Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Wilhelma – Zoologisch-botanischer Garten Stuttgart, 04.10.2012
Nachwuchs bei den Jemenchamäleons der Wilhelma: Kleine Meister der Entschleunigung
Sie sind zwar erst wenige Tage alt, aber die jungen Jemenchamäleons im Wilhelma-Terrarium beherrschen bereits perfekt, was hektische Börsianer und gestresste Manager ihr ganzes Berufsleben lang nicht schaffen: Sie eilen mit Weile durch die Welt, bedächtig im Wiegeschritt einen Klammerfuß vor den anderen setzend, dabei zu jeder Zeit gesichert gegen Abstürze aller Art durch ihren beweglichen Greifschwanz. Aber der Schein trügt – ihre unabhängig voneinander beweglichen Teleskopaugen sind hellwach. Ihnen entgeht keine noch so kleine Bewegung, und wenn die klebrige, fast körperlange Schleuderzunge zum Einsatz kommt, geht alles blitzschnell. Dabei zeichnen sich die Winzlinge schon jetzt durch eine erstaunlich hohe Trefferquote aus. Aber wer innerhalb weniger Monate vom kleinfingerlangen Babychamäleon zu einer halbmeterlangen Echse heranwachsen will, benötigt täglich eine ordentliche Portion Insekten und kann sich nicht allzu viele Fehlschüsse leisten! Chamäleons bewohnen die Tropen- und Subtropengebiete Afrikas, Südeuropas und Vorderasiens. Bisher sind rund 160 Arten beschrieben, aber angesichts ihrer perfekten Tarnung und ihrer unauffälligen Bewegungsweise ist damit zu rechnen, dass noch eine ganze Reihe Arten darauf warten, von der Wissenschaft entdeckt zu werden. Eines der größten und bekanntesten Chamäleons ist das im Süden der arabischen Halbinsel lebende Jemenchamäleon, Chamaeleo calyptratus. Die Artbezeichnung leitet sich ab vom lateinischen Wort `calyptra´ (= Mütze, Haube, Schutzhelm) und nimmt Bezug auf den bei ausgewachsenen Männchen bis zu 6 cm hohen, helmartigen Kopfaufsatz. Jemenchamäleons werden im männlichen Geschlecht bis zu 60 cm lang, die Weibchen erreichen etwa 40 cm Gesamtlänge. Im Terrarium bleiben die Tiere in der Regel etwas kleiner. Wie alle Chamäleons sind Jemenchamäleons ausgesprochene Individualisten, die auf den Anblick von Artgenossen mit intensiven Farbwechseln, drohendem Fauchen und Präsentieren des seitlich abgeflachten Körpers reagieren. Lediglich zur Paarung kommt es zu einer Art „befristetem Waffenstillstand“ zwischen den Geschlechtern. Bis dahin ist es für unsere Jungchamäleons noch ein weiter Weg. Zwar beherrschen auch sie schon die hohe Kunst des stimmungsabhängigen Farbwechsels. Aber auf dem Kopf tragen sie noch keinen Helm, sondern bestenfalls ein Häubchen, und auch von innerartlicher Aggression ist noch nichts zu bemerken. Vorerst klettern sie friedlich durchs Geäst ihres kleinen Terrariums gegenüber dem Eingang zur Krokodilhalle und konzentrieren sich auf die gemeinsame Jagd nach Fliegen, kleinen Heuschrecken und anderen Insekten, immer schön nach dem Motto: „Nô net hudle …..“.

Zoo Osnabrück, 04.10.2012
Zoo-Abendführung auch im Oktober!
Wer Elefanten, Hyänen und Co. im Zoo Osnabrück „Gute Nacht“ sagen will, kann dies auch noch im Oktober tun: Die Abendführungen, die freitags und samstags stattfinden, werden aufgrund der großen Nachfrage bis zum 27. Oktober 2012 fortgeführt. So manch ein Zoobesucher mag sich schon einmal gefragt haben: Was machen die Zootiere eigentlich nachts? Schlummern wirklich alle oder wer macht die Nacht zum Tag? Und wie schlafen eigentlich Elefanten – im Liegen oder im Stehen? Ein neues Angebot des Osnabrücker Zoos beantwortet diese Fragen. „Wer wissen will, was nach Torschluss im Zoo passiert, kann sich im Oktober freitags oder samstags für Abendführungen anmelden. In der Dämmerung führen unsere Zoopädagogen die Besucher in kleinen Gruppen von circa 20 Personen eineinhalb Stunden durch den Zoo und erklären das Schlafverhalten der Tiere“, erläutert Zoogeschäftsführer Andreas Busemann das neue Angebot. „Dabei haben die Besucher den Zoo sozusagen für sich und können mit ein wenig Glück ganz besondere Beobachtungen machen.“ Da trägt die Hyäne ihr Kleines in die Schlafhöhle. Die Vielfraße nutzen die kühlen Temperaturen und toben durch ihr Gehege. Die Luchse verlassen ihren Ausguck und holen sich ihr Fressen vom Boden. Und Elefantenbulle Tutume genießt sein Junggesellen-Schlafzimmer abgetrennt von seinen Mitbewohnerinnen Matibi und Sabi. Wer schon immer mal die vier Nashörner unter die Lupe nehmen wollte, hat nun Gelegenheit dazu. In ihrem Stall stehen sie nur Zentimeter von den Besuchern entfernt – natürlich getrennt durch eine Glasscheibe. Nun lässt sich endlich überprüfen, wer eigentlich das größte Nashorn hat. Doch nicht alle Tiere lassen sich gerne beim Schlafen zuschauen. Darauf nehmen die Zoopädagogen Rücksicht: „Menschenaffen sind tagaktiv, wie wir Menschen in der Regel auch. Unser Orang-Utan Buschi braucht seinen Erholungsschlaf nach abwechslungsreichen Stunden mit den Gibbons, die ebenfalls nachts ruhen müssen. Ebenso ziehen sich auch die Schimpansen in ihre Schlafnester hinter die Kulissen zurück“, berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Michael Böer. Das Oktober-Angebot findet am 1. und 2. Wochenende um 19 Uhr und am 3. und 4. Wochenende um 18 Uhr statt. Die Abendführungen starten am Haupteingang. Bei schlechtem Wetter stehen Regenschirme für den Rundgang bereit. Anmeldungen bitte per E-Mail (mueller@zoo-osnabrueck.de) oder per Telefon (0541/95105-77). Teilnahme nur nach Anmeldung möglich! Eintrittspreise: Erwachsene 17 €; Kinder 12 €; Rentner, Schüler, Studenten 13,50 € (Jahreskartenbesitzer/Mitglieder der Zoogesellschaft: 50% Rabatt). Dauer: ca. 90 Minuten

Zoo Osnabrück, 04.10.2012
Zwei Rothunde buhlen um die Gunst der Weibchen, Neue Tiere im Zoo Osnabrück
Pünktlich zu den nahenden Herbstferien sind neue Zoobewohner am Schölerberg eingetroffen: Zwei Rothunde, zwei Impala-Böcke und ein Waldhund erweitern den Tierbestand im Zoo Osnabrück. „Wir möchten den Tieren im Zoo ein möglichst artgerechtes Leben bieten. Dazu gehören nicht nur ein großes Gehege, das passende Futter oder Beschäftigungsaktion, sondern auch der Nachwuchs. Paarung, Geburt und Jungenaufzucht sind wichtige Erfahrungen für die Tiere“, erklärt Zoodirektor Prof. Michael Böer. Deswegen forderten die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Zoos für die Rothunde, Impalas und Waldhunde über das europäische Zoonetzwerk Junggesellen an, die nun hier für Nachwuchs sorgen sollen. Besonders schön lassen sich die zwei neuen Rothunde hinter dem Kamelgehege beobachten: „Seitdem die beiden Rüden Malic und Luca aus dem Tiergarten Berlin eingetroffen sind, haben sie das Frauenquartett ganz schön aufgemischt“, berichtet Tierpflegerin Tanja Boss. „Im Moment klären die beiden noch die Rudelstruktur. Aber gleichzeitig machen sie den Hündinnen schon den Hof. Vielleicht gibt es ja schon im nächsten Frühjahr Nachwuchs.“ Auch in den afrikanischen Tierwelten tut sich etwas: Zwei Impalaböcke reisten aus dem tschechischen Dvur Kralove nach Osnabrück. „Die zwei Böcke sollen bei der Zucht für die notwendige genetische Vielfalt sorgen“, erläutert Prof. Böer. „Da es jedoch nur einen Mann in der Impalaherde geben kann, darf der ältere Bock zu den Weibchen in Samburu, während der jüngere mit zwei anderen Männern sein Junggesellenleben in Takamanda genießt.“ Hier können Besucher sie in der Wohngemeinschaft mit Rappen-Antilopen, Großen Kudus, Pinselohrschweine und Rötel-Pelikane beobachten. Auch das Waldhundweibchen am Südamerikahaus hat einen neuen Partner bekommen. Der knapp zwei Jahre alte Rüde versteht sich schon prächtig mit seiner neuen Partnerin – sie teilen sich sogar das Futter. Für die Zoobesucher gibt es in den Herbstferien also viel Neues zu beobachten.

Zoo Leipzig, 04.10.2012
Erster Nachwuchs bei Nicaragua-Schmuckschildkröten, Abgabe einer Rothschild-Giraffe
Nachwuchs im Terrarium: Dem Zoo Leipzig ist es erstmals gelungen, Nachwuchs bei den Nicaragua-Schmuckschildkröten zu züchten. Die acht am 20. September geschlüpften Jungtiere sind ab sofort für Zoobesucher zu sehen. Laut Zoo-Informationssystem (ZIMS) ist der Zoo Leipzig derzeit der einzige Tiergarten, der diese Unterart, die bis zu 38 Zentimeter groß wird, hält. Neben den separat gehaltenen Jungtieren sind auch die Eltern des Nachwuchses im Terrarium zu sehen. Gute Einblicke haben Beobachter auch am Gehege der Wickelschwanz-skinks. Die beiden Elterntiere sind zusammen mit einem am 24. September geborenen Jungtier sowie dem Vorjahresnachwuchs zu sehen. „Die beiden Zuchterfolge im Terrarium sind aus zoologischer Sicht sowie für die Zoobesucher ein spannender Anlaufpunkt“, sagt Kurator Fabian Schmidt. Von der Herde Abschied nehmen hieß es dagegen für Kimani. Die Rothschild-Giraffe wurde am 2. November 2009 im Zoo Leipzig geboren. Auf Empfehlungen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms wird die Tochter von Emma und Max künftig in La Palmyre in Frankreich leben. Die Dreijährige hat den Transport gut überstanden und ist gestern in ihrer neuen Heimat angekommen. Dort wird sie in die bestehende Herde integriert.

Erlebniszoo Hannover, 04.10.2012
Baby an Bord! Erster Nachwuchs der Brillenpinguine auf der Yukon Queen in Yukon Bay
Zugegeben, Sean-Michael ist ein wenig moppelig. Überhaupt erinnert er ein bisschen an einen Frottee-Ball auf Schwimmflossen. Oder an ein geplatztes Daunenkissen mit Schnabel. Und dann diese Stummelärmchen, die aus dem aufgeplusterten Federflaum ragen. Wie ein eleganter Schwimmer sieht er noch nicht gerade aus. Macht nichts. Seine Eltern wissen, welchen Schatz sie da mit ganzem Körpereinsatz schützen: Der moppelige kleine Fusselvogel ist das erste Brillenpinguin-Küken, das an Bord des Schiffes „Yukon Queen“ in Yukon Bay geschlüpft ist! Am 8. September pickte sich das gerade mal 74 Gramm leichte Küken aus dem Ei, das die Elternvögel Klaus und Jaqueline 38 Tage ausdauernd bebrütet hatten. Seitdem wärmen die beiden den Winzling in dem Nest, das sie aus Sand und Steinen in dem umgekippten Boot neben dem Pool gebaut haben. Dreimal täglich füttern die beiden ihren Nachwuchs mit Lodden, Makrelen oder Heringen. Inzwischen hat sich Sean-Michael auf stattliche 580 Gramm gefuttert. Bald wird es schwierig für Klaus und Jaqueline, den Jungvogel unter sich zu verstecken. Unter den 34 Pinguinen an Bord der Yukon Queen gibt es zurzeit noch vier weitere Brutpaare. Zwei haben die Nischen hinter den Ladeluken bezogen, zwei die Fässer am Strand. Um zu ihrem Nest im Ruderboot zu gelangen, müssen sich Klaus und Jaqueline auf den Bauch legen und unter der Bootskante vorwärts robben. Umständlich – aber sicher. Eindringlinge werden sofort entdeckt und mit kräftigen Schnabelbissen vertrieben. Für die beiden vierjährigen Pinguine ist es der erste Nachwuchs. Ob Sean-Michael einen Spielkameraden bekommt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wenn die Brutzeit der anderen Paare abläuft. Noch länger wird es dauern, bis fest steht, ob Sean-Michael vielleicht eine Jean-Michelle ist. Das Geschlecht der Vögel lässt sich nur durch eine Blutprobe feststellen.

Zoo Frankfurt, 04.10.2012
Nashorn-Transport auf das Frühjahr 2013 verschoben
Die beiden Spitzmaulnashörner TSORORO und KALUSHO bleiben den Winter über im Zoo Frankfurt. Ihre Reise nach Afrika, in das Mkhaya Schutzgebiet in Swasiland, wurde aus logistischen Gründen auf das Frühjahr 2013 verschoben. In Kooperation mit der Organisation „Back to Africa“ sollen die Tiere nach Afrika gebracht werden, um dort im Sinne des Artenschutzes für Nachwuchs zu sorgen. Zwei so große und schwere Tiere auf eine lange Reise zu schicken ist ein enormer logistischer und personeller Aufwand. Viele Rädchen nicht nur in Deutschland, sondern auch bei den Empfängern in Afrika, müssen perfekt ineinander greifen und auch die Vorbereitung der Tiere ist eine durchgeplante Herkulesaufgabe. „Uns war von vorneherein klar, dass die nach außen sehr robust wirkenden Nashörner sehr empfindsam sind, sobald eine Änderung in ihrer gewohnten Umgebung stattfindet“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch die Transport-vorbereitungen. Daher musste das sogenannte Kisten-Training stufenweise aufgebaut werden, damit sich die Tiere in aller Ruhe an Geruch und Aussehen der Transportkiste gewöhnen können. Aber auch für den Transport selbst sind zahllose Termine abzustimmen, Papiere zu besorgen und veterinärmedizinische Vorgaben zu erfüllen. Durch eine Verzögerung bei der Logistik verschiebt sich der Zeitplan nun so, dass der Transport nicht wie geplant Mitte Oktober stattfinden kann. Dies wäre aber für dieses Jahr der spätmöglichste Termin gewesen, denn, so Niekisch: „Die Außentemperaturen werden jetzt schnell niedriger, sodass wir eine Reise der kälteempfindlichen Tiere in diesem Jahr nicht mehr verantworten können und auf höhere Temperaturen im nächsten Frühjahr warten müssen.“ Als Angehörige der Unterart „minor“ gehören die beiden Frankfurter Spitzmaulnashörner zu einer der am meisten bedrohten Tierarten überhaupt. In Kooperation mit der Organisation „Back to Africa“ sollen die Tiere nach Afrika gebracht werden, um dort für Nachwuchs zu sorgen. „Die Sicherheit von TSORORO und KALUSHO hatte dabei von Anfang an für uns oberste Priorität“, so Niekisch. Besondern die Gene von Nashornbulle KALUSHO, der von Simbabwe nach Frankfurt kam, sind sehr wertvoll und sollen im Sinne der Arterhaltung in die stark dezimierte afrikanische Population eingebracht werden. Der Zoo ist eine genetische Sackgasse für die Nashorn-Unterart „minor“, da für die Zucht in ganz Europa keine weiteren Tiere dieser Art zur Verfügung stehen. Dass KALUSHO zeugungsfähig ist, bestätigte eine umfassende medizinische Untersuchung durch das Institut für Zoo und Wildtierforschung.

Tierpark Bochum, 04.10.2012
Kleine Eule mit langen Beinen tief unter – lange Echse mit breitem Kragen hoch über der Erde: Neue Tiere im Tierpark Bochum
Vögel sind in der Luft, auf Bäumen und auf Sträuchern zu Hause und in ihrem Element, so meinen jedenfalls die meisten Menschen, wenn sie an unsere „gefiederten Freunde“ denken. Seit 6 Jahren leben jedoch Vögel im Tierpark Bochum, die sich sehr gerne „unter Tage“ aufhalten. Entgegen der landläufigen Meinung, dass Vögel idealerweise in die Luft gehören, halten sich Präriekauze, auch unter dem Namen Kanincheneulen bekannt, gerne in den Höhlen und Gangsystemen auf, die von den Präriehunden angelegt wurden, mit denen sie in einer gemeinsamen Anlage leben. Im Bochumer Tierpark lebte in den vergangenen Monaten nach dem natürlichen Tod seiner Eltern und Geschwister ein verbliebenes dreijähriges Weibchen alleine in seiner Anlage. Nun hat es einen zweijährigen Partner bekommen, der aus einem Eulenpark in der Lüneburger Heide stammt. Beide Vögel vertragen sich gut und häufig sieht man sie gemeinsam vor den Eingängen des Höhlensystems sitzen. In den vergangenen Jahren brüteten die Kanincheneulen des Tierparks immer wieder erfolgreich. Darum sind unsere Tierpfleger zuversichtlich, dass es auch bei diesem neuen Paar „klappt“. Bei der Brut und der Aufzucht ihrer Jungen setzen sich Kanincheneulen immer wieder gegen die Präriehunde durch, die immerhin dreimal so schwer sind wie sie und die kräftige Nagezähne besitzen. Diese natürliche Lebensgemeinschaft aus Präriehunden und Präriekäuzen wird in Zoos nur sehr selten gezeigt. Präriekauze stehen unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens aus dem Jahre 1973, das zurzeit für 175 Länder der Erde gilt. Es kontrolliert den internationalen Handel mit Wildtieren und Pflanzen, um das Überleben dieser Tiere und Pflanzen nicht zu gefährden. Auch im Aquarien- und Terrarienhaus gibt es einen attraktiven Neuzugang zu vermelden. In der mit 22 Bartagamen, zwei Blauzungenskinken und einer Kragenechse besetzten Australienanlage ist nun eine zweite Kragenechse hinzu gekommen. In dieser Anlage herrschen tagsüber Temperaturen von 30 – 35°C, der Vorzugstemperatur dieser Echsen, nachts dagegen 18 – 20°C.

Zoo Frankfurt, 05.10.2012
Zum Zoo – einmal um die Ecke bitte!
Ab Montag, den 8. Oktober 2012, wird der Zugang zum Zoo an der Bernhard-Grzimek-Allee um ca. 50 m entlang der Zoomauer nach Osten verlegt. Die Verlegung wird notwendig, damit die Arbeiten an der Südseite des Zoovorplatzes begonnen werden können. „Die Gründe für die vorübergehende Verlegung des Eingangs sind der Bau einer zweiten Rampe vor dem Zoogesellschaftshaus sowie die Erneuerung des gesamten Zoovorplatzes“, erklärt Kerstin Schmitz, Verwaltungsleiterin und Stellvertretende Zoodirektorin. Mit Beginn der Bauarbeiten ist der Zugang in den Zoo durch die alte Kassenanlage nicht mehr möglich. Diese soll ohnehin Anfang kommenden Jahres abgerissen werden. Als Ersatz baut der Zoo auf der nördlichen Seite des Vorplatzes einen neuen modernen Eingang mit Servicebereich und Zoo-Shop. Unmittelbar hinter dem neuen Eingang entsteht derzeit eine großzügige Anlage für Brillenbären und Brüllaffen. Die Eröffnung ist für das kommende Frühjahr geplant. Für die Zoobesucherinnen und Zoobesucher bedeutet die Verlegung des Eingangs keinen Mehraufwand. „Die Wegstrecke von ca. 50 Metern, die jetzt an den alten Kassen vorbei entlang der Zoomauer zu gehen ist, ist bislang auch angefallen – nur eben schon im Zoo. Auch werden den Besuchern durch die Verlegung des Eingangs keine Tiere entgehen“, versichert Schmitz. Als kleinen Trost erhalten die Zoobesucher während des Betriebs der beiden provisorischen Kassen einen kostenfreien Zooplan.

Zoo Osnabrück, 07.10.2012
Zoolotterie: Mit Loskauf die Wärmestube unterstützen
Trotz Wind und Regen verkaufte Generalvikar Theo Paul vergangenen Freitag mit großem Erfolg Lose für die Zoolotterie. Damit will er auch die Finanzierung einer neuen Kühlzelle für die Wärmestube unterstützen. Denn der Reinerlös der gemeinnützigen Zoolotterie geht unter anderem an die Wärmestube des Bischöflichen Stuhls. Diese benötigt zurzeit dringend Unterstützung: „Die alte Kühlzelle, die noch aus Zeiten der Franziskanermönche stammt, ist in die Jahre gekommen und muss dringend erneuert werden. Sie ist das Herzstück unseres Speisenangebots für sozial Benachteiligte und Wohnungslose“, berichtete Generalvikar Paul. „Circa 40.000 Euro wird die neue Anlage kosten. Dank der Zoolotterie werden wir hoffentlich in etwa ein Viertel des Geldes zusammen bekommen. Über weitere Spenden wären wir natürlich sehr dankbar.“ Die Zoolotterie geht noch bis zum 1. November. Verkaufsstellen sind in der Großen Straße vor dem Modehaus L+T sowie vor der Hirschapotheke am Nikolaiort. Es warten noch viele weitere Preise auf ihre glücklichen Gewinner, unter anderem ein Chevrolet Spark, ein Elektrofahrrad, ipods und viele andere Gewinne. „Ich bitte alle Bürger, in den letzten Wochen der Zoolotterie noch einmal viele Lose zu kaufen und damit unseren Mitmenschen, die Unterstützung brauchen, zu helfen“, so Generalvikar Paul. Mit ein bisschen Glück bekämen die Käufer selbst auch eine kleine oder sogar große Freude. Das Los kostet 1 Euro. Neben der Wärmestube des Bischöflichen Stuhls wird der Zoo Osnabrück und der Deutsche Kinderschutzbund Osnabrück unterstützt.

Opel Zoo 08.10.2012
Herbstferien im Opel-Zoo – Vielfältiges Ferienprogramm für Kinder
Herbstferien im Opel-Zoo: Da wird immer etwas Besonderes geboten und vor allem die Schulkinder können am Ferienprogramm teilnehmen, das den Zoobesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lässt: Die beliebten Öffentlichen Sonderführungen mit dem Kronberger Revierförster zum Thema „Der Wald und seine Tiere im Herbst“ finden am Dienstag, 16. und 23. Oktober jeweils um 14 Uhr statt. Jeden Mittwoch in den Ferien nehmen die Zoopädagogen von 10 bis 13 Uhr mit den Kindern die „Natur unter die Lupe“ und erläutern an verschiedenen Stationen in der Zooschule, wie die Zusammenhänge der Jahreszeit Herbst in der Natur auch unter dem Binokular zu erkennen sind. An beiden Donnerstagen geht es dann um 11 Uhr mit den Ferienführungen zu Giraffe, Elefant & Co, wobei die Besucher bei diesen informativen Spaziergängen durch den Opel-Zoo vor allem auch Fragen stellen können. Treffpunkt ist bei allen Führungen an der Zooschule. Sie sind kostenfrei, so dass nur der Eintritt in den Opel-Zoo anfällt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zoo Salzburg 08.10.2012
Die beiden Salzburger Luchse Lesnica und Vivous übersiedeln in den Nationalpark Bayerischer Wald.
Heute in der Früh hieß es Abschied nehmen! Die beiden Salzburger Luchse Lesnica und Vivous übersiedeln in das Tierfreigelände des Nationalparkzentrums Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald. Luchse kommen wieder! Der Neubau der Luchs-Anlage im Salzburger Zoo ist in Planung! Jedoch hat der Bautrupp des Zoos derzeit alle Hände voll zu tun, die beiden neuen Anlagen für Jaguare und Geparden fertig zu stellen. So ist es nicht möglich, dass noch an einer dritten Baustelle gearbeitet werden kann. Seit Anfang des Jahres leben im Tierfreigelände des Nationalparkzentrums Falkenstein im Nationalpark Bayerischen Wald keine Luchse mehr. Und da sich der Zoo Salzburg entschlossen hat bis zur Fertigstellung der neuen Anlage, die beiden Luchse abzugeben, freut sich heute das Team des Nationalparks Bayerischer Wald auf die Ankunft ihrer neuen „Pinselohren“.

Zoo Leipzig 09.10.2012
Duo aus Ungarn in Leipzig eingetroffen – Zwei Neuzugänge in PongolandAnkunft in Pongoland: Gestern Abend sind zwei Orang-Utans (Pongo pygmaeus abelii) aus dem Zoologischen Garten Budapest im Zoo Leipzig eingetroffen. Die 16-jährige Mengala und ihr zwei Jahre alter Sohn Vilmos werden bis zum Abschluss der veterinärmedizinischen Untersuchungen zunächst in der Quarantäne leben. Im Anschluss daran soll die Integration des Duos in die aus acht Orang-Utans bestehende Gruppe in Pongoland beginnen. Mit der Aufnahme der Neuzugänge unterstützt der Zoo Leipzig auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms die ungarischen Kollegen, die aufgrund von Rangordnungskonflikten die beiden Orangs-Utans aus der Gruppe nehmen mussten. Damit setzt der Zoo Leipzig auch den Veränderungsprozess in den eigenen Gruppen fort. Im September waren mit Kila und Maia zwei Orang-Utans nach Basel umgezogen. Zudem wurden bereits im Sommer Gorilla-Silberrücken Gorgo und Bebe nach Rostock abgegeben. Mit Abeeku wird aktuell der neue Anführer bei den Gorillas eingewöhnt. Die einzigartige Menschenaffenanlage Pongoland wurde vor elf Jahren eröffnet. Seither haben die Zuchtgruppen der verschiedenen Menschenaffenarten stabil bestanden. „Um hierarchiebedingte Nachteile für einzelne Tiere aufzulösen und die Zucht zum Erhalt der bedrohten Arten voranzutreiben, wurde der laufende Veränderungsprozess in Absprache mit den Koordinatoren der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme in Gang gesetzt“, erklärt Kurator Gerd Nötzold.

Zoopark Erfurt 09.10.2012
Herbstzeit im Thüringer Zoopark Erfurt
Im Herbst zeigt sich der Rote Berg von einer seiner schönsten Seiten. Die Blätter der vielen Ahorn-, Eichen- und Kastanienbäume erstrahlen in leuchtender Farbenpracht und fallen leise herab. Auch für die Tiere im Thüringer Zoopark Erfurt ist der Herbst eine besondere Jahreszeit. Bei den Antilopen, Giraffen, Stummelaffen und Klippschliefern steht das bunte Laub ganz oben auf dem Speiseplan. Damit die Tiere auch im Winter nicht auf ihre bevorzugte Nahrung verzichten müssen, werden Blätter portionsweise eingefroren. Herbstfrüchte und Saisongemüse ergänzen außerdem das Futterangebot. Die orangeroten Kürbisse sind zum Beispiel besonders bei den Elefanten und den Berberaffen beliebt. Kastanien hat der Zoopark schon genügend und kann deshalb auch keine mehr annehmen. Sie sind zum Lagern nicht gut geeignet, weil sie sehr schnell schimmeln. Einige Tiere, wie die possierlichen Präriehunde, futtern sich gerade eine warme Speckschicht an. Wenn es richtig kalt ist, ziehen sich die kleinen Nager in ihre warmen Höhlen zurück und zehren von ihrem Winterspeck. Bei den Damhirschen beginnt im Herbst die sogenannte Brunft oder Paarungszeit. Da der Hirsch auf Störungen sehr gereizt reagiert, ist die begehbare Anlage in dieser Zeit geschlossen. Das Damwild kann aber dennoch sehr gut von außen beobachtet werden.

Zoo Duisburg 10.10.2012
Albino-Känguru ist der Star im Zoo Duisburg
Es war eine Sensation, als im Mai 2012 den Tierpflegern des Zoo Duisburg bei der morgendlichen Kontrollrunde durch ihr Revier ein schneeweißes Jungtier aus dem Beutel eines weiblichen Bennett-Kängurus entgegen blickte. Die in Australien heimischen Bennett-Kängurus sind gemeinhin dunkel-braun gefärbt. Bei dem Jungtier handelt es sich somit um einen Albino. In der Wildbahn haben Albinos selten eine Überlebenschance, da sie aufgrund ihrer hellen Fell- und Augenfärbung sehr auffällig sind und häufig Raubtieren zum Opfer fallen. Im Zoo jedoch sind Albinos gut behütet. So auch das junge Albino-Känguru, das auf den Namen „NALA“ getauft wurde, was „Geschenk“ in der Sprache der Aborigines, der Ureinwohner Australiens, bedeutet. Seit einigen Tagen hüpft das junge Känguru nun aber ganztägig über die Australienanlage des Zoos und verzückt die Besucher. „So süß!“ hört man immer wieder von den Besuchergruppen, die sich in großer Zahl vor dem Gehege versammeln.

Tierpark Hagenbeck 10.10.2012
100 Tage Eismeer – Eine erste Bilanz
Zugegeben, es hat gedauert. Immer wieder mussten ungeahnte Hürden genommen werden, denn dieses Projekt ist weltweit einzigartig. Umso größer war die Freude, als nach zweieinhalbjähriger Bauzeit am 5. Juli dieses Jahres das neue Eismeer von Geschäftsführer Joachim Weinlig-Hagenbeck und Projektleiter Dr. Stephan Hering-Hagenbeck frei gegeben wurde. Am 12. Oktober ist das neue Eismeer genau 100 Tage geöffnet – Zeit, Bilanz zu ziehen. Etwa 550.000 Besucher begeisterten sich seit der Eröffnung für die neu geschaffenen polaren Welten mit Eisbären, Seelöwen, Kegelrobben und verschiedenen Pinguinarten. Eine Vielzahl von frei fliegenden Vögeln bevölkert die Seevogel-Voliere im Herzen der Anlage. Wie an vielen Stellen im Eismeer befinden sich die Besucher mitten im Lebensraum der Tiere. Denn ganz nach historischem Hagenbeck-Prinzip kommen sie den Tieren ganz nah. Tierischer Star ist Walrossdame Neseyka, die seit ihrem Einzug über und unter Wasser die Herzen im Sturm erobert. Mit dem bisherigen Erfolg der neuen Attraktion ist Geschäftsführer Joachim Weinlig-Hagenbeck rundum zufrieden: „Dass wir trotz des relativ schlechten Wetters und der Eröffnung in Etappen die besucherstärksten Sommerferien seit Jahren verzeichnen können, macht mich stolz und glücklich. Die vielen Glückwünsche, die freundlichen, manchmal regelrecht begeisterten Briefe, die uns immer noch erreichen, zeigen mir, dass wir mit dem Eismeer alles richtig gemacht haben. Es bereichert nicht nur den Tierpark, es ist ein Magnet für unsere Stadt geworden.“

Zoo Leipzig 10.10.2012
Dikdiks haben Nachwuchs – Jungtier in Gondwanaland geboren
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr haben die Kirk-Dikdiks (Madoqua kirkii) im Zoo Leipzig Nachwuchs bekommen. Die Pfleger fanden das Neugeborene heute Morgen bei Dienstbeginn wohlbehalten vor. Gemeinsam mit den Eltern und dem männlichen Geschwistertier, das im April geboren wurde, zeigt sich die jüngste afrikanische Zwergantilope bereits zeitweise den Besuchern in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland. Die Mutter kümmert sich vorbildlich um den Nachwuchs, während Vater und Bruder den Neuling neugierig mustern. Um die Aufzucht des jüngsten Dikdiks möglichst ungestört beginnen zu lassen, bleiben die Eulenkopfmeerkatzen, die sich das Gehege mit den Zwergantilopen teilen, vorerst in der rückwärtigen Anlage. Wenn sich in der Gruppe der Dikdiks Routine eingestellt hat und der Nachwuchs sich in den ersten Tagen gut entwickelt, werden die Tierarten wieder zusammen zu sehen sein.

Wilhelma Stuttgart 10.10.2012
Neue Waldhunde in der Wilhelma: Ein ungleiches Paar
Wenn es Futter gibt, dann hat Kesara meistens die Nase vorn. Obwohl deutlich kleiner als ihr neuer Partner Pero, ist sie beim Finden der täglichen Fleischration klar schneller. Die beiden neuen Waldhunde der Wilhelma bringen Leben in das über den Sommer verwaiste Gehege zwischen Elefantenhaus und Tigeranlage. Bereits im April kamen die im dänischen Jesperhus geborene Kesara und der aus dem englischen Port Lympne stammende Pero nach Stuttgart. Nach ihrer Quarantäne- und Eingewöhnungszeit, die Kesara und Pero hinter den Kulissen verbrachten, setzen sie in der Wilhelma eine kleine Tradition fort. Bereits seit 1986 werden hier Waldhunde gehalten. Damit gehört die Wilhelma zu den wenigen Zoos in Europa, die diese kleinen, südamerikanischen Wildhunde zeigen. Nachdem 2010 das alte Weibchen Sabana starb, lebten zuletzt nur drei männliche Waldhunde in der Wilhelma. Sie wurden im März nach Leeuwarden in den Niederlangen abgegeben. Die Zusammenführung der beiden neuen Waldhunde, die auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Stuttgart kamen, klappte problemlos. Nun sollen Kesara, was die Junggebliebene bedeutet, und Pero die Zucht fortführen. Bemerkenswert bei Waldhunden ist ihr Sozialverhalten. Sie leben in einem engen Familienverband zusammen; meist ein Paar mit seinem Nachwuchs. An der Aufzucht der Jungen beteiligen sich die Männchen stärker, als dies bei anderen Hundeverwandten der Fall ist. Nicht nur, dass der Rüde bei der Geburt hilft und die Nabelschnur durchtrennt, er säubert die Kleinen auch. Zudem versorgt er die Mutter und nach ein paar Wochen ebenfalls die Jungen mit Nahrung. Auch auf den von seinem Verhalten her eher zögerlichen Pero werden diese Vaterpflichten hoffentlich bald zukommen. Übrigens brachte ihm seine vorsichtige Wesensart – die sich gut mit „Ich würde ja so gerne, aber…“ beschreiben lässt – seinen Namen ein. Dieser bedeutet auf Spanisch „aber“.

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