Portrait: Maguaristorch

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie: Störche (Ciconiidae)
Gattung: Ciconia
Art: Maguaristorch (Ciconia maguari)
Maguaristorch (Vogelpark Irgenöd)

Maguaristorch (Vogelpark Irgenöd)

Der Maguaristorch ist ein südamerikanischer Vertreter aus der Familie der Störche. Er kommt östlich der Anden von Venezuela bis Argentinien in Feuchtgebieten und auf landwirtschaftlichen Flächen vor.
Die Population wird zwischen 50.000 und 100.000 Exemplaren geschätzt. Die einzige Bedrohung ist die Zerstörung seiner Feuchtgebiete, jedoch scheint der Maguaristorch noch nicht unmittelbar gefährdet zu sein.

Der Maguaristorch ist ein großer Vogel und erreicht eine Körperlänge von etwa 97,0 bis 102,0 Zentimeter, eine Spannweite von etwa 110,0 bis 120,0 Zentimeter und erreicht eine Höhe von etwa 85,0 Zentimeter. Das Gewicht des Männchens beträgt 4,2 Kilogramm und das Gewicht des Weibchens 3,8 Kilogramm. Zwischen beiden Geschlechtern besteht kaum ein nennenswerter Dimorphismus. Das Obergefieder, der Kopf, Hals und die Brust weisen eine weiße Färbung auf und sind an einigen Stellen mit hellgrauen schimmernden Flecken besetzt. Die primären und sekundären Federn der Flügel sowie die Oberschwanzdecken sind schwarz schillernd. Der Schwanz ist ebenfalls von einer schwarzen Tönung. Teile des Gesichts sind kahl und weisen eine rötliche Färbung auf. Der Schnabel ist lang, konisch geformt und ziemlich robust. Der Oberkiefer und Unterkiefer sind zum Teil blau-grün gefärbt, während die Spitze eine rot-violette Tönung aufweist. An der Basis des Unterkiefers zeigt sich eine rote Linie, die bis zum Halsansatz reicht. Die Beine und Füße sind rot geschönt. In der Balzzeit sind die Farben der nackten Haut lebhaft gefärbt. Das Gefieder der Jugendlichen ist eher dunkel. Der Schwanz ist von einer weißen Färbung und der Schnabel sowie die Beine sind schwarz getönt. Das Dunengefieder der Küken weist insgesamt eine schwarze Färbung und der Schlundbereich ist gelblich getönt.

Der Maguaristorch ernährt sich von Fischen, Fröschen, Krebsen, kleinen Nagetieren, Schlangen, Wasserinsekten und anderen Wirbellosen.

Störche führen eine saisonale Einehe. Je nach Geschlecht erreichen die Vögel ihre Geschlechtsreife mit drei bis fünf Jahren. Die Paarungs- und Brutzeit erstrecken sich üblicherweise von Juni bis November. Markantes Balzritual ist das Klappern mit dem Schnabel. Das Nest, wie bei Greifvögeln, Horst genannt, ist eine große Plattform mit einem Außendurchmesser von 1,20 bis 1,30 Meter und einem Innendurchmesser von 45,0 Zentimeter. Das Nest besteht in der Regel aus Seggenstielen und aus Schilf. Meist wird das Nest an den Rändern von Gewässern oder in der Nähe von Flussmündungen und Sümpfen angelegt. Das Nest wird über viele Jahre genutzt und zu Beginn der neuen Brutsaison immer wieder ausgebessert und ausgebaut. Das Weibchen legt zwischen drei und fünf, selten bis sieben weiße Eier. Die Eier sind elliptisch oder eiförmig und sind bis zu 75,0 x 54,0 Millimeter groß. Die Elterntiere wechseln sich während der nächsten 30 bis 34 Tagen beim Wärmen der Eier ab. Die Nestlingszeit beträgt rund 55 bis 60 Tage. Um die Versorgung des Nachwuchses mit Nahrung kümmern sich beide Elternteile. Die Jungen werden in den ersten Lebenswochen mit kleinen Fischen wie Elritzen gefüttert. Im Schnitt erreichen nur zwei Nestlinge pro Brutpaar und Jahr die Flugfähigkeit.
Der Maguaristorch lebt gesellig und bildet Gruppen, jedoch nicht sehr zahlreich. Aber manchmal können die Gruppen Hunderte von Individuen in der Trockenzeit erreichen. Der Maguaristorch ist ein ausgesprochen guter Flieger, der insbesondere die Thermik ausnutzt, um über weite Strecken zu gleiten.

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