Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Aufgrund meiner (Zooreisebedingten) Abwesenheit wird dieser Zoopresseschau-Ausschnitt etwas länger, nachdem die Zoopresseschauen dieser und der letzten Woche bearbeitet werden müssen. Außerdem werden auch mehr Zoos berücksichtigt (irgendwann kann ich die Zoopresseschau 1:1 übernehmen …), deshalb wird dieser Beitrag auch sehr ausführlich …und das, obwohl Pressemitteilungen zu vergangenen Veranstaltungen nicht berücksichtigt werden.

Vogel- und Tierpark Irgenöd, 06.09.2012
Sensationeller Zuchterfolg im Vogel- und Tierpark Irgenöd
Der Vogel- und Tierpark Irgenöd bei Ortenburg kann sich über einen Neuzugang freuen, ein „Helmkasuar-Küken“. Die vom Aussterben bedrohten, aus Nordaustralien und Neuguinea stammenden Laufvögel werden seit Jahrzenten im Tierpark gehalten. Umso größer ist nun die Freude unter der Belegschaft, nach so vielen Jahren und zahlreichen Fehlschlägen, den ersten Zuchterfolg für sich verbuchen zu können. Der kleine Kerl namens „HELMI“, schlüpfte am 21. August, unter den Augen der aufgeregten Tierpfleger aus seinem hellgrünen Ei. Seitdem gedeiht das aufgeweckte Küken prächtig, nimmt täglich an Gewicht zu und hält Chefs und Pfleger die es liebevoll versorgen und aufziehen, ganz schön auf Trab.

Erlebniszoo Hannover, 06.09.2012
Leopardentaufe im Erlebnis-Zoo Hannover: Wohlschmeckende Namen
Der erste Ausflug der am 26. Mai geborenen Leoparden-Kinder in die Außenanlage war spannend. Nasses Gras, Wasser, Bäume zum Kratzen und Klettern – alles unbekannte Elemente in ihrem erst kurzem Leopardenleben. Mittlerweile kennen sie die neue Umgebung nur zu gut, nicht immer zur Freude der Tierpfleger. Sie haben jeden Winkel der Anlage untersucht und dabei tolle Verstecke gefunden. Gerade dann, wenn es eigentlich in den Stall gehen soll, sind die Mini-Leoparden nur schwer aufzufinden. Den Tierpflegern bleibt in dieser Situation nichts anderes übrig, als die kleinen Kratzbürsten zu rufen. Ihre bisherigen Rufnamen „Kleiner“, bzw. „Kleine“ waren dabei nicht förderlich. Die drei fühlten sich offensichtlich nicht angesprochen, blieben so lange in ihrem Versteck, bis es endlich Mutter Saia zu bunt wurde und sie einen nach dem anderen am Schlafittchen in den Stall trug. Es wurde höchste Zeit, dass die beiden Katzen und der Kater richtige Namen bekommen. Am Donnerstag war es endlich soweit, die kleinen Leoparden wurden getauft. Die Shell Partner S&R Nemes GmbH, Schepaniec Tankstellen GmbH und Ihre Steuerberaterkanzlei C.Förster & Kollegen tauften ihr Patenkind Emilija. „Wir freuen uns, mit einer Patenschaft für das Leopardenbaby „Emilija“ den Erlebnis-Zoo Hannover unterstützen zu können“, so einer der Geschäftsführer Carsten Förster. Die Naturstein Krause GmbH übernahm die Patenschaft des kleinen Katers, der in Zukunft auf den Namen Filou hören soll. „Wir sind stolz darauf, die Patenschaft des kleinen Leopardenbabys Filou übernehmen zu dürfen. Es freut uns, dass wir somit der Leopardenfamilie ein tolles Jahr im Zoo Hannover ermöglichen können und wir hoffen, dass alle Zoobesucher unsere Freude an dem Kleinen teilen können“, so Anika Hein, kaufmännische Angestellte bei der Naturstein Krause GmbH. Den Namen für das zweite Leoparden-Mädchen vergaben die Tierpfleger. Die kleine Katze heißt nun Laila und ist noch auf der Suche nach einem Paten. Zur Taufe bekamen Filou, Emilija und Laila eine besonders leckere Überraschung. Futtermeister Thomas Severitt hat die Namen der drei Leoparden-Kinder mit Zuckerguss auf Kürbisse geschrieben und die ausgehöhlten Früchte mit Mett und Katzenfutter gefüllt. Vielleicht verinnerlichen sie ihre Namen so am schnellsten und fühlen sich demnächst auch angesprochen, wenn die Tierpfleger mal wieder nach ihnen rufen. Unsere Leopardenfamilie: Am 26. Mai brachte Saia drei Jungtiere zur Welt. Das erste kam um 18.20 Uhr, das zweite anderthalb Stunden später, das dritte in der Nacht: zwei Mädchen, ein Junge, alle gerade mal 500 Gramm schwer. Vater aller drei Kinder ist Arat. Saia und ihr Nachwuchs blieben die ersten Wochen allein in der Wurfbox hinter den Kulissen. Leoparden sind äußerst sensibel, was ihren Nachwuchs betrifft, Störenfriede schätzen sie nicht. Also beobachteten die Pfleger die Jungtiere nur über einen Monitor. Aber wie schon bei ihrem ersten Nachwuchs vor drei Jahren, zeigte sich Saia von Anfang an als sehr gute Mutter, die sich rührend um ihren Nachwuchs kümmert. Die Leoparden-Jungtiere erobern jetzt ihre Welt im Palastgarten des Maharadschas. Zahlreiche hoch gelegene Aussichtsplätze und dichter Bambus als Rückzugsort machen den Palastgarten zu einem Abenteuerspielplatz für Großkatzen. Baugerüste aus Bambus dienen als Kletter- und Schleichpfade, in Amphoren können Gewürze oder Fleischstückchen zur Beschäftigung der Leoparden versteckt werden und der Springbrunnen ist ein ewiger Quell zum Spielen und Wassertropfen-Jagen. Patenschaft: Die Patenschaft für Emilija, eines der Leoparden-Mädchen, haben die Shell Partner S&R Nemes GmbH, Schepaniec Tankstellen GmbH und Ihre Steuerberaterkanzlei C.Förster & Kollegen übernommen. Die Naturstein Krause GmbH übernahm die Patenschaft für den kleinen Kater und taufte ihn auf den Namen Filou. Für Laila, das zweite Leoparden-Mädchen, wird noch ein Pate gesucht.

Zoo Duisburg, 06.09.2012
Zoo zeigt Bilderausstellung „Fell und Federn“
Tausende von Besuchern können täglich im Zoo Duisburg Tiere hautnah erleben. Aber nicht immer ist jedes Tier auch „in greifbarer Nähe“. Die Bilderausstellung „Fell und Federn“ stellt ausgewählte Tiere des Zoo Duisburg in ganz besonderen Bildern vor. Die beiden Duisburger Fotografen Claudia Kuster und Günter Sickmann zeigen in dieser von Zoodirektor Achim Winkler eröffneten Bilderausstellung ihre ganz persönlichen Sichtweisen der unterschiedlichen Tiere. Claudia Kuster bezeichnet sich selbst als „tierverrückt“. Mit der Tierfotografie im Zoo begann sie im Jahr 2004 und schon ein Jahr später nutzte der Zoo ihre Bilder für seine Veröffentlichungen. Inzwischen gibt Claudia Kuster auch Jahr für Jahr einen Zookalender heraus, von dessen Reinerlös 50 Prozent an den Zoo gehen. Günter Sickmann besucht nahezu wöchentlich den Zoo, um „neue Sichtweisen auszuprobieren und ungewöhnliche Momente im Zoo im Bild festzuhalten“. Nach eigenem Bekunden ist es sein Ziel, anders als andere zu fotografieren. So zeigen seine Bilder oft nur ein Detail eines Tieres und trotzdem weiß der Betrachter sofort, um welches Tier es sich handelt. Zoodirektor Achim Winkler freut sich über das Engagement beider Fotografen und hebt die Qualität der ausgestellten Bilder hervor. Gleichzeitig freut er sich, dass die ausgestellten Bilder und alle anderen Fotos der beiden Fotografen vom Zoo für unterschiedliche Veröffentlichungen genutzt werden dürfen. Insgesamt stellen Claudia Kuster und Günter Sickmann 40 Bilder im Zoo Duisburg aus. Die Ausstellung ist bis zum 19. Oktober im Aquarium des Zoos zu besichtigen.

Zoo Dresden, 06.09.2012
Die Löwenbabys zeigen sich: Besucher können den Löwen-Nachwuchs erstmals im Innengehege beobachten
Gestern nutzte Löwenmutter Layla das Angebot mit ihrem fünf Wochen alten Nachwuchs den Innenbereich der Schauanlage zu besuchen. Hier gefiel es ihr so gut, dass sie beschloss, nicht wieder in die Wochenstube hinter die Kulissen zurückzukehren. Sie trug ihre Jungen in die hintere rechte Ecke der Kunstfelsaufbauten und legte sich dazu. Falls sich die Löwin weiterhin ungestört fühlt, gehen wir davon aus, dass sie mit ihren Jungen für die nächsten Wochen in der Schau im Innengehege bleibt. Im Hinblick darauf, dass diese positiven Entwicklungen weiter anhalten, steht auch einer Zusammenführung der Jungtiere mit Löwenvater Jago in absehbarer Zeit nichts im Wege. Wann dies aber soweit sein wird, entscheidet Layla selbst. Einen festen Fototermin anzubieten, ist uns auf Grund des Verhaltens der Löwin nicht möglich. Die Löwen-Welpen haben mehrmals am Tag Aktivitätsphasen. Die Löwin lässt sie dann auf dem Felsen spielen und die Kleinen sind gut aus dem Besucherbereich heraus zu beobachten. Sie können gern während der Öffnungszeiten jederzeit die Möglichkeit nutzen, um bei den Löwen Fotos zu machen. Zeigen Sie einfach am Zooeingang Ihren Presseausweis vor. Wichtiger Hinweis: Ganz gleich wie gut oder schlecht die Löwen zu sehen sind – bitte bleiben Sie hinter der Absperrung! Bitte respektieren Sie den Schutzbereich, um Löwin Layla und ihren Nachwuchs nicht zu stören und zu verunsichern. Rückfragen zu diesem Thema richten Sie bitte an Wolfgang Ludwig unter 0351-4780619.

Zoo Wuppertal, 07.09.2012
Elefantenbulle „Tusker“ auf dem Weg der Besserung
Vor einigen Tagen hatten wir Sie über die Salmonellen-Infektion unseres Elefantenbullen „Tusker“ informiert. Heute können wir Ihnen erfreulicherweise mitteilen, dass sich sein Zustand nach intensiver Behandlung stabilisiert und deutlich gebessert hat. „Tusker“ reagiert inzwischen wieder auf Ansprache und zeigt Interesse an seiner Umwelt. Er frisst und trinkt fast wieder normal, ist aber nach wie vor geschwächt und muss weiterhin behandelt werden. Deshalb bedarf er immer noch der Schonung und bleibt vorsorglich vom Rest unserer kleinen Elefantenherde getrennt. In den letzten Tagen haben uns viele Genesungswünsche für „Tusker“ erreicht, und wir haben viel Zuspruch aus den Medien erfahren. Dafür und für das große Verständnis, dass unser am 8. September geplanter Elefantentag abgesagt werden musste, möchten wir uns auch auf diesem Wege herzlich bedanken.

Zoologischer Garten Berlin, 07.09.2012
Zwei Geburten innerhalb von einer halben Stunde
Häufig gefragt in Kreuzworträtseln wird nach dem (tibetanischen) Grunzochsen. Welche Kreatur sich dahinter verbirgt, kann man im Berliner Zoo erfahren. Mit zotteligem, langem, mehrschichtigem Fell ist der erfragte „Yak“ bestens an klimatische Bedingungen angepasst, die man vornehmlich in höheren Lagen antrifft. Kälte und Wind machen ihm wenig zu schaffen. Auch die Zitzen des kleinen Euters der Kühe sind kürzer als bei unseren Hausrindern, damit sie bei eisigen Temperaturen keinen Schaden nehmen. Das könnte ein Problem für die kleinen Kälber sein, die nach verhältnismäßig kurzer Tragzeit geboren werden. Doch die Jungtiere kommen damit gut zurecht. Im Berliner Zoo wurden unter den Augen der Zoobesucher, am 24. August dieses Jahres, innerhalb von nur einer halben Stunde gleich zwei Kälber verschiedener Mütter geboren, die sich in den wenigen Tagen ihres kurzen Lebens bereits so gut entwickelt haben, dass man sie der Mitwelt vorstellen kann. Die zwei kleinen Weibchen sehen derzeit noch eher einem Pudel ähnlich als einem erwachsenen Rind, was sie aber nicht unattraktiver macht. Der Berliner Zoo ist deutschlandweit der einzige, der die hornlose Form des noch vor unserer Zeitrechnung domestizierten Hausyaks züchtet. Typisch für Tiere, die über viele Generationen in menschlicher Obhut gehalten werden, ist das Phänomen variabler Fellfarben. So zeigen sich auch die Berliner Zoo-Yaks mit unterschiedlichen Scheckenmustern. Die Herde besteht aus „Flocke“, dem einzigen Bullen, den Müttern „Hilly“ und „Stella“ mit ihren diesjährigen, noch namenlosen Kuhkälbern und dem ranghöchsten weiblichen Yak „Vera“ mit ihrem Jungtier vom letzten Jahr. Yak-Herden treten in der Regel geschlossen auf, Feinden lassen sie nur geringe Chancen. Auch Hausyaks sind meist noch sehr viel scheuer als heimische Hausrinder. Die horntragende Wildform des Yaks gehört zu den bedrohten Tierarten der Erde. Seine letzten Vorkommen findet man in unwirtlichen Hochgebirgslagen zu Füßen der höchsten Gipfel des Himalayas.

Zoo Salzburg 10.09.2012
„Kaiserlicher Nachwuchs“ – zweifaches Familienglück bei den Kaiserschnurrbarttamarinen im Zoo Salzburg
Heuer im März ist das prächtige Schnurrbartträger-Elternpaar ins Tropenhaus des Salzburger Zoos eingezogen. Das vier Jahre junge Weibchen hat im französischen Zoo Peaugres und das sechsjährige Männchen im Zoo Lille das Licht der Welt erblickt. Rund 5 Monate später kamen am Dienstag, 14. August, zwei Südamerikanische Krallenaffen-Babys zur Welt gekommen. Das Männchen übernahm die Jungen gleich nach der Geburt und reinigte sie. Die Neugeborenen sind völlig hilflos, haben bereits ein Fell aus kurzen Haaren und wiegen etwa 35 Gramm. Alle zwei bis drei Stunden säugt die Mutter für eine halbe Stunde ihren Nachwuchs und gibt sie danach wieder an den Vater ab. Die Affenzweiglein werden für nächsten sechs bis sieben Wochen auf dem Rücken herumgetragen, im Alter von zwei bis drei Monaten werden sie dann entwöhnt. Charakteristisch für diese Neuweltaffen ist ihr wunderschöner, strahlend weißer Schnurrbart, der das Gesicht sowohl der weiblichen als auch männlichen Tiere ziert. Ihm verdanken sie auch ihren Namen. Beim Salzburger Nachwuchs kann man schon Ansätze des Bartwuchses erkennen. Die ursprüngliche Heimat sind die tropischen Regenwälder des südamerikanischen Amazonasbeckens. Ihre natürlichen Feinde sind Greifvögel, Großkatzen und auch Schlangen. Die größte Bedrohung für den Fortbestand dieser Krallenaffenart geht jedoch von der Vernichtung ihres Lebensraums aus. Seit 1994 gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm – EEP – für Kaiserschnurrbarttamarine, an dem sich auch der Zoo Salzburg beteiligt.

Tierpark Berlin 10.09.2012
Zwei Waldbison-Kälbchen im Berliner Tierpark geboren
Einstmals streiften Zehntausende der mächtigen Waldbisons durch die dichten und schneereichen Wälder Kanadas. Mit der Ankunft der europäischen Siedler wurden beide Unterarten des Bisons, der Wald- und auch der als „Indianerbüffel“ bekannte Präriebison durch unkontrollierte Jagd mit modernen Schusswaffen bis an den Rand der Ausrottung getrieben. 1889 gab es schätzungsweise nur noch etwa 1100 Bisons im Freiland und in Zoologische Gärten. Durch die Schaffung von Reservaten, aber auch durch die Zucht in Zoologischen Gärten und die Auswilderung von Nachzuchten konnten beide Unterarten im 20. Jahrhundert in Nordamerika bewahrt werden. 1981 wurde das erste Kalb bei dieser Unterart im Tierpark geboren und seit 1990 kommen fast jedes Jahr Kälbchen zur Welt. Jüngste Herdenmitglieder sind zwei Kuhkälber namens „Watawah“ und „Helena“, geboren am 7. Juni und 23. August 2012. Die jüngere „Helena“ zeigt noch die für Bisons typisch rotbraune Jungtierfärbung. Neben den beiden Jungtieren besteht die Herde des Tierparks Berlin noch aus fünf erwachsenen Tieren, darunter dem sechsjährigen Bullen „Toby“, welcher auch der Vater der Jungen ist.

Zoo Leipzig 10.09.2012
Deutscher Tourismuspreis 2012: Gondwanaland nominiert
Die Tropenerlebniswelt Gondwanaland ist für den Deutschen Tourismuspreis 2012 nominiert worden. Damit hat der Zoo Leipzig die Chance, am 8. November zu den Preisträgern zu gehören, die im Rahmen der Preisverleihung beim Deutschen Tourismustag auf Norderney gekürt werden. „Wir freuen uns sehr über die Nominierung für den Deutschen Tourismus-preis. Sie ist für das gesamte Team des Zoo Leipzig Anerkennung und Ansporn zugleich, un-sere engagierte und ambitionierte Arbeit fortzusetzen“, betont Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Mit der Tropenerlebniswelt Gondwanaland hat der Zoo Leipzig national und international einen zoologischen und touristischen Meilenstein gesetzt – und die klassische Saisonalität eines Tiergartens in Richtung Ganzesjahresziel verschoben. Die Stadt Leipzig verfügt damit über eine neue touristische Attraktion, deren Strahlkraft weit über die Region hinausreicht. Volker Bremer, Geschäftsführer der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, bestätigt: „Leipzig liegt im ersten Halbjahr 2012 mit einer Steigerung von fast 18 Prozent bei den Übernachtungen an der Spitze der deutschen Großstädte. Einen großen Anteil an diesem Wachstum hat der Zoo Leipzig mit der Tropenerlebniswelt Gondwanaland, die sich seit der Eröffnung zu einem Besuchermagneten entwickelt hat.“ In Gondwanaland wird der tropische Regenwald mit seiner Tierwelt erlebbar. Nach einer multimedialen Zeitreise per Boot, bei der u.a. die Entstehung des Urkontinents Gondwana simuliert wird, taucht der Besucher in die Regenwälder Asiens, Afrikas und Südamerikas ein. Die Faszination des Erlebens soll für den Erhalt dieses einzigartigen, bedrohten Ökosystems sensibilisieren.

Zoo Osnabrück 11.09.2012
Herzlich Willkommen, Sana! Neue Seelöwin im Zoo Osnabrück
Sehr kontaktfreudig und bestimmt zeigt sich das neue Seelöwenweibchen Sana, das vergangene Woche aus dem Zoo Wuppertal nach Osnabrück umzog. Sie soll im nächsten Jahr für Nachwuchs sorgen. Mit ihren acht Jahren weiß Sana genau, was sie will und zeigt es auch: Nachdem sie Dienstagabend aus Wuppertal eintraf und den Innenbereich der Seelöwen alleine inspizieren konnte, nahm sie schnell durch das Gitter Kontakt zu den anderen vier Osnabrücker Seelöwen auf. „Sie beschnupperten sich und als keinerlei Aggressionen zu spüren waren, entschlossen wir uns, sie bereits am nächsten Tag zusammenzulassen“, berichtete Tierpfleger Thorsten Vaupel. „Während sie auf das große Wasserbecken zu watschelte, baute sich schon Enrico vor ihr auf. Doch sie machte ihm mit geöffnetem Maul und ihrem Rufen klar, dass sie erstmal selbst die neue Umgebung überprüfen will.“ Blitzschnell sprang sie ins Wasser und erkundete ihr neues Zuhause. Immer wieder streckte sie ihren langen Hals heraus, um die neue Umgebung zu erfassen. Kontaktfreudig schwamm sie auf die anderen Seelöwenweibchen Bella, Donna und Carla zu und hielt ihnen zur Begrüßung ihr Maul entgegen. „Auch bei den Fütterungen ist Sana sehr bestimmt und schnappt sich den Fisch, wo sie nur kann. Allerdings mag sie im Moment nur Sprotten. Wir hoffen nun, dass sie mit ihrem offenen Wesen auch Interesse an Enrico hat“, hofft Vaupel. „Donna und Bella gehen dem großen Bullen lieber aus dem Weg und Carla ist mit 29 Jahren nicht mehr empfänglich. Vielleicht führt Sana Donna und Bella an den Bullen heran.“ Allerdings haben sie erstmal Zeit sich richtig kennen zu lernen, denn die nächste Paarungszeit ist im Juli 2013. Besucher erkennen Sana an ihrem hellgrauen Fell, ihrer schlanken Figur und ihrem langen Hals, den sie immer wieder aus dem Wasser hoch hinaus streckt, um sich umzuschauen.

Opel Zoo 11.09.2012
Opel-Zoo – Spendenübergabe und die Frage nach der Zukunft von Raubtieren in deutschen Zoos
Bad Homburg, 10.09.2012 – Am Donnerstag, 30.08.2012, besuchte Dr. Stefan Ruppert in seiner Position als Kreisvorsitzender der FDP Hochtaunus das „Patenkind“ Theodor im Opel-Zoo. Bereits seit 2009 halten die Liberalen die Patenschaft für das Guanako. Dafür spenden sie jährlich den Erlös aus ihrem Sommerfest. In diesem Jahr freute sich Ruppert dem Direktor des Zoos, Dr. Thomas Kauffels, für Theodor einen Scheck über 250 € überreichen zu dürfen. Das Guanako fühlt sich im Kronberger Zoo sehr wohl. Die Diskussion darüber, ob es auch Raubtieren so geht, ist seit dem tödlichen Tigerangriff im Kölner Zoo wieder aufgeflammt. Dr. Stefan Ruppert nutzte deshalb seinen Besuch im Opel-Zoo, um sich bei Dr. Thomas Kauffels über das Thema Tigerhaltung in Zoos zu informieren. Er beobachtet seit Jahren eine Tendenz militanter Tierschützer die Existenz von Zoos in Frage zu stellen. Ruppert stellt sich bewusst an die Seite der wissenschaftlich geführten Einrichtungen, die nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisteten, sondern auch einen wichtigen pädagogischen Auftrag erfüllten. „Natürlich ist der Unfall in Köln tragisch, er ist aber die seltene Ausnahme und es sollte uns zu denken geben, dass in den sozialen Medien nur der bedauerliche Tod des Tieres, nicht aber das tragische Schicksal der Pflegerin Beachtung findet“ kritisiert Ruppert. „Die Tiere in Zoos leben in Menschenobhut, das ist richtig, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass es ihnen nicht gut geht und sie sich unnatürlich verhalten“, sagt Kauffels. Der Angriff im Kölner Zoo beruhe auf menschlichem Versagen. Zootiere bleiben Wildtiere und der Tiger hat sich in diesem Fall völlig natürlich verhalten. Er habe lediglich sein Revier verteidigt, was auch bei Tigern in freier Wildbahn zu beobachten sei. „Die Arbeit mit den Tigern ist gefährlich, auch wenn sie seit Geburt im Zoo leben und an den Umgang mit Menschen gewöhnt sind“, so Dr. Thomas Kauffels.

Tiergarten Schönbrunn Wien 12.09.2012
Ende April sind erstmals Bärenstummelaffen in den Tiergarten Schönbrunn eingezogen.
Diese schwarz-weißen Affen sind nicht nur hoch bedroht, sondern auch sehr anspruchsvoll. Sie brauchen das ganze Jahr über frische Blätter. Um den Affen ihre Leibspeise bieten zu können, gibt es eine Kooperation zwischen der MA49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien und dem Tiergarten. „Bei der Pflege von Wiesenrändern und bei Sicherungsschnittarbeiten entlang von Wanderwegen fallen jede Menge Baum- und Strauchschnittmaterial an und wir freuen uns, einen Teil der Äste und Blätter dem Tiergarten zur Verfügung stellen zu können“, so Forstdirektor Andreas Januskovecz. Erle, Feldahorn, Esche, Weiß- und Rotbuche: Mehrmals in der Woche holen Zoomitarbeiter die Zweige heimischer Laubbäume ab. „Ein Teil davon wird sofort verfüttert, nicht nur an die Bärenstummelaffen, sondern auch an andere Affenarten, die Giraffen und die Elefanten. Mit Hilfe unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter wird auch ein Vorrat für den Winter angelegt“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Zoo Duisburg 12.09.2012
Ich gehe gerne in den Zoo Duisburg, weil… Duisburger Prominente im Zoo
Eine Million Menschen besuchen alljährlich den Zoo Duisburg. Der Tierpark am Kaiserberg ist damit die beliebteste und mit weitem Abstand meist besuchte Freizeiteinrichtung der Stadt. Was fasziniert Kinder wie Erwachsene so besonders an dem tierischen Vergnügen? Wir befragten prominente Duisburger Bürger, warum sie gerne in den Zoo Duisburg gehen. Der Zoo Duisburg befragte dazu einige prominente Duisburger Bürger, wie z.B. NRW-Innenminister Ralf Jäger, Bürgermeister Benno Lensdorf, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Hans-Werner Tomalak, Firmenchefin Gabriela Grillo, Regierungspräsidentin Gisela Walsken, Ex-Weltmeister Rolf Milser oder Goldreiterin Nicole Uphoff. Auf einem Plakat sind diese Persönlichkeiten mit einem Tier abgebildet, das sie besonders ins Herz geschlossen haben, und verraten, warum sie gerne in den Zoo Duisburg gehen.

Sea Life Oberhausen 12.09.2012
Europäische Sumpfschildkröte kehrt zurück: Wiederansiedlungsprojekt von NABU und Sea Life geht weiter
Gestern Vormittag wurden vom Naturschutzbund Rheinland-Pfalz und Mitarbeitern des Sea Life Speyer und Oberhausen Europäische Sumpfschildkröten, sogenannte „Emys orbicularis“ im Altrhein bei Bobenheim-Roxheim freigelassen. Die Aussetzung der deutschlandweit selten gewordenen Tiere ist Teil des gemeinsamen Wiederansiedlungsprojekts. Gestern Vormittag war es endlich soweit: In Zusammenarbeit mit dem NABU hat das Sea Life Speyer und Sea Life Oberhausen 20 kleine Emys ausgesetzt. Im Jahr 2008 hat der NABU Rheinland-Pfalz mit dem Projekt „Wiederansiedelung der Europäischen Sumpfschildkröte im Bobenheim-Roxheimer Altrheingebiet“ begonnen. Dafür werden jedes Jahr Sumpfschildkröten im Alter von zirka vier Jahren an geeigneten Gewässern (zurzeit im Altrheingebiet von Bobenheim-Roxheim) in die Freiheit entlassen. Die Tiere müssen eine bestimmte Größe haben, damit sie nicht so leicht von Fischen und Vögeln gefressen werden. Neben der Züchtung der Tiere stellt damit auch die Aufzucht bis zu diesem Alter eine besondere Belastung dar. Bei dieser Tätigkeit wird der NABU seit mehreren Jahren von den Sea Life Aquarien in Speyer und Oberhausen unterstützt. Sea Life erhält die gezüchteten Schildkröten vom NABU und übernimmt die Aufzucht bis zum auswilderungsfähigen Alter. Mit Schautafeln und einem Terrarium informiert Sea Life die Besucher über dieses Naturschutzprojekt und wirbt um Unterstützung. So konnte Sea Life dem NABU in der Vergangenheit bereits einen Brutapparat zur Verfügung stellen und übergab nun die zusätzlich gesammelten Spenden in Höhe von 7.500 €. Mit Hilfe des gemeinsamen Projekts konnten in den vergangenen vier Jahren insgesamt 54 Tiere der deutschlandweit selten gewordenen Schildkröte ausgesetzt werden. Ihr Bestand wurde seit dem Mittelalter zuerst durch Essgewohnheiten und schließlich aufgrund von Industrialisierung und Umweltverschmutzung stark gemindert. Die nun ausgewilderten Tiere entstammen den Zuchten verschiedener rheinland-pfälzischer Züchter, die nachweislich über die genetisch geeigneten Sumpfschildkröten verfügen. Olaf Strub, Naturschutzreferent des NABU Rheinland-Pfalz erklärt, “Es ist wichtig, bei einem Wiederansiedlungsprojekt Tiere zu verwenden, die den ursprünglich vorhandenen genetisch möglichst ähnlich sind. Nur so ist gewährleistet, dass die Tiere mit den klimatischen Bedingungen zurechtkommen.”

Zoo Magdeburg 12.09.2012
Neue Mitbewohner in der begehbaren Sittichvoliere
Im vergangenen Monat eröffnete der Zoo eine begehbare Voliere für australische Vögel.
Zu den ersten Bewohnern gehörten fünf Spitzschopftauben und ein größerer Schwarm Wellensittiche. In diese Wohngemeinschaft sind jetzt drei Brüder Maskenkiebitze und je ein Pärchen Mähnenenten, Pricess-of-Wales-Sittiche, Vielfarbensittiche und Australische Königssittiche eingezogen. Insbesondere das aktive Treiben der in Brutstimmung befindlichen Wellensittiche sowie das intensiv hellrot gefärbte Männchen der Australischen Königssittiche ziehen die erstaunten Blicke der Besucher auf sich. Die neuen Vogelarten haben sich im Zoo gut eingelebt. Neuland für die Zoobesucher: Hier darf aus der Hand gefüttert werden! Natürlich nur mittels zooseitig bereitgestellten Hirsekolben. Dieses „Verwöhnprogramm“ nehmen die australischen Sittiche gern an.

Zoo Augsburg 12.09.2012
Asphaltarbeiten im Zoo Augsburg
Wegen Asphaltarbeiten in Vorbereitung der Eröffnung des neuen Reptilienhauses ist ab dem 17.9. der Bereich zwischen der Weinschänke und dem neuen Reptilienhaus für einige Tage gesperrt. Der Besucherrundweg verläuft in dieser Zeit zwischen Katta-Land und Nashornhaus. Der Weg bis zur Weinschänke ist frei zugänglich, endet dort allerdings als Sackgasse.

Zoo Osnabrück, 13.09.2012
Zoo Osnabrück nutzt Sonnenenergie für Tiere – Firma Sunos installierte größte Photovoltaikanlage mit Eigenverbrauch in Osnabrück
Zwar stehen die Photovoltaik-Module bereits seit Ende 2011 auf fünf Dächern des Osnabrücker Zoos, aber nach dem ersten Sommer seit der Installation hat der Zoo Gewissheit: Die Entscheidung für Strom aus Sonnenenergie lohnt sich. „Da der Zoo sich selbst finanzieren muss, die Tierhaltung viel Energie benötigt und Strom immer teurer wird, sind wir schon lange auf der Suche nach alternativen, regenerativen Energiegewinnungsformen“, berichtete Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. Als er Ende letzten Jahres mit der Firma Sunos Solarpower, einem Systemanbieter für Photovoltaik, in Kontakt kam, stand für Busemann schnell fest, dass der Zoo mithilfe der Sonne Strom für den Eigenbedarf produzieren will. Die Firma Sunos Solarpower prüfte zunächst, welche Zoodächer überhaupt im Hinblick auf Statik und Sonnenbestrahlung für Photovoltaik-Module geeignet sind. Da es im Zoo viele Schattenbereiche gibt, fiel die Wahl auf fünf Gebäude: den alten und neuen Wirtschaftshof, das Elefantenhaus, das Südamerikahaus und das Warzenschweinhaus. So entstand die größte Photovoltaik-Anlage im Stadtgebiet Osnabrück, die ausschließlich auf Eigenverbrauch ausgelegt ist, wie Frank Hemme, Geschäftsführer der Firma Sunos Solarpower, erklärte: „Zusammen kommen die Anlagen im Wert von über 160.000 Euro auf circa 600 Quadratmeter Fläche und können mit 60 Kilowattpeak, der Maßeinheit für die elektrische Leistung, bis zu 50.000 Watt pro Stunde produzieren. Mit dem so hergestellten Strom könnten 12 Haushalte im Jahr versorgt werden.“ Jedoch speist der Zoo keine einzige Kilowattstunde in das öffentliche Netz ein, sondern nutzt den Strom dort, wo er produziert wird. Die Zoo-Anlagen seien damit laut Hemme ein Musterbeispiel für eine dezentrale Stromversorgung. Die lohne sich auch, denn in circa neun bis zehn Jahren werden sich die Module, die eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren vorweisen, rentiert haben. „Wir sind stolz, dass wir in einer überregional so bekannten Einrichtung wie dem Zoo Osnabrück die Photovoltaikanlagen installieren durften“, freute sich Hemme. „Gleichzeitig zeigt dieses Beispiel, dass sich Photovoltaik immer noch rentiert – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel.“ Bereits im Rahmen des Projektes „Energiesparzoo“, das der Zoo gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, den Stadtwerken Osnabrück und der Bingo Umweltstiftung umsetzte, realisierte man ein umfangreiches Energiesparprogramm: Wärmedämmung, Regeltechnik, Blockheizkraftwerk und sogar eine Hackschnitzelanlage mit eigenem Nahwärmenetz kamen zum Einsatz. „Die Photovoltaik-Anlagen passen nicht nur zu unserem Anliegen als Zoo, die Umwelt und das Klima für Mensch und Tier zu schützen, sondern auch zu unserem schmalen Budget“, bewertet Zoo-Geschäftsführer Busemann die neue Maßnahme im Rahmen des Energiesparkonzepts.

Zoo Dortmund, 13.09.2012
Zoo Dortmund freut sich über gestreiften Nachwuchs
Am 30. August, kurz vor Dienstbeginn im Zoo, gab es eine freudige Nachricht für die Tierpfleger im Südamerika-Revier: Nach einer Tragzeit von etwas mehr als einem Jahr hat Flachlandtapirdame „Indra“ ihr nunmehr neuntes Jungtier geboren. Der Vater des kleinen Mädchens ist „Kuni“. Mit ihrem typisch gestreiften Fell sind die Jungtiere in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, dem südamerikanischen Regenwald, kaum zu erkennen und somit gut vor Fressfeinden geschützt. Eine ähnliche Fellzeichnung haben zum Beispiel auch unsere heimischen Wildscheine, wenn sie geboren werden. Mit ca. 6 bis 7 Monaten verschwindet jedoch die Tarnfarbe langsam. Sehen kann man die kleine Familie bei schönem Wetter neben der Südamerikawiese, gegenüber den Guanakos, Nandus und Maras. Da Flachlandtapire durch Bejagung und Lebensraumverlust in ihrem Bestand bedroht sind, gibt es in Zoos ein Erhaltungszuchtprogramm für diese Tierart. Der Zoo Dortmund beteiligt sich an diesem Programm. „Indras“ letztes Jungtier, das Weibchen „Carina“, wurde aus diesem Grund in den Zoo Schwerin gebracht, um dort mit einem blutsfremden Männchen für Nachwuchs zu sorgen. „Indras“ noch namenloses Jungtier ist schon der dreiundzwanzigste Flachlandtapir, der im Dortmunder Zoo geboren wurde.

NaturZoo Rheine, 14.09.2012
Aus der Wildnis des Münsterlandes in den NaturZoo
Ein außergewöhnlicher Zugang ist aus dem NaturZoo Rheine zu vermelden: Ein Chile-Flamingo aus der „freien Natur“ des Münsterlandes hat ein Zuhause in der großen Flamingo-Kolonie gefunden.
Der Flamingo stammt aus der seit über 30 Jahren etablierten und stetig wachsenden freilebenden Kolonie im Zwillbrocker Venn an der holländischen Grenze im Kreis Borken. Ursprünglich geht diese – eigentlich unnatürliche, aber nun wild lebende – Gruppe auf Tiere zurück, die wahrscheinlich aus Haltungen entwichen sind und sich dort zusammengefunden haben. Bei den Arten handelt es sich um Chile-, Rosa- und Kuba-Flamingos, und mittlerweile befinden sich durch Nachzucht auch Mischlinge in der Kolonie. Die „Flamingos im Münsterland“ sind zu einer Attraktion bei Vogel-Interessierten und zu einem Markenzeichen Zwillbrocks und der biologischen Station (www.bszwillbrock.de) dort geworden. Diese Station „betreut“ auch die Flamingos – nicht tierpflegerisch, sondern durch Beobachtung und Registrierung. So werden alljährlich die dort geschlüpften Jungtiere beringt, so auch Mitte dieser Woche. Dabei wurde auch ein Flamingo gefangen, der seit Mai mit einem hängenden Flügel. Wahrscheinlich durch einen Fuchs-Angriff hatte er einen Flügelbruch erlitten und war seither flugunfähig. Damit war auch die Überlebensprognose für diesen Flamingo nur noch sehr gering, denn den Winter verbringen die Zwillbrocker Flamingos an der Nordsee, wo sie im offenen Meerwasser noch gute Lebensbedingungen und Futter in Form von Kleinkrebsen und Algen finden. Der flugunfähige Flamingo hätte diese Winterreise nicht antreten können. Auf Anfrage erklärte sich der NaturZoo sehr gerne bereit, den „wilden Flamingo“ aufzunehmen. Er ist in der über 80 Tiere zählenden Flamingo-Gruppe schnell an dem hängenden Flügel zu erkennen. Allerdings stellt diese Verletzung doch eine Beeinträchtigung für ihn dar. Deshalb werden die Zootierärzte in den nächsten Tagen den Flamingo untersuchen und über eine angemessene Behandlung beraten.

Münchner Tierpark Hellabrunn, 14.09.2012
Affengeil: Seltene Drills in Hellabrunn – Weltweites Zuchtprogramm der Drills wird in München koordiniert
Dem neunjährigen Bakut und seinen beiden Damen, Kaduna (8 Jahre) und Schwester Afi (6 Jahre), ist der ganze Rummel, der um sie gemacht wird, herzlich egal: Schon beim ersten Zusammentreffen der drei Drills hat es mächtig gefunkt und Bakut hat sich für seine Aufgabe – die Arterhaltung – richtig ins Zeug gelegt. Dennoch hatten die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Vereins „Rettet den Drill“, die sich am 25. und 26. August 2012 in Hellabrunn trafen, viel zu tun: Der Drill ist eine der am stärksten gefährdeten Affenarten Afrikas. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat ihn in die Rote Liste der weltweit bedrohtesten Arten aufgenommen. In seinem Lebensraum, einem Gebiet von lediglich 40.000 Quadratkilometern in Kamerun, Nigeria, Gabun und auf der Insel Bioko, leben heute nur noch etwa 3.500 Tiere. Damit ist der Lebensraum dieser hauptsächlich auf dem Boden lebenden Affenart kleiner als die Schweiz. Auch fortschreitende Abholzung und schonungslose Jagd auf diese Affenart tragen zu ihrer starken Gefährdung bei. In Europa leben nur rund 70 Drills in 15 Zoos. Hellabrunn führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sowie das Internationale Zuchtbuch (ISB) für diese Affenart. Zudem ist Hellabrunn Mitglied im Verein „Rettet den Drill“ (www.rettet-den-drill.de), der das Projekt „Pandrillus“ in Nigeria unterstützt. Im Rahmen dieses Projektes unterstützt Hellabrunn unter anderem die anstehende Auswilderung von über 100 Drills in den Afi Mountains in Nigeria. Dabei werden fünf Tiere mit Telemetrie-Halsbändern ausgestattet, die per SMS Daten zur Verbreitung und Verteilung des Drills senden. Mit der Koordination der Erhaltungszucht der Drills und dem Engagement für frei lebende Drills leistet Hellabrunn einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Tierart. Der aus dem Zoo Wuppertal stammende Bakut ist seit April 2011 in Hellabrunn zu Hause, Kaduna und Afi (aus dem britischen Port Lympne Wild Animal Park) leisten ihm seit Juli 2012 in der Anlage gegenüber der Orang Utans Gesellschaft. Die beiden Schwestern zeigen keinerlei Anzeichen von Eifersucht, wenn es um Bakuts Gunst geht… und so lässt Vieles darauf schließen, dass das Techtelmechtel der Drills nicht ohne Folgen geblieben ist. Wenn alles planmäßig läuft, kann Hellabrunn Anfang nächsten Jahres nach knapp sechs Monaten Tragzeit ein kleines Drill-Baby willkommen heißen.

Münchner Tierpark Hellabrunn, 14.09.2012
Akrobatischer Nachwuchs bei den Silbergibbons: Hellabrunn freut sich über Zuwachs bei den eleganten Star-Turnern, den stark bedrohten Silbergibbons
Mama Silbergibbon schwingt sich von Ast zu Ast, an Bord ein kleines Päckchen. Wer sich wohl hinter dem Knäuel versteckt? Lange, dünne Ärmchen und ein zierlicher Kopf spitzen vorwitzig hinaus: Das Hellabrunner Silbergibbon-Baby entdeckt die Welt! Es kam am 19.8.2012 nach einer Tragzeit von sieben Monaten zur Welt und begeistert nun – gut behütet von Mutter Pangrango (15 Jahre) – die Besucher von Hellabrunn. Silbergibbon-Papa Peter (24 Jahre), Mutter Pangrango, Sohn Flip (7), die beiden Töchter Isabell (4) und Kim (2) freuen sich sichtlich über das Nesthäkchen. Die Kinder turnen behände um Mama und Baby herum. Doch ob sie es mit einem Brüderchen oder Schwesterchen zu tun haben, wissen weder sie noch die Tierpfleger: Aus seinem Geschlecht macht das Kleine bisher noch ein Geheimnis. „Die Münchener Silbergibbons sind etwas ganz Besonderes, denn in ganz Deutschland finden Sie diese stark bedrohte Primatenart nur im Tierpark Hellabrunn. Mit der Geburt des vierten Babys besteht die Münchener Familie nun sogar aus sechs Mitgliedern. Uns kommt damit eine bedeutende Rolle bei der Zucht zu und wir leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz der Silbergibbons. Das macht uns sehr stolz“, sagt dazu Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Silbergibbons leben in freier Wildbahn nur auf der indonesischen Insel Java. Sie gehören zu den bedrohtesten Primaten und werden als stark gefährdete Tierart auf der Roten Liste des IUCN (International Union for Conservation of Nature) geführt. Ihre Zahl wird auf unter 2000 weltweit geschätzt. Ihre Besonderheit sind die Arme, die zweieinhalbmal so lang werden können wie der Rumpf. Ihre Arme und die sogenannte Schwinghangel-Technik erlauben es ihnen, mit traumhafter Sicherheit Entfernungen im Geäst von bis zu zehn Metern zu überwinden. Charakteristisch für die Silbergibbons ist auch, wie für alle Gibbon-Arten, ihr recht lautstarker Gesang, der zur Markierung ihres Territoriums dient. Hat sich ein Silbergibbon-Paar einmal gefunden, bleibt es ein Leben lang zusammen und lebt monogam in einer Familiengruppe mit den noch nicht geschlechtsreifen Nachkommen. Vorbildlich zeigen sich Peter und Pangrango, wenn es um die „Kinderbetreuung“ geht. Beide Elternteile kümmern sich gleichberechtigt um den Nachwuchs. Das Silbergibbonbaby, das noch kaum Fell hat, wird von seiner Mutter gesäugt. Mit wenigen Wochen beginnt das Jungtier, bereits feste Nahrung zu testen. Silbergibbons sind Vegetarier und fressen vor allem Obst, Gemüse, Salat oder Laubwerk. Erst wenn die Jungtiere geschlechtsreif werden, verstößt der Vater den Sohn und die Mutter die Tochter. In menschlicher Obhut können Silbergibbons bis zu 50 Jahre alt werden.

Erlebniszoo Hannover, 14.09.2012
Star zum Anfassen
Der Nachwuchs bei Hulman-Languren im Erlebnis-Zoo Hannover ist von Geburt an ein Star. Jeder des Affen-Clans möchte das zierliche Äffchen mit dem rosa Gesicht und den abstehenden Ohren gerne anfassen, halten und am liebsten mit sich tragen. Mutter Lisa (7) hat seit dem 4. September alle Mühe, ihr Baby fest an sich zu drücken und abzuschirmen. Sie beugt sich über das Kleine, dreht den anderen den Rücken zu und benimmt sich möglichst unauffällig. Zwecklos. Selbst wenn sie alles unternimmt, um den Nachwuchs zu verheimlichen, steckt der plötzlich sein Köpfchen hervor oder die zarten Hände greifen nach einem Blatt. Irgendwas zeigt sich immer. Und dann sind alle Hulman-Languren da, um den kleinen Star anzufassen. Alle, bis auf Vater Kochi (13). Der Hulman-Chef hält sich aus der Aufzucht strikt heraus. Er behält den Überblick über Freund und Feind, sorgt für Sicherheit und hält seine quirlige Truppe zusammen, die zurzeit nichts anderes als segelohrigen Nachwuchs (und Futter) im Kopf hat. In einigen Monaten färbt sich das noch helle Gesicht des Babys dunkel, das Fell wird langsam dichter und grau und auch die Hände bekommen die Hulman-typische Farbe. Aber dann ist das Kleine schon so groß, dass es selbst mit allen toben kann und nicht länger getragen werden muss. Noch steht nicht fest, welches Geschlecht der Nachwuchs hat. Der Blick auf den entscheidenden Unterschied blieb den Tierpflegern bislang verwehrt. Einen Namen hat der Winzling daher auch noch nicht.

Zoologischer Garten Berlin, 14.09.2012
Guanakogeburt im Spätsommer
Eine aus züchterischer Sicht bislang unglückliche Saison endet bei den Kleinkamelen auf der Südamerikaanlage im Berliner Zoo nun doch noch mit einem „Happyend“. Ein am 8. September, also vor 5 Tagen, geborenes Guanako-Jungtier entwickelt sich vortrefflich und belebt die kleine Herde um Hengst „Ali“. Zwei der drei Stuten hatten in diesem Jahr Fortpflanzungspech. Zunächst starb das Jungtier von „Hilda“ bereits am vierten Lebenstag an den Folgen einer Lungenentzündung, dann hatte „Schnute“ eine Totgeburt. Nur die fünfjährige „Hannah“ kommt durch das kleine Hengstfohlen nun zu Mutterfreuden. Das jüngste Herdenmitglied begeistert durch sein neugieriges Wesen. Interessiert schnuppert es nicht nur an den Artverwandten, sondern auch an den ihm gelegentlich begegnenden Wasserschweinen und Pampashasen. So kommt Bewegung in die südamerikanische Gemeinschaft der Pampasbewohner im Zoo. Das Gewicht des kleinsten Berliner Kleinkamels beträgt derzeit gut 10 kg. Durch ihr dichtes, wollig-weiches Haarkleid wirken die Jungtiere dicker als sie tatsächlich sind. Die ersten vier bis sechs Lebensmonate sind sie auf Muttermilch angewiesen, dann ernähren sie sich hauptsächlich von Gräsern. Mit weichem Heu und Grünzeug beschäftigen sie sich bereits wenige Tage nach der Geburt, so gewöhnen sie sich schon früh Stück für Stück an die Verdauung der Pflanzenfasern. Von den ehemals schätzungsweise 50 Millionen Guanakos sind – seit der Eroberung Amerikas durch die Spanier – die Bestände auf etwa 600 Tausend Individuen geschrumpft. Dennoch gilt die Art derzeit nicht als gefährdet. Schon weit vor unserer Zeitrechnung begann die Domestikation wildlebender Guanakos. So stammen von ihnen die häuslichen Lamas und Alpakas ab, die den Menschen der Anden seit jeher wertvolle Dienste leisten.

Zoo Augsburg, 14.09.2012
Das Zoobähnle hat wieder eine Dampflok
Viele Zoobesucher haben in den letzten Monaten nach der Dampflok gefragt. Nun gibt es wieder eine nagelneue, die wie von früher gewohnt am Wochenende am Spielplatz des Augsburger Zoos fährt. Es ist eine ganz besondere Dampflokomotive, von der es insgesamt als Modell nur drei Stück gibt. Eine davon ab dem Wochenende jetzt in Augsburg. Es handelt sich um die sogenannte „Harzquer“, die ursprünglich in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von der Nordhausen – Wernigeroder Eisenbahn bestellt wurde. Ein Schmuckstück in 7 ¼ Zoll fährt ab dem Wochenende auch im Augsburger Zoo.

Zoo Leipzig 17.09.2012
Schneeleopard gestorben – Jungtier-Komplikationen aufgetreten
Das verbliebene Schneeleoparden-Jungtier im Zoo Leipzig ist tot. In den letzten Tagen hatte der am 29. Juni geborene Nachwuchs kontinuierlich an Gewicht verloren und wurde mehrfach behandelt. Dennoch verschlechterte sich der Allgemeinzustand des Tieres heute stündlich derart akut, dass die Entscheidung, ihm Leiden zu ersparen, unausweichlich war. „Wir sind uns bewusst, dass die sensiblen Jungtiere bis zum Alter von drei Monaten eine kritische Phase durchleben. Dennoch sind wir sehr traurig und enttäuscht, auch das letzte Jungtier des Wurfes verloren zu haben, obwohl es sich zunächst gut entwickelt hatte“, sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Schneeleoparden gehören zu den stark gefährdeten Tierarten auf der Roten Liste und sind vom Aussterben bedroht.

Zoo Berlin 17.09.2012
100 Jahre Aquarium: Bereits 500 Tagespatenschaften für das Jubiläum – Erfolgreicher Start der Jubiläumsaktion „100 Jahre Aquarium“
Am 16. August 2012 stellte der Vorsitzende der Stiftung von Tierpark und Zoo, Eberhard Diepgen, zusammen mit 100 Kindern der Katharina-Heinroth-Grundschule die Spendenaktion „100 Jahre Aquarium“ im Zoo Berlin vor. Die Stiftung Hauptstadtzoos sucht Paten für die 36.526 Tage der vergangenen 100jährigen Geschichte vom Aquarium. Einem Monat nach Start der Aktion zieht die Stiftung der Hauptstadtzoos bereits eine positive Bilanz: „Wir konnten bereits 500 Tage anlässlich des Jubiläums vom Aquarium verpaten. Ein riesiger Erfolg nach einem Monat. Nun geht es darum, die restlichen ca. 36.000 Paten bis zum Jubiläum in 11 Monaten zu gewinnen.“, so Eberhard Diepgen. Mit einem Betrag von 10 Euro kann die Patenschaft über einen Tag der vergangenen Jahre übernommen werden und ein Tag für die kommenden Jahre symbolisch gesichert werden. Jeder Spender erhält eine Urkunde. Möglich sind auch Patenschaften über Wochen, Monate und Jahre im Zeitraum vom 18. August 1913 bis zum 18. August 2013. Die Tagespatenschaft kostet 10 Euro, Wochenpatenschaften 50 Euro, Monatspatenschaften 200 Euro und die Jahrespatenschaften –2.000 Euro. Am 18. August 1913 wurde unter der Leitung von Oskar Heinroth, dem damaligen Direktionsassistenten, das Zoo-Aquarium an der Budapester Straße eröffnet. Er starb im Mai 1945 im Alter von 74 Jahren, wenige Monate nach der Zerstörung des Aquariums. Unter der Leitung seiner Frau, Katharina Heinroth, wurde der Zoo nach dem Krieg wieder aufgebaut. Das 100. Jubiläum vom Aquarium ist jedoch auch mit einem bitteren Beigeschmack verbunden, da das Aquarium seit 2012 keine Zuwendungen mehr vom Land Berlin bekommt.

Zoo Berlin 17.09.2012
Freude über einen Pinselohrschwein-Frischling im Berliner Zoo!
Ganz allmählich hat sich die Zucht von Pinselohrschweinen im Berliner Zoo etabliert. Zu ver-danken haben es die Berliner Schweine einer 2003 in München geborenen Pinselohrsau, die vor nunmehr fünf Jahren ein nachwuchsloses Jahrhundert beendete. Allerdings ist es für Schweine-dame „Dagamba“ in diesem Jahr auch erst ihre dritte Zuchtsaison. Zudem beschränkt sie sich je Wurf bislang immer nur auf ein unterdurchschnittlich kleines, lebensfähiges Ferkel. In einem mit Holzspänen ausgepolsterten Innenstall des Schweinehauses brachte sie am 1. September 2012 einen winzigen, weiblichen Frischling zur Welt, um den sie sich seitdem liebevoll kümmert. Auf der Seite liegend lockte sie das Minischwein schon kurz nach der Geburt durch Grunzlaute zum Gesäuge, nicht ahnend, dass sich das Einzelkind dort die unbequemste der sechs zur Verfügung stehenden Zitzen aussuchen würde. Neugeborene Schweine reservieren sich im-mer nur eine bestimmte Zitze, die sie gegebenenfalls gegenüber Geschwistern verteidigen. Im Falle des einzigen Neugeborenen dieses Jahres ist es die Hinterste auf der rechten Lieblingsliege-seite des Muttertieres. Das bedeutet für den Einzelfrischling stets mühevolles, scheinbar unsinni-ges Erwühlen der Milchquelle. Doch jetzt wird sich daran nichts mehr ändern, denn der Milchfluss der unbesetzten Zitzen ist versiegt. Das kleine, muntere Ferkel, das von den Tierpflegern den Na-men „Tonka“ erhielt, hat sich auf diese Weise schon beachtenswerte Kräfte antrainiert und folgt seiner Mutter bei gutem Wetter bereits auf die Freianlage. Wenn sich die Mutter niederlegt, schmiegt sich das Jüngste noch gerne an ihre Seite, wo es sich am sichersten fühlt. Der Rest der Schweinerotte bestehend aus dem Eber „Kivu“, seinem letztjährigen Sprössling „Tomu“ und „Gundi“ einer weiteren Sau, durchpflügt mit ihren Schweinenasen noch nachbarschaft-liche Gehege. Um die Gesundheit des Kleinsten nicht zu gefährden, wird die Zusammenführung der Familie noch ein paar Tage auf sich warten lassen.

Zoopark Erfurt 17.09.2012
Dreifache Freude im Thüringer Zoopark Erfurt: Alle Giraffen haben einen Tierpaten
Das ist ein echter Grund zur Freude: Alle drei Giraffen im Thüringer Zoopark Erfurt haben Tierpaten gefunden. Sieben Wochen nach der Ankunft der beiden Weibchen „Dhakija“ und „Limber“ im Gehege vom Bullen „Lengai“ konnte Dietmar Schumacher, Vorsitzender des Vereins der Zooparkfreunde, die Patenschaftsurkunden überreichen. Mit ihnen ist ein Spendenbetrag von 3.500 Euro verbunden. Das Geld wird für den Bau einer neuen Kea-Voliere verwendet, mit dem der Förderverein noch in diesem Jahr beginnen möchte. Für „Lengai“ engagiert sich der Reiseveranstalter „Die Weltenbummler“ mit seinem Geschäftsführer Thomas Schreiner – und zwar bereits zum fünften Mal. „Limber“ hat das Herz der SPD-Landtagsabgeordneten Birgit Pelke erobert, die schon seit vielen Jahren Patenschaften für verschiedene Tiere übernommen hat. Und für „Dhakija“ sorgt Annemarie Höhn, die Inhaberin der Zoogaststätte Weinberghaus.

Zoo Leipzig 18.09.2012
Getüpfelter Nachwuchs bei den Quolls – Zoo Leipzig wiederholt seltenen Zuchterfolg
Innerhalb von nur einem Jahr hat der Zoo Leipzig seinen herausragenden Zuchterfolg bei den Quolls, den sogenannten Tüpfelbeutelmardern (Dasyurus viverrinus), wiederholt. Im Vulkanstollen der Tropenerlebniswelt Gondwanaland ziehen derzeit vier weibliche Tiere ihren Nachwuchs auf. Die vor etwa 80 Tagen geborenen Jungtiere haben die ersten Lebenswochen in den Beuteln der Mütter verbracht und sind nun in Nestern abgelegt, wo sie von den Muttertieren versorgt werden. Im Vorjahr hatte der Zoo Leipzig die seltenen Tiere erstmals seit 35 Jahren in Europa gezüchtet und damit in Fachkreisen hohe Anerkennung geerntet. Die Wiederholung des Erfolges findet unter den Experten erneut große Beachtung. Quolls sind anspruchsvoll in der Haltung und gelten als schwierig zu züchten. „Umso mehr freuen wir uns, dass es gelungen ist, den Erfolg unmittelbar zu wiederholen. Dies ist Beleg für die guten Haltungsbedingungen und die hochklassige Arbeit unserer Kuratoren und Tierpfleger“, betont Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Ziel sei es, in Europa eine nachhaltige Population aufzubauen. Bislang ist der Zoo Leipzig der einzige Tiergarten außerhalb Australiens, der seit der Eröffnung von Gondwanaland Tüpfelbeutelmarder hält – und züchtet. Sowohl die Mutter- als auch die Jungtiere werden derzeit hinter den Kulissen gehalten, um eine störungsfreie Aufzucht zu gewährleisten. Sobald die Jungtiere selbstständig Futter aufnehmen und von ihren Müttern das Jagen lernen, werden einige von ihnen im Schaugehege in der Tropenhalle zu sehen sein. Derzeit sind dort sechs adulte Tiere zu beobachten.

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