Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Opel-Zoo Kronberg/ Taunus, 21.03.2012
Schirmherr Ministerpräsident Volker Bouffier und andere „Schwergewichte“ beim Ersten Spatenstich zum Neubau der Elefantenanlage im Opel-Zoo
„Schwergewichte“ im Opel-Zoo: Nicht nur die Sonne lacht, freudige Mienen trotz ungewohnter körperlicher Arbeit findet man auch beim Schirmherrn Ministerpräsidenten Volker Bouffier, der gemeinsam mit den Herren des Stiftungsvorstandes, Gregor von Opel, Staatsminister a.D. Jürgen Banzer und Regierungspräsident a.D. Gerold Dieke, mit dem Ehrenvorstand Dr. Gerhard Grenz, mit der Fördervereinsvorsitzenden Brigitte Kölsch, mit Hans-Dieter Heeb, Vertreter der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung, mit dem Eschborner Bürgermeister Wilhelm Speckhardt, mit Jutta Nothacker, der Geschäftsführerin der Flughafenstiftung, mit dem Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs und last but not least mit dem Zoodirektor Dr.Thomas Kauffels durch den Ersten Spatenstich zum Neubau der Elefantenanlage symbolisch die für den Fortbestand des Kronberger Opel-Zoos so wichtige Baumaßnahme startet. „Der heutige Spatenstich für die neue Elefantenanlage zeigt, dass der Opel-Zoo, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die vielen freiwilligen Helfer und Unterstützer hier etwas Großartiges auf die Beine gestellt haben“, erklärt Ministerpräsident Bouffier. „Damit ist die hessenweit einmalige Elefantenhaltung nachhaltig gesichert. Als Schirmherr freue ich mich ganz besonders, dass die Elefanten hier, im Rhein-Main-Gebiet, auch in Zukunft ein artgerechtes Zuhause finden werden. Ich hoffe, dass auch weiterhin viele Besucher die Chance nutzen werden, um diese majestätischen Tiere und die vielen kleineren aber nicht minder interessanten Attraktionen des Opel-Zoos zu bewundern“, so Bouffier. Da eine solche Baustelle durchaus auch eine Attraktion sein kann und Besucher und Interessierte sich über den Baufortschritt informieren möchten, haben die Zooverantwortlichen an vier Stellen rund um die Baustelle die Baupläne auf große Banner gedruckt und gewähren dort „Baustellen-Einblicke“. In Kürze wird man auch auf der Homepage des Opel-Zoos über eine Webcam den Baufortschritt bewundern. Darüber hinaus plant Dr. Kauffels sogar Sonderführungen zur Baustelle – sicherlich eine gute Chance, die baulichen Notwendigkeiten in der Elefantenhaltung in der Entstehung zu erfahren!

Vogelpark Walsrode, 21.03.2012
EAZA Bird TAGs Meeting 2012 im Weltvogelpark Walsrode
Die Europäische Vereinigung der Zoos und Aquarien (European Association of Zoos and Aquaria / EAZA) gehört zu den wichtigsten Organisationen im Artenschutz weltweit. Die internationalen Experten für den Vogelschutz treffen sich vom 18.-22. April im Weltvogelpark Walsrode, um den Beitrag der Zoos zur Nachzucht seltener Arten zu koordinieren. Zentrales Anliegen im Artenschutz ist es, das Überleben der Art in ihrem Ursprungsgebiet zu ermöglichen. Aus vielfältigen Gründen – von Umweltkatastrophen bis zu in den meisten Fällen Eingriffen des Menschen – sind einige Arten gefährdet und ihre Existenz auf die Nachzucht in Gefangenschaft angewiesen. Im Mittelpunkt des Treffens der EAZA Bird TAG (Taxon Advisory Group = Experten für den Arterhalt der Vögel) steht das „Captive Breeding“, also die Nachzucht von seltenen und gefährdeten Arten in Zoos: Die zahlreichen Artenschutzbemühungen der Zoos und Tierparks sollen mit diesem Treffen besser koordiniert werden. “Facilitating zoo based in situ conservation for avian species” Zusammenarbeit mit BirdLife und anderen NGOs, um eine Liste der Vogelarten zu erstellen, bei denen Nachzucht in Zoos in die Strategie der Arterhaltung einbezogen werden sollte. Erarbeiten einer Strategie für die durchgehende Kommunikation und Zusammenarbeit der TAGs mit relevanten Organisation (IUCN-SSC Taxon Specialist Groups u.a.). Vorstellung von Beispielprojekten und Erfahrungen in der Nachzucht (Auswahl, Durchführung, Evaluation), um die richtigen Strategien zu erarbeiten und eine Liste der Institutionen für die unterschiedlichen Nachzuchtprojekte zu erstellen.

Zoo Leipzig, 21.03.2012
Zwergflusspferde mit Perspektive – Veolia Wasser übernimmt Patenschaft
Damit unterstützt das Leipziger Unternehmen nicht nur den Zoo, sondern indirekt auch den Artenschutz. Denn Zwergflusspferde (Hexaprotodon liberiensis) sind vom Aussterben bedroht. Die Zahl der lebenden Vertreter in der freien Wildbahn ist rückläufig, die Tiere stehen seit 2008 auf der Roten Liste. Zudem ist die Zucht schwierig, da in Zoos weltweit nur etwa 330 Tiere leben und es deutlich mehr weibliche als männliche Zwergflusspferde gibt. In der Tropenerlebniswelt Gondwanaland lebt ein junges Paar. Zwergflusspferddame Maji (geb. 08. Oktober 2010 in Kerkrade) hat mit Euforio das einzige in 2010 geborene männliche Tier zum Partner bekommen. Der Zoo Leipzig nimmt mit den beiden am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) teil. „Als Zoo setzen wir uns intensiv für den Erhalt bedrohter Arten ein – sowohl im Freiland als auch mit Zuchtprogrammen in Zoos. Wir freuen uns, dass mit Euforio und Maji ein potentielles Zuchtpaar bei uns lebt“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold, der für die kommenden Jahre auf Nachwuchs bei den kleinen Dickhäutern hofft. Auch Veolia-Geschäftsführer Kai Uwe Krauel ist von den Zergflusspferden begeistert: „Wir freuen uns sehr über unsere sympathischen Patentiere. Wasser ist unser Element, und Artenschutz und Artenvielfalt sind uns wichtige Anliegen. Wir wünschen den beiden deshalb ein glückliches Flusspferdleben in Gondwanaland.“ Die Tierpatenschaften im Zoo Leipzig werden vom Freundes- und Förderkreis betreut. Derzeit bestehen rund 1.150 Patenschaften. Weitere Informationen unter www.zoo-leipzig.de/foerdern-helfen/tierpatenschaften/

Zoo Augsburg, 21.03.2012
Sichtbarer Frühling auch im Augsburger Zoo
Die Temperaturen gehen mittlerweile schon eindeutig nach oben, und auch im Zoo ist die Ankunft des Frühlings schon deutlich zu erkennen. Die frei lebenden Störche sind wieder wohlbehalten aus ihrem Überwinterungsquartier zurück gekehrt und haben mit den Renovierungsarbeiten ihres Nestes begonnen. Die Besucher warten nun gespannt auf die erste Eiablage, denn natürlich ist die Kamera wieder auf das Nest gerichtet und der Blick von oben wird auf den Fernseher im Mähnenwolfunterstand übertragen. Auch die heimischen Schlangen (Kreuzotter, Ringelnatter und Schlingnatter) sind wieder im Zoo eingetroffen und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. Während die Terrarien der Reptilien schon wieder eingerichtet und besetzt sind, werden die Amphibien in den nächsten Tagen hergerichtet, so dass Bergmolche und Laubfrösche wieder einziehen können.

Zoo Duisburg, 22.03.2012
Wiedervereinte Delfin-Großfamilie begeistert Besucher
Der Zoo Duisburg hatte im letzten Spätsommer international stark auf sich aufmerksam gemacht, als erstmalig in der Geschichte der Delfinhaltung in Deutschland gleich drei Jungtiere nahezu zeitgleich geboren wurden! Innerhalb von nur drei Wochen erblickten die Jungdelfine DIEGO, DÖRTE und DARWIN im RWE-Delfinarium das Licht der Welt und markierten einen sensationellen Zuchterfolg! Die Familiengruppe musste zwar zwischenzeitlich auf die drei Mütter nebst Nachwuchs verzichten, da diese in Aufzuchtsbereichen hinter den Kulissen einer strengen Quarantäne unterstellt wurden. Nach und nach jedoch wurden Mutter DELPHI mit Tochter DÖRTE, Mutter PEPINA mit Sohn DIEGO und Mutter DAISY mit Sohn DARWIN wieder mit den anderen Familienangehörigen zusammengeführt. DONNA und DOLLY, die bereits 2007 im RWE-Delfinarium geboren wurden und den Zoobesuchern über ihre kindsköpfige Teilnahme bei den täglichen Vorführungen bereits bestens bekannt sind, nahmen ihre „große Schwester“-Rolle hervorragend an. Und last not least durfte danach auch der stolze Papa IVO mit seinem Nachwuchs gemeinsam schwimmen. Fast ist man schon versucht, von der Duisburger Delfin-Schule zu schreiben, angesichts der Tatsache, dass sich nunmehr 9 Große Tümmler Mehrbeckensystem tummeln, wovon 7 waschechte Duisburger sind. Darunter befinden sich seit der Geburt von DOLLY auch Deutschlands erste Delfine in bereits 2. Generation! Außerhalb der Vorführungen spielt nun die gesamte Gruppe im biologisch gefilterten Wasser des RWE-Delfinariums und begeistert Groß und Klein. Aber auch in den Vorführungen glänzt die Rasselbande der Jungdelfine schon durch diverse Alleingänge und nachgeahmte Sprungeinlagen und sorgt für viel Unterhaltung.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 22.03.2012
Neue Angebote im Tiergarten Schönbrunn
Spatenstich für Eisbärenwelt „Franz Josef Land“ – Spannende Angebote für Besucher: Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Tiergartenbiologie und wachsende Ansprüche der Besucher sorgen dafür, dass sich ein Tiergarten laufend weiter entwickeln muss. Das nächste große Projekt ist die Eisbärenwelt „Franz Josef Land“, die 2014 eröffnet wird. Heute nahm Mitterlehner als Eigentümervertreter den offiziellen Spatenstich vor. „Wir wollen im Tiergarten innovativ führend und nicht bewahrend agieren. Daher werden insgesamt rund 10,5 Millionen Euro in dieses zukunftsweisende neue Angebot investiert“, so Mitterlehner. Die Außenanlage der neuen Eisbärenwelt wird mit einer Fläche von 1.700 Quadratmetern fast dreimal so groß sein wie die alte. „Mit unterschiedlich tiefen Wasserbecken und wechselnden Bodenstrukturen wird die neue Anlage den Tieren bestmögliche Lebensbedingungen bieten. Auf Fels- und Geröllflächen, in Bächen und Wasserfällen sind für die Bären große Rundgänge möglich“, so Tiergartendirektorin Schratter. Die Besucher können die „weißen Riesen“ aus verschiedensten Perspektiven beobachten. Die Innenanlage mit unterirdischen Bereichen dient als Rückzugsmöglichkeit für die Eisbären. Um eine stressfreie Aufzucht zu ermöglichen, ist ein eigener Mutter-Kind-Bereich vorgesehen. Hier kann die Tiefe des Wassers an den Entwicklungsstand des Eisbären-Nachwuchses angepasst werden. Der Polardom dient den Besuchern als Aussichtsplattform und Infozentrum. Schratter: „Hier erfährt man alles über die polare Tierwelt und ihre Gefährdung. Diese Welt auch sinnlich erlebbar zu machen, dafür sorgen der Besuchertunnel mit anschließender Höhle, wo durch Absenkung der Raumtemperatur polare Klimaverhältnisse, sowie faszinierende Einblicke ober und unter Wasser geschaffen werden.“ Auf dem Dach des Polardoms sind Flächen für Photovoltaik-Elemente geplant. Denn die neuen Anlagen werden nicht nur tiergerecht, sondern auch nachhaltig geplant und gebaut.

Tierpark Hagenbeck Hamburg, 23.03.2012
Savanne ich komme
Zehn Tage verbrachte Giraffen-Nachwuchs Mugambi im Stall, abgeschieden von neugierigen Blicken. Nun darf er die Giraffen-Savanne erobern, ein Angebot, dass er im Galopp annahm. Am Dienstag, den 13. März, kam der kleine Riese nachmittags um 15 Uhr im Tierpark Hagenbeck zur Welt. Mit einem Geburtsgewicht von 55 Kilogramm und einer Höhe von 1,65 Meter ist die seltene Rothschild-Giraffe noch etwas zierlich. Reviertierpfleger Thomas Günther ist sich sicher, dass der Kleine schnell wachsen wird. „Mugambi hat sich prächtig entwickelt. Er ist ein sehr neugieriger und fitter Bursche. Bereits kurz nach der Geburt stand er neben seiner Mutter Etosha (16) und hat erste Trinkversuche unternommen.“ Mit etwa fünf Jahren bringt es ein ausgewachsener Bulle auf eine Körperhöhe von mehr als fünf Metern. Für Giraffen-Mutter Etosha war es bereits die fünfte Geburt und somit Routine. Der ganze Stolz des Giraffen-Hauses erhielt einen königlichen Namen, denn wörtlich übersetzt bedeutet Mugambi König. Und wie ein König verhielt sich der Neuzugang auf der Savanne auch. Zwischen Großen Kudus, Impalas und Marabus lief er stolz umher und erkundete mit Elan und Schwung sein neues zu Hause. Der seltene Nachwuchs ist Aushängeschild für eine bedrohte Population. Im Freiland leben nur noch knapp 650 Rothschild-Giraffen. Bereits 1994 hat sich der Tierpark Hagenbeck dazu entschieden, am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm dieser beeindruckenden Säugetierart teilzunehmen. Wer sich die Geburt des niedlichen Giraffenkalbes Mugambi ansehen möchte, hat unter dem Videolink auf hagenbeck.de die Gelegenheit.

Tierpark Berlin, 23.03.2012
Wertvoller Bartgeiernachwuchs im Tierpark Berlin für das erfolgreiche Wiederansiedlungs- Projekt in den Alpen
Wie auch in den Jahren zuvor hat das Bartgeierpaar im Tierpark Berlin wieder erfolgreich auf seinem aus 2 Eiern bestehenden Gelege gebrütet. Am 12. März schlüpfte nach 55 Tagen Brutdauer der erste Jungvogel. Das zweite Ei wurde an diesem Tag aus dem Horst entnommen und in die Brutmaschine gelegt. Das ist notwendig, da bei dieser Geierart das erstgeschlüpfte, stärkere Küken das zweitgeschlüpfte tötet (, so dass unter natürlichen Bedingungen immer nur ein Jungvogel aufwächst. Während der erste Jungvogel nun von seinen Eltern in der großzügigen Voliere der europäischen Gebirgstieranlagen fürsorglich aufgezogen wird, müssen sich um den zweiten, am 16. März in der Brutmaschine geschlüpften zunächst die Tierpfleger kümmern Er hat inzwischen ein Gewicht von 200 Gramm erreicht und soll am morgigen Freitag, dem 23. März in den Zoologischen Garten Berlin gebracht werden. Das dortige Bartgeierpaar hat erfolglos auf unbefruchteten Eiern gebrütet und soll nun das zweitgeschlüpfte Jungtier aus dem Tierpark adoptieren. Bereits im vorigen Jahr hat das zum ersten Mal ausgezeichnet funktioniert und die Adoptiveltern haben den Jungvogel problemlos aufgezogen. Der Tierpark Berlin möchte damit auf das überaus erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekt des Bartgeiers in den Alpen aufmerksam machen, an dem wir uns seit über 20 Jahren beteiligen. Nachdem der zu den eindrucksvollsten Greifvogelarten Europas gehörende Bartgeier bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in den Alpen ausgerottet war, wurde von WWF und Frankfurter Zoologischer Gesellschaft 1978 ein internationales Projekt zur Wiederansiedlung ins Leben gerufen, an dem sich viele zoologische Gärten beteiligen. Bereits 1986 konnten die ersten in Menschenobhut geschlüpften und aufgezogenen Geier im Nationalpark Hohe Tauern, Österreich ausgewildert werden. Eines der wiederangesiedelten Paare zog dann 1997 erstmalig einen Jungvogel in den französischen Alpen erfolgreich auf. Inzwischen leben in den Alpen wieder fast 400 Bartgeier, die seit 1996 insgesamt 108 Jungvögel erbrüteten, von denen 83 ausgeflogen sind. Der Tierpark Berlin beteiligt sich seit 1988 an diesem beispielhaften Projekt, an das inzwischen 22 von insgesamt 24 aufgezogenen Bartgeiern abgegeben wurden. Mit dem im Vorjahr im Zoologischen Garten Berlin aufgezogenen Jungvogel ,,Smaragd“, der wiederum im Nationalpark Hohe Tauern ausgewildert wurde, gingen bereits 11 Bartgeier aus der Friedrichsfelder Zucht zurück in die angestammte Heimat, die europäischen Alpen. Der Tierpark Berlin hat damit einen beachtlichen Beitrag geleistet, dass der bemerkenswerte Bartgeier heute wieder in den Alpen heimisch ist.

Opel-Zoo Kronberg/ Taunus, 26.03.2012
Zahlreiche Jungtiere im Kronberger Opel-Zoo – Selbst bei Warzenschweinen ist der Nachwuchs niedlich
Die beiden Warzenschweine im Opel-Zoo wirken mit ihrer stämmigen Figur, der grauen Farbe, den markanten Hauern und den zotteligen Haaren schon sehr urtümlich und würden nach menschlichem Geschmack ganz sicher keinen Schönheitswettbewerb im Tierreich gewinnen. Aber selbst bei ihrem Nachwuchs wirkt das „Kindchenschema“ und wohl jeder ist von den quirligen Kleinen mit den kurzen Beinen und den runden, rosagrauen Bäuchen fasziniert. Und so werden die vier, im Dezember 2011 geborenen, seit kurzem bei schönem Wetter auf der Außenanlage im Opel-Zoo zu sehenden Jungtiere ganz sicher zu den neuen Publikumslieblingen. Während ihre Mutter stets aufmerksam über sie wacht und die Umgebung nach möglichen Feinden absucht, toben die Kleinen wie kleine Gummibälle durch das Gelände, machen erste Erfahrungen mit dem von ihresgleichen so geliebten Schlammbecken, wühlen nach Fressbarem und zeigen dabei bereits das für Warzenschweine so typische Verhalten, in dem sie sich mit den Vorderbeinen hinknien, um mit ihrer Schnauze mögliche Knollen und Wurzeln besser ausgraben zu können. Es ist bereits das zweite Mal, dass das Kronberger Warzenscheinpärchen für Nachwuchs dieser archaisch anmutenden Tierart sorgt und so ist die Freude besonders groß, denn Warzenschweine sind äußerst störanfällig und es gibt immer das Risiko, dass die Mutter den Wurf in den ersten Wochen nach der Geburt im Stich lässt. Diese Gefahr ist aber inzwischen gebannt und so wird die kleine Rotte regelmäßig auf der Außenanlage zu bewundern sein. Im Kronberger Freigehege sind noch weitere Jungtiere zu sehen: Bei den beliebten Erdmännchen im Gehege am Elefantenhaus gibt es doppelten Nachwuchs, in der großen Gehege der Hirschziegenantilopen gilt es zwei Jungtiere zu entdecken, die Sikahirsche im Waldrevier haben eine Kinderstube und – wie immer zum Osterfest – sind junge Ziegen auf der Ziegenwiese, Schafe, Meerschweinchen und Kaninchen im Streichelzoo und die ausgebrüteten Küken im Bruthaus im Hessischen Bauernhof zu bewundern. Und so kann der Zoobesuch in den Osterferien für Jung und Alt zu einem besonderen Vergnügen werden, zumal auch ein attraktives Programm lockt, bei dem man einfach und ohne Anmeldung und kostenfrei, ohne weiteren Zuschlag zum Eintrittspreis mitmachen kann: Jeden Dienstag geht es um 11 Uhr mit einer Öffentlichen Führung zu Osterhase, Osterlamm und allerlEi anderen Haustieren, jeden Mittwoch können die Kinder ab 6 Jahren in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr einen „Streichelzoo-Führerschein“ machen und am Ostersonntag und –montag werden die Kinder feststellen können, dass der Zoo-Osterhase“ auch in diesem Jahr fleißig war und jede Menge Süßigkeiten im bunten Osterwald versteckt hat, die die Kinder jeweils zwischen 10 und 12 Uhr suchen dürfen.

Zoo Hannover, 26.03.2012
Berberlöwen-Nachwuchs feiert 1. Geburtstag nach – Duftes Holzspielzeug für Samtpfötchen und Kratzbürste
Wenn man so selten ist wie ein Berberlöwe, bekommt man auch ein einzigartiges Geschenk zum Geburtstag. Und so wartete im Erlebnis-Zoo Hannover eine große, schwere Eins aus Holz, bemalt mit bunten Bällen, auf Zari und Joco, den ersten Nachwuchs der vom Aussterben bedrohten Berberlöwen. Der Kratzbaum der besonderen Art war nicht nur kindgerecht bunt, sondern duftete auch noch löwenlieblingslecker nach Parfüm und Gewürzen. Eine Mischung, der ein Löwe einfach nicht widerstehen kann. Das „dufte“ Holzspielzeug wurde eingehend untersucht, angeknabbert, beleckt und beschmust. Begeistert rieben die beiden ihren Hals über das Holz, bis die (noch) kurze Mähne von Joco ähnlich bunt war wie die Kreidebälle auf der Eins. Das duftende Spielzeug schenkte ihnen ihr Patenunternehmen, der Batteriespezialist Johnson Controls Power Solutions EMEA. Dessen Geschäftsführer, Johann-Friedrich Dempwolff, und Zoodirektor Frank Werner trugen die schwere Eins gemeinsam auf die leere Löwen-Anlage und sahen dann aus sicherer Entfernung zu, wie Zari und Joco in ihr Gehege stürmten und das Holz mit ihren Krallen bearbeiteten. „Das duftende Holzspielzeug dient der Tierbeschäftigung“, erklärte Zoodirekor Werner. „Mit verschiedenen Gerüchen im Gehege, Parfüm oder Gewürzen, bieten wir den Großkatzen neue Reize. Die Löwen folgen den Duftspuren ausdauernd, sie wälzen sich so lange in dem fremden Duft, bis jede Ecke wieder mit ihrem eigenen Geruch markiert ist.“ Johann-Friedrich Dempwolff betonte: „Die Patenschaft für die beiden Löwenkinder liegt uns am Herzen, nicht nur weil sie sehr wichtig sind für den Erhalt ihrer bedrohten Art, auch unsere Mitarbeiter waren auf Anhieb von Joco und Zari begeistert.“ Der erste Nachwuchs der Berberlöwen im Erlebnis-Zoo Hannover wurde am 24. Februar 2011 geboren. Aber weil das Wetter im Februar so schlecht war, wurde der erste Geburtstag heute nachgefeiert. Aus den winzigen Fellknäueln sind inzwischen stattliche Junglöwen geworden: Kronprinz Joco kann bereits mit einer Mähne angeben (auch wenn die noch eher einem wilden Flaum gleicht). Seine Schwester Zari ist mittlerweile genauso anmutig wie Mutter Binta.

Tierpark Hagenbeck Hamburg, 26.03.2012
Osterspaß bei Hagenbeck
Was wäre Ostern ohne Eiersuche? Auch bei Hagenbeck ist ein aufmerksames Auge gefragt, um die im Tierpark versteckten Ostereier zu finden. Sieben große hölzerne Eier gilt es bei der diesjährigen Oster-Rallye zu entdecken. Die darauf gemalten Buchstaben sollen zu einem Lösungswort zusammengesetzt werden. Zehn Rätselfreunde mit richtigem Lösungswort können sich anschließend über Hagenbeck-Überraschungspakete freuen. Die Teilnahmekarten sind an den Kassen erhältlich, solange der Vorrat reicht. Alle Besucher bekommen eine schokoladige Nascherei. Possierliche Kaninchen bilden an beiden Tierpark-Eingängen das tierische Empfangskomitee und niedlicher Nachwuchs ist bereits in den Gehegen unterwegs. So wie Mugambi, der ganze Stolz im Giraffenhaus, der ab Ostern auf der Giraffen-Savanne zu sehen ist. Mit seinen 1,65 Metern und dem aufgeweckten Temperament bringt er ganz schön Schwung in die vierköpfige Gruppe der Rothschild-Giraffen. Für kleine Tierfreunde fährt die nostalgische Märchenbahn in die Welt der Gebrüder Grimm und anderer bekannter Märchenerzähler. Sich wie ein Cowboy zu fühlen ermöglicht eine Ponytour durch den Tierpark. Viel Raum und Anregung zum fantasievollen Toben bietet der große Kinderspielplatz. Im Streichelgehege können verschiedene Tiere gekrault und gefüttert werden. Bei Kutschfahrten kann die ganze Familie den Tierpark einmal aus einer anderen Perspektive kennen lernen. Nutzen Sie die Ostertage zu einem tierischen Ausflug und erleben Sie mehr als 1.850 Tiere inmitten einer einmaligen Parklandschaft. Der Tierpark hat an allen Ostertagen von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Zoo Berlin, 27.03.2012
Selten gesehenes Kugelgürteltier neu im Berliner Zoo!
Etwa 80 Jahre ist es her, als man im sogenannten Raritätenkabinett des Berliner Zoos das letzte Kugelgürteltier betrachten konnte. Jetzt ist es an der Zeit, Versäumtes nachzuholen; denn seit einer guten Woche lebt wieder eines dieser spektakulären Säugetiere im Tropenaffenhaus des Zoos. Wenn das junge Männchen, das am 12. September des vergangenen Jahres in Halle geboren wurde, nun in Berlin geschäftig seine Bahnen zieht, sammeln sich sogleich viele Besucher fasziniert vor seinem Gehege. Der gepanzerte Warmblüter erinnert an ein Tier aus der Urzeit und ist tatsächlich in der Lage sich bei drohender Gefahr gleich einer großen Kellerassel vollständig einzurollen. Entrollt hat das Tierchen etwa die Länge eines Lineals und man ist erstaunt, wie flink es auf die Suche nach Insekten den Bo-den durchstöbern kann. In ihrer südamerikanischen Heimat gelten die bei uns selten gezeigten Nebengelenktiere nicht als gefährdet und manch Gürteltier endet hier noch heute als Resonanzkörper für ein Zupfinstrument, das Gürteltier-Charango. Dieses Schicksal bleibt „Alfons“, dem Berliner Neuankömmling, definitiv erspart. Vielmehr wird man sich stark darum bemühen, eine Partnerin für ihn zu erwerben. Aber auch ohne Gesellschaft leben Kugelgürteltiere sehr glücklich, handelt es sich doch um Einzelgänger, die nur zu Fortpflanzungszwecken Kontakt zu Artgenossen suchen. Schon als Jungtiere brauchen sei keinen Spielpartner; denn stets werden sie als Einzelkinder geboren. Wer sich genauer mit den interessanten Säugetieren beschäftigt, wird noch die eine oder andere Besonderheit entdecken. Ein Besuch von „Alfons“ lohnt unbedingt, doch zuweilen kugelt sich das erschöpfte Gürteltierchen auch zum Schlafen zusammen. Dann sollte man ihm seine Ruhe gönnen.

Zoo Wilhelma Stuttgart, 27.03.2012
Frischlinge in der Wilhelma: Sechs junge Wilde aus gutem schwäbischem Saustall
Für die Tragzeit gibt es bei Wild- und anderen Schweinen eine Art Faustformel: Danach kommen die Jungen genau nach drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen zur Welt – in Mitteleuropa meist in der Zeit von März bis Mai. In der Natur geht die Bache mit ihrem Nachwuchs eigene Wege, bis die Frischlinge groß genug sind, um mit der umherziehenden Rotte mitzuhalten. Die Keiler streifen außerhalb der Paarungszeit ohnehin als Einzelgänger umher. Bei Isolde und Tristan sieht es ein wenig anders aus. Die beiden leben in der Wilhelma seit 2004 in fester Dauerehe, Tristan nimmt durchgängig am Familienleben teil und lässt sich vom gemeinsamen Nachwuchs fast schon auf der Nase herumtanzen. Nur wenn es die kleinen Wilden gar zu toll treiben, setzt es auch mal einen Rüffel. In der Wilhelma bringt Isolde die Frischlinge im geschützten Stall zur Welt. In den Wäldern dagegen wählt eine Bache vor der Geburt sorgfältig den richtigen Platz für ihre Kinderstube aus – am liebsten in Südlage, damit die Sonne das Nest gut beheizt. Den Wurfkessel polstert die werdende Wildschweinmutter mit Gras aus und sogar eine Art Dach baut sie. Denn während der ersten Lebenstage reagieren die Kleinen sehr empfindlich auf Kälte und Nässe, sie können ihre Körperwärme noch nicht selbst regulieren. Also wird nach der Geburt zunächst einmal ein bis drei Wochen zu Hause im warmen Nest geblieben und dieses erst verlassen, wenn das Wetter mitspielt. In dieser Zeit ist mit der Bache nicht zu spaßen, ihre Jungen verteidigt sie notfalls mit Hauern und Klauen. Auch Menschen sind dann vor Angriffen keineswegs sicher, falls sie der Wildsau und ihrem Wurf zu nahe kommen. Trotz des ausgeprägten mütterlichen Schutzes ist die Sterblichkeit unter Frischlingen sehr hoch: Neben Kälteeinbrüchen in den ersten drei Lebenswochen drohen in einigen natürlichen Lebensräumen noch Gefahren durch Fressfeinde wie Wölfe, Bären und Luchse. Wo diese mit den Wildschweinen das Revier teilen, überleben daher nur 30 Prozent, in raubtierfreien Gebieten durchschnittlich 75 Prozent der Jungen. In der Wilhelma hat nur eines von sieben Jungen aus Isoldes jüngstem Wurf nicht überlebt, die restlichen sechs sind springlebendig und quietschvergnügt. Etwa drei bis fünf Monate lang werden sie ihren hübsch gestreiften Tarnanzug noch tragen, bevor sie ihn gegen ein braunes Jugendfell und später gegen die struppigen „Schwarzkittel“ der erwachsenen Tiere tauschen.

Tierpark Hellabrunn München, 27.03.2012
Löwenstarker Transfer
Es gibt wieder Löwen in Hellabrunn: Zwei junge Hamburger erobern die Dschungelwelt des Tierparks. Die tierischen Patenschaften übernehmen die Münchner Löwen vom TSV München von 1860 e.V. Seit ihrer Ankunft in Hellabrunn am Mittwoch, den 21. März, gewöhnen sich die beiden Löwen-Männchen an ihr neues Zuhause. Bisher haben die Großkatzen in einem großen Rudel mit Mutter Tembesi und ihren beiden Geschwistern zusammengelebt. Sie wurden in einem Vierlingswurf am 31. März 2011 im Hamburger Tierpark Hagenbeck geboren. Doch mit knapp einem Jahr ist es Zeit, dass die pubertären Jungs lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Um die Eingewöhnung im Süden zu erleichtern, gab es als Willkommensmahlzeit köstliche Rinderkeulen. Die gut 80 Kilogramm schweren Löwen sind optisch kaum zu unterscheiden, dafür charakterlich: Während der eine eher schüchtern ist, weiß der andere genau, dass er ein Löwe ist. Noch bevor das Löwenpaar in Hellabrunn ankam, hatten sich die Münchner Löwen die Patenschaft gesichert. Die Initiative stammte von 1860-Aufsichtsrat Robert von Bennigsen. „Ich las in einer Tageszeitung, München habe keine Löwen mehr. Darüber habe ich mich natürlich aufgeregt. Als ich dann mit Hellabrunn telefonierte, hörte ich, dass bereits junge Löwen in Hamburg gefunden waren“, berichtete Aufsichtsrat von Bennigsen, als er die jungen Löwen in Hamburg besuchte. „Nur die Patenschaft war noch offen. Dafür haben wir uns, als die „eigentlichen“ Münchner Löwen, dann sofort beworben.“ Der Verein hat mittlerweile die Patenschaft für die beiden Neu-Löwen übernommen. Sie wird gemeinschaftlich von Verein, Profifußball-KGaA sowie persönlich von Präsidium, den Aufsichtsräten und Gesellschafter Hasan Ismaik getragen. Unter den Mitgliedern und Fans des TSV 1860 werden nun Namen für die majestätischen Patentiere gesucht. „Wir starten online einen Aufruf und freuen uns, wenn sich möglichst viele Löwen daran beteiligen“ ergänzt Präsident Dieter Schneider. „Die Einzelheiten gibt es in den nächsten Tagen auf unserer Website zu finden. Es ist eine tolle Sache, dass der Tierpark Hellabrunn jetzt wieder `echte Löwen´ hat.“ „Wir freuen uns sehr, in Hellabrunn wieder Löwen zu zeigen. Aus diesen beiden jungen Wildkatzen werden bald prächtige Könige der Tiere mit einer stattlichen Mähne. Dank der Unterstützung der Münchner Löwen konnte der „Transfer“ so schnell umgesetzt werden“, so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

Tiergarten Nürnberg, 28.03.2012
Kleinbahn „Kleiner Adler“ nimmt Fahrt auf
Nach eine dreijährigen Pause während der Bauzeit der Delphinlagune nahm die beliebte Kleinbahn „Adler“ am Mittwoch, 28. März 2012, wieder Fahrt im Tiergarten der Stadt Nürnberg auf. Ab kommenden Samstag, 31. März 2012, wird der frisch renovierte „Kleine Adler“ wieder Besucherinnen und Besucher an Tiergehegen vorbei fahren. Durch den Bau der Delphinlagune wurde die Trasse neu verlegt und führt nun entlang des Giraffengeheges, unterhalb der Delphinlagune vorbei bis hin zum Kinderzoo – und natürlich auch wieder zurück. Bürgermeister Horst Förther ließ es sich nicht nehmen, die erste Fahrt nach der Renovierung zu begleiten: „Die Kleinbahn hat uns gefehlt. Schon mit meinen Kindern und jetzt mit den Enkeln bin ich immer gerne mit dem ‚Kleinen Adler‘ gefahren“, so Förther. „Die neue Trasse ist gelungen. Die Giraffen sind so neugierig, dass sie ganz nah an den Zug herankommen. Das ist sehr beeindruckend.“ Die neue Trassenführung der Kleinbahn konnte auch dank der großzügigen Förderung von SpardaBank, DeutscherBahn AG und Lions Club Nürnberg umgesetzt werden. Begleitet wurde die erste Fahrt von Kindern der Kinderoase St. Elisabeth in Gostenhof. Als Pächter für die laufende Saison konnte kurzfristig die Firma „Foto Raabe“ gefunden werden, die bereits mit einem weiteren Angebot im Tiergarten Nürnberg vertreten ist.

Zoo Heidelberg, 28.03.2012
Küstenpanorama erstrahlt in neuem Glanz / Nordseefeeling im Zoo Heidelberg
„Das ist ja wie an der Nordsee!“, rufen viele Besucher begeistert, kaum haben sie, dem Schrei der Möwen folgend, das Küstenpanoroma des Zoos betreten. Die kleine Anlage mit dem großen Erholungseffekt ist eine der attraktivsten Anlagen im Zoo Heidelberg und wurde gerade liebevoll saniert. In der begehbaren Voliere für zahlreiche See- und Watvögel fühlt sich der eher an hügelige Landschaften gewöhnte Süddeutsche an seinen letzten Urlaub an der Küste erinnert. Die naturgetreue Atmosphäre bewirkt sogar, dass viele Besucher Salz auf den Lippen schmecken, obwohl nur Süßwasser verwendet wird. Die perfekte Kulisse mit Leuchtturm und reetgedecktem Häuschen, das Klatschen der Wellen an den kleinen, weißen Sandstrand, wildes Möwengeschrei und der leichte Geruch nach Fisch machen das Erlebnis vollkommen und formt einen idyllischen Ausschnitt des Nationalparks Deutsches Wattenmeer. Besonders schön: Seit der Sanierung können sich Zoobesucher nun wie Urlauber in originalen Strandkörben entspannen, Meeresrauschen und Vogelruf inklusive.

Zoo Duisburg, 28.03.2012
Zoo Duisburg eröffnet riesige neue Brillenbärenanlage
Es ist geschafft, die nächste super Attraktion im Zoo Duisburg öffnet ihre Pforten: diesen Freitag, rechtzeitig zu Beginn der Osterferien, können die Besucher erstmals Vertreter einer bislang noch nicht am Kaiserberg gehaltenen Tierart bestaunen: die in ihrer Heimat Südamerika bestandsbedrohten Brillenbären. Dank der Umsiedlung des ehemaligen Streichelzoos ist im Herzen des Zoos eine riesige, 1300 Quadratmeter große Freianlage entstanden, die ganz nach Brillenbärengeschmack eingerichtet ist. Weibchen HUANCA ist 4jährig und kommt aus dem Zoo Zürich. Von der quirligen jungen Dame weiß man, dass sie sich überaus gerne im Wasser aufhält und schwimmt. So schießt kaltes Nass als Wasserfall von perfekt ausgebildeten Kunstfelsformationen, strömt den Bach entlang und ergießt sich in mehreren Teichen. Hier lässt sich in Zukunft ausgiebig mit dem aus dem Zoo Aschersleben eingetroffenen Partner, dem 14jährigen Männchen PABLO, planschen. Brillenbären lieben zu klettern. Auf der naturnah gestalteten Anlage wurden zig Kletterbäume installiert, inklusive zum Dösen einladende Hängematten. Die reichliche Bepflanzung lädt die Brillenbären zum intensiven Beschnuppern jeden Winkels der Anlage ein. Damit die Besucher möglichst das ganze Verhaltensspektrum der Bären verfolgen können, bieten sich mehrere Einblicke in die Anlage, teils über mehrere Meter hohe und breite Glasscheiben, teils barrierefrei am großen Teich vor dem Haupteinblick. Stimmig muss es auch außerhalb des Geheges zugehen. Insofern überrascht nicht, dass man z.B. Andentannen entlang des Weges antrifft. Die Unterstände sind im Erscheinungsbild auf südamerikanisch getrimmt, und auch der neue große Bärenkiosk fügt sich in dieses Bild ein. Das ehemalige Streichelzoo-Stallgebäude ist aufgehübscht und integriert worden. Einerseits präsentiert sich dort der Zooverein, der Hauptsponsor der Anlage. Andererseits lädt eine Infohütte mit allerlei edukativen Elementen ein, mehr über Biologie und Gefährdung von Großbären zu erfahren.

Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V., 30.3.2012
Neues Souvenir im Tierpark: Bio-Seekuhmilch als Tierpark-Andenken
Weltweit einmaliges Bio-Produkt: Ab Sonntag, den 1. April 2012 wird es in den Souvenir-Geschäften vom Tierpark Berlin ein eigens im Tierpark produziertes Souvenir geben. Die im Dickhäuterhaus vom Tierpark gehaltenen Seekühe – auch Manatis – werden in einem Schaubecken gehalten und geben wöchentlich Seekuhmilch. Diese wird nunmehr abgefüllt und in eigens dafür hergestellten Flaschen verkauft. Die 1 Liter-Flasche kostet 6,50 Euro. Der Verkaufserlös fließt in die Stiftung für Tierpark Berlin und Zoo Berlin. Die Seekuhmilch ist nicht nur unter optimalen Haltungsbedinungen produziert worden, sondern entspricht den Standards einer Bio-Milch. Die wichtigste Voraussetzung zur Produktion einer hochwertigen Bio-Milch-Qualität ist eine artgerechte Tierhaltung. Sie muss den natürlichen Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Die fünf Manatis geben ca. 60 Liter Milch in der Woche, so dass lediglich 60 Flaschen in der Woche zum Verkauf stehen. Immer am Sonntag werden die neu abgefüllten Flaschen verkauft.
Nachtrag (24. Juni 2012): Bei dieser PM handelt es sich übrigens um einen Aprilscherz. Ich gebe ja zu, dass ich darauf reingefallen bin. Ich habe mich zwar gewundert, aber den Wahrheitsgehalt nicht angezweifelt.

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