
Erfolgreicher Abschluss der Jahresinventur in Zoo und Tierpark!
Den Tierbestand auf Freiflächen und Teichen, in Flugvolieren und Aquarien exakt zu erfassen, ist nicht immer einfach. Doch nachdem nun alle Zählungen abgeschlossen sind und der Abgleich mit den routinemäßigen An- und Abmeldungen erfolgt ist, können alle Zoo- und Tierparkmitarbeiter sehr zufrieden sein. Das Ergebnis ist nennenswert. Nach wie vor bietet keine andere Weltstadt dem Naturfreund eine derart umfangreiche Auswahl verschiedenster Faunenvertreter unserer Erde. Aus dem tiergärtnerischen Bereich hervorzuheben war im verstrichenen Jahr die erste Geburt eines Goldtakins auf deutschem Boden im Tierpark. Besonders bemerkenswert war ebenfalls dort die Ankunft von zwei Erdwölfen. Im Zoo wurde erstmals nach 23 Jahren wieder ein Andenkondor aufgezogen und man erfreute sich darüber, als einziger deutscher Zoo wieder Chinesische Wasserrehe im Bestand zeigen zu können. Im Zooaquarium sorgten seltsame „Zwitterwesen“ (Chimären) für Begeisterung, die auch unter den Namen „Seekatzen“ oder „Geisterhaie“ für Aufsehen sorgen. 2011 zählte man im Zoo mit seinem Aquarium 2.944.165 und im Tierpark 1.053.222 Gäste aus aller Welt. Das Besucheraufkommen steigert sich damit in beiden Berliner Einrichtungen deutlich. Insgesamt besuchten fast exakt 4 Millionen Menschen die beiden Tiergärten mit ihren herrlichen Parklandschaften und dem überragenden Tierbestand.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, 09.01.2012
Mit großen Sprüngen ins neue Jahr – Westliche Graue Riesenkänguruhs im Berliner Tierpark eingetroffen
Es ist fast 20 Jahre her, als das letzte Riesenkänguruh im Tierpark Berlin zu sehen war, damals waren es Östliche Graue Riesenkänguruhs. Umso mehr freuen wir uns nun, die Haltung dieser beliebten Beuteltierart wieder aufnehmen zu können. Ende 2011 kam als Geschenk des Zoologischen Gartens Basel ein Trio junger Westlicher Grauer Riesenkänguruhs in den Berliner Tierpark. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit sind nun alle drei Tiere auf der vormaligen Anlage des Helmkasuars gegenüber der Guanakoanlage für unsere Besucher zu sehen. Das Trio umfasst das Männchen „Hagen“ (geb. 3.4.2011) und seine beiden Weibchen „Shiva“ (geb. 2.2.2011) und „Cosma“ (geb. 31.1.2011). Es handelt sich also noch um jugendliche Tiere, welche erst in 1-1,5 Jahren ihre volle Größe erreicht haben werden – dennoch ist schon jetzt deutlich zu erkennen, dass der jüngere „Hagen“ größer ist. Bei den Riesenkängruhus werden die Männchen etwa ein Drittel größer als die Weibchen. Charakteristisch für die Westlichen Grauen Riesenkänguruhs ist ihr ins Bräunliche gehende Fell. Die dunklen Gesichter sind typisch für die Unterart vom australischen Festland, so wie wir sie im Tierpark zeigen. Riesenkänguruhs zählen zu den größten Beuteltieren. Westliche Graue Riesenkänguruhs leben gesellig in lockeren Gruppenverbänden von bis zu 50 Tieren. Ihre Verbreitung reicht von Westaustralien bis Neu-Südwales, sprich weite Teile im südlichen Australien. Dort besiedelt die Art vom Trockenwald bis hin zum Grasland viele verschiedene Lebensräume. Im Freiland ist die Art nicht bedroht, in Zoologischen Gärten werden sie vereinzelt gezeigt und so sind auch „Hagen“, „Shiva“ und „Cosma“ derzeit die einzigen Westlichen Grauen Riesenkänguruhs in einem deutschen Tiergarten. Der interessierte Zoobesucher kann diese Art auch mit dem Roten Riesenkänguruh im Zoo Berlin vergleichen.

Erlebniszoo Hannover, 10.01.2012
Inventur für das Jahr 2011 im Erlebnis-Zoo Hannover: 3.374 Tiere in 229 Arten und Neuer Rekord: 1.619.186 Besucher (Art: Homo Sapiens)
Tierisch erfolgreiches Jahr! Wie jedes Unternehmen zählt auch der Zoo am Ende jedes Jahres alles, was ihm lieb und wertvoll ist: Seine Tiere und seine Besucher. Die Zweibeiner der Art Homo Sapiens machen es den Mitarbeitern dabei leicht: Sie gehen das ganze Jahr über durch das Drehkreuz am Zooeingang und werden automatisch gezählt. Das Ergebnis am 31. Dezember 2011 bot dem Team des Erlebnis-Zoo allen Grund zu feiern: Mit 1.619.186 Besuchern wurde das Rekordergebnis des Vorjahres (1.602.257) überboten! „Wir sind sehr stolz und freuen uns riesig, dass der Erlebnis-Zoo so begeistert“, sagte Zoodirektor Frank Werner. Nicht jede Art war bei der Inventur gleichermaßen kooperativ. Die Hausmäuse wollen einfach nicht stillhalten, die Loris im Tropenhaus flogen durcheinander, der Känguru-Nachwuchs verschwand im Beutel und anstatt sich durchzählen zu lassen, tauchten die Goldfische einfach ab. Trotzdem: Von der Antilope bis zum Zebra wurde jedes Tier notiert, eine Bestandsaufnahme ähnlich wie im Baumarkt – nur viel quirliger. Geschätzte Schätze: Weil sie pausenlos unterwegs sind, werden manche Tierarten nach ausgeklügelten Methoden geschätzt, wie der Vogelschwarm im Urwaldhaus oder die Forellen im Hafenbecken von Yukon Bay. Da die freifliegenden Vögel sich nicht einfangen lassen, wird eben ihre Futterstelle stundenlang beobachtet. Die Anzahl der dort pickenden Vögel wird später hochgerechnet. Die Forellen werden bei den Tauchgängen der Tierpfleger beobachtet und geschätzt. Wir sind ein Volk! Die Ameisen zu zählen, die bergauf-bergab durch ein langes Röhrenlabyrinth krabbeln, ist Sisyphos-Arbeit. Die Blattschneider-Ameisen werden nur als ein Tier gezählt – obwohl es natürlich tausende Individuen sind. Erheblich einfacher ist das Zählen bei den Flusspferden: Die vier Dickhäuter liegen dösend im Wasser und halten gähnend still. Und auch die 13rüsselige Elefantenriege stellt sich zum Appell einfach auf. Besonders beliebte Zählobjekte sind die Faultiere und Achatschnecken: Regungslos harren sie während der Inventur aus. Die Zahlen vergleichen die Zoomitarbeiter schließlich mit ihren Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden erst handschriftlich in das Tierbestandsbuch eingetragen und dann in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computeraufzeichnungen verglichen. Fehlt ein Tier oder ist gar eines zu viel, wird nochmal gezählt. Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an die Gesellschafter des Zoos und an das Veterinäramt übermittelt. Auf diese Weise ist jedes Tier von der Stachelmaus bis zum Elefanten „aktenkundig“. Wissenschaftliche Vergleichswerte: Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen der Tiere. Die Zahlen werden in wissenschaftlichen Fachmagazinen veröffentlicht und geben Aufschluss über die Entwicklung der Tiere. Anhand der Vergleichszahlen aus den verschiedensten Zoos kann zum Beispiel ersehen werden, ob ein Tier sich normal entwickelt. Zahlenbeispiele: 4 Flusspferde, 3 Eisbären, 13 Elefanten, 7 Schimpansen, 5 Löwen, 2 Tiger, 2 Persische Leoparden, 3 Nashörner, 7 Faultiere, 96 Flamingos, 8 Erdmännchen, 5 Giraffen, 2 Kleine Pandas, 2 Schnee-Eulen, 5 Rote Varis, 15 Bennett-Kängurus. Das größte, höchste, schwerste Tier: Das größte Tier: Giraffenbulle Schorse ist 5,80 Meter hoch. Das schwerste Tier: Elefantenbulle Nikolai bringt 4,7 Tonnen auf die Waage. Das längste Tier: Tigerpython Moses junior I. ist 5,10 Meter lang. Das kleinste Tier: Ameise Henrike ist nur 0,5 cm lang. Das älteste Tier: Anden-Kondor „Julchen“ ist 50 Jahre alt. Das letztgeborene Tier: Bennett-Känguru (* 22.12.2011 bei Kängurus zählt der Tag als „Geburtstag“, an dem ein Jungtier zum ersten Mal aus dem Beutel schaut).

Bergzoo Halle, 10.01.2012
Vorverkauf für Valentinstag geht weiter
Sichern Sie sich jetzt Ihre Eintrittskarte für ein außergewöhnliches Erlebnis, wenn Sie für Ihre Liebste oder Ihren Liebsten zum Valentinstag einmal etwas ganz Besonderes suchen: Schenken Sie sich einen romantischen Abendrundgang im Zoo oder ein Candle Light Dinner im Raubtierhaus! Die Teilnehmerzahlen für beide Valentinsveranstaltungen sind begrenzt. Karten NUR im Vorverkauf im Zooladen am Haupteingang (Reilstraße)! Karten für den „Romantischen Abendrundgang im Zoo“ kosten 18 ¤ pro Person. Im Preis enthalten sind der Eintritt, ein Begrüßungsgetränk und eine Führung mit Fakten, Stories und Kuriositäten zu „Beziehungskisten“ im Tierreich. Fackeln und Kerzenschein sorgen für die passende romantische Stimmung. Der Rundgang dauert ca. 90 min. Eingeladen sind frisch Verliebte, gestandene Paare, eingefleischte Singles, überzeugte Junggesellen und alle anderen, die schon immer mal wissen wollten, wie das mit den tierischen Beziehungen ist. Treffpunkt für den Abendrundgang ist am 14.2.2012, 18:30 Uhr an der Zookasse Reilstraße. Karten für das „Candle Light Dinner“ sind für 60 ¤ pro Person erhältlich. Im Preis enthalten sind ein Vier-Gänge-Menü mit Zutaten aus kontrolliert, biologischer Landwirtschaft, ein Begrüßungsgetränk und stimmungsvolle Livemusik. Das Candle Light Dinner beginnt am 14.2.2012, 20 Uhr im Raubtierhaus. Eingeladen sind Paare, die sich bei einer stimmungsvollen Atmosphäre im Raubtierhaus von einem fantasievollen Menü kulinarisch verwöhnen lassen möchten. Die unmittelbare Nähe zu unseren Großkatzen wie Tiger, Löwe und Jaguar macht das Candle Light Dinner zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Zoo Frankfurt, 10.01.2012
Neu im Zoo Frankfurt – eine quirlige Gundi-Familie ist ins Grzimekhaus eingezogen
Ende November kam eine quicklebendige Gundi-Gruppe aus dem Aquazoo Löbbeke Museum in Düsseldorf nach Frankfurt. Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch freut sich über die charmanten Neuzugänge, die nach einer etwa vierwöchigen Quarantäne nun im Grzimekhaus zu sehen sind: „Gundis oder Kammfinger gehören zu den ursprünglichsten Nagetieren und sind perfekt an die extremen Lebensräume am Rande der Sahara angepasst.“ Auch im Zoo zeigen sie, wie gut und schnell sie klettern können. „Das ist, so Niekisch, „eine wirklich schön zu beobachtende neue Tierart in Frankfurt“. Die Gundi-Familie im Tagbereich des Grzimekhauses besteht aus fünf adulten Tieren und vier Jungtieren. Sie leben wie in ihrer afrikanischen Heimat in Familiengruppen von fünf bis zehn Tieren. Die etwa Meerschweinchen großen Nagetiere leben tagaktiv und sind sehr agil. In der Mittagshitze, wie sie am Rande der Sahara herrscht, ruht sich die gesamte Kolonie aus. Hierbei zeigt sich der soziale Aufbau der Gruppe. Die Tiere legen sich dicht an- und übereinander, um sich gegenseitig Sicherheit und Schutz zu geben und das Gemeinschaftsgefüge zu stärken. „Ihre gut erkennbare und sehr ausgeprägte Sozialstruktur macht Gundis für uns interessant“, so Niekisch. „Ein weiteres besonderes Merkmal sind die hinteren Füße der kleinen Nagetiere, die mit Borstenkämmen ausgestattet sind. Damit pflegen die Gundis ihr Fell ausgiebig, damit dieses sie auch unter extremen Bedingungen vor der Witterung schützen kann“, erklärt der Zoodirektor weiter, „Das können auch unsere Besucher im Grzimekhaus jetzt gut beobachten – übrigens eine echte Besonderheit, denn Gundis werden weltweit nur in zehn Zoos gehalten.“ Gundis ernähren sich rein pflanzlich. Anders als die meisten anderen Nager bauen sie sich keine Höhlen oder Nester, sondern schlüpfen bei Gefahr, die sie durch zwitschernde Laute anzeigen, in Felsspalten. Hierbei hilft ihnen, dass sie nur etwa 20 Zentimeter lang werden. Dadurch können sie sich ihren Fressfeinden wie Schakalen und Greifvögeln durch den Rückzug in kleine Öffnungen entziehen.

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