Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoo Leipzig, 27.09.2012
Verlust von Mähnenwolf-Jungtieren
Der diesjährige Nachwuchs bei den Mähnenwölfen (Chrysocyon brachyurus) ist in den vergangenen sowie am heutigen Tag durch eine akute Viruserkrankung stark dezimiert worden. Aus dem vorläufigen Pathologiebefund geht hervor, dass es sich aufgrund der histo-pathologischen Befunde um eine Parvovirusinfektion handelt. Der Impfschutz gegen diese häufig auftretende Hundeviruserkrankung ist bei dem knapp sechs Monate alten Nachwuchs noch nicht vollständig aufgebaut. Aus diesem Grund sind die jungen Mähnenwölfe noch für Viren anfällig. Von dem im April geborenen Wurf, bestehend aus fünf Jungtieren, hat den Infekt bisher nur ein männliches Tier überlebt. Wie auch in der Humanmedizin sind Viruserkrankungen grundsätzlich nur begrenzt behandelbar. Die Möglichkeiten, das Immunsystem der erkrankten Tiere zu unterstützen, wurden ausgeschöpft. Zusätzlich sind Hygienemaßnahmen ergriffen worden. „Wir sind uns der ständigen Gefahr bewusst, dass Krankheitserreger von wild im Zoo lebenden Tieren wie Mardern und Füchsen übertragen werden können und ergreifen entsprechende Vorsorgemaßnahmen. Es kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Viren von eben jenen freilebenden Tieren eingeschleppt wurden“, erklärt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard. Das verbliebene Jungtier sowie die beiden Elterntiere zeigen derzeit keine Symptome. Auch ein Übergreifen der Erkrankung auf andere Tierarten kann derzeit ausgeschlossen werden.

Zoo Krefeld, 27.09.2012
Ausstellung des Ateliers Krieger-Lückgen in der Zooscheune – „Lass mir meine Welt, ich lass dir doch auch deine“
Eine Ausstellung mit Tierportraits in Öl von Angela Krieger-Lückgen wird bis Sonntag, 4. November, täglich von 11 bis 17 Uhr im Krefelder Zoo in der Zooscheune gezeigt. Die Künstlerin präsentiert dort einen Teil der Werkgruppe „Tierportraits“. Es sind meist Angehörige bedrohter Arten, deren Seltenheit ein Vorbote des Aussterbens darstellt. Das realistische Zentrum ist in altmeisterlicher Manier gemalt und soll die Schönheit der Protagonisten in ihrer Einzigartigkeit und Unwiederbringlichkeit verdeutlichen. Eine unmittelbare und fesselnde Konfrontation mit den Blicken der Lebewesen dieser Welt. Mit leicht vorwurfsvollem, aber auch liebevollem Blick sagen sie: „Lass mir meine Welt, ich lass dir doch auch deine.“ Die Künstlerin hat an der Folkwang-Hochschule Grafik-Design und Ölmalerei studiert. Sie lebt und arbeitet in Essen. Aus der altmeisterlichen Malerei und den Stilrichtungen der Klassischen Moderne, des Expressionismus und des Kubismus, hat sie ihre eigene Formensprache gefunden. Dies hat letztendlich zu ihrem individuellen Stil geführt. Alle Bilder sind käuflich zu erwerben. Informationen liegen in der Zooscheune aus. Der Eintritt zur Ausstellung ist für alle Zoobesucher kostenlos. Weitere Informationen gibt es auch unter www.zookrefeld.de.

Zoo Duisburg, 27.09.2012
Nachwuchs bei den größten Landsäugern Europas
Was ist das größte lebende Landsäugetier in Europa? Vielen Menschen kommt hierbei sofort Meister Petz in den Sinn, doch damit wäre dem Europäischen Wisent mit einem Körpergewicht von bis zu 900 kg Unrecht getan. Der Europäische Wisent ist ein richtiges Kraftpaket mit kräftiger Schulterregion, erhöhtem Widerrist und breit angesetztem, meist gesenktem Kopf, der ehemals weite Teile Osteuropas bevölkerte. Infolge der menschlichen Besiedlung und der damit verbundenen Rodung der Wälder wurde der Wisent zu Beginn des letzten Jahrhunderts in seinem gesamten Verbreitungsgebiet ausgerottet. Lediglich 56 Wisente verblieben in einigen Zoologischen Gärten Europas. Durch gezielte Zuchtbemühungen konnte die Zoopopulation kontinuierlich vergrößert werden, so dass im Jahre 1952 die ersten in Menschenobhut gezüchteten Wisente in dem neu geschaffenen Nationalpark Bialowieza in Polen ausgewildert werden konnten. Weitere Auswilderungsprojekte folgten in den nächsten Jahrzehnten, so dass heute wieder gesunde, sich selbst erhaltende Wisentherden im Freiland anzutreffen sind. Die Rettung des Wisents gilt als ein hervorragendes Beispiel der Arterhaltung in menschlicher Obhut. Umso erfreulicher ist es, dass im Zoo Duisburg die Zucht floriert und dieses Jahr gleich zwei Wisentkälber das Licht der Welt erblickten. Die siebenjährige Wisentkuh POLIPKA brachte bereits am 27. Juli das weibliche Jungtier DULLA zur Welt. Am 17. September gebar nun auch noch die neunjährige Kuh POGODA das gesunde, weibliche Kälbchen DUPRA – übrigens bereits ihr viertes Jungtier! Der zehnjährige Vater PLUCIK wacht nun noch achtsamer über seine Herde am Kaiserberg. Beide Kälber sind tagsüber auf der Außenanlage zu sehen: Entweder messen sie ihre Kräfte miteinander und tollen herum oder sie tanken einen Milch-„Snack“ bei ihren Müttern und dösen dann vor sich hin, um neue Kräfte für die nächste Runde zu sammeln. Immer wieder für Verwirrung sorgen die Begriffe Wisent und Bison. Der Wisent ist der nächste Verwandte des nordamerikanischen Bisons. Beide Arten gehen auf eine gemeinsame Ursprungsform zurück, von der sich der Wisent in Europa als Waldbewohner entwickelte, während der Bison die amerikanischen Steppen bevölkerte.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 28.09.2012
NEUES ZU ROBBEN-NACHWUCHS LUNITA
Das Schicksal der kleinen Lunita bewegt die Besucher im Tiergarten Schönbrunn: Das Robbenjungtier muss von den Pflegern mit der Hand aufgezogen werden. „Bereits einige Tage konnte sich seine Mutter Enya nicht mehr ausreichend um ihren Nachwuchs kümmern und ist leider am 6. September verstorben“, erklärt Zootierarzt Thomas Voracek. Mittlerweile bringt die zwei Monate alte Robbe schon 17 Kilogramm auf die Waage. Vorübergehend war sie hinter den Kulissen, nun kann sie nach Lust und Laune auch in den Außenbereich und ist dann für die Besucher zu sehen. Voracek: „In einer eigenen Anlage kann Lunita ihre Schwimmkünste verbessern. Immer wieder lassen wir unsere anderen Robben-Weibchen zu ihr, damit sie mit Artgenossen spielen kann.“ Spielen ist Lunitas Lieblingsbeschäftigung: Bälle, Schlauchstücke und Bojen bereiten ihr großen Spaß. Drei Mal am Tag wird Lunita gefüttert. Ihr Menü: Fisch mit laktosefreiem Schlagobers und Vitaminen. Mittlerweile bekommt die kleine Robbe schon etwa zwei Kilogramm Fisch pro Tag. „Die Pfleger geben ihr auch Fische in ein kleines Wasserbecken, damit sie üben kann, diese mit dem Maul aufzunehmen.“ Wann Lunita zur Schönbrunner Robbengruppe kann, hängt von ihrer weiteren Entwicklung ab.

Tiergarten Nürnberg, 28.09.2012
Yaqu Pacha: 20 Jahre Artenschutz in Südamerika
Die am Tiergarten der Stadt Nürnberg beheimatete Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha arbeitet seit 20 Jahren erfolgreich für den Artenund Naturschutz in Südamerika. Sein 20-jähriges Bestehen feiert Yaqu Pacha am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Oktober 2012, im Tiergarten Nürnberg. Für das Festwochenende gelten die regulären Eintrittspreise. Die Besucherinnen und Besucher erwarten Lernspiele und Aktionen für Erwachsene und Kinder, eine große Tombola mit interessanten Preisen und an beiden Tagen jeweils um 14.30 bis 16 Uhr die Malaktion „Malen mit Wasser und Farbe“ für Kinder mit der Künstlerin Jamile do Carmo. Gezeigt werden die Ausstellung „Aqua“ von do Carmo und die Ausstellung „20 Jahre Yaqu Pacha“. Krönung des Jubiläumswochenendes ist ein südamerikanischer Musikabend am Samstag im Blauen Salon mit der brasilianischen Jazzerin Yara Linss & Band sowie der chilenischen Sängerin Verónica Gonzalez. Das Programm beginnt um 18 Uhr mit einer Präsentation wasserlebender Säugetiere. Nach einem kurzen Vortrag und Film über „20 Jahre Artenschutz“ für Meeressäugetiere am Tiergarten Nürnberg beginnt der musikalische Teil des Abends. Für das leibliche Wohl ist mit südamerikanischen Spezialitäten und Getränken zu moderaten Preisen gesorgt. Für den Abend im Blauen Salon sind ab sofort Karten zu 10 Euro an der Hauptkasse des Tiergartens Nürnberg erhältlich. Die Zahl der Eintrittskarten ist begrenzt. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Alle Einnahmen kommen vollständig den Artenschutzprojekten von Yaqu Pacha zugute.

Zoo Leipzig, 28.09.2012
Neuer Gorilla-Chef in der Gruppe, Weißnacken-Moorantilopen erkunden Savanne
Abeeku ist der neue Chef bei den Westlichen Flachland-Gorillas (Gorilla gorilla gorilla) im Zoo Leipzig. Das 13 Jahre alte Männchen (geb. am 05. Mai 1999 in Rotterdam) hat die obligatorische Quarantäne hinter sich gebracht und wird derzeit mit den in Pongoland lebenden Gorilla-Weibchen zusammengewöhnt. Der Neuzugang ist somit zeitweise bereits für die Besucher des Zoo Leipzig zu sehen. Abeeku ist auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms aus Opole (Polen) nach Leipzig gekommen, um perspektivisch für Zuchterfolge bei den vom Aussterben bedrohten Gorillas zu sorgen. In seiner vorherigen Heimat hat er mit zwei anderen Männchen in einer Junggesellengruppe zusammengelebt und muss sich nun erstmals als Anführer beweisen. „Die Eingewöhnung des Neuzugangs erfolgt sehr behutsam. Bis sich die Struktur in der Gruppe gebildet hat und die Auseinandersetzungen um die neue Hierarchie beendet sind, wird es noch einige Zeit dauern“, erklärt Kurator Gerd Nötzold. Unterdessen gehen auch die Anfang September in Leipzig angekommenen Weißnacken-Moorantilopen (Kobus megaceros) auf Entdeckungstour: Nach ersten ungestörten Ausflügen auf die Kiwara-Savanne haben die vier Neuzugänge aus Italien und Tschechien mittlerweile die anderen Bewohner der Afrika-WG kennengelernt. Nach und nach wurden sie mit den verschiedenen Tierarten vergesellschaftet. Auf der weitläufigen Anlage leben die Moorantilopen künftig gemeinsam mit Rothschild-Giraffen, Grevy-Zebras, Thomsongazellen, Blauhals-Straußen und Kronenkranichen. Die Gruppe der Moorantilopen wurde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zusammengestellt. Die zur Gattung der Wasserböcke gehörende Tierart gilt laut Roter Liste als stark gefährdet. Im Freiland gibt es nur noch etwa 4.000 Exemplare. „Das Zusammenführen der Tiere aus verschiedenen europäischen Zoos zeigt einmal mehr die enge internationale Zusammenarbeit im Sinne des Artenschutzes“, unterstreicht Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

Zoo Heidelberg, 28.09.2012
Es summt wieder im Zoo Heidelberg – neuer Bienenstand erklärt die faszinierende Lebensweise der fleißigen Tiere
Wie war das doch gleich mit den Bienchen und Blümchen? Ziemlich kompliziert, stellt sich heraus, wenn man die interaktiven Tafeln am neuen Bienenstand studiert. Nach einigen Jahren ohne Bienen freut sich der Zoo Heidelberg über den neuen Stand, den Daniel Obergfell im Rahmen seiner Abschlussarbeit selbst angefertigt hat. Der engagierte angehende Biologielehrer und Imker hat mit Schülern der Freien Aktiven Montessori-Schule Zuzenhausen außerdem dafür gesorgt, dass das „Holzhaus“, in dem die Bienen leben und arbeiten, einen bunten Anstrich erhalten hat. Zu finden ist der Bienenstand in der Nähe des Elefantenhauses. Durch eine Öffnung im unteren Teil des Häuschens gelangen die Bienen nach draußen auf „ihre“ Wiese; sie können natürlich auch größere Exkursionen unternehmen. Damit weder Besucher noch Bienen zu Schaden kommen, trennt eine Glasscheibe Tier und Besucher. An zwei Seiten des Bienenstandes befinden sich Türen, hinter denen das bunte Treiben der Honigproduzenten bewundert werden kann. Die Tafeln informieren den Besucher, wie komplex ein Bienenstaat angelegt ist. Angeführt wird er von einer einzigen Bienenkönigin, deren Aufgabe es ist, sich fortzupflanzen. Zur Auswahl stehen dafür bis zu 1000 Drohnen, männliche Bienen, die der kurze Spaß mit der Königin teuer zu stehen kommt. Denn diese stachellosen Bienen sterben direkt nach der Kopulation. Die erfolglosen Verehrer werden nach der Paarungszeit mit Bissen und Stichen „vom Hof“ gejagt. Diese niedere Arbeit erledigt das Fußvolk: Zwischen 10.000 und 50.000 ausschließlich weibliche Arbeiterbienen leben in einem Staat und sind in den zirka sechs Monaten, die ihr Arbeiterinnenleben dauert, vielbeschäftigt: Neben vielen anderen Aufgaben schwirren sie zur Nektarernte aus: Dabei signalisieren sie sich gegenseitig mit sogenannten „Tänzen“, wo genau es die beste Ausbeute gibt. Von dem süßen Saft brauchen sie zirka drei Kilo, um daraus einen Kilo Honig zu machen. Honig ist bei den meisten Menschen beliebt, doch wir haben den emsigen Insekten noch viel mehr zu verdanken als einen leckeren Brotaufstrich: Durch ihren Besuch zahlreicher Blüten tragen sie Pollenstaub weiter, den sie bei der nächsten Pflanze hinterlassen. Auch andere Insekten bestäuben Pflanzen, doch es sind zum Großteil die Honigbienen – man geht von 70% aller Blütepflanzen aus – , die dafür sorgen, dass Ernten deutlich besser ausfallen, wenn sie in der Nähe summen. Vielleicht schwärmen ja die Zoobienen bis ins Handschuhsheimer Feld aus – den Bauern sind sie bestimmt herzlich willkommen. Bis es wieder richtig geschäftig auf der Bienenweise wird, müssen sich sowohl Bauern als auch Besucher allerdings noch bis zum kommenden Frühling gedulden. Wenn die emsigen Tierchen dann wieder munter werden, würde sich der Zoo Heidelberg auf einen erfahrenen Imker freuen, der sich in den folgenden Jahren um dieses schöne Projekt kümmern möchte, nachdem Herr Obergfell es mit so viel Engagement aufgebaut hat. Wer Interesse hat, meldet sich bitte unter 06221/64550 oder zooinfo@heidelberg.de

Allwetterzoo Münster 01.10.2012
Seit Ende September im Ruhestand: Werner Schmitz, der kaufmännische Geschäftsführer der Zoo GmbH
Mehr als 31 Jahre war Werner Schmitz verantwortlich für die Finanzen im Allwetterzoo Münster. Nun trat der Diplom-Kaufmann in den Ruhestand. Eine „unbekannte Größe“ war Schmitz bei Dienstantritt am 1. Februar 1981 nicht, denn als Mitarbeiter eines Wirtschaftsberatungs-Unternehmens hatte er zuvor mehrmals die Bilanzen der damaligen Zoo AG geprüft. Nach einer kurzen Stippvisite als Leiter des Rechnungswesens der WBI (Westfälische Bauindustrie) wurde Werner Schmitz vom Zoo-Aufsichtsrat als Kaufmännischer Leiter eingestellt. Zu Beginn seiner Laufbahn direkt dem damaligen Zoodirektor unterstellt, brachte Schmitz Struktur in die Finanzen und sorgte dafür, dass der Zoo in eine kostengünstigere GmbH umge­wandelt wurde. 1982 wurde Werner Schmitz Gesamtprokura erteilt, von 1994 bis 1996 war er alleiniger Geschäftsführer der Zoo GmbH und verantwortlich für die kaufmännische Leitung des Allwetterzoos. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Geschäftsführung oblagen ihm die Erstellung von Jahresab­schlüssen, Geschäftsberichten sowie Wirtschafts- und Finanzplänen. Die Abwicklung von Rechts-, Steuer- und Vertragsangelegenheiten gehörten ebenso zu seinem vielfältigen Aufgabengebiet. Von 1996 bis jetzt wurde die Zoo GmbH von Werner Schmitz als Kaufmännischem Geschäftsführer und Jörg Adler als Zoologisch-technischem Geschäftsführer gemeinsam geführt. Beide Geschäftsführer ergänzten sich ideal – der beste Beweis hierfür ist die Erfolgsbilanz der letzten Jahre: Neubauten wie ZoORANGerie, Affricaneum, Kinder- und Pferdepark, BioCity sowie unzählige kleine und größere Veränderungen in allen Bereichen sorgten für eine stetig wachsende Attraktivität des Allwetterzoos. Die Realisierung des momentan entstehenden Elefanten-Parks wäre ohne das finanzielle Geschick des Zookaufmanns sicher schwieriger geworden. Werner Schmitz und seine Fähigkeit, Geld zu sparen, dieses anzulegen und zu vermehren, werden der Zoo GmbH ebenso fehlen wie sein legendäres Verhandlungsgeschick mit dem Gesellschafter Stadt Münster. Nach dem Ausscheiden von Werner Schmitz wird die Zoo GmbH jetzt vom alleinigen Geschäftsführer Jörg Adler und zwei Prokuristen geleitet.

Tiergarten Schönbrunn 01.10.2012
TIERGARTEN SUCHT DIE ZEHN BELIEBTESTEN TIERARTEN
Von A wie Ameisenbär bis Z wie Zebra: Über 600 Tierarten leben im Tiergarten Schönbrunn. Doch welche sind bei den Besuchern eigentlich die beliebtesten? Um das herauszufinden, startet der Tiergarten am 4. Oktober, dem Welttierschutztag, gemeinsam mit Radio Wien die Abstimmung „Die großen Zehn – Lieblingstiere von Schönbrunn“. Die Besucher können mit Wahlkarten im Tiergarten oder per Klick auf der Homepage des Zoos ihr Lieblingstier wählen. „Um die Auswahl etwas zu erleichtern, haben wir unsere Tierpaten vorab gebeten, ihre Lieblingstiere zu nominieren. Nun stehen 30 Tiere zur Wahl“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die letzte Abstimmung gab es im Tiergarten im Jahr 2001. Damals waren die Elefanten mit großem Abstand auf Platz eins, gefolgt von Eisbären, Tigern, Orang-Utans/Affen, Löwen, Geparden, Robben, Giraffen, Pinguinen und Flusspferden. Schratter: „Mittlerweile haben wir aber viele neue Tierarten. Damals hatten wir zum Beispiel noch keine Großen Pandas oder Koalas. Ich bin gespannt, welche Tierarten bei den Besuchern am beliebtesten sind. Ich verrate nicht, welchem Tier ich meine Stimme gebe, um niemanden zu beeinflussen.“ Am 15. November wird das Ergebnis, also „Die großen Zehn der beliebtesten Tiere“, bei einem Fest im Tiergarten bekannt gegeben.

Sea Life 01.10.2012
Sea Life Shark Weeks 2012: Wie vermeintliche Feinde zu Freunden werden
Bereits zum sechsten Mal finden in allen acht deutschen Sea Life Standorten die „Shark Weeks“ statt. Von der Ostsee bis zum Bodensee können sich die Besucher der Großaquarien über die Spezies Hai informieren. Dabei hat sich das Sea Life zum Ziel gesetzt, den Besuchern die Möglichkeit zu bieten, Nähe zu den vermeintlich gefährlichen Tieren zu schaffen und sie durch verschiedene Aktionen für die Lebewesen zu begeistern. Seit 2007 arbeitet Sea Life mit den gemeinnützigen europäischen Organisationen Shark Alliance und Shark Project zusammen, um Aufklärungsarbeit über die beeidruckende Spezies Hai zu leisten. Ihr gemeinsames Ziel: Für mehr Verständnis und Akzeptanz zu sorgen und sich um den Fortbestand der Populationen zu bemühen. Denn was kaum jemand weiß: Über 70 Hai-Arten sind bereits vom Aussterben bedroht. Die Besucher der Sea Life Großaquarien können während der Shark Weeks, die jeweils für zwei Wochen in allen acht deutschen Standorten stattfinden, vollkommen in die Welt der Haie abtauchen. Aktionen wie spezielle Fütterungen, Hai-Märchen-Stunden, Vorträge und Quizze informieren über den Lebensraum der Tiere und bieten gleichzeitig spannende Unterhaltung für die ganze Familie. Zudem gibt es reichlich Informationsmaterial vor Ort in den Großaquarien. „Nicht alle Haie sind Feinde des Menschen. Unsere Besucher sollen die Möglichkeit haben, sie als Freunde kennenzulernen und zu erleben,“ sagt Jenny Blask, Sprecherin Sea Life Deutschland. „Darüber hinaus sind sie beschützenswerte Lebewesen. Wir wollen unseren Besuchern zeigen, was sie tun können, um dabei zu helfen, den Fortbestand der Tiere zu sichern.“ Wer jetzt mehr zu dem Thema erfahren will, hat die Gelegenheit, die Shark Weeks in alles acht Sea Life Standorten zu erleben. Dabei dürfen sich die Gäste auf viele spannende Informationen und Aktionen freuen.

Zoo Berlin 01.10.2012
Alles für die Katz‘ – Zuchterfolg bei den Rostkatzen im Zoologischen Garten Berlin
Am 5. August 2012 kam ein Wurf bei den besonders schönen Rostkatzen (Prionailurus rubiginosus phillipsi) zur Welt – der erste in der 168 Jahre währenden Geschichte des Zoologischen Gartens Berlin. Die zwei Nachzuchtkätzchen kommen ab jetzt immer wieder aus ihren Verstecken heraus und erkunden die Umgebung. Sie zeigen dabei die jungtiertypische Unbeholfenheit und spielen ausdauernd. Die Jungtiere sind weiblichen Geschlechts. Die Rostkatzen, die im Süden Indiens und auf der Insel Sri Lanka beheimatet sind, sind eine Rarität allerersten Ranges. Diese hübschen Kleinkatzen werden nur außerordentlich selten gehalten. Auf dem europäischen Kontinent gibt es sie im Zoo Frankfurt am Main, im Tiergarten Blijdorp Rotterdam sowie im Katzenpark Nesles/Frankreich– allesamt Tiere der Unterart von der Insel. Das Internationale Zuchtbuch wird in Frankfurt geführt. 2008 wurden in Berlin zwei weibliche Rostkatzen aus Frankfurt übernommen, dazu kam 2010 ein Kater aus Rotterdam.

Zoo Berlin 01.10.2012
Mandrill-Nachwuchs im Tropenaffenhaus
Im Berliner Zoo ist das prächtigste und dickste Affentier der 19jährige „Albert“, der folglich auch der Vater des am 28. August geborenen, jüngsten Mitgliedes der nunmehr sechsköpfi-gen Affenhorde ist. Mutter des einzigen diesjährigen Jungtieres ist die 14jährige „Sandra“, die ihren Zögling zumeist sorgsam am Körper trägt. Langsam wagt das allerdings noch un-beholfene kleine Männchen, namens „Aron“, schon vorsichtige Alleingänge ‒ dies jedoch immer unter Beobachtung des Muttertieres, das Übergriffe anderer Mandrills nicht toleriert. Die sich im Dunkel des Urwaldes gerne am Boden fortbewegenden Primaten können auf-grund ihrer blaufurchigen Schnauze im Zwielicht einen dämonenhaften Eindruck erwecken. Dies hat ihnen die wissenschaftliche Bezeichnung Mandrillus sphinx eingebracht. Für einen Dämon benimmt sich „Aron“ noch ziemlich tollpatschig. Seinem Vater nimmt man die Rolle schon eher ab, wenn er seine 6 cm langen Eckzähne drohend zur Schau stellt, um seine Horde zu schützen. In ihrer zentralafrikanischen Heimat gilt die Affenart bereits seit vielen Jahren als gefährdet. Lebensraumzerstörung und Jagddruck lassen die Bestände allmählich schrumpfen. Auf europäischer Ebene wird die Zucht des Mandrills durch ein Erhaltungszuchtprogramm koor-diniert, an dem sich der Berliner Zoo beteiligt.

Tierpark Hellabrunn 01.10.2012
Besucher-Applaus bei den ersten Stehversuchen.Wollige Waldbison-Babys erobern die Herzen der Hellabrunn-Besucher im Sturm
Wenn das nicht zwei Medienstars werden! Anscheinend stehen die beiden neugeborenen Bisonkälber gerne im Mittelpunkt: Am 22. September brachte Waldbisondame „Gala“(6) nach einer Tragzeit von 285 bis 300 Tagen mitten am helllichten Tag um 13.10 Uhr Sohn „Monsun“ auf der Außenanlage zur Welt. Nur vier Tage später, am 26. September hat „Doro“ (9) es ihr gleich getan und vor den Augen der begeisterten Besucher nd Mitarbeiter um 13.20 Uhr Tochter „Marla“ geboren. Keine halbe Stunde nach der Geburt folgten die ersten, noch etwas wackligen Steh- und Gehversuche: Die entzückten Zuschauer unterstützen das Unterfangen mit Applaus und aufmunternden Zurufen. Vater beider Kälber ist der mächtige Bisonbulle „Greenhorn“ (6). Bis die Kälber an das stolze Gewicht von 850 Kilogramm herankommen, wird es noch einige Zeit dauern: Bei der Geburt wiegt ein Waldbisonkalb zwischen 35 und 40 Kilogramm. Während der ersten sechs Lebensmonate werden die Jungtiere gesäugt, doch schon einige Tage nach der Geburt beginnen sie, probeweise am Futter der Erwachsenen zu zupfen. In Hellabrunn bewohnt die Herde, die nun aus fünf Tieren besteht, gemeinsam mit 30 Präriehunden die Amerika-Anlage.

Zoo Frankfurt 02.10.2012
Abendöffnung des Exotariums
Von Oktober 2012 bis März 2013 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Für Interessierte bieten wir jeweils eine Führung mit wechselnden Themen an. Worum geht es bei der Führung? Die Zoobesucher sehen normalerweise nur einen Teil des Exotariums. Die technischen Einrichtungen, die Tierhaltung und die Zucht hinter den Kulissen bleiben verborgen. Mit Tierpfleger Thomas Hüge geht es in Bereiche, die für Besucher sonst nicht zugänglich sind.

Tiergarten Nürnberg 02.10.2012
20 Jahre Tierpatenschaften im Tiergarten
Mit einen Zeitungsaufruf unter dem Titel „Nürnbergs Tiere brauchen unsere Hilfe“ begann vor 20 Jahren die erfolgreiche Geschichte der Futterpatenschaften im Tiergarten der Stadt Nürnberg. Der damalige Tiergartendirektor, Dr. Peter Mühling, initiierte diesen Aufruf mit. Aktuell unterstützen mehr als 600 Paten ihre Lieblingstiere. Organisiert werden die seit September 2009 in Tierpaten unbenannten Futterpaten durch den Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. Insgesamt unterstützten die Paten den Tiergarten bislang mit mehr als einer Million Euro. Davon wurden unter anderem der neue Hebeboden im Delphinarium, das Mediterraneum und die Buntmarderanlage mitfinanziert. Auch die für 2013 geplante Anlage für Erdmännchen wird ein Projekt der Tierpaten.

Zoo Magdeburg 02.10.2012
Seltene Tierart im Zoo Magdeburg: Neuguinea-Filander
Ganz besondere Untermieter konnten vor kurzem die Lachenden Hänse des Magdeburger Zoos in ihrer Außenvoliere begrüßen. Anders als sie selbst bewegen sich die neuen Zoo-Bewohner jedoch nicht fliegend fort, sondern hüpfend. Es handelt sich um die seltene und deutschlandweit nur im Zoologischen Garten Magdeburg gehaltene Känguru-Art, dem Neuguinea-Filander. Bereits ihr Name weist darauf hin, dass diese gefährdeten Beuteltiere von der Insel Neuguinea kommen und nicht, wie viele vermuten würden, in Australien leben. Aufgrund der Kontinentalverschiebung in den vergangenen Millionen Jahren existieren so auch außerhalb des australischen Kontinents Tierarten, die sich über die außergewöhnliche Fortpflanzungsweise der „Beutelträchtigkeit“ vermehren.

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