Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Tiergarten Nürnberg, 09.08.2012
Neuer Zuchthengst bei Grévy-Zebras
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) einen neuen Zuchthengst für die Herde der Grévy-Zebras erhalten. Der Hengst Tsavo stammt aus Spanien, wo er am 27. März 2005 im zoologischen Reservat „Desierto de Tabernas“ in Almería geboren wurde. Der junge Hengst kam bereits am 9. Juli 2012 nach Nürnberg, verbrachte jedoch die gesetzlich vorgeschriebene vierwöchige Quarantänezeit in der Quarantänestation des Tiergartens auf dem Gut Mittelbüg. Der im Tiergarten Nürnberg am 27. Oktober 2010 geborene Junghengst Flo wurde am 4. Juli 2012 zur Zucht an den Zoo Le Pal in Dompierre-sur-Besbre (Auvergne) in Frankreich abgegeben. Grévy-Zebras leben vorrangig in der Halbwüste und Trockensavanne. Ihr Bestand gilt als stark gefährdet. Diese nördlichste und größte Zebra-Art beeindruckt durch große Trichterohren und durch die schmalen und enganliegenden Streifen. Wie beim Menschen der Fingerabdruck erlaubt die individuelle Musterung das Wiederauffinden eines bestimmten Tieres in größeren Herden. Das Verhalten der Grévy-Zebras weicht von dem der Steppen- und Bergzebras erheblich ab. Hengste leben einzeln in Revieren und zeigen sich besonders während der Brunft ihren Herdengenossen gegenüber sehr angriffslustig. Die Stuten ziehen in kleinen Herden durch verschiedene Territorien. Durch Zerstörung des Lebensraums und Wilderei wurde der Bestand der Grévy-Zebras im Freiland innerhalb von 25 Jahren von über 20.000 Individuen auf nicht einmal mehr 2.000 Tiere dezimiert. Im Winter 2005/06 trat in Nordkenia eine Milzbrandepidemie auf, an der mehrere hundert Tiere starben. Der Tiergarten Nürnberg half bei der nötigen Schutzimpfung der Zebras und vieler Haustiere. Sein Namen erhielt das Grévy-Zebra zu Ehren des französischen Präsidenten Jules Grévy (*1807- † 1891). Der äthiopische Kaiser Negus Menelik von Abessinien machte 1882 Grévy ein Exemplar der bis dahin der Wissenschaft unbekannten Zebra-Art zum Geschenk.

Allwetterzoo Münster, 09.08.2012
Rüssler oder Züngler?
Die Rüsselspringer im Allwetterzoo Münster haben nicht nur eine lange Nase, sie gelten auch als „NRW-Spezialität“. Im Giraffenhaus im Allwetterzoo Münster wird gerüsselt! Nicht, dass nun dort auch Elefanten zu sehen sind. Die Rotbraunen Rüsselspringer, um die es geht, sind sehr viel kleiner. Doch ihre nächsten Verwandten sind Elefanten und andere afrikanische Tiere. Rüsselspringer sind vor allem keine Mäuse, wie manch ein Zoobesucher beim flüchtigen Hinsehen meint. Außer der namengebenden Rüsselnase und den großen Ohren fallen beim Rüsselspringer die verlängerten Hinterbeine auf, die denen der Kängurus ähneln. Ihre lange Nase bewegen die Tiere oft rasend schnell hin und her. Und manchmal zeigen sie auch noch eine ebenso lange karottenrote Zunge. Mit der können sie besonders gut Termiten erbeuten, die neben Ameisen und Spinnen zu ihrer Leibspeise zählen. Die Rüsselspringer mögen aber auch Obst und Sämereien. Rüsselspringer leben in Afrika in Regionen mit trockenem Klima. Sie sind in den Wüsten und Halbwüsten des Süd-Sudan, in Somalia und Tansania verbreitet. Der erste Rüsselspringer im münsterschen Zoo rüsselt seit Kurzem auch nicht mehr allein in seinem geräumigen Terrarium: Aus dem Kölner Zoo traf ein Weibchen ein. Ein paar Tage durften die künftigen Partner sich nur sehen und riechen. Dann wurde das Trenngitter entfernt und die beiden Rüssler trafen unmittelbar aufeinander. Sie schienen sich auf Anhieb zu mögen! Deshalb hofft man in Münster auf baldigen Nachwuchs bei diesen selten in Zoologischen Gärten gehaltenen Tieren. Rüsselspringer sind quasi eine „NRW-Spezialität“, denn europaweit leben sie nur in diesem deutschen Bundesland. Außer an Münster gab der Kölner Zoo seine Nachzuchten bislang nur an die Zoos in Düsseldorf und Wuppertal ab.

Zoo Leipzig, 09.08.2012
Nachwuchs bei den Roten Pandas, Auch Dianameerkatzen haben Jungtier
Die diesjährigen Zuchterfolge im Zoo Leipzig setzen sich fort: Sowohl bei den Roten Pandas (Ailurus fulgens fulgens) als auch bei den Dianameerkatzen (Cercopithecus diana diana) ist Nachwuchs zur Welt gekommen. Damit knüpft der Zoo Leipzig an die zuletzt zahlreichen Geburten bei bedrohten Arten an. Die Roten Pandas Lilo (geb. 30.06.2006 in Dortmund) und Zimai (geb. 03.07.09 in Paris) haben bereits am 12. Juni ihr Jungtier bekommen. Erst jetzt stand die erste Tierarztvisite an, um die erste Impfung zu geben und das Geschlecht des Tieres zu bestimmen. Es handelt sich um einen männlichen Panda. Erste Filmaufnahmen des Nachwuchses, der langsam beginnt, das Außengehege zu entdecken, sind am morgigen Freitag in der MDR-Sendung „Elefant, Tiger & Co.“ zu sehen. Erst am vergangenen Dienstag kam eine Dianameerkatze zur Welt. Der Zuchterfolg des neu zusammengestellten Paares Monifa (geb. 23.08.06 in Leipzig) und Jack (geb. 22.07.05 in Gettorf, seit Oktober 2011 in Leipzig) bedeutet laut Zoo-Informationssystem (ZIMS) deutschlandweit den ersten Dianameerkatzen-Nachwuchs seit zwölf Monaten. Die Eltern und das Jungtier sind derzeit in der rückwärtigen Tierhaltung untergebracht und für die Besucher nicht zu sehen. Sowohl die Roten Pandas als auch die Dianameerkatzen werden auf der Roten Liste als gefährdete Tierarten eingestuft. „Beide Jungtiere bedeuten für unsere Zuchtbemühungen bei den seltenen Tierarten einen großen Erfolg, auf den wir in den vergangenen Jahren hingearbeitet haben“, sagt Kurator Gerd Nötzold. Bei den Dianameerkatzen ist es für Leipzig das erste Jungtier seit drei Jahren. Bei den Roten Pandas ist letztmals vor mehr als 14 Jahren Nachwuchs groß geworden.

Zoo Duisburg, 09.08.2012
Neues Mitglied im Duisburger Seelöwen-Harem
Vor zwei Jahren kamen die Jungbullen SAM und ATZE an den Kaiserberg, um die traditionsreiche Zucht kalifornischer Seelöwen in Duisburg fortzuführen. Einer der beiden, der mittlerweile dreijährige SAM, spielte seine Frühreife offenbar sehr erfolgreich aus: er deckte die in Duisburg geborene, 10jährige Seelöwen-Dame KATJA, die in der Folge erstmalig Mutter wurde und vor sechs Wochen einen Sohn zur Welt brachte. Das quietschfidele Jungtier tauften die Tierpfleger mittlerweile auf den Namen JACK! In den ersten Lebenswochen hat sich JACK vorwiegend an Land aufgehalten, denn Seelöwen-Jungtiere müssen das Schwimmen erstaunlicherweise erlernen! Mittlerweile klappt es aber ausgezeichnet: JACK ist wahrlich in seinem Element, unternimmt einen Tauchgang nach dem anderen und schießt schon mal kreuz und quer durchs Wasser. Für die anderen Artgenossen bedeutet JACK schlichtweg eins: eine tolle Beschäftigung! Der neue Mitbewohner wird, soweit die Mutter das auch zulässt, beschnuppert, angestupst und fleißig zum Spielen aufgefordert. Der Größenunterschied zwischen adulten Weibchen und Männchen ist bei Kalifornischen Seelöwen gewaltig: JACK’s Mutter wird letztlich gerade einmal auf ein Drittel der Körpermasse ihres Sohnes kommen, denn dieser wird sich über die kommenden Jahre hinweg zu einem Muskelpaket von bis zu 300 kg auswachsen!

Zoo Berlin, 09.08.2012
Vorstellung des neugeborenen Nashorns im Berliner Zoo
Nachdem zum Anfang der Woche im Nashornhaus Nachwuchs zur Welt kam, blieb das Haus vorerst für die Besucher gesperrt. Zunächst sollte sich das noch hornlose Minirhinozeros stressfrei an seine Mutter „Ine“ gewöhnen. Die Nashornkuh war vor 25 Jahren das vierte Spitzmaulnashorn, welches nach der Geburt im Berliner Zoo heranwuchs. Das am Montag geborene weibliche Jungtier ist nun ihre Numero 4. Durch die Zuchtroutine zeigt sich das Muttertier nicht übermäßig aufgeregt und so kann das Jungtier nun ohne Sorge auch den Zoobesuchern vorgestellt werden. Bei Beunruhigung der wertvollen „Dickhäuter“ müsste das Haus gegebenenfalls kurzzeitig wieder geschlossen werden. Einen Namen hatten die Tierpfleger für das Jüngste auch schon bereit. „Akili“ soll das Weibchen heißen, was in der Nationalsprache der Afrikaner aus den Heimatländern der Spitzmaulnashörner so viel wie „intelligent“ bedeutet. Durch Klugheit hervorgetan hatte sich das kleine Wesen bereits kurz nach seiner Geburt, als es unmittelbar nach den ersten Schritten das mütterliche Gesäuge aufsuchte, um erfolgreich zu trinken. So soll es weitergehen. Kleine Nashörner gehören unumstritten zu den erstaunlichsten Tierkindern innerhalb der Säugetiere. Entfernt erinnern sie an niedliche Urzeitgestalten. Der Berliner Zoo ist weltberühmt für seine erfolgreiche Spitzmaulnashornzucht. Aus diesem Grund wird in Berlin auch das internationale Zuchtbuch für diese stark bedrohten afrikanischen Großtiere geführt. Dort entnimmt man, dass derzeit weltweit gut 300 Individuen in Menschenobhut gehalten werden. Intensive Schutzmaßnahmen hatten in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich auch die freilebenden Bestände langsam wieder erholten. Die Zahl der Tiere vermehrte sich von nur noch etwa zweieinhalb Tausend fast auf das Doppelte. Allerdings steigt die Zahl gewilderter Nashörner derzeit wieder enorm. Während zum Jahrtausendwechsel in Südafrika beispielsweise nur etwa 10 Nashörner pro Jahr illegal geschossen wurden, sind es im Jahr 2012 schon jetzt mehr als 280. Davon handelt es sich zwar über-wiegen um die etwas häufigeren Breitmaulnashörner, doch auch das ist nicht beruhigend. In der langen Geschichte des Berliner Zoos wächst nun das insgesamt 17. Spitzmaulnashorn wohlbehütet auf, doch im Verlauf eines Jahres wurden allein in Südafrika etwa 20 Art-genossen durch Wilderei getötet.

Tiergarten Wien-Schönbrunn, 10.08.2012
WIEN ENERGIE E-BIKES FÜR DEN TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Wien Energie stellt dem Tiergarten Schönbrunn drei KTM E-Bikes zur Verfügung, mit denen die Mitarbeiter Wege im Tiergarten umweltfreundlich, schnell und bequem zurücklegen können. Wien Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis übergab die drei Elektrofahrräder an Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Die neuen Fahrräder erleichtern meinen Mitarbeiterin die oft steilen Wege, wie zum Beispiel hinauf zum Tirolerhof“, freut sich die Tiergartendirektorin. Wien Energie betreibt über 30 TANKE-Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge. In der aktuellen TANKE-Kampagne zeigt Wien Energie, wer als Erster von Elektromobilität profitiert: unsere Natur. Auf Plakaten und in den Medien zeigen deshalb Umweltbotschafter, wie Bären und Störche, den Nutzen von TANKE-Ladestationen. Ein QR-Code bringt noch mehr Informationen: Einfach mit dem Smartphone die App herunterladen. In Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn gibt es dabei spannende Abendführungen sowie Jahres- und Tageskarten zu gewinnen. Wien Energie ist Teil des Projekts VIBRATe, das die Demonstration eines funktionierenden Gesamtsystems Elektromobilität zum Ziel hat. Wien Energie fördert im Rahmen dieses Projekts Infrastrukturmaßnahmen zur grenzüberschreitenden Mobilität insbesondere im Wirtschaftsraum Wien-Bratislava. Partner von Wien Energie ist dabei unter anderem der Tiergarten Schönbrunn. Die Mitarbeiter testen im täglichen Wirtschaftsverkehr Nutzfahrzeuge mit Elektromotor, berichten über ihre Erfahrungen und tragen so zur Weiterentwicklung von Elektromobilität bei.

Erlebniszoo Hannover, 10.08.2012
Einzigartig in Europa! Niedlicher Nachwuchs bei den Nördlichen Seebären
Die Kleinen sind beim besten Willen nicht zu überhören. Pausenlos wird gebrüllt und gekeckert und oft schlägt die Stimme in eine Art – pardon, das muss mal gesagt werden – Rülpsen um. Seit kurzem ist der Lärmpegel bei den Nördlichen Seebären im Erlebnis-Zoo Hannover besonders hoch: Diva, Donna und Smilla haben Nachwuchs bekommen. Ihre Töchter Gloria, Giselle und Grazia kamen am 16., 17. und 19. Juni zur Welt und erkunden jetzt das Hafenbecken in Yukon Bay. Die drei Kleinen klingen ein bisschen, als hätten sie die ganze Nacht durchgesungen. Grund zum Feiern hätten sie allemal: Sie sind der einzige Nachwuchs Nördlicher Seebären in Europa, denn Nördliche Seebären werden in Europa nur im Erlebnis-Zoo Hannover gehalten. Weitere Zuchtgruppen gibt es in Japan, Russland und den USA. Die ersten Wochen haben die kleinen Robben hinter den Kulissen verbracht, wo es dementsprechend laut war. Weil Seebärenbabys ihre Mutter an der Stimme erkennen, brüllen sich Mutter und Kind die ersten Tage beständig an. Ein Konzert der schiefen Töne! Dann mussten Gloria, Grazia und Giselle an das Wasser gewöhnt werden. Angeblich können Seebären von Anfang an schwimmen, aber erst mit vier Wochen gehen sie ins Wasser. Um ganz sicher zu gehen, dass die Kleinen sich über Wasser halten und alleine wieder an Land klettern können, verlegte das Zooteam die ersten Schwimmstunden der vier Wochen alten Mädchen in ein flaches Becken hinter den Kulissen. Tatsächlich dauerte es Tage, bis die Mini-Robben mutig genug waren, die Flossen ins Wasser zu setzen und endlich ungeschickt loszupaddeln. Aber nach einer Woche hatten die Mädchen ihre extrem langen Flossen unter Kontrolle und sind seitdem kaum noch aus dem Wasser zu locken. Mit ihren aktuell 8.800, 8.900 und 9.800 Gramm passen sie zwar immer noch nicht ganz in ihr Fell, das Falten wirft wie ein drei Nummern zu großer Schlafanzug, aber sie sind jetzt groß und kräftig genug, um sich in die Wellen des Hafenbeckens von Yukon Bay zu stürzen. Die Kleinen sind ab Sonnabend, 11. August, täglich von 14.30-16 Uhr bei ihren Schwimmstunden zu sehen. Am besten kann man Grazia, Giselle und Gloria in der Unterwasserstation beobachten – sie schwimmen gerne direkt an den Scheiben vorbei.

Zoo Dresden, 10.08.2012
Rhesusaffe Joe verlässt Dresdner Zoo
Im Jahr 1992 traf eine Gruppe von Rhesusaffen aus dem Saarbrücker Zoo im Zoo Dresden ein, um die teilweise umgebaute Rhesusanlage am Streichelgehege von nun an zu bevölkern. Das einzige zuchtfähige Weibchen dieser Gruppe ist schon vor vielen Jahren gestorben, die Gruppe deshalb durch Überalterung nach und nach ausgestorben. Schon Ende der neunziger Jahre wurde europaweit nach Rhesusaffen dieser Hochgebirgsform gefahndet, um die Gruppe am Leben zu erhalten. Diese Form des Rhesusaffen war aber inzwischen in den Zoos ausgestorben. Nur Joe, der 1992 auf der Dresdner Anlage geboren wurde, lebt heute noch. Die Anlage, deren Sanierung schon seit einigen Jahren notwendig ist, sollte nun zunächst freigelenkt werden, um sie dann mit anderen Tieren neu zu besetzen. Deshalb bemühte sich der Zoo Dresden seit drei Jahren, den allein zurückgebliebenen Joe in einer Haltung unterzubringen, die ihm die notwendige Gesellschaft bietet. Nach vielen Mißerfolgen ist das nun endlich gelungen. Joe wird eine Reise nach Vöhl am Edersee antreten und dort auf dem Gnadenhof des ansässigen Tierschutzvereins untergebracht. Der Gnadenhof besitzt einen einzelnen weiblichen Japan-Makaken, der in Zukunft mit Joe zusammenleben soll. Zoofreunde, die noch einmal den letzten Bewohner des Rhesus-Felsens besuchen möchten, können das noch bis zum 14. August tun.

Zoo Dortmund, 09.08.2012
Zoo Dortmund ist beim NRW-Partnerzootag dabei – Freier Eintritt für alle Jahreskarteninhaber der Zoofreunde
Insgesamt elf Zoos sind beim NRW-Partnerzootag am Sonntag, 23. September 2012 mit von der Partie. Alle Zoos bieten den Inhabern von Jahreskarten gegenseitig einen freien Eintritt. Mit dabei ist ebenfalls der Zoo Dortmund.

Erlebniszoo Hannover, 11.08.2012
Mini-Elefanten Felix und Dinkar feierten 2. Geburtstag – Eis, Eis, Baby!Bei einer Kindergeburtstagsparty im Hochsommer darf eines nicht fehlen: Eis! Als die beiden Elefantenkinder Felix und Dinkar am Sonnabend, 11. August, ihren zweiten Geburtstag gemeinsam nachfeierten, gab es kunterbunte Wassereis-Torten – im elefantösen XXL-Format, versteht sich.´Die Lieblingsgeschmacksrichtungen der Elefanten heißen Zucchini-Gurke, Karotte-Broccoli, Staudensellerie-Kürbis und Maiskolben-Fenchel-Orange. Die bekamen sie auch, gespickt mit den Geschmacksverstärkern Apfel und Weintraube. Futtermeister Thomas Severitt hatte die Köstlichkeiten in vier großen Maurerkübeln und drei 12-Liter-Eimern eingefroren. Nach einem Geburtstagsständchen von den Zoo-Besuchern und Dinkars Patenunternehmen – TUI Infotec aus Hannover – wurde die Tortenschlacht eröffnet. Die Minifanten berüsselten das eiskalte Vergnügen kurz und machten sich dann über die gefrorenen Früchte und Obststückchen her, kräftig unterstützt von ihren Müttern, Tanten und ihren Halbgeschwistern Soraya, Nuka und Saphira. Die erwachsenen Elefanten zeigten den Kleinen einen bewährten Trick, wie eine Eistorte zerlegt wird: Einfach kurz den Fuß drauf stellen und kräftig nach unten treten. So ganz wollte das bei dem zierlichen 700 kg-Gewicht von Felix und Dinkar noch nicht klappen. Felix wurde am 25. Juli 2010 als drittes, Dinkar am 6. August 2010 als viertes von insgesamt fünf Elefantenbabys geboren. Fünf Asiatische Elefantenbabys in einem Zoo innerhalb eines Kalenderjahres gab es weltweit noch nie. Hannovers Rüsselrasselbande ist also eine Weltsensation! Party für Kinder: Für die Kinder gab es anlässlich des Elefantengeburtstags eine spannende Elefantenrallye, bei der tierisches Wissen gefordert war, sowie ein XXL-Elefanten-Puzzle, das im Prunksaal des Maharadschas aus 195 Teilen zusammen gesetzt werden musste.

Tierpark Berlin 14.08.2012
Später Halbaffennachwuchs mit Ringelschwanz im Tierpark Berlin
Am 3.7.2012 wurde bei den Kattas oder Ringelschwanzlemuren im Tierpark Berlin ein Jungtier geboren. Vater ist „Eddie“ (geb. 1989 im Zoo Emmen) und Mutter „Elisa“ (geb. 2004 im Tierpark Berlin). Kattas haben ihr natürliches Verbreitungsgebiet ausschließlich im Südwesten der Afrika vorgelagerten Insel Madagaskar. Kattas zeigen eine starke Saisonalität in ihrem Fortpflanzungsverhalten. Die Paarungszeit erstreckt sich in Mitteleuropa auf den Spätherbst und Winter. Die Jungtiere kommen nach ca. 130 Tagen Tragzeit in der Regel im Frühjahr zur Welt. Bei der Geburt wiegen sie zwischen 60 und 70 g. Bemerkenswert ist, dass „Elisa“ dieses Jahr erst sehr spät, nämlich im Juli, ein Jungtier zur Welt brachte. Hervorzuheben ist auch, dass Vater „Eddie“ mit 23 Jahren als Senior immer noch zeugungsfähig ist.

Tiergarten Schönbrunn 14.08.2012
TRÄCHTIGER ELEFANT DURCH GEFRORENEN SAMEN IN SCHÖNBRUNN
Im Tiergarten Schönbrunn wurde im November 2011 die erste erfolgreiche Besamung eines Afrikanischen Elefanten-Weibchens mit dem gefrorenen Samen eines freilebenden Bullen aus Südafrika durchgeführt – ein gemeinsames Projekt vom Tiergarten Schönbrunn mit dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), dem Zooparc de Beauval und dem Pittsburgh Zoo. Die 26 Jahre alte Elefanten-Dame Tonga ist mittlerweile im neunten Monat trächtig.

Zoo Duisburg 14.08.2012
Von hämmernden Köpfen und riesigen Nestern
Mit ihrem hammerähnlichen Kopf zählen die etwa einen halben Meter großen und bis zu 500 g schweren, afrikanischen Hammerköpfe zu den ungewöhnlichsten Vertretern der Vogelwelt. Besonders während der vorangegangenen Balzzeit führte das Paar arteigene, eigentümliche »Tänze« auf, wobei die Vögel auch recht hoch in die Luft springen und „japsende“ Rufe ausstoßen. Die Hammerköpfe bauten in der geräumigen Freiflugvoliere der Fasanerie an ihrem in der Vogelwelt einzigartigen Nest. Alles was nicht niet- und nagelfest und irgendwie geeignet erscheint, wird auf einer Nisthilfe in rund 1,50 m Höhe kunstvoll und geschäftig verbaut. Das Nest ist mit einem Durchmesser bis zu 1,80 m absolut riesig! Durch ein Schlupfloch gelangen die Vögel in die kleine Innenkammer. Beide Partner benötigen Monate bis zur Fertigstellung des Nestes. Interessanterweise wird zu jeder Brutsaison ein neues Nest errichtet. Das Gelege besteht aus 3-7 weißen Eiern und wird von beiden Altvögeln etwa 30 Tage lang erbrütet. Seit ein paar Tagen nun sind zwei etwa 9 Wochen alte, ordentlich herangewachsene Jungvögel ausgeflogen und erkunden ihre Nestumgebung.

Zoo Berlin 14.08.2012
Elefantenbaby zeigt sich erstmals den Berliner Zoobesuchern
Seit vergangenem Sonntag war das Elefantenhaus für die Besucher geschlossen. Nach der Geburt ihres vierten Jungtieres sollte sich „Pang Pha“, die Mutter des Minielefanten, zu-nächst in aller Ruhe um ihren Zögling kümmern können. Das neugeborene Elefantenmädchen, das bei seiner Geburt zwar weniger als einen Me-ter hoch war aber bereits 160 kg wog, ist mittlerweile nun so lebhaft, dass es bei schönem Wetter durchaus auch schon einmal ins Freie gelassen werden darf. Aus diesem Grund wird es bereits am morgigen Tag vormittags im Haus der Presse vorgestellt und kann anschlie-ßend auch von den Zoobesuchern gesehen werden. Der jüngste Berliner Elefant soll später auf den thailändischen Mädchennamen „Anchali“ hören. Mutter „Pang Pha“ ist selbst noch eine gebürtige Thailänderin. Sie kam 1987 als Ge-schenk der königlich-thailändischen Regierung im Alter von 6 Monaten in den Berliner Zoo. „Anchalis“ Vater ist der 18jährige Elefantenbulle „Victor“, der als notorischer Einzelgänger benachbart untergebracht ist. Er kann aber zuweilen Rüsselkontakt mit seinem Kind aufnehmen.

Opel Zoo 15.08.2012
Abenteuer Hessen: Die Hessencamper von hr3 im Opel-Zoo: Anna Lena Dörr als Tierpflegerin bei den Elefanten, Tobias Kämmerer stemmt Löcher im neuen Elefantenhaus
Es war offensichtlich kein „normaler Arbeitstag“ wie jeder andere: Jedenfalls nicht im Elefantengehege und auch nicht auf der Baustelle des neuen Elefantenhauses! Am 15. August hatte sich nämlich der hr3 mit dem Format Abenteuer Hessen angekündigt und pünktlich um 9 Uhr fuhren der Hessencamper und weitere Fahrzeuge des hr3 auf dem Opel-Zoo-Parkplatz vor, nichts ahnend, dass es für die Moderatoren ganz besondere Arbeiten im Zoo zu erledigen gab. „Wir haben sehr oft Fernseh- und Rundfunk-Teams im Opel-Zoo, die über die Ereignisse bei den Tieren , unsere Aktionen oder auch bei Pressekonferenzen aus Kronberg berichten“, so der Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. „Die Mitarbeit von Moderatoren ist allerdings auch für uns neu und wir sind sicher, dass sie mit den Arbeiten für unsere Elefanten einen unvergesslichen Tag im Opel-Zoo verbracht haben!“

Zoo Heidelberg 15.08.2012
Im Zoo Heidelberg leben wieder die seltenen Gürtelvaris. Nur 15 Tiere in europäischen Zoos
mmmh, das schmeckt und ist genau das Richtige bei diesem Wetter. Vorsichtig greift das Gürtelvari-Weibchen mit ihren zarten, schlanken Fingern nach dem saftigen Stück Melone, das ihr Pfleger Dietmar Nold entgegenreicht. Mit leisem Schmatzen und ohne einen Tropfen zu verlieren, vertilgt sie das Obst. Seit diesem Jahr wohnt wieder ein Pärchen Gürtelvaris im Zoo Heidelberg. Sie leben zusammen mit zwei weiblichen Rotbauchmakis in einem Gehege. Rotbauchmakis und Gürtelvaris zählen zu den Lemuren, eine Primatengruppe, die nur auf Madagaskar heimisch ist. Die Gürtelvaris sind den Pflegern gegenüber sehr zutraulich und fressen gerne auch aus der Hand. Die neugierigen Tiere halten sich gerne im vorderen Bereich ihres Geheges auf, so dass Zoobesucher sie schön beobachten können. Ihre Rufe, die sie mit Vorliebe gemeinsam vortragen, sind im ganzen Zoo zu hören.

Zoo Leipzig 15.08.2012
Giraffe Lira lebt künftig in Lodz – Abgabe im Rahmen von EEP und internationaler Hilfe
Rothschild-Giraffe Lira ist gut in Lodz angekommen. Die Zweijährige (geb. 15. Juni 2012 in Leipzig) wurde gestern auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszucht-programms (EEP) und zum Aufbau einer neuen Herde in den polnischen Zoo abgegeben. Diese international abgestimmte Aktion war nötig geworden, weil zwei Giraffen des Zoo Lodz nach nächtlichen Randalen im Mai gestorben waren. Lira wird zusammen mit weiteren Neuzugängen und den verbliebenen Tieren eine neue Herde bilden. „Der Vorfall in Lodz ist tragisch und wir bedauern die Geschehnisse sehr. Der Empfehlung des EEP sind wir deshalb selbstverständlich gefolgt, um die Kollegen in Polen in dieser besonderen Situation zu unterstützen“, sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. In Leipzig leben damit neben dem Giraffenbullen Max noch neun weitere Giraffen.

Zoopark Erfurt 15.08.2012
Die ganze Familie ist Tierpate: Ministerin Marion Walsmann engagiert sich für den Zoopark
Die Thüringer Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei, Marion Walsmann, und Stadtrat Thomas Hutt gehören zu den treuesten Förderern des Thüringer Zooparks Erfurt. Schon seit vielen Jahren engagieren sie sich in ganz besonderer Weise für die Tiere auf dem Roten Berg, indem sie Tierpatenschaften übernommen haben. Marion Walsmann kümmert sich um eine Heidschnucke, Thomas Hutt hat die Thüringer Waldesel ins Herz geschlossen. Und auch ihre beiden Kinder haben sich „Schützlinge“ ausgesucht, nämlich ein Thüringer Kaninchen und ein Kap-Borstenhörnchen. Nun wurden die Patenschaften um ein weiteres Jahr verlängert. „Dieses vorbildliche Engagement findet hoffentlich auch in diesem Jahr wieder viele Nachahmer“, erklärt Dietmar Schumacher, Vorsitzender des Vereins der Zooparkfreunde. Die mit den Patenschaften verbundenen Spenden fließen in die Projekte des Fördervereins, etwa in den im Bau befindlichen Safarispielplatz oder in die geplante Anlage für Keas. Die Auswahl an Patentieren ist groß: Sie reicht von der Fauchschabe für 10 Euro Jahresbeitrag bis zum Elefanten für 3.000 Euro.

Und ganz aktuell (aber nicht erfreulich):

Zoo Berlin, 22.08.2012
Pandabär Bao Bao im Alter von 34 Jahren gestorben. Abschied von einem Berliner Liebling Am 5. November 1980 trafen die beiden Pandabären BAO BAO und TJEN TJEN, die 1978 in China geboren wurden, als Staatsgeschenk des chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng an Bundeskanzler Helmut Schmidt in Berlin ein. Schnell eroberten die Bären die Herzen der Berliner Bevölkerung, die regen Anteil am Geschehen um die Pandas nahmen. Nach dem Tod von TJEN TJEN im Februar 1984 lebte BAO BAO allein in Berlin.
Von November 1991 bis Mai 1993 wurde er nach London gesendet, um sich dort mit dem weiblichen Panda MING MING zu paaren. Leider blieb der gewünschte Erfolg aus, und BAO BAO flog zurück nach Berlin.
Anlässlich des Deutschlandbesuches des chinesischen Ministerpräsidenten Li Peng im Juli 1994 wurde Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl ein weiblicher Pandabär als Leihgabe versprochen. Zu Ostern 1995 reiste YAN YAN, begleitet vom damaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen, von Peking nach Berlin. Ein wahres Pandafieber brach in der Hauptstadt aus, und BAO BAO stand wieder einmal im Rampenlicht. Leider brachten alle Versuche das Paar zur Vermehrung zu bringen keinen sichtbaren Erfolg. Yan Yan verstarb am 26.03.2007 im Alter von 22 Jahren.
Mit 34 Jahren war BAO BAO der älteste lebende männliche Bambusbär der Welt. Die Mitarbeiter des Zoos und die treuen Stammbesucher konnten in den letzten Monaten einen altersgemäßen körperlichen Verfall bei Bao Bao beobachten.
Heute Morgen verstarb Bao Bao in seinem Gehege. Zur Feststellung der Todesursache wird sein Körper untersucht werden. Das Ergebnis der Sektion werden wir dann bekanntgeben.
Traurig müssen wir nun von einer bemerkenswerten Tierpersönlichkeit Abschied nehmen. Bao Bao wird uns immer unvergessen bleiben.

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