Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Wilhelma – Zoologisch-botanischer Garten Stuttgart, 16.08.2012
Umzug von Stuttgart nach Dublin: Das dreijährige Gorillamädchen Claudia lebt jetzt in Irland
Das Gorillamädchen Claudia, das seit 2010 in der Wilhelma-Aufzuchtstation für verwaiste oder von ihren Mütter nicht angenommene Gorillakinder lebte, ist vergangenen Montag in den Zoo von Dublin umgezogen, um in die dortige Gorillafamilie integriert zu werden. Da Claudia seit Anfang 2011 im Stuttgarter Menschenaffenhaus nahe der Gorillafamilie untergebracht war, wo sie von dieser lernen konnte, ist sie auf den Schritt gut vorbereitet. Der bisherige Lebensweg von Claudia war nicht ganz leicht: Geboren wurde sie am 2. August 2009 im Allwetterzoo in Münster. Leider starb ihre Mutter nur fünf Monate später und so kam Claudia nach Stuttgart in die offizielle Aufzuchtstation des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Gorillas. Dort gab es allerdings bald darauf keine geeigneten Spielgefährten mehr. Nach einem erfolglosen Versuch, Claudia im Affenpark von Romagne in Frankreich von einer Gorillafrau adoptieren zu lassen, zog das Gorillamädchen ins Menschenaffenhaus der Wilhelma. Hier wurde sie weiterhin von Tierpflegern betreut, konnte aber gleichzeitig in unmittelbarer Nähe zur Gorillafamilie leben, von dieser lernen und Kontakt halten – ein Konzept, das sich künftig, in der neuen Menschenaffenanlage, noch besser umsetzen lassen wird. Dabei hat Claudia vieles gelernt, was für das Zusammenleben in einer Gorillafamilie wichtig ist: Sie hatte ständigen Blick-, Geruchs- und seit einem Jahr auch direkten Kontakt zu den Gorillafrauen und -kindern. Sie weiß nun, wie man als Gorilla spielt, streitet und sich versöhnt, wie man ausweicht oder sich wehrt und dass es mitunter auch etwas rauer zugehen kann, ohne dass sie sich gleich ängstigen muss. Dabei hat sich Claudia sehr gut entwickelt, die Gorillafrauen haben sie zunehmend akzeptiert und vor allem in Kolos zweijährigem Sohn Kimbali hatte Claudia zuletzt einen guten Spielgefährten gefunden. Hätte auch Silberrücken Kibo das Gorillamädchen toleriert, hätte dieses die nächsten Jahre in der Wilhelma bleiben können. Doch leider ging dieser Teil des Plans nicht auf: Zwar war Kibo anfangs sanft und freundlich zu ihr, attackierte Claudia aber bei weiteren Kontaktversuchen im Familiengehege mehrfach heftig. Eine einfache Erklärung für dieses Verhalten gibt es nicht, ähnliche Fälle sind jedoch aus andern Zoos bekannt. Um das Gorillamädchen keinem zu großen Risiko auszusetzen, wurde gemeinsam mit dem EEP daher eine andere Gruppe für sie gesucht und im Dubliner Zoo gefunden. Am Montag ist Claudia mit Revierleiterin Bea Jarczewski nun via Auto und Flugzeug nach Irland gereist, wo sie Schritt für Schritt in ihre neue Familie integriert wird. Diese besteht aus dem als sehr tolerant bekannten Silberrücken Harry, seinen Frauen Lena und Mayani und deren Kindern. Vielleicht ein gutes Zeichen: Mayani stammt ebenfalls aus Stuttgarter Handaufzucht, wurde 2005 erfolgreich in Dublin eingegliedert und zieht derzeit ihr erstes Kind, Kambiri, selbstständig auf. Auch die ersten Berichte von Bea Jarczewski aus Dublin stimmen optimistisch: „Claudia fühlt sich offensichtlich wohl hier, isst, trinkt und wirkt ganz entspannt“, erzählt sie. „Und bei den ersten Kontakten durchs Gitter reagierten die anderen Gorillas sehr freundlich und gelassen – vor allem auch Harry.“

Zoo Osnabrück, 16.08.2012
Bäckerei Brinkhege spendet 2.500 Euro
Von Mai bis Ende Juli ging der sogenannte „Buschi-Muffin“, benannt nach dem Osnabrücker Orang-Utan-Männchen, über die Ladentheke der Bäckerei Brinkhege. Der Muffin enthielt nicht nur viele von Buschis Lieblingsknabbereien: Pro verkauftem Muffin gingen auch 10 Cent an den Zoo. Rosinen, Bananen, Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Haferflocken schmecken nicht nur dem Osnabrücker Orang-Utan-Männchen Buschi, sondern auch den Kunden der Bäckerei Brinkhege. „Insgesamt kamen circa 1.250 Euro zusammen, die wir von der Bäckerei Brinkhege sehr gerne auf 2.500 Euro verdoppelt haben. Uns hat es viel Spaß gemacht, den Buschi-Muffin gemäß den Vorlieben seines Namensgebers zu kreieren und damit den Zoo zu unterstützen“, berichtete Heike Brinkhege, Geschäftsführerin der Bäckerei Brinkhege. Reinhard Coppenrath, Präsident des Zoovereins, nahm die Spende entgegen: „Stellvertretend für Buschi, seine Frau Astrid und den gesamten Zoo bedanke ich mich sehr herzlich für Ihr Engagement! Das Geld investieren wir in den Umbau von Buschis Gehege, das in den nächsten Jahren, wie der benachbarte Affentempel, in eine Tempelruine verwandelt werden soll. Dann wird Buschis Zuhause acht Mal so groß sein wie sein altes Heim.“

Tiergarten Nürnberg, 16.08.2012
Hebebühne für Delphine – Erleichterung für Tier und Mensch
Seit einem Jahr schwimmen Nürnbergs Delphine im Freien und fühlen sich in der neuen Delphinlagune sichtlich wohl. Um die tierpflegerische und medizinische Betreuung der Tiere noch weitere zu verbessern, hat der Tiergarten der Stadt Nürnberg in das Rundbecken des Delphinariums
eine Hebebühne eingebaut. Der Einsatz von Hebeböden in Delphinarien setzt sich weltweit durch. Es hat sich gezeigt, dass sich Große Tümmler rasch an die Hebung der Bühne gewöhnen und letztendlich dieses ungewöhnliche Phänomen als alltägliche Routine hinnehmen. Die mittlerweile vielfach bestätigten herausragenden Vorteile für Tier und Mensch haben den Tiergarten dazu bewogen, die Hebebühne trotz des enormen technischen Aufwands als schonendste und erfolgreichste Methode zur Handhabung von Großen Tümmlern zu bauen. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, mit den Tieren zu arbeiten und ein medizinisches Vorsorgeprogramm im Wasser selbst dann durchzuführen, wenn die Tiere noch nicht trainiert sind: sich auf Kommando beispielsweise Blut nehmen zu lassen oder sich einer Ultraschalluntersuchung zu unterziehen. Die beiden Bullen Arni und Joker haben als erste Nürnberger Delphine die Hebebühne kennengelernt und die Trainer in Erstaunen versetzt. Sie ließen sich völlig einfach an die Prozedur des sich hebenden Bodens gewöhnen. Die Trainer können nun zu ihnen ins Wasser steigen, sich dort mit den Tieren beschäftigen und mit den Tieren bequem regelmäßig einen Gesundheitscheck machen. Die im Alltag für die Tiere immer positive Erfahrung mit der Hebebühne eröffnet weitere Möglichkeiten bei der Arbeit mit den Tieren. Insbesondere für die gesundheitliche Überwachung junger Delphinkälber wird die Hebebühne entscheidende Vorteile für Tier und Mensch bringen. Denn so können junge Delphinkälber genauso leicht und schonend überwacht werden, wie es bei landlebenden Zootieren wie Gazellen, Hirschen und Ziegen der Fall ist. Dazu gehört beispielsweise die Messung des Blutzuckerspiegels ab dem ersten Tag, mit dem die Milchaufnahme bei neugeborenen Säugetieren überprüft wird. Über Blutwerte werden zudem Immunstatus und eventuelle Infektionen frühzeitig kontrollierbar. Die Hebebühne, die die gesamte Fläche des Rundbeckens mit einem Durchmesser von zwölf Metern abdeckt, liegt auf dem vier Meter tiefen Boden des Beckens. Von da aus kann die Plattform in jede beliebige Höhe gefahren werden, in etwa zwölf Minuten erreicht sie den Wasserspiegel. Die Hebebühne wurde von einer italienischen Spezialfirma entwickelt und eingebaut. Weltweit werden solche Vorrichtungen erfolgreich eingesetzt.

Zoo Duisburg, 16.08.2012
Brauner Lockenkopf auf langen Beinen
Das Alpaka ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform. Im Zoo Duisburg hat die Gruppe im letzten Jahr in der geschaffenen Sparkassen-Erlebniswelt eine moderne neue Unterbringung erfahren. Seit kurzem stakst ein junger Lockenkopf auf noch überlangen Beinen im Gehege: der noch namenlose Hengst wurde vor 5 Wochen geboren. Wie alle Neuweltkamele haben Alpakas keinen Höcker. Sie sind etwas kleiner als Lamas, mit einem Gewicht von etwa 55 bis 65 Kilogramm aber vor allem deutlich leichter. Die Tiere leben in kleinen Familienverbänden, bestehend aus einem erwachsenen Leithengst und 4 bis 10 Stuten mit deren Jungtieren. Alpaka-Wolle zählt zu den kostbarsten Spinnprodukten überhaupt, allerdings wird sie in Europa bislang noch recht wenig genutzt. Das weiche, lang gewellte Fell von ausgezeichneter Qualität eignet sich hervorragend zur Herstellung von Decken, Teppichen und Mänteln. Alle zwei Jahre werden die Tiere geschoren, wobei ein durchschnittlicher Wollertrag von 3 bis 5 kg anfällt! Die Fellfarbe der Alpakas kann schwarz, braun, grau weiß oder gescheckt sein. Im Zoo Duisburg sind alle Tiere unifarben braun. Ob Alpaka-, Ameisenbären-, Seelöwen- oder Tapirjungtier: sie alle genießen derzeit das gute Wetter und die sommerlichen Temperaturen. Jetzt heißt es auch für die Besucher zum Ende der Ferienzeit: rein in den Zoo Duisburg und ran an die Tiere! Scheuen Sie die angekündigte Hitze nicht, der Zoo am Kaiserberg ist eine grüne Oase mit vielen Schatten spendenden Bäumen, zahllosen Sitz- und Rastgelegenheiten sowie dem einzigartigen Chinesischen Garten, der zum „Abschalten“ wie geschaffen ist.

Tierpark Bochum, 16.08.2012
Nachwuchs bei den Alpakas im Tierpark Bochum: Munteres Baby saust bereits auf dem Auslauf herum
Am 6. August 2012 bekam „Michelle“, unsere vierjährige Alpakastute, ihren zweiten Nachwuchs. Als der zuständige Tierpfleger am frühen Vormittag zur Kontrolle den Stall betrat, fand er das Baby neben seiner Mutter im Stroh liegend. Es ruhte sich noch von seiner Geburt aus. Es war gesund und munter und wog 6 kg. Während das Baby aus dem Vorjahr ein Mädchen war, hatte „Michelle“ dieses Mal einen Jungen bekommen. Unser Nachwuchs gleicht mit seinem weißen Fell überhaupt nicht seiner dunkelbraun-schwarz gefärbten Mutter und ist auch viel heller als sein vier Jahre alter Vater „Obama“. Das neugeborene Alpakababy ist bereits auf dem großen Auslauf zu sehen, und unsere Besucher staunen, dass ein – gerade eine Woche junges – Tierkind bereits so schnell und geschickt umhertollen kann. Beide Alpakaeltern und der erste Nachwuchs aus dem Vorjahr haben zurzeit ein etwas ungewöhnliches „nackiges“ Aussehen. Der Schafscherer, der kürzlich im Tierpark war, benötigte eine knappe Stunde, um die drei Tiere zu scheren. Die Wolle, ca. 2 – 4 kg pro Tier, wird gereinigt und dient der Zooschule des Tierparks als Anschauungsmaterial für Zooführungen. Unsere Alpakas werden alle zwei Jahre zum „Friseur“ geschickt, damit das lang gewachsene Fell geschoren wird.

Tiergarten Wien-Schönbrunn, 17.08.2012
EIN ZAUBERHUT IM TIERGARTEN
Der Zauberberg Semmering ist nun mit einem Zauberhut im Tiergarten Schönbrunn vertreten. Nachdem der Wiener Zoo eine eigene Gondel der Zauberberg Kabinenbahn bekommen hat, erinnert nun im Gegenzug ein zauberhaftes Spielgerät die Tiergartenbesucher an den Hausberg der Wiener. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Der urige Zauberhut passt perfekt zum ländlichen Stil des Tirolergartens und sorgt für Spaß bei den Kindern.“ Die Gondel und das Spielgerät sind der Grundstein für eine längerfristige Kooperation zwischen dem Tiergarten Schönbrunn und den Semmering Hirschenkogel Bergbahnen. Gudrun Eder, Geschäftsführerin der Bergbahnen, unterstreicht die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ausflugszielen: „Der Tiergarten Schönbrunn und der Zauberberg Semmering sind zwei Touristenattraktionen mit langer Tradition, die aufgrund zahlreicher Innovationen heute extrem beliebt sind.“

Zoo Duisburg, 17.08.2012
Hoch „Achim“ bietet perfektes Zoowetter
Was tun bei dieser Affenhitze? Natürlich ab in den Zoo Duisburg! Kaum ein Fleckchen in Duisburg bietet ein angenehmeres Klima als das dicht bewaldete Parkgelände des Zoo Duisburg. Die vielen Schatten spendenden Eichen, Buchen und Robinien im Zoogelände dienen nicht nur den Zootieren als gern genutzte Schattenplätze, um der Hitze zu entkommen, sondern bieten auch den Zoobesuchern ein jederzeit angenehmes Ambiente, so dass beim Zoorundgang nicht das große Schwitzen aufkommen muss. Zudem laden die vielen Kioske im Zoo mit kühlen Getränken und allerlei leckerem Eis zum Verweilen auf schattigen Bänken ein. Und wem das immer noch nicht genug ist, der kann eine der mehrmals täglich angebotenen Delfinvorführungen besuchen und sich von Delphi, Daisy und Co. so richtig nass spritzen lassen, um auf diese Weise eine zusätzliche Abkühlung zu erfahren. So machen es auch die Brillenbären, die Elefanten oder die Tiger, die bei dieser heißen Witterung zur Freude der Besucher ausgiebig in den Teichanlagen ihrer Gehege planschen, um zusätzliche Abkühlung zu finden. Eine Tierart, von der man es nicht unbedingt erwartet, freut sich derzeit so richtig über die sommerlichen Temperaturen – die Brillenpinguine. Anders als ihre bekannten Verwandten, wie z.B. die Kaiserpinguine, die im ewigen Eis der Antarktis heimisch sind, stammen die Brillenpinguine aus den heißen Regionen des südlichen Afrika, wo Temperaturen weit über 30°C üblich sind. Das wissen derzeit natürlich auch andere Tiere aus heißen Regionen der Welt zu schätzen, wie die Löwen, Giraffen, Nashörner und Zebras aus den Savannen Afrikas, die Ameisenbären aus den Steppen Südamerikas oder die Gorillas, Orang-Utans und Gibbons aus den tropischen Regenwäldern Afrikas und Asiens. All diese Tiere freuen sich über die aktuell warmen Temperaturen. Da kann es nur heißen, ab in den Zoo und sich mit den Tieren freuen, denn der nächste Regen und die nächste Kaltfront kommen bestimmt.

Zoo-Aquarium Berlin, 17.08.2012
Palau-Quallen – immer dem Licht entgegen
Der große Quallenzylinder ist eine besondere Attraktion des Berliner Zoo-Aquariums. Auf den Zylinder sind wir zu Recht stolz, hält doch das Aquarium darauf das Patent. Der Besatz der Anlage wird variiert, damit der Besucher immer wieder unterschiedliche Arten umfassend betrachten kann. Die Palau-Quallen (Mastigias papua), mit bis zu 20 cm Schirmdurchmesser große Schirmquallen, streben am Tag dem Licht entgegen. Der Grund ist: Sie besitzen im Gewebe kleine einzellige Braunalgen, die aus Luft und Kohlendioxid Zucker aufbauen (Photosynthese). Dazu wird Licht benötigt. Die Qualle schwimmt aktiv ins Licht, damit die kleinen „Sklaven“ für den Energiehaushalt der großen Qualle arbeiten können! Quallen durchlaufen einen Generationswechsel. Eine Generation ist festsitzend (Polyp), eine andere freischwimmend (Meduse). Um die Vermehrung der Palau-Qualle in Berlin zu erweitern, wurden eigens Polypen aus Japan und den USA bezogen. Diese wurden hinter den Kulissen in Kleinbecken gesetzt. Medusen werden von den Polypen abgeschieden (Strobilation). Dies wird durch Veränderungen des Lichts, der Temperatur und des Salzgehaltes in Menschenobhut erreicht. Palau-Quallen sind ausgesprochen schön. Sie leben nur in Palau und dort in Salzwasserseen, die vom Meer abgeschnitten sind.

Zoo Osnabrück, 20.08.2012
14.000 Besucher bei den „Dschungelnächten“ – Samba, Feuershow und Trommelklänge im Zoo Osnabrück
Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend grassierte im Zoo Osnabrück das Dschungelfieber: Die „Dschungelnächte 2012“ führten mit afrikanischer Musik, lateinamerikanischem Samba, asiatischen Stelzenläufern und einer Clownsshow einmal rund um den Globus. Nach den hohen Temperaturen tagsüber genossen viele Besucher die lauen Nächte im Zoo mit Musik und Tanz. Los ging es bereits am Nachmittag: Besucher konnten bei den Löwen, den Elefanten, im Aquarium und im Unterirdischen Zoo hinter die Kulissen des Zoos blicken. Abends berichteten die Zoopädagogen bei Fackelschein über Wölfe, Löwen oder Bären. Die sonst dunkle Waldkulisse war in blaues, grünes oder gelbes Licht getaucht und ermöglichte Blicke auf das Nachtleben der Tiere. Allerdings nicht bei allen Tieren – denn manche Zoobewohner haben einen sehr festen Schlaf-Wach-Rhythmus, der nicht gestört werden darf. Laut Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann waren die Dschungelnächte 2012 ein voller Erfolg: „Trotz der heißen Temperaturen, die tagsüber viele ins Schwimmbad trieben, kamen 14.000 Besucher zu den Dschungelnächten. Abends blieb es dann angenehm warm, sodass man schön durch den Zoo schlendern und das besondere Programm genießen konnte. Unser Veranstaltungskonzept sieht vor, dass die Dschungelnächte alle zwei Jahre stattfinden – abwechselnd mit dem Mittelalterfest.“

Erlebnis Zoo Hannover 20.08.2012
Geburtstagsgeschenk für ROBINSON Patentier – Baywatch-Boje für Pam
Sommer, Sonne, perfektes Badewetter. Pamela hat alles im Blick: die Wellen und Felsen, die Schwimmenden, die Gäste. In ihrem dunklen Badeanzug wacht sie am Strand, jederzeit bereit, sich in die Fluten zu stürzen. Was der Badenixe noch fehlte, war die klassische rote Rettungsboje. Und genau die bekam Seelöwin Pamela heute von ihrem Patenunternehmen ROBINSON zum Geburtstag geschenkt! Überreicht wurde die Boje von Roby, dem ROBINSON Maskottchen in Robbengestalt. ROBINSON hatte Seelöwin Pam im Oktober 2011 als Patentier ins ROBINSON Team aufgenommen, um mit der Unterstützung des Zoos ein Zeichen im Artenschutz zu setzen. Viele Robbenarten, zum Beispiel die gemeinsam mit Pam in Yukon Bay lebenden Seebären, sind vom Aussterben bedroht.

Tierpark Berlin 20.08.2012
Kleiner Mara – neuer Bewohner im Tierpark Berlin
Seit zwei Wochen können die Besucher im Tierpark Berlin erstmalig den Kleinen Mara, auch Zwergmara genannt, beobachten. Maras (neben dem Kleinen Mara gibt es noch den Großen Mara) sind Nagetiere aus der Familie der Meerschweinchen und somit deren nächste Verwandte. Der Kleine Mara wird im Gegensatz zum Großen Mara, welcher in vielen europäischen Zoologischen Gärten zu sehen ist, nur sehr selten gehalten. Die kleine Gruppe im Tierpark Berlin besteht aus einem Zuchtpaar, welches 2011 aus einem kleineren, niederländischen Zoo in den Tierpark Berlin kam, und zwei in diesem Jahr im Tierpark geborene Jungtiere; es sind derzeit die einzigen ihrer Art in Deutschland. Charakteristisch für den Kleinen Mara sind seine langen Hinterextremitäten, die 4-5 Zentimeter langen Ohren sowie ein Leben in einem sehr heißen und trockenen Lebensraum, dem Gran Chaco in Zentralsüdamerika (Paraguay, Argentinien und Bolivien). Dort besiedelt die tagaktive und gesellig lebende Art vor allem Buschland. In der Nacht und zum Schutz ziehen sie sich in selbstgegrabene Erdbauten zurück. Die Gruppe Kleiner Maras bezog ein eigenes, kleines Haus mit großem Einsichtsfenster an der Freianlage der Guanakos.

Zoo Leipzig 21.08.2012
Neuer Bewohner in Pongoland – Gorillamännchen eingetroffen
Abeeku wird der neue Chef bei den Gorillas im Zoo Leipzig. Das 13 Jahre alte Männchen (geb. am 05. Mai 1999 in Rotterdam) ist gestern Abend aus dem polnischen Opole nach Leipzig gekommen und wird perspektivisch in die bestehende Gruppe mit vier Weibchen integriert. Bis die veterinärmedizinischen Befunde vorliegen, muss er zunächst für etwa einen Monat in die Quarantäne. Erst im Anschluss beginnt für den Neuankömmling die behutsame Eingewöhnung in die Gehege von Pongoland, dem weltweit einzigartigen Menschenaffenhaus. „Auf Grund unseres großen Bestandes an Menschenaffen wollen wir mit der separaten Unterbringung alle Risiken ausschließen“, begründet Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard die Quarantäne. Bis die Besucher den neuen Chef der Gorillas sehen können, wird also noch einige Zeit vergehen. Noch ist Abeeku kein Silberrücken wie sein Vorgänger Gorgo, aber als Anführer seiner neuen Gruppe wird er schnell zu einem werden. Bislang hat er mit zwei anderen Männchen in einer Junggesellengruppe zusammengelebt. „Mit Abeeku haben wir vom Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms ein genetisch wertvolles Tier bekommen, um unsere Zuchtbemühungen bei den vom Aussterben bedrohten Gorillas fortzusetzen“, sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

Zoopark Erfurt 21.08.2012
Zootierärztin Dr. Christiana Hensel
Seit Mitte August ist Dr. Christiana Hensel als Zootierärztin für das Wohlergehen der über 3500 Tiere im Thüringer Zoopark Erfurt verantwortlich. Die gebürtige Göttingerin hat Veterinärmedizin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert und über die Populationsgenetik beim Hund promoviert. Seit 2010 arbeitete Dr. Hensel als leitende Zootierärztin im Serengeti-Park Hodenhagen. Ihre Tätigkeit wurde regelmäßig von diversen Radio-, TV- und Printmedien begleitet. So konnte man ihr bereits in der VOX-Dokumentation „Menschen, Tiere und Doktoren“ bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter sehen.

Zoo Heidelberg 22.08.2012
Freude im Zoo Heidelberg: Wieder Nachwuchs bei den seltenen Schopfhirschen
Gerade einmal neun Monate sind seit der Geburt der kleinen „Maya“ vergangen, und schon hat das Schopfhirschpaar „Goofy“ und „Mieke“ im Zoo Heidelberg erneut für Nachwuchs bei dieser seltenen Hirschart gesorgt. Das ist umso erfreulicher, als Vater Goofy zweimal an seinem Oberschenkel operiert wurde und die Pfleger davon ausgehen mussten, dass ihn das für eine erfolgreiche Paarung mit Mieke beeinträchtigen könnte. Goofy hatte sich aber überraschend schnell von den Operationen erholt und erfreut sich bester Gesundheit. Sein Nachwuchs „Willi“, wie der kleine Schopfhirsch heißt, konnte bereits wenige Minuten nach der Geburt stehen und ist seit dieser Woche mit seiner Familie im großen Außengehege zu sehen. Zunächst verbrachte das am 17. Juli geborene Jungtier einige Wochen in einem für Besucher recht schwer einsehbaren separaten Gehege. Dies diente dem Schutz des Kleinen, denn die Kleinen Pandas, mit denen sich die Schopfhirsche die Außenanlage teilen, haben es faustdick hinter den Ohren und hätten das Jungtier angreifen können. Schopfhirsche sind im südlichen und zentralen China, sowie in Myanmar in tropischen und subtropischen Bergwäldern verbreitet, doch ihr Lebensraum wird durch Abholzung und Rodung immer weiter vernichtet. Deswegen sind Nachzuchten dieser seltenen Tiere besonders wertvoll. Der Zoo Heidelberg ist einer von nur fünf Zoos in Europa, der diese außergewöhnliche Hirschart hält und ist deswegen auf den erneuten Zuchterfolg besonders stolz. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blattwerk, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter. Die Schopfhirsche bewohnen im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Kleinen Pandas ein großes Gehege. Von Frühjahr bis Spätherbst gesellt sich zu ihnen ein großer Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

Wilhelma Stuttgart 22.08.2012
Winzige Landschildkröten im Wilhelma-Terrarium: Kleine Raritäten aus Ägypten
Die Erwachsenen haben auf einer Handfläche Platz, die Jungen in einem Pralinenförmchen: Ägyptische Landschildkröten gehören mit einer Panzerlänge von bis zu 14 Zentimetern zu den kleinsten Landschildkröten der Welt. Im Terrarium der Wilhelma ist eine kleine Gruppe aus erwachsenen Schildkröten und ihrem Nachwuchs zu sehen.

Zoo Dortmund 22.08.2012
Albino-Seebär im Zoo Dortmund heißt „Rubio“
Es ist endlich soweit: der am 26. Mai 2012 geborene Albino-Seebär hat einen Namen. „Rubio“ heißt der kleine Kerl von nun an. Unter fünf verschiedenen Namensvorschlägen konnten die Zoobesucherinnen und Zoobesucher den von ihnen bevorzugten Namen aussuchen. 453 Stimmzettel wurden insgesamt im Zoo Dortmund abgegeben. Mit 140 Stimmen wurde Rubio am häufigsten angekreuzt. An zweiter Stelle folgte Chelo (100 Stimmen). Dahinter Branco (82 Stimmen), Albus (73 Stimmen) und Claro (58 Stimmen). Alle fünf Namensvorschläge sind übrigens aus dem spanischen bzw. portugiesischen Sprachraum, denn die im Zoo Dortmund gehaltenen Seebären stammen ursprünglich von den Küsten Südamerikas. „Rubio“ kommt aus dem Spanischen und bedeutet „der Blonde“.

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