Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoo Salzburg, 23.08.2012
Gänsegeier-Dame Gundula fliegt – seit Tagen hält sie sich am Untersberg auf – ihr scheint es gut zu gehen!
Gundula galt als vermisst! Vor über einer Woche war die freifliegende Geier-Dame zum letzten Mal am Futterplatz im Zoo Salzburg gesehen worden. Das Zoo-Team machte sich Sorgen, weil Gundula üblicherweise jeden zweiten Tag zum Fressen in den Zoo kam. Die Suchmeldung des Zoos hat dank der Unterstützung der Medien viele Vogelfreunde erreicht, die nach Gundula Ausschau hielten. Zahlreiche Beobachtungen und auch Fotos belegen jetzt, dass sich das Gänsegeier-Weibchen seit Tagen am Untersberg aufhält. Sie fliegt zwischen Salzburger und Berchtesgadener Hochthron hin und her und lässt sich geduldig von Wanderern fotografieren. Die Frage, weshalb Gundula derzeit nicht in den Zoo kommt, bleibt unbeantwortet. Vielleicht sind die hohen Temperaturen der vergangenen Tage schuld daran, dass sie keinen Hunger hatte. Das Zoo-Team ist jetzt erleichtert! Bei ihrem nächsten Landeanflug im Salzburger Zoo erwartet das Geier-Weibchen ein extra schönes und großes Stück Fleisch.

Allwetterzoo Münster, 23.08.2012
Handy-Sammel-Aktion im Allwetterzoo Münster bringt Geld für den Artenschutz!
Mehr als 2.000 Euro wurden dem Allwetterzoo jetzt für alte bzw. ungenutzte Handys überwiesen; für Geräte, die ausgemustert und im Zoo in einen Sammelbehälter geworfen wurden. In den Telefonen enthaltenes Gold, Aluminium und vor allem das seltene Tantal können so wiederverwertet werden. Tantal wird aus dem Erz Coltan gewonnen. Durch dessen illegalen Abbau hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo ist der Bestand der dort lebenden Gorillas höchst bedroht.Die „Handy-Sammel-Station“ steht im Eingangsbereich des Zoos und wird nicht nur von einzelnen Besuchern gefüllt. Schüler sammeln in ihren Schulen, Mitarbeiter in ihren Unternehmen, und deshalb landen alte Handys oft gleich dutzendweise im Zoo. Seit dem Frühjahr arbeitet der Zoo mit einem Entsorgungsfachbetrieb in München zusammen. Und der hat nun eine erste Abrechnung über 1.751 eingesandte Geräte erstellt und pro Stück 1,20 Euro überwiesen. Im Allwetterzoo freut man sich über die rege Inanspruchnahme der Handy-Box und die damit verbundenen Einnahmen für den Artenschutz. Aktuell unterstützt der Zoo mit dem Geld die Kampagne 2012 des Europäischen Zoo-Verbandes. Sie widmet sich Artenschutzprojekten speziell in Südostasien. Dr. Martina Raffel, die Artenschutzkuratorin des Allwetterzoos, ist Mitglied der Kampagnen-Arbeitsgruppe. Wer sein altes Handy nicht zum Allwetterzoo bringen möchte, kann es mit der Post direkt nach München schicken. Auf der Zoo-Website wird genau erklärt, was zu tun ist. Mit dem ELECTRORETURN-Etikett ist die Sendung sogar kostenlos – und die vereinbarte Spende kommt dem Allwetterzoo und damit bedrohten Tieren zugute!

Erlebniszoo Hannover, 23.08.2012
Nachwuchs bei den Lamas: Pippa setzt Akzente
Vater Sindbad ist cremeweiß, Mutter Sarotti (wie der Name schon sagt) schokoladenbraun. Eigentlich müsste ihr Nachwuchs also farblich eine Kakao-mit-Sahne-Mischung sein. Eigentlich. Lama-Fohlen „Pippa“ hingegen schlägt sich auf die Seite der Mutter und präsentiert sich bis zu den Fußknöcheln im dunkelbraunen Flausch. Dezente Akzente setzt sie allerdings an den Füßen, die grau meliert sind, und hebt sich damit dann doch gekonnt von beiden Elternteilen ab. Pippa kam 12. August zur Welt. Die ersten Tage wich das Fohlen nicht von der Seite ihrer Mutter. Mittlerweile hat Pippa ihre Scheu abgelegt und gibt sich frech und überaus neugierig. Nicht immer zur Freude der Wasserschweine, mit denen sich die Lamas die Südamerika-Anlage teilen. Pippa liebt es, den großen Nagetieren zu folgen. Wenn die lieber unter sich sind, machen sie das, was Wasserschweine sowieso am liebsten tun: Sie verziehen sich ins Wasser. Macht nichts, Pippa wartet dann geduldig, bis ihre pudelnassen Spielkameraden wieder an Land kommen. Lama-Fohlen wiegen bei der Geburt zwischen 8-16 kg und bleiben bis zu acht Monate bei ihrer Mutter.

Zoo Duisburg, 23.08.2012
Zebra-Stutfohlen erkundet erstmals Freianlage
In Stute THIKA scheint sich Duisburgs stattlicher Damara-Zebrahengst ARGO wirklich verliebt zu haben. Etwas mehr als 3 Jahre erst „im Amt“, zeugte er mit ihr schon das dritte Fohlen: drei Wochen ist die Jungstute nun alt und erkundet diese Tage zum ersten Mal das weitläufige Freigehege im Zoo Duisburg! Die Unterarten des Steppenzebras unterscheiden sich in der Intensität ihres Streifenmusters. So sind bei den in Namibia und im Südwesten Afrikas beheimateten Damara-Zebras die Beine nur schwach gestreift, wobei die Streifen niemals bis zu den Hufen reichen. Zudem finden sich zwischen den braunschwarzen Hauptstreifen des Körpers hellere, so genannte Schattenstreifen, die den Unterarten im östlichen Afrika fehlen. Der Zoo Duisburg blickt auf eine jahrzehntelange Zucht von Damara-Zebras zurück. Auf dem Papier betrachtet ist das Stutfohlen Nr. 186 und es ist nur eine Frage der Zeit, bis in den nächsten Jahren die unglaubliche Schallmauer von 200 Nachzuchten erreicht sein wird! Diese Zahlenspielereien werden dem Fohlen recht egal sein. Wettergeschützt und in aller Ruhe verbrachte es die ersten Lebenswochen im Stall, bevor es nun Ernst wurde: der erste Ausgang oder besser gesagt Aus-RITT stand an! Dicht an sie geschmiegt trabte das Stutfohlen schon so elegant wie seine Mutter über die weitläufige Afrika-Anlage und sah sich allerhand „Annäherungsversuchen“ der neugierigen Artgenossen ausgesetzt. Mutter THIKA hat jedoch jeden im Griff und scheut auch nicht davor zurück, dem Deckhengst sprichwörtlich Beine zu machen.

Zoo Dresden, 23.08.2012
Neuigkeiten aus der Löwenkinderstube
Ein Blick in das Aufzuchtgehege hinter den Kulissen der Löwenanlage zeigt, dass unsere zwei Löwen-Jungtiere dank der führsorglichen Pflege durch Mutter Layla gut wachsen und an Gewicht zulegen. Erstmalig wurden nun die beiden Löwengeschwister, die am 1. und 4. August 2012 auf die Welt kamen, von unseren Zoomitarbeitern untersucht, gewogen und entwurmt. Dabei konnte auch das Geschlecht der beiden Nachwuchs-Löwen bestimmt und zwei Namen von unseren Raubtierpflegern ausgewählt werden. Das erstgeborene Jungtier ist ein Weibchen mit dem Namen Abaja und das drei Tage später geborene Tier ein Männchen mit dem Namen Damien. Damien wiegt derzeit 3.700 g und ist damit noch etwas leichter als seine wenige Tage ältere Schwester Abaja mit 4.600 g. Da der Löwen-Nachwuchs auch weiterhin nur hinter den Kulissen des Zoo in einem geschützten Innengehege von Löwenmutter Layla aufgezogen wird und für die Besucher noch nicht zu sehen ist, stellen wir Ihnen für Ihre Redaktionsarbeit gern Fotos zur Verfügung, die der Pressemitteilung angefügt sind.

Tierpark Chemnitz, 23.08.2012
Neues aus dem Tierpark: Riesensalamander in neuem Gehege zu beobachten, Vivarium um einen Raum größer
Ab Samstag kann die neue Anlage für Riesensalamander und Schlammteufel besucht werden. Damit ist das bisher aus drei unterschiedlich klimatisierten Räumen bestehende Vivarium des Tierparks Chemnitz um einen Raum erweitert worden. Für die zwei Chinesischen Riesensalamander und zwei Schlammteufel haben sich damit die Haltungsbedingungen verbessert, sie haben künftig mehr Platz und interessantere Strukturen zu Verfügung. Der neue Raum des Vivariums hebt sich in seiner Gestaltung von den anderen ab: Die vier Becken befinden sich nicht in einem Regalsystem, sondern bilden zusammen eine geschwungene Anlage mit einer Rückwand, die einer Uferwand nachgestaltet ist. Diese besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff, welcher erstmalig im Tierpark eingesetzt wurde. Tierpark-Chefin Anja Dube: „Die Realisierung der neuen Anlage wurde möglich, weil der Förderverein des Tierparks, die Tierparkfreunde Chemnitz e. V., 55.000 Euro beigesteuert hat. Damit konnte u. a. das Becken mit seinen Unterbauten finanziert werden. Dafür möchte sich der Tierpark ganz herzlich bedanken.“ Chinesische Riesensalamander leben in kühlen, klaren und sauerstoffreichen Fließgewässern in Zentral-China. Die Art ist vom Aussterben bedroht, bedingt durch fortschreitenden Verlust des Lebensraums und direkte Bejagung. Der Tierpark Chemnitz ist eine der wenigen Einrichtungen weltweit, die diese Tierart hält. Ausgewachsene Riesensalamander betreiben Hautatmung – sie nehmen den notwendigen Sauerstoff zum größten Teil über die Haut auf. Die Lunge dient hauptsächlich als Schwimmblase. Auf dem Speiseplan stehen nahezu alle aquatischen Tiere, die klein genug sind, um durch plötzliches Öffnen des Mauls eingesaugt werden zu können (Insekten, Fische, Krebse usw.). Der Schlammteufel kommt in den östlichen und mittleren USA Amerika in Fließgewässern mit steinigem Grund vor. Er ernährt sich hauptsächlich von Flusskrebsen, aber auch von Fischen, Insekten und anderen Amphibien. Auch der Bestand des Schlammteufels ist rückläufig, auch wenn er noch nicht als gefährdet einzustufen ist.

Zoo Osnabrück, 24.08.2012
Löwen und Elefanten „Gute Nacht“ sagen: Neues Angebot im Zoo Osnabrück
Im September bietet der Zoo Osnabrück erstmalig Abendführungen für Privatpersonen an. Freitags und samstags ab 19 Uhr können die Teilnehmer entdecken, was die Zootiere „nach Feierabend“ treiben. So manch ein Zoobesucher mag sich schon einmal gefragt haben: Was machen die Zootiere eigentlich nachts? Schlummern wirklich alle oder wer macht die Nacht zum Tag? Und wie schlafen eigentlich Elefanten – im Liegen oder im Stehen? Ein neues Angebot des Osnabrücker Zoos beantwortet diese Fragen. „Wer wissen will, was nach Torschluss im Zoo passiert, kann sich im September freitags oder samstags für Abendführungen anmelden. In der Dämmerung führen unsere Zoopädagogen die Besucher in kleinen Gruppen von circa 20 Personen eineinhalb Stunden durch den Zoo und erklären das Schlafensverhalten der Tiere“, erläutert Zoogeschäftsführer Andreas Busemann das neue Angebot. „Dabei haben die Besucher den Zoo sozusagen für sich und können mit ein wenig Glück ganz besondere Beobachtungen machen.“ Da trägt die Hyäne ihr Kleines in die Schlafhöhle. Die Vielfraße nutzen die kühlen Temperaturen und toben durch ihr Gehege. Die Luchse verlassen ihren Ausguck und holen sich ihr Fressen vom Boden. Und Elefantenbulle Tutume genießt sein Junggesellen-Schlafzimmer abgetrennt von seinen Mitbewohnerinnen Matibi und Sabi. Wer schon immer mal die vier Nashörner unter die Lupe nehmen wollte, hat nun Gelegenheit dazu. In ihrem Stall stehen sie nur Zentimeter von den Besuchern entfernt – natürlich getrennt durch eine Glasscheibe. Nun lässt sich endlich überprüfen, wer eigentlich das größte Nashorn hat. Doch nicht alle Tiere lassen sich gerne beim Schlafen zuschauen. Darauf nehmen die Zoopädagogen Rücksicht: „Menschenaffen sind tagaktiv, wie wir Menschen in der Regel auch. Unser Orang-Utan Buschi braucht seinen Erholungsschlaf nach abwechslungsreichen Stunden mit den Gibbons, die ebenfalls nachts ruhen müssen. Ebenso ziehen sich auch die Schimpansen in ihre Schlafnester hinter die Kulissen zurück“, berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Michael Böer. Das September-Angebot findet jedes Wochenende (ab dem 1. September bis zum 29. September) von 19 Uhr bis 20:30 Uhr statt. Die Abendführungen starten am Haupteingang. Bei schlechtem Wetter stehen Regenschirme für den Rundgang bereit. Anmeldungen bitte per E-Mail (mueller@zoo-osnabrück.de) oder per Telefon (0541/95105-77). Teilnahme nur nach Anmeldung möglich! Eintrittspreise: Erwachsene 17 €; Kinder 12 €; Rentner, Schüler, Studenten 13,50 € (Jahreskartenbesitzer/Mitglieder der Zoogesellschaft: 50% Rabatt)

Bergzoo Halle, 24.08.2012
Hallesches Schimpansen Paar, Banghi und Sebastian, hat Patinnen gefunden
Vergangenen Mittwoch (22. August 2012) lud der Zooförderverein zur offiziellen Patenschafts-Veranstaltung für das Schimpansen Paar Sebastian und Banghi. Die beiden Tierpatinnen, Hautärztin/Allergologie Dr. med. Ines Lutze (für die Schimpansin „Banghi“) und Braut- & Festmoden Unternehmerin Angelika Klutz (für Schimpanse „Sebastian“) spendeten im Rahmen dieser Patenschaft jeweils 1500 Euro zugunsten des Bergzoo Halle. Die Patenschaft ist die bisher größte angenommene Patenschaft des Jahres 2012 und der Zooförderverein ist insbesondere stolz das es ihm gelungen ist gleich für beide Schimpansen Paten zu gewinnen. Nach einer symbolischen Übergabe von essbaren Geschenken an die „Patenkinder“ welche diese mit Begeisterung auspackten, überreichte Vereinsvorstandsmitglied Susanne Glaubitz den beiden stolzen Patinnen die Patenurkunden, Fotoportraits der beiden Menschenaffen, sowie zwei original Bilder welche von Banghi und Sebastian selbst gemalt wurden. Zum Abschluss gab es dann noch ein Erinnerungsfoto mit stellvertretenden Zoodirektor Timm Spretke sowie Affenrevierchefin Cornelia Hofmann. Banghi (39) und Sebastian (37) sind zwei der ältesten Bewohner des Zoo Halle. Sebastian, seit 1975 im halleschen Bergzoo zu Hause, verlor vor einigen Jahren seine „erste große Liebe“ ist nun aber glücklich mit seiner neuen Partnerin Banghi zusammen. Letztere wurde von Hand aufgezogen wurde und hat viele Jahre als Zirkusaffe zugebracht bevor sie in Halle ein neues Domizil fand.

Zoologischer Garten Berlin, 24.08.2012
Neu und einzigartig in Deutschland: Brahminenweihen im Berliner Zoo!
Seit kurzem können die Besucher des Berliner Zoos eine selten in Europa gehaltene wunderschöne Greifvogelart beobachten. Es handelt sich um den Brahminenweih, einen Verwandten des Milans mit besonders kontrastreicher Gefiederfärbung. Leuchtend weiß sind Kopf und Brust, rostrot der Rücken und die Flügeldecken und schwarz sind die äußeren Handschwingen. Die Vögel, deren natürliches Verbreitungsgebiet von Indien bis nach Australien reicht, haben mancherorts besondere Beziehungen zu den Mythen der Region. So liest man im Brahmanismus, der Wurzel des Hinduismus, „daraus ward geboren der Hüter der Welt, der goldene Vogel, der das Brahman heißt, von dessen (leuchtender) Kraft die Sonne brennt …“ Ein Brahmane (Brahmin) ist im indischen Kastensystem ein Angehöriger der obersten Kaste. Spektakulärer geht es wohl kaum. In einer Voliere am Adlerfelsen sind nun gleich fünf Brahminenweihen, die zwischen 2007 und 2009 in einer Zuchtstation auf den Philippinen schlüpften, gemeinsam untergebracht. Deutschlandweit findet man die Greife ansonsten in keinem anderen Zoo. Brahminenweihen leben in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes küstengebunden. Ein Großteil ihrer Nahrung besteht aus Aas und Abfällen der Fischerei. Dazu werden Insekten und kleinere Wirbeltiere erbeutet. Zwischen den Geschlechtern gibt es nur geringe Unterschiede, die Weibchen sind lediglich etwas größer als die Männchen. Nach erfolgreicher Paarbalz werden meist in Baumnestern ein bis zwei Jungvögel bis zum Ausfliegen herangezogen. Im Berliner Zoo muss sich jedoch zunächst erst ein Paar aus der Gruppe herauskristallisieren, die derzeit aus einem Männchen und vier Weibchen besteht.

Tierpark Chemnitz 27.08.2012
Traurige Nachricht aus dem Tierpark: Lippenbär Renate ist tot
Einer der beiden Lippenbären des Tierparks Chemnitz, die achtjährige Bärin Renate, ist gestorben. Sie war am Donnerstagabend plötzlich tot zusammengebrochen. Die Sektion ergab, dass sich das bis dahin gesunde und muntere Tier an einem Futterstück verschluckte und daran erstickte. Die beiden Lippenbären Bhima und Renate kamen 2007 in die Bärenanlage des Tierparks Chemnitz. Die Haltung dieser seltenen und bedrohten Tierart soll fortgeführt werden, dazu werden in den nächsten Tagen Gespräche mit der Koordinatorin des Europäischen Zuchtprogramms geführt. In Europäischen Zoos leben derzeit nur rund 25 Indische Lippenbären.

Zoo Berlin 27.08.2012
Mehr geht nicht: 5-facher Nachwuchs bei den Bongos im Berliner Zoo
In dieser Saison wurden sämtliche Weibchen der Berliner Herde der Bongo-Antilopen zu Müttern je eines Jungtieres. Am 17. März hatte die Kuh „Elly“ den Geburtsreigen eingeleitet. Es folgten die Jungtiere von „Emily“ und „Babsi“ im April. „Lilly“ brache im Juli ein Kalb zur Welt und am 4. August wurde dann auch „Sheila“, das jüngste Herdenmitglied, Mutter. Vater „Shagari“, der erst vorletztes Jahr aus dem französischen Thoiry nach Berlin gewechselt war, hat damit hundertprozentig seine „Deckpflichten“ erfüllt. Die zwei männlichen und drei weiblichen Nachwuchsantilopen sind nun gemeinsam mit ihren Eltern auf der Freianlage am „Erdhaus“ zu beobachten. Für die Zoobesucher ist der Kindersegen bei den Bongos eine Bereicherung, denn die Jungtiere beschäftigen sich spielerisch viel miteinander. Neugeborene Kälber bleiben zunächst mit ihren Müttern im Verborgenen, bevor sie sich mit anderen Jungtieren zu Kindergruppen zusammenschließen. Dem letztgeborenen Berliner Bongo merkt man aber noch an, dass es ruhebedürftiger ist als seine Halbgeschwister.

Tiergarten Schönbrunn 28.08.2012
NEUER KALENDER ZEIGT DIE SÜSSESTEN TIERKINDER
Die Eisbären-Zwillinge Arktos und Nanuq, Elefantennachwuchs Tuluba und natürlich Pandabub Fu Hu: Im neuen Kalender des renommierten Naturfotografen Daniel Zupanc sind die herzigsten Tierbabys der vergangenen Jahre aus dem Tiergarten Schönbrunn zu sehen. Jeder Monat ist einem anderen Jungtier gewidmet. Die insgesamt 48 Fotos zeigen verspielte Löwen-Kinder, freche Affenbabys und flauschige Flamingo-Küken.

Zoopark Erfurt 29.08.2012
Nachwuchs bei den Klippschliefern
Am 11. und 12. August wurden in der Löwensavanne sieben kleine Kap-Klippschliefer geboren. Sie sind schon sehr agil und können beim Herumtollen beobachtet werden. Auch die mit in der Anlage lebenden Kap-Borstenhörnchen beäugen den Nachwuchs neugierig. Klippschliefer haben braunes Fell und etwa die Größe eines Kaninchens. Sie ähneln einem Murmeltier, gehören jedoch nicht zu den Nagetieren, sondern sind mit Afrikanischen Elefanten verwandt. Diese äußerlich kaum sichtbare Verwandtschaft wird zum Beispiel an den beiden ständig nachwachsenden Zähnen im Oberkiefer erkennbar. Die kleinen Kap-Klippschliefer sind täglich bei ihren Ausflügen im Innen- und Außengehege zu beobachten, immer ganz in der Nähe ihrer Mütter.

Wilhelma Stuttgart 29.08.2012
Nachwuchs bei den Roten Riesenkängurus: Kängurumann „Pepe“ macht das Dutzend voll
Bei den Roten Riesenkängurus gibt es dieses Jahr bereits den zweiten Nachwuchs, ein Weibchen, und Kängurumann Pepes insgesamt zwölfter „Streich“. Anfang August verließ das Kleine erstmals den Beutel seiner Mutter: Erst dann wird ein Känguru offiziell als geboren ins Geburtenregister der Wilhelma eingetragen. Nach etwa vier Monaten riskiert das Jungtier den ersten vorsichtigen Blick aus dem Beutel, aber einen Ausflug wagt es frühestens nach rund einem halben Jahr: Durch den damit einhergehenden Erstkontakt zu Mutter Erde ist dann auch der zweite Teil der Kängurugeburt vollzogen. So auch beim jüngsten Nachwuchs im Wilhelma-Gehege nahe der Brillenpinguine. Er hat die Zahl der Gruppe auf derzeit acht Kängurus erhöht und ist in den letzten Wochen mächtig gewachsen: Damit wachsen aber auch die Probleme, den Körper samt langen „Haxen“ wieder ordentlich in der mütterlichen Tragetasche zu verstauen. Bis zu 15 Jahre leben Kängurus, ein ausgewachsener Roter Riesenkänguru-Mann kann anderthalb Meter groß und 90 Kilo schwer werden. Anlegen solle man sich mit ihm auch als Mensch nicht, denn bei einem Boxkampf würde das Tier gleich vier Fäuste in den Ring werfen können – besonders die kräftigen Hinterbeine sind gefährliche Schlag- und Stoßwaffen. Zum Glück gilt der Kängurumann der Wilhelma, Pepe, als friedlich. Er wurde 2007 in Stuttgart geboren, sorgt seit 2009 selbst regelmäßig für Nachwuchs – und hat mit dem jüngsten Sprössling innerhalb von nur drei Jahren jetzt sein persönliches Dutzend voll gemacht.

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Chemnitz, Dresden, Duisburg, Erfurt, Halle, Hannover, Münster, Osnabrück, Salzburg, Stuttgart, Wien, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen