Tierpark Berlin

1955 entstand auf dem Gelände des Friedrichsfelder Schloßparks einer der größten Landschaftstiergärten Europas.
Die Haltung von Huftieren in Herdenverbänden ist ein Charakteristikum des Parks. Neben unzähligen Hirscharten befinden sich darunter eine große Zahl seltener und bedrohter Arten, dazu zählen Takin (vertreten mit drei Unterarten: Goldtakin, Mishmi-Takin und Sichuan-Takin), Arabische Oryx, Blauschaf, Mittelchinesischer Goral und Somali-Wildesel.

Der Tierpark Berlin gehört zu den artenreichsten Zoos, der mehr als eine Kostbarkeit in seinem Bestand beherbergt: Alle vier Hyänenarten, Chaco-Pekari, China-Alligator, Gayal (die Haustierform des Gaur), Andenfelsenhahn.

Das Alfred-Brehm-Haus bietet in einer einzigartigen Kombination dem Besucher neben einer umfassenden Großkatzensammlung eine Tropenhalle mit exotischen Gewächsen, zahlreichen Vögeln und Indischen Riesenflugfüchsen. Das Haus wird allerdings renoviert, so dass die Tropenhalle derzeit nicht zu sehen ist.
Das Dickhäuterhaus beherbergt kopfstarke Gruppen der Afrikanischen und Asiatischen Elefanten, Breitmaul- und Panzernashörner, Faultiere, einige Krallenaffenarten und Seekühe.
Der Kinderzoo ist ein Zoo im Zoo. Neben speziellen Kontaktbereichen nicht nur für die jüngeren Besucher werden hier zahlreiche Haustierrassen gepflegt, u. a. auch Dingos.
Das Terrarium, beherbergt vor allem Giftschlangen und Schildkröten in großer Artenfülle. Gleich nebenan im Krokodilhaus bewegt sich der Besucher inmitten tropischer Vegetation auf einem Steg oberhalb der Panzerechsen.
Auf ein großes Aquarium wurde verzichtet, dennoch beherbergt die Cafeteria einige Aquarien mit ausgewählten Fischarten.

Der Tierpark ist groß, wirklich groß. Auf 160 Hektar winden sich viele kleine und große Wege und bilden ein verwirrendes Geflecht, dessen Bewältigung Geduld und viel Zeit erfordert. So schön der Tierpark auch angelegt sein mag, es existiert kein Rundweg und schnell hat man den Überblick auf dem Gelände verloren.
Einige Huftieranlagen sind wirklich großzügig angelegt, an anderer Stelle ist jedoch noch Handlungsbedarf, vor allem bei den Kleinkatzen. Auch die Hirschanlagen sind zu dunkel und lieblos und das Aneinanderreihen verschiedener ähnlich aussehender Hirscharten führt zu schnellen Ermüdungserscheinungen. Dafür muss man schon echter Hirschfan sein.

Mir ist der Tierpark zu groß, aber durch den teilweise sehr einzigartigen Tierbestand sollte jeder Zoofreund dem Tierpark einen Besuch abstatten und sehr viel Zeit mitbringen.

Mehr über den Tierpark erfährt man auf den Webseiten der Hauptstadtzoos. Die Zootierliste informiert über den aktuellen Tierbestand.

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