Ein Blick in die deutschen Zoos

Erlebniszoo Hannover, 06.04.2012
Saison 2012: Neue Attraktionen im Erlebnis-Zoo Hannover
Der nördlichste Pinguin-Zoo der Welt, eine blitzschnelle Verwicklungskünstlerin, tierisches Wissen zum Anfassen und Mitmachen, Kuschelkamele mit Hasenzähnen, Nagerparadies mit Krabbelröhren: In der Saison 2012 präsentiert der Erlebnis-Zoo Hannover wieder neue und tierische Attraktionen in sieben einzigartigen Themenwelten! Hoch erhobenen Hauptes, gekleidet im besten Frack, bezogen die Pinguine im Erlebnis-Zoo Hannover ihr Zuhause: Das neu gestaltete Sonnendeck mit Panorama-Pool an Bord der Yukon Queen in der Kanadalandschaft Yukon Bay. Das Deck bietet ein großes Badebecken mit bewegtem Wasser und komfortablen Holz-Stegen für den bequemen Ein- und Ausstieg, fußfreundlichen Sand, kleine und große Kiesel zum Durch-die-Gegend-Tragen (ein beliebter Zeitvertreib und Zuneigungsbeweis unter Pinguinen), Felsen zum Klettern, Gräser und Sträucher zum Zupfen und Zerren sowie große Schattenplätze in Fässern und unter Sonnensegeln und natürlich separate Brut-Kabinen. Eine Deck tiefer, in der Unterwasserstation des Schiffes, sind die Pinguine durch große Glasscheiben bei ihrem Flug durch das blaue Wasser zu sehen. Eine Scheibe in der Schiffsdecke erlaubt den Blick auf das Unmögliche: Die eigentlich flugunfähigen Pinguine fliegen über die Köpfe der Besucher hinweg. Ein außergewöhnlicher Anblick! Menschen für Tiere zu begeistern und viel tierisches Wissen mit Spannung und Spaß zu vermitteln, diesem Ziel hat sich das Zooteam verschrieben. Neben den über 20 kommentierten Fütterungen und Shows, den Tierschildern an jedem Gehege und den großen, gemalten Erlebnis-Schildern gibt es jetzt zusätzliche „Edutainment“-Stationen: Bildung zum Anfassen und Mitmachen, Lernen mit Spaß. Wieso die Haare des Karibu hohl sind, warum die Tiere im Frühjahr immer ein wenig zerrupft aussehen, wieso die Rentiere jedes Jahr ihr Geweih abwerfen, erklärt die Info-Säule auf dem Bahnhof in Yukon Bay. Drehen, ziehen, schieben und schon ist alles klar. Reinhören heißt es bei den Löwen demnächst. Ob ein Löwe schlecht gelaunt ist, sein Reich verteidigt oder eine nette Löwin sieht, verrät nämlich sein Brüllen. Die Hörmuschel neben dem Gehege der Großkatzen laden zum Lauschen und Verstehen ein. Die spannenden Edutainment-Stationen werden im Laufe des Jahres erweitert: Anfassend Wissenswertes ist auch bei den Flusspferden, Giraffen, Zebras, Antilopen, Eulen und Menschenaffen geplant. Ob es den Tigern und Löwen nun gefällt oder nicht. Noch toller als Raubkatzen finden die ganz kleinen Zoobesucher oftmals: Meerschweinchen. Und genau die wuseln jetzt rund um den neuen Kinderspielplatz „Kuschel-Wuschel“ im Kinderland Mullewapp. Dass dieses Reich den ganz Kleinen gehört, zeigen schon die Röhren, die zum Spielplatz führen. Wer klein genug ist, die Tunnel unter dem Meerschweinchen-Gehege zu durchkrabbeln, kann das kunterbunte Klettergerüst mit langer Rutsche und Hangelseil, den überdimensionalen Sandkasten und die lustigen Holzfiguren erobern! Rundherum flitzen die Meerschweinchen in allen Größen und Farben. In ihrem Reich gilt jedoch: Nur gucken, nicht anfassen. Auf Streicheleinheiten freuen sich die Tiere auf der neuen großen Streichelwiese. Die Streichelwiese im Kinderland Mullewapp ist jetzt noch größer und hat tierischen Zuwachs bekommen: Orpington-Hühner. Die Hühner mit dem außergewöhnlichen Federkleid sehen ein bisschen aus wie Würfel mit Federn auf zwei Beinen. Die plüschigen neuen Kollegen auf der Streichelwiese watscheln behäbig zwischen den kuscheligen Alpakas mit den netten Hasenzähnen, den quirligen Zwergziegen und verträumten Kamerunschafen umher.

Zoo Leipzig, 09.04.2012
Elefantennachwuchs ist tot
Der lange erwartete Nachwuchs bei den Asiatischen Elefanten (Elephas maximus indicus) im Zoo Leipzig ist tot. Das männliche Jungtier von Elefantenkuh Hoa (26 Jahre alt, seit 1987 in Leipzig) wurde in der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr geboren. Unmittelbar nach der Austreibung hat die unerfahrene Mutter das Jungtier angegriffen. Ob es zu diesem Zeitpunkt gelebt hat, ist unklar. Die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung liegen erst in den nächsten Tagen vor. Die Geburt selbst ist unter den seit Monaten feststehenden Rahmenbedingungen abgelaufen. Hoa befand sich allein im Laufstall und konnte sich frei bewegen. Ein Eingreifen der anwesenden Zoomitarbeiter war zu keinem Zeitpunkt möglich. „Wir haben uns unter Abwägung aller Risiken und im Bewusstsein der möglichen Gefahren für diese möglichst natürliche, stressfreie Geburtsvariante entschieden. Trotzdem sind Trauer und Enttäuschung nun sehr groß“, kommentiert Zoodirektor Dr. Jörg Junhold, der die ganze Zeit selbst vor Ort war, den traurigen Ausgang der Geburt. Hoa geht es den Umständen entsprechend gut. Die Geburt selbst war zügig abgelaufen. Das Jungtier hatte ein Gewicht von knapp 130 kg. Die Elefantenkuh befindet sich derzeit hinter den Kulissen, um sich zu erholen und die Nachgeburt auszutreiben, wird aber baldmöglichst wieder in die Gruppe integriert. Insgesamt leben vier Elefantenkühe im Zoo Leipzig. Vater des Jungtieres war Naing Thein, der seit November 2009 in Leipzig ist.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde/ Zoo Berlin, 10.04.2012
Besucherservice Hauptstadtzoos für Senioren: Abholen zum tierischen Bummel im Zoo und im Tierpark
Die Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V. bietet auch in diesem Jahr einen ehrenamtlichen Besucherservice für Senioren an. Die Hauptstadtzoos – Tierpark und Zoo – sind vor allem für ältere Menschen oft soziale Treffpunkte, Orte der Begegnung und des Kennenlernens. Diese Kontakte sind bei älteren Menschen oft von einem Tag zum anderen unterbrochen. Gerade in einer Großstadt wie Berlin ist dann die Gefahr der Vereinsamung groß. Die Freunde der Hauptstadtzoos möchten mit der Aktion „Patenschaft zum tierischen Bummel“ diesen Menschen einen Besuch im Berliner Tierpark oder im Zoo ermöglichen. Zum ehrenamtlichen Besucherservice gehören der Abhol- und Bringedienst, bei dem die älteren Menschen mit Fahrzeugen von zu Hause abgeholt werden, sowie die Begleitung bei einem Rundgang durch den Tierpark oder Zoo. Der Service ist kostenfrei; lediglich der Eintritt in den Zoo bzw. Tierpark ist notwendig. „Wir haben immer wieder festgestellt, dass viele Besucherinnen und Besucher, die seit vielen Jahren den Tierpark oder den Zoo besucht haben, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr die Hauptstadtzoos besuchen können. Hieraus haben wir diesen ehrenamtlichen Service entwickelt, der einen unvergesslichen Tag im Zoo oder im Tierpark ermöglicht.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Freunde der Hauptstadtzoos. Interessierte, die gerne von ihrem Zuhause abgeholt werden wollen und einen der beiden Hauptstadtzoos gefahren werden möchten, können sich bei der Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V. telefonisch unter 030-51 53 14 07 immer donnerstags von 13 bis 15 Uhr melden. Für das Projekt werden auch immer noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Wer Lust hat, sich in seiner Freizeit ehrenamtlich zu betätigen und anderen Menschen zu helfen, der kann sich gern unter Tel. 51 53 14 07 oder per Email info@freunde-hauptstadtzoos.de melden.

Zoo Wilhelma Stuttgart, 11.04.2012
Vikunja-Hengst „Cheppo“ geboren: Babyboom bei den Vikunjas
Die kleine Vikunja-Zucht der Wilhelma floriert: Ein halbes Jahr nach der Geburt des Hengstes Casimir brachte am 13. März die Stute Xenia ebenfalls einen männlichen Vertreter dieser südamerikanischen Kleinkamel-Art zur Welt. Die Tierpfleger nannten ihn Cheppo, damit der Name mit dem gleichen Buchstaben beginnt wie bei Papa Casper. Und „Schlag auf Schlag“ wird es weitergehen: Auch die Stute Lima und Casimirs Mutter Lara sind guter Hoffnung. Die Tragezeit von Vikunjas dauert recht lange: Rund elf bis zwölf Monate lang wachsen die Kleinen im Mutterleib heran, bevor sie das Licht der Welt erblicken. So auch Cheppo, das zweite Fohlen der neunjährigen Stute Xenia und derzeit das Nesthäkchen der Herde. Für die zehnjährige Lara wird das nächste, für Anfang 2013 erwartete Jungtier bereits das fünfte sein, ihr Sohn Casimir ist gerade ein halbes Jahr alt. Und der dritten im Bunde, der vierjährigen Lima, steht im Oktober dieses Jahres die Première in puncto Nachwuchs bevor. Die Herde wächst und gedeiht also. Dabei geht es schon jetzt manchmal ganz schön rund auf der Südamerika-Anlage oberhalb des Bärenreviers. Vor allem morgens, wenn die kleine Herde vom Stall ins Außengehege wechselt, ist „richtig Halligalli angesagt“, wie Revierleiterin Karina Maurer berichtet. Dann steht nämlich Frühsport auf dem Programm. Und das sieht bei Vikunjas beispielsweise so aus: Casimir stürzt sich auf Halbbruder Cheppo, kneift ihn neckisch in die Seite und jagt ihn durchs Gehege. Cheppo lässt sich nicht lumpen, gibt Gas und flitzt auf seinen langen Stelzen davon, dass die Hufe fliegen. Nun lassen sich auch die Stuten von dem munteren Treiben anstecken und setzen ihren Sprösslingen im Kamel-Galopp nach, die ganze Herde gerät in Bewegung. Wenn schließlich alle genug von der Toberei haben, wird Siesta gehalten – bevor gegen Mittag das fröhliche Jagen von Neuem beginnt. Es geht eben nichts über ein tägliches, gesundes Fitness-Programm.

Tierpark Berlin, 11.04.2012
Dr. Bernhard Blaszkiewitz lädt ein: „Zoo-Geschichten“ im Tierpark Berlin
Die Reihe „Zoo-Geschichten“ mit Direktor Dr. Bernhard Blaszkiewitz wird am 30. April 2012 um 19:00 Uhr mit einer abendlichen Gesprächsrunde im Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin fortgesetzt. Thema an diesem Abend: „Galapagos – Werkstatt der Evolution“. Gesprächspartner sind: Herr Dr. Jürgen Lange, Direktor emeritus Zoo und Aquarium Berlin und Herr Bernd Walter, Präsident a.D. Bundesgrenzschutzkommando Ost. Die Moderation übernimmt der bekannte Berliner Journalist Alexander Kulpok. Für musikalische Umrahmung ist gesorgt. Eintritt (inkl. Imbiss): 3 Euro. Der Imbiss wird von der Fa. Piazza Rossa gesponsert. Die Karten sind erhältlich an den Tierpark-Kassen, Am Tierpark 41, 10319 Berlin und bei den Freunden der Hauptstadtzoos, Tel.: +4930-51 531 407.

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