Neues aus Nürnberg

Mein letzter Besuch im Tiergarten Nürnberg liegt noch nicht so lange zurück (siehe hier), aber einige Kleinigkeiten sind neu, auch wenn sie auf den ersten Blick (oder zweiten, dritten, vierten) nicht unbedingt sichtbar sind.
Die Uhus werden in den Reichswald ausgewildert. Die Voliere der Vögel ist offen, eine Rückkehr wäre also jederzeit möglich, allerdings weiß ich nicht, ob sie es auch tun (und wie lange diese Auswilderung schon läuft, bei meinem letzten Besuch ist sie mir noch nicht aufgefallen).
Neuerung Nummer zwei ist noch unauffälliger: Ralf

„Ralf“ der heimliche Star im Manatihaus
im Manatihaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg lebt „Ralf“. Ralf steht als Abkürzung für Rotaugenlaubfrosch! Diese Frösche sind durch die Werbung international bekannt, da sie durch ihr Äußeres zu den großen Sympathieträgern gehören. Die leuchtend roten Augen, die blauen Arme und die orangen Pfoten neben dem grell grünen Rücken, machen diese nachtaktiven Tiere so unverkennbar und attraktiv.
Rotaugenlaubfrösche (Agalychnis callidryas) leben in den Urwäldern im Südlichen Mittelamerika. Die Gelege werden vom Weibchen an Blätter über Wasserstellen gelegt, sodass die Kaulquappen nach etwa einer Woche ins Wasser „abtropfen“ können. Nach weiteren sieben Wochen ist die Umwandlung (Metamorphose) zum Frosch abgeschlossen und die kleinen Frösche klettern an Land, oft noch mit einem Rest des Schwanzes. Den Tag verbringen die Frösche schlafend an Blattunterseiten, wobei sie die bunten Körperteile verstecken und die roten Augen schließen. So sind sie kaum zu erkennen.
Dank ihrer nächtlichen Lebensweise bleiben sie den allermeisten
Besuchern verborgen, sind aber am 02. Oktober 2012 bei der Nacht der Fledermäuse hoffentlich gut zu sehen.
Im Moment sind alle Entwicklungsstadien zu sehen: Ein Gelege vom 27. August 2012, Kaulquappen in allen Stadien und Jungfrösche, die ältesten von Ende Juli 2012.

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