Ein Blick in die deutschen Zoos

SeaLife, 19.01.2012
Im Sea Life sind die Würfel gefallen: Die Babysitter der Hai-Eier stehen fest
Zehn Wochen lang hatten Schüler in ganz Deutschland die Möglichkeit, sich für das einzigartige Sea Life-Schulprojekt „Hai-Eier im Klassenzimmer“ zu bewerben. In dieser Woche war es endlich soweit: Der Hai-Nachwuchs hat sein neues Zuhause in den Schulklassen bezogen. Acht Klassen dürfen sich nun stolz „Hai-Babysitter“ nennen – eine pro Sea Life-Standort. Hiermit fiel außerdem der Startschuss für das Rennen um den Titel „Hai-Klasse 2012“. Lange haben die Schülerinnen und Schüler diesem Termin entgegengefiebert: Seit dieser Woche sind sie im stolzen Besitz von Katzen- oder Bambushai-Eiern, die sie in den kommenden Wochen unter ihrer eigenen Verantwortung betreuen werden. Dabei konnten sie rund 250 Mitbewerber bezwingen. „Wir sind von den zahlreichen Bewerbungen überwältigt. Es ist beindruckend, was sich die kleinen Unterwasserfans alles haben einfallen lassen: Reimen, Basteln, Filmen oder Geschichten schreiben – jede Idee hat uns fasziniert. Doch letztlich mussten wir uns für acht Klassen entscheiden und freuen uns auf eine spannende Zeit mit den Schülern“, sagt Daniela Vonbrunn, Sprecherin Sea Life Deutschland. Die Mädchen und Jungen übernehmen in der kommenden Zeit die Verantwortung für echte Hai-Eier. Bis zum Schlüpfen der Babys in etwa sechs Wochen muss das Aquarium täglich betreut werden – natürlich auch am Wochenende. Hierzu gehört die Überprüfung der Wasserwerte ebenso wie die Messung der Temperatur. Wie die Kleinen diese Aufgaben bewältigen, erklärten ihnen die Aquaristen der Sea Life Großaquarien. Sie versorgten die Klasse auch mit dem nötigen Equipment: Vom Aquarium bis hin zur Filteranlage sind sie nun perfekt ausgestattet. Außerdem überreichten sie ihnen ein neues Türschild: „Offizielle Hai-Aufzuchtstation“. Zudem startet mit dem heutigen Datum der Wettbewerb um die „Hai-Klasse 2012“. Über einen Zeitraum von jeweils einer Wochen sollen die Hai-Ei-Klassen der acht deutschen Sea Life Großaquarien Aufgaben erfüllen. Beispielsweise sollen sie das Leben „Ihrer“ Hai-Babys aufzeigen, sobald diese groß sind. Deutschlandweit hatten sich bei allen acht Sea Life Großaquarien insgesamt rund 250 Klassen beworben: Pro Standort hat sich eine Klasse durchgesetzt. Welcher der Finalisten sich am Ende gegen die sieben anderen Klassen durch sein Engagement in unterschiedlichen Aufgaben durchsetzt und sich Anfang März „Hai-Klasse 2012“ nennen darf, bleibt mit Spannung abzuwarten. Weitere Informationen zum Hai-Ei-Projekt von Sea Life erhalten Sie im Internet unter www.sealife.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/SEALIFEDeutschland.Tierpark Berlin, 19.01.2012
Nachzucht bei den Bartagamen im Tierpark Terrarium
In den letzten Tagen schlüpften im Inkubator aus einem Gelege von 15 Eiern, die am 12. November 2011 im Terrarium abgelegt worden waren, 11 Bartagamen, Pogona vitticeps. Die Elterntiere gelangten erst 2011 in den Tierbestand. Die Mutter wurde im Mai des frühen Morgens einfach im Pappkarton vor die Pförtnerloge gestellt – eine Verfahrensweise, die einem Tier unwürdig ist. Natürlich haben sich Pförtner und Tierpfleger sofort um das Tier gekümmert. Zufällig wusste eine Tierpflegerin, dass im Tierheim Wesendahl ein Männchen einsam herumsitzt, was uns freundlicherweise dann auch zur Verfügung gestellt wurde. Die beiden haben sich auf Anhieb verstanden und nun schon zum wiederholten Male befruchtete Eier abgelegt, zuletzt Heiligabend und kurz vor Silvester. So können wir auch in der Zukunft mit Nachwuchs rechnen. Attraktiv sind die aus den halbtrockenen bis trockenen Gebieten im östlichen Zentralaustralien stammenden Bartagamen durch ihren breiten, dreieckigen Kopf mit der starken Bestachelung am Hinterkopf, Bart (namensgebend) und Seiten. Sie sind dunkelgrau bis graubraun, gelegentlich gelb bis rötlich und besitzen auf dem Rücken zwei Längsstreifen aus gelben Flecken. Der Schwanz ist gebändert. Ihre Nahrung besteht aus Insekten, Wirbellosen, Kleinsäugern, Jungvögeln oder kleinen Echsen und Pflanzlichem. Die Weibchen legen bis 25 Eier, aus denen nach 68 bis 98 Tagen die Jungen schlüpfen.

Opel-Zoo Kronberg/ Taunus, 25.01.2012
Opel-Zoo in Kronberg meldet Besucherrekord in 2011
2012: Neue Tierarten und Anlagen, Lehrpfad „Baum des Jahres“, besondere Fledermausaktionen. Mit 683.000 Besuchern erreichte der Opel-Zoo in Kronberg 2011 einen neuen Besucherrekord und konnte die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2007 in Höhe von 679.000 Gästen sogar noch übertreffen. Der prozentuale Zuwachs gegenüber dem Vorjahr betrug im letzten Jahr insgesamt 15,6%, wobei der Absatz der Jahreskarten überproportional gesteigert werden konnte. „Die Entwicklung unserer Besucherzahlen im vergangenen Jahr war schon sehr außergewöhnlich“, berichtet der Vorstandsvorsitzende der von Opel Hessische Zoostiftung Gregor von Opel: „Während wir im März und April von dem warmen, trockenen Wetter profitierten, mussten wir große Besuchereinbußen im Mai, Juli und August hinnehmen, die den Vorsprung aus dem Frühjahr dahinschmelzen ließen.“ Er führt weiter aus, dass mit dem sonnigen Herbst dann die Budgetzahlen wieder deutlich überschritten wurden, so dass im Gesamtjahr der Besucherrekord erreicht werden konnte. „Auch im letzten Jahr gab es wieder Veränderungen im Tierbestand“, erläutert der Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. Da waren z.B. in der Anlage Afrika Savanne die drei Jungtiere bei den Rothschildgiraffen, die auch jetzt als Heranwachsende mit der gesamten Herde ein eindrucksvolles Bild abgeben. Bei den Europäischen Wildkatzen konnten die Besucher die ersten Lebenswochen des Nachwuchses über Monitor verfolgen und so einen Einblick in Kinderstube erhalten, ohne die Tiere zu stören. Die Gruppe der Rotgesichtsmakaken ist in einen dänischen Zoo gegeben worden und nach der Renovierung des Stalles wurde die Anlage von insgesamt sieben Berberaffen bezogen, die sich inzwischen sehr gut eingelebt haben. Als weitere neue Tierart werden Prinz-Alfred-Hirsche mit den bereits bekannten Hirschziegenantilopen im großzügigen Gehege beim Apfellehrpfad gezeigt. Und schräg gegenüber wurde eine außergewöhnliche Vergesellschaftung von zwei Tierarten, nämlich den Straußen und den neuen Löffelhunden, vorgenommen, die sich erfreulicherweise durchaus bewährt hat. Dass ‚Freud und Leid‘ auch in der Tierhaltung nahe beieinander liegen, zeigte die Gepardenhaltung: Anfang August kam Gepardenkater Obelix, der gemeinsam mit den beiden weiblichen Tieren für Nachwuchs sorgen sollte. Leider verstarb in der Zwischenzeit die elf Jahre alte Katze Mara, so dass nun alle Hoffnungen auf Malawi und Obelix ruhen. Besonders groß war im Opel-Zoo die Freude über die beiden Jungtiere bei den Pandabären – Eddy und Frodo -, die nach fünf Monaten Tragzeit und rund 90 tägigen Aufenthalt in der Wurfhöhle dann endlich ab September die Besucher mit ihrem ausgelassenen Herumtollen begeisterten. Für 2012 sind bereits Anlagen erstellt bzw. renoviert worden, in der die Tiere gerade eingewöhnt werden und die dann mit Saisonbeginn offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden: Die Anlage der Rotfüchse wurde komplett neu gebaut und die der Polarfüchse völlig umgestaltet und modernisiert, wobei die Eisfüchse mit den Schnee-Eulen vergesellschaftet worden sind. Als neue Tierart wurden Sperbereulen in die Habichtskauzvoliere mit aufgenommen.

Zoo Augsburg, 25.01.2012
Sonntag ist Frühaufsteher-Führung im Augsburger Zoo
Einen geführten Rundgang durch den verschneiten Zoo, Elefanten und Alpakas im Schnee erleben und ein deftiges Weißwurstfrühstück in der Zoogaststätte sind ein guter Start in den letzten Januar-Sonntag. Um 9.00 Uhr – mit Öffnung des Zoos – startet die Führung mit einem Zoobegleiter an der Zookasse. Fragen wie: „Wie sieht die Bärenhöhle im Augsburger Zoo aus?“ „Wie verbringen Wüstenfüchse die kalte Jahreszeit?“ „Warum frieren die Enten und Schwäne auf den Teichen nicht fest?“ oder „Warum verbringen die Seehunde den ganzen Tag im kalten Wasser?“, werden Ihnen bei dieser Führung sicherlich beantwortet. Was ist an einem Wintermorgen bei geringen Temperaturen anders als an einem warmen Sommer-Tag? Die Tiere sind in den kalten Monaten viel neugieriger und genießen sichtlich die Ablenkung. Häufig sind sie auch aktiver. Viele kommen näher zu den Besuchern und man kann sie genauer beobachten. Die Erzählungen des Zoobegleiters über den Zooalltag und die tierischen Bewohner runden das Erlebnis „Zoo im Winter“ ab. Die Führung dauert etwa 2 Stunden und unter anderem wird durch Materialien wie Felle, Federn und Eier auch kindgerecht gestaltet. Danach gibt es optional in der Zoogaststätte das Weißwurstfrühstück inkl. dem dazugehörigen Weißbier, für Kinder natürlich ein Softgetränk. Bitte melden Sie sich jedoch unter 0821/567149-0 an. Die Kosten für Führung und Eintritt betragen für Erwachsene 10 EUR, für Kinder (3 bis 15 Jahre) 6,50 EUR. Jahreskarten und diverse Vergünstigungen werden beim Eintrittspreis berücksichtigt.

Zoo Osnabrück, 21.01.2012
Zoo Osnabrück hat 2012 tierisch viel vor!
beim Neujahrsempfang der Zoogesellschaft stellte Zoopräsident Reinhard Coppenrath die Zoopläne für 2012 vor. Die Höhepunkte des Zoojahres: Die Eröffnung des Affentempels und der Ausstellung Klimahöhlen sowie eine Dschungelnacht und eventuell ein Weihnachtsmarkt. 2011 war ein großartiges Jahr für den Zoo Osnabrück erstmals haben wir die eine-Million-Besucher-Marke geknackt. 2012 geht es spannend weiter: Im Mai eröffnen wir den Affentempel Angkor Wat, wo die asiatischen Schweinsaffen ein neues Zuhause bekommen. Im Sommer kommt unser neuer Zoodirektor Prof. Dr. Michael Böer und dann folgt die Eröffnung der Klimahöhlen, eine interaktive Ausstellung zum Klimawandel, schaut Zoopräsident Coppenrath ins neue Jahr voraus. Die starken Besucherzahlen haben sich positiv auf die finanzielle Situation des Zoos ausgewirkt: Mit einem Gewinn von fast eine Million Euro vor Abschreibungen können wir auch in dieser Hinsicht das erfolgreichste Jahr verzeichnen. Außerdem haben wir mit 22.000 Jahreskarten einen neuen Rekord aufgestellt. Zudem konnten wir die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Sparkassenstiftung und die Bingo-Umweltstiftung für die Förderung wichtiger Zooprojekte gewinnen können. Ohne die mittlerweile 140 Sponsoren des Zoos, die auch im letzten Jahr wieder fast eine Million Euro an Finanzmitteln und darüber hinaus Sachmittel bereit stellen, wäre der Betrieb unseres Zoos nicht machbar, erläuterte Schatzmeister Reinhard Sliwka. Allerdings habe der Zoo insbesondere mit Blick auf die hohen Investitionskosten diese positive Entwicklung auch benötigt. Generell fließe so gut wie jeder Cent, der übrig ist, in die Verbesserung der Gehege. Zurzeit laufen auch die Gespräche mit der Stadt, um die Finanzierung des Umbaus der Tigeranlage und der Orang-Utan-Anlage festzulegen. Hier sei geplant, die Gestaltung des neuen Affengeheges als Tempelruine bei den anderen asiatischen Tierhäuser fortzuführen und mehr Platz für die Tiere zu schaffen. Damit der Zoo die Gehegeverbesserungen schnell mit der Stadt finanzieren kann, ist die Überführung des Vereins in eine gemeinnützige GmbH (wie berichtet) im März sehr wichtig. Präsidiumsmitglied Karin Bruchhausen ist gespannt, wie der neue Zoodirektor Prof. Michael Böer ab Juli 2012 die Tierbeschäftigungsprogramme weiter ausbaut: „Mit Prof. Böer kommt ein auf diesem Gebiet sehr erfahrener Zoodirektor zu uns, der sicherlich noch viele neue Ideen hier umsetzen wird. Das wird sowohl für die Tiere als auch für die Besucher sehr spannend. Auch den Service will der Zoo weiter verbessern: „Im Servicebereich haben wir bereits 2011 große Anstrengungen unternommen und die hohen Kundenzufriedenheitswerte, die wir über die Kundenmanagementberatung buw consulting ermitteln konnten, zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Nun planen wir ein neues Bollerwagensystem, ein Stillhäuschen für Mütter und weitere Orientierungsschilder im Zoo, erläutert Präsidiumsbeisitzer Wolfgang Schenk. Vizepräsident Hans Cromme freut sich schon auf die Veranstaltungen im Zoo 2012: „Zunächst führen wir im Sommer wieder eine Dschungelnacht durch. Für den Winter bereiten wir gerade etwas ganz Besonderes vor: Einen Weihnachtsmarkt! Allerdings müssen wir noch prüfen, ob wir diesen wirklich finanziell stemmen können.“ Eine weitere Neuigkeit: Der Zoo übernehme ab diesem Jahr federführend die Planung der Zoolotterie, die bisher über einen externen Verlag lief. Das Zoojahr 2012 hat also wieder tierisch viel zu bieten.

Tiergarten Nürnberg, 23.01.2012
Umweltpreis für brasilianische Fischergenossenschaft
Zum ersten Mal in ihrer 20-jährigen Geschichte hat die am Tiergarten der Stadt Nürnberg ansässige Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha einen Umweltpreis verliehen. Mit dem Preis ist am Mittwoch, 18. Januar 2012, eine brasilianische Fischergenossenschaft in Praia Grande geehrt worden. Künftig soll die Auszeichnung jährlich vergeben werden. Dr. Camila Domit von der Föderalen Universität von Parana und Dr. Paulo Ott von der Staatlichen Universität von Rio Grande nahmen den Preis aus den Händen des ersten Vorsitzenden von Yaqu Pacha, Dr. Lorenzo von Fersen, dankend entgegen. Beide Wissenschaftler halten sich derzeit in Nürnberg auf, um mit Yaqu Pacha gemeinsame Artenschutzprojekte zu besprechen. In Brasilien arbeiten sie mit der Fischergemeinde zusammen. Der „Yaqu Pacha Umweltpreis“ ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2 000 Euro dotiert. Mit dem Preis zeichnet Yaqu Pacha Fischergemeinden aus, die sich für eine nachhaltige Fischerei und somit für den Artenschutz einsetzen. „Der Schutz von Fischereigründen, der Erhalt dieser wichtigen Lebensgrundlage sowie des gesamten Ökosystems ist eine wichtige Aufgabe für uns alle. Mit dem Preis wollen wir die Arbeit der Fischer würdigen und hoffen, dass auch andere diesem Beispiel folgen“, sagte von Fersen. Die Fischergenossenschaft von Praia Grande kooperiert seit einigen Jahren mit der Naturschutzgesellschaft „Biopesca“, die sich für den Schutz von Meerestieren einsetzt. Die Herausgabe eines lokalen Fischführers und ihre Bereitschaft, mit sogenannten reflektiven Fischernetzen den Beifang zu minimieren, waren für Yaqu Pacha entscheidende Kriterien, den Fischern von Praia Grande den Preis zu verleihen. Durch Bariumsulfat erhalten die Netze eine höhere Reflexivität: Sie spiegeln das Licht wider und helfen Delphinen so bei der Orientierung. Im Fanggebiet der Fischer kommt es besonders häufig vor, dass Tiere der stark gefährdeten La-Plata-Delphine in den Netzen als Beifang verenden.

Zoo Duisburg, 23.01.2012
50-köpfige Seelöwenkolonie zieht aus Mülheim in den Zoo Duisburg
„Huch, was machen denn die ganzen Seelöwen außerhalb ihres Geheges?“, wird sich bald mancher verdutzter Zoobesucher fragen, wenn ihn sein Rundgang zum Robbenrevier führt. Erst auf den zweiten Blick ist zu erkennen, dass es sich bei der Seelöwenkolonie nicht um lebendige Tiere sondern um lebensechte Skulpturen handelt. Diese Seelöwen-Skulpturen des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl sind nun vom Mülheimer Aquarius Wassermuseum der RWW in den Zoo Duisburg umgezogen. Im Jahr der Kulturhauptstadt bevölkerten ganze 300 dieser Seelöwen-Objekte den Aquarius-Vorplatz. Die begehbare Installation war zwei Wochen lang zu sehen und verwies auf einen neuen Ausstellungsbereich im Museum: Virtuelles Wasser. Für den Künstler Ottmar Hörl verkörpern Seelöwen ideal den Aspekt „Wasser“, denn Wasser ist ihr Lebenselement. Einen Teil der „Seelöwenkolonie“ hat die RWW dem Zoo Duisburg zur Verfügung gestellt. Der Bogenschlag vom Museum zum Zoo war nahe liegend: Beide Institutionen sind Profis in Sachen Wasser. Während das Wassermuseum seit 1992 auf interaktive Weise über das Thema Wasser aufklärt, ist der 1934 gegründete Zoo Duisburg seit Jahrzehnten führend in der Haltung wasserlebender Säugetiere und in der Aufbereitung von Beckenwasser. Nun haben 50 der Seelöwen-Objekte ihre neue Heimatstätte in direkter Nähe zu ihren lebendigen Artgenossen bezogen und bilden eine Bodenskulptur zum Durchschreiten und Berühren. Während man die lebendigen Seelöwen nicht streicheln darf, so kann man dies bei den lebensechten Skulpturen ausgiebig nachholen. „Ich freue mich, wenn Menschen über meine Installationen nachdenken, einen spielerischen Zugang zu ihnen bekommen, anfassen und ausprobieren“, so Hörl.Die Botschafter für das Thema „Virtuelles Wasser“ sind übrigens käuflich. Die limitierten Kunstwerke können zum Preis von 220 € an der Zookasse erworben werden.

Zoologischer Garten Berlin, 23.01.2012
Nachwuchs einer fast ausgestorbenen Tierart: Freude über ein Säbelantilopenkälbchen im Berliner Zoo!
Bei der nordafrikanischen Säbelantilope handelt es sich um eine Tierart, die in freier Wildbahn bereits ausgestorben ist. Lange Zeit suchte man vergeblich nach zerstreuten Restbeständen der hirschgroßen Wiederkäuer, die ehemals in kopfstarken Trupps dem seltenen Regen folgend bis weit hinein in die Sahara zogen. Doch spätestens zu Beginn dieses Jahrtausends war die Ausrottung der säbelförmig behörnten Antilopen zur Gewissheit geworden. Zuletzt war es die motorisierte Gewehrjagd, die den scheuen Halbwüstenbewohnern zum Verhängnis wurde. Allein der erfolgreichen Zucht in Zoos ist es zu verdanken, dass es dennoch nicht aussichtslos um den Fortbestand der Art bestellt ist. Auf vorbildhafte Weise sind beispielsweise in Marokko und Tunesien Wiedereinbürgerungsversuche, an denen sich auch der Berliner Zoo beteiligt hat, ins Leben gerufen worden. Ein Europäisches Erhaltungsprogramm steuert die Zuchtbemühungen in Menschenobhut.
Nicht nur in Anbetracht des naturrelevanten Hintergrundes freut man sich im Berliner Zoo sehr über den jüngsten Nachwuchs – ein am 28. November geborenes, männliches Kalb. Neugeborene Säbelantilopen gelten zwar als Laufjunge, die bereits nach wenigen Stunden ihrer Mutter folgen können, doch individuell ist der Wille, sich fortzubewegen, unterschiedlich stark ausgeprägt. Die meisten zoogeborenen Kälber bevorzugen in den ersten Wochen nach der Geburt das ruhige Lager im warmen Stall. Doch diese Zeit häufiger Rast ist nun verstrichen und das Jungtier ist nun täglich zusammen mit fünf weiteren Herdenmitgliedern im Freigehege zu beobachten. Von den übrigen Antilopen unterscheidet man den Jüngsten nicht nur durch seine geringere Körpergröße, auch verfügt er erst über kleine, ziegenartige Hornansätze, die erst ausgewachsen eine Länge von 1,2 m erreichen können.

Berlin, 23.01.2012
Akademie für die Hauptstadtzoos: Bildungsangebot für Tierfreunde sucht ehrenamtliche Dozenten
Seit einem Jahr besteht die Akademie Hauptstadtzoos, welche vom Förderverein vom Tierpark und Zoo e.V. ehrenamtlich organisiert wird. Die Akademie vermittelt seit 2011 erwachsenen Tierfreunden Informationen über den Tierpark- bzw. Zoo-Wegweiser hinaus und stellt ein Bildungsangebot zu Tieren, Natur, Artenschutz und der Arbeit der Hauptstadtzoos ein Bildungsangebot dar. Damit ist die Akademie Hauptstadtzoos einmalig in Deutschland. Bisher haben ca. 60 Teilnehmer das Bildungsangebot angenommen. Nun sucht die Akademie Hauptstadtzoos weitere Mitstreiter bzw. ehrenamtliche Dozenten, um das Angebot auszubauen. Menschen, die Erfahrungen in Bildungsarbeit in den Bereichen Tiere, Natur- und Artenschutz haben. Wenn Berlinerinnen und Berliner Lust haben, an der Umsetzung der Akademie Hauptstadtzoos mit eigenem Wissen beizutragen und eigene Fähigkeiten einbringen wollen, können diese sich melden. Gesucht werden Menschen, die im Semesterprogramm Vorlesungen halten zu verschiedenen Themen, wie z. B. Tiersystematik, Anatomie, Tierisches Verhalten u.v.m. „Ziel der Akademie ist es auch, eine neue Form der Teilhabe zu eröffnen, um Erfahrungen und Interessen in die Arbeit einfließen zu lassen und gleichzeitig dieses wieder anderen Menschen weiterzugeben. Dabei steht die Liebe zu den Hauptstadtzoos und die Tierliebe im Mittelpunkt.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. Interessierte können sich wenden an: Fördergemeinschaft von Tierpark und Zoo, Am Tierpark 125, 10319 Berlin, info@freunde-hauptstadtzoos.de, www.akademie-hauptstadtzoos.de.

Bergzoo Halle 24.01.2012
Vorverkauf für Valentinstag geht weiter
Sichern Sie sich jetzt Ihre Eintrittskarte für ein außergewöhnliches Erlebnis, wenn Sie für Ihre Liebste oder Ihren Liebsten zum Valentinstag einmal etwas ganz Besonderes suchen: Schenken Sie sich einen romantischen Abendrundgang im Zoo oder ein Candle Light Dinner im Raubtierhaus! Die Teilnehmerzahlen für beide Valentinsveranstaltungen sind begrenzt. Karten NUR im Vorverkauf im Zooladen am Haupteingang (Reilstraße)! Karten für den „Romantischen Abendrundgang im Zoo“ kosten 18 ¤ pro Person. Im Preis enthalten sind der Eintritt, ein Begrüßungsgetränk und eine Führung mit Fakten, Stories und Kuriositäten zu „Beziehungskisten“ im Tierreich. Fackeln und Kerzenschein sorgen für die passende romantische Stimmung. Der Rundgang dauert ca. 90 min. Eingeladen sind frisch Verliebte, gestandene Paare, eingefleischte Singles, überzeugte Junggesellen und alle anderen, die schon immer mal wissen wollten, wie das mit den tierischen Beziehungen ist. Treffpunkt für den Abendrundgang ist am 14.2.2012, 18:30 Uhr an der Zookasse Reilstraße. Karten für das „Candle Light Dinner“ sind für 60 ¤ pro Person erhältlich. Im Preis enthalten sind ein Vier-Gänge-Menü mit Zutaten aus kontrolliert, biologischer Landwirtschaft, ein Begrüßungsgetränk und stimmungsvolle Livemusik. Das Candle Light Dinner beginnt am 14.2.2012, 20 Uhr im Raubtierhaus. Eingeladen sind Paare, die sich bei einer stimmungsvollen Atmosphäre im Raubtierhaus von einem fantasievollen Menü kulinarisch verwöhnen lassen möchten. Die unmittelbare Nähe zu unseren Großkatzen wie Tiger, Löwe und Jaguar macht das Candle Light Dinner zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Bergzoo Halle 24.01.2012
Tiere beobachten im Winterzoo
Im halleschen Bergzoo einen derzeit milden Wintertag zu verbringen, Tiere zu beobachten die Natur zu genießen und zu entspannen, ist in dieser Jahreszeit gut für die Seele. Auf dem 9 Hektar großen Zoogelände leben derzeit 1.700 Tiere in 350 Arten. In den beheizten Tierhäusern, wie das Raubtierhaus, das Elefantenhaus, das Krokodilhaus und den drei Affenhäusern ist längeres Verweilen möglich, um die Tierarten ganz in Ruhe beobachten zu können. Gegen die Trägheit der Tiere im Winter, helfen die artbezogenen Tierbeschäftigungen, die die Tierpfleger ihren Schützlingen u.a. durch das Verstecken von Futter, z.B. im Stroh, für die Schimpansen, anbieten. Derzeit können die Zoobesucher die Fütterung (Tierbeschäftigung) von 13 Tierarten beobachten. Dazu zählen u.a. die Raubtiere, die Elefanten, die Pinguine, die Schimpansen- und Totenkopfaffen sowie die Seebären. Gute Laune verbreiten vor allem die 7 geselligen Erdmännchen, deren tägliche Fütterung (u.a. früh Obstteller, tagsüber Insekten) um 13:30 nicht verpasst werden sollte. Die durchschnittlich bis zu 750 Gramm leichten Kleinsäuger sind eine der kleinsten Mangustenart.

Natürlich enthielt diese Zoopresseschau auch Artikel über den Hellabrunner Elefanten Lola. Diese habe ich aber bereits in der letzten Woche vorgelegt. Zu lesen sind sie hier.

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