Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Tiergarten Nürnberg, 12.07.2012
Von Dürer gemalt – im Tiergarten zu sehen
Vor genau 500 Jahren, im Jahr 1512, hat Albrecht Dürer zwei Aquarelle gefertigt, die den farbenprächtigsten heimischen Vogel, die Blauracke, zeigen. Diese Vogelart ist jetzt in der Voliere neben den Papageien im Tiergarten der Stadt Nürnberg zu sehen. Das Original der gemalten Dürerschen Blauracke befindet sich in der Sammlung der Albertina in Wien. Dort ist auch ein Faksimile der Dürergrafik zu sehen. Zu Dürers Zeiten war die Blauracke in Deutschland noch weit verbreitet und ein regelmäßiger Brutvogel. Das letzte Brutvorkommen in Bayern wurde Anfang der 1930er Jahre in der Fränkischen Schweiz beobachtet. Heute ist die Vogelart in Deutschland eine Sensation und Bruten sind nur in Einzelfällen und nur alle paar Jahre zu verzeichnen. Der Verlust geeigneter Lebensräume, das sind offene Landschaften mit lockerem
Baumbestand, sowie der Rückgang entsprechender Nahrung wie größere Insekten, sind die beiden Hauptursachen, warum wir diese schön gefärbten Vögel fast nur noch im Zoo beobachten können. Größere Vorkommen gibt es noch in Südosteuropa, beispielsweise in Ungarn. Dort leben noch 500 Brutpaare, jedoch überall ist der Bestand rückläufig. Neben der Blauracke gibt es im Tiergarten Nürnberg eine weitere Tierart, die der wohl berühmteste Bürger der Stadt, der Künstler Albrecht Dürer, bildlich dargestellt hat: das Panzernashorn. Der weltweit bekannte Holzschnitt eines Indischen Panzernashorns war 1989 Anlass diese Tierart in den Bestand des Tiergartens aufzunehmen. Auch der Name des ersten Nachwuchses 1999 bezieht sich auf Dürer. Das kleine Panzernashorn wurde Albrecht genannt.

Zoo Frankfurt, 12.07.2012
Freudiges Ereignis bei den Gorillas
Stolz präsentierte Gorilla-Dame REBECCA am Morgen des 10. Juli ihr Neugeborenes den Tierpflegerinnen und Tierpflegern im Menschenaffen-Haus des Frankfurter Zoos. In der Nacht zuvor hatte sie das Kleine ohne Komplikationen zur Welt gebracht. Es wirkt gesund und trinkt gut. Allerdings war es bislang noch nicht möglich, das Geschlecht zu erkennen.
„Wir freuen uns sehr über das erste gemeinsame Kind von Gorilla-Mann VIATU und REBECCA“, teilte Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch mit. Der 13-jährige VIATU ist seit seiner Ankunft in Frankfurt jetzt zum zweiten Mal Vater eines gesunden Jungtieres geworden. Im Dezember 2010 brachte DIAN den kleinen QUEMBO zur Welt, der jetzt schon recht selbständig durch die Gehege tobt. „Es ist sehr erfreulich, dass Schwangerschaft und Geburt bei der bereits 29-jährigen REBECCA nach zwei Fehlgeburten nun so reibungslos verlaufen sind“, so Niekisch. „Nachdem unsere Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Revier eindeutige Veränderungen am Körper und im Verhalten von REBECCA beobachten konnten, war die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang groß. Jetzt scheint sich diese Hoffnung erfüllt zu haben, aber wir müssen abwarten, wie sich das Jungtier in den nächsten Tagen und Wochen entwickelt“, so der Zoodirektor weiter. 2008 kam VIATU aus dem Zoo in Basel nach Frankfurt und hat sich hier zum eindrucksvollen Silberrücken entwickelt. REBECCA ist bereits seit 1990 Frankfurterin. Nach der Aufzucht von sieben Jungtieren ist das Gorilla-Weibchen sehr erfahren und kümmert sich fürsorglich um ihren neuesten Nachwuchs. Die ersten Wochen wird der kleine Gorilla nun ganz nah an den Bauch seiner Mutter geschmiegt verbringen. Drei bis vier Jahre lang wird er von seiner Mutter gesäugt. Nach etwa sechs Monaten beginnen die Jungen auch Pflanzen zu fressen. Gorillas ernähren sich haupt-sächlich von Blättern, Früchten und Knospen, selten verzehren sie aber auch Insekten und Larven.
Der Bestand der Westlichen Flachland-Gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in ihrem natürlichen Lebensraum ist durch Besiedlung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Insbesondere im östlichen Kongogebiet ist die Zahl der Gorillas stark zurückgegangen. Als sogenanntes „Bush-meat“ werden die Gorillas in ihrer Heimat bejagt und verzehrt.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart, 12.07.2012
Olgahospital schenkt Wilhelma ausgedienten Endoskopie-Turm – Was Menschen nützt, hilft auch den Tieren
Einen ausgedienten Endoskopie-Turm hat das Olgahospital der Wilhelma geschenkt. Dieser dient zukünftig in der Wilhelma-Krankenstation für Diagnostik und kleine Eingriffe im Magen- und Darmtrakt der tierischen Bewohner des zoologisch-botanischen Gartens. Mit dem Endoskopie-Turm haben die beiden Tierärzte, Annika Krengel und Dr. Tobias Knauf-Witzens, nun die Möglichkeit, Gorilla, Seelöwe und Co. schonend in Magen und Darm zu schauen. Wichtig ist dies vor allem bei Seelöwen und Krokodilen, wo immer wieder Fremdkörper in die Becken fallen und von den Tieren verschluckt werden. Angefangen bei Münzen, über Mützen bis hin zu Kuscheltieren.
Zwischen Olgahospital und den Zootierärzten besteht bereits seit längerem ein Kontakt bei speziellen Fragen, vor allem wenn Menschenaffen Probleme haben. So hat dann auch jüngst der Austausch zwischen dem Ärztlichen Leiter des Fachbereichs Allgemeine Pädiatrie, Gastroenterologie und Rheumatologie im Olgahospital, Dr. Axel Enninger, und Zootierarzt Dr. Tobias Knauf-Witzens dazu geführt, dass nun das Medizingerät von der Wilhelma genutzt werden kann.
Der Endoskopie-Turm stammt aus den 80er Jahren, verfügt noch über eine alte Fiberglasoptik, ist aber voll funktionsfähig. Dr. Knauf-Witzens freut sich über das Gerät: „Manch ein Kollege wird uns darum beneiden.“

Tierpark Berlin, 13.07.2012
Schwarze Pantherzwillinge stellen sich im Tierpark Berlin erstmals der Öffentlichkeit vor
Kaum waren die beiden weiblichen Jungtiere des Jahres 2010 in ihre neue Heimat in Zoos auf Japan und Java gereist, paarte sich unser bewährtes Zuchtpaar der Schwarzen Panther „Bromo“ und „Angie“ erneut. Nach einer Tragzeit von rund drei Monaten brachte „Angie“ am 26. April 2012 wie gewohnt zwei Jungtiere zur Welt. Das männliche Jungtier erhielt von unseren Tierpflegern den Namen „Remaong“, das Weibchen heißt fortan „Ferra“. Beide Jungtiere entwickeln sich unter der Fürsorge der Mutter und auch des Vaters „Bromo“ (!) prächtig. Dieses Verhalten ist sowohl im Freiland als auch in Menschenhand ungewöhnlich für Leoparden, sind sie doch wie alle Großkatzen, ausgenommen dem Löwen, Einzelgänger, und die Jungenaufzucht ist allein Sache des Muttertieres. Ungewöhnlich ist auch das Tempo, mit dem diese beiden Jungen heranwachsen. Schon mit knapp drei Wochen unternahmen die beiden Welpen erste Ausflüge in die große Schaubox.
Die beiden Schwarzen Panther des Tierparks, „Bromo“ (geb. 2005 im Zoo Wuppertal) und „Angie“ (geb. 1998 im Tierpark Berlin), machen eine sehr seltene Ausnahme: beide Tiere harmonieren so gut miteinander, dass wir sie ständig als Paar zusammenhalten können. Das Männchen „Bromo“ darf sogar bei der Geburt der Jungen dabei sein und kümmert sich genauso liebevoll um seine Jungen wie die Mutter „Angie“ und das nunmehr zum vierten Mal.
Schwarze Panther sind eine natürlich vorkommende Farbvariante des Leoparden, der von allen Großkatzen die größte Verbreitung innehat. Diese reicht von Westafrika über die Arabische Halbinsel bis nach Südostasien und nördlich bis in den äußersten Osten Russlands. Die schwarze Farbphase ist zwar grundsätzlich in allen Vorkommensgebieten möglich, ist aber am häufigsten in den feuchtwarmen Regenwäldern Thailands, Malaysias und auf Java zu beobachten.

Zoo Osnabrück, 13.07.2012
Seltener Nachwuchs bei den Mönchsgeiern: Zoo Osnabrück unterstützt Arterhaltung durch Zucht- und Auswilderungsprogramm
Das Mönchsgeierpaar im Zoo Osnabrück versorgt seit dem 21. Mai wieder ein Jungtier. Das macht Hoffnung: Der Nachwuchs der stark vom Aussterben bedrohten Tierart soll ausgewildert oder an einen anderen Zoo zur Zucht vermittelt werden.
Mönchsgeier-Nachwuchs sei immer eine kleine Sensation, wie Prof. Michael Böer, Zoodirektor in Osnabrück, erläutert: „Mönchsgeier benötigen oft einen langen Zeitraum von bis zu zehn Jahren, um erstmalig erfolgreich Jungvögel großziehen zu können – in der Regel wächst dann auch nur einer pro Jahr heran. Außerdem ist ein relativ hoher Prozentsatz der Eier, der im Zuchtprogramm nachzüchtenden Mönchsgeier, nicht befruchtet.“ Zoobesucher können das Jungtier, ein Mädchen, im Moment noch unter den wachsamen Augen seiner Eltern im Horst erspähen. „Sie unternimmt aber bereits Versuche aufzustehen und ab Mitte August wird sie erste Flüge wagen“, so Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zoos.
Dann erwartet den Zögling ein wichtiger Auftrag: Die Erhaltung seiner Art – entweder in einem anderen Zoo oder in freier Natur. Das noch namenlose Jungtier wäre der dritte Osnabrücker Geier, der im Rahmen des Arterhaltungsprogramms in die Wildnis entlassen werden könnte. 1988 wurde „Otto“ in Mallorca ausgewildert, 2006 „Pitchou“ in Baronnies (Südfrankreich). Ob das Geier-Mädchen ihnen folgen wird, steht noch nicht fest: „Das entscheidet die Zuchtbuchführerin in den nächsten Wochen. Sie koordiniert die Geier-Nachzuchten in Zoos und überlegt, wo unser Nachwuchs am besten zur Arterhaltung beitragen kann“, erklärte Wulftange.
Die Eltern des Jungtiers sollen indes langfristig helfen, ihre Art zu erhalten. „Unsere beiden Mönchsgeier sind seit 2006 ein Paar. Ihre genetische Konstellation ist äußerst selten innerhalb der europäischen Zuchtpopulation, weshalb gerade Nachwuchs aus dieser Verpaarung für die Erhaltung der genetischen Variabilität, der Fitness und somit für ein erfolgreiches Leben der gesamten Art in der Wildbahn wichtig ist, “ so Böer weiter. „Als Zoo ist es unsere Aufgabe, auch Beiträge zum Artenschutz zu leisten und wir freuen uns daher besonders über diesen seltenen Nachwuchs.“

Zoo Dresden, 13.07.2012
Ausflugstipp für die Sommerferien: Tierpflegertreffpunkte für Ferienkinder täglich 11:00 Uhr im Zoo Dresden
Endlich ist Ferienzeit und ein Besuch der Dresdner Zoobewohner sollte dabei unbedingt ganz oben auf dem Ausflugsplan stehen. In den kompletten Sommerferien vom 21. Juli bis 02. September gibt es täglich 11:00 Uhr an unseren Ferien-Tierpflegertreffpunkten viele interessante Informationen, Geschichten und Neuigkeiten über die Tiere zu erfahren. Unsere Tierpfleger nehmen sich Zeit, um mehr über ihre Schützlinge zu erzählen und alle Fragen der Kinder zu beantworten.
Tierpflegertreffpunkte: Samstag: Giraffe/Zebra, Sonntag: Eisfuchs, Montag: Pelikan, Dienstag: Tiere im Prof. Brandes-Haus, Mittwoch: Orang-Utan, Donnerstag: Katta, Freitag: Riesenschildkröten. Mit dem Ferienpass der Landeshauptstadt Dresden zahlen alle Ferienkinder nur den halben Zoo-Eintritt (2,00 Euro statt 4,00 Euro). Weitere Informationen zum Ferienpass gibt es unter www.dresden.de. Rückfragen zu diesem Thema richten Sie bitte an Kerstin Eckart (Marketing) unter der Telefonnummer 0351 / 47806-34.

Zoo Salzburg, 15.07.2012
Bibi heißt der Neuzugang im Salzburger Zoo!
Sie erblickte vor fast 2 Jahren im Tschechischen Zoo Brünn das Licht der Welt und ist ein weiblicher Flachland-Tapir!
Schon beim ersten kurzen Kennenlernen im Haus zeigte sich das Salzburger Tapir-Männchen Miguel sehr interessiert an seiner neuen, rund 40 Kilogramm schwereren Partnerin. Flachland-Tapire wiegen zwischen 150 und 250 kg. Weibliche Tiere sind meist um einiges schwerer – zwischen 25 und 100 kg – als die Männchen.
Beim ersten Zusammensein der beiden auf ihrer Freianlage nahmen sie nach einem kurzen gemeinsamen Spaziergang gleich mal ein ausgiebiges Bad im Tapir-Schwimmteich. Und dabei kam es auch zu ersten Annäherungsversuchen. Miguel konnte Bibi von Anfang an gut „riechen“ und suchte immer ihre Nähe. Männliche Tapire werben um die Herzensdame, indem sie ihr folgen, an ihren Ohren knabbern und zum Spiel auffordern. Kreiselbewegungen, Flehmen oder ein hohes Wimmern gehen einer Paarung voraus. Der charakteristische Rüssel der Tapire ist kurz und sehr muskulös. Die Verlängerung von Nase und Oberlippe ist nach allen Seiten hin beweglich. Mit dem Rüssel können die Tiere gut Gerüche aufnehmen, Gegenstände abtasten und Zweige abgreifen.
Tapire erscheinen dem Betrachter als seien sie einer anderen Zeit entsprungen. Diese sanften Riesen ähneln auf dem ersten Blick eher Schweinen und ihr kurzer Rüssel erinnert an Elefanten. Sie sind jedoch eng mit Nashörnern und Pferden verwandt. Gemeinsam bilden diese drei die Gruppe der Unpaarhufer.
Der Flachlandtapir ist in weiten Teilen Südamerikas östlich der Anden beheimatet Ihre Bedrohung geht einerseits von der Bejagung wegen seines Fleisches und seiner Haut, andererseits wegen der fortschreitenden Zerstörung seines Lebensraums durch Waldrodungen aus.

Tiergarten Schönbrunn Wien 16.07.2012
TIERGARTEN SCHÖNBRUNN AUF REISESEITE BELIEBTESTER ZOO
Zwei Mal in Folge wurde der Tiergarten Schönbrunn zum besten Zoo Europas ausgezeichnet. Nun liegt der Wiener Zoo auch bei dem Beliebtheitsranking der Reisewebsite TripAdvisor auf Platz eins – vor dem Erlebniszoo Hannover und dem Zoologischen Garten Leipzig. Bei diesem Top-10-Ranking, das erstmals für Tiergärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstellt wurde, sind die Besucher die Preisrichter. Auf einer 5-Punkte-Skala können die User der Website Zoos und andere Ausflugsziele bewerten und von ihren Erfahrungen berichten. Ausschlaggebend für das Ranking ist schließlich, wie gut und wie oft ein Zoo bewertet wird und wie aktuell diese Bewertungen sind. Über 370 User haben Erfahrungsberichte über den Tiergarten Schönbrunn geschrieben. „Sehr schöner und weitläufiger Tiergarten, bei dem die Tiere und deren Wohlergehen im Vordergrund stehen“, „Der Tiergarten Schönbrunn gehört sicher zu den besten und schönsten in Europa“, „Schönbrunn ist ein großartiger Zoo: groß, weitläufig und viele Tiere. Und das alles in einem sehr alten wunderschönen Ambiente“, ist in den Bewertungen zu lesen. „Es ist eine große Ehre, wenn uns unsere Besucher so gut bewerten, immerhin sind sie die wichtigsten Unterstützer des Tiergartens“, freut sich Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Tierpark Hellabrunn München 16.07.2012
Vorhang auf für drei Mini-Elche – Madita, Merlin und Meli:
Hellabrunns Elch-Nachwuchs ist da überlange Beine, staksige Bewegungen, riesig wirkende Ohren und knuffige Schnauzen: Ihre spätere majestätische Wirkung, unterstrichen bei den Bullen durch das beeindruckende Geweih, ist den Mini-Elchen von Hellabrunn noch nicht anzusehen. Doch ein Blickfang sind sie allemal, die drei kleinen Europäischen Elchkälber, die Ende Mai im Münchener Tierparkauf die Welt kamen. Stolzer Vater ist der dreijährige Elchbulle Josef, ein gebürtiger Bayer. Nach einer Tragzeit von etwa siebeneinhalb Monaten gebärt Elchkuh Anita (3 Jahre) am 21.Mai ein gesundes Mädchen namens Madita. Zwei Tage später, am 23. Mai, folgt bei Elchkuh Merle (3 Jahre) ein Zwillingspärchen ebenfalls in einer problemlosen, nächtlichen Geburt. Merlin heißt der Junge, Meli das Mädchen. Die Hellabrunner Herde besteht nun aus sieben Tieren: Josef, Merle, Anita, Frieda (2) und den drei Kälbern. „Unsere drei kleinen Elche zeigen bereits ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. Besonders gut gefällt mir Madita, eine echte Sportskanone, die schon jetzt frech und selbstbewusst ihre Welt entdeckt“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

Zoo Berlin 16.07.2012
Drachenphantasien – Kinderstube beim Grünen Leguan und bei der Segelechse im Zoo-Aquarium Berlin
Vom großen Grünen Leguan (Iguana iguana) gibt es Kleine zu bestaunen: Im Zoo-Aquarium Berlin. Acht schlüpften am 2. Juli aus ihren Eiern. Nach sieben langen Jahren der erste Nachzuchterfolg bei dieser Art in unserem Hause! Eier werden nach der Paarung der Alttiere nach rund 65 Tagen abgelegt, danach bedarf es noch einer Brutzeit von über 100 Tagen. Der vierfache Nachwuchs der Philippinen-Segelechsen (Hydrosaurus pustulatus) ist indes schon älter, stammt noch aus dem September 2011, kann aber erst jetzt in einer Schauanlage präsentiert werden. Sie sind etwas ganz besonderes: Sie werden nur höchst selten gehalten, in Deutschland nur in drei Zoos und noch seltener gezüchtet! Diese Echse trägt einen niedrigen, gezackten Rückenkamm. An der Oberseite des kräftigen, langen Schwanzes steht ein Hautsegel, das aufgerichtet werden kann. Segelechsen ernähren sich vorwiegend pflanzlich. Gelege werden vergraben und sich selbst überlassen. In Menschenobhut aber nimmt der Pfleger die Eier ab. Auch wenn man sich genauso in der Phantasie einen der mystischen Drachen vorstellen mag: Echte Drachen gibt es nicht! Die Bezeichnung „Drache“ stammt aus dem Griechischen, „Derkomai“ heißt: ich blicke starr. Das weist auf unbewegliche Augenlider hin, wie es die Schlangen besitzen. Im Altertum stellte man sich unter Drache durchaus oft eine Riesenschlange vor und keine Echse.

Zoopark Erfurt 17.07.2012
Zooführungen in den Sommerferien
In den Sommerferien kann man wieder spannende und interessante Rundgänge im Zoo unternehmen. Tierinteressierte Kinder und Erwachsene sind herzlich eingeladen, Kurioses und Wissenswertes aus der Zooparkwelt zu erleben. Alle Führungen sind ohne zusätzlichen Aufpreis, es fällt lediglich der normale Eintrittspreis an. Der Treffpunkt ist jeweils 14 Uhr am Zooplan vor der Löwensavanne.

Zoo Salzburg 17.07.2012
Zoo Salzburg: Neubau für Geparden-Gehege startet umgehend – Stadt steuert 65.000 Euro für neue Gebäude und Zaun-Anlage bei
Die Stadt Salzburg wird für den umgehenden Neubau des Geparden-Geheges einen Drittel-Beitrag von 65.000 Euro leisten – das teilt Bürgermeister Heinz Schaden im Zusammenhang mit dem jüngst bekannt gewordenen „Freigang“ der Jung-Geparden mit. Bereits nach dem ersten derartigen Vorfall hatte Schaden den Auftrag gegeben, umgehend einen Plan für den Neubau der veralteten Anlage zu erstellen. Dieser Plan liegt mittlerweile vor und soll unmittelbar umgesetzt werden. Derzeit ist die Leitung des Zoo Salzburg bemüht, die provisorische Unterbringung der Geparden während der Bauzeit zu organisieren, die Arbeiten an dem neuen Gehege sollen noch im Juli starten. Errichtet werden Tierunterkünfte gemäß den Richtlinien des österreichischen Tierschutzgesetzes, ein Futterlift sowie die Zaunanlage inklusive Vor- und Zwischengehegen. Der Betrag wird im Stadtbudget außerplanmäßig bedeckt.

Zoo Salzburg 17.07.2012
Zoo Salzburg: Noch mehr Geld für Sicherheit! – Tiergarten in Hellbrunn informiert über aktuelle Maßnahmen / Seit 2006 wurden rund 6 Millionen Euro in neue Anlagen und damit neue Sicherheit investiert
„Wir wehren uns gegen den Vorwurf, etwas vertuscht zu haben. Wir wollten billige Panikmache verhindern! Hundertausende Besucherinnen und Besucher erleben den Zoo Jahr für Jahr als tolle, familienfreundliche und sichere Einrichtung, nimmt heute die Sprecherin des Zoo Salzburg, Christine Beck-Graninger, Stellung zu aktuellen Ereignissen im Salzburger Zoo. „Wir leben aber nicht nur in einem zoo-freundlichen Umfeld, sondern haben es auch mit einigen wenigen zoo-kritischen Gegnern zu tun, die jegliche Zoo-Tier-Haltung ablehnen! Dagegen müssen wir nun mit einem erhöhten Sicherheitsaufwand – wie Hausverboten, mehr Kontrollen etc. – vorgehen. Wichtig: Wir haben von unseren Eigentümern, Stadt und Land Salzburg, positive Signale für noch mehr Investitionen in die Sicherheit in Hellbrunn. Der Umbau des Geparden-Geheges wird beispielsweise vorgezogen“, so Beck weiter. Seit dem Vorfall im Juni wurden zahlreiche Sofortmaßnahmen getroffen. Diese Maßnahmen umfassten den Schlösser-Tausch bei Gehegen, insbesondere bei den Raubtier-Arten. Die Video-Überwachung einzelner Gehege wurde verbessert. Nacht für Nacht patrouilliert ein Hundeführer im Zoo. Ein Wachdienst ist eingeschaltet. Beck: „Bis auf weiteres werden wir diese Maßnahmen aufrecht erhalten und – was die Streifen anlangt – sogar verstärken. Wir wollen klar vermitteln, dass der Zoo für Mensch und Tier sicher ist. Gleichzeitig appellieren wir an die Vernunft jener, die uns sabotieren. Wer die Sicherheit im Zoo gefährdet, setzt eine strafbare Handlung!“

Zoo Leipzig 17.07.2012
Ur-Krostitzer wirbt mehr als 30 Tierpaten für den Zoo Leipzig -Brauerei wird Okapi-Pate
Mehr als 30 neue Tierpaten für den Zoo Leipzig: Im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Zoo und Goldsponsor Ur-Krostitzer hat es Brauereichef Wolfgang Welter zur Tradition werden lassen, selbst als Initiator für Tierpatenschaften zu wirken. Der Ur-Kontinent Gondwanaland und Ur-Krostitzer – das passt gut zusammen und ergänzt in idealer Weise die langjährige Partnerschaft der beiden Unternehmen. Die Zusammenarbeit geht über eine rein finanzielle Beziehung weit hinaus, denn aus der Partnerschaft ist schon lange eine Freundschaft geworden.“Das Engagement von Wolfgang Welter, der jedes Jahr unermüdlich neue Paten anwirbt, ist etwas Besonderes“, lobt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold die Initiative. Und Dr. Bachmann kommentiert schmunzelnd: „Man kann die Brauerei inzwischen schon fast als Außenstelle des Freundes- und Fördervereines betrachten.“

Tierpark Bochum 18.07.2012
Erneut Nachwuchs bei den Erdmännchen -Das beliebteste Tier Bochums übt schon das Wache stehen
Im vergangenen September hielten südafrikanische Erdmännchen als neue Tierart Einzug in die gerade fertig gestellte Erdmännchen – Anlage des Tierparks Bochum.Nach dem ersten Baby vom April wurde nun Anfang Juli zum zweiten Mal Nachwuchs gesichtet! Das kleine und noch etwas tapsig wirkende „Wollknäuel“ ist rund 6 Wochen alt. Vor wenigen Tagen fiel es beim Versuch, es den Eltern mit dem aufrechten Stand auf den Hinterbeinen nachzumachen, noch regelmäßig um. Doch inzwischen kann es prima aufrecht stehen und übt nun – wie die „Großen“ – ab und zu das „Wache Stehen“. Droht vermeintliche Gefahr aus der Luft, so sausen die Erdmännchen auf kürzestem Weg in ihren selbst gegrabenen Erdbau. Macht der Kleine nicht schnell genug Platz, wird er dabei umgerannt und kugelt dann seinen Eltern in den unterirdischen Gang hinterher. Das Erdmännchen-Baby ist täglich bis in den Abend hinein zusammen mit seinen Eltern in der Außenanlage zu sehen.

Tiergarten Nürnberg 18.07.2012
Nachwuchs bei Schneeleoparden im Tiergarten Nürnberg
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg kamen am 21. April 2012 nach einer etwa hunderttägigen Schwangerschaft zwei weibliche Schneeleoparden auf die Welt. Die beiden Töchter von Pia und Indra – Istar und Jata – waren wie alle neugeborenen Schneeleoparden ziemlich dunkel gezeichnet, blind und wogen – laut Literatur – knapp ein halbes Kilogramm. Bei der letzten Impfung gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut in der letzten Woche hatten die beiden ein Gewicht von fast sechs Kilogramm.

Zoo Leipzig 18.07.2012
Sommerferienprogramm im Zoo Leipzig – Theater, Schatzsuche und Kabarett
Sommerferien in den Tropen – Gondwanaland im Zoo Leipzig macht es möglich. Warum in den Flieger steigen, wenn der tropische Regenwald vor der Haustür wächst? Eine Abenteuer-Bootsfahrt auf dem Urwaldfluss oder der Rundgang durch die sechs Themenwelten versprechen spannende Entdeckungen mitten in Deutschland. In der schönsten Zeit des Jahres hält der Zoo Leipzig ein abwechslungsreiches Programm parat. Vom Puppentheater und einer Schatzsuche bis zum Kabarett und einer Dschungelnacht ist für alle Altersgruppen etwas dabei

Zoo Hannover 18.07.2012
Nachwuchs bei den Persischen Leoparden – Fellknäuel auf Tollpatsch-Tatzen
Am 26. Mai brachte Saia drei Jungtiere zur Welt. Das erste kam um 18.20 Uhr, das zweite anderthalb Stunden später, das dritte in der Nacht: zwei Mädchen, ein Junge, alle gerade mal 500 Gramm schwer. Saia und ihr Nachwuchs blieben die ersten Wochen allein in der Wurfbox hinter den Kulissen. Leoparden sind äußerst sensibel, was ihren Nachwuchs betrifft, Störenfriede schätzen sie nicht. Also beobachteten die Pfleger die Jungtiere nur über einen Monitor. Aber wie schon bei ihrem ersten Nachwuchs vor drei Jahren, zeigte sich Saia von Anfang an als sehr gute Mutter, die sich rührend um ihren Nachwuchs kümmert.

Wilhelma Stuttgart 18.07.2012
Jungtiere bei den Alpakas: Zuwachs in der Südamerika-WG
Die Wohngemeinschaft auf der Südamerika-Anlage der Wilhelma ist größer geworden. Richard, Sandro und Manu sorgen mit den anderen Alpakas immer für kurzen Rasen auf der Anlage. Die beiden gleichaltrigen Richard und Manu erblickten am 6. Juni 2012 das Licht der Welt. Aber auch Nachzügler Sandro, geboren am 26. Juni, bringt viel Leben in die Südamerika-WG, die sich die Alpakas mit Maras, Ameisenbären, Nandus und zeitweise Halsbandpekaris teilen.

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