Ein Blick in die deutschen Zoos

Zoo Osnabrück, 03.06.2012
Treuer Zoolotteriefan gewinnt Fiat 500
Die Zoolotterie 2012 hat eine glückliche Gewinnerin mehr: Maren Schlepphorst darf den von Autohaus Schiermeier gestifteten Fiat 500 seit diesem Freitag ihr Eigen nennen. „Ich konnte es zunächst gar nicht glauben und brauchte drei Tage, um zu realisieren, dass ich gewonnen habe“, so Maren Schlepphorst, Gymnasiallehrerin in Rheine. Als sie am Samstag, den 12. Mai, wie gewöhnlich einen kleinen Einkaufsbummel mit ihrem Freund unternahm, schlug das Glück zu: „Wir kaufen uns regelmäßig gegenseitig ein bis zwei Lose, aber bisher hatten wir immer nur kleine Gewinne, so wie Kekse oder Schlüsselanhänger.“ Ihren Schlüsselanhänger kann die Lehrerin künftig mit einem neuen Autoschlüssel schmücken, denn mit dem zweiten Los gewann sie einen Fiat 500: „Ich freue mich riesig über meinen Gewinn und habe mir bereits eine Farbe für das Auto ausgesucht: cremefarben.“
Zoopräsident Reinhard Coppenrath gratulierte der Gewinnerin und wies noch einmal auf den guten Zweck der Aktion hin: „Die Zoolotterie macht nicht nur die Loskäufer glücklich, sondern unterstützt auch den Deutschen Kinderschutzbund, die Wärmestube und den Zoo Osnabrück. So profitieren viele von dem Erlös und natürlich den tollen Gewinnen.“ Lose der Zoolotterie sind noch bis zum 23. Juni in der Großen Straße erhältlich (vor L+T und vor der Hirschapotheke am Nikolaiplatz). Der Lospreis beträgt einen Euro. Es winken weiterhin kleine und große Gewinne, so zum Beispiel ein iPad 3 oder iPods nano. Auch ein Auto kann man mit ein wenig Glück noch ergattern: Der Smart fortwo, gesponsert vom Autohaus Beresa, wartet noch auf einen neuen Besitzer.

SeaLife Oberhausen, 05.06.2012
Willkommen in Axels Wohnzimmer – der Ball rollt wieder im Sea Life Oberhausen
Am Freitag fällt der Startschuss für die Fußball EM 2012 – und auch im Sea Life Oberhausen sind schon alle im Fußballfieber. Inspiriert von Paul, dem bis dato berühmtesten Bewohner von Sea Life Oberhausen und ultimativen Krakenorakel der WM 2010, wollen alle nur eins wissen: Wer wird Europameister 2012? Axel, das Axolotl und Deutschlands größter Fußballfan hat samtliche Mannschaften, Spieler und Theorien mal unter die Lupe genommen. Ganz Deutschland freut sich auf ein Sommermärchen. Kneipen stellen allmählich ihre Großleinwände auf, Vuvuzelas sind inzwischen ausverkauft und auch im Sea Life Oberhausen laufen die Vorbereitungen zur Fußball Europameisterschaft auf Hochtouren. Im Mittelpunkt: Axel, das Axolotl. Obwohl er vier und nicht nur zwei Beine hat, sind seine – bestimmt fußballbedingten – O-Beine deutlich erkennbar. Der besserwisserische Schwanzlurch, dessen ursprüngliche Heimat Mexiko ist, hat, ebenso wie der unvergessliche Krake Paul mit seinen hellseherischen Fähigkeiten, im Sea Life Oberhausen sein zu Hause. Grund genug, sich mal mit dem Thema Fußball auseinander zu setzen. Ob Mythen, Prognosen über die Favoritenfrage oder ein ganz genaues „Unter-die-Lupe-nehmen“ einzelner Mannschaften oder Spieler – Deutschlands größter Fußballfan Axel kennt sich mit jeglicher Thematik bestens aus. Was steckt hinter Cristianos Geheimnis? Warum lieben die Deutschen das Public Viewing? Und was passiert, wenn die eine Mannschaft nicht spielen will und die andere nicht spielen kann? Ganz gleich, welche Frage aufkommt: Der sarkastische Axel weiß die Lösung oder hat zumindest seine ganz eigene Theorie parat. Dabei ist er meist so freudig erregt, dass seine pinkfarbenen Kiemenäste zu Berge stehen. „Wir sind stolz, einen so großen Fußballfan im Sea Life Oberhausen zu Hause zu haben“, freut sich Marieke Brinkman, Sprecherin Sea Life Oberhausen, „Axel wird von seinem Wohnzimmer aus während der gesamten EM sein Wissen mit Fußballdeutschland teilen.“ Axels Wohnzimmer wird vom 8. Juni bis 1. Juli 2012 im Sea Life Oberhausen zu bewundern sein. Die Besucher sind herzlich eingeladen, ihn live zu erleben. An allen Spieltagen der deutschen Elf haben Kinder zwischen 3 und 14 Jahren, die im Fußball-Outfit erscheinen, zudem freien Eintritt (maximal vier Kinder pro Erwachsenen). Das erste Deutschlandspiel findet übrigens diesem Samstag, am 9. Juni 2012 um 20.45 Uhr, gegen die portugieschische Nationalmannschaft statt. Ebenso werden Axels Weisheiten auf der Homepage www.sealife.de zu sehen sein. Daneben haben Fans die Möglichkeit, auf der Facebook-Seite von Sea Life mitzufiebern sowie hier die neuesten Informationen von Axel als Erste zu erfahren.

Zoo Leipzig, 05.06.2012
Ausgewachsener Sunda-Gavial eingetroffen – Zuchtpaar im Zoo Leipzig komplett
Gewichtiger Neuzugang im Zoo Leipzig: Das 175 kg schwere Sunda-Gavial-Männchen De Gaulle hat sein neues Gehege in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland bezogen. Hier lebt er künftig gemeinsam mit der rund 43 Jahre alten Nima, die bereits kurz vor der Eröffnung der neuen Tropenhalle im Vorjahr aus Ulm nach Leipzig gekommen war. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir unseren Tierbesatz möglichst mit potentiellen Zuchtpaaren gestalten möchten, um den Artenschutz aktiv mit der Nachzucht bedrohter Spezies unterstützen zu können. Mit dem Zugang des Sunda-Gavials und den kleinen Komodowaranen vor wenigen Wochen haben wir dieses Ziel bei den Großtieren in Gondwanaland nun erreicht“, sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Das etwa 41-jährige Gavial-Männchen De Gaulle ist im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms aus dem Tierpark Berlin nach Leipzig gekommen. Im Gegenzug haben die Berliner zwei jüngere Tiere erhalten. Die nun gemeinsam in Gondwanaland lebenden, ausgewachsenen Tiere passen sowohl vom Alter als auch von der Größe und der Genetik gut zueinander, so dass sich der Zuchtbuchkoordinator aus dem Zoo Fuengirola nahe Malaga für diese Zusammenstellung aussprach. Zwar zeigt sich Nima ihrem neuen Mitbewohner gegenüber noch zurückhaltend, da sie seit rund vier Jahrzehnten allein gelebt hat, aber das Gehege, eine der modernsten Krokodilanlagen Europas, bietet perspektivisch beste Voraussetzungen für Zuchtbemühungen bei dieser stark vom Aussterben bedrohten Art. Der Bestand von Sunda-Gavialen im Freiland ist mit weniger als 2.500 Tieren rückläufig.

Opelzoo Kronberg, 05.06.2012
Mal eine schöne Überraschung: Nachwuchs bei Löffelhunden im Opel-Zoo
Im Opel-Zoo lebt seit Mai 2011 ein Pärchen Löffelhunde gemeinsam mit Straußen in einem Gehege. Von Anfang an verstanden sich die beiden hervorragend und haben sie sich bei den um ein Vielfaches größeren Vögeln Respekt verschafft. Am 11. Mai waren die beiden plötzlich nicht mehr zu sehen, selbst Futter lockte sie drei Tage nicht mehr aus ihrem selbst gegrabenen Bau hervor. In der darauf folgenden Zeit waren die Löffelhunde nur sehr wenig auf der Anlage zu beobachten. Gut drei Wochen später, am 4. Juni, wurde die Ursache des seltsamen Verhaltens deutlich: zwei Welpen kletterten erstmals aus dem Bau und spielten in der Sonne. Löffelhunde (Otocyon megalotis) gehören eindeutig zu den Hunden. Innerhalb dieser Gruppe sind sie aber so einzigartig, dass sie in eine eigene Gattung gestellt werden. Sie sind klein, nur 35 cm hoch, wiegen maximal 4,5 kg und haben riesige, bis 13 cm lange Ohren. Löffelhunde leben in Afrika in Gruppen von 2 – 14 Individuen und fressen hauptsächlich Termiten und andere Insekten. Diese Spezialernährung erfordert auch Spezialanpassungen. Sie haben bis zu 50 Zähne, um die Insekten festzuhalten und die großen Ohren, mit denen sie ihre Beute im Gras rascheln und sogar Termiten in ihren Gängen graben hören. Nach nur zwei Monaten Tragzeit bringt das Muttertier 2-5 Junge zur Welt. Da sie nur 120-160 Gramm wiegen und anfangs noch blind und taub sind, verbringen sie die ersten Lebenswochen in einem sicheren Versteck. Erst dann kommen die jungen Löffelhunde heraus und machen ihre ersten tapsigen Schritte außerhalb des Baus. Sie fangen schon jetzt an, feste Nahrung von den Eltern zu nehmen. Im Alter von 15 Wochen sind sie dann entwöhnt. Jungtiere bleiben oft über mehrere Jahre bei den Eltern und helfen bei der Aufzucht der Geschwister. So helfen unsere Welpen später hoffentlich ebenfalls, den Familienverband im Opel-Zoo zu vergrößern.

Thüringer Zoopark Erfurt, 05.06.2012
Erstmals Präriehunde im Zoopark geboren
Die neue Präriehundanlage bei den Bisons ist ein voller Erfolg. Gleich vier Jungtiere haben nun das Licht der Welt erblickt. Ganz stimmt dies zwar nicht, denn am Tag der Geburt und danach blieben sie noch tief in der Erde im Wohnkessel versteckt. Jetzt aber erkunden sie mutig die Oberfläche und sind damit auch für Besucher zu sehen. Einer der erwachsenen Präriehunde passt dabei immer auf, ob sich nicht am Boden oder in der Luft ein Feind zeigt. Laut bellend gibt er dann Alarm, was der Art auch den Namen „Präriehund“ einbrachte. Denn zoologisch ist es kein Hund sondern ein Nagetier. Präriehunde gehören zu den Erdhörnchen. Sie graben tiefe Gänge und Kessel. Dort wurde nun nicht nur der Erfurter Winter überdauert, sondern auch gleich für Nachwuchs gesorgt. Die Anlage wurde vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. gesponsert. Die Elterntiere der kleinen Präriehunde sowie die Jungtiere suchen übrigens noch einen Paten. Info unter www.zooparkfreunde.de oder 0361-7518833.

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