Zoo Berlin

Der Berliner Zoo war der erste Deutschlands. Aus der Anfangsepoche sind eine wenige, exotisch anmutende Gebäude erhalten, so das Antilopenhaus und mehrere hölzerne Rinder- und Hirschställe. Unter der Direktoren-Dynastie Heck erlangte er Weltruhm.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Zoo in Schutt und Asche gelegt, nur wenige Tiere überlebten. Einige der Tierhäuser wurden im alten Stil wieder aufgebaut. Viele moderne Anlagen und die Zoo-Erweiterung entstanden in mehr als drei Jahrzehnten unter Direktor Klös.
Kleiner als der Tierpark ist der Tierbestand des Zoos nicht weniger interessant und außergewöhnlich. Es dürfte sich um den artenreichsten Zoo der Welt handeln.
Barasinghahirsch, Berganoa, Japanischer Serau, Mittelamerikanischer Tapir, Potto und Wickelbär gehören zu den kaum gezeigten Tieren in deutschen Zoos und nur einige der Besonderheiten des Zoos.

Im Raubtierhaus findet man neben Großkatzen auch viele seltene Kleinraubtiere wie Ringelschwanzmungos und Fossas aus Madagaskar. Das renovierte Nachttierhaus lädt zu einem Blick in die Welt der nachtaktiven Tiere mit Fingertieren und Erdferkeln ein.

Das Vogelhaus mit Freiflughalle mußte 2010 für einen Neubau weichen. Bis zu dessen Eröffnung, vermutlich 2013, finden sich tropische Vogelarten auch in der Fasanerie. In zahlreichen teils begehbaren Großvolieren leben Watvögel, Reiher und viele andere.
Das Flußpferdhaus mit seiner Glaskuppel zeigt seine Bewohner hinter 14 m Glasfront auch unter Wasser. Im Pinguinhaus leben Königs- und Eselpinguine auf echtem Eis und Schnee.
Das Siamesische Rinderhaus ist das größte thailändische Bauwerk Europas. Im Elefantenhaus sind Asiatische Elefanten zu bewundern, im modernisierten Menschenaffenhaus gleich vier Arten.

Trotz der geringeren Größe ist der Zoo genauso verschachtelt wie der Tierpark und man verliert leicht den Überblick über die unzähligen Wege.
Auch wenn der Zoo nicht zu meinen Favoriten zählt (und nur eine Sache des Geschmacks ist), lohnt der Zoobesuch auf jeden Fall. Der Zoo ist ein Amalgam aus neuen und alten Zoogebäuden und nicht überall ist die Tierhaltung auf dem neuesten Stand. Dennoch findet man dort Tiere, die sonst in keinem europäischen Zoo gezeigt werden.

Das 1913 eröffnete Aquarium ist ein Zoo für sich (und muss auch extra bezahlt werden, allerdings gibt es Kombikarten mit dem Zoo). Auf drei Etagen leben hier fast 10.000 Tiere. Die weltbekannte Quallenzucht, tropische und heimische Fische, Krokodile und ein Insektarium sind nur einige Aspekte.
Mein letzter Besuch liegt schon einige Jahre zurück und 2012 war das Aquarium nicht Teil eines Zoobesuchs.

Weitere Infos über den Zoo (den Tierpark und das Aquarium) findet man hier:
http://www.hauptstadtzoo.de
http://www.zootierliste.de

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