Ein Blick in die deutschen Zoos

Tiergarten Nürnberg, 05.07.2012
Nachwuchs bei Zagros-Molchen
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es Nachwuchs bei den seltenen Zagros-Molchen. Jetzt sind die Nachzuchttiere der persischen Molchart im Schau-Aquarium im Affenhaus zu sehen. Die Jungen sind nun groß genug, um nicht mehr von ihren Eltern gefressen werden. Deshalb konnten sie nach vorübergehender Evakuierung wieder mit den Elterntieren vergesellschaftet werden. Im Herbst 2011 wurden die Zagros-Molche durch einen Trick in Balzstimmung versetzt: Die Tierpfleger senkten die Wassertemperatur im Aquarium durch einen stärkeren Zufluss von kaltem Leitungswasser auf 16 bis 18 Grad Celsius. Nach einigen Wochen stoppten sie den Kaltwasserzufluss wieder. Daraufhin erwärmte sich das Aquarium wieder auf die normale Raumtemperatur von 22 bis 24 Grad Celsius. Kurz darauf kamen die Molche in Balzstimmung. Da die Weibchen die Eier in Felspalten an Steine kleben, konnte die Eiablage nicht beobachtet werden. Doch tatsächlich wurden im Februar und März 2012 kleine Molchlarven entdeckt, die entnommen und zur weiteren Aufzucht in ein eigenes Becken hinter den Kulissen des Tiergartens gebracht wurden. So konnten sie auch vor ihren Eltern – potenzielle Fressfeinde der Jungtiere – geschützt und gezielt gefüttert werden. Jetzt sind die Jungtiere gut herangewachsen, haben teils ihre Kiemen zurückgebildet und damit begonnen, die Färbung der Alttiere anzunehmen.

Zoologischer Garten Leipzig, 05.07.2012
Seltener Nachwuchs geboren: Drei Schneeleoparden in der Mutterstube
Dreifaches Glück im Zoo Leipzig: Schneeleopardin Laura (geb. 30. April 2001) hat, wie bereits vor zwei Jahren, drei Jungtiere zur Welt gebracht. Die ersten Tage hat der Nachwuchs ohne Probleme überstanden und wird in der Mutterstube gut versorgt. Die erfahrene Mutter kümmert sich bislang vorbildlich um das männliche sowie die beiden weiblichen Nachkommen. Vater Onegin (geb. 20. April 2003) wird separat gehalten. Der Nachwuchs bei den Leipziger Schneeleoparden (Uncia uncia) ist innerhalb von zwölf Monaten der elfte Wurf weltweit, der im Zoo-Informationssystem ZIMS erfasst wurde. Demnach kamen in Europa im selben Zeitraum elf Schneeleoparden zur Welt. Diese Zuchterfolge sind vor dem Hintergrund des starken Bedrohungsstatus‘ für den Erhalt der Tierart immens wichtig. Im zentralasiatischen Hoch- und Bergland, wo Schneeleoparden ursprünglich beheimatet sind, leben schätzungsweise noch 4000 bis 6000 Exemplare – mit abnehmender Tendenz. „Der neuerliche Nachwuchs bestätigt uns in unserem Engagement für den Artenschutz, den wir als Zoo als eine unserer Hauptaufgaben definiert haben. Allerdings müssen wir in den kommenden Wochen abwarten, ob sich alle drei Jungtiere weiterhin gut entwickeln. Derzeit sieht es sehr gut aus“, kommentiert Zoodirektor Dr. Jörg Junhold die Geburt. Bis auf Weiteres halten sich die Jungtiere ausschließlich in der Mutterstube auf und sind für Besucher noch nicht zu sehen.

Opel-Zoo Kronberg, 05.07.2012
Herzlichen Glückwunsch, Jacqueline, zum 25. Geburtstag! Wahrscheinlich älteste Giraffe in Europa im Kronberger Opel-Zoo
Samstag, 7. Juli 2012 ist ein besonderer Tag im Opel-Zoo: Besucher und Zoomitarbeiter können den 25. Geburtstag von Rothschild-Giraffe Jacqueline feiern. 1987 wurde sie im Zoo Olomouc in der Tschechischen Republik geboren und kam am 28.6.1991 nach Kronberg. Seitdem hatte sie insgesamt 12 Jungtiere, zunächst vier mit Partner Ralf, anschließend eine Totgeburt und dann noch sieben mit Partner George, der leider im Jahre 2011 an Altersschwäche gestorben ist. „Bei Jacqueline konnten wir immer sicher sein, dass sie ihre Kinder gut versorgt, ernährt und behütet hat, sie war einfach eine ausgesprochen gute Mutter“, so Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. Mit 25 Jahren ist Jacqueline bereits im letzten Lebensabschnitt angelangt. Wahrscheinlich ist sie in Europa die älteste, noch lebende Giraffenkuh. Und glücklicherweise erfreut sie sich nach wie vor bester Gesundheit: „Viel frische Luft, gesunde Ernährung und eine schöne Umgebung“, vermutet Dr. Kauffels als Quelle des Jungbrunnens. Möglicherweise genießt sie inzwischen auch die Ruhe und Abgeschiedenheit in ihrem großen Gehege. Denn nach ihrem letzten Jungtier und dem Tod des Giraffenbullen George erhält sie nun in der ihr bekannten Anlage am südlichen Ende des Opel-Zoos das Gnadenbrot und muss sich nicht in der Anlage Afrika Savanne eingewöhnen, die von ihrem Sohn, dem Giraffenbullen Gregor, mit seinen drei Kühen und den zahlreichen Nachkommen in Gemeinschaftshaltung mit Zebras und Gnus dominiert wird. Auch bei Giraffen scheint zu gelten: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht!“ Und so kann sich Jacqueline am 7.7.2012 ohne Konkurrenz von Artgenossen auch die von ihr so geliebten getrockneten Feigen schmecken lassen, die ihr die Tierpfleger als besondere Leckerei zum Viertel-Jahrhundert-Geburtstag kredenzen werden. Herzlichen Glückwunsch!

Erlebniszoo Hannover, 05.07.2012
Nachwuchs bei den Kronen- und Paradieskranichen – Kleine Rebellen
Von Etikette hält der royale Nachwuchs am Sambesi im Erlebnis-Zoo Hannover herzlich wenig. Statt des elegant grauen Federkleides und schneeweißer Flügel, trägt das Kronenkranich-Küken gewöhnliches Hellbraun. Sein tapsiger Gang ist ganz und gar nicht majestätisch und auf seine Krone pfeift der kleine Vogel ebenfalls. Doch das wird sich bereits in wenigen Wochen ändern. Bevor es jedoch in die stattliche Krone schlüpft, wird eine freche Irokesenfrisur das königliche Haupt zieren. Solche Verhaltensweisen bei Hofe sind mittlerweile schon Tradition. Bisher ist schließlich noch kein Nachwuchs fertig gekrönt aus dem Ei geschlüpft. So war es auch keine Überraschung, als am 22. Juni ein hellbraunes und ungekröntes Küken die Eierschale aufbrach. 31 Tage lang hatten die Kronenkranich- Eltern ihr Nest mindestens so gut bewacht wie die Kronjuwelen von England und sie hüten den kleinen Trotzkopf auch weiterhin wie ihren Augapfel, trotz des rebellischen Benehmens. Hinter den dichten Hecken, am kleinen Bachlauf, der in den Sambesi führt, ist der Garten Eden der Paradieskraniche. Hier haben die eleganten Vögel ihr Nest, das sie seit dem 02. Juni nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen haben. Der Grund dafür ist klein, oval und hellbraun mit dunkelbraunen Flecken. Zwei Eier wurden abwechselnd von den Paradieskranich-Eltern bei Wind und Wetter bewacht und ausgebrütet. Um genau zu sein, wurde bisher nur ein Ei ausgebrütet. Am 02. Juli knackte es im Paradies und das erste Küken pickte sich mühsam aus dem Ei. Das andere ist noch verschlossen, sollte aber jeden Augenblick von innen aufgepickt werden. Bis dahin müssen die beiden Kraniche nur auf ein kleines Küken acht geben, was ihnen in ihrem paradiesischen Versteck nicht allzu schwer fällt. Der Nachwuchs ist zwar gerade einmal so hoch wie das Gras, fällt aber mit dem flauschigen, hellbraunen Fell sofort ins Auge. Vor allem aus der Vogelperspektive der Eltern.

Zoo Duisburg, 05.07.2012
Mit Rüsselnase voll ins Leben
Mit herabhängender Rüsselnase und im helldunkel gescheckten Jugendkleid wärmt sich neuerdings ein 1 Woche alter, weiblicher Flachlandtapir im Zoo Duisburg an seiner Mutter. Oft als „Schwein in Stromlinienform“ verkannt, handelt es sich bei den Flachlandtapiren um südamerikanische Bewohner des tropischen Regenwaldes und Buschlandes, die verwandtschaftlich den Pferden und Nashörnern am nächsten stehen. Mit einem Körpergewicht von bis zu 250 kg stellen sie die größten Vertreter der südamerikanischen Fauna dar. Die 11jährige Mutter BOWASI gebar komplikationslos ihr bereits siebtes Jungtier. Neugeborene wiegen schon einige Kilogramm, sind seh- und lauftüchtig; es vergehen meist keine 20 Minuten, bis das Kleine steht! Mütter legen sich zum Säugen auf die Seite und heben ihr oberes Hinterbein an, damit der Nachwuchs ungehinderten Zugang zur Milchbar hat. Bereits eine Stunde nach der Geburt „hängt“ dieser sich an die Zitze, für bis zu 15 Minuten. Um vor Raubfeinden wie Puma, Jaguar und sogar Anakonda geschützt zu sein, tragen Tapirjunge ein perfekt zur Tarnung im Dickicht geeignetes Fellkleid aus hellbraunen bis weißen Längsstreifen, die zu Flecken, Kringeln und Stricheln aufgelöst sein können. Einige Monate wird das Jungtier diese Zeichnung noch behalten, bis es sich schließlich umfärbt und sich das „Erwachsenen-Kleid“ zeigt: seriös einheitlich braun. In den ersten 10 Tagen ihres Lebens sind Tapirjunge Ablieger und folgen erst danach ihrer Mutter. Mittlerweile darf das Jungtier seine Mutter stundenweise schon auf die Südamerika-Anlage des Zoo Duisburg begleiten, um sich mit dem Gehege vertraut zu machen. Behutsam müssen die Pfleger demnächst auch bei der Zusammengewöhnung aller Bewohner der Anlage vorgehen, denn neben den Tapiren nennen auch noch Große Ameisenbären das Außengehege ihr Eigen.

Tierpark Chemnitz, 05.07.2012
Neues aus dem Tierpark: Gefiederte Nachzuchten
Nicht nur bei den Säugetieren, sondern auch bei den gefiederten Bewohnern des Tierparks hat es dieser Tage Nachwuchs gegeben: So sind im Juni bei den Weißhaubenhäherlingen drei Jungtiere aus den Eiern geschlüpft und nun zusammen mit den Eltern im Gehege unterwegs. Weißhaubenhäherlinge kommen unter anderem im Himalaya vor und bewohnen dort Wälder bis in 1200 m Höhe. Es sind gesellige Vögel, die sich auch zu größeren Trupps zusammenschließen. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Insekten, Spinnen und andere Kleintiere, aber auch Beeren und Früchte. Im Tierpark lebt ein Paar dieser stimmfreudigen Vögel, die schon im vergangenen Jahr erfolgreich Nachwuchs aufgezogen haben. Auch bei den Weißwangenturakos ist ein Jungtier zu sehen, welches sich nicht nur durch die geringere Größe, sondern auch durch sein dunkles Gefieder von den Altvögeln unterscheidet. Turakos sind Waldbewohner Ostafrikas. Sie leben einzeln oder in kleinen Trupps vorwiegend im Geäst. Auf ihrem Speisezettel stehen Früchte, Samen, Knospen, Insekten und Würmer. Das Gelege besteht meist aus zwei Eiern, die von beiden Eltern bebrütet werden. Auch bei dieser Art setzt der diesjährige Nachwuchs die erfolgreiche Zucht fort.

Zoologischer Garten Berlin, 05.07.2012
Jäger mit Familiensinn – ein Wurf Wolfswelpen im Rudel des Zoologischen Gartens Berlin
Am 30. April 2012 kamen Tundrawölfe (Canis lupus tundrarum) im Zoologischen Garten Berlin zur Welt. Die drei Welpen sind zwei Männchen und ein Weibchen. Wie üblich, zog sich die Wolfsfähe zur Geburt nach einer Trag ezeit von etwa sechzig Tagen in eine Höhle zurück, wo sie „wölfte“. Im jetzigen Alter haben die Jungwölfe den Bau verlassen und haben begonnen, fleischliche Kost zu sich zu nehmen. Sie zeigen noch eine ganze Menge jugendtypisches Spielverhalten. Wölfe leben in Rudeln, Ansammlungen von Tieren, die miteinander mehr oder weniger verwandt sind. Die Größe des Rudels hängt von der Beutedichte ab. Es gibt im Rudel jeweils eine Rangordnung für die Männchen und eine für die Weibchen, die kämpferisch ausgefochten wird. Nach den Kämpfen ist die Hierarchie aber stabil. Jungtiere stehen außerhalb der Rangordnung. Alle im Rudel kümmern sich um die Kleinen mit großer Fürsorge. Jungenaufzucht ist essentieller Bestandteil eines funktionierenden Wolfsrudels. Die Furcht vor „Isegrim“ ist auch heute noch weit verbreitet. Der Wolf ist als jagendes und fleischfressendes Säugetier nicht gefährlicher oder harmloser als andere auch! Doch trotz der Angst hat der Mensch schon vor rund 15.000 Jahren Wölfe zu sich aufgenommen. Sie blieben in seiner Gegenwart und erfreuen sich immer noch großem Nutzen und großer Beliebtheit: So kam der Mensch auf den Hund! Wölfe jagen in der Natur große Tiere. Um sie zu überwältigen, braucht es die Gemeinschaft des Rudels. Unter Arbeitsteilung wechseln sich die einzelnen Rudelmitglieder bei der Hetze ab. Ist die Beute aus der eigenen Herde ausgeschert, greifen mehrere Wölfe gleichzeitig an und töten das Beutetier durch einen Kehlbiss. So fallen vor allem alte, kranke und schwache Tiere den Wölfen zum Opfer. Wölfe haben einen Beißdruck, der es ihnen ermöglicht, sogar starke Oberschenkelknochen durchzubeißen. Der Wolf ist das Säugetier mit der weitesten Verbreitung. Er kommt in 24 Unterarten in Nordamerika, Nord- und Südeuropa, Asien sowie im Nahen Osten und bis nach Äthiopien vor. Im Zoo Berlin lebt der weiße Tundrawolf. Man kann ihn sehr gut mit dem grauen Europäischen Wolf in der Waldfreianlage im Tierpark Berlin vergleichen.

Zoo Duisburg, 06.07.2012
Langeweile in den Ferien – nicht im Zoo Duisburg!
Endlich ist es soweit: Die großen Sommerferien stehen vor der Tür und bringen hoffentlich endlich die Sonnenstrahlen mit, die wir alle bislang vermisst haben! Was die Ferien aber ganz sicher im Gepäck haben, ist ein buntes Programm im Zoo Duisburg. Natürlich ist schon „normaler“ Zoobesuch gleich eine Reise in (fast) die ganze Welt der Tiere, denn mehr als über 250 verschiedene Tierarten aus allen 5 Kontinenten erwarten Sie am Kaiserberg! Und wem das noch nicht genug ist, der kann während der Ferien an vielen verschiedenen Stellen im Zoo immer wieder neue Aktivitäten entdecken – und natürlich auch daran teilnehmen: Immer dienstags bis donnerstags können sich Bastelbegeisterte beim Origamikünstler WURZEL im Chinesischen Garten austoben. WURZEL ist von 10.00 bis 16.00 Uhr vor Ort. Auch das Wochenende wird im Zoo immer spannend eingeläutet: Freitags starten um 12.00 und 14.00 Uhr fachkundige Zoobegleiter am Haupteingang mit Kindern zur kostenfreien Kinderzooführung. Ab Montag, den 13.08.2012, informiert der Zoo Duisburg eine Woche lang über die diesjährige Naturschutzkampagne zum Thema „Südostasien“. Zur Kampagne haben der europäische Zoo-Dachverband EAZA und die Internationale Naturschutzorganisation IUCN aufgerufen. Am Infostand nahe der Nebelparderanlage werden u.a. Kinderaktionen wie Button-Basteln angeboten. Eines der bedrohten Fokustiere ist vor kurzem in das Raubtierhaus des Zoo Duisburg gezogen: Man kann dort einen Blick auf die seltene Fischkatze erhaschen. Passend zu diesem Thema findet an jedem Ferien-Montag eine Zoo-Rallye statt, die sich mit Tieren Südostasiens befasst. Die Gewinner werden jeweils um 15.00 Uhr am Haupteingang ausgelost. Darüber hinaus sind an jedem Ferientag, auch an den Wochenenden, die Infostationen auf der Schauinsland-Reisen Lemuren-Insel (10.00 -16.00 Uhr) und im Entdeckerhaus der Sparkassen-Erlebniswelt (11.00 – 17.00 Uhr) besetzt, an denen die Besucher Interessantes aus der Tierwelt erfahren können. Jeden Sonntag können sich Kinder von 11.00 – 17.00 Uhr beim Tiergesichterschminken vor dem RWE-Delfinarium in ihr Lieblingstier verwandeln lassen. Und falls Sie unsere beiden bärenstarken Neuzugänge noch nicht in ihrem neuen Gehege bewundert haben: Unsere kletterfreudigen Brillenbären PABLO und HUANCA freuen sich auf Ihren Besuch und lassen sich auch gerne beim Baden im Teich oder bei der Dusche unter dem Wasserfall in ihrem großzügigen Gehege beobachten.

Zoo Duisburg 09.07.2012
Abscheuliche Tat im Zoo: Schmuckschildkröte tödlich verletzt
Was sind das nur für (Un-)Menschen unter uns? Unter Tränen informierte die Tierpflegerin am gestrigen Sonntag den diensthabenden Wissenschaftlichen Leiter des Zoos, dass sie eine stark blutende Gelbwangen-Schmuckschildkröte mit weit aufgerissenem Rückenpanzer von der Anlage holen musste. Die Wasserschildkröte wurde umgehend von der Zoo-Tierärztin untersucht, eine Euthanasie war unumgänglich. Unfassbar für die Zooverantwortlichen, lässt die massive Verletzung nach eingehender Betrachtung nur den Schluss zu, dass sich ein Besucher das Tier gegriffen und es mit voller Wucht gegen ein Objekt (einen Stein?) geschlagen hat. Zoobesucher, die Zeugen derartiger grausamer Taten werden, mögen sich bitte unverzüglich an der Kasse melden.

Sea Life 09.07.2012
Sommerferien im Sea Life – Wellness-Urlaub für Fische
Der Sommer ist zum Greifen nah: In Supermarktregalen ist Sonnencreme allmählich Mangelware, die Biergärten haben Hochkonjunktur und alle machen sich auf Richtung Süden. Es wird höchste Zeit, sich zu überlegen, wohin in den Urlaub – und zwar auch für die „fischigen“ Mitbewohner. Hier bietet Sea Life eine schöne Lösung: Fische können ihre Sommerferien professionell betreut verbringen – und sich während ihres Urlaubs sogar noch richtig verwöhnen lassen. Fische aufgepasst! Während Herrchen und Frauchen sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, könnt ihr euch in diesem Sommer Wellnessbehandlungen im Sea Life unterziehen. Pro Standort bekommt je ein Fisch das All Inklusive 5*Sterne Hotel-Paket inklusive Übernachtung und Vollpension mit Langschläferfrühstück, unterschiedlichen Snacks sowie sämtlichen Drinks geboten. Bewerben können sich alle Fisch-Besitzer direkt im nächstgelegenen Sea Life.

Freunde des Hauptstadtzoos 10.07.2012
Freunde der Hauptstadtzoos spenden 1.000 Euro für zerstörte Okapi-Station im Kongo
Rebellen zerstörten Okapi-Station – Berliner Okapis sind Botschafter ihrer Artgenossen – Im Juni wurde die Okapi-Station Epulu im Ituri-Wald im Kongo von Rebellen angegriffen und zerstört. Sechs Menschen und 13 der 14 dort gehaltenen Okapis wurden getötet. Alles was nicht mitgenommen werden konnte, wurde durch Feuer vernichtet. Die dort lebenden Okapis dienten als Grundstock für ein internationales Schutzprogramm der stark bedrohten Tiere, die auch im Zoo Berlin gehalten werden. Die Freunde der Hauptstadtzoos spenden hierfür 1.000 Euro und bitten nun die Tierfreunde Berlins um weitere Spenden. „Mehr als 20 Jahre Arbeit sind vernichtet worden. Aus Solidarität zu dieser Arbeit wollen wir aus Berlin einen Beitrag leisten und verstehen unsere Okapis in Berlin als Botschafter ihrer Artgenossen. Wir sind jedoch auf weitere Unterstützung angewiesen.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender des Fördervereins von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. Weitere Spenden sind für den Aufbau notwendig.

Hellabrunn München 10.07.2012
Babyboom in Hellabrunn – Bei Pinguin, Seelöwe und Co gibt´s süßen Nachwuchs
Das meiste klappt noch nicht ganz so perfekt wie bei Mama und Papa, aber genau das macht die Nesthäkchen im Tierpark so liebenswert: Die kleinen Humboldtpinguine üben sich im charakteristischen Watschelgang, die Baby-Seelöwen unternehmen erste Planschversuche, und auch das erste Flamingoküken ist geschlüpft. Was dem Seelöwen-Nachwuchs sicher nicht bewusst ist: Die Kleinen sind Teil eines Rekord-Jahrgangs! Vier Seelöwen-Babys gab es in Hellabrunn noch nie zuvor in einem Jahr. Vater Barney hat im Alter von 14 Jahren bereits 28 Jungtiere gezeugt – ebenfalls ein Rekord. Normalerweise werden Kalifornische Seelöwen erst im Alter von fünf oder sechs Jahren geschlechtsreif – Barney war es schon mit drei Jahren. Drei weibliche und ein männlicher Seelöwe sind diesen Juni in Hellabrunn auf die Welt gekommen: Mona am 7.6. (Mutter: Molly), Melli am 17.6. (Mutter: Elfie), Max am 19.6. (Mutter: Sandy) und die Jüngste, Momo, erst diesen Donnerstag, den 28. Juni (Mutter: Johna) Zu beobachten sind die kleinen Ausflügler täglich bis 17 Uhr auf ihrer Anlage in der Polarwelt. Auch bei den Humboldtpinguinen gibt es Anlass zur Freude. Die erste Generation von Jungtieren seit dem Einzug in die neue Anlage im April 2011 ist da: ein schöner Zuchterfolg! In freier Wildbahn sind die Pinguine gefährdet. Ob Mädchen oder Jungs – das bleibt vorerst das Geheimnis der Pinguine. Nur ein Gentest kann dieses Geheimnis lüften. Anders bei den Java-Bantengs – Mathilda (geboren am 17.6.2012, Mutter: Dorle) und Matt (13.4.2012, Mutter Gina) machen kein Geheimnis um ihr Geschlecht.

Allwetterzoo Münster 11.07.2012
Die Delfine sind nur noch in diesem Sommer in Münster zu sehen! – Ein Höhepunkt der Vorführungen im Delphinarium im Allwetterzoo ist die „tierische Freundschaft“ zwischen Delfinen und Seelöwen
Delfine sind beliebte Tiere. Im Allwetterzoo Münster leben Vertreter der Großen Tümmler bereits seit Jahrzehnten im dortigen Delphinarium. In den kommenden Monaten können die Delfine auch noch besucht werden, dann aber heißt es Abschied nehmen von Nando, Rocco und Palawas, da sie Münster zum Jahresende für immer verlassen werden. Im Delphinarium im Allwetterzoo gibt es täglich bis zu vier Vorführungen mit Delfinen und Kalifornischen Seelöwen. Ein gesonderter Eintrittspreis wird nicht erhoben. Man kann die Delfine, die dort gemeinsam mit Seelöwen gehalten werden, sogar außerhalb der Vorführungen beim Training, beim Spielen oder Ruhen sehen. Ein besonderes Erlebnis ist der freundschaftliche Umgang der Delfine mit den Seelöwen. Wenn Seelöwin Melissa dem Großen Tümmler Nando einen Fisch gibt, staunen kleine und große Zoobesucher! Das Miteinander der beiden unterschiedlichen Tierarten ist nicht nur Bestandteil der Vorführungen im Delphinarium, Delfine und Seelöwen beschäftigen sich gern miteinander: Sie spielen Ball, zeigen gemeinsame Sprünge oder geben sich gegenseitig Küsschen. Spätestens ab Ende des Jahres werden Melissa und die anderen Seelöwen auf ihre großen Spielkameraden verzichten müssen. Die Delfine ziehen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) in andere Haltungen in Europa um. Wohin, ist noch nicht entschieden. Der Abschied wird auch den Trainern schwerfallen. Neben Jörg Feldhoff arbeiten Wolfgang Brunner und Marion Schenner seit Jahren eng und vertrauensvoll mit den Tieren. Ein „Delphinarium“ wird es mit Beginn des Jahres 2013 in Münster nicht mehr geben. Die dann renovierte Halle erhält einen neuen Namen und es werden weiterhin Seelöwen in attraktiven Vorführungen zu sehen sein, voraussichtlich auch öfter am Tag als bisher.

Tierpark Bochum 11.07.2012
Nachwuchs bei Kattas wächst und gedeiht – Dritte erfolgreiche Nachzucht
Seit Juni 2010 leben Kattas im Bochumer Tierpark. Nach den Geburten vom April 2011 und März 2012 kam am 30. Mai das dritte Kattababy auf die Welt! Das gesunde Baby ist inzwischen sechs Wochen alt und verlässt immer öfter den Schutz seiner Mutter. Die im Zuge der Neugestaltung des Tierparks gerade fertig gestellte Katta-Anlage besitzt ein modernes Haus mit einem 80m2 großen Innenbereich und eine 570 m2 große naturnah gestaltete Außenfläche, in der diese sehr attraktiven Tiere ausgezeichnet beobachtet werden können.

Wilhelma Stuttgart 11.07.2012
Weiblicher Nachwuchs bei den Robben: Das Trio vom Seelöwensee
Aller guten Dinge sind drei: Wie bereits im letzten Jahr, so kamen auch im Juni 2012 wieder drei Seelöwen zur Welt – innerhalb von nur zehn Tagen. Die drei Kleinen sind diesmal durchweg weiblich und wurden von den Pflegern Jea, Nele und Rija getauft. Für den Nachwuchs gesorgt haben Seelöwenbulle Unesco und seine drei Gefährtinnen Lucy, Evi und Mercedes in mittlerweile bestens bewährter „Teamarbeit“.

Zoo Frankfurt 11.07.2012
Kulleraugen-Nachwuchs in den Robbenklippen
Gleich zwei Mal Nachwuchs gab es in den letzten Wochen in den Robbenklippen des Frankfurter Zoos. Am 28. Mai wurde ein kleiner Zwergseebär OLE geboren. Knapp einen Monat später folgte am 26. Juni der kleine Seehund-Junge HENRY. Die beiden kulleräugigen Jungtiere sind quicklebendig und werden von ihren routinierten Müttern fürsorglich gesäugt.
Die Geburt bei den Zwergseebären verlief etwas ungewöhnlich: Das Junge wurde nämlich in der Futterküche der Robbenklippen geboren. „Zwergseebären versuchen, so weit wie möglich vom Wasser weg zu gebären, da Zwergseebär-Babys nicht von Geburt an schwimmen können. Erst wenn sie einige Wochen alt sind, fangen sie an, sich für ihr Element – das Wasser – zu interessieren“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Mutter BELLA sah in diesem Fall die zu dem Zeitpunkt offenstehende Futterküche als besten Platz an. Ehe sie in die Gruppe zurückkehrte, verbrachte Mutter BELLA mit ihrem Kind fast fünf Tage in der Futterküche und gewährte den Tierpflegerinnen und Tierpflegern, ganz „Löwen-Mutter“, in dieser Zeit nur eingeschränkt Zutritt. Nach der Eingewöhnungsphase wurde das Jungtier mittlerweile in die Gruppe integriert. Nach mehr als einem halben Dutzend Geburten ist das ranghöchste Zwergseebär-Weibchen routiniert und kümmert sich gut um den kleinen OLE.
Der jüngste Zuwachs bei den Robben ist der kleine Seehund HENRY. Er wurde am 26. Juni geboren. Im Gegensatz zu den Zwergseebären können Seehunde von Geburt an schwimmen und tauchen. Der kleine Wonneproppen hat sein Geburtsgewicht von ca. zehn Kilogramm mittlerweile verdoppelt und wird nun acht bis zehn Wochen von seiner Mutter HERTA mit fettreicher Milch ernährt.

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