Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoo Leipzig, 29.02.2012
Vom Großstadtdschungel in die Wildnis: Kampagne von Germanwings und Leipziger Partnern
Das ist ein Novum: Die Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) GmbH und der Zoo Leipzig sind gemeinsam mit dem Flughafen Leipzig/Halle und Germanwings in dieser Woche mit einer groß angelegten Werbeoffensive in das Tourismusjahr 2012 gestartet. Leipzig soll damit verstärkt im Bewusstsein von Privatreisenden als lohnendes Ziel im Städtetourismus verankert werden. Germanwings fliegt den Flughafen Leipzig/Halle von
Köln/Bonn und aus Stuttgart an. Der inhaltliche Schwerpunkt der gemeinsamen Kampagne liegt auf dem Zoo. In den kommenden zwei Wochen heißt es deshalb auf den Online-Bannern zahlreicher Buchungsportale sowie auf der Website von Germanwings: „Entdecken Sie Leipzig. Die Tiere der Tropen hautnah erleben – in Gondwanaland.“ Begleitend dazu sind ab Freitag in den Innenstädten von Köln und in der kommenden Woche in Stuttgart Fahrzeuge in entsprechendem Design und mit dem Slogan „Vom Großstadtdschungel in die Wildnis. Fliegen Sie mit Germanwings ins tropische Gondwanaland im Zoo Leipzig“ unterwegs. Aus den Lautsprechern werden exotische Tierstimmen aus Gondwanaland sowie die Aufforderung „Termine gegen Tropen tauschen. In Gondwanaland im Zoo Leipzig“ für Aufmerksamkeit sorgen. „Mit dieser originellen Werbekampagne werden viele neue Gäste zu einem Besuch der Stadt Leipzig und des Zoos angeregt“, freut sich Volker Bremer, Geschäftsführer der LTM GmbH, über die gemeinsame Aktion. Auch für Zoodirektor Dr. Jörg Junhold ist die Kooperation mit der europaweit agierenden Fluglinie etwas Besonderes:
„Schon die ersten Monate seit Eröffnung von Gondwanaland haben gezeigt, dass wir unseren Einzugsbereich wie geplant vergrößern konnten. Wir freuen uns, dass wir zusammen mit Germanwings und dem Airport überregional für Aufmerksamkeit sorgen können.“

Zoo Osnabrück, 29.02.2012
123 Unternehmen fördern den Zoo Osnabrück: Modell für neue Erlebniswelt beim Förderkreistreffen vorgestellt
Beim gestrigen Förderkreistreffen im Rathaus der Stadt Osnabrück betonte Oberbürgermeister Boris Pistorius, wie wichtig das Vorhaben der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. sei, den Verein in eine gemeinnützige GmbH zu überführen. Unter anderem soll so die Finanzierung des Ausbaus der Erlebniswelt „Angkor Wat“ ermöglicht werden. Nach dem Jubiläumsjahr 2011 hat der Zoo Osnabrück auch 2012 viel vor, wie Zoopräsident Reinhard Coppenrath, Schatzmeister Reinhard Sliwka und Geschäftsführer Andreas Busemann gestern den circa 80 anwesenden Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft berichteten. „Zunächst steht im März die Abstimmung über die Gründung der Zoo Osnabrück gGmbH an. Anschließend erwartet uns im Frühling die Eröffnung des Affentempels nach Vorbild der kambodschanischen Tempelanlage Angkor Wat. In der zweiten Jahreshälfte wird dann die interaktive Klimawandel-Ausstellung fertig gestellt, die wir mit Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Bingo Umweltstiftung und der Stadtwerke Osnabrück realisieren“, so Schatzmeister Sliwka. Die Überführung des Vereins in eine gGmbH sei für den Zoo sehr wichtig, um über wirtschaftliche Sachverhalte schnell entscheiden und die über 90 festen Arbeitsplätze im Zoo langfristig sichern zu können. Auch für die Folgejahre stehen die Pläne schon fest, wie Geschäftsführer Andreas Busemann verriet: „Wir wollen den Affentempel zu einer großen, in sich geschlossenen Erlebniswelt erweitern, indem wir das benachbarte Tigerhaus und Menschenaffenhaus in dem gleichen Stil umbauen. So können wir den Tieren größere und abwechslungsreichere Gehege schaffen und den Besuchern eine Themenwelt mit Abenteuercharakter und einmaligen Tierbeobachtungen bieten.“ Doch der Umbau sei nur mithilfe der gGmbH möglich, denn an dieser soll sich die Stadt als Minderheitsgesellschafter beteiligen. Oberbürgermeister Boris Pistorius erläuterte die Hintergründe: „Die Stadt schätzt den Zoo und seine florierende Entwicklung sehr. Mit der Beteiligung an der gGmbH kann die Stadt über den Aufsichtsrat insbesondere das Finanzgeschehen des Zoos enger begleiten und dem Zoo dabei helfen, seine weiteren Bauvorhaben zu realisieren“, so Pistorius.

Zoo Wilhelma, 29.02.2012
Nachwuchs bei den Roten Riesenkängurus: Wenn Sprungweltmeister ihre ersten Hüpfer tun
Es erinnert schon etwas an Yoga, wenn der jüngste Nachwuchs bei den Roten Riesenkängurus versucht, in den schützenden Beutel seiner Mutter zurück zu klettern. Besonders die langen Beine stören dabei und es braucht seine Zeit, bis eine bequeme Position gefunden ist. Gut nur, dass der Beutel von Crimson, so heißt die frisch gebackene Kängurumutter, sehr elastisch ist und auch ihrem über einen halben Meter großen Jungtier noch genügend Platz bietet. Ganz so frisch ist das Mutterglück von Känguruweibchen Crimson eigentlich gar nicht. Zwar wagt sich ihr Nachwuchs erst seit einigen Tagen für kleine Hüpfausflüge aus
dem mütterlichen Beutel. Aber ungefähr sieben Monate ist es her, dass das junge Känguru noch unbekannten Geschlechts tatsächlich das Licht der Welt erblickte – nach nur 33 Tagen Schwangerschaft und gerade mal so groß wie ein menschlicher Daumennagel. Mit Hilfe ihres Geruchssinns und den bereits entwickelten Vorderbeinen finden die Känguru-Embryos eigenständig den Weg in den Beutel der Mutter. Hier saugen sich die rosigen Winzlinge an einer der zwei Milchzitzen fest und lassen diese knapp zwei Monate nicht mehr los. Mit fünf Monaten strecken sie das erste Mal ihren Kopf aus dem Beutel. In der Wilhelma wird ein Kängurubaby jedoch erst dann als Neuzugang gezählt, wenn es das erste Mal den Beutel seiner Mutter verlässt. Danach dauert es nochmals knapp einen Monat, bis es ihm dort zu eng wird und es fortan selbstständig herumhüpfen muss. Doch zum Trinken kann es auch noch bis zu einem Alter von einem Jahr immer wieder den Kopf in die Bauchtasche seiner Mutter stecken, selbst wenn dort mittlerweile schon das nächste Jungtier heranwächst. Denn in der Regel gebären Kängurus erneut, kurz nachdem der letzte Nachwuchs den Beutel verlassen hat.

Zoo Heidelberg, 29.02.2012
Schrullig oder schillernd – an den Bronzeputen scheiden sich die Geister
Sie sind aufgeweckt, neugierig und ihrem schwarzen Gefieder, das in einem schönen Bronzeton glänzt und in allen Regenbogenfarben schillert, verdanken sie ihren Namen: Bronzeputen. Der Zoo Heidelberg beherbergt seit Kurzem drei Weibchen und ein Männchen dieser alten und heute gefährdeten Nutztierrasse. Die recht stattlichen Bronzeputen sind aktive und lauffreudige Tiere. Sobald sich ein Besucher dem Gehege nähert, wird mit ihm Kontakt aufgenommen. Gerne plustert sich das Männchen bei der Gelegenheit auf, zeigt sein prächtiges Gefieder und schlägt ein Rad, was die Besucher und vor allem seine Frauen beeindruckt. Auch kommt es oft vor, dass die Tiere den Besucher am Gehege entlang rennend begleiten oder rasch einen Baum umrunden, was wirklich sehr lustig ist. Ihr Äußeres mag auf den ersten Blick nicht sehr gewinnend sein – mit ihrem langgestreckten kräftigen Rumpf, kahlem Kopf und den roten Fleischwarzen am Hals gibt die Bronzepute ein etwas schrulliges Bild ab. Puten sind wie Hühner sogenannte Scharrvögel. Sie sind schnelle und ausdauernde Läufer und haben eine gute Weitsicht. Zum Ruhen fliegen sie gerne auf Bäume. Zu ihrer Nahrung gehören Gräser, Blätter, Früchte, Schnecken, Insekten sowie andere Kleintiere. Als Verdauungshilfen nehmen sie Sand und kleine Steinchen auf, welche die Nahrung zusätzlich zerkleinern.
Weibliche Bronzeputen sind zuverlässige Brüterinnen. Eine Bronzepute legt im Jahr 20-50 Eier, die Brutzeit dauert in der Regel 28 Tage. Erst die schlüpfenden Jungen geben ihr das Zeichen, nicht weiter zu brüten.
Sollte allerdings ein Ei taub sein, brütet die Pute dennoch weiter, bis sie verhungert. Der Mensch muss sie deshalb vom Nest nehmen, damit sie Futter und Wasser aufnimmt. Mit den Bronzeputen erweitert der Zoo seinen Bestand an bedrohten Haustierrassen. Im Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen Ländern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, über die wir viel lernen können: Hühner, Ziegen, Esel, Ponys, Schafe, Schweine und nun auch die Bronzeputen.

Zoo Osnabrück, 01.03.2012
Seltener Nachwuchs bei den „Wölfen der Flüsse“
Das Riesenotterpärchen AMANA und MALDITO kam vor rund vier Jahren in den Zoo Duisburg und fühlte sich in der von Grund auf erneuerten Anlage mit großem Landgang und zum Plantschen und Tauchen einladenden Wasserbassin pudelwohl. Das quirlige Riesenotter-Paar bescherte dem Zoo am Kaiserberg kurz darauf mit der Geburt eines Jungtieres eine der größten zoologischen Sensationen der letzten Jahre. Gerade einmal 20 Tiere lebten zu der Zeit in europäischen Zoos und Duisburg war erst der vierte, dem die Nachzucht gelang! Riesenotter sind in den Flüssen des tropischen Regenwaldes Südamerikas zuhause. In der spanischen Übersetzung werden die Riesenotter wegen ihrer stark ausgeprägten Eckzähne und ihrer Jagd nach Beute in größeren Verbänden auch die „Wölfe der Flüsse“ genannt. Die Bestände der fast 2 Meter großen Räuber leiden
dramatisch unter der fortschreitenden Abholzung der Tropenwälder und der Verschmutzung der Flüsse. Weniger als 3000 Exemplare soll es noch geben.
Im Zoo Duisburg ist man daher besonders stolz auf die mittlerweile kontinuierlichen Zuchterfolge bei dieser Art. Schließlich sehen die Zoologen in der erfolgreichen Familienplanung der Riesenotter einen wesentlichen Beitrag zum Artenschutz. Jüngster Spross ist ein noch geschlechtlich unbestimmtes Jungtier, das Mitte Januar 2012 das Licht der Welt erblickte. Die Wurfboxen im Innenbereich sind videoüberwacht, und Pfleger wie Besucher können sich auf dem Flachbildschirm vor dem Innengehege selbst ein Bild davon machen, wie liebevoll sich nicht nur Mutter AMANA um ihr Jungtier kümmert, sondern auch der Rest der mittlerweile 7köpfigen (!) Riesenotterfamilie Kontakt zum jüngsten Familienmitglied aufnimmt. So langsam kommen die Temperaturen auch hierzulande wieder in Schwung, so dass der Außenbereich für die Riesenotter in den kommenden Tagen freigegeben werden kann. Die Besucher können dann über die riesigen Sichtscheiben ihren Lieblingen auf ihren Tauchgängen in klarem Wasser folgen und sie beim Herumtollen an Land beobachten. Es ist zum kugeln, wenn sich die überaus spielfreudigen Riesenotter in einen mit feinem Sand befüllten Gehegebereich – intern „Beachzone“ genannt – stürzen und ihren Körper darin regelrecht panieren!

Zoopark Erfurt, 01.03.2012
Lisztäffchen haben Nachwuchs
Zwillinge haben bei den Lisztäffchen im Aquarium am letzten Freitag das Licht der Welt erblickt. Der Nachwuchs im Doppelpack ist bei diesen Krallenaffen nichts  außergewöhnliches. Einzelkinder oder Drillinge sind es dagegen schon. Die kleinen Kobolde klammern sich derzeit noch fest an Vaters Rücken, schauen aber schon neugierig von dort aus die Besucher an. Zur Mutter geht es nur für die Milch. Sobald die Kleinen etwas größer – und damit auch schwerer – werden, dürfen die älteren Geschwister Taxi spielen. Zu dem Zeitpunkt erkunden die Affenkinder auch auf eigenen Beinen das Gehege – aber immer unter den wachsamen Augen der Familienmitglieder. Die zwölfköpfige Gruppe im Aquarium besteht aus dem Elternpaar und den eigenen Nachkommen. Sie gehören zur Gruppe der Krallenäffchen und sind Bewohner des tropischen Regenwaldes Südamerikas. Neben Gemüse und etwas Obst stehen auch Baumsäfte, Rinden, Knospen und Insekten auf dem Speisezettel. Wer die putzigen Äffchen beim Turnen im Geäst beobachten will, kann dies täglich im Aquarium von 10 bis 18 Uhr tun.

Tierpark Hellabrunn München, 02.03.2012
Hellabrunn präsentiert Wappentier
Seit 100 Jahren verkörpern ein gefleckter Leopard und ein schwarzer Panther den Münchener Tierpark in Form des unverkennbaren Logos. Nun gibt es in Hellabrunn davon wieder ein lebendiges Exemplar zu sehen: den Chinesischen Leoparden. Das Hellabrunner Logo geht auf ein Plakat von Ludwig Hohlwein aus dem Jahre 2012 zurück. Seitdem stehen Leopard und Panther in engem Zusammenhang mit dem Münchener Tierpark. So ist auch die Freude von Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem groß: „Endlich haben wir wieder eine gefleckte Großkatze, die dem Hellabrunner Wappentier alle Ehre macht. 1997 war der letzte Münchener Chinaleopard an den Salzburger Zoo abgegeben worden. Jetzt fangen wir mit dem wunderschönen, jungen Kater wieder von vorne an, eine Zuchtgruppe aufzubauen. Derzeit sind wir auf der Suche nach der passenden Leopardendame. Bevor Julius eine Gefährtin bekommt, lassen wir ihm jedoch Zeit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen.“ Am 21. Dezember 2011 kam Julius nach München und war zunächst für den Besucher nicht zu sehen. Langsam gewöhnt sich der Leopard an seine neue Umgebung. Noch ist der Hellabrunner Neuling recht schüchtern und lässt sich selten blicken. Doch gelegentlich zeigt er durch blitzschnelles Hervorspringen und einem beeindruckenden Imponiergehabe, was für eine Dynamik und Energie in ihm steckt. Geboren wurde der hübsche Leopard am 29. Mai 2010 im Zoo Eberswalde. Gut 30 Kilogramm wiegt der fast zweijährige Kater mittlerweile und ist etwa 50
Zentimeter groß. In knapp zwei Jahren wird er ausgewachsen sein, stolze 80 Kilogramm wiegen und eine Höhe von 70 Zentimetern erreicht haben. Die Tagesration, die er verspeist, liegt schon jetzt bei vier Kilogramm Fleisch. Sein Leibgericht ist pures Rindfleisch. In der umgestalteten ehemaligen Jaguar-Außenanlage der Dschungelwelt, im künftigen Parkteil Asien, hat Julius ein neues Zuhause gefunden. Der Tierpark ist dabei,
das Geo-Prinzip, nach dem die Tiere nach Kontinenten geordnet werden und für das Hellabrunn schon in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts einstand, wieder konsequent herauszuarbeiten. In Europa werden Chinaleoparden nur von 20 Zoos und Tierparks gehalten. Die aus dem nördlichen China stammende Großkatze lebt als Einzelgänger und ist in freier Wildbahn annähernd ausgerottet. Daher steht sie seit Jahren auf der Roten Liste. Wenn Tiere in der freien Wildbahn vom Aussterben bedroht sind, wird die Rolle der wissenschaftlich geführten Zoos umso wichtiger. Häufig kann nur durch optimale Haltung und kontrollierte Nachzuchten in menschlicher Obhut das Überleben einer bedrohten Tierart gesichert und im besten Falle sogar eine Wiederansiedlung in der freien Natur ermöglicht werden. Die Zuchtbuchstelle für den Chinesischen Leoparden befindet sich in Hamburg. Sie hat auch den Transfer des anderthalb Jahre alten Julius von Eberswalde nach München vermittelt. Der Tierpark Hellabrunn dankt Familie Dorr aus München, die die Patenschaft für Julius übernommen hat und damit einen wertvollen Beitrag zur täglichen Pflege und Haltung des Tieres leistet.

Tierpark Hagenbeck, 02.03.2012
Wuselige Enten und gewichtige Kamele – Inventur im Tierpark Hagenbeck
Keine leichte Aufgabe, die Tierpfleger Dave Nelde (23) bei der diesjährigen Zählung im Tierpark hatte. Mit gut bestücktem Futtereimer, Klemmbrett und Stift ausgerüstet versuchte er, einen genauen Überblick über Arten und Zahl der vielen Enten im Großen Vogelteich am Afrika-Panorama zu bekommen. Dank der essbaren Argumente hielten sich die kooperativen Vögel so lange in der Nähe des Tierpflegers auf, dass
sie tatsächlich genau gezählt werden konnten. Von den insgesamt 16 Entenarten zählte er zehn. Das Ergebnis: 80 Tiere. Ganz gesittet stellten sich die beiden Kameldamen Natascha (11) und Samira (7) den Anforderungen der Inventur. Die Überprüfung des Gewichts hatte am Vortag beachtliche 823 (Natascha) und 775 Kilogramm ergeben. Die Höhe bis zur Höckerspitze beträgt 2,23 (Natascha) und 2,16 Meter. Wesentlich handlicher war das jüngste Tier in der Inventur. Geboren am 1. März um 15 Uhr bezauberte das 1,6 Kilogramm leichte weiße Ziegenböckchen Tierpfleger und Medienvertreter gleichermaßen. Ihm wurde spontan der Name Gandalf gegeben. Einen guten Überblick über die afrikanische Steppe haben drei Vertreter der sehr seltenen Nordafrikanischen Rothalsstrauße. Die beiden Hennen und der Hahn sind gerade ein Jahr alt und noch lange nicht ausgewachsen. Zurzeit legen die Laufvögel etwa einen Zentimeter täglich an Höhe zu. Bis sie erwachsen sind und ihre endgültige Größe von rund 2,70 Metern erreicht haben, wird noch rund ein Jahr vergehen. Insgesamt wurden 1857 Tiere in 211 Arten zum diesjährigen Saisonbeginn gezählt.

Tierpark Berlin, 04.03.2012
Wichtiger Beitrag zur Arterhaltung: Indonesischer Botschafter S.E. Dr. Pratomo und Tierparkdirektor Dr. Blaszkiewitz stellen zwei junge Java-Leoparden im Tierpark Berlin vor
Der Java-Leopard, jene kleinwüchsige und eng gefleckte Unterart des Leoparden aus den Regenwäldern der indonesischen Insel Java, wurde stets selten in Zoologischen Gärten außerhalb von Indonesien gehalten. In den 1980 und 1990ern lag bis dato die Zuchtstätte für Java-Leoparden im Zoo Wuppertal, von wo Nachzuchten nach Berlin, 1983 in den Zoo und 1984 in den Tierpark, aber auch nach Leipzig, Karlsruhe und Köln gingen. Leider konnte die Zucht nicht bis heute fortgesetzt werden, und 2001 wuchs der letzte Java-Leopard im Zoo Berlin auf. Bis 2011 lebte außerhalb von Indonesien nur noch ein Männchen im Zoo und ein Männchen im Tierpark Berlin. Im Mai 2011 gelang es in enger Zusammenarbeit mit der Taman Safari Indonesia in Bogor ein junges Paar in den Tierpark Berlin zu holen. Es handelt sich um die 2006 in der Taman Safari geborene „Shinta“ und dem 2009 ebenfalls dort geborenen „Sinto“. Im November 2011 wurde „Shinta“ mit dem letzten im Tierpark Berlin verbliebenen Männchen „Wuppi“ (geb. 1994 in Wuppertal) verpaart, um auch seine Gene zukünftig in die Erhaltungszucht einzubringen. Auch wenn „Wuppi“ mit seinen 17 Jahren schon recht betagt ist, erfüllte er seine Aufgabe und „Shinta“ brachte am 16. Januar 2012 nach drei Monaten Tragzeit zwei gesunde Jungtiere zu Welt. Es ist der erste Wurf von Java-Leoparden, der im Berliner Tierpark aufwächst. Ferner sind die Java-Leoparden in den Tiergärten Berlins die einzigen außerhalb von Indonesien. Der Java-Leopard ist eine eigenständige Unterart des Leoparden, welche ausschließlich in den Regenwäldern auf Java vorkommt, die zunehmend zerstört werden. Der Bestand im Freiland ist unbekannt, Schätzungen gehen von etwa 250 Tieren aus, es können aber auch weit weniger sein und die IUCN stuft den Java-Leoparden, genau wie den Amur- und Arabischen Leoparden als kritisch bedroht ein. Zoologische Gärten engagieren sich weltweit an der Erhaltungszucht von vielen bedrohten Tierarten und an diesem Beispiel möchten wir einmal mehr zeigen, wie konkret solche Arbeit aussehen kann. Der Tierpark Berlin und der Botschafter der Republik Indonesien, S.E. Dr. Eddy Pratomo, freuen sich ganz besonders über die beiden Jungtiere und werden sie gemeinsam am Montag, dem 5. März um 14:30 Uhr im Alfred-Brehm-Haus erstmalig der Öffentlichkeit vorstellen und an diesem Tag die Namen der Jungtiere vergeben.

Zoo Berlin, 04.03.2012
Elenantilopenkinder: Zusammenschluss dreier Neugeborener
Die große Freianlage am mittlerweile über hundertjährigen historischen Zebrahaus bietet fünf Steppenzebras und einer Herde Elenantilopen eine Heimstätte. Bei der größten aller Antilopen, deren Bullen eine Schulterhöhe von 1,80 m und ein Gewicht von fast einer Tonne erreichen können, gab es innerhalb von 16 Tagen gleich dreimal Nachwuchs. Zwischen dem 26. Januar und dem 11. Februar wurden zwei kleine Bullkälber und ein weibliches Jungtier geboren. Dies ist für die Jungantilopen, die grundsätzlich als Einzelkinder zur Welt kommen, von großem Vorteil. Wie in den Herdenverbänden jenseits des afrikanischen Äquators, wo sie zuweilen regelrechte „Kindergärten“ bilden, haben sie sich auch im Zoo zu einer Jugend-gruppe zusammengeschlossen, um gemeinsam zu spielen und zu lernen. Die Mütter dieser wehrhaften Drehhornantilopenart sind nicht übermäßig fürsorglich, nur gelegentlich rufen sie ihre Kälber, um sie zu säugen. So kommt es vor, dass die drei Berliner Jungtiere der Neugier der Zoozebras bereits eigenständig begegnen müssen, was ihnen in der Gruppe Gleichaltriger leichter fällt. Elenantilopen gelten − obgleich sie die Kräfte eines Rindes aufbringen können − als relativ friedlich und den Tierpflegern ist es sogar möglich, die Anlage zu betreten, wenn sie den Bullen dabei im Auge behalten. Ihr natürlicher Verbreitungsraum reicht vom südwestlichen Äthiopien bis an das Kap Südafrikas. Die anpassungsfähigen Wiederkäuer sind als Art nicht bedroht, wenngleich sie auch gerne gejagt werden.

Zoopark Erfurt, 05.03.2012
Tierische Inventur im Zoopark
Ob Nashorn, Zwerggleitbeutler oder Tropfenkröte – zur jährlichen Inventur im Thüringer Zoopark Erfurt wurden wieder alle Tiere durchgezählt. Bei den großen Tieren, wie zum Beispiel den Elefanten, ist man schnell fertig. Bei anderen Zoobewohnern, wie bei den gut getarnten Stabschrecken, den Baumsteigerfröschen und den flinken Zwergmäusen braucht man jedoch geübte und vor allem geduldige Augen. Besonders schwierig wird es bei Fischen und Insekten. Neben dem Zählen wird auch fleißig gemessen und gewogen, denn Größe und Gewicht geben Aufschluss über das Wohlbefinden der Tiere. Die Zählung ergab im Zoopark 140 Arten mit insgesamt 976 Tieren. Davon sind es 55 Säugetierarten, 20 Vogelarten, 33 Reptilienarten, 12 Amphibienspezies, 8 Fischarten und 12 Arten Wirbellose. Im Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer wurden bei der Bestandserfassung 280 Fischarten mit 2570 Individuen gezählt. In diesen Zahlen ist auch der tierische Nachwuchs enthalten, den es 2011 unter anderem bei den Großen Tanreks, Lisztaffen, Bisons, Löffelhunden, Flamingos und Kamelen gab. Darüber hinaus hat der Zoopark auch viele neue Arten in seinen Bestand aufgenommen: Sitatungas, Tüpfelhyänen, Kronenkraniche, Zwergplumploris, Impalas und viele andere Arten mehr, die es zu bestaunen gilt. Der Thüringer Zoopark Erfurt hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Das Aquarium täglich von 10 bis 18 Uhr.

Zoo Salzburg, 05.03.2012
„Alles über Schildkröten“ – Informationstag am Sonntag, 11. März 2012 von 10.30 bis 15.00 Uhr
Langsam verabschiedet sich der Winter! Für Schildkrötenfreunde ist es nun wieder an der Zeit, Vorkehrungen für das Erwachen ihrer Lieblinge aus der Winterstarre zu treffen. Aber auf was muss alles geachtet werden? Alle Schildkrötenfans, die diese und viele weitere Fragen zur richtigen Haltung und Ernährung von Land- und auch Wasserschildkröten haben, sind beim Informationstag „Alles über Schildkröten“ im Salzburger Zoo herzlich willkommen. Experten beantworten Fragen und geben Tipps. Außerdem können bei dieser Gelegenheit Erfahrungen mit anderen Schildkröten-Besitzern ausgetauscht werden. Junge Schildkröten-Fans können sich am Basteltisch kreativ austoben. Natürlich gibt es auch echte Schildkröten-Panzer zum Anschauen. Keine Anmeldung erforderlich – der Informationstag findet bei jeder Witterung statt!

Zoo Osnabrück, 05.03.2012
Neuer Affentempel wird am 21. Mai eröffnet: Zoo Osnabrück stellte Baufortschritte vor
Künstler Georg Wiese ist auf der Baustelle des Affentempels im Zoo Osnabrück der Mann fürs Detail. Nach zahlreichen Entwürfen und Modellen von Chefgestalter Detlef Gehrs leitet er die Bauarbeiter an: „Wir bauen hier eine Tempelruine, wie man sie in Indonesien oder Kambodscha finden kann, möglichst realistisch nach. Wir simulieren ein größeres, aber in sich zusammengefallenes Gebäude mit ‚Steinen’ aus Bauabschnitten aus verschiedenen Epochen und Steinbrüchen, mit buddhistischen und hinduistischen Einflüssen. Diese Arbeit erfordert viel Genauigkeit und künstlerisches Geschick“, beschreibt Georg Wiese die Arbeit des sechsköpfigen Bauteams am Affentempel. Zu 80 Prozent ist der Affentempel schon fertig gestellt. Zurzeit werden noch einige Betonwände mit Zementputz und Farbe in alte Gemäuer verwandelt. Unterstützt wird der Zoo dabei von der Firmengruppe quick-mix, die die speziellen Farben im Labor entwickelte und dem Zoo 40 Tonnen Spritzbeton zur Verfügung stellte. Wiese beschreibt den Arbeitsprozess: „Wir spritzen zunächst zwei Schichten Zementputz auf die Betonwände, eine zum Stabilisieren, die andere zum Modellieren. Dann ritzen wir mit Werkzeugen die Mauerstrukturen ein, bearbeiten die angeblichen Steine, bis sie täuschend echt aussehen, und tragen abschließend die Farben auf.“ Beim Affentempel sei nichts zufällig, jede Rundung, jedes Ornament, jeder „Steinabbruch“ werde genau geplant, damit Logik und Ästhetik stimmen. Ein wichtiger Bestandteil der asiatischen Tempelanlagen sind Steinskulpturen und Steinbilder. Die Firma Asiastyle aus Lotte, Importeur von Steinobjekten mit Schwerpunkt Asien, liefert dem Zoo dafür die passenden Kunstwerke. „Wir haben in Indonesien extra Steinbilder gemäß denen in der kambodschanischen Tempelanlage Angkor Wat herstellen lassen,“ beschreibt Armin Hohlt, Geschäftsführer von Asiastyle. „Außerdem finden Besucher klassische Szenen aus dem Leben des Buddha oder aus Indonesien wie ein Gamelan Orchester oder die hinduistische Reisgöttin“, ergänzt Hohlt. Die Zusammenarbeit mit dem Zoo macht dem Geschäftsmann besonders viel Spaß: „Hier werden die Skulpturen und Reliefs in einem authentischen Rahmen präsentiert. Die Gesamtkomposition ist sehr stimmig.“ Insgesamt arbeiteten die Handwerker circa 30 bis zu 200 Kilogramm schwere Steinreliefs und Statuen außen und im 35 Meter langen Besuchergang ein. Das Besondere: Die Reliefs und teilweise auch die Skulpturen werden so montiert, dass sie scheinbar in die Wand gehauen sind.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 06.03.2012
KAISERPAVILLON HAT WIEDER GEÖFFNET
Ab sofort hat der Kaiserpavillon im Tiergarten Schönbrunn wieder geöffnet. Nach knapp zwei Monaten sind die Restaurierungsarbeiten am historischen Kuppelfresko abgeschlossen und es erstrahlt wieder in kaiserlichem Glanz. Das über 250 Jahre alte Deckengemälde von Josef Ignaz Mildorfer zeigt Fabelwesen aus den „Metamorphosen“ von Ovid. Vermutlich hat Kaiser Franz I. Stephan, der Gemahl Maria Theresias, das Fresko persönlich in Auftrag gegeben. Der Kaiserpavillon im Zentrum der Menagerie diente dem Kaiserpaar als Frühstücks- und Gesellschaftsraum. Doch der Zahn der Zeit hatte an dem kostbaren Deckengemälde genagt. „Die Restauratoren haben die Kuppel nun sachgemäß gereinigt und nachgedunkelte Stellen ausgebessert“, erklärt der Wiener Landeskonservator Friedrich Dahm vom Bundesdenkmalamt, das gemeinsam mit der Schloß Schönbrunn Kultur- und BetriebsgmbH die 40.000 Euro teure Restaurierung finanziert. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Wir freuen uns sehr, dass die Tiergartenbesucher das Fresko wieder in seinem ursprünglichen Zustand bewundern und im prunkvollen Ambiente des Kaiserpavillons speisen können.“

Tierpark Hagenbeck Hamburg, 07.03.2012
Raufen, Rangeln, Rüsseln – Jungbullen starten Hamburger Elefanten-WG
Zu zweit ist man weniger allein und gemeinsam groß werden macht sowieso mehr Spaß. Shanti ist der neue Rüssel in der Hagenbeck´schen Elefantenherde. Der knapp vierjährige Elefantenbulle ist gebürtiger Hannoveraner. Zusammen mit Shahrukh, dem dreijährigen Schwergewicht aus der Hansestadt bilden die beiden die erste Jungbullen-Gruppe des Tierparks Hagenbeck. Die ersten Schritte in das neue und ungewohnte Gehege waren zaghaft, doch schon nach wenigen Minuten verflog die Anspannung und die beiden Jungbullen tollten ausgelassen auf ihren 1000 Quadratmetern umher. Das Füttern der Halbstarken ist nicht erlaubt, da der Wassergraben zu breit ist und die Beinchen der Jungrüssel zu kurz sind. Die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß. Der Rest der Elefanten-Herde kann wie gewohnt mit frischem Hagenbeck-Futter gleich nebenan auf der Außenanlage gefüttert werden. Die Wohngemeinschaft der Elefanten-Bullen bleibt Hagenbeck nur für kurze Zeit erhalten. Für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm ziehen beide Schwergewichte noch in diesem Jahr in eine Junggesellengruppe in den polnischen Zoo Katowice. Hier wachsen sie zu stattlichen Kerlen heran, bis sie ihre eigene Herde leiten können und für Nachwuchs sorgen. Im Tierpark Hagenbeck leben derzeit 13 Elefanten, doch bereits in wenigen Wochen werden zwei Elefantenkinder erwartet, die Rani als jüngstes Herdenmitglied ablösen und für mächtig Stimmung in der Herde und bei den Besuchern sorgen werden.

Zoo Wilhelma Stuttgart, 07.03.2012
32. Gorillababy in der Wilhelma geboren: Milele – für immer eine waschechte Stuttgarterin
Am Sonntagmorgen des 26. Februar hat in der Wilhelma das 32. Stuttgarter Gorillababy das Licht der Welt erblickt – ein Mädchen. Die Tierpfleger tauften es „Milele“, was auf Suaheli soviel heißt wie „für immer“. Seine frisch gebackene Mutter ist die 18-jährige Gorillafrau Mutasi. Und die scheint eine Vorliebe für Sonntagskinder zu haben: Auch Mileles dreijährige Schwester Mawenzi kam vor drei Jahren an einem Sonntag zur Welt. Kaum mehr als eine Woche ist es alt und sieht schon perfekt frisiert aus, mit seinem Mittelscheitel im auffällig langen Kopfhaar: das Gorillamädchen Milele. Vor allem aber wirkt es putzmunter und gesund, trinkt viel und schaut auch sonst sehr zufrieden aus seinen großen, dunklen Augen. Mit Recht, denn Mutasi – mit nunmehr drei Kindern eine erfahrene Mutter – kümmert sich vorbildlich um ihre Jüngste. Dabei klappte das Zusammenspiel zwischen den beiden von Beginn an wie am Schnürchen: Nach der Geburt und einem kleinen Vollwaschgang mithilfe der Zunge nahm Mutasi sich ihr Baby zur Brust, dieses begann brav zu nuckeln – und lässt sich seither von der Mama herumtragen, den Körper pflegen und nach Strich und Faden verwöhnen. Obwohl Mutasi nicht zu den Müttern gehört, die ihre Kinder übermäßig lange und intensiv „pampern“, so ist es für ihre dreijährige Tochter Mawenzi derzeit trotzdem nicht ganz leicht, zurückstecken und zuschauen zu müssen, wie das neue Nesthäkchen das Alleinrecht auf Mutters Milchvorräte und Arme genießt. Andererseits findet Mawenzi die kleine Konkurrentin ja selbst durchaus spannend. Und das ist gut so, denn für die Dreijährige ist die neue Situation ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden: Von Mutasi und Milele lernt sie vieles, was sie später selbst als Mutter über Geburt, Pflege und Erziehung wissen sollte. Wie Milele und Mawenzi sowie deren achtjährige Schwester Shira, die mittlerweile in Frankfurt lebt und dort schon erfolgreich den Silberrücken Viatu erobert hat, so ist auch Mutter Mutasi eine waschechte Stuttgarterin: Sie wurde 1994 geboren, als Tochter des früheren Silberrückens Banjo und der heute etwa 50-jährigen Mimi – die Stammesälteste ist elffache Mutter, 17-fache Groß- und 15-fache Urgroßmutter und hat auch bereits einen Ururenkel! Ebenfalls zum Clan gehören die Frauen Kolo und Undi sowie Kolos dreijähriger Sohn Kimbali; unangefochtenes Oberhaupt der Familie ist Silberrücken Kibo. Somit leben – und das ist das Schöne an der Gorillafamilie der Wilhelma – drei Generationen unter einem Dach. Außerdem versuchen die Zoologen und Pfleger derzeit, die rund zweieinhalbjährige Waise Claudia vorsichtig in die Familie zu integrieren. Ein Geduldspiel, denn alles hängt davon ab, ob Kibo das Gorillamädchen tolerieren wird. Bei ersten Kontakten durchs Gitter und im separaten Gehege schien er sie zwar zu mögen. Aber das heißt noch lange nicht, dass er den kleinen Fremdling als vollwertiges Mitglied in seinem Clan haben will. Damit die Eingewöhnung unter sorgfältiger Beobachtung und mit der nötigen Ruhe erfolgen kann, ist der Bereich direkt vor dem Gorillagehege unter der Woche derzeit vormittags für Besucher gesperrt. Doch täglich ab 13.30 Uhr – Fütterungszeit! – und am Wochenende gibt es genügend Gelegenheiten, die Familie, das neue Baby sowie die verschiedenen Facetten des Zusammenlebens im Gorillaclan live zu erleben.

Zoo Duisburg, 07.03.2012
Tierpatenschaften im Zoo: Bilanz eines Erfolgsmodells
Gemeinsam mit dem 2010 verstorbenen Ex-Zoodirektor von Duisburg, Dipl.-Biol. Reinhard Frese, rief die zoobegeisterte Frau Dr. Doris Heckermann-Meisters als Zoo-Beauftragte eine Kampagne ins Leben, welche seither unter dem Markenzeichen „Aktion Tierpatenschaften“ die fantastische Summe von insgesamt weit über 1 MILLION Euro ! eingeworben hat. In all den Jahren sorgte sie dafür, dass Gorillas und Giraffen, Waschbären und Wombats, aber auch Brautenten und Buntbarsche ihre höchst unterschiedlichen Speisepläne jeweils für ein ganzes Jahr lang von Tierfreunden aus ganz Deutschland (mit-)finanziert bekommen. Mittlerweile hat ihr Sohn Thilo Heckermann diese ehrenwerte Aufgabe übernommen, und er ist nun derjenige, der die unzähligen Gönner und Paten betreut und den immensen Aufwand an Verwaltung und Organisation von Hunderten von Paten ausschließlich ehrenamtlich arrangiert bzw. realisiert. Mutter und Sohn werden ein weiteres Mal persönlich die „Jahres-Ausbeute 2011“ über stolze 115.000 Euro Patenschafts-Spendengelder an Zoodirektor Dipl.-Biol. Achim Winkler übergeben. Weitere Informationen sowie die aktualisierte Liste sämtlicher Patentiere finden sich auf der Homepage www.tierpaten.de.

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