Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Tiergarten Nürnberg, 21.06.2012
Auffallen oder sich verstecken – Farbwechsel im Tierreich
Tiere wechseln ihre Farbe, zum Beispiel um sich zu tarnen, auf sich aufmerksam zu machen, ihren psychischen bzw. physischen Zustand zu zeigen oder um ihre Körpertemperatur zu regeln. Im Tiergarten der Stadt Nürnberg zeigen die Panther-Chamäleons ihre Fähigkeit, sich in beschränktem Maße an die Umgebungsfarbe anzupassen, bzw. ihre Körpertemperatur zu regeln. Der wesentliche
Grund für Farbwechsel ist aber die Demonstration ihres inneren Zustandes. Manche Vogelarten heben dagegen auf die Signalwirkung von Farbe ab. Der Türkisnaschvogel im Tiergarten legt sich zur Balzzeit eine leuchtend blaue Färbung zu. In der übrigen Zeit ist er eher unscheinbar olivgrün gefärbt.
Weit verbreitet ist der Farbwechsel auch bei Fischen, z.B. bei Kaiserfischen, bei denen die Jugendfärbung verhindert, dass die Aggressionen der revierverteidigenden Alttiere ausgelöst werden. Andere Tiere passen sich im Jahreswechsel ihrer Umgebung an. Wiesel, Schneehase oder Schneehuhn verlieren im Herbst ihr bräunliches Sommerkleid und sind dann überwiegend weiß gefärbt.

Zoo Duisburg, 21.06.2012
Erstmals Albino-Känguru
Nachwuchs bei den Bennett-Kängurus, den mit 1 m Körpergröße mittelgroßen Vertretern der über 50 verschiedenen Känguru-Arten Australiens, Tasmaniens und Neuguineas, ist nicht unbedingt eine Seltenheit im Zoo Duisburg. Die Pfleger staunten aber nicht schlecht, als ihnen vor wenigen Wochen bei der morgendlichen Kontrollrunde durch ihr Revier ein schneeweißer, tennisballgroßer Kopf aus dem Beutel eines Muttertieres entgegen gestreckt wurde: Duisburgs erstes Albino-Känguru wächst da gerade heran! Grundsätzlich krabbelt nach einer kurzen Tragzeit von nur 29-30 Tagen das nur 2 cm lange und Gummibärgroße, 2 g leichte, völlig nackte und blinde Jungtier selbständig in den Beutel der Mutter und saugt sich an einer der vier Zitzen fest. Erst im Alter von 4 Monaten blickt das eigentlich bräunlich-graue Jungtier erstmalig aus dem Beutel. Mittlerweile hüpft das Albino-Känguru immer wieder mal selbständig über die Anlage und sucht immer seltener Schutz im mütterlichen Beutel. Nach spätestens 12 Monaten ist endgültig Schluss mit dem „Einsitzen“: das Känguru ist zu groß für den Beutel geworden. Und schließlich wird es Zeit für den nächsten Nachwuchs. Albinismus ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen in der Biosynthese der Melanine (Pigmente oder Farbstoffe) und der daraus resultierenden helleren Haut-, Haar- und Augenfarbe. Betroffene Tiere nennt man Albinos, betroffene Menschen ziehen meist die neutralere Form „Menschen mit Albinismus“ vor. Albinismus kommt beim Menschen weltweit mit einer Häufigkeit von etwa 1:20.000 vor. Im Tierreich dürfte das ähnlich sein. Besucher und Pfleger haben das noch namenlose und erst noch in seinem Geschlecht zu bestimmende Känguru sofort ins Herz geschlossen. Es sieht ja auch süß aus: rosa Schnauze und rosa Augen auf schneeweißem Grund. Im krassen Gegensatz hüpfen auch junge „Normalos“ über die Anlage, die sich, so scheint es, an ihren Artgenossen erst noch gewöhnen müssen.

Hauptstadtzoos Berlin, 21.06.2012
Der silberne M-Berlin Marketing Award 2012 ging an die Hauptstadtzoos Berlin!
Die Gewinner des diesjährigen M-Berlin Marketing Award 2012, der mittlerweile zum fünften Mal vom Marketing Club Berlin e.V. verliehen wurde, stehen fest: Eine hochkarätige Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur hat gestern Abend im Meistersaal am Potsdamer Platz, unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Wirtschaft Berlin, Sybille von Obernitz und des Ministers für Wirtschaft Brandenburg, Ralf Christoffers, die besten Unternehmen für erfolgreiches Marketing, ausgezeichnet.Die Hauptstadtzoos Berlin konnten mit ihrem einzigartigen Marketingmix, der produkt-, preis- und kommunikationspolitische Maßnahmen umfasste und einer kompakten Produktkampagne zur Förderung des Verkaufs und der Kundenbindung von Jahreskarten und BabyCards für die drei zoologischen Einrichtungen Berlins, überzeugen. Es galt, die Produkte in einer von Werbung an vielen Plätzen und in vielen Printmedien gesättigten Metropole in einer Art und Weise zu präsentieren, die der Tradition und dem gesellschaftlichen Auftrag der Hauptstadtzoos nicht zuwider läuft, die Würde des Tieres nicht verletzt und dennoch nicht altbacken wirkt, sondern vielmehr als frisch empfunden wird. Dafür wurde ein im Stadtbild ins Auge springendes Design entwickelt, das einen hohen Wiedererkennungs- und einprägenden Erinnerungswert hat und mehr als eine Saison lang in dieser oder in modifizierter Form genutzt werden kann. Mit dem Claim „Täglich wilde Szenen“ wurde die verbale Darstellung des Angebotes so gefasst, dass sie auch ohne Einsatz von visuellen Reizen wirksam ist und generationsübergreifend auf positive Resonanz trifft. „Im letzten Jahr ist es uns gelungen über 4 Millionen Besucher und Besucherinnen für Zoo, Zoo-Aquarium und Tierpark Berlin zu begeistern. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass nun die Marketing-Profis dieser Stadt anerkennen, dass wir mit unserem werblichen Auftritt in der Öffentlichkeit up-to-date und am Puls der Zeit sind. Wir tun alles dafür, das noch mehr Menschen sich in unseren einzigartigen, zoologischen Parks entdecken und die insgesamt über 23.000 Tiere zu erleben“, sagt Gabriele Thöne, kaufmännischer Vorstand und Geschäftsführerin von Zoo und Tierpark Berlin. Die Kampagne setzte auf eine starke multimediale Präsenz in Online- und Offline-Medien, ergänzt durch zielgerichtete PR-Maßnahmen. Flankiert wurde sie von der innovativen Morphingspot-Kampagne „Gefühl gefunden!“, in der Berliner Prominente als Testimonials für Zoo und Tierpark auftraten. Die Hauptstadtzoos konnten im Jahr 2011 deutlich mehr Jahres- und Babycards absetzen als im Vorjahr und die Besucherzahlen steigern.

Tiergarten Wien Schönbrunn, 22.06.2012
RIESIGER ERFOLG FÜR 1. WIENER ZOOLAUF
Rund 1.350 Läuferinnen und Läufer gingen gestern Abend beim ersten Wiener Zoolauf im Tiergarten Schönbrunn an den Start – ein riesiger Erfolg für die Premiere dieser einzigartigen Laufveranstaltung mit tierischem Publikum. Angeführt von einem „Eisbären“ liefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die fast sechs Kilometer lange Strecke durch den Zoo vorbei an Elefanten und Löwen und taten damit viel Gutes. Der vorläufige Reinerlös von 30.000 Euro geht je zur Hälfte an die Initiative „Heilung für Lungenhochdruck“ und den Bau der neuen Eisbärenwelt im Tiergarten Schönbrunn.An den Start gingen auch Christina Lugner und Radio Wien-Wetterexperte Gerald Holzinger. Kabarettist und Katta-Pate Christoph Fälbl, der zugunsten von Kindern mit Lungenhochdruck bereits den Halbmarathon absolviert hat, konnte gestern aufgrund eines Motorradunfalls leider nur zuschauen. Fälbl: „Ich finde es super, dass bei dieser Laufveranstaltung auch die Zootiere einmal etwas zu schauen haben und nicht immer umgekehrt. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall mit dabei“. Dieter Chmelar, bekennender Nicht-Läufer, feuerte lautstark seine Frau an. Tierisch war auch die Siegerehrung in der ORANG.erie des Tiergartens. Christoph Möst siegte mit einer Bestzeit von 20:33 Minuten und wurde von Johann Csida, dem Landesdirektor Burgenland der Grazer Wechselseitigen, als Gepard – dem schnellsten Tier im Tiergarten Schönbrunn – mit dem entsprechenden Kuscheltier ausgezeichnet. Bei der After Run Party bekamen Tiergartendirektorin Dagmar Schratter und Gerry Fischer, Obmann der Selbsthilfegruppe gegen Lungenhochdruck, die Schecks mit der vorläufig lukrierten Spendensumme von 30.000 Euro von Ursula Kreuzer (Raiffeisenbank NÖ-Wien) und Robert Polena (Goodyear) überreicht.

Tiergarten Nürnberg, 22.06.2012
Junger Gepard im Tiergarten bei Kletteraktion in einem Holunderbusch verletzt, Geschwisterkind in Panik entflohen/ Kleiner Gepard wieder da
Am gestrigen Tag hat sich im Gepardgehege des Tiergartens ein ungewöhnlicher Unfall ereignet. Ein Jungtier aus dem 5er Wurf vom 21. März kletterte in einen Holunderbusch des Geheges und verklemmte sich so unglücklich zwischen zwei Ästen, dass es sich nicht mehr befreien konnte. Das in Panik geratene Tier konnte von den Tierpflegern befreit und geborgen werden. Die Mutter Kelly interpretierte das beherzte Eingreifen der Pfleger natürlich als Angriff auf ihr Jungtier und versuchte dieses zu „verteidigen“. In dieser Situation gerieten die 4 Geschwister in Panik und flohen in alle Richtungen. Nachdem die Pfleger das Jungtier gerettet hatten, stellten sie fest, dass ein Jungtier in seiner Panik über den über 3 m hohen Außenzaun und die Stromsicherung das Gehege verlassen hatte. Als sich die Pfleger und Tierärzte dem Tier nähern wollten, um es zurück ins Gehege zu bringen, flüchtete das immer noch panische Tier. Trotz intensiver Suche konnte der junge Gepard bisher nicht wiedergefunden werden. Bis zu 20 Mitarbeiter durchkämmten systematisch das ganze Tiergartengelände bis zum Einbruch der Dämmerung. Von dem Tier fehlt jedoch bisher jede Spur. Der verletzte junge Gepard KIARA wurde in der Zwischenzeit tierärztlich versorgt. Er hatte sich im Holunderbusch das eingeklemmte Vorderbein gebrochen, das nun durch einen Gipsverband stabilisiert ist. Das Tier muss vorerst im Stall bleiben, wo es aber Kontakt zur Mutter und den Geschwistern hat. Junge Geparde können bis zu einem Alter von ca. 1-1,5 Jahren noch relativ gut klettern. Sie können im Gegensatz zu erwachsenen Geparden auf Bäume steigen und, wie der Fall des entflohenen Geparden zeigt, in Panik selbst senkrecht an Zäunen hochklettern. Die Mutter Kelly war am Abend schon wieder völlig ruhig und versorgte in gewohnter Zuverlässigkeit die drei im Gehege verbliebenen Jungtiere, die sich ebenfalls wieder beruhigt hatten und auch den verletzten Nachwuchs im Stall. Am heutigen Tag wurde eine weitere Suchaktion durch das Tiergartengelände durchgeführt, bisher leider ebenfalls ohne Erfolg. Es ist extrem schwierig das Tier in der dichten Vegetation zu entdecken, da seine Fellfärbung den Geparden selbst aus nächster Distanz so gut wie
unsichtbar macht./ Der gestern entwichene junge Gepard wurde gegen 19:00 Uhr von Besuchern im Wald oberhalb des Kropfgazellengeheges gesichtet. Innerhalb kurzer Zeit waren 18 Mitarbeiter vor Ort und haben den Bereich abgesperrt. Um 19:55 Uhr war der kleine Gepard bereits wieder eingefangen und wurde zurück in den Stall gebracht. Er ist wohlauf.

Opel-Zoo Kronberg, 22.06.2012
Vielfältiges Sommerferienprogramm im Opel-Zoo: ZooFari – Afrikanische Nächte als Abschluss am 10. und 11. August
Endlich Sommerferien und Zeit für den Besuch im Opel-Zoo! Da locken die rund 1.500 Tiere in 200 Arten, die Jungtiere beim Warzenschwein, Löffelhund, Elch, Esel, bei Zwergziege, Mufflon, Rhönschaf und Wildkatze, bei den verschiedenen Hirscharten, in den Vogelvolieren und vielen mehr. Auch die 25 Bäume auf dem neuen Lehrpfad „Baum des Jahres“ gilt es kennenzulernen oder die alten Apfelsorten auf dem Apfellehrpfad. Auf dem Waldlehrpfad kann man sich mit Hilfe der interaktiven Stationen über die Tiere des Waldes und ihre Besonderheiten informieren und alles über Fledermäuse, ihre Anatomie, ihre Jagdreviere, ihr Jagdverhalten mit Echolot und ihren Jahresrhythmus erfahren. Das Thema „Fledermaus“ haben auch die Führungen von Ulrike Balzer zum Inhalt, die am 9. und 23. Juli ab 20.30 Uhr für 15 ¤ pro Person angeboten werden. Die Teilnehmer können dabei sogar selbst heimische Fledermäuse mit Detektoren orten, immer vorausgesetzt, das Wetter erlaubt es. Wenn kein warmer Sommerabend die Fledermäuse ins Freie lockt, wird Ulrike Balzer einen interessanten Vortrag in der Zooschule halten. Auch in diesen Sommerferien können die Kinder mit ihren Begleitern an den Führungen über Jungtiere, Große Tiere oder Elefanten kostenfrei teilnehmen, die jeden Dienstag um 11 Uhr angeboten werden. Zusätzlich gibt es noch die monatlich stattfindende Führung und zwar am Samstag, den 14. Juli um 15 Uhr mit dem Thema „Das Tier – Perfekt angepasst?“ Mittwochs heißt es dann wieder jeweils von 10 bis 13 Uhr „Zooschule der offenen Türe“ und die Kinder können in der Zooschule Exponate anfassen, basteln und sich mit den Zoopädagogen über die Tierwelt im Allgemeinen und die des Opel-Zoos im Besonderen unterhalten. An jedem Donnerstag in den Ferien um 11 Uhr ist dann wieder Claus Claussen zum Erzählen von Tiermärchen aus aller Welt da. Wenn vom 17. bis 21. Juli hinter der Kamelreitbahn wieder die weißen Zelte durch die Bäume zu sehen sind, heißt es – wie jedes Jahr in den Sommerferien – „Abenteuer Zoo“ und rund 120 Kinder werden dann unter der Betreuung von erfahrenen Pfadfindern und Pfadfinderinnen der CPA Darmstadt getreu dem diesjährigen Motto Wikingerleben in den Opel-Zoo bringen. Krönender Ferienabschluss für die ganze Familie ist dann am Freitag, den 10. August und Samstag, den 11. August, jeweils von 20.30 bis 23 Uhr (Kasseneinlass: 20-22 Uhr) die ZooFari, die Afrikanischen Nächte im Opel-Zoo, bei denen das gesamte Zoogelände illuminiert ist, kommentierte Schaufütterungen und kurze Führungen bei vielen Tierarten stattfinden, und die Tierpfleger an festen Stationen zum keeper’s talk bereit stehen und bei denen Afrikanische Lifemusik und ein stimmungsvolles Rahmenprogramm eine außergewöhnliche Atmosphäre zaubern. Der Eintritt für diese Sonderveranstaltung kostet 12 € für Erwachsene, 7 € für Kinder (Jahreskarten und Eintrittsgutscheine gelten nicht. Ab Juli sind die Karten bereits über die Homepage www.opelzoo.de zu beziehen.

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