Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

In letzter Zeit scheint es sich eingebürgert zu haben, dass die Zoopresseschau immer am Montag erscheint. Spielt prinzipiell keine Role, ist mir nur aufgefallen.
Abhängig davon ist die Presseschau diesmal sehr umfangreich (Geburten, Baumaßnahmen, besondere Veranstaltungen…) und man kann sagen, dass sich ein Sommerloch in Zoos höchstens durch einen Mangel an Besuchern auswirken könnte (aber das wünsche ich keinem Zoo).
Eine bestimmte PM habe ich ausgelassen, dazu werde ich später ein bisschen mehr schreiben (siehe hier).

Zoo Salzburg, 19.07.2012
Zoo Salzburg: Start für die neue Geparden-Anlage – Sicherheit ist das oberste Gebot
Mit dem Abschluss der Planung für die neue Geparden-Anlage stellt der Zoo Salzburg auch seine aktuellen Sicherheitsmaßnahmen nach dem „Freigang“ der Geparden vor: 1. Die 7 Geparden werden in der Nacht in versperrten Holzhäusern untergebracht und zusätzlich von einem Sicherheitsdienst bewacht. 2. Für den Neubau der Geparden-Anlage werden die Geparden voraussichtlich bis 7. August in befreundete Zoos übersiedelt. 3. Für die Bevölkerung steht die Geparden-Hotline 0664 88 65 38 46 rund um die Uhr 24 Stunden von Montag bis Sonntag bis zur Übersiedlung der Geparden zur Verfügung! Damit stellt der Zoo Salzburg die Sicherheit der Bevölkerung in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Die neue Geparden-Anlage ist so konzipiert, dass sie zu den sichersten und modernsten derartigen Gehegen zählt. Damit wird der Zoo Salzburg auch seine bekannte Kompetenz in der Geparden-Zucht weiter entwickeln können. „Der Zoo Salzburg nimmt das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung sehr ernst und hat die Vorfälle zum Anlass genommen, das neue Geparden-Gehege sofort zu bauen und in der Zwischenzeit die 7 Geparden bei befreundeten Zoos unterzubringen. Mit der zwischenzeitlichen, nächtlichen Verwahrung der Geparden in Holzhäusern und der Geparden-Hotline 0664 88 65 38 46 signalisiert der Zoo Salzburg, dass die Sicherheit das oberste Gebot ist und der Zoo jederzeit für die Bevölkerung erreichbar ist“ fasst Sabine Grebner, Zoo-Geschäftsführerin, die Maßnahmen zusammen.

Zoo Osnabrück, 19.07.2012
Zum 60. Geburtstag 60 Zoo-Jahreskarten gespendet/ Im Schildkröten- oder Hasentempo den Waldzoo erkunden
Mit dem Zoo Osnabrück ist Wolfgang Schenk als Präsidiumsmitglied des Zoovereins schon lange verbunden. Im Beruf hilft der Diplomkaufmann Menschen den Weg zurück ins Berufsleben zu finden. Zu seinem 60. Geburtstag brachte er beides zusammen – mit einer Spendenaktion. Mit seiner Beratergemeinschaft für kostenlose Wirtschaftsberatung „Beraten und Helfen“ unterstützt Wolfgang Schenk Mitmenschen, die in eine finanzielle Schieflage geraten sind, sich erstmalig selbstständig machen wollen oder mit ihrer Ausbildung nicht zurechtkommen. „Ich erlebe jeden Tag die persönliche Situation von Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Mir ist es wichtig, sie zurück in die Gesellschaft zu holen, sie zu integrieren und ins Boot zu holen“, beschreibt Schenk seine Motivation. Dazu gehöre seiner Meinung nach auch der Freizeitbereich. So entstand die Idee Familien den Zoo zu öffnen, die sich den Zoobesuch sonst nicht leisten können. Anlässlich seines 60. Geburtstags bat der Jubilar um Spenden für Zoo-Familienjahreskarten anstelle von Geschenken. 1.280 Euro kamen so zusammen, die Schenk auf 3.000 Euro aufstockte. Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH, bedankte sich für die Spendenaktion: „Da der Zoo sich größtenteils selbst finanziert, freuen wir uns, wenn uns Partner bei sozialen Aktionen unterstützen. Damit mehr Familien langfristig in den Zoogenuss kommen, haben wir die Jahreskarten zum Sonderpreis angeboten.“ So kamen 60 Zoo-Jahreskarten zusammen, die Siegfried Averhage von der Maßarbeit sowie Michael Klesse und Marita Klenke vom Jobcenter an Familien in der Region verteilten. „Ich hoffe, dass ich mit dieser Aktion andere zum Nachahmen ermuntere. Wir, die wir das können, müssen Verantwortung für die Menschen übernehmen, die nicht so viel Glück im Leben haben“, so Schenk./ Zoo Osnabrück führt mit Elektro-Mobilen neues Angebot ein: Um das hügelige Gelände des Osnabrücker Zoos zu entdecken, braucht es ein wenig Ausdauer, vor allem wenn man auf einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen ist. Mit den neuen Elektro-Mobilen können Gehbehinderte nun mühelos die Tierwelt entdecken. „Der Schölerberg bietet zwar eine traumhafte Kulisse für unseren Zoo, jedoch ist diese für manche Menschen sehr anstrengend zu erwandern“, so Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH. „Bisher konnten wir gehbehinderten Menschen Rollstühle anbieten – was aber für die Begleitperson einen Kraftakt bedeutete. Dank unserer Sponsoren Sanicare und Gehrmeyer halten wir nun Elektro-Mobile für Gehbehinderte und Senioren bereit.“ Die E-Mobile seien kinderleicht zu bedienen, wie Sliwka selbst bei einem Pressetermin zeigte: Der verstellbare Sitz hilft beim Einstieg, ein Hebel ist für den Vorwärtsgang, einer für den Rückwärtsgang. Tippt man diesen an, rollt der Wagen. Die Bremse greift automatisch, sobald der Hebel losgelassen wird. Das Tempo kann der Benutzer individuell dem Gehtempo seiner Begleitung über einen Drehknopf anpassen, vom langsamen Schlendergang (Symbol Schildkröte) bis zum energischen Wanderschritt (Symbol Hase). „Die E-Mobile sind geländegängig, sodass jeder Punkt im Zoo erreicht werden kann, und mit einer Breite von unter einem Meter passen sie sogar in den Affentempel“, ergänzte Sliwka. Möglich wurde dieses Angebot durch die Unterstützung der Firma Gehrmeyer, Zentrum für Orthopädie- und Rehatechnik, sowie der Versandapotheke Sanicare. Beide stellten jeweils zwei E-Mobile der Marken „Invacare“ und „Mobilis“ kostenlos zur Verfügung. Matthias Gehrmeyer, Geschäftsführer der Firma Gehrmeyer, und Christina Conradi, Pressesprecherin von Sanicare: „Wir freuen uns, dass wir mit unseren Produkten körperlich beeinträchtigten Personen den Zoo Osnabrück und seine Tiere auf bequeme Weise zugänglich machen. So können auch Familien mit ihren Großeltern oder einem gehbehinderten Familienmitglied einen schönen Tag im Zoo verbringen.“ Die Elektro-Mobile können an der Zoo-Kasse (Haupteingang) kostenlos ausgeliehen werden. Notwendig sind ein persönliches Dokument als Pfand und eine Unterschrift für Haftung im Schadensfall. Reservierungen und weitere Informationen beim Zoo Osnabrück unter: 0541- 95 105 0.

Zoo Leipzig, 19.07.2012
Stadtrat bestätigt Masterplan 2020 – Zoo Leipzig setzt Weg zum Zoo der Zukunft fort
Beschlossen: Der Leipziger Stadtrat hat gestern Abend in seiner Ratsversammlung mit überwältigender Mehrheit bei nur fünf Gegenstimmen grünes Licht für den weiterentwickelten Masterplan Zoo der Zukunft gegeben. Damit sind die Weichen gestellt, dass der Zoo Leipzig den im Jahr 2000 eingeschlagenen Weg bis 2020 fortsetzen wird. 56,5 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in die weitere Modernisierung des Tiergartens investiert. 30 Prozent davon werden aus dem Investitionshaushalt der Stadt Leipzig bereitgestellt, die übrigen 70 Prozent werden aus Krediten und Eigenmitteln finanziert. „Wir freuen uns über das Vertrauen in unsere Visionen ebenso wie in unsere tägliche Arbeit, das der Stadtrat mit seiner Entscheidung zum Ausdruck gebracht hat“, resümiert Zoodirektor Dr. Jörg Junhold und ergänzt: „Wir sind auf unserem Weg in die Zukunft bereits ein gutes Stück vorangekommen, aber kritische Bereiche wie die Bärenburg, die Leopardenhaltung, zentrale Zoobereiche und die Themenwelt Südamerika verlangen auch weiterhin die konsequente Fortsetzung des Masterplanes.“ Die dritte Phase des Konzeptes sieht wie ursprünglich geplant die Umgestaltung der alten Gehege in naturnahe und artgemäße Anlagen vor. Fünf Bauabschnitte sind geplant. Damit soll die Besucherattraktivität auf hohem Niveau gefestigt und das qualitativ hochwertige Engagement im Sinne des Artenschutzes und der Bildungsarbeit gesichert werden. Als der Stadtrat das strategische Unternehmenskonzept Zoo der Zukunft vor zwölf Jahren beschlossen hat, drohte dem Zoo auf Grund nicht mehr zeitgemäßer Anlagen und rückläufiger Besucherzahlen die schrittweise Schließung und internationale Bedeutungslosigkeit. Seither sind Meilensteine wie Pongoland, Kiwara-Savanne und Gondwanaland verwirklicht und insgesamt etwa 100 Millionen Euro investiert worden. Die Besucherzahlen haben sich von 750.000 im Jahr 2000 auf 2,1 Millionen in 2011 fast verdreifacht.

Zoo Heidelberg, 19.07.2012
Seltener gefiederter Nachwuchs im Zoo Heidelberg
Der Klapperstorch war in den letzten Wochen im Vogelrevier im Zoo Heidelberg fleißig unterwegs und hat nicht nur seinen Verwandten, den Schwarzstörchen, sondern auch dem Sonnenrallen-Pärchen ein gesundes Küken beschert. Beide Jungtiere sind wohlauf und werden von ihren Eltern hingebungsvoll umsorgt und beschützt. Sonnenrallen gehören in zoologischen Gärten zu den Vogelarten, die nicht so häufig zur Brut schreiten und deren Bestand in einem Europäischen Zuchtbuch betreut wird. Deshalb ist man im Zoo Heidelberg besonders froh über die erfolgreiche Nachzucht dieser schönen Vogelart aus den Tropen Lateinamerikas. Ihr Lebensraum sind Fluss- und Seeufer innerhalb tropischer Regenwälder. Das Gefieder der Sonnenralle ist markant schwarz, weiß, rotbraun und gelblich gemustert. Auffällig sind die großen Augenflecke auf der Flügeloberseite. Wenn sie ihre großen, runden Flügel auffächert, etwa während der Balz oder in Drohstellung, kommt diese Zeichnung erst voll zur Geltung. Die Aufzucht teilt sich das monogam lebende Elternpaar fair unter sich auf: Beide sind zu gleichen Teilen für das Brüten zuständig, wobei der nicht-brütende Elternteil seinen Partner –und inzwischen auch das noch flauschige Jungtier – mit Futter versorgt. Vermeintlichen Gefahren stellen sich die Eltern todesmutig in den Weg – fauchend, mit geschwellter Brust und aufgestelltem Schwanz gehen sie auf alles und jeden los, der sich zu nahe an das Nest heran wagt. Das muss auch Faultier „Wilma“ auf ihren Spaziergängen durch das Gehege gelegentlich am eigenen Leib erfahren. Sie weicht dem mit Moos gestalteten Nest aus, zeigt sich ansonsten vom Imponiergehabe des wütenden, jedoch gerade einmal rund 200 Gramm schweren Vogels aber sichtlich unbeeindruckt. Die Drohgebärden sind trotzdem gerechtfertigt, denn die kleinen Küken sind sehr unselbstständig und werden erst nach 22 bis 30 Tagen flügge. In dieser Zeit sind sie besonders anfällig für Gefahren und deswegen auf den Schutz der Elterntiere angewiesen. Auch die Schwarzstorcheltern leben monogam und kümmern sich abwechselnd um ihren Nachwuchs, der bereits das metallisch-glänzende schwarze Gefieder ausbildet, das für den Schwarzstorch so typisch ist. Die ersten drei bis vier Wochen steht er unter ständiger Beobachtung seiner Eltern, die, genau wie die Sonnenralle, etwaige Eindringlinge energisch abwehren. Hierbei zeigen die sehr stimmbegabten Vögel vollen Körpereinsatz: Unterstützt durch stöhnende Rufe vollführen sie mit schlängelnden Kopfbewegungen einen regelrechten „Tanz“, um ihre Feinde zu beeindrucken. Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Weißstorch, ist der Schwarzstorch ein Kulturflüchter, der sehr scheu ist und besonders in der Paarungs- und Brutzeit ausgesprochen sensibel auf Störungen reagiert. Deswegen ist die Nachzucht dieser empfindlichen Vögel besonders schwierig. Schon vor drei Jahren hatten die Schwarzstörche hoffnungsvolle Brutversuche gestartet, doch bis heuer musste der Zoo auf den ersten Aufzuchterfolg warten. Umso glücklicher ist man im Vogelrevier über das schwarzgefiederte Junge: „Das Revier ist sehr stolz, nach so vielen Jahren gesunden Nachwuchs zu haben, der von den Eltern aufgezogen wird“, berichtet Thomas Bersch, Leiter des Vogelreviers. Die Sonnenrallen leben in der Südamerika-Voliere neben dem Elefantenhaus. Sie teilen sich das Freiflug-Gehege mit verschiedenen anderen Vogelarten und der Faultier-Familie. Die Schwarzstörche sind zusammen mit den Waldrappen in den Ibis-Volieren bei der Robbenanlage untergebracht.

Zoologischer Garten Berlin, 19.07.2012
Ein Traum in rosarot – neue Küken in der Welthauptstadt der Flamingozucht
Berlin ist die einzige Stadt auf dem Erdball, in der alle Flamingoarten und –unterarten bereits vermehrt werden konnten. Zoo und Tierpark haben sich in einer langen Reihe deutscher, europäischer und weltweiter Erstzuchten große Ehren erworben. Aus den Erstzuchten wurden regelmäßig züchtende Gruppen. Das trifft auf den James- oder Kurzschnabelflamingo (Phoenicoparrus jamesi) zu, dessen Welterstzucht 1992 im Zoo Berlin gelang. Auch heute noch ist unsere Zuchtgruppe die einzige weltweit. Jamesflamingos sind Hochlandtiere aus den Anden Südamerikas und kommen in Salzseen in über 2.000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel zusammen mit Andenflamingos vor. Alles, was wir heute über die Art wissen, stammt aus Zoologischen Gärten, besonders aus dem Zoo Berlin! Zwei Jungvögel schlüpften im Juni 2012 im Abstand von einer Woche. Diese entwickeln sich bislang sehr gut. Sie sind mobil und bewegen sich durch die Kolonie, so wie es sich für Jungvögel gehört. Im Alter von rund 80 Tagen werden sie flügge sein. Flamingos sind mit ihrem leuchtend roten, rosafarbenen oder weißen Gefieder, den langen Beinen und dem langen Hals unverwechselbare Vögel. Die Kleinen sind mit ihrem Dunenkleid graue Federknäuel, deren Streckungswachstum noch bevorsteht. Der Unterschnabel der Altvögel ist wesentlich größer als der Oberschnabel und zu einem Seihapparat umgebildet. Das hat der Gruppe den Namen „Verkehrtschnäbler“ (Phoenicopteridae) eingebracht. Jungvögel werden von den Alten durch eine Kropfmilch versorgt. Flamingos bauen kegelförmige Nester im Schlamm, in das von den Paaren nur ein einziges Ei gelegt wird. So erging es einem Paar Rosaflamingos (Phoenicopterus ruber roseus). Ihr Ei wurde aus Sorge vor zerstörerischen Nebelkrähen von den Tierpflegern eingesammelt und künstlich im Brutapparat bebrütet. Die Eltern bebrüteten fortan ein Gipsei. Der nach 28 Tagen Brutzeit geschlüpfte Jungvogel schließlich wurde wieder den Alttieren untergeschoben. Damit wächst erstmals seit 20 Jahren Unterbrechung endlich wieder ein Rosaflamingo heran. Diese mit bis zu 1,50 Metern größte Art der Flammenvögel ist auch am Mittelmeer heimisch.

Zoo Salzburg, 20.07.2012
Die Geparden verbringen die Nacht nun in den überdachten Vorgehegen – bewacht vom Wachdienst
Nach der zweiten Nacht im Haus haben sich die 7 Salzburger Geparde noch immer nicht daran gewöhnt, in ihren Holzhäusern eingesperrt zu übernachten. Daher hat sich die Zooleitung kurzerhand entschlossen, die Vorgehege der Tiere mit Gitter zu überspannen, damit die Tier in gewohnter Art und Weise die Nacht bis zu ihren Abreisen in die befreundeten Zoos verbringen können.

Allwetterzoo Münster, 20.07.2012
Schlappe Ohren, babyweiches Fell: In der Nacht zu Freitag kam im Allwetterzoo Münster ein Fohlen bei den Rieseneseln zur Welt
In den ersten Stunden nach der Geburt war Roxels Fohlen ebenso erschöpft wie die Mutter! Das Eselchen war in der Nacht zum Freitag (20. Juli) auf die Welt gekommen. Das Fell noch nass, die Ohren hängend stand es in der Morgensonne und wurde von der Mutter und den Artgenossen ebenso bewundert wie von den Zoomitarbeitern, die bei Dienstbeginn an der Eselanlage vorbeikamen. Das Fohlen stand recht schnell auf seinen staksigen Beinen und schmuste mit Mutter Roxel, mit „Onkel“ Fridolin, und sogar schon mit Tierpflegerin Sandra Dechert. Die konnte dann prompt melden, dass der jüngste Nachwuchs ein Hengst ist. Für Roxel war es die erste Geburt. Weil im Allwetterzoo kein Hengst gehalten wird, war die Stute zum Decken zu einem privaten Züchter in Hessen gebracht worden. Nun hat Roxel nach gut zwölf Monaten Tragzeit das Fohlen problemlos zur Welt gebracht. Ob sie es auch entsprechend versorgt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Zum Glück hat der Kleine die „Milchbar“ schnell gefunden und trinkt schon recht kräftig! Die seit heute fünfköpfige Herde der Poitou-Riesenesel lebt gemeinsam mit sieben Pferden auf einer großen Anlage im Kinder- und Pferdepark. In den ersten Tagen wird das Fohlen inmitten der Esel-Herde aufwachsen und die teils etwas rüpelhaften Pferde noch nicht kennen lernen. Im Allwetterzoo war mit Amelie zuletzt vor knapp zwei Jahren ein Fohlen bei den Poitou-Rieseneseln auf die Welt gekommen. Inzwischen fast erwachsen, musste sie damals mit der Flasche aufgezogen werden, weil ihre Mutter nicht genügend Milch gab.

Zoo Leipzig, 20.07.2012
Schneeleoparden entwickeln sich gut – Namensvorschläge können eingereicht werden
beim Tierarzt absolviert: Die drei im Zoo Leipzig geborenen Schneeleoparden entwickeln sich gut. Schneeleopardin Laura hatte am 29. Juni Nachwuchs zur Welt gebracht und kümmert sich vorbildlich um das männliche und die beiden weiblichen Jungtiere. Die Tiere haben in den ersten drei Wochen ihr Gewicht etwa verdoppelt und wiegen nun jeweils rund 1,1 kg. „Die Tiere machen einen gesunden Eindruck und die Gewichtszunahme spricht für eine gute Entwicklung. Dennoch sind die Jungtiere mit drei Wochen noch nicht aus der kritischen Phase heraus“, schätzt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard. Zoodirektor Dr. Jörg Junhold sieht die Entwicklung bezüglich einer stabilen Zoo-Population der Schneeleoparden in Europa positiv: „Mit dem neuerlichen Wurf und der bislang guten Aufzucht der drei Jungtiere leisten wir als Zoo Leipzig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Schneeleoparden. Auch national und international läuft die Zucht wieder besser als noch vor einigen Jahren.“ Laut des Zoo-Informationssystems ZIMS kamen in den vergangenen zwölf Monaten europaweit elf Schneeleoparden zur Welt. Im zentralasiatischen Hoch- und Bergland, wo Schneeleoparden ursprünglich beheimatet sind, leben jedoch nur noch schätzungsweise 4.000 bis 6.000 Exemplare – mit abnehmender Tendenz.
Bis sich die Jungtiere im Gehege zeigen, wird noch etwas dauern. Allerdings können Besucher und Zoofreunde die verbleibende Zeit mit der Namenssuche füllen. Die kleinen Schneeleoparden sollen im August getauft werden. Bis zum 03. August können Vorschläge per E-Mail an taufe@zoo-leipzig.de oder per Postkarte an Zoo Leipzig, Pfaffendorfer Str. 29, 04105 Leipzig gesendet werden. Im Anschluss wird in einer Online-Abstimmung über die Siegernamen entschieden.

Zoo Heidelberg, 20.07.2012
Neue Schädel für die (Zoo)Schule!
Die Heidelberger Zooschule (unter Trägerschaft des Vereins Initiative Zooerlebnis e.V.) kann sich über neue Materialien freuen! Dank der finanziellen Unterstützung der Karlheinz und Margot Bender-Stiftung konnten didaktische Materialien im Wert von 5.000,- Euro angeschafft werden. Die Stiftung wurde im Jahr 2009 nach Ableben von Margot Bender gegründet. Sie unterstützt sowohl Projekte im Bereich des Tierschutzes als auch in der Kinder- und Jugendarbeit und in der Altenpflege in Heidelberg. Die Stiftung wird durch ihren Vorstand Herrn Herzog vertreten.
„Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung können nun kleine und große Besucher der Zooschule direkt die Schädel von Gorilla, Bär, Löwe, Schlange und Stachelschwein vergleichen“, freut sich Prof. Dr. Klaus Wayß, erster Vorsitzender des Vereins Initiative Zooerlebnis e.V., dem Träger der Heidelberger Zooschule. Die Schädel sind täuschend echt aussehende Nachbildungen aus Kunststoff, die aus den USA importiert wurden. Mit ihrer Hilfe ist es besonders gut möglich, die Anpassung an unterschiedliche Ernährungsweisen zu begreifen. Um den Kindern im Zoo ein forschendes, handlungsorientiertes Lernen zu ermöglichen, wurden außerdem auch 17 Mikroskope samt Zubehör (Pinzetten, Petrischalen etc.) erworben. Sie werden bereits im Ferienprogramm der Zooschule eingesetzt und erlauben den Kindern und Jugendlichen einen detaillierten Blick auf kleinere Lebewesen oder Naturmaterialien. Zukünftig sollen sie auch im Programm „Zoo-Unterricht“, welches für Schulkassen konzipiert ist, einen Platz finden. Insbesondere die Beschäftigung mit kleinsten Tieren und feineren Strukturen führt bei vielen Menschen zu bislang unbekannten Erkenntnissen über die belebte Natur. Auch die Schüler des Bunsengymnasiums, die wöchentlich im Rahmen des Programms „Zoo-Intensiv“ die Heidelberger Zooschule besuchen, kamen schon in den Genuss, sich die Schädel genauer anzuschauen. Und mit Hilfe der Mikroskope haben sie in den vergangenen Tagen bereits Federn verschiedener Vögel und Felle der Zootiere unter die Lupe genommen. „Dass die Federn der Pelikane vergrößert aussehen wie ein Reißverschluss, hätte ich nie gedacht“, wundert sich die zehnjährige Lea.

Erlebniszoo Hannover, 20.07.2012
Zoo baut Schimpansengehege um
Der Zoo Hannover wird die aus den 80er Jahren stammenden Gehege der Schimpansen im Innen- und Außenbereich sicherheitstechnisch umbauen. Es wird mit dem Umbau der Innenanlage begonnen. Die Anlage soll überkuppelt und zur Besucherseite mit bruchsicheren Scheiben versehen werden. In der so veränderten Anlage wird es für die Schimpansen zudem mehr Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten geben. Die Maßnahmen werden zum Herbst abgeschlossen sein. Kosten für Planung und Bau werden mit ca. 300.000 ¤ veranschlagt. Das Urwaldhaus wurde 1982 eröffnet. Der damaligen Bauweise entsprechend, sind die Tiere in sogenannten „offenen Anlagen“ durch einen Sicherheitsgraben von den Besuchern getrennt. Nachdem in der vergangenen Woche fünf Schimpansen über einen herabhängenden Ast aus dem Außengehege klettern konnten und ein Affe im Mai aufgrund von Rangauseinandersetzungen den Sicherheitsgraben im Innengehege übersprungen hat, hat der Zoo beide Gehege geschlossen. Bis das Innengehege umgebaut ist, bleibt das Urwaldhaus aus Sicherheitsgründen für die Besucher geschlossen. Während dessen erhalten die Tiere täglich neue Beschäftigungsgegenstände zum Spielen und Tüfteln. Aufgrund der offenen Anlagen konnten zu Besucherzeiten keine harten Gegenstände in die Anlage gegeben werden, da die Tiere sie als Wurfgeschoss hätten benutzen können. Besonders beliebt sind zurzeit Lederbälle, Kanister, Eimer und Bilderbücher. Bis die Schimpansen wieder zu sehen sind, werden die Tierpfleger regelmäßig Bilder und Neuigkeiten aus dem Urwaldhaus unter @urwaldhaus twittern.

Zoo Frankfurt, 20.07.2012
Tigerkater IBAN ist zurückAm 20. Juli um 7.30 Uhr morgens ist Sumatra-Tiger IBAN von seinem neunmonatigen Auslandsaufenthalt in Polen nach Frankfurt zurückgekehrt. „Der Transport ist gut und völlig unproblematisch verlaufen“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Gestern Nachmittag ging die Reise im Zoo Warschau los. Zwei Tierpfleger des Frankfurter Zoos haben IBAN abgeholt und in einem Transporter nach Frankfurt gebracht. Der Kater war in den letzten Wochen schon an die Transportkiste gewöhnt worden, sodass er von selbst in sie hinein ging und nicht betäubt werden musste. „Auch die Ankunft war völlig stressfrei“, berichtet Niekisch. „IBAN lag ganz entspannt in seiner Kiste und sobald der Schieber hoch ging, lief er in sein altes Gehege im Katzendschungel, als ob er nie weg gewesen wäre“. „Viele Frankfurterinnen und Frankfurter haben die Auslandsreise unseres Tigers nach Warschau mit Interesse verfolgt und sich über den Nachwuchs der dortigen Tigerdame RATU gefreut“, sagt Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth, „IBAN hat mit ihr in Warschau drei Jungtiere gezeugt – ein wichtiger Beitrag für die Zoopopulation der Sumatra-Tiger. Wir freuen uns, dass dieser etwas andere interkulturelle Austausch von einem so schönen Erfolg gekrönt wurde“. In europäischen Zoos leben ca. 100 Sumatra-Tiger, die alle zentral in einem Zuchtbuch geführt werden. Mit Hilfe dieses Zuchtbuches werden die Nachzuchten und der Austausch von Tieren zwischen den einzelnen Zoos koordiniert. „Schon in den nächsten Tagen sind IBAN und MALEA wieder ganz vereint!“, kündigt Niekisch an. Bis dahin können sich die beiden Tiger aber sehen und durch das sogenannte Schmuse-Gitter beschnuppern, eine veterinärmedizinische Vorsichtsmaßnahme. „Die beiden haben sich sofort erkannt und sehr positiv aufeinander reagiert“, so Niekisch, „das haben wir auch nicht anders erwartet“. Der Lebensraum der Tiger (Panthera tigris sumatrae) auf der indonesischen Insel Sumatra schrumpft täglich. „Im Freiland leben nur noch etwa 400 Sumatra-Tiger – eine erschreckend kleine Anzahl“, so Zoodirektor Niekisch, „Deshalb ist jede Nachzucht dieser seltenen Tiere ein wichtiger Beitrag zur Arterhaltung und der Lebensraumschutz vor Ort ein zentrales Anliegen von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt (ZGF)“.

Zoo Dortmund, 20.07.2012
Tierische Sensation im Zoo Dortmund: Albino-Seebär wurde geboren
Die Tierpfleger des Zoos Dortmund staunten nicht schlecht, als sie am Morgen des 26. Mai das Robbengehege betraten. Seebären-Dame „Harimee“ hatte, wie erwartet, in der Nacht ein Jungtier zur Welt gebracht. Doch dieses Jungtier war anders: es war schneeweiß. Und tatsächlich: „Harimee“ hat dem Zoo einen männlichen Albino-Seebären beschert. Auch Papa „Frodo“ freut sich. Der Zoo Dortmund züchtet seit vielen Jahren erfolgreich Südamerikanische Seebären und führt das Europäische Zuchtbuch für diese Tierart. Mit der erfreulichen Nachricht hat den Zoo in dieser Woche zugleich eine traurige Nachricht erreicht: Zootierpfleger Volker Gatz, der das Zuchtbuch im Jahr 2000 begründet und seither verantwortlich geführt hat, ist vor wenigen Tagen nach langer schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren verstorben. Der Zoo betrauert den Verlust eines jahrelangen, hochqualifizierten Mitarbeiters. Volker Gatz war mehr als ein Tierpfleger. Er war ein international anerkannter Tiergärtner, der mit seinem (auch publizierten) Wissen die Tiergartenbiologie bereichert hat. Mit neun Tieren hat der Zoo Dortmund zur Zeit auch die größte Seebären-Herde in einem europäischen Zoo. Nur wenige Tage nach dem Albino-Jungen ist ein weiblicher Seebär geboren. Das Mädchen ist bereits seit einigen Tagen in der Anlage zu sehen. Leider sind Albino-Tiere zwar hübsch, doch meist sehr anfällig und haben vor allem Augenprobleme. Daher sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos besonders vorsichtig im Umgang mit dem Jungtier und seiner Mutter. Recherchen haben ergeben, dass bislang nur ein einziges Mal ein Albino-Jungtier dieser Art aus einem Zoo gemeldet wurde. Dieses überlebte jedoch nur wenige Tage. In freier Wildbahn wurde noch nie eines gesichtet. Albinotische Seebären werden in freier Wildbahn ohnehin sehr rasch Opfer von Beutegreifern (Haie, Zahnwale) oder werden von Artgenossen gejagt. Noch hat der kleine Seebär keinen Namen. Zoogäste können sich an der Namensfindung beteiligen. An der Zookasse sind Stimmzettel ausgelegt, auf denen eine Auswahl von Namen angegeben ist. Zoobesucher können ihren Favoriten ankreuzen und so einen Beitrag zur Namensvergabe leisten.

Tierpark Berlin 23.07.2012
Zweites Jungtier bei den Uganda-Giraffen im Tierpark Berlin geboren
Nur 20 Tage nachdem Giraffen-Jungtier „Jule“ das Licht der Welt erblickte, wurde im Tierpark Berlin eine zweite Uganda-Giraffe geboren: Das weibliche Jungtier mit dem Namen „Dorle“ kam in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli zur Welt und ist das erste Jungtier der fünfjährigen Giraffe „Inge“. Die ersten Wochen verbrachten die beiden Jungtiere „Dorle“ und „Jule“ gemeinsam mit ihren Müttern getrennt von der Gruppe. Nun wurden sie mit den übrigen Giraffen zusammengeführt, so dass die Tierparkbesucher ab sofort eine zehnköpfige Uganda-Giraffenherde auf der weitläufigen Außenanlage des Tierparks Berlin beobachten können. Dort gibt es für die beiden Jungtiere „Dorle“ und „Jule“ einiges zu entdecken, und nicht zuletzt haben sie dank ihrer Größe von bereits 1,85 m gute Sicht auf die im Mai geborenen Elefantenjungtiere.

Zoo Dortmund 24.07.2012
Seebär-Mama „Harimée“ ist leider gestorben – Albino-Seebär wird per Hand aufgezogen
Seebären-Mama „Harimée“ ist sehr zum Entsetzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoo Dortmund plötzlich gestorben. Damit wurde der kleine Albino-Seebär zum Waisen und wird nun von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern großgezogen. Daher musste der kleine Seebär wieder hinter die Kulissen der Robbenanlage gebracht werden, wo er umsichtig und professionell versorgt werden kann. Er hat dort alles, was er braucht, auch ein Wasserbecken zum Schwimmen. Der Zoo bittet die Besucherinnen und Besucher um Verständnis für diese Situation. Das Wohl des Tieres steht im Vordergrund
Update: Dem kleinen Albino-Seebären im Zoo Dortmund geht es gut
Dem „Kleinen“ geht es gut! Auch in der Natur sind Jungtiere oft lang getrennt von der Mutter. Das Junge „trauert“ also nicht, ist im Verhalten ganz normal und nimmt die Hilfe der Pflegerinnen und Pfleger an. Das Tierpfleger-Team des Zoo Dortmund kümmert sich professionell um den zwei Monate alten Albino-Seebären, der nun per Hand aufgezüchtet wird. Er bekommt eine Spezialmilch, die für Robben und Seebären besonders gut geeignet ist. Er nimmt die Nahrung an. Es hat bereits erste Schritte der so genannten Vergesellschaftung gegeben. Das heißt: andere, ältere Tiere werden zu ihm in das von der Öffentlichkeit separierte Becken gelassen. Man schaut, mit wem er sich gut verträgt. So war der einjährige Halbbruder „Pontos“ bereits bei ihm zu Besuch. Auch mit der siebenjährigen Seebärendame „Rony“ hat er mehrere Stunden im Becken verbracht und sich gut „mit ihr verstanden“. Der Zoo bittet um Verständnis, dass das Jungtier im Moment nicht von Gästen gesehen werden kann. Das Wohl des Tieres steht im Vordergrund. Nun gilt es, dem Albino-Seebären viel Aufmerksamkeit zu widmen. Das Zooteam hofft sehr und setzt alles daran, dass der Seebär-Knabe weiter gut gedeiht. Dieser hat übrigens noch immer keinen Namen. Zoogäste können weiterhin auf einem Zettel, den sie an der Kasse erhalten, den Favoriten unter den Namensvorschlägen ankreuzen.

Sealife 24.07.2012
Eiszeit unter Wasser – Iglu für Butterfische, Aalmuttern & Co. im Sea Life
Sommer, Sonne, Strand und Meer – endlich ist der Sommer da! Nachdem das schöne Wetter lange auf sich warten ließ, freuen die Menschen sich jetzt umso mehr darüber. Sonnenhungrig liegen sie am Strand um sich zu bräunen und hinterher kühlen sie sich mit einem leckeren Eis im Café ab. Doch wie verschaffen sich Fische eigentlich eine Erfrischung? Ist doch ganz klar – in einem Iglu! Ein echtes Iglu unter Wasser? Butterfische, Aalmuttern und Co. trauten kaum ihren Augen, als die biologischen Leiter der acht deutschen Sea Life Aquarien mit neuen „Häusern aus Eiswürfeln“ um die Ecke kamen. Bisher haben die Tiere in einem „Schiff“ gewohnt, welches in ihrem Becken als Unterschlupf diente. Doch passend zur warmen Jahreszeit gab es eine Überraschung – ein Iglu aus Eis für jeden Standort! Kaum war das neue Highlight im Becken platziert, war der Andrang riesengroß, denn jeder wollte als erster das neue Bauwerk bewundern und einen Blick rein werfen! „Natürlich haben wir das Iglu nicht aus echtem Eis gebaut, sondern aus Kunststoff. Aber ich glaube, für die Fische macht das keinen großen Unterschied, beim Anblick des Iglus machen sie sich einfach kühle Gedanken“ schmunzelt Jenny Blask, Sprecherin Sea Life Deutschland. „Schließlich würden sich die Eiswürfel im 13,5 Grad warmem Wasser innerhalb von Minuten auflösen“, so Jenny Blask weiter.

Zoo Halle 24.07.2012
5. Sommertag für Senioren und Junggebliebene – Der Berg schunkelt
In diesem Jahr findet der Sommertag für Senioren und Junggebliebene, am 02. August, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr, bereits zum 5. Mal statt. Ein musikalisches Programm der Spitzenklasse mit den Thüringer Kreuzbuben und Stargast Eberhard Hertel, erwartet alle Freunde der volkstümlichen Musik. Dazu gibt’s jede Menge Spaß mit tierischen und menschlichen Freunden und fürs leibliche Wohl sorgt ein Kaffee- und Kuchenbuffet.

Zoo Osnabrück 24.07.2012
Besonderes Programm für Mensch und Tier im Zoo Osnabrück
In den Sommerferien können die Besucher die Tiere nicht nur beim erfrischenden Wasserbad beobachten. Der Zoo Osnabrück bietet ein tägliches Fütterungs- und Beschäftigungsprogramm der Tiere an. Zoopädagogin Birgit Strunk: „Die Besucher können jeden Tag bis zu 30 kommentierte Aktionen bei den verschiedenen Tieren erleben. Dabei erfahren sie nicht nur etwas über die Tierarten, sondern auch über die jeweiligen Tierpersönlichkeiten. So frisst Pinguin Pünktchen nur die Fische, die die Tierpfleger ins Wasser werfen. Und die Polarfüchse lieben Joghurt, außer mit Erdbeergeschmack.“ Das Programm sei nicht nur zur Unterhaltung der Besucher, sondern biete auch den Tieren willkommene Abwechslung.

Zoo Leipzig 25.07.2012
Gorillapaar abgegeben – Auch Brazza-Meerkatzen nach Rostock
Die beiden Gorillas Bebe und Gorgo aus dem Zoo Leipzig haben gestern ihr neues Quartier im Rostocker Darwineum bezogen und werden dort nach der Eröffnung ab dem 8. September zu sehen sein. Die Abgabe der Tiere erfolgte entsprechend der Empfehlungen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) im Rahmen des Europäischen Verbandes für Zoos und Aquarien (EAZA). In der Leipziger Gruppe hatte Bebe innerhalb der Rangfolge eine schwache Position inne. Um ihr gegebenenfalls die Möglichkeit für neuerlichen Nachwuchs zu geben, wird sie nun gemeinsam mit Gorgo das neue Gehege in Rostock bewohnen. Gemeinsam mit den beiden Gorillas haben fünf Brazza-Meerkatzen aus dem Tieraffenhaus den Zoo Leipzig verlassen. Das Gebäude wird im Rahmen der Fortsetzung des Masterplanes Zoo der Zukunft bis zum Ende des Jahres geschlossen. Die Rostocker hatten für das Darwineum Interesse an Brazza-Meerkatzen geäußert. „Die Anlagen sind nagelneu und bieten den Tieren beste Bedingungen. Die Chance, sie dorthin abzugeben, wollten wir uns nicht entgehen lassen“, begründet Kurator Fabian Schmidt die kurzfristige Entscheidung.

Zoo Heidelberg 25.07.2012
Ausflüge ins Grüne: Sumatratiger Asim hat sich gut im Zoo Heidelberg eingelebt
Sumatratiger „Asim“ geht es sichtlich gut. Der junge Tiger, der vor etwa einem Monat im Zoo Heidelberg angekommen ist, durfte diese Woche bei strahlendem Sonnenschein zum ersten Mal durch die großzügige Außenanlage des Tigergeheges streifen. Neugierig und ganz entspannt erkundete der junge Kater jeden Winkel der grünen Anlage, bevor er sich, etwas müde von den vielen neuen Eindrücken, aber sichtlich zufrieden, im Schatten der dichten Bambussträucher niederließ. Doch wie alle (Tier-) Kinder hielt es auch den einjährigen Asim nicht lange tatenlos am Boden – nach einer kurzen Ruhepause setzte er seine Erkundungstour fort und ließ sich dabei wunderbar durch die Glasscheiben der beiden Pavillons am Außengehege beobachten. Von Tag zu Tag wurde der junge Tiger selbstsicherer und nachdem „Kim“ vergangene Woche schließlich in ihr neues Zuhause, den Zoo Ålborg, umgezogen ist, stand Asims Eroberung des großen Außenbereichs nichts mehr im Wege. Lange wird Asim aber nicht mehr alleine sein. Bald wird ihm eine junge Tigerdame aus dem Zoo Chester in England Gesellschaft leisten. Mit dem jungen Tigerpärchen möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten.

Tierpark Hellabrunn München 25.07.2012
Hellabrunn trauert um Schimpansen Püppi
Heute Vormittag kam Schimpansendame Püppi bei einem tragischen Unfall ums Leben. Wie an jedem Morgen hielt sie sich auf der Außenanlage auf. Pfleger fanden Püppi um 9.45 Uhr leblos im Wassergraben. Über die Todesursache kann der Tierpark bisher nur spekulieren. Die momentan einzig plausible Erklärung für den Tod der 19-jährigen Schimpansendame wäre, dass Besucher Püppi etwas zuwarfen, das sie unbedingt erreichen wollte. Durch einen Gegenstand oder Futter könnte sie animiert gewesen sein, über den Zaun zu springen und durch diesen folgenschweren Fehler zu ertrinken. Tierärzte und Tierpfleger versuchten alles Menschenmögliche, um Püppi zu retten. Reanimierungsversuche, die aus einem Hilfsinstinkt heraus eingeleitet wurden, blieben erfolglos. „Wir sind völlig fassungslos. Die Umstände, die zum Unfalltod von Püppi führten, sind vollkommen unklar“, erklärt dazu Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Er ist tief betroffen: „Sie war eine so friedliche und nette Schimpansin, die sich auf der Anlage sichtlich wohl gefühlt und sich dem Wasser nie genähert hat. Mit einem derartigen Unfall haben wir nicht gerechnet. Nun hoffen wir auf Hinweise von Zeugen, die den Hergang beobachtet haben! Nachdem Schimpanse Franzl im Jahr 2007 durch mysteriöse Umstände im Wassergraben verstarb, wurde der Elektrozaun um das Außengehege auf 1,50 Meter erhöht sowie ein Fangnetz im Wassergraben installiert, das dazu dient, einem Schimpansen im Ernstfall Halt zu bieten. Die natürlich gestaltete Umgebung des Schimpansen-Außengeheges bietet den Tieren durch viele Blumen, Sträucher, Bäume und Felsen eine abwechslungsreiche Umgebung. Umrahmt ist das Gelände von einem Bachlauf. Zwischen dem Wasser und der Anlage steht ein Elektrozaun. Püppi und Toni waren regelmäßig auf der Außenanlage und konnten zwischen Innen- und Außengehege wählen. Bis weitere Erkenntnisse zum Unfallhergang gewonnen werden, bleiben alle Schimpansen im Innengehege. „Bevor wir uns an Veränderungen des Wassergrabens machen und Fragen der Gehegesicherheit angehen, warten wir auf Zeugenaussagen, die hoffentlich bei der Aufklärung des Unfalls helfen“, sagt dazu Dr. Andreas Knieriem.

Zoo Hannover 25.07.2012
Nachwuchs bei den bedrohten Addax-Antilopen – Kostbarkeiten am Sambesi
Große Freude im Erlebnis-Zoo Hannover: Bei den seltenen Addax-Antilopen gibt es in diesem Jahr gleich viermal Nachwuchs. Zwei Kälber erobern ab jetzt die Wüstenanlage am Sambesi, zwei liegen noch „versteckt“ im Stall, bis sie groß genug sind, um ihren Müttern in die Wüste zu folgen. Der Nachwuchs kam am 12. und 14. Juni sowie am 10. und 13. Juli zur Welt. Die ersten Wochen verbrachten die Kleinen mit ihren Müttern Bona, Lotta, Berta und Lisa hinter den Kulissen. Addax-Jungtiere sind sogenannte „Ablieger“, die gut versteckt abseits von der Herde liegen. Ihre Mütter kommen nur zum Tränken des Nachwuchses zu dem Versteck. Seit 1985 wildert der Zoo Addax in Tunesien und Marokko aus und engagiert sich gemeinsam mit Zoos aus aller Welt dafür, die seltenen Antilopen in freier Wildbahn vor dem Aussterben zu bewahren. 100 Addax aus Hannover, Europa und den USA leben heute bereits wieder in Nationalparks in der Sahara.

Zoo Hannover 25.07.2012
Flauschiger Vikunja-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover – Goldener Sonnenschein
Blauer Himmel und Sonnenschein – der kleine Vikunja-Hengst Carlo hat sich wahrlich die richtige Zeit für seinen großen Auftritt ausgesucht. Nach dem verregneten Sommerstart lässt er sich nun die Sonne auf sein Fell scheinen, was dadurch noch goldener glänzt. Am 18. Juli brachte Queda den kleinen Hengst zur Welt. Carlo ist bereits das 13. Jungtier der erfahrenen Mutter. Zusammen mit Vater Charles hat sie bei Carlos Entdeckertouren immer ein Auge auf ihren Goldschatz. Schließlich ist der Kleine von ganz besonderem Wert. Der Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Vikunjas und hofft, die zierlichen Tiere langfristig schützen zu können.

Zoo Salzburg 25.07.2012
Zoo Salzburg Aufsichtsrat beschließt den Neubau der Geparden-Anlage mit umfassenden Sicherheitskonzept
Heute fand eine außerordentliche Aufsichtsrat-Sitzung im Zoo Salzburg statt. Die Vorkommnisse rund um die beiden „Freigänge“ der Salzburger Geparde wurden von den Mitgliedern des Aufsichtsrates eingehend diskutiert. Zoo-Betriebsleiter Rupert Eckkrammer erläuterte dem Gremium im Detail die künftige Anlage, die den modernsten Sicherheitsstandards entspricht. Aufsichtsrat-Vorsitzende Ingeborg Wachs erklärt nach der Sitzung „Heute haben wir ausführlich über die jüngsten Hergänge rund um die Geparde und natürlich auch das Sicherheitskonzept für die neue Anlage erörtert. Die Sicherheit für Menschen und Tiere hat absolute Priorität. Beim Neubau der Geparden-Anlage, für den die Gesellschafter Land und Stadt Salzburg ihre finanzielle Unterstützung neuerlich bestätigt haben, sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen geplant, die dem obersten Gebot der Sicherheit von Mensch und Tier entspricht.“

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