Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Tiergarten Nürnberg, 16.02.2012
Tapir im Tiergarten Nürnberg geboren
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg freut sich über Nachwuchs bei den Schabrackentapiren. Am Samstag, 28. Januar 2012, entdeckten die Tierpfleger morgens, versteckt hinter der erfahrenen Mutter, ein Jungtier. Das gerade geborene Weibchen ist bereits der vierte Nachwuchs der 13-jährigen Indah. Sie kam 1998 aus Dortmund nach Nürnberg. Vater des Jungtiers ist der vierjährige Pi. Für ihn ist es der erste Nachwuchs. Pi kam vor gut zwei Jahren aus Belfast nach Nürnberg. Die Kombination des Namens des Vaters mit dem Mädchennamen Nola ergab Pinola. Das passt nach Nürnberg: Javier Pinola ist ein beliebter, in Nürnberg spielender Fußballstar. Pinola kam mit einem Geburtsgewicht von etwa zehn Kilogramm zur Welt. Sie ist sehr neugierig und erkundet derzeit mit ihrem sehr beweglichen, kurzen Rüssel die Futteräste in der Anlage. Voraussichtlich wird Pinola etwa ein Jahr – bis zu ihrer Pubertät – im Tiergarten bleiben. Insgesamt kann der Tiergarten Nürnberg auf 15 erfolgreiche Nachzuchten bei den Schabrackentapiren zurückblicken. Aufgrund der guten Zuchterfolge wurde dem Tiergarten Nürnberg das Zuchtbuch für das Europäische Arterhaltungsprogramm (EEP) übertragen. Derzeit betreut das EEP 55 Schabrackentapire in Europa. Die Haltung von Schabrackentapiren ist anspruchsvoll. Einerseits lassen sich die Tiere von den Pflegern kraulen und so weit beruhigen, dass sogar medizinische Untersuchungen möglich sind, andererseits sind die Tapire sehr schreckhaft und können durch ihr scharfes Gebiss sehr gefährlich werden.

Zoo Osnabrück, 16.02.2012
Nachwuchs bei den Trampeltieren – Jagun und Xanadu trotzen der Kälte
Trampeltierhengst Rudi hat seine Vaterpflichten während der letzten Brunftzeit im vergangenen Jahr sehr ernst genommen: Gleich zwei Jungtiere erblickten in den vergangenen Wochen das Licht der Welt. Für die Stuten Ayla und Ronja war es jeweils der vierte Nachwuchs, sodass beide Geburten reibungslos verliefen. Genau eine Woche sind das männliche Jungtier Jagun (28.01.2012) und das weibliche Jungtier Xanadu (05.02.2012) auseinander. Doch obwohl Xanadu die jüngere ist, lässt sich ihr Dickkopf schon erahnen, wie Revierleiterin Tanja Boss berichtete: „Wenn die Kamele abends rein sollen, dreht Xanadu noch mal eine Ehrenrunde – obwohl ihre Mutter schon längst im Stall ist. Ich muss sie dann mehrmals rufen oder sogar hineinführen.“ Dass die beiden Jungtiere im Winter geboren wurden, sei bei Kamelen üblich, so Boss. „Sie haben ein kuscheliges Fell, das sie warm hält. Da ist nasses Wetter für die beiden unangenehmer.“ Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg ergänzte: „Beide Jungtiere wurden sogar draußen geboren, aber ein Temperaturwechsel von 38 Grad im Mutterleib auf minus 15 Grad macht den Neugeborenen nichts aus.“ Im Moment genießen die Kleinen noch die Milch ihrer Mütter, auch wenn sie ab und zu schon am Heu knabbern. „Allerdings dürfen sie sich nur bei ihrer eigenen Mutter bedienen, da sind Trampeltierstuten sehr strikt“ erklärt Boss. Nähert sich ein fremdes Jungtier, schnappen sie schon mal nach ihm. Besucher können Jagun und Xanadu anhand ihrer Fellfarbe erkennen: Das männliche Jungtier Jagun ist etwas heller und auch kräftiger als Xanadu. „Schon bald können Besucher die beiden beim gemeinsamen Spielen beobachten. Im Moment beschnuppern sie sich nur ab und zu“, berichtete Boss. Kamele säugen ihre Jungtiere bis zu zwei Jahren oder bis das nächste Jungtier auf die Welt kommt. Der Zoo wird Jagun und Xanadu in einem oder anderthalb Jahren abgeben, damit keine Inzucht vorkommt. Trampeltiere gehören wie die Dromedare zu den Kamelen, haben aber im Gegensatz zu ihren einhöckrigen Verwandten, zwei Höcker.

Tierpark Berlin, 17.02.2012
Neue tropische Kleinvögel im Tierpark Berlin
Auch im Winter ist ein Ausflug in den Tierpark Berlin immer empfehlenswert, zumal beispielsweise in den Tropenhäusern durchaus Frühlings- und Urlaubsgefühle geweckt werden können. Besonders empfehlenswert ist derzeitig ein Besuch des Krokodilhauses. Dort sind in die Freiflughalle für neotropische Vögel gerade zwei neue, farbenprächtige Kleinvogelarten aus der artenreichen Familie der Tangaren eingezogen. Die Neuankömmlinge – es sind 5 Veilchenorganisten und ein Pärchen Türkisnaschvögel – haben sich inzwischen gut eingelebt. Beide Arten zeichnen sich durch einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus aus, denn nur die Männchen sind farbenprächtig, während die für das Brutgeschäft zuständigen Weibchen ein relativ unscheinbares grünes Federkleid tragen. Die oberseits schwarzblau, unterseits gelb gefärbten Organistenmännchen fallen außerdem durch ihre wohlklingenden, vollen Pfeifgesänge auf, denen diese Vogelgattung ihren Namen verdankt. Das Gefieder des männlichen Türkisnaschvogels ist leuchtend blau mit schwarzen Abzeichen und seine Füße sind kräftig rot gefärbt. Die Art wird deshalb auch Rotfuß-Honigsauger genannt, ein Name, der auch auf die bevorzugte Nektarnahrung hinweist. Ansonsten ernähren sich beide Arten überwiegend von verschiedenen Früchten und kleinen Insekten. Ebenfalls relativ neu in der Freiflughalle des Krokodilhauses ist ein Paar der selten in Tiergärten gehaltenen Anden-Felsenhähne, die den Besuchern sicher besonders auffallen werden. Das Männchen ist bis auf die schwarzen Flügel kräftig rot gefärbt und trägt einen eindrucksvollen Federkamm auf der Stirn. Beim braun gefärbten Weibchen ist dieser Federkamm deutlich kleiner. Die Tierparkmitarbeiter hoffen nun, dass auch die Neuankömmlinge bald in Brutstimmung kommen und sich – wie die meisten der alteingesessenen Vogelarten – erfolgreich vermehren werden. Die eindrucksvolle Balz der Felsenhähne, die man täglich beobachten kann, stimmt diesbezüglich jedenfalls optimistisch.

Zoo Heidelberg, 17.02.2012
Nachwuchs bei den Keas
Krallen wie Steigeisen, ein Schnabel wie ein schmaler Eispickel und ein eher unscheinbares, überwiegend olivfarbenes Gefieder – das ist der Kea, der einzige alpine Papagei der Erde. Trotz eisiger Kälte sind im Zoo Heidelberg vor wenigen Tagen gleich drei junge Keas geschlüpft, die geschützt in der Bruthöhle bei Mama aufwachsen. Durch eine eigens dafür angebrachte Kamera können Zoobesucher über einen Bildschirm am Gehege die Szenerie innerhalb des Brutkastens beobachten. Im Vergleich zu ihren Eltern, die ein überwiegend olivgrünes Federkleid tragen, sehen die Jungen noch aus, als wären sie in Watte gepackt. In der mit Stroh versehenen Bruthöhle ist die Kea Mama ständig damit beschäftigt, ihre Jungen sauber und warm zu halten.

Tierpark Hellabrunn München, 17.02.2012
Hochbetagte Löwen-Dame gestorben
Fast genau ein Jahr nach dem Tod von Löwin Tombi haben sich die drei Hellabrunner Tierärzte heute Morgen entschieden, die knapp 20-jährige Löwen-Dame Inka (geboren am 16.06.1992) einzuschläfern und sie damit von ihren Leiden zu erlösen. Seit zwei Wochen hatte Inka nichts mehr gefressen und kaum noch getrunken. Eine medikamentöse Behandlung zeigte keine Besserung. Die greise Löwen-Dame war stark geschwächt. Ihr Zustand wurde zunehmend schlechter. Heute Vormittag wurde Inka in Narkose gelegt und per Ultraschall untersucht. Hochgradig altersbedingte Veränderungen an mehreren Organen wurden festgestellt. Eine Aussicht auf Heilung bestand nicht, sodass entschieden wurde, Inka nicht wieder aufwachen zu lassen. „Inka hat mit fast 20 Jahren ein äußerst stattliches Alter für einen Löwen erreicht. Wir haben nicht erwartet, dass sie ihre Löwenpartnerin Tombi (gestorben am 08.02.2011) so lange überlebt. Wie alle Katzen können auch Löwen sehr lange mit schweren Krankheiten überleben und lange leiden, dies wollten wir Inka ersparen und haben uns entschieden, sie zu erlösen.“ so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Für die Löwenanlage in der Dschungelwelt sucht Hellabrunn nun europaweit nach zwei Löwen-Männern. Für ein Löwenrudel ist die derzeitige Anlage nicht geeignet. Mittelfristig sollen die Löwen eine neue, größere Anlage bekommen, in der auch wieder Löwen gezüchtet werden.

Opelzoo Kronberg/ Taunus, 17.02.2012
Öffentliche Führung im Opel-Zoo am Samstag, 25. Februar 2012: Peter Schramm stellt „Aquaristik und Terraristik“ vor
Die nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo in Kronberg im Taunus findet am
Samstag, 25. Februar 2012 um 15 Uhr statt. Aquarien- und Terrarienspezialist Peter Schramm erläutert in unnachahmlicher Weise, was bei der Haltung von Wirbellosen und Fischen im Süß- und Seewasser zu beachten ist, wie die Schlangen und Echsen gefüttert werden und wie sich die verschiedenen Arten an ihren Lebensraum angepasst haben. Treffpunkt ist an der unteren Kasse, von dort geht es in den Aquarien- und Terrarienbereich hinter der Zooschule. Die Öffentlichen Führungen im Opel-Zoo richten sich an Familien mit Kindern. Eine Anmeldung zu der Führung am Samstag ist nicht nötig, sie ist kostenfrei, so dass nur der Eintritt in den Opel-Zoo anfällt. Der Opel-Zoo in Kronberg hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Zoo Hannover, 17.02.2012
Elefanten-Jungbulle auf dem Weg in eine Junggesellengruppe – Abschied von Elefant Shanti
Aus Kindern werden Leute. Elefantenjunge Shanti, vor knapp vier Jahren mit 97 cm und 140 kg als wahrer Wonneproppen auf die Welt gekommen, ist erwachsen geworden. 1.350 kg bringt der „Wonneproppen“ nun auf die Waage. Zeit, auf den eigenen vier Elefantenfüßen zu stehen: Heute zog Shanti in den Tierpark Hagenbeck nach Hamburg, wo er mit dem dreijährigen Shahrukh vorübergehend zusammen leben wird. Wenn sich die beiden Jungbullen aneinander gewöhnt und kräftig miteinander getobt haben, ziehen sie gemeinsam weiter in eine Elefanten-Junggesellengruppe in den Zoo Katowice, Polen. Die Wohngemeinschaft für Elefantenbullen ist ein wichtiges Projekt innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes für Asiatische Elefanten und dient als Zwischenstation auf dem Weg der Bullen in eine eigene Herde. Das Zooteam verabschiedete sich von „Wonneproppen“ Shanti mit einem großen Korb voller Äpfel, Möhren, Bananen, Paprika, Fenchel, Radieschen, Frühlingszwiebeln und Salat, gekrönt mit einer Ananas als Reiseproviant. Zwei Elefantenpfleger aus Hannover begleiteten den jungen Bullen nach Hamburg. Shanti wurde am 6. Mai 2008 in Hannover geboren. Er ist das dritte Kind von Elefantenkuh Khaing Hnin Hnin und der Halbbruder der 2010 geborenen Soraya. In Hannover leben zurzeit Elefantenbulle Nikolai und die Kühe Khaing Hnin Hnin, Indra, Manari, Sayang, Califa und Farina sowie die 2010 geborenen Kälber Saphira, Nuka, Felix, Dinkar und Soraya.

Zooschule Heidelberg, 20.02.2012
Großer Löwen-Wettbewerb im Zoo Heidelberg!
In naher Zukunft soll die Außenanlage der Löwen im Zoo Heidelberg erweitert werden. Der Umbau der neuen Löwenanlage und des Stachelschwein- und Erdmännchengeheges wird für die Tiere und ihre zweibeinigen Beobachter ein Quantensprung. Allein die Versechsfachung der Fläche spricht Bände und wird neben einer reichhaltigen Strukturierung ihren Teil zu einem artgerechten und erfüllten Leben der Tiere beitragen. Aus diesem Anlass wird es im Lauf des Jahres verschiedene Veranstaltungen rund um die majestätischen Raubkatzen geben. Alle Grundschüler sowie 5. und 6. Klassen sind herzlich eingeladen, sich am großen Löwen-Wettbewerb der Zooschule zu beteiligen: Wo und wie leben Löwen? Wie verständigen sie sich untereinander? Wie sieht ihr natürlicher Lebensraum aus und wie muss das neue Gehege beschaffen sein, damit sich die stattlichen Tiere im Zoo wohlfühlen? Um diese Fragen zu beantworten, sind der Kreativität und dem Ideenreichtum der Kinder keine Grenzen gesetzt… Es kann gemalt, gebastelt, gesungen und getanzt werden – vielleicht entsteht eine Fotocollage oder gar ein Theaterstück zum Raubtier-Thema? Stichtag ist der 4. Mai. Bis dahin sollten alle Schulklassen ihre Ergebnisse in der Zooschule abgegeben haben. Am 13. Mai wird dann im Zoo ein Löwen-Aktionstag stattfinden, an dem die Resultate der Öffentlichkeit präsentiert werden. Den Gewinnern winken tolle Preise! Außerdem erhalten alle Klassen, die an dem Wettstreit teilgenommen haben, an diesem Tag freien Eintritt. Nähere Infos zum Wettbewerb erhalten Sie in der Zooschule, Tiergartenstr. 3, 69120 Heidelberg sowie zu den telefonischen Sprechzeiten MO + DO von 14:00-16:00 Uhr und DI + MI von 10:00-12:00 Uhr und unter www.zooschule-heidelberg.de.

Zoo Frankfurt, 20.02.2012
Frankfurter Gene in alle Welt
Der Frankfurter Tiger-Kater IBAN ist in Polen Vater geworden. Mit Tiger-Dame RATU hat er im Zoo von Warschau drei Babys gezeugt. Die Jungtiere sind wohlauf und werden liebevoll von ihrer Mutter versorgt. Am 19. Oktober 2011 ging Sumatra-Tiger IBAN aus dem Frankfurter Zoo auf eine Reise der besonderen Art. Er leistet der siebeneinhalbjährigen RATU im Zoo von Warschau für eine Weile Gesellschaft. „Es hat zwischen ihm und RATU ziemlich schnell gefunkt, und das ist ein besonders schöner Zuchterfolg“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, „denn in europäischen Zoos leben nur etwa 100 Sumatra-Tiger. Bei einer so kleinen Zoo-Population ist jedes einzelne Individuum wichtig und jede Nachzucht extrem wertvoll“. Nachzuchten und der Austausch von Tieren zwischen europäischen Zoos werden mittels eines Zuchtbuches organisiert. Im Zoo Frankfurt hatte IBAN zwei erfolgreiche Nachzuchten mit Tiger-Dame MALEA. Die beiden Jungtiere des letzten Wurfes, TARU und ASIM, sind mittlerweile schon richtig groß geworden und können täglich im Katzendschungel besucht werden. „Sobald wir die beiden an einen anderen Zoo abgegeben haben, kommt IBAN wieder zurück nach Frankfurt“, versichert Niekisch. Im Freiland sind Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) durch die Abholzung der Regenwälder für Palmöl-Plantagen bedroht. Nur noch etwa 400 Tiere leben in ihrer Heimat auf der indonesischen Insel Sumatra und diese sind zusätzlich durch Wilderei gefährdet. „Jede Nachzucht im Zoo ist ein wichtiger Beitrag zur Arterhaltung, vor allem angesichts des dramatischen Rückgangs der Populationszahlen im Freiland“, betont Niekisch.

Zoo Augsburg, 20.02.2012
Sonntag ist Frühaufsteher-Führung im Augsburger Zoo
Am Sonntag, den 26. Februar ist es soweit: die letzte Frühaufsteher-Führung im Augsburger Zoo zum günstigen Winterpreis mit anschließendem Weißwurstfrühstück in der Zoogaststätte findet statt. Das Zoobegleiter-Team freut sich darauf, Besuchern den Zoo auch im Winter zeigen zu können. Die Führung startet um 9:00 Uhr an der Zookasse. Das Besondere an einer morgendlichen Führung? Die Tiere wirken besonders in den kalten Monaten viel neugieriger an den Besuchern und häufig aktiver als in den heißen Sommermonaten. Und wer wollte nicht schon immer mal wissen, wo die Braunbären den Winter verbringen? Oder wie lange die Elefanten bei den kalten Temperaturen täglich in die Außenanlage dürfen? Wie lange so ein Flamingo-Gefieder warm hält? Und warum Enten nicht in den zugefrorenen Gewässern festfrieren? Diese und viele weitere Fragen beantworten Ihnen die Zoobegleiter bei dem morgendlichen Rundgang durch den Augsburger Zoo. Die Erzählungen des Zoobegleiters über den Zooalltag und die tierischen Bewohner runden das Erlebnis „Zoo im Winter“ ab. Die Führung dauert etwa 2 Stunden und wird durch Materialien wie Felle, Federn und Eier auch kindgerecht gestaltet. Und wenn man dann im Anschluss an die Führung noch Zeit und Lust hat, gibt es in der Zoogaststätte ein bayrisch-schwäbisches Weißwurst-Frühstück inkl. Getränk zum Sonderpreis von 6,- EUR. Bitte melden Sie sich für die Führung und das Frühstück vorab unter Tel. 0821/567 149-0 an. Die Kosten für Eintritt und Führung liegen für Erwachsene bei 10 EUR, für Kindern bei 6,50 EUR. Jahreskarten oder andere Vergünstigungen werden beim Eintrittspreis berücksichtigt.

Tiergarten Schönbrunn, 21.02.2012
FAULTIERE WAREN AKTIV: JETZT GIBT ES NACHWUCHS
Bei den Zweifingerfaultieren im Tiergarten Schönbrunn ist bereits am 2. Februar ein Jungtier zur Welt gekommen. Nun sind endlich die ersten Fotos des Kleinen geglückt. „Neugeborene Faultiere benutzen den Bauch der Mutter als Wiege und klammern sich gut versteckt in ihrem kuscheligen Fell fest. Deshalb war es in den ersten Wochen sehr schwierig, den Faultier-Nachwuchs zu fotografieren“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Das Jungtier wird gesäugt, trinkt kräftig und knabbert auch schon Salatblätter.“ Strubbelige Haare, schwarze Knopfaugen und eine Nase wie eine Steckdose: So lässt sich das kleine Faultier beschreiben. Es ist geschätzte 20 Zentimeter groß und wiegt rund 400 Gramm. Das Geschlecht kann derzeit noch nicht bestimmt werden. Für die beiden Zweifingerfaultiere Alberta und Einstein, die seit 2006 im Tiergarten Schönbrunn leben, ist es das dritte Jungtier. Der letzte Nachwuchs des Pärchens, das Männchen „Mr. Denmark“, wurde 2010 geboren. Faultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas beheimatet, wo sie sich hauptsächlich von Blättern, aber auch von Knospen und Früchten ernähren. Der Name dieser ungewöhnlichen Tiere kommt nicht von ungefähr. Sie hängen meist bewegungslos kopfüber in den Ästen, dösen mindestens 14 Stunden am Tag und bewegen sich fast ausschließlich wie in Zeitlupe. Derart langsam verläuft auch das Wachstum der Jungtiere: Frühestens im Alter von sechs Monaten versuchen sie, auf einem eigenen Ast zu hängen.

Zoologischer Garten Leipzig
Zoo bei Nacht – Neue Termine für die Abendtouren
Es geht wieder los: Der Zoo Leipzig startet mit der Neuauflage der beliebten Abendtouren. Auf einem 90-minütigen Rundgang zu ausgewählten dämmerungs- und nachtaktiven Tieren erleben Zoofans den Tiergarten auf ganz neue Weise. Der Zoo bietet mit dieser Nachtsafari besondere und seltene Einblicke in das Leben der Zoobewohner, denn manche Arten wie Mähnenwölfe und der Kleine Panda werden erst im Dunkeln aktiv. Sowohl Jahreskartenbesucher als auch Erstbesucher kommen bei dem Erlebnis Zoo bei Nacht voll auf ihre Kosten. Die Abendtouren starten jeweils um 19.30 Uhr (im April um 20.30 Uhr) am Haupteingang des Zoos. Karten zum Preis von 13 Euro für Erwachsene und 9 Euro für Kinder (Jahreskartenbesitzer Erwachsene 11 Euro, Kinder 7 Euro) können ab sofort im Safaribüro (Tel. 0341/ 59 33 385) reserviert werden. Restkarten sind an der Abend-kasse erhältlich.
Die Abendtouren finden an folgenden Tagen statt: 24. / 25. Februar 2012, 09. / 10. März 2012, 23. / 24. März 2012, 13. / 14. April 2012, 27. / 28. April 2012.

Zoologischer Garten Berlin, 21.02.2012
Erster Beutelfreigang zur Winterzeit: Nachwuchs bei den Parmakänguruhs
Wenn die Temperaturen in den nächsten Tagen etwas frühlingshafter werden, können die Besucher des Berliner Zoos mit immer größer werdender Wahrscheinlichkeit ein kleines Parmakänguruh beobachten, das erstmals am 12. Januar sein Köpfchen aus dem mütterli-chen Beutel gestreckt hatte. Tag für Tag wird das winzige Känguruh nun selbständiger und verlässt auch zunehmend häufiger die wärmende Bauchtasche seiner Mutter. Die Gruppe der Parmakänguruhs ist inklusive des jüngsten Weibchens nun auf acht Indi-viduen angewachsen und das Geschlechterverhältnis ist wieder ausgeglichen. Das dürfte sich zukünftig auch positiv auf das Gruppenleben auswirken; denn bei einem Überschuss an Männchen kommen fortpflanzungsfähige Weibchen nur schwer zur Ruhe und unter den männlichen Tieren finden vermehrt Streitigkeiten statt. In seiner australischen Heimat schien das Parmakänguruh 1965 bereits ausgerottet zu sein, doch durch die Vermehrung ausgesetzter Tiere auf einigen neuseeländischen Inseln blieb die Art erhalten. Auf Grund ihres dichten Fells sind die kleinen Wallabys auch in unse-ren Breiten im Winter gerne an der frischen Luft. Nur nachts suchen sie zum Schlafen das Stallgebäude auf, das ihnen nebenbei auch Schutz vor ihren größten Feinden, den auf dem Gelände wildernden Füchsen, bietet.

Zoo Salzburg, 22.02.2012
Sonnenschein lockt im Zoo Salzburg zwei Präriehunde an die frische Luft!
Schwarzschwanz-Präriehunde verbringen die kalte Jahreszeit in ihren unterirdischen „Städten“. Gemeinsam schlafen sie in einer Wohnhöhle, fressen in der Vorratskammer das Heu, das sie im Herbst gesammelt haben und benützen die Toilettenkammer. So lässt sich der Winter unterirdisch gut überstehen! Der Anklang von Frühling und der Sonnenschein in diesen Tagen dringen nun auch in das Höhlensystem der Präriehunde im Zoo Salzburg vor. Zwei der neun südamerikanischen Nager wagten die ersten Schritte auf der Schneedecke. Wenn der Frühling endgültig Einzug hält, dann verlässt die ganze Familie Präriehund ihr unterirdisches Höhlensystem wieder.

Bergzoo Halle, 22.02.2012
Bergzoo erhält beschlagnahmte Schlangen
Am kommenden Freitag erhält unser Bergzoo ein Pärchen Grüne Baumpythons. Die hübsch gefärbten kleinbleibenden Riesenschlangen sind auch als Haustiere sehr beliebt und werden daher oft in Zoohandlungen angeboten. Leider handelt es sich dabei nicht immer um legale Nachzuchten dieser geschützten Tiere, sondern oft auch um illegal importierte Wildfänge. In solchen Fängen werden vom Zoll händeringend geeignete Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Die Reptilienauffangstation München e.V. ist so ein Ansprechpartner. Der Verein lebt von Spenden und ist auch Auffangbecken für herrenlos gewordene ehemals geliebte EXOTEN, die einstmals für viel Geld erworben, nun ihren Reiz für den Besitzer verloren haben und irgendwie entsorgt wurden. Auch der Bergzoo erhält ständig Anfragen von Privathaltern, doch die zu groß gewordene Wasserschildkröte oder den Leguan zu übernehmen. Jeder Zoo ist aber mit diesen Massen der nun ungeliebten Haustiere überfordert und kann nur in Ausnahmefällen helfen. Andere Halter setzen ihre Tiere sogar verbotener Weise einfach aus. Der Handel mit Exoten boomt aber weiterhin und es werden immer mehr Arten angeboten. Illegaler Fang und Handel bedrohter Tierarten sind auch in Deutschland ein Thema. So ein Fall sind auch die beiden Baumpythons, die vom Frankfurter Zoll beschlagnahmt wurden. Sie wurden in der Reptilienauffangstation München untergebracht. Herr Friz, der stellvertretende Leiter dieser Station überbringt sie dem Bergzoo. Beschlagnahmte und illegal erworbene artgeschützte Tiere werden nur an geeignete Halter mit entsprechenden strengen Auflagen ausgeliehen.

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