Interessante Suchanfragen VIII

Tierpark Nürnberg Leoparden
Derzeit hält der Tiergarten Nürnberg keine Leoparden (sieht man von Schneeleoparden ab, aber die sind eine andere Art). Um das Jahr 1962 wurden Indische Leoparden gehalten und von 1971-1989 waren Chinaleoparden zu sehen.

Zoo Südafrikanische Seebär
Südafrikanische Seebären kann man in folgenden Zoos sehen: Zoo Augsburg, Zoologischer Garten Berlin, Zoo am Meer (Bremerhaven), Zoo Frankfurt, Zoo Leipzig, Erlebnistierpark Memleben, Zoo Rostock.

Zoo Leipzig Strauß
Die Strauße, die derzeit in Leipzig gehalten werden gehören der Südafrikanischen Unterart an, die auch als Blauhalsstrauß (im Gegensatz zum Massai- oder Rothalsstrauß). In den 60er Jahren waren auch Rothalsstrauße in Leipzig zu sehen.

Tiergemeinschaft Kattas und Loris
Bisher ist mir diese Art von Tiergemeinschaft nur aus dem Tropenaquarium Hamburg bekannt.

Dahomey-Rinder kaufen
Hilfreich dürfte in dieser Hinsicht der Verband der Züchter und Freunde des Europäischen Dahomey-Zwergrindes sein.

Tierpark Hellabrunn Schweine
Derzeit sind im Tierpark Hellabrunn folgende Schweinearten/rassen zu sehen: Minipigs, Bartschweine und Pinselohrschweine.

Skofga Delfine
Stamm: Wirbeltiere
Klasse: Säugetiere
Ordnung: Wale
Familie: Delfine
Gatttung: Delphinus
Art: Gemeiner Delfin (Delphinus delphis)

Roter Leguan
Der Rote Leguan ist keine eigene Art, nur eine Farbvariante des Grünen Leguans. Allerdings ist diese Farbform sehr variabel in der Färbung und aus ehemals roten Tieren können „normalgefärbte“ grüne werden.

Was ist besonders an der geburt von dem giraffenjungen im tierpark hellabrunn
Was für eine Frage. An der Geburt ist nichts Außergewöhnliches, sieht man davon ab, dass jede Tiergebut in einem Zoo etwas Besonderes ist, vor allem bei Großtieren, die man schnell zu Publikumslieblingen hochpuschen kann. Das funktioniert besonders gut bei Elefanten und Eisbären, aber jedes Jungtier zieht mehr Besucher in den Zoo.

Vangawürger Stammbaum
Der Suchbegriff steht wohl in Zusammenhang mit einer Fragestellung des Bio-LK. Ich habe mir mal erlaubt diese zu kopieren und hier wiederzugebeen:

Seit der Kreidezeit vor etwa 110 Millionen jahren ist die Insel Madagaskar durch die 400km breite Meeresstraße von Mosambik von Afrika getrennt. 78%der auf Madagaskar heimischen Wirbeltiere endemisch (kommen nur auf dieser Insel vor).
Auch die Vangawürger leben nur auf Madagaskar. Die 14 Arten unterscheiden sich nicht in Größe (12-30cm) und Aussehen, sondern auch in ihren Lebensräumen und Ernährungsweisen.
in Tab.1(siehe unten) sind außerdem drei europäisch-asiatische Singvogelarten dargestellt. Kleiber und Baumläufer gehören jeweils eigenen Familien an, sind dennoch nah miteinander verwandt.
Der ostasiatische Büffelwürger gehört wie der europäische Neuntöter zu der Familie der Würger (Laniidae). Die nächsten Verwandten der Vangawürger zählen zur Familie der Buschwürger , die in Afrika südlich der Sahara vorkommen.

KLEIBERVANGA: lebt vor allem im Regenwald, mittlere Baumschicht,
klettert an Baumstämmen hinauf und sammelt Insekten
und andere Kleintiere aus den Ritzen oder meißelt sie
aus der Borke

SICHELVANGA: lebt vor allem in der Savanne und Trockenwald, sucht
zwischen Dornen oder in Ritzen der Baumrinden nach
Insekten.

HELMVAGA: lebt vor allem im Regenwald, mittlere Baumschicht, frisst
neben Insekten auch andere kleine Wirbeltiere (Baumfrosch)
spießt Beute auf Dornen oder klemmt sie in Astgabeln

KLEIBER: sucht auf Baumrinden nach Insekten, meißelt sie mit seinem
kräftigen, spitzen Schnabel aus der Borke, frisst im Winter
auch Bucheckern, Haselnüsse etc.

GARTENBAUMLÄUFER: klettert an Baumstämmen hinauf und holt mit dem
langen, gekrümmten Pinzettenschnabel Insekten
Insekteneier und Spinnen aus den Ritzen der
Borke

BÜFFELWÜRGER: frisst neben Insekten auch kleinere Wirbeltiere, spießt
die Beute auf Dornen oder klemmt sie in Astgabeln.

1. Vergleichen Sie kurz Lebensraum und Ernährungsweisen der Vangawürger-Arten! Erläutern Sie das gemeinsame Vorkommen dieser Arten auf Madagaskar unter dem Aspekt der Nischendifferenzierung!

2.Beschreiben Sie Homologien und Analogien der 6 Singvögelarten in Bezug auf Schnabelausbildung und Verhalten der Nahrungssuche.
Deuten Sie Ihre Ergebnisse unter Berücksichtigung der Familienzugehörigkeiten im Sinne der öko-evolutiven Entwicklung!

3. Skizzieren Sie mit Hilfe der von Ihnen bekannten Evolutionsfaktoren und auf der Grundlage der im Material angegebenen Informationen ein Evolutionsszenario für die Vangawürger!

Eine Antwort darauf werde ich nicht geben, dafür auf eine interessante Veröffentlichung hinweisen:

Evolution: Vangawürger sind Darwin-Finken auf Speed
17.04.2012 11:09

Die Vielfalt der Vangawürger ist spektakulär. Die Singvögel decken mit ihren gerade einmal 22 Arten hinsichtlich ihrer Körpergröße das ganze Spektrum der 6.000 Arten von Sperlingsvögeln ab, zu denen sie gehören. Während kleinere Arten mit ihren feinen Schnäbeln Insekten aufpicken, fängt der größte Vangawürger mit seinem riesigen Schnabel sogar Amphibien. Mit diesen Unterschieden schlagen sie die als Musterknaben der Evolution berühmten Darwin-Finken um Längen. Wie ein internationales Wissenschaftlerteam im Fachmagazin „PNAS“ schreibt, sind Vangawürger zudem die bisher einzige bekannte Vogelfamilie, in der die Artbildung nicht wie üblich in einem, sondern in zwei Schüben stattgefunden hat.
Vangawürger sind absolute Individualisten – jede der nur 22 Arten kleinen Vogelfamilie sieht anders aus, ist unterschiedlich groß und hat eine andere Schnabelform, die ihre jeweilige Ernährungsweise optimal unterstützt. Während der 13 cm kleine Kleibervanga mit seinem vergleichsweise kleinen Schnabel Insekten im Gebüsch hüpfend von Ästen und Blättern aufpickt, kratzt der 30 cm große Sichelvanga mit seinem langen gebogenen Schnabel unter der Baumrinde nach ihnen. Die am spektakulärsten gefärbte Art, der Helmvanga, fängt mit ihrem riesigen, blauen Schnabel sogar Eidechsen, Frösche oder Geckos. Die auf Madagaskar vorkommenden Singvögel sind damit um einiges vielfältiger als die besser bekannten Darwin-Finken. Wie sie das geschafft haben, rekonstruierten Wissenschaftler des Frankfurter Biodiversität und Klima Forschungszentrums, des Center for Macroecology, Evolution and Climate der Universität Kopenhagen sowie anderer deutscher, schwedischer und französischer Institute nun erstmals anhand eines detaillierten Stammbaums.
Auf Madagaskar heimisch
Vor 25 Millionen Jahren wanderte der Urahn der Vangawürger aus Afrika nach Madagaskar ein. Da viele potentielle Fressfeinde und Futterkonkurrenten damals noch nicht auf der Insel lebten, konnten die Vangawürger schnell zahlreiche offen stehende Nahrungsnischen füllen, neue Arten entwickeln und sich ausbreiten. „Die in der ersten Welle in vergleichsweise schneller Folge entstandenen Arten sind vor allem unterschiedlich groß und jagen Insekten in der Luft oder im Gebüsch“, erklärt die an der Studie beteiligte Dr. Susanne Fritz, Biodiversität und Klima Forschungszentrum. Sobald die offenen Nischen durch die daran angepassten Arten besetzt waren, ebbte die Rate, mit der weitere neue Arten entstanden, merklich ab. Das bekannteste Beispiel für solch eine Entwicklung auf Inseln sind die auf Galápagos heimischen Darwin-Finken. Bis jetzt zählten die Vangawürger aus Madagaskar ebenfalls zu den klassischen Beispielen.
Neue Ernährungsweise sorgte für zweiten Evolutionsschub
Doch die neuen Daten zeigen, dass der ersten Welle neuer Arten vor zehn bis fünf Millionen Jahren plötzlich eine zweite folgte – und das ist für Vögel höchst außergewöhnlich. „Unsere Computermodellierungen besagen, dass der unerwartete zweite Schub durch einen Anstieg der zur Verfügung stehenden Nischen verursacht wurde. Eine Möglichkeit dazu wäre die Eroberung neuer Lebensräume, aber die Vangawürger kommen nur auf Madagaskar vor. Wir konnten zeigen, dass die Erfindung einer bestimmten Schnabelform mit dem zweiten evolutionären Schub zusammenhängt“, so Dr. Fritz. Zu dieser Zeit entstand eine Gruppe der Vangawürger-Arten mit sehr langen, teilweise gebogenen Schnäbeln, wie beim Sichelwürger. Damit konnten die neu entstandenen Arten plötzlich auch unter der Baumrinde nach Insekten picken und so neue Nahrungsnischen erobern.
Erster Beleg einer schon länger bestehenden These
Die grundlegende Studie des internationalen Forscherteams zur Evolution der waldlebenden Vangawürger beweist damit erstmals, dass deren erstaunliche Vielfalt in einem zweistufigen Prozess entstanden ist. Vangawürger machen damit deutlich, wie wenig erforscht Madagaskar und seine ungewöhnliche Biodiversität noch sind und welch spannende Entdeckungen dort warten. Außerdem kann, wie die Studie zeigt, die Erfindung einer neuen Schnabelform und Ernährungsweise zu einem Artbildungsschub in einer Gruppe führen, deren Kapazität an Arten schon erreicht war. Dies wurde zuvor schon lange als möglich angenommen, aber bisher noch nie belegt. Doch die einzigartige Spezialisierung der Vangawürger könnte den bislang eher unbekannten Vögeln auch zum Verhängnis werden: Veränderte Landnutzung und Klimawandel lassen den Lebensraum, an den sie sich in den letzten 25 Millionen Jahren angepasst haben, schlagartig schrumpfen.
Studie:
Jønsson, K.A; Fabre, P.‐H.; Fritz, S.A. et al. (2012). Ecological and evolutionary determinants for the adaptive radiation of the Madagascan vangas. PNAS Early Edition. doi:10.1073/pnas.11158335109

Besagte Studie ist leider nicht OpenAccess, deswegen kann ich sie in meinem Blog auch nicht wiedergeben, aber die Veröfffentlichung sollte auch so ohne Schwierigkeiten zu bekommen sein. Allerdings beantwortet auch diese nicht die Fragen der Aufgabe.

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