Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Tiergarten Schönbrunn Wien, 26.01.2012
TIERGARTEN FREUT SICH ÜBER BESUCHERPLUS
Der Tiergarten Schönbrunn hat im Jahr 2011 rund 2,4 Millionen Besucher angelockt, damit verzeichnete der älteste Zoo der Welt ein Plus von 5 Prozent. Wie beliebt der Tiergarten als Ausflugsziel und Naherholungsgebiet ist, spiegelt sich im Verkauf der rund 112.000 Jahreskarten wider – ebenfalls ein Zuwachs von fast 5 Prozent. „Die Tiere im Zoo sind Botschafter ihrer bedrohten Verwandten im Freiland. Unser Anliegen ist es, möglichst viele Menschen für die Welt der Tiere zu begeistern und ihr Bewusstsein für Natur- und Artenschutz zu fördern“, freut sich Tiergartendirektorin Dagmar Schratter über das erfolgreiche Jahr. „Der Tiergarten Schönbrunn ist ein wichtiges Aushängeschild des österreichischen Tourismus und eine unserer stärksten Marken. Durch unser ambitioniertes Ausbauprogramm machen wir den Besuch im Tiergarten noch attraktiver und schaffen die Basis für weitere Erfolge“, betont Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner als Eigentümervertreter der Schönbrunner Tiergartengesellschaft. Weltweit für Schlagzeilen sorgte der Tiergarten 2011 unter anderem mit der erfolgreichen Aufzucht der „Schmuggelpapageien“ aus Jamaika und der Welterstnachzucht des auf Borneo heimischen Winkerfrosches. Schratter: „Gerade für Touristen war auch die erneute Auszeichnung zum besten Zoo Europas ein Anreiz für einen Besuch. Wir hatten im Jahresdurchschnitt erstmals einen Touristenanteil von über 30 Prozent.“ Mit dem Rattenhaus, in dem Riesenhamster- und Riesenborkenratten zu sehen sind, und dem Walderfahrungsweg wurden im vergangenen Jahr zwei neue Attraktionen eröffnet. Auch so manch tierischer Nachwuchs entwickelte sich zum Besucherliebling. „Natürlich wollten viele die ersten Schritte des Pandanachwuchses Fu Hu miterleben. Auch die kleine Giraffe und der mittlerweile eineinhalb Jahre alte Elefantennachwuchs Tuluba ließen die Besucherherzen höher schlagen“, so Schratter. „Ein maßgeblicher Faktor für den Erfolg des Zoos ist aber das Wetter und das hat uns im Vorjahr verwöhnt.“ Einen neuen Publikumsmagneten soll es auch im heurigen Jahr geben. Ende April wird das generalsanierte historische Affenhaus wiedereröffnet, in das mehrere Kleinaffenarten einziehen werden. Erstmals werden dann im Tiergarten Schönbrunn Kaiserschnurrbarttamarine und Bärenstummel-Affen zu sehen sein.

Zoo Heidelberg, 26.01.2012
Hector – der neue heilige Affe im Zoo Heidelberg
Hector ist ein stattlicher, neunjähriger Hulman, kommt aus dem Zoo Ostrava (Tschechien) und lebt seit Anfang Dezember 2011 im Zoo Heidelberg. Hulmans werden in Indien auch als Hanuman-Languren bezeichnet, in Anlehnung an Ramas General Hanuman, der im indischen Nationalepos Ramayama eine wichtige Rolle spielt. Sie zählen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten Indiens. In vielen Tempelanlagen Indiens finden sich ganze Scharen dieser ausgesprochen schönen Affenart mit ihrem schwarzen Gesicht und dem silbrig-grauen Fell. Hulmans sind reine Pflanzenfresser und ihr Magen weist eine Besonderheit im Reich der Primaten auf: Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und ähnelt deshalb dem Magen der Wiederkäuer. Nachdem Erwin, der ehemalige Chef der Gruppe, im Mai letzten Jahres in hohem Alter verstarb, war der Zoo auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger, denn Hulmans leben bevorzugt in Harems- oder Einmanngruppen. Man sollte meinen, paradiesische Zustände für den sanften Hector, traf er doch im Zoo Heidelberg auf eine Hulmangruppe mit vier Weibchen und zwei kastrierten jungen Männchen. Allerdings verhielt sich der Haremstrupp anfangs recht kühl und reserviert. Geflissentlich ignorierten die Damen den schönen Hector, sie taten so, als sei er gar nicht da. Das Blatt hat sich für Hector inzwischen gewendet, denn die vier Hulman-Weibchen scheinen ihn zunehmend zu akzeptieren und sich an seiner Anwesenheit zu erfreuen. Dies erkennen die Tierpfleger unter anderem daran, dass Hector von den Weibchen immer öfter eine ausgiebige Körper- und Fellpflege erhält. Dieses „grooming“, wie der wissenschaftliche Begriff dazu lautet, stellt bei vielen Primaten eine wichtige soziale Komponente dar und spiegelt auch die Gruppenhierarchie wider. „Spätestens wenn die erste Hulman-Dame empfängnisbereit ist, sollte sich Hector als Chef in der Gruppe etabliert haben“, hofft Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo. „Über hübschen Hulman-Nachwuchs würde sich das Zoo-Team sehr freuen, denn es ist nun schon ein paar Jahre her, seit das letzte Hulman-Kind geboren wurde“. Die Hulman-Gruppe im Zoo Heidelberg lebt im „kleinen Affenhaus“, in dem auch Kaiserschnurrbarttamarine, Seidenäffchen, eine Gruppe Roloway-Meerkatzen und afrikanische Weißbauchigel untergebracht sind.

Erlebnis-Zoo Hannover, 26.01.2012
Nachwuchs bei den Chinesischen Muntjaks – Meister der Tarnung
Sie ist bildhübsch und doch völlig unauffällig. Neugierig und doch still. Sieht alles und wird selbst nicht gesehen: Der hervorragend getarnte Nachwuchs bei den Chinesischen Muntjaks im Erlebnis-Zoo Hannover macht Tierbeobachtung zum echten Suchspiel. Schon die ausgewachsenen Muntjaks sind bloß niedliche 40 cm hoch – ihr winziges Jungtier wog bei der Geburt nicht viel mehr als 500 Gramm. Die kleine Ella kam am 1. Dezember 2011 zur Welt und verbrachte die ersten Wochen mit ihrer Mutter Reevi im warmen Stall. Jetzt ist Ella groß genug, um die Himalaya-Anlage neben dem Dschungelpalast zu erobern. Das mittlerweile immerhin 1,5 kg leichte Kitz mit den großen dunklen Augen zwischen Grashalmen und Blättern auf der Himalaya-Anlage zu entdecken, ist gar nicht so leicht. Tipp: Am besten, man beobachtet Mutter Reevi, an deren Hufe sich Kitz Ella gerne hängt. Muntjaks gehören zu den kleinsten Hirschen der Welt. Sie sind recht urtümliche Hirsche. Die Männchen haben zwar schon ein einfaches Geweih, das auf sehr langen Rosenstöcken sitzt, aber gleichzeitig besitzen sie auch noch hauerartig ausgeprägte, lange Eckzähne im Oberkiefer. Ihren Spitznamen „Bellhirsche“ verdanken sie ihrem Warnruf. Bei Gefahr geben sie kläffende Laute von sich, die über weite Entfernungen zu hören sind. Die Muntjaks in Hannover: Mutter Reevi (8), Vater Khang (4), Kitz Ella (*1.12.2011). Im Erlebnis-Zoo Hannover leben die Muntjaks gemeinsam mit den Roten Pandas, den Katzenbären, auf der Himalaya-Anlage. Die Katzenbären Manni und Shana betrachten die Minihirsche gelassen aus den Wipfeln der Bäume, auf die sie sich gerne zurückziehen.

Tierpark Berlin, 26.01.2012
Seltenes Kaukasisches Zebu im Tierpark Berlin geboren
Das Kaukasische Zebu ist ein seltener Gast in Zoologischen Gärten. Neben dem Tierpark Berlin kann es europaweit nur noch im Tierpark Stralsund beobachtet werden. Umso größer ist in Berlin die Freude über den jüngsten Nachwuchs dieser seltenen Haustierrasse: Das am 14. Januar 2012 im Tierpark Berlin geborene Weibchen trägt den Namen „Lea“ und weicht seiner Mutter „Franka“ bei der Erkundung der großflächigen Anlage keinen Schritt von der Seite. Die Mutter sowie der Vater „Franz“ kamen im Jahr 2009 aus dem Tierpark Stralsund nach Berlin. Die kleine „Lea“ ist nicht nur leicht an der Größe zu erkennen, sie ist zudem das einzige Tier der siebenköpfigen Herde, mit einem hellbraunen Fell, während die übrigen Herdenmitglieder einfarbig schwarz gefärbt sind. Als nördlichster Vertreter der Zebus oder Buckelrinder bewohnt das Kaukasische Zebu die Kaukasusregion, wo es vorwiegend als Fleischlieferant und Arbeitstier vor Pflug und Wagen genutzt wird. Es ist ein kleines bis mittelgroßes Zebu mit einer Schulterhöhe von 130 cm. Das Gewicht der Männchen beträgt 350 kg, das der Weibchen bis zu 250 kg. Die Fellfarbe ist meist einfarbig rotbraun bis schwarz, teilweise auch gescheckt. Das Kaukasische Zebu ist ein zähes, winterhartes Tier, das wie alle anderen Hausrinder vom Ur oder Auerochsen abstammt. Heute ist es in seinem Herkunftsgebiet durch moderne Rinderrassen weitgehend verdrängt worden. Tierpark-Besucher können die kleine „Lea“ ab sofort unterhalb der Eisbärenanlage am Eingang des Kinderzoos beobachten.

Zoo Duisburg, 26.01.2012
Erste Geburt im neuen Jahr: es ist ein Gorilla!
Der Zoo Duisburg startet im neuen Jahr schon voll durch: die erste Geburt im neuen Jahr ist keine geringere als die eines gesunden Gorilla-Jungtieres! Die drei Gorilla-Jungtiere KIBURI, UZURI und SUWEDI dürfen sich über Verstärkung im Kindergarten freuen: ganz aufgeregt und gespannt schauen sie in Richtung des Neuzugangs in der Gruppe! Gorilla-Weibchen VIZURI hat ihrer Tochter UZURI vor 2 Wochen ein Geschwisterchen geschenkt, das Geschlecht ist noch unbekannt. Zu sehr drückt die Mutter ihren Schützling an die Brust, als dass die Pfleger im Zoo Duisburg das Geschlecht schon hätten ausmachen können. Die 16jährige VIZURI wurde 2008 erstmals Mutter und hatte sich als Erstgebärende erstaunlich gut um ihre Tochter gekümmert. Beim zweiten Jungtier gibt VIZURI bereits die erfahrene Mutter ab: sie liegt mit dem Baby an der Brust ruhig und entspannt im Innengehege. Wer allzu nahe herantritt oder vielleicht sogar versucht, am Baby zu zupfen, holt sich allerdings kleinere Ohrwatschen ab. Bis auf Tochter UZURI, die erstaunlicherweise an der nun wieder geöffneten Milchbar – der mütterlichen Brust – trinken darf. Scheinbar völlig unbeteiligt erlebt man den Gruppen-Macho, den 15jährigen prachtvollen Silberrücken MAPEMA. Er dürfte in absehbarer Zeit wieder damit zu tun haben, seine Chefrolle zu demonstrieren, denn mit der schwindenden Aufmerksamkeit seiner Frauen, die ja jetzt zum großen Teil ihren Jungtieren gilt, kommt er bisweilen schlecht zurecht: er haut dann ab und zu auf den Putz, trommelt in bester Gorilla-Manier auf seine Brust, und alles ist wieder gut…

Zoopark Erfurt, 27.01.2012
„Kleiner Drache“ im Zoopark zu sehen
Er ist noch klein, hat aber schon einen Bart. Und sowohl der Bart als auch der Neuzugang werden noch wachsen. Die Rede ist vom jüngst zugezogenen Chamäleon-Anolis. Wie? Was das ist? Die Antwort ist nicht ganz einfach. Der Kopf sieht aus wie vom Krokodil geklaut, nur viel kleiner. Der restliche Körper wird nach hinten immer schmaler und läuft in einem fast körperlangen Schwanz aus. Die deutschen Zweit- und Drittnamen geben jedoch wichtige Hinweise. Das Tier wird auch Kuba-Anolis genannt, denn es stammt aus Kuba und gehört zur Gruppe der Anolis. Und der Name „Falsches Chamäleon“ weist dann auf seine Besonderheiten hin. Dieser Anolis kann nämlich seine Körperfarbe ändern. Mal in reines Grau, dann wieder rindenfarbig grau-braun mit Sprenkeln. Und auch grau-grün ist mit in der Farbpalette. Damit er im tropischen Blattwerk nicht auffällt, bewegt er sich ganz langsam und manchmal wie ein Blatt wiegend. Wie ein echtes Chamäleon – und da er kein Chamäleon ist, kam der Trivialname „Falsches Chamäleon“ zustande. Für was der kleine Drache diese langsame Fortbewegungsweise braucht, lässt sich nur vermuten. Denn seine Hauptspeise besteht nur selten aus Insekten. Vorwiegend frisst er eigentlich Schnecken. In Anlehnung an das kleine Krokodil „Grisu“ (das immer Feuerwehrmann werden wollte), wurde der Anolis „Grisu“ getauft. Er ist eine Nachzucht aus dem Zoo Plzen und soll langfristig ein Weibchen bekommen. Übrigens: „Grisu“ sucht noch einen Paten, der die Futterkosten übernimmt. Denn Schnecken sind bekanntlich nicht so günstige Delikatessen. Auskünfte zur Patenschaft gibt es beim Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V unter info@zooparkfreunde.de oder 0361-7518833

Tiergarten Wien Schönbrunn, 30.01.2012
GIRAFFE ARUSHA VERSTORBEN
Traurige Nachricht aus dem Tiergarten Schönbrunn: Der männliche Giraffennachwuchs Arusha, der am 4. Juli 2011 in Schönbrunn das Licht der Welt erblickte, ist verstorben. Samstagfrüh fanden die Pfleger das Tier bei Dienstantritt leblos im Stall liegend. Am Tag zuvor zeigte der fast sieben Monate alte Arusha leichte Koliksymptome und Appetitlosigkeit. „Wir haben ihn umgehend fachtierärztlich behandelt, danach verbesserte sich sein Zustand“, erklärt Zootierarzt Thomas Voracek. Der Körper der Giraffe wird auf der Veterinärmedizinischen Universität bereits pathologisch untersucht. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass Arusha an einer akuten bakteriellen Darminfektion erkrankt war. Der Giraffenmutter geht es gut. Voracek: „Sie verhält sich unauffällig und frisst normal.“

Zoo Salzburg, 30.01.2012
Flohmarkt im Zoo Salzburg zugunsten einer Anlage für Pinguine
„Flohmarkt stöbern und Zoo besuchen“ ist das Motto am kommenden Sonntag im Salzburger Zoo. Bücher, Bilder, viel Nützliches und Schönes werden nicht nur aus dem Nachlass einer Stifterin sondern auch dank Sachspenden von Wüstenrot, Leiner und Spar auf dem Flohmarkt im Zoo zum Kauf angeboten! Alles zugunsten der Pinguine! – Der Erlös des Flohmarktes kommt einer Anlage für die sympathischen, „tierischen Frackträger“ zugute, die in rund 2 Jahren im Afrika-Bereich des Zoos gebaut wird! Alle Zoo-Besucher und Interessierten können am Sonntag, 5. Februar 2012 von 10 bis 15 Uhr, zum ermäßigten Eintrittspreis – Erwachsene € 4 und Kinder € 2 – den Zoo besuchen und auf „Schnäppchen-Jagd“ im Zoo Restaurant gehen.

Zoo-Aquarium Berlin, 30.01.2012
Nie wieder pfui Spinne! Dicke Weiber, dünne Männer und jede Menge Nachwuchs bei den Riesenradnetzspinnen im Zoo-Aquarium Berlin
Einer der ersten Nachzuchterfolge des noch jungen Jahres 2012 kommt aus dem Zoo-Aquarium Berlin: Bei den tropischen Riesenradnetzspinnen ( Nephila senegalensis ) öffnete sich am Montag, 29. Januar 2012 ein Kokon nach einer Entwicklung von rund 100 Tagen. Heraus kam eine ganze Schar kleiner Jungtiere. Schon die kleinen sind ziemliche Räuber und nehmen alles, was sie überwältigen können. In Menschenobhut bekommen sie mit Fruchtfliegen kleine Insekten als Futter. Der Name der Webspinnen, zu denen die Riesenradnetzspinnen gehören, ist Programm: Die Weibchen fertigen riesige Fangnetze an, in denen sich Beutetiere in den Klebefäden verheddern können. Die Fangfäden der Netze sind so stark, dass sich sogar Vögel bis Amselgröße darin verheddern können. Solch große Beute kann durchaus von den großen und dicken Weibchen überwältigt werden! Die weiblichen Riesenradnetzspinnen sind mit einer Kopf-Rumpflänge von bis zu sieben Centimeter beeindruckende Gestalten, werden doch die Männchen nur selten überhaupt neun Millimeter lang, also weniger als ein Zehntel. Auch der Hinterleib der Weibchen ist beeindruckend dick: Er enthält die Fortpflanzungsorgane. Sie können sich nur erfolgreich paaren, wenn das Weibchen gerade mit Beute beschäftigt ist. Überdies kommen auf ein Weibchen gut und gerne manchmal zehn Männchen. Die Zwergmännchen suchen schon die Netze der Weibchen auf, bevor diese fortpflanzungsfähig sind: Schnelligkeit ist ein biologisches Prinzip. Die Riesenradnetzspinnen, die über beinahe die gesamten Tropen verbreitet sind, sind auch als Seidenspinnen bekannt. Spinnfäden bestehen aus Seide. Diese ist wiederum ein Eiweiß. Sie werden am Hinterleib durch sechs verschiedene Spinnwarzen erzeugt. Das durchaus erlaubte Abkupfern von der Natur und die Anwendung für die Technik nennt man Bionik. Die Spinnfäden der Seidenspinne wecken die Begehrlichkeit des Menschen: Man hegt Hoffnungen, sie einmal als sehr elastische Operationsfäden zu verwenden, die man nicht mehr entfernen muss.

Zoo Osnabrück, 31.01.2012
Inventur im Zoo Osnabrück: 250 Jungtiere in 2011
Endlich! Die Tier-Inventur im Zoo Osnabrück ist geschafft! Am Schölerberg lebten am 31.12.11 2.921 Tiere aus 327 Arten. Was aber versteckt sich nun hinter diesen Zahlen? Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg interpretiert die Ergebnisse und freut sich über neue Rekorde in der Tierhaltung: „Noch nie gab es im Zoo Osnabrück eine derartige Säugetier-Vielfalt: Mit 88 Tierarten und knapp 600 Individuen vom Elefanten über Orang-Utan und Tüpfelhyäne bis zum Nacktmull zeigt der Zoo ein faszinierendes Arten-Spektrum aus der ganzen Welt. Noch nie waren im Zoo Osnabrück so viele Vögel, 505 Tiere aus 81 Arten, zu sehen, wobei natürlich „Mitesser“ wie Graureiher, wilde Störche und Enten nicht mitgezählt werden.“ Auch Graugans Bertas neuer Partner, ein wilder Kanada-Ganter, komme nicht in die Statistik, obwohl er zusammen mit Berta flauschigen Nachwuchs aufzieht. Apropos Nachwuchs: 2011 kamen 250 Jungtiere auf dem Schölerberg zur Welt, wovon 80 Prozent erfolgreich aufgezogen wurden. „So viele Geburten haben wir noch nie gezählt. In der freien Wildbahn kommen etwa zehn bis 20 Prozent des Nachwuchses auf, im geschützten Zoobereich natürlich viel, viel mehr“, berichtete Dr. Klomburg. Jungtiere wie Giraffenbabys, Affenkinder oder Flamingo-Küken lassen sich leicht erfassen, schwieriger wird es bei den wuseligen Zebramangusten und den flinken Säbelschnäblern. Hier verlieren selbst erfahrene Tierpfleger schon mal den Überblick. 141 Säugetierbabys und 91 Vogelküken erblickten das Licht der Welt, auch diese Zahlen toppen die seit 1985 geführte Statistik. Im gleichen Zeitraum verstarben 124 Tiere, etwa zur Hälfte Säugetiere und Vögel, darunter 50 Jungtiere im Alter unter vier Wochen. „Wenn ein Vogelküken am 3. Lebenstag aus dem Nest fällt, wird es natürlich statistisch erfasst. Die Tierpfleger stören bei der Aufzucht so wenig wie möglich und müssen manchmal feststellen, dass soeben registrierter Nachwuchs nach einer Woche einfach wieder verschwunden, sprich aufgefressen wurde.“ Den positiven tierischen Jahresabschluss führt die Zoodirektorin auf die neuen Anlagen, die hohe Qualität der tiergärtnerischen Zootierhaltung und die Professionalität der Tierpfleger zurück. „Wir haben einfach eine gute Mannschaft, die die Bedürfnisse ihrer Tiere genau kennt und erfüllen kann. Wenn es um das Wohlbefinden der Tiere geht, ziehen alle am gleichen Strang.“

Zoo Heidelberg, 31.01.2012
„Wir laden Groß und Klein zum Streicheln und zum Staunen ein…“ – Die Heidelberger Zooschule präsentiert ihr Jahresprogramm 2012
„Durch den frühen Start des Vorverkaufs sind wir ganz schnell mitten rein gerutscht ins neue Jahr“, so Dipl.-Biol. Nina Haink, organisatorische Leiterin der Zooschule. „Die Tickets für unsere Veranstaltungen 2012 sind bereits seit letztem Weihnachten an der Zookasse erhältlich – der Vorverkauf ist also in vollem Gange. Im Hinblick auf Naturschutz und Nachhaltigkeit haben wir einige bewährte Programme aktualisiert und den veränderten Gegebenheiten im Zoo angepasst. Aber es wird auch viel Neues geben. Auf jeden Fall haben wir ein spannendes Jahr vor uns und möchten Groß und Klein herzlich einladen, an unseren vielfältigen Veranstaltungen teilzunehmen!“ Den tierisch bunten Einstieg in die Saison übernimmt am 20. Februar der Zoo-Karneval. Die unterschiedlichsten „Kostüme“ der Tiere – vom gestreiften Zebrafell über das prächtige Federkleid des Pfaus bis hin zum Stachelgewand des Weißbauchigels – stehen bei der dreistündigen Veranstaltung im Mittelpunkt. Richtig frühlingshaft geht es dann sicher schon an Zoo-Ostern zu. Kamele, Waschbären und Elefanten freuen sich riesig über die leckeren Osternester, die ihnen die Kinder am Gründonnerstag basteln. Außerdem erfährt man natürlich noch jede Menge Wissenswertes über Eier und die Tiere, die sie legen. Neben Huhn, Küken und Osterhase haben hier z.B. auch Schlange und Tausendfüßler ihren Auftritt. Dann beginnen auch schon die Zoo-Ferien. Bei dieser Veranstaltung verbringen interessierte Kinder eine höchst abwechslungsreiche Fünf-Tage-Woche im Zoo. „Zusammen mit unserem engagierten Ranger-Team haben wir drei unterschiedliche Wochen gestaltet, damit die Kinder dreimal zu uns kommen können, ohne dass sich etwas wiederholt“, so Dipl.-Biol. Pamela Tröster, die die Zoo-Ferien bereits seit einigen Jahren erfolgreich betreut. Das Kernprogramm findet jeweils von 9:30 – 12:30 Uhr statt. Ganz nach Wunsch können zusätzlich Tickets für Zoo-hellwach (8:00 – 9:30 Uhr) sowie Zoo-Ferien Plus (12:30 – 16:30 Uhr) gekauft werden. Das beliebte Programm ist oft schon Wochen im Voraus ausgebucht. „Die Nachfrage ist wie üblich steigend“, freut sich Pamela Tröster. „2012 bieten wir jeweils zwei Wochen in den Oster- und Pfingstferien an. Dann folgen wie gewohnt sechs Wochen in den Sommerferien. Im Anschluss daran wird es, wie schon im vergangenen Jahr, noch eine Extra-Woche Zoo-Ferien für Schulanfänger geben. Zu guter Letzt wird dann noch eine Woche in den Herbstferien stattfinden.“ Auch für die abenteuerliche Übernachtung im Zoo werden wieder fünf Termine angeboten, vorzugsweise an Wochenenden. Das Zoo-Camp beginnt samstags um 17:00 Uhr und endet sonntags um 10:00 Uhr. Die kleinen Tierfreunde beobachten hier dämmerungs- und nachtaktive Tiere, sind dabei mit Nachtsichtgerät und Fledermausdetektor unterwegs und schlafen auf selbstgebauten Stroh-Betten. Als absolute Neuheit hat die Pädagogin der Zooschule Daniela Vogt zwei Workshops für Kinder ab acht Jahren entwickelt. Am 12. Mai wird es um den Regenwald und seine Bewohner gehen, am 18. Mai steht Asien im Vordergrund. Die Veranstaltung findet jeweils von 9:30 – 16:30 Uhr statt. Auf vielfachen Wunsch wird es am 26. Oktober endlich wieder ein Zoo-Halloween geben. Auch hier hat das Team der Zooschule das Konzept gründlich überarbeitet. Durften sich bisher nur die Kinder im dunklen Zoo gruseln, wird der Abend nun erstmals als Familienevent geplant. Im Herbst beginnt dann ebenfalls der Halbjahres-Kurs Zoo-Intensiv, bei dem die Kinder von Oktober bis März einmal pro Woche einen lehrreichen Nachmittag im Zoo verbringen. Und natürlich wird es wieder Aktive Wintertage geben, bei denen sich alles um die verschiedenen Überwinterungsstrategien der Tiere dreht. Neben den genannten festen Terminen kann man selbstverständlich jederzeit einen 90minütigen Erlebnisreichen Rundgang buchen – für Kindergartengruppen und Schulklassen, als Kindergeburtstag, Betriebs- oder Familienausflug mit Oma und Opa. Für Lehrer und Schüler gibt es mit dem themengebundenen Zoo-Unterricht noch zusätzliche Angebote. Die Zooranger, die die Gruppen durch den Tiergarten begleiten, verfügen nicht nur über fundierte Fachkenntnisse, sondern können zudem auf einen reichen Fundus an Naturmaterialien zurückgreifen, um ihre Ausführungen zu veranschaulichen. Je nach Programm haben die Teilnehmer auch direkten Tierkontakt. So darf beispielsweise bei dem Bildungstag im Zoo, einem Projekt für Schüler mit Behinderung, gestreichelt und gefüttert werden. Für alle, die nicht persönlich in den Tiergarten kommen können, bieten die Zoo-Schwärmer eine Alternative. Sie besuchen mit einigen ausgewählten Tieren Einrichtungen wie z.B. Kindergärten und Seniorenheime. Auch in der Heidelberger Kinderklinik sind sie bereits seit einigen Jahren regelmäßig vertreten und bieten den kleinen Patienten eine willkommene Ablenkung. Nähere Infos sowie den aktuellen Veranstaltungskalender gibt es auf der Website www.zooschule-heidelberg.de; eine ausführliche Beratung erhalten Sie außerdem zu den telefonischen Sprechzeiten MO + DO 14:00 – 16:00 Uhr und DI + MI 10:00 – 12:00 Uhr unter Tel.: 06221 – 3955713.

Thüringer Zoopark Erfurt, 31.01.2012
Winterferienführung im Zoopark
Ferienzeit – Zooparkzeit! Vom 06. bis 10. Februar 2012 kann man spannende und interessante Rundgänge im Zoo bzw. Aquarium unternehmen. Alle Führungen sind ohne zusätzlichen Aufpreis, es fällt lediglich der normale Eintrittspreis an. Der Treffpunkt ist täglich 14 Uhr am Zooplan vor der Löwensavanne bzw. an der Kasse des Aquariums am Nettelbeckufer 28 a. Tierinteressierte Kinder und Erwachsene sind herzlich eingeladen, Kurioses und Wissenswertes aus der Zooparkwelt zu erleben.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 01.02.2012
EIN KAISER LEBT NUN IN SCHÖNBRUNN
Eine neue Tierart ist in den Tiergarten Schönbrunn eingezogen: Kaiserschnurrbarttamarine. Schon allein vom Namen her passt diese auffällige Affenart sehr gut in den Zoo aus der Kaiserzeit. „Die beiden Krallenaffen, die derzeit im alten Südamerikahaus zu sehen sind, sind die ersten neuen Bewohner für das historische Affenhaus, das nach der Generalsanierung Ende April wieder eröffnet wird“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Männchen stammt aus dem polnischen Zoo Plock, das Weibchen aus dem Odense Zoo in Dänemark. Die nur rund 450 Gramm schweren Kaiserschnurrbarttamarine haben ein unverwechselbares Markenzeichen: ihren langen, weißen Schnurrbart. Ihr Name ist eine Anlehnung an den deutschen Kaiser Wilhelm II.. Der Bart dieser Affen zeigt eigentlich nach unten und nicht wie der des Kaisers nach oben. Da man die erst 1907 entdeckten Äffchen allerdings nur von erlegten Exemplaren kannte, zwirbelten die Museumspräparatoren den Bart der kaiserlichen Mode entsprechend fälschlicherweise nach oben. Der Irrtum wurde Jahre später entdeckt, der Name blieb. Die Heimat der Kaiserschnurrbarttamarine ist der tropische Regenwald Südamerikas. Schratter: „Auf ihrem Speiseplan stehen Früchte, Baumsäfte und Insekten, aber auch Vogeleier und kleine Wirbeltiere wie Echsen und Frösche. Bei ihren weiten Sprüngen durch die Bäume hilft ihnen ihr langer Schwanz bei der Balance.“ Die Affen verständigen sich durch schrille Schreie. Droht Gefahr, warnen sie sich gegenseitig. Zu ihren natürlichen Feinden zählen Großkatzen, Greifvögel und Schlangen. Die Hauptbedrohung geht jedoch von der Vernichtung ihres Lebensraumes aus. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

Tierpark Hagenbeck Hamburg, 01.02.2012
Hamburgs Touristenziel Nummer eins ist tierisch beliebt
Wir hatten schon immer die meisten Besucher von allen Freizeiteinrichtungen in Hamburg. Jetzt sind wir auch das Freizeitziel Nummer eins für Touristen in der Hansestadt. Das hat die erstmals 2011 durchgeführte Erfassung der Postleitzahlen ergeben. Im vergangenen Jahr haben fast 1,7 Millionen Menschen den Tierpark und das Tropen-Aquarium Hagenbeck besucht. Das entspricht einer Steigerung von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach dem extrem winterlichen Start und dem verregneten Sommer 2011 ein sehr gutes Ergebnis. Die Auswertung der an den Kassen durchgeführten Postleitzahlenerfassung ergab auch für uns ein überraschendes und beeindruckendes Ergebnis. Zwei Drittel der Besucher (67 Prozent oder knapp 1,2 Millionen) waren Tagestouristen, die nicht in Hamburg zu Hause sind. Damit haben diese Besucher Hagenbeck im vergangenen Jahr an die Spitze der Freizeit-Attraktionen in der Hansestadt gestellt. Kein anderer Touristenmagnet für Tagesausflüge hat so viele Menschen außerhalb Hamburgs angezogen. Hagenbeck hatte 2011 mehr Besuche, als alle Hamburger Museen verzeichnen konnten. „Über dieses Resultat freuen wir uns sehr“, kommentierte Tierpark-Chef Joachim Weinlig-Hagenbeck das Jahresergebnis. „Es zeigt einmal mehr, dass Hagenbeck einen nicht wegzudenkenden Besuchermagneten in der Hansestadt darstellt, der einen großen Beitrag leistet, die Zahl der touristischen Besuche in der Stadt zu steigern.“ Dem Abschluss 2012 sieht er mit Freude entgegen. Denn zu Ostern wird die Weltneuheit Eismeer eröffnet. Diese fantastische Attraktion dürfte deutlich mehr Besucher aus anderen Bundesländern, der Metropolregion und dem Ausland nach Hamburg ziehen.

Zoo Wilhelma Stuttgart, 01.02.2012
Nachwuchs bei den Weißhandgibbons: Kindersegen im Klettergarten
Auch wenn Kedua schon das neunte Jungtier der Weißhandgibbondame Domino ist, könnte sein indonesischer Name, welcher „Zweitgeborene/r“ bedeutet, nicht passender sein. Denn das Zweitgeborene ist Kedua derzeit tatsächlich. Seit dem 13. Dezember 2011 muss sich nämlich Narumol, Dominos 2010 geborener Sohn, die mütterliche Brust mit seinem kleinen Bruder Kedua teilen. Welches Geschlecht Kedua hat, bleibt vorerst noch sein Geheimnis – zu eng krallt sich das Gibbonbaby die ganze Zeit an den wärmenden Bauch von Mama Domino. Mit dem Nachwuchs hat diese jetzt alle Hände voll zu tun, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auch der 2010 geborene Narumol bekommt noch Muttermilch zu trinken und sucht ebenfalls immer wieder den schützenden Bauch von Domino auf. Kleiner, positiver Nebeneffekt: Bei den derzeitigen Minusgraden wird Kedua doppelt gewärmt. Für Narumol bedeutet diese Situation aber, dass er schneller selbstständig werden muss. Normalerweise werden Jungtiere bis zu einem Alter von zwei Jahren von der Mutter gesäugt, bleiben aber meist noch bis zur Geschlechtsreife im Alter von rund acht Jahren im Familienverband. Dieser besteht aus einem monogam lebenden Gibbonpaar und seinen Nachkommen. In der Wilhelma sind dies die Eltern Domino und Porgy, ihre Jüngsten Kedua und Narumol sowie die bereits halbstarken Söhne Manis und Jambie. Diese beiden sind auch das beste Beispiel dafür, dass für die erfahrene Domino die gleichzeitige Betreuung von zwei Jungtieren kein Problem ist. Denn auch der 2007 geborene Manis ist nur knapp zehn Monate älter als Bruder Jambie. Neben der rasanten Fortbewegungsweise der Gibbons – sie bewegen sich mit Hilfe ihrer langen Arme meist hangelnd und schwingend durch den künstlichen Kletterwald – ist vor allem ihre Fellfarbe interessant. Denn diese kann stark variieren: von schwarz über braun bis hin zu sandfarben. Während Gibbonmutter Domino und Narumol „blond“ sind, trägt Kedua, genau wie sein Vater und die beiden älteren Brüder, ein schwarzes Fell. Nur die Hände sind bei allen Weißhandgibbons hell, wie der Name schon sagt, auch bei schwarzen Tieren. Über das Geschlecht verrät die Fellfarbe also nichts. Was die wenigsten Menschen wissen: Gibbons werden gemeinhin zu den Menschenaffen gezählt. Mit ihren großen Verwandten – Gorilla, Orang-Utan und Co. – verbindet sie der Körperbau und vor allem das Fehlen eines Schwanzes. Neben dem Schwinghangeln durch die Baumwipfel können sich Gibbons auch auf zwei Beinen laufend fortbewegen. Nur meiden sie den Boden in der Regel und springen lieber, in bis zu zwölf Meter weiten Sätzen, von Ast zu Ast.
Weißhandgibbons sind in ihren natürlichen, ostasiatischen Lebensräumen bislang noch nicht selten. Ihre Bestände nehmen aber ständig ab, vor allem durch Jagd und Lebensraumzerstörung. Zumindest aus dem südlichen China ist die Art daher bereits verschwunden.

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Duisburg, Erfurt, Hagenbeck, Hannover, Heidelberg, Osnabrück, Salzburg, Wien, Wilhelma, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.