Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoo Heidelberg, 28.06.2012
Asim ist da: Junger Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg eingetroffen
Gesund und wohl behalten ist „Asim“, der gut einjährige Sumatra-Tiger aus dem Zoo Frankfurt, gestern im Zoo Heidelberg angekommen. Auf seiner Fahrt wurde er von Tierärztin Dr. Tessa Lohe und Tierpfleger Dirk Eichmann begleitet, nachdem er in Frankfurt zuerst in eine kurze Narkose gelegt wurde, um ihn in die Transportkiste zu verladen. „Asim“ geht es gut“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin des Zoos Heidelberg. „Damit er sich in sein neues Zuhause leichter eingewöhnen kann, sollte er zunächst in Ruhe seine neuen Pfleger kennenlernen und deshalb werden wir das Raubtierhaus eventuell für einige wenige Tage schließen.“ Das hängt aber ganz davon ab, wie „Asim“ sich verhält.
Mit Tigerdame Kim wird er nicht in direkten Kontakt kommen. Grund ist, dass mit Kim nach einer Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nicht mehr gezüchtet werden darf. Sie wird nach Aalborg in Dänemark umziehen. Wohl aber werden die beiden sich hinter ihren jeweiligen Gehegen noch beschnuppern können. „Asim“ wird jedoch nicht lange alleine bleiben müssen. Eine junge, hübsche Tigerdame aus dem britischen Zoo Chester wird ihm in wenigen Wochen Gesellschaft leisten. Mit dem jungen Tigerpärchen möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten. „Wir wünschen uns natürlich, dass die beiden jungen Tiger sich gut verstehen werden“, hofft Reichler, „die Chancen stehen bei so jungen Tieren jedoch gut“.
Die Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg leben in drei komfortablen Gehegen. Das Innengehege ist abteilbar und mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckt, dessen Geruch die Tiere sehr schätzen und ihnen weiche Liegeplätze ermöglicht. Im Außenbereich bietet das sogenannte „Tigerspielzimmer“ mit Schaukel, Wasserstelle, Spiel- und Futterbällen und unterschiedlich hohen Liegeplätzen Abwechslung. Das angrenzende Landschaftsgehege mit Bambus, Naturfelsen und dem von Wasserpflanzen gesäumten Bachlauf zeigt die Tiger in einem weitläufigen, naturnahen Lebensraum. Die Besucher können die Tiere durch Panzerglasscheiben oder ein leichtes Drahtgeflecht hautnah erleben.
In europäischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zentral geführt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der südostasiatischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natürlichen Lebensraum auf 400 bis 500 Tiere geschätzt und er gilt als stark bedroht.

Tierpark Berlin, 29.06.2012
Nachwuchs bei der Uganda-Giraffe im Tierpark Berlin
Am 10.06.2012 brachte die Uganda-Giraffe „Jette“ ihr viertes Jungtier im Tierpark Berlin zur Welt. Das Kuhkalb mit dem Namen „Jule“ wies bereits nach der Geburt ein giraffentypisches Gardemaß von 1,78 Meter auf. Die erfahrene Mutter kümmert sich vorbildlich um ihr Jungtier, jedoch gibt sie nicht genügend Milch, so dass „Jule“ von den Pflegern mit der Flasche aufgezogen wird. Da Giraffen insbesondere in den ersten Monaten sehr schnell wachsen, hat auch „Jule“ einen beachtlichen Durst und nimmt täglich über sechs Liter Milch zu sich. So entwickelt sie sich prächtig, erkundet bereits neugierig den großflächigen Laufstall im Giraffenhaus des Tierparks oder versteckt sich bei drohender Gefahr zwischen den Beinen ihrer Mutter, genau wie ihre Artgenossen im natürlichen Lebensraum, wenn diese Schutz vor Raubtieren, wie Löwen oder Hyänen, suchen.
Die Uganda- oder Rothschild-Giraffe ist eine von neun Unterarten der Giraffe. Während sie früher vom Westen Kenias bis nach Uganda und in den Sudan häufig anzutreffen war, wurden ihre Bestände inzwischen abgesehen von kleinen Restpopulationen in Kenia und Uganda nahezu vollständig ausgerottet. So leben heute nur noch weniger als 670 Individuen der Uganda-Giraffe im natürlichen Lebensraum, weshalb sie von der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als bedroht eingestuft wird.

Zoo Frankfurt, 1.07.2012
Freud und Leid im Frankfurter Giraffen-Haus
Am Sonntag, 24. Juni, kam im Zoo Frankfurt ein großäugiges Netzgiraffen-Mädchen zur Welt. Mutter MONIQUE kümmert sich liebevoll um ihre zierliche Tochter, die noch etwas wackelig auf den langen Beinen steht. Gleich am darauffolgenden Tag hatten die Tierärztinnen des Zoos dann eine traurige Pflicht: Der zweieinhalbjährige Giraffen-Bulle ZULU musste eingeschläfert werden.
„Mit 68,5 kg Geburtsgewicht und einer Größe von 1,69 m ist das kleine Netzgiraffen-Mädchen sehr zierlich“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Dennoch ist die kleine Giraffe fit und aufmerksam und trinkt regelmäßig Milch bei ihrer Mutter.
„Es war eine leichte Geburt“, weiß Niekisch. Nach nur ca. 15 Minuten war das Jungtier geboren. Es kam am Vormittag inmitten der Giraffen-Gruppe zur Welt. MONIQUE hat die Geburt gut überstanden. Sie ist die „dienstälteste“ Giraffen-Mutter im Zoo Frankfurt und hat bereits fünf männliche und zwei weibliche Jungtiere zur Welt gebracht.
Die ersten Tage verbringen Mutter und Kind getrennt von Vater HATARI und der Gruppe, um sich in Ruhe aneinander gewöhnen zu können. Kleine Giraffen werden bis zu einem Jahr lang gesäugt. Sie interessieren sich aber schon früh für anderes Futter und fangen ab dem 21. Tag an Grünfutter aufzunehmen. Netzgiraffen werden seit 1993 erfolgreich im Zoo Frankfurt gezüchtet.
„Leider müssen wir auch von einem traurigen Ereignis berichten“, so Zoodirektor Niekisch anlässlich der Vorstellung des kleinen Giraffen-Mädchens, „Giraffen-Jungbulle ZULU musste am 25. Juni eingeschläfert werden, da sich chronische Erkrankungen im Kiefer und in beiden Kniegelenken trotz Behandlung in Narkose nicht verbesserten und das Tier stark einschränkten – eine Entscheidung, die uns sehr schwer gefallen ist und die wir mit aller gebotenen Sorgfalt getroffen haben.“ ZULU wurde 2009 im Zoo Frankfurt als Sohn von CHIRA und HATARI geboren.

Zoo Leipzig, 1.7.2012
Geburtstagstorte für Zoobesucher – Konditorei Kandler und Marché unterstützen Artenschutz
Heute vor einem Jahr hat die Tropenerlebniswelt Gondwanaland im Zoo Leipzig ihre Pforten geöffnet. Pünktlich zum ersten Geburtstag wird heute gemeinsam mit den Zoobesuchern gefeiert. Zum Auftakt des Jubiläumstages hat Zoodirektor Dr. Jörg Junhold die Geburtstagstorte mit der Silhouette von Gondwanaland angeschnitten und an die Zoobesucher verteilt. Hergestellt wurde die Torte von der Konditorei Kandler, die 50 Prozent des Erlöses für das vom Zoo Leipzig unterstützte Artenschutzprojekt zum Erhalt des Sabah-Nashornes spendet. Auch Gastronomie-Partner Marché spendet die Hälfte des Erlöses am Aktionsstand für das Schutzprogramm. Kostenlose Gondwanaland-Führungen und Bootsfahrten auf dem Urwaldfluss Gamanil runden das Programm zum ersten Geburtstag ab.
Mehr als 2,32 Millionen Besucher haben Gondwanaland seit der Eröffnung vor Jahresfrist gesehen und dem Projekt damit einen erfolgreichen Start verschafft. Für das zweite Jahr des Bestehens wird es für die Zoobesucher einige Neuerungen geben: Neben der Einführung von Tierpflegerkommentierungen und der Eingewöhnung von weiteren freifliegenden Vogelarten steht in den kommenden Wochen auch der Einzug von Winkerfröschen in die Tropenhalle auf der Agenda. Zudem besteht künftig die Möglichkeit, Baumpatenschaften abzuschließen. Erster Pate ist Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, der im Rahmen der Vorstellung des Konzeptes am Freitag die Patenschaft für einen Flammenbaum übernommen hat.

Zoo Berlin 02.07.2012
Eine Menge Fußgänger unterwegs – Brut und Aufzucht beim Südafrikanischen Blauhalsstrauß im Zoologischen Garten Berlin
Zwischen dem 24. und 27. Juni 2012 schlüpften in Naturbrut Südafrikanische Blauhalsstrauße (Struthio camelus australis) im Zoologischen Garten Berlin. Die neun Küken umfassende Schar der kleinen Nestflüchter wird vornehmlich vom Straußenhahn geführt. Er war es auch, der die meiste Zeit der sechs Wochen währenden Brutdauer auf den Eiern saß. Ab und an wechselte er sich mit seiner Lieblingshenne ab. Neben dieser Haupthenne hat das imposante Männchen auch noch Nebenhennen.

Wilhelma Stuttgart 02.07.2012
Sommerferienprogramm 2012 der Wilhelmaschule: Außergewöhnliche Ferienerlebnisse für Kinder
Spielzeuge für die Wilhelma-Gorillas basteln, einen eigenen kleinen Kräutergarten anlegen, Malen wie die australischen Ureinwohner oder nachtaktive Tiere besuchen und anschließend in der Wilhelmaschule übernachten: Von Juli bis September bietet die Wilhelma zum 5. Mal ein spannendes und vielseitiges Sommerferienprogramm für Kinder von sechs bis vierzehn Jahren an. Und das Beste: Es sind noch Plätze frei, die bei Martina Russ von der Wilhelmaschule jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0711/5402-136 gebucht werden können.

Zoo Halle 02.07.2012
Der Berg rief und mehr als 1500 Besucher kamen
Mehr als 1.500 Besucher feierten am Samstag im halleschen Bergzoo ein gelungenes „5. Tiger-Kinderfest“, mit tollem Bühnenprogramm, Sport, Spiel und Spaß. Nach der Eröffnung durch Zoodirektor Andreas Jacob und Professor Körholz vom Universitätsklinikum sowie durch den diesjährigen Ehrengast HFC Präsident Dr. Michael Schädlich, folgte ein bunter Mix aus Theater, Tanz, Clownerie und Interaktionsprogrammen überall im Zoogelände.
Auch in diesem Jahr wurden Spenden gesammelt, um allen Kindern, welche auf Grund teilweiser schwerer Erkrankungen im halleschen Universitätskinderklinikum im Krankenbett verweilen muss, einen Plüschtiger zum kuscheln, trösten und Mut machen zu schenken. Besonders erfreulich ist das insgesamt über 1.000 ¤ Spendengelder zusammenkamen und nunmehr mehr als 40 Plüschtiger in Auftrag gegeben wurden. Herr Jacob und Professor Körholz freuen sich nun darauf, diese bald an die Kinder im Universitätskinderklinikum übergeben zu können.

Zoo Frankfurt 03.07.2012
Zoodirektor Niekisch wiederberufen in Umweltrat der Bundesregierung
Der Frankfurter Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch ist in den Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung wiederberufen worden. Die Ernennung für weitere vier Jahre erfolgte durch Bundesumweltminister Peter Altmaier nach Beschluss der Bundesregierung.
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen berät die Bundesregierung seit vierzig Jahren in Fragen der Umweltpolitik und verfasst Gutachten zu den Themen, die ihm besonders dringlich erscheinen. Besondere Merkmale des SRU sind seine Interdisziplinarität und seine wissenschaftliche Unabhängigkeit.

Tiergarten Nürnberg 04.07.2012
Den Tiergarten Nürnberg bei Nacht erleben
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg öffnet in seinem Jubiläumsjahr am Samstag, 21. Juli 2012, einen großen Teil des Geländes für individuelle Streifzüge von Besucherinnen und Besuchern bis spät in die Nacht hinein.
In der Abenddämmerung ist der Tiergarten eine einzigartige Erfahrung. Unter dem Motto „Sinneswandel“ veranstalten Tiergartenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter am Samstag an verschiedenen Infoständen ein zusätzliches Angebot, das alle Sinne ansprechen soll. Es gilt der ermäßigte Eintritt ab 19 Uhr. Das Ende der Veranstaltung ist für 1 Uhr am frühen Sonntagmorgen geplant.

Zoo Heidelberg 04.07.2012
Besucher sind begeistert vom Zoo Heidelberg.
Touristische und wirtschaftliche Bedeutung des Zoos für Heidelberg höher als angenommen
Die unabhängige Befragung der „Arbeitsgruppe für empirische Bildungsforschung e.V.“ (Heidelberg) zur Zufriedenheit der Besucher mit dem Zoo Heidelberg macht deutlich: Die Besucher sind begeistert von dem, was ihnen der Heidelberger Zoo zu bieten hat. Insgesamt wird der Zoo mit einer überragenden Gesamtnote von 1,75 beurteilt. Weit über 80% der befragten Zoobesucher beurteilten ihren Tag im Zoo mit „sehr gut“ oder „gut“. Darüber hinaus zeigt das Ergebnis aber auch, dass der Zoo für die Stadt Heidelberg wirtschaftlich und auch touristisch an Bedeutung gewinnt.
Besonderes Highlight des Zoos ist nach Meinung der Besucher das im Sommer 2010 eröffnete Elefantenhaus. Aber auch sonst sieht sich der Zoo im Aufwind: Sehr viele der Befragten lobten die positive Entwicklung der gesamten Zooanlage in den letzten Jahren. Auch die Familienfreundlichkeit des Heidelberger Zoos bekommt durchweg positive Noten: Insgesamt 84% stimmten durchschnittlich mit „sehr gut“ oder „gut“.

Schönbrunn Wien 04.07.2012
ZWEI NEUE HUNDE SCHNÜFFELN IM DIENSTE DES ARTENSCHUTZES
Seltene Papageien im Koffer, kleine Schildkröten im Handgepäck: Der organisierte Schmuggel von bedrohten Tierarten ist ein Milliardengeschäft und eine große Bedrohung für die Artenvielfalt. Auch Touristen kaufen im Urlaub aus Unwissenheit Souvenirs aus gefährdeten Tierarten. Artenschutzhunde, die bei den Gepäckskontrollen des Zolls am Flughafen Wien eingesetzt werden, sind eine zeitgemäße Methode im Kampf gegen den Tierschmuggel. Heute wurden im Tiergarten Schönbrunn zwei neue Artenschutzhunde präsentiert, deren Ankauf vom Tiergarten und vom Verein der Freunde des Tiergartens finanziert wurde.
„Bereits seit Jahren unterstützt uns der Tiergarten bei der Ausbildung der Artenschutzhunde mit sogenannten Geruchsträgern und lebenden Reptilien, schult die Hundeführer in der sicheren Handhabung teils gefährlicher Tierarten und ist nicht zuletzt auch oft Auffangstation für die beschlagnahmten Tiere“, erklärt Rudolf Druml vom Österreichischen Zoll. Artenschutzhunde arbeiten extrem effektiv. Hundeführerin Regina Eitel: „Innerhalb kürzester Zeit kontrollieren sie Gepäckstücke, ohne dass diese geöffnet werden müssen. Da Hunde einen guten Riecher haben, reichen schon geringe Duftspuren aus.“

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Frankfurt, Gondwanaland, Halle, Heidelberg, Leipzig, Nürnberg, Stuttgart, Wien, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen