Unterarten des Steppenzebras

Burchell-Zebra (Zoo Heidelberg)

Burchell-Zebra (Zoo Heidelberg)

Heute unterscheidet man sechs Unterarten des Steppenzebras, die sich vor allem in der Größe und der Fellzeichnung unterscheiden. Generell ist von Norden nach Süden eine Streifenreduktion und Größenzunahme festzustellen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Formen sind jedoch fließend. Genetische Studien von Minisatelliten und mitochondrialer DNA ergaben ebenfalls geringe Unterschiede zwischen den einzelnen Unterarten, trotz einer insgesamt großen genetischen Variabilität.
Mähnenloses Zebra (E. q. borensis); Südsudan, Südäthiopien, Norduganda und Nordkenia
Böhm- oder Grant-Zebra (E. q. boehmi); Ostafrika (Kenia, Tansania, Uganda, Sambia)
Crawshay-Zebra (E. q. crawshayi); Nordmosambik, östliches Sambia (z. B. Südluangwa-Nationalpark); die Steppenzebra-Unterart mit der dichtesten Streifung
Chapman-Zebra (E. q. chapmani); Simbabwe, Botswana, Sambia
Burchell-Zebra (E. q. burchellii), nördliches Südafrika, galt seit 1910 als ausgestorben, wird heute jedoch mit dem Damara-Zebra (E. q. antiquorum) gleichgesetzt. Da der ältere Name Priorität hat, gilt burchelli
Quagga (E. q. quagga), Südafrika, seit 1883 ausgestorben. Es handelte sich um ein hellbeiniges, dunkles Zebra mit mittelbrauner Grundfarbe. Nur Kopf und Hals waren bis zum Widerrist gestreift.
Das Quagga wird manchmal noch als eigenständige Art eingestuft, allerdings haben inzwischen Untersuchungen von Quagga-DNA-Fragmenten sehr starke Beweise für die schon länger gehegte Vermutung geliefert, dass es zur selben Art wie das Steppenzebra gehört. Da der wissenschaftliche Name des Quaggas (ursprünglich Equus quagga) älter als der des Steppenzebras (ursprünglich Equus burchellii) war, wurde der Name Equus quagga nach den Regeln der zoologischen Nomenklatur für die gesamte Art gültig.

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