Interessante Suchanfragen IV

Die heutige Sammlung diverser interessanter Suchanfragen ist sehr flusspferdlastig. Ich kann aber nicht sagen, ob dieses Anfragen von einer Person, oder verschiedenen, kommen. Ich versuche sie aber soweit es mir möglich ist zu beantworten.

Löwen Arten
Der rezente Löwe (Panthera leo) ist die einzige Löwenart, andere Löwen, wie etwa der Asiatische Löwe oder der Berberlöwe sind Unterarten des Löwen.
Der älteste Fossilnachweis einer Katze, die stark einem Löwen ähnelt, stammt aus Laetoli in Tansania und ist etwa 3,5 Millionen Jahre alt. Von einigen Wissenschaftlern werden diese Funde, die nur aus Kieferbruchstücken und wenigen postcranialen Knochen bestehen, als Panthera leo angesehen, andere Forscher bestreiten diese Gleichsetzung. Durch die wenigen Funde ist eine genaue Bestimmung der Artzugehörigkeit kaum möglich, auch sind die ältesten sicher bestätigten Funde von Löwen in Afrika rund zwei Millionen Jahre jünger.
Vor etwa 700.000 Jahren taucht Panthera leo mit dem Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) am italienischen Fundort von Isernia zum ersten Mal in Europa auf. Ein 1,75 Millionen Jahre alter Löwen-Unterkiefer aus der Olduvai-Schlucht in Kenia zeigt eine frappierende Ähnlichkeit mit den Mosbacher Löwen. Diese gelten als die größten Löwen Europas und jagten während der Cromer-Warmzeit vor mehr als 500.000 Jahren bei Wiesbaden in Hessen und bei Heidelberg in Baden-Württemberg. Einige Exemplare waren fast so lang wie die größten Löwen der Erdgeschichte, die Amerikanischen Löwen (Panthera leo atrox), aus Kalifornien, die eine Rekordlänge von 3,60 Meter (Kopf-Rumpflänge: ca. 2,40 Meter, Schwanzlänge: ca. 1,20 Meter) erreichten.
Die meisten Löwenfunde in Europa stammen von eiszeitlichen Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea), der sich aus dem Mosbacher Löwen entwickelt hat. In Nordostasien und Beringia lebte mit dem Beringia-Höhlenlöwen (Panthera leo vereshchagini) eine weitere Unterart. In Mitteleuropa, Nordasien und Amerika sind Löwen bis zum Ende des Pleistozäns ein häufiges Element der Fauna, sterben dort aber am Ende der letzten Eiszeit aus.

Walrosse in München
Derzeit leben keine Walrosse in München.
1932 bis 1940 und 1950 bis 1959 lebten Walrosse im Tierpark Hellabrunn

Delfine in München
Seit seinem 100jährigen Bestehen gab es nie Delfine oder andere Wale im Tierpark Hellabrunn und ich gehe davon aus, dass sich daran in Zukunft nichts ändern wird.

Flusspferde in deutschen Zoos
Folgende „Zoos“ halten derzeit Flusspferde: Berlin (Zoologischer Garten), Frankfurt (Zoo), Gelsenkirchen (Zoom-Erlebniswelt -vormals Ruhr-Zoo), Hannover (Zoo), Karlsruhe (Zoo), Köln (Zoologischer Garten), Kronberg (Opel-Zoo), München (Zirkus Krone-Zoo), Stuttgart (Wilhelma)

Unterschied Nilpferd/Walross
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Frage wirklich ernstgemeint ist und ich weiß auch gar nicht, wo ich anfangen soll, so zahlreich sind die Unterschiede. Flusspferde und Walrosse leben teilweise im Wasser, das bedeutet, dass sie sich in manchen Dingen ähneln, aber auch Seekühe haben gewisse Ähnlichkeiten mit Flusspferden.
Flusspferde sind Paarhufer und nahe mit den Walen verwandt, Walrosse sind Raubtiere aus der Verwandtschaft der Hundeartigen.

Flusspferde in Nürnberg
Der einzige Hinweis auf Flusspferde im Tiergarten Nürnberg ist das Alte Flusspferdhaus, das bis vor kurzem Kaimane und andere Reptilien, freifliegende Vögel und Fledermäuse beherbergte und das gerade renoviert wird. Seit 1998 gibt es in Nürnberg keine Flusspferde mehr.

Schwitzen Flusspferde Blut
Nein. An Land muss die Haut der Flusspferde feucht bleiben, sie wird rissig, wenn sie zu lange der Luft ausgesetzt ist. Spezielle Hautdrüsen sondern eine Flüssigkeit ab, die die Tiere vor der Austrocknung schützt. Diese zunächst farblose Flüssigkeit verfärbt sich innerhalb ein paar Minuten rötlich und später bräunlich. Diese wirkt sowohl als Sonnenschutz, indem sie UV-Strahlen absorbiert, als auch antibiotisch gegen verschiedene Krankheitserreger. Das rötliche Schimmern führte früher zu der Vermutung, Flusspferde würden Blut schwitzen.

nagetier mit orangefarbenen zähnen im bergtierpark blindham
Einfache Antwort: Nutria. Oft verwechselt mit dem Biber (die man aber tagsüber eher selten bis gar nicht zu Gesicht bekommt) und auch Sumpfbiber genannt. Aber das Gehege im Bergtierpark Blindham ist auch mit einem Schild versehen.

Pampashirsche im Wildpark
Derzeit sind in Deutschland keine Pampashirsche zu finden. Die Zoos in Berlin, Krefeld und Nürnberg führten diese Art in ihrem Bestand, aber seit 2003 gibt es keine Tiere mehr in Deutschland. Der Versuch des Berliner Zooos, dauerhaft ein Internationales Zuchtbuch des Pampashirsches aufzubauen (Ende der 1970ziger und Anfang 1980ziger Jahre) scheiterte an der u.a. mangelnden Kooperation der südamerikanischen Halter.

Nasenbeutler in deutschen Zoos
Derzeit sind in keinem deutschen Zoo Nasenbeutler zu finden, der Große Neuguinea-Nasenbeutler wurde von 1970 – 1973 in der Stuttgarter Wilhelma gehalten.

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