Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Allwetterzoo Münster, 12.04.2012
Erfolg einer „Hochzeitsreise“ nach Dülmen: Zu Ostern wurde im Allwetterzoo Münster ein Wildpferd-Fohlen geboren!
Am Ostermontag (9. April) freuten sich Tierpfleger und Besucher im Allwetterzoo Münster gleichermaßen: Sandy, eine Stute der Dülmener Ponys im Kinder- und Pferdepark, war über Nacht Mutter geworden! Souverän hat sie die Geburt allein gemeistert – es war schon ihre zweite. So wie für ihr erstes Fohlen, die inzwischen knapp dreijährige Freya, wurde Sandy wieder in Dülmen gedeckt. Im Allwetterzoo werden nur Stuten gehalten, deshalb war Sandy vor gut elf Monaten auf das Gestüt des Herzogs Rudolf von Croy in Dülmen gebracht worden. Einer der dort lebenden Zuchthengste ist nun Vater geworden. Das hübsche Stutfohlen, von den Pflegern auf den Namen „Alba“ getauft, hat ein karamellfarbenes Fell, eine sternförmige Blesse und den für Dülmener Ponys typischen Aalstrich. Es ist recht kräftig und temperamentvoll und scheint sich gut zu entwickeln: Immer wieder vollführt Alba regelrechte Bocksprünge oder rennt um ihre Mutter herum. Am Heu knabberte das Fohlen schon einen Tag nach der Geburt. Dennoch bleibt die Muttermilch vorerst die Hauptnahrung und man sieht das Fohlen entsprechend oft an der „Milchbar“ der Mutter. Alba wird von Sandy fürsorglich betreut und vor den Mitbewohnern geschützt, einer bunt gemischten Herde aus Dülmener Ponys, Islandpferden, Mongolenponys und den zottigen Poitou-Rieseneseln. In den Tagen nach der Geburt allerdings wurde die Pferdeanlage geteilt, so dass Alba und ihre Mutter nur mit den friedlichen Riesenesel zusammen leben. Die manchmal etwas ruppigen Mongolenponys sowie die restlichen Pferde leben im Waldbereich der Anlage. Sandy, die Mutter von Alba, ist vermutlich 15 Jahre alt. Sie war ein Geschenk des Erbprinzen zur Eröffnung des „Kinder- und Pferdeparks“ im Frühjahr 2005. Die Dülmener „Wildpferde“, die halbwild in einer großen Herde im Merfelder Bruch bei Dülmen leben, sind keine echten Wildpferde. Deshalb werden sie im Zoo auch im Gegensatz zu den ebenfalls hier gehaltenen Urwildpferden als „Ponys“ bezeichnet. Ihr Ursprung ist auf verwilderte Hauspferde zurückzuführen, was sich auch in ihrem Verhalten zeigt: Sie sind nicht aggressiv und können sehr zutraulich werden.

Opel-Zoo Kronberg/ Taunus, 12.04.2012
Nachwuchs bei den Europäischen Wildkatzen im Opel-Zoo: Live Übertragung aus der Wurfhöhle
Bereits seit 2005 werden im Opel-Zoo Europäische Wildkatzen gepflegt und seit 2006 gab es bisher jedes Jahr Nachwuchs. Auch in diesem Jahr wurden zwei Jungtiere geboren und zwar am 1. April. Wildkatzen sind einheimische Katzen, gehören zu den bedrohten Tierarten und stehen unter strengem Schutz. Die Tragzeit bei den Katzen beträgt 62 bis 68 Tage und die Kleinen kommen taub und blind mit einem Geburtsgewicht von gerade mal 135 g zur Welt zur Welt. In den ersten drei Wochen bleiben sie in der Wurfhöhle, stets gut versorgt von ihrer Mutter. Erst wenn sie stark genug sind und die Augen sich öffnen, beginnen sie ihr Umfeld zu erkunden. Zunächst sehr vorsichtig trauen sie sich an den Rand ihrer schützenden Höhle, bald schon mutiger in die nächste Nähe, und schließlich dann übermütig beim Herumtollen mit den Geschwistern auf die gesamte Außenanlage. Es ist natürlich höchst interessant, die ganz jungen Kätzchen dabei zu beobachten, wie sie von ihrer Mutter gesäugt und sauber geleckt werden und mitzuerleben, wie schnell sie wachsen und an Gewicht zunehmen. Und so wurde im Opel-Zoo direkt in der Wurfhöhle eine Kamera installiert. Die Bilder von dort werden live auf einen Monitor in der Schutzhütte vor der Wildkatzenanlage übertragen, so dass der Einblick in die Kinderstube möglich ist, ohne Mutter und Kinder zu stören. Man wird sie natürlich zunehmend im Freien sehen, aber auch beim Rückzug in die Höhle ist dann die Beobachtung möglich.

Zoo Berlin, 12.04.2012
„Fatou“ feiert Geburtstag: die älteste Gorilladame Europas vollendet ihr 55. Lebensjahr!
Auch wenn ihr exakter Geburtstermin nicht bekannt ist, so darf es nicht unterlassen werden, sich an die Geburt des zweitältesten Gorillas der Welt ‒ irgendwann im April 1957 in Westafrika ‒ zu besinnen. Schon früh war das weibliche Affenkind in Menschenhände gelangt und von einem französischen Matrosen nach Marseille gebracht worden. Über die Besitzerin einer Hafenkneipe gelangte das damals knapp 10 kg schwere Gorillamädchen im Mai 1959 in den Berliner Zoo. Dort brachte sie am 30. Oktober 1974 den ersten in Berlin gezüchteten Gorillanachwuchs zur Welt. Obwohl sie selbst früh von ihrer eigenen Mutter getrennt worden war, zog sie ihr Jungtier, das den Namen „Dufte“ erhielt, fürsorglich auf. Es sollte allerdings ihr einziges Kind bleiben. Im Laufe ihres extrem langen Lebens lernte „Fatou“ verschiedene Gorillamännchen kennen und wurde im Juli 1985 durch die Geburt ihrer Enkeltochter „Mpenzi“ auch Großmutter. Zuletzt lebte sie gemeinsam mit „Gigi“, die etwas jünger war als sie selbst, aber bereits vor drei Jahren altersbedingt starb. Seitdem erfreut sich „Fatou“ am Kontakt mit den Tierpflegern, die Gesellschaft mit jüngeren Gorillas ist allerdings nichts mehr für sie. In ihrer westafrikanischen Heimat werden Flachlandgorillas selten älter als 35 Jahre. Der älteste in einem Zoo lebende Artgenosse ist „Colo“, der erste jemals in Menschenhand geborene Gorilla. Das ebenfalls weibliche Tier wurde 1956, nur vier Monate vor „Fatou“ in Columbus (Ohio) geboren. In den Zoologischen Gärten Europas leben derzeit gut 400 Flachlandgorillas, in nordamerikanischen Zoos kommen etwa weitere 350 hinzu. Die Zucht der stark vor dem Aussterben bedrohten Menschenaffenart wird international koordiniert. Der dramatische Rückgang der Freilandbestände hat viele Gründe. Nach wie vor werden Gorillas illegal bejagt, zudem setzt ein fieberauslösendes, oft tödliches Ebola-Virus vielerorts den Tieren zu, und zuletzt ist es die Vernichtung ihres Lebensraumes, die den ohnehin reproduktionsschwachen Menschenaffen zu schaffen macht.

Zoo Osnabrück, 13.04.2012
Zoobesucher können helfen, Tiere Südostasiens zu retten
Neue Ausstellung im Zoo Osnabrück zur Südostasien-Kampagne. „Viele Tiere in der Region sind vom Aussterben bedroht. Neben der seltenen Antilopenart Soala sind das Sumatra-Nashorn, der Sumatra-Tiger, der Orang-Utan, der Mekong-Riesenwels, die Riesen-Flussschildkröte oder der Graue Gibbon gefährdet“, erklärte Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg. „Um die besonders vielfältige Tierwelt in Südostasien zu retten, hat die Europäische Vereinigung von Zoos und Aquarien EAZA gemeinsam mit der Weltnaturschutzunion IUCN eine Südostasien-Kampagne ins Leben gerufen.“ 750.000 Euro sollen für Schutzprojekte vor Ort gesammelt werden. Der Zoo Osnabrück beteiligt sich an der Kampagne: Zoobesucher erfahren in Porträts über verschiedene südostasiatische Zootiere die Geschichte und Eigenheiten der jeweiligen Tierpersönlichkeit und inwiefern diese Tierart in freier Natur gefährdet ist. Gleichzeitig wolle man die europäische Bevölkerung animieren, selbst für den Schutz der Tiere aktiv zu werden, so Biologin Frauke Holland, die die Ausstellung realisiert hat. „Obwohl Südostasien weit weg erscheint, können wir mit unserem Verhalten hier in Osnabrück einiges bewirken. Auch das erklärt die Ausstellung.“ Insbesondere seien die Tiere durch Jagd und Fischerei, illegalen Handel mit Wildtieren, durch die Traditionelle Chinesische Medizin und die Lebensraumzerstörung bedroht. „Wir können helfen, indem wir beispielsweise auf Produkte mit Palmöl, das sich in vielen Lebensmitteln oder in Biosprit befindet, verzichten oder Produkte kaufen, die nachhaltig und sozial verträglich hergestellt wurden“, schlug Frauke Holland vor. Auch im nächsten Südostasien-Urlaub kann jeder helfen: „Wer Lust auf einen Aktiv-Urlaub hat, kann vor Ort bei Naturschutzprojekten mitarbeiten. Und beim Essen unbedingt die Speisekarte genau studieren, damit keine bedrohten Arten auf dem Teller landen.“ Zoobesucher können auch mit einer Spende helfen: Entweder einen Geldbetrag in den „Spenden-Orang-Utan“ im Schimpansenhaus stecken, alte Handys zum Recycling an der Zookasse abgeben oder Orang-Utan-Originaldrucke von der Osnabrücker Künstlerin Tud Majores erwerben. Alle Einnahmen fließen direkt in Tierschutzprojekte in Südostasien. Weitere Informationen und Spendenmöglichkeit: www.southeastasiacampagin.org.

Zoopark Erfurt, 13.04.2012
Minischafe im Zoopark geboren
Im Zoo der großen Tiere werden auch ganz, ganz kleine Erdenbürger geboren. So hat der Lämmerboom bei den Ouessant-Schafen eingesetzt. Bisher sind zwei „schwarze Schafe“ und ein braunes geboren. Das Ouessant-Schaf ist die kleinste Schafsrasse der Welt. Die Mütter sind schon „mini“, die Lämmchen bei der Geburt gerade so groß wie ein Zwergkaninchen. Natürlich ist aber schon alles dran: ein kleines Köpfchen, Kulleraugen und winzige Öhrchen. Die Nase funktioniert auch prima, denn am Geruch und Klang der Mutter erkennt das Kleine zu wem es gehört. Schon kurz nach der Geburt versucht der Winzling aufzustehen. Mit vier Beinen, die auch noch koordiniert werden sollen, ist das nicht so einfach. Aber wer das geschafft hat, den hält nichts mehr vom Abenteuer- und Erkundungsgang ab. Da muss eben auch mal der geduldige Schafsbock als Klettergerüst fungieren.

Tiergarten Wien Schönbrunn, 16.04.2012
EIN RÜTTELBAUM SORGT FÜR BÄRIGE UNTERHALTUNG
Bei den Brillenbären im Tiergarten Schönbrunn herrscht helle Aufregung. Grund dafür ist ein so genannter „Rüttelbaum“, der in ihrem Gehege vier Meter in die Höhe ragt. „Ein Rüttelbaum ist einem Obstbaum nachempfunden. Er besteht aus einer Stange mit einem Korb oben drauf, aus dem Obst fällt, wenn die Bären an dem Baum rütteln“, erklärt Biologiestudentin Nicole Kraus. Sie untersucht im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Universität Wien, wie viel Abwechslung ein Rüttelbaum in das Leben der Brillenbären im Tiergarten Schönbrunn und in der Tierwelt Herberstein bringt. Als der Rüttelbaum zum ersten Mal mit Äpfeln, Birnen und Tomaten gefüllt wurde, waren die Schönbrunner Brillenbären Juan und Blacky verwirrt. Die beiden haben das Futter zwar gerochen, wussten aber nicht, wie sie an das Obst heran kommen sollten. „Anfangs sind sie auf die Bäume geklettert und haben versucht, so an das Obst zu kommen. Bärendame Blacky hatte nach eineinhalb Stunden das Prinzip des Schüttelns verstanden. Bei Juan dauerte es fast zwei Wochen und selbst jetzt hat er noch nicht die richtige Technik gefunden“, so Kraus. Täglich verbringt Nicole Kraus bis zu acht Stunden am Brillenbärengehege. Akribisch dokumentiert sie, was die Bären tun. Derzeit wird der Rüttelbaum dreimal in der Woche gefüllt. Auch an den restlichen Tagen rüttelt das Weibchen daran – aus Spaß an der Freude oder in der Hoffnung, dass doch noch etwas Obst im Korb sein könnte. Nach Abschluss der Diplomarbeit bleibt der Rüttelbaum den Brillenbären natürlich erhalten. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter ist begeistert: „Manchmal streiten sich die beiden sogar darum, wer rütteln darf. Meist überlässt er es aber ihr, weil sie ohnehin mehr Obst herunter schüttelt.“

Sea Life München, 17.04.2012
Verborgene Schätze – Im Regen blüht das Sea Life München erst richtig auf
Zur Bekanntmachung der neuen Sonderausstellung „Abenteuer Schildkröte“ setzt das Sea Life München auf eine ganz spezielle Maßnahme: Immer wenn es regnet, werden die Menschen auf überraschende Weise mit einer „Raincampaign“ auf die neue Attraktion aufmerksam gemacht – denn nur bei Regen werden die Kunstwerke sichtbar und Schildkröten schmücken die Straßen der Stadt. Gerade bei regnerischem Wetter ist das Sea Life Aquarium im Olympiapark ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Daher ist eine „Raincampaign“ nicht nur sehr außergewöhnlich und aufmerksamkeitsstark, sondern auch genau das richtige Medium, mit dem Sea Life die Einwohner Münchens im regnerischen April abholt. Gleichzeitig bringt das Aquarium mit dieser visuellen Auflockerung einen netten Überraschungseffekt in einen verregneten Tag. Mit dem „Abenteuer Schildkröte“ hält eine „Raincampaign“ erstmals Einzug in Deutschland. Seit dem 21. März 2012 sind vier exotische Wasserschildkrötenarten in einer faszinierenden Sonderausstellung zu Besuch im Sea Life. Mit dabei sind nicht nur die gefräßige Fransenschildkröte, die gefährdete Europäische Sumpfschildkröte und die Falsche Landkartenschildkröte – ganz mutige Besucher können auch die gefährliche Schnappschildkröte, die Menschen mit einem Biss den Finger abbeißen kann, bewundern. Das Sea Life München ist jeden Tag ab 10 Uhr geöffnet und zeigt mit mehr als 4500 Tieren in über 33 Becken die Vielfalt und Schönheit der Unterwasserwelt.

Zoo Leipzig, 17.04.2012
Geburten bei Weißgesichtssaki und Dikdik, Abschied von letztem Opossum
In der Tropenerlebniswelt Gondwanaland im Zoo Leipzig sind zwei Jungtiere zur Welt gekommen. Zum einen haben die Weißgesichtssakis (Pithecia pithecia) Nachwuchs bekommen. Das Jungtier, geboren am 16. März, ist an Mutter Astras Bauch hängend bereits im Gehege unterwegs und für die Besucher zu sehen. Während die Weißgesichtssakis in den Bäumen der weitläufigen Anlage klettern, können im Wasser die Riesenotter mit ihren Jungtieren beim Schwimmen beobachtet werden. Zum anderen ziehen die Dikdiks (Madoqua kikii) ein Jungtier auf, das am 10. April 2012 geboren wurde. Die Besucher erhalten an der Sichtscheibe des Geheges seltene Einblicke in das Aufzuchtverhalten dieser afrikanischen Zwergantilopen, da die Elterntiere bereits zu diesem frühen Zeitpunkt den Aufenthalt im Schaugehege favorisieren. Mit den Nachzuchten bei den bedrohten Tierarten Weißgesichtssaki und Riesenotter beteiligt sich der Zoo Leipzig erfolgreich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Neben den freudigen Meldungen über die jüngsten Zoobewohner muss der Zoo Leipzig auch eine traurige Nachricht verkünden: Das mit drei Jahren betagte Opossum Teddy ist am Wochenende gestorben. Die pathologische Untersuchung hat ergeben, dass altersbedingte Veränderungen an den inneren Organen zu seinem Tod geführt haben. Auf Grund der begrenzten Anzahl von Virginia-Opossums in Europa wird die Haltung dieser nordamerikanischen Tierart im Zoo Leipzig beendet. „Wir konzentrieren uns künftig noch intensiver auf die Haltung und die Zucht bedrohter Tierarten und werden uns bei der Auswahl neuer Bewohner entsprechend an dieser Maßgabe orientieren“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Künftig werden Tüpfelbeutelmarder in dem Gehege in Gondwanaland leben. Sie sind auf dem australischen Festland bereits ausgestorben. Lediglich auf Tasmanien sind sie noch in freier Wildbahn zu finden. Parallel dazu wird an der Beschaffung weiterer bedrohter Arten gearbeitet.

Zoo Heidelberg 17.04.2012
Gesundes Gorilla-Kind geboren
Die Kinderschar in der Gorilla-Gruppe im Zoo Heidelberg wird immer größer: Am Samstag, den 14. April ist im Zoo Heidelberg ein kleiner Gorilla geboren worden, zehn Monate nachdem Kwame, Spross von N’Gambe, auf die Welt kam. Die 26 Jahre alte Mutter Zsa-Zsa und ihr Neugeborenes sind wohlauf, zeigen sich aber selten den Besuchern. Zsa-Zsa kümmert sich liebevoll um ihr Kind und ist sehr entspannt. „So ruhige erste Tage eines neugeborenen Gorillas erleben wir selten“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin des Zoos. Man weiß vorher nie, wie die Mutter, auch eine erfahrene, mit dieser besonderen Situation umgeht. Zsa-Zsa macht alles richtig: Sie hält das Junge und legt es, wenn sie schläft, auf ihrem Bauch. Sie sucht sehr häufig die Ruhe der Schlafräume im Menschenaffenhaus auf und macht ihrem älterem Sohn Banjoko unmissverständlich klar, dass er mit dem Neugeborenen nichts zu schaffen hat. Besondere Freude kam bei den Tierpflegern auf, als sie sahen, dass der Kleine sofort und vor allem ausreichend trinkt. In der Gorilla-Gruppe im Zoo Heidelberg leben neben dem aktuellen Nachwuchs sieben Westliche Flachland-Gorillas. Der stattliche Silberrücken Bobo (19 Jahre) führt eine Gruppe aus drei Weibchen – N’Gambe, Doba und Zsa-Zsa und vier Jungtiere. Banjoko wurde im Dezember 2006 geboren, Kiki im April 2007, Kwame im Juni 2011 und nun im April 2012 der jüngste Nachwuchs, der wahrscheinlich ein Junge ist. Bobo ist der Vater aller Jungtiere. In den nächsten Tagen wird Zsa-Zsa mit Ihrem Kind wahrscheinlich nicht so oft zu sehen sein. Gorillas sind sehr sensibel, was Veränderungen betrifft. Gerade an dem bevorstehenden Wochenende könnte der Zoo eventuell den Zugang zu den Gorillagehegen sperren, damit die ganze Gruppe, vor allem aber Mutter und Kind, genug Ruhe finden. Aber das hängt ganz davon ab, wie sich Zsa-Zsa verhält. Bislang ist sie die Ruhe selbst und die Gruppe ist sehr entspannt.

Zooschule Heidelberg, 17.04.2012
Spannende Workshops für Kinder im Heidelberger Zoo: Die bedrohte Tierwelt von Regenwald und Asien kennen- und schützen lernen
Der europäische Verband der Zoos und Aquarien, kurz „EAZA“, ruft jedes Jahr eine besondere Naturschutzkampagne aus. Dieses Jahr geht es um Südostasien und natürlich ist auch der Heidelberger Tiergarten wieder mit verschiedenen Aktionen dabei. Die Zooschule – unter Trägerschaft der Initiative Zooerlebnis e.V. – bietet im Mai zwei Workshops mit passenden Themen an. Am Samstag, den 12. Mai dreht sich alles um den Regenwald und seine Bewohner. Wenn es dabei auch um die ernste Bedrohung vieler Tierarten geht, kommt der Spaß dennoch nicht zu kurz. An dem äußerst abwechslungsreichen Tag lernen die Kinder spielerisch den Zusammenhang kennen zwischen der Zerstörung des so weit entfernten Regenwalds und der Luft, die sie hier atmen. Ein Film über Orang-Utans steht ebenso auf dem Programm wie ein Rundgang zu Sumatra-Tigern, Hulmans und Binturongs – einigen ganz besonderen asiatischen Tieren, die als Botschafter ihrer Art im Heidelberger Zoo leben. Während der Workshops lernen die jungen Forscher sie genauer kennen und erfahren, was sie selbst zu deren Schutz beitragen können. Ein Besuch bei den asiatischen Elefanten Thai, Gandhi & Co darf da natürlich nicht fehlen… Am 18. Mai, dem Freitag nach Christi Himmelfahrt, heißt es dann „Lust auf eine Reise nach Asien?“ Auch an diesem Tag werden die Kinder in eine ganz andere, geheimnisvolle Welt versetzt. Neben der Beschäftigung mit der exotischen Tierwelt können die Teilnehmer sich auch selbst einmal wie ein Kind in Asien fühlen. Wie verbringen gleichaltrige Jungen und Mädchen dort ihren Tag? Was steht auf ihrem Speiseplan und welche Spiele spielen sie? Am Ende werden die Teilnehmer jedenfalls nicht nur selbstgefertigte Collagen, Blumentopfbrote und Öllampen mit nach Hause nehmen, sondern auch um viele Kenntnisse und tierische Begegnungen reicher sein! Die Workshops richten sich an interessierte Kinder ab acht Jahren. Auf ihren imaginären Reisen in exotische Gefilde werden sie jeweils von zwei versierten Zoorangern begleitet. Von 9:30 bis 16:30 Uhr sind die Gruppen im Zoo unterwegs, um den Regenwald oder auch Asien zu entdecken. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt. Tickets für € 45,- gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Der Eintritt sowie ein warmes Mittagessen sind im Preis inbegriffen. Termine: SA, 12.05.2012 „Was geht mich der Regenwald an?“ und FR, 18.05.2012 „Lust auf eine Reise nach Asien?“ Weitere Infos unter www.zooschule-heidelberg.de oder unter Tel. 06221-3955713 zu den Sprechzeiten MO 13-16 Uhr, DI+DO 10-12 Uhr sowie 13-16 Uhr.

Zoo Augsburg, 17.04.2012
Erste Zoo-Abendführung dieses Jahres
Auch wenn die Temperaturen nur zögerlich nach oben gehen, die Sommerzeit hat begonnen und die Termine für die Abendführungen im Zoo rücken näher. Die erste in dieser Saison beginnt am 27. April um 18:30 Uhr. Eintritt für Erwachsene 12.- €, für Kinder 6.- €. Den Zoo am Abend, zu besuchen wenn alle anderen Besucher schon zuhause sind, ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Anmeldungen sind erforderlich unter der Telefonnummer 0821 5671490.

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