Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Tiergarten Schönbrunn Wien, 09.02.2012
TIEFKÜHLSNACK FÜR ORANG-UTANS
Obwohl die Bäume derzeit kahl und schneebedeckt sind, lassen sich die Orang-Utans im Tiergarten Schönbrunn ein- bis zweimal in der Woche frische Zweige und grüne Blätter schmecken. Denn erstmals wurden Eichen-, Ahorn- und Eschenblätter sowie Blätter heimischer Sträucher für die Affen tiefgefroren. „Im Sommer haben die Tierpfleger in Kooperation mit dem Forstamt der Stadt Wien kleine Zweige im Bereich des Wienerwaldes abgeschnitten, zerkleinert und in einer riesigen Tiefkühltruhe im Zoo eingefroren. So müssen die Affen auch im Winter nicht auf den beliebten Snack verzichten“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Im Sommer stehen frische Zweige täglich am Speiseplan der vier Schönbrunner Orang-Utans. Auch in ihrer Heimat Borneo zählt Laub zur Hauptmahlzeit der Menschenaffen. Zwar sind Blätter und Zweige im Vergleich zu süßem Obst eher Diätfutter, sie bieten aber auch eine willkommene Beschäftigung. Schratter: „Die Tierpfleger verteilen die Zweige in der gesamten Innenanlage, damit die Affen diese suchen müssen. Unser Männchen Vladimir stibitzt meist gleich einen ganzen Bund an Zweigen, Nonja hingegen kaut die Blätter ganz genüsslich.“ Abends benützen die Orang-Utans die Zweige auch, um sich damit, wie im Freiland, gemütliche Schlafnester zu bauen.

Zoo Heidelberg, 09.02.2012
In der Kälte lässt es sich gut kuscheln
Seit zwei Wochen hat uns die Kälte voll im Griff. Aber was machen die Tiere im Zoo, wenn Sie weder eine heiße Tasse Kakao haben, noch Mütze und Schal? Die meisten Tiere kommen mit den Temperaturen erstaunlich gut durch den Tag. Und so wird auch für den Zoobesucher die Kälte sicherlich nicht zum Nachteil, denn für einen schönen Spaziergang mit Aufwärmen zwischendurch in den Tierhäusern ist der Zoo jetzt im Winter und während der Faschingsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen Präriehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben. Die Kamele haben sich bereits im Herbst ein schönes und dickes Fell zugelegt und die Mähnenrobben nutzen die angenehme Temperatur ihres Wasserbeckens, um sich aufzuwärmen. Einzig die Menschenaffen sind bei diesen Temperaturen ausschließlich im Haus anzutreffen. Die Tiere des Afrikahauses wie Zebras und Kudus sind stundenweise im Freien. Auch die vier Elefantenbullen nutzen für einige Stunden Ihre Außenanlage, sind aber öfter in ihrem komfortablen Haus ganz nah zu erleben. Andere kälteempfindliche Tiere, wie zum Beispiel die Kängurus oder zahlreiche Vogelarten des Zoos, sind „auf Durchgang“. Das heißt, sie können zwischen ihrem Innen- und Außengehege frei wählen und sich in ihren Häusern wann immer sie möchten aufwärmen. Es gibt aber auch noch andere Strategien. So lassen sich die Roten Pandas ihre Paarungszeit von den klirrenden Temperaturen nicht vermiesen – ganz im Gegenteil. Ganz nach der Devise „Kuscheln gegen die Kälte“ sieht man sie in wärmender Umarmung im Geäst sitzen.

Bergzoo Halle, 09.02.2012
Elefant pro Känguru im halleschen Bergzoo – Wie kann ein Elefant einem Känguru helfen?
Im halleschen Bergzoo ist das ganz einfach: Mit einer Tierpatenschaft für einen Dickhäuter, der Jahresbeitrag beträgt 2.500 Euro, wird der Bau einer Känguru-Emu-Anlage mitfinanziert. Die Wohnungsgenossenschaft „Bauverein Halle & Leuna eG“ möchte sich an der Ausgestaltung des Zoos beteiligen und übernimmt die Patenschaft für die 26jährige Elefantenkuh „Bibi“. Eines der größten und somit teuersten Tiere auf der Patentierliste wird unterstützt, damit eine neue Anlage als Projekt des Zoo-Fördervereins entstehen kann, in der sich ab Sommer 2012 Bennett-Kängurus und Emus besonders wohl fühlen sollen.

Zoo Berlin, 09.02.2012
Drei Jungtiere an einem Tag: Antilopen-Hausgeburten im Berliner Zoo
Das traditionsreiche Antilopenhaus, das älteste Tierhaus des Berliner Zoos, war am 7. Februar die Geburtsstätte von gleich drei seltenen Litschi-Wasserböcken. Allerdings handelt es sich bei den zwei weiblichen und dem männlichen Kalb nur um Halbgeschwister, die lediglich denselben Vater jedoch drei verschiedene Mütter haben. Ob ihre Zeugung gleichfalls auf einen Tag fiel, konnte auch anhand der Aufzeichnung der Paarungsaktivitäten vor knapp 8 Monaten nicht geklärt werden. Die in Berlin gehaltene Unterart, der Kafue-Litschi-Wasserbock, gilt in seiner afrikanischen Heimat als gefährdet. Die Paarhufer, die aufgrund ihrer Lebensweise auch als Moorantilopen bezeichnet werden, leben ausschließlich in den Überschwemmungsauen des Kafue-Flusses in Sambia. Hier konkurrieren sie unter anderem mit den Weidetieren der einheimischen Bevölkerung um Nahrungsgründe, weshalb ihre Zukunft ungewiss bleibt. In zoologischen Gärten findet man die Litschi-Moorantilopen selten. Auch deutschlandweit sieht man ihre Artgenossen nur in vier wissenschaftlich geleiteten zoologischen Einrichtungen und alle Individuen werden in einem europäischen Zuchtbuch registriert. Neben den drei Jüngsten besteht die 10köpfige Berliner Herde derzeit aus fünf erwachsenen Weibchen, einem weiblichen Jungtier des Jahres 2011 und einem Männchen. Im 140jährigen Antilopenhaus leben sie in Nachbarschaft von Sitatunga-Sumpfantilopen, Defassa-Wasserböcken und Netzgiraffen. Alle Hausinsassen lassen sich derzeit aus nächster Nähe beobachten; denn aufgrund der winterlichen Außenbedingungen muss ihnen der Freigang momentan verwährt werden – aber hinaus an die frische Luft wollen die Afrikaner zurzeit auch gar nicht. Insbesondere die Neugeborenen werden in den nächsten Wochen nach Abliegersitte sowieso die meiste Zeit im warmen Lager ruhen, bevor sie mehr und mehr ihren Müttern folgen werden. Gemeinsam mit uns warten sie auf wärmere Zeiten.

Zoo Osnabrück, 10.02.2012
Eine neue Mutter für Schimpansenbaby „Nayla“ – Adoption im Schimpansenhaus des Osnabrücker Zoos
Die Tierpfleger bemerkten am Sonntagmorgen, dass die 17jährige Schimpansenfrau Vakanga ihr Junges entbunden hatte. Allerdings kümmerte sich nicht die Mutter um das Kleine, sondern der 8jährige Schimpansenjunge Kume. Anscheinend hatte die Mutter das Kleine weg gegeben. „Kume kümmerte sich rührend um das Baby, trug es mit sich rum, putzte es und steckte ihm ab und zu den Finger in den Mund – zur Beruhigung“, erinnerte sich Tierpfleger Wolfgang Festl. Das Team aus Tierpflegern, Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg und Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder griff zunächst nicht ein. „Wir hatten die Hoffnung, dass die Mutter doch noch ihr Kleines annimmt. Grundsätzlich haben Jungtiere ein enormes Energiedepot, sodass sie, wenn man sie warm hält, einige Tage ohne Nahrung überleben können“, erläuterte Dr. Klomburg das Vorgehen. Erst am dritten Tag – die Tierpfleger hatten inzwischen das Baby einmal füttern können – nahm Schimpansenweibchen Vanessa den Nachwuchs an sich. Da sie selbst noch ein zweijähriges Jungtier hat, konnte sie das Baby auch säugen. Vanessa kümmert sich nun wie die eigene Mutter um die kleine Nayla, wie die Tierpfleger das Schimpansenmädchen nannten.

Sea Life Berlin, 10.02.2012
Sinnbild der Treue: Seepferdchen im Sea Life von Amors Pfeil getroffen
Rechtzeitig zum Valentinstag zeigen sie uns, wie schön Liebe ist: die Seepferdchen im Sea Life. Diese außergewöhnlich anmutigen Tiere zelebrieren die großen Gefühle wie kaum ein anderer. Seepferdchen gelten als monogam, suchen bereits in der Frühe beim ersten Sonnenstrahl die Nähe zueinander und haben keinen Sinn für die klassische Rollenverteilung. Hier trägt nämlich das Männchen die Jungen aus und das Weibchen freut sich über seinen kugelrunden Partner. Vorbildlich wie sich hier die Seepferdchen namens Sam und Annie hegen und pflegen: Seepferdchen führen dauerhafte Beziehungen zu ihren Partnern und gehen stets gemeinsam durch dick und dünn – und das darf ruhig wörtlich genommen werden. Schwer zu glauben, aber wahr: Bei den Seepferdchen bekommen die Männer die Babys. Die Weibchen legen ihre Eier in die Bruttasche der Männchen, welche den Nachwuchs ausbrüten. Je nach Art werden die Jungen nach drei bis fünf Wochen von den Männchen unter Wehen geboren. Über putzigen Nachwuchs freut sich derzeit das Sea Life Großaquarium in Berlin. „Seepferdchen stellen hohe Ansprüche an Pflege und Wasserqualität und sind deshalb auch sehr schwer zu züchten. Umso mehr freuen wir uns über die kleinen Racker, die uns jetzt mächtig auf Trab halten“, erklärt Sandra Schmalzried, General Managerin AquaDom & Sea Life Berlin.

Tiergarten Nürnberg, 13.02.2012
Der „Kleine Adler“ kehrt in den Tiergarten zurück
Nach eine dreijährigen Pause während der Bauzeit Delphinlagune kam die bei Jung und Alt beliebte Kleinbahn „Adler“ am heutigen Montag, 13. Februar 2012, zurück in den Tiergarten der Stadt Nürnberg. Die maßstabsgetreue 1:2-Nachbildung der ersten deutschen Eisenbahn, die 1835 von Nürnberg nach Fürth fuhr, wurde 1963/64 von der Lehrlingswerkstatt der Firma MAN gefertigt. Auszubildende der MAN Truck & Bus AG in Nürnberg übernahmen auch 2011/12 wieder die technische Überholung der eigens für den Tiergarten Nürnberg angefertigten Kleinbahn. Die Bahn hat eine Spurweite von 600mm und verfügt über einen biodieselhydraulischen Antrieb von 92 PS. Nachdem der „Kleine Adler“ auf die Gleise gesetzt wurde, übergab Jürgen Schlerf, Personalleiter der MAN Truck & Bus AG am Standort Nürnberg, zusammen mit MAN-Ausbildungsmeister Robert Jaschke symbolisch die Schlüssel an Tiergartendirektor Dr. Dag Encke. Die Kleinbahn wird den Tiergartenbesuchern ab den Osterferien 2012 wieder zur Verfügung stehen. Bis dahin wird die neu verlegte Trasse einjustiert und sicherheitstechnisch geprüft. Die mehr als zwei Kilometer lange Trasse führt entlang des Giraffengeheges, unterhalb der Delphinlagune vorbei bis hin zum Kinderzoo – und natürlich auch wieder zurück.

Zoologischer Garten Berlin, 13.02.2012
Schlupf der ersten Küken zweier seltener Gänsearten im Berliner Zoo!
Während der Winter den heimischen Vögeln das Leben erschwert, hat die Brutsaison karibischer und pazifischer Gänsevögel mitten in Berlin bereits begonnen, so schlüpften im Berliner Zoo zwischen dem 26. Januar und 8. Februar insgesamt 8 nur etwa 40 g schwere Kubapfeifgänse sowie schon am 12. Januar die erste Hawaiigans. In der Gruppe der kleinen Gänseküken wirkt letztere aufgrund ihrer überlegenen Größe schon fast mütterlich und animiert den Rest der elternlos im Brutapparat geschlüpften Nestflüchter zum selbständigen Fressen. Die Hawaiigans, die Mitte des letzten Jahrhunderts in freier Wildbahn schon fast ausgestorben war, verdankt ihren Fortbestand einzig der Vermehrung in Menschenobhut. Seit 1960 wurden mehrere Tausend in Menschenhand gezüchtete Junggänse auf verschiedenen hawaiiianischen Inseln ausgewildert, sodass der Bestand von nur noch 30 verbliebenen Individuen mittlerweile wieder auf etwa 1000 brutfähige Freilandvögel angewachsen ist. Der Berliner Zoo, in dem man die ersten Artvertreter bereits 1849 halten konnte, hatte an der Vermehrung der seltensten Gans einen nennenswerten Anteil. Auch die Bestände der Kubapfeifgänse gelten auf vielen Inseln der Karibik als bedroht. Ihren Einzug in Berlin hielten sie 1872 und seit der darauf folgenden Jahrhundertwende wurden sie hier auch erfolgreich gezüchtet. Da wir auf heimische Entenküken wohl noch einige Zeit warten müssen, werden wir vorerst mit den exotischen Vorfrühlingsboten vorlieb nehmen müssen.

Tiergarten Wien Schönbrunn, 14.02.2012
TIERISCHER FASCHINGSSPASS
Ein buntes Faschingsfest für die ganze Familie findet am kommenden Sonntag, den 19. Februar ab 13 Uhr, im Tiergarten Schönbrunn statt. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter freut sich auf viele Kinder, die sich an diesem Tag in ihre Lieblingstiere verwandeln. „Im vorigen Jahr waren Kinder zum Beispiel als Kraken, Tiger oder Bären verkleidet. Ich bin schon gespannt, mit welchen kreativen Kostümen sie heuer unseren Zootieren Konkurrenz machen werden“, so die Tiergartendirektorin. Für alle Kinder, denen die passende Verkleidung noch fehlt, gibt es ab 13.00 Uhr im Elefantenpark eine Schmink- und Bastelstation. Hier können sich die jungen Zoobesucher als Tiger, Panda oder Schmetterling schminken lassen und tierische Masken basteln. Danach geht es weiter zum Faschingsumzug durch den Zoo, bei dem die Verkleidungen und Masken präsentiert werden. Für die besten Kostüme gibt es einen Preis, für die hungrigen Faschingsnarren Krapfen und Kinderpunsch.

Tiergarten Nürnberg, 14.02.2012
Fasching im Tiergarten
Der Fasching hält im Tiergarten der Stadt Nürnberg Einzug. Alle kostümierten Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre, die als Löwen, Tiger, Marienkäfer oder anderen Tiermasken am Rosenmontag, 20. Februar 2012, oder am Faschingsdienstag, 21. Februar 2012, in den Tiergarten kommen, erhalten freien Eintritt.

Erlebniszoo Hannover, 14.02.2012
Rollend von Afrika nach Australien
Erna Bönig besucht gerne den Zoo, am liebsten mit ihrer Tochter, ihrer Enkelin und ihrem Urenkel Maximilian. Gemeinsam erkunden die vier Generationen bis zu zehnmal im Jahr den 22 Hektar großen Zoo. Der stete fünfte Begleiter im Bunde ist ein Rollstuhl der Firma Ottobock Health Care, den sich die vier im Service-Center des Zoos leihen. Immerhin wird Erna Bönig im April 100 Jahre alt, da darf ein bisschen Reise-Komfort schon sein. Am Valentinstag übergab das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock dem Zoo weitere zehn Rollstühle für den Verleih, damit alle Besucher, die nicht ganz so gut zu Fuß sind, komfortabel von Afrika nach Australien reisen können. Für Ottobock eine Herzensangelegenheit. „Der kostenlose Rollstuhlverleih ist ein tolles Serviceangebot für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, das wir gern unterstützen“, sagte Karsten Ley, Leiter der Unternehmenskommunikation von Ottobock. Zoodirektor Frank Werner ergänzte: Wir freuen uns sehr über die Unterstützung des international bekannten Medizintechnik-Unternehmens Ottobock. Der Weg durch den Zoo ist insgesamt 4,6 Kilometer lang. Die Rollstühle sind hier 365 Tage im Jahr im Einsatz und kommen bei unseren Gästen sehr gut an.“ Für den Zoo hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Duderstadt eigens eine „Edition Zoo“ seiner Modellserie ‚Start‘ aufgelegt. Was diese Rollstühle von anderen Exemplaren ihrer Gattung unterscheidet, sind die Tiermotive auf den Reifenscheiben. Die erste Testfahrt in einem der neuen Rollstühle absolvierte Erna Bönig, betreut von ihrem Mehr-Generationen-Team. Die Fahrt am Valentinstag ging in die Kanadalandschaft Yukon Bay zu einem Rendezvous mit den Eisbären. Am Ende der langen Rampe hinab in die Unterwasserwelt warteten Arktos und Nanuq direkt hinter den Panorama-Scheiben, an die Heike Stucke (64) ihre Mutter bequem schob. „Der Rollstuhlverleih im Zoo ist super“, meinte Enkelin Christina Endres (38), „die Mitarbeiter sind sehr freundlich und erklären genau, wie der Rollstuhl zu bedienen ist.“ Urenkel Maximilian (3) findet die Rollstühle sowieso klasse, weil er ab und zu auf dem Schoß seiner Uroma mitfahren darf. Ottobock hat seine Unternehmenszentrale im südniedersächsischen Duderstadt und produziert in Königsee/Thüringen eine breite Palette manuell und elektrisch betriebener Rollstühle, die individuell an die Bedürfnisse der Fahrer angepasst werden können. Die manuellen Rollstühle der „Start-Reihe“ sind besonders robust, einfach zu handhaben und somit auch für ungeübte Fahrer geeignet. Für ihren Einsatz im Erlebnis-Zoo Hannover wurden sie in einer speziellen Edition mit bananengelbem Rahmen sowie beidseitig bedruckten Seiten- und Speichenteilen in Tiermotiven aufgelegt. Mit der Gestaltung wurden die Designer Philipp Creutz und Jan Skola von Ottobock betraut, denen die ungewöhnliche Aufgabe tierisch viel Spaß bereitet hat. Die Rollstühle können im Service-Center des Erlebnis-Zoos ausgeliehen werden. Vorbestellungen und weitere Informationen unter 0511 – 280 74 163.

Zoologischer Garten und Tierpark Friedrichsfelde Berlin, 14.02.2012
Berlin eiskalt: Der Sommer startet in den Hauptstadtzoos – Kartenverkauf für Sommerevents im Tierpark und im Zoo beginnt
In diesem Jahr finden in den Hauptstadtzoos mehrere große Sommerveranstaltungen statt, für welche der Vorverkauf jetzt beginnt. Karten für alle Veranstaltungen in allen Vorverkaufskassen und unter Tel. 51 53 14 07 und info@freunde-hauptstadtzoos.de erhältlich. Die Sommerevents werden vom Förderverein der Hauptstadtzoos organisiert. Die Einnahmen fließen in die Förderung von Tierpark und Zoo.

Zoo Wilhelma Stuttgart, 15.02.2012
Seltene Buntbarsche aus Madagaskar: Die Fische von der Gewürzinsel
Der Wissenschaft sind sie seit 1868 bekannt, in den Aquarien sind sie bis heute aber eher selten zu sehen: Madagaskar-Buntbarsche. Im Aquarium der Wilhelma ist jetzt eine Gruppe dieser wunderschönen Fische zu bewundern. Die Familie der Buntbarsche zählt mit über 1700 Arten zu den größten Fischfamilien weltweit. Ihre Vertreter leben ausschließlich im Süßwasser, viele davon sind beliebte Aquarien- und/oder begehrte Speisefische. Die meisten sind zudem recht robust und – Nomen est Omen – attraktiv gefärbt. Madagaskar-Buntbarsche (Paratilapia polleni) sind Endemiten, das heißt sie kommen nur auf Madagaskar vor. Sie sind dort einerseits geschätzter Bestandteil der heimischen Küche, andererseits gilt die Art durch Beeinträchtigung des Lebensraumes als gefährdet. Da diese Barsche recht groß werden – Männchen bis zu 30 Zentimeter, Weibchen bleiben etwas kleiner – und nicht so bunt wie ihre afrikanischen und südamerikanischen Verwandten, sind sie bislang in der Aquaristik nicht so weit verbreitet wie diese. Dabei sind die tiefschwarzen Tiere mit ihren leuchtend weißen Flecken, der goldschimmernden Iris und der gelbgesäumten Rückenflosse überaus beeindruckende Erscheinungen. Mit geübtem Auge lassen sich auch die Geschlechter unterscheiden: Die Männchen entwickeln mit zunehmendem Alter einen Stirnbuckel und haben etwas länger ausgezogene Flossen. Die Madagaskar-Buntbarsche in der Wilhelma sind allerdings keine echten Madagassen, sondern Nachzuchten aus dem Zoo Wuppertal. Zwar kamen sie bereits Ende 2007 nach Stuttgart, doch die ersten Jahre haben sie hinter den Kulissen verbracht, um erst einmal zu ordentlichen Fischen heranzuwachsen. Jetzt wurde ihnen im Schaubereich ein eigenes Becken eingerichtet: Wie in freier Natur stehen sie dort ruhig zwischen Wurzelwerk, und ein Paar hat sich auch bereits eine Ecke als Laichablageplatz reserviert. Vielleicht gibt es in diesem Jahr ja dann junge Madagaskar-Buntbarsche am Neckar …

Allwetterzoo Münster, 15.02.2012
Zimmer mit Aussicht: Das neue Löwen-Luxus-Domizil im Allwetterzoo ist fertig!
Noch gegen Ende des letzten Jahres versprühte das Löwenhaus im Allwetterzoo Münster den Charme der 1970er Jahre. Das ist nun vorbei! Wer dieses Tierhaus heute betritt, kann nur noch staunen: Glasscheiben von der Decke bis zum Boden geben den Blick frei auf warm und harmonisch gestaltete Innenräume. Die Wände wurden mit Holz verkleidet oder bemalt und verbergen die alten „Badezimmerfliesen“. Eine dicke Eichenhäckselschicht bedeckt den Fußboden, riesige Baumscheiben laden die Löwen zur Siesta ein und moderne Deckenheizungen produzieren afrikanische Wärme. Das Beste aber ist, dass die Löwen nun mehr als doppelt so viel Platz haben. Und sie haben sogar ein „Zimmer mit Aussicht“, durch das sie ihre Nachbarn, die wuseligen Degus und die zierlichen Goldkatzen, sehen können. Als erstes war die kleinere der beiden neuen Anlagen bezugsfertig und konnte von den Löwen in Besitz genommen werden. Zur Premiere zeigten sich die Tiere recht forsch: Löwenmann Jarah riss mit den Zähnen gleich zwei dünne Elektrodrähte ab, die innen vor den Scheiben verlaufen. Mit diesen soll verhindert werden, dass die Tiere gegen die Scheiben springen, wenn sie gereizt werden. Anscheinend haben die geringen Stromstöße dem Löwenmann nichts ausgemacht. Die Drähte wurden am nächsten Morgen neu gespannt, doch nun legten die Zoohandwerker ein Metallgitter unter die Eichenhäcksel vor der Scheibe. Zeta berührte den Draht, bekam einen leichten Schlag, erschrak – und Tochter Tahama fauchte den Draht an. Seitdem meiden die Löwen den unmittelbaren Kontakt mit der Scheibe. So wie die ersten Besucher vor den für die Tiere ungewohnten Glasscheiben standen, begutachteten die Löwen die Menschen äußerst interessiert. Vor allem kleine Kinder und Hunde scheinen ihnen gut zu gefallen, passen sie doch optimal ins „Beuteschema“. Doch nach den Erfahrungen, die die Löwen mit dem Stromdraht gemacht hatten, rennen sie nun nicht mehr im Galopp zur Scheibe. „Zum Glück“, meint Zoodirektor Jörg Adler. „Stellen Sie sich vor, Sie gehen ahnungslos in unser Löwenhaus, kennen noch nicht die neuen Scheiben – und Jarah steht vor Ihnen!“ Die Reaktionen der Zoobesucher auf das neue Löwendomizil sind einhellig: „Es ist wunderschön geworden, wie ein völlig neues Tierhaus“. Die großen Raubkatzen so nah und auf Augenhöhe betrachten zu können, ist aber auch ein tolles Erlebnis!

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Halle, Hannover, Heidelberg, Münster, Nürnberg, Osnabrück, Sea Life, Stuttgart, Wien abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen