Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Beim Verschicken der Zoopresseschau der letzten Woche gab es Probleme. Diese konnten nicht behoben werden, aber das Verschicken der dieswöchigen Zoopresseschau funktionierte wieder. Trotzdem kann ich Auszüge aus beiden Presseschauen präsentieren, da das Redaktionsteam die Presseschau der letzten Woche auf einen Server hochgeladen hat. (Wen es interessiert kann sich hier die gesamte Presseschau vom 11. November anschauen)

Tierpark Bochum 14.11.2012
Drei auf einen Streich… Drillinge bei den Erdmännchen
Im September des vergangenen Jahres hielten südafrikanische Erdmännchen als neue Tierart Einzug in die gerade fertig gestellte Erdmännchen – Anlage des Tierparks Bochum. Nach den ersten beiden Babys vom April und Juli dieses Jahres wurde nun, Anfang November, zum dritten Mal Nachwuchs gesichtet! Erst eins, dann zwei, dann drei Erdmännchenbabys – die Tierpfleger übertrafen sich halbstündlich mit erweiterten Nachwuchszahlen. Reviertierpfleger Lukas Gers freut sich: „Unsere drei Erdmännchengeschwister sind ca. 4 ½ Wochen alt und können sich zum „Wache Stehen“ oder zum Sonnen schon auf etwas unsicheren Beinen hoch aufrichten – seitwärts Rolle inklusive“. Bei kaltem Wetter sucht die ganze Familie auch gerne und ausgiebig die Wärmestationen der Außenanlage auf, wo sie prima zum großen

Wilhelma Stuttgart 14.11.2012
Nachwuchs auf dem Schaubauernhof: Eine zweite Chance für das Hinterwälder Rind
Auch wenn ihr Name ganz danach klingt: Rückständig oder gar „hinterwäldlerisch“ sind die Hinterwälder Rinder keineswegs. Wegen ihres ausgewogenen Körperbaus werden sie heute von einigen Züchtern sogar als „Araber unter den Rinderrassen“ bezeichnet. Doch obwohl das Hinterwälder Rind noch weit mehr Qualitäten aufweist als eine gute Figur, geriet es einst an den Rand der Ausrottung. Umso wichtiger für ihren Fortbestand ist daher auch der jüngste Hinterwälder-Nachwuchs in der Wilhelma: die Kuhkälber Darinka und Daja. Schon kurz nach der Geburt müssen die Kälbchen dann mit dem „Personalausweis“ der Rinderunion Baden-Württemberg ausgestattet werden: den auffälligen, gelben Ohrmarken. Die Wilhelma bildet hier keine Ausnahme. Ihre Mutterkuhherde umfasst derzeit neun Kühe und die zwei Kälbchen Darinka und Daja. Diese bleiben sechs Monate bei ihren Müttern Dharma und Dahome, bevor sie an andere Halter abgegeben werden. Mit der Zucht bedrohter Haustierrassen wie den Hinterwäldern trägt die Wilhelma zu deren Erhaltung bei – und darf daher seit 2010 den Titel „Arche-Park“ tragen. Denn nicht nur Wildtiere sind vom Aussterben bedroht. Auch die einstige Vielfalt, vor allem regionaler Haustierrassen, ging im letzten Jahrhundert stark zurück. Beim vielseitigen Hinterwälder Rind klappte das Comeback sehr gut: Sein Fleisch ist bei Gourmets beliebt, aus der Milch lässt sich hervorragender Käse herstellen. So gibt es heute wieder rund 4000 Hinterwälder. Und das inzwischen nicht mehr nur im Südschwarzwald, sondern in ganz Deutschland und in der Schweiz.

Tierpark Hagenbeck 14.11.2012
Einzigartige Fortbildung feiert 10. Geburtstag – Elephant Management School im Tierpark Hagenbeck
Durch jährliche Fortbildungs-Lehrgänge wie die „First European Elephant Management School“ wird Hagenbecks Kompetenz in Elefantenzucht und Elefantenhaltung in die Welt hinausgetragen. In der weltweit einzigen Ausbildungseinrichtung für Elefantenpfleger und Zootierärzte unterrichten neun Tage lang Spezialisten aus den USA, der Schweiz, Südafrika, Sri Lanka und Deutschland. Die „First European Elephant Management School“ findet 2012 zum zehnten Mal statt. Insgesamt 146 Teilnehmer aus 25 Ländern und aus 57 verschiedenen Zoos/Tierparks nahmen bisher teil an dem Intensivkurs rund um alle Themen der Haltung, Pflege, Fortpflanzung, Medizin, des Trainings und Schutzes von Elefanten.

Freunde Hauptstadtzoos 13.11.2012
Aufruf zum Backen von Weihnachtsplätzchen – Handarbeiten für Adventsbasar
Der Förderverein möchte in der Adventszeit in Tierpark und Zoo einen Weihnachtsbasar durchführen und unter anderen selbstgebackene Weihnachtsplätzchen und Glühwein verkaufen. Und dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Deswegen rufen wir alle begeisterten Hobby-Bäcker/innen zu einem Wettbewerb für Weihnachtsplätzchen auf. Wer bäckt die besten Weihnachtsplätzchen und stellt sie für den Weihnachtsbasar zur Verfügung? Eine kleine Jury wird die drei besten Kreationen mit einem Preis belohnen. Wir hoffen, dass sich ganz viele von unseren Förderern an diesem Wettbewerb beteiligen und bitten, die Weihnachtsplätzchen bis zum Mittwoch, 28. November, im Büro des Fördervereins abzugeben, (vergessen Sie bitte nicht, Ihren Namen anzugeben). Für alle Mitglieder, die lieber Handarbeiten machen oder basteln, ebenfalls die Bitte, auch von Ihren Kreationen einiges für den Weihnachtsbasar zur Verfügung zu stellen. Wir dachten an Mützen, Schals, Socken 8vor allem für Kinder), Handschuhe, Weihnachtsdecken, Holzspielzeug, Weihnachtsschmuck , Weihnachtsdekoration und ähnliches. Wir hoffen sehr, dass Ihnen diese Aktion in der Vorweihnachtszeit Spaß macht und hoffen auf rege Beteiligung und viele Spenden für unseren Basar.

Zoo Salzburg 13.11.2012
Zoo Salzburg unterstützt die Arbeit der Igelhilfe Österreich
Rund 250 Igel leben derzeit in der Pflegestation der Igelhilfe Österreich in St. Lorenz am Mondsee. Und täglich kommen neue dazu! Da die Kapazitäten der Pflegestation begrenzt sind, unterstützt der Zoo Salzburg die Igelhilfe, und nimmt 15 `Stacheltiere´ über die Wintermonate in Pflege. Geben wir den Igeln eine Chance! Gabriele Reisinger von der Igelhilfe Österreich weiter „Um gut über den Winter zu kommen, muss ein Igel über 700 Gramm auf die Waage bringen. Jetzt im November ist das Nahrungsangebot gering und Igel, die jetzt noch aktiv sind, sollten nun zusätzlich gefüttert werden: Katzen- oder Hundedosenfutter, gekochte Eier und gegartes Hühner- oder Hackfleisch kann angeboten werden. Igel die in dieser Jahreszeit weniger wiegen, müssen unbedingt in häusliche Pflege genommen werden.“ „Igel stehen unter Schutz und dürfen nicht einfach der Natur entnommen werden“ informiert Landesveterinärdirektor Josef Schöchl „In dieser Jahreszeit müssen jedoch kleine, verletzte oder kranke Igel umsorgt werden.“ Dietmar Gerstner, Präsident der Salzburger Tierärztekammer, weiter „Unbedingt muss ein solches Tier zuerst zum Tierarzt gebracht werden. Zu aller erst muss das `Stacheltier´ gegen Parasiten behandelt und bei Verletzungen oder Krankheit medizinisch versorgen zu werden.“ „Wir nehmen auch noch Igel in unsere Station auf. Nun haben wir ja wieder freie Plätze! Natürlich stehen wir aber auch für allen Fragen zur richtigen ´Überwinterung der Igel´ unter der Telefonnummer 0664 – 111 56 42 zur Verfügung“ erzählt Gabriele Reisinger „Eine große Bitte haben wir an alle Igelfreunde: Wir brauchen noch viele fleißige Hände in unserer Pflegestation am Mondsee und freuen uns über jeden ernstgemeinten Anruf! “

Tiergarten Schönbrunn Wien 13.11.2012
FU HU LEBT SICH EIN
Seit vergangenem Donnerstag lebt Pandanachwuchs Fu Hu in seiner neuen Heimat Bifengxia in China. Die erste Zeit ist er im Quarantänebereich der Pandazucht- und Forschungsstation untergebracht. Später wird er gemeinsam mit gleichaltrigen Artgenossen leben. An der Seite seiner Pflegerin Renate Haider erkundet der Pandabub ausgiebig die große, bewaldete Außenanlage. „Fu Hu ist sehr entspannt und inspiziert neugierig sein neues Reich“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Auch den chinesischen Bambus hat er schon probiert und er schmeckt ihm.“ Aber nicht nur die Umgebung ist neu, auch die chinesischen Pfleger lernt der Pandabub Schritt für Schritt kennen. Renate Haider wird noch eine Woche bei ihm bleiben. Sie betreut ihn bereits gemeinsam mit seiner zukünftigen Pflegerin Qu Chunmao. Fu Hu hat seine neue Betreuerin schon beschnuppert und erstes Vertrauen gefasst. „Sie ist ruhig und sehr kompetent. Außerdem verwöhnt sie ihn mit Leckerlis wie Karotten und Süßkartoffeln. Und Pandaliebe geht vor allem durch den Magen“, erzählt Schratter. Pflegerin Qu Chunmao hat auch Fu Hus älteren Bruder Fu Long in seiner ersten Zeit in Bifengxia betreut. Der erste Schönbrunner Pandanachwuchs ist mittlerweile schon fünf Jahre alt und bringt stolze 120 Kilogramm auf die Waage. Fu Long lebt allein in einem Gehege, denn erwachsene Pandamännchen sind Einzelgänger. Das Team aus Schönbrunn hat sich sehr gefreut, Fu Long wieder zu sehen. Schratter: „Er hat sich prächtig entwickelt und ist zu einem stattlichen Bären herangewachsen. Mit seinem großen, runden Kopf ist er eindeutig der Hübscheste.“

Tierpark Hellabrunn München, 13.12.2012
200. Jubiläumssendung von „Nashorn, Zebra & Co.“
Neue Staffel mit 40 spannenden Geschichten aus dem Tierpark Hellabrunn
„Nashorn, Zebra & Co.“ geht ab Donnerstag, den 22. November 2012 in die fünfte Runde. Von Montag bis Freitag wird um 16.10 Uhr im ERSTEN eine neue Folge der beliebten Tierpark-Serie “Nashorn, Zebra & Co.“ gezeigt. In Hellabrunn wurde dafür zum ersten Mal in einem deutschen Zoo für eine Doku-Soap auch im Winter gedreht. Zur Vorstellung der neuen Tierparkstaffel „Nashorn, Zebra & Co.“ möchten wir Sie am Donnerstag, den 15. November um 11 Uhr recht herzlich einladen. Die Zoo-Reporter und Tierfilmer Felix Heidinger und Jens-Uwe Heins sowie Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem stehen Ihnen als Ansprechpartner beim Termin zur Verfügung.

Zoo Berlin 12.11.2012
Erster Freigang von drei Jungtigern im Zoo Berlin
Nach ihrem Umzug am 2. November vom Berliner Tierpark in den Zoo konnten sich die drei Tigerschwestern „Thaya“, „Salween“ und „Mandalay“ zunächst mit ihrer neuen Innenunterkunft vertraut machen. Jetzt scheint es an der Zeit, dass die 15 Monate alten Großkatzen auch das dazugehörige Freigehege erkunden dürfen. Die 1250 m2 große Außenanlage am Raubtierhaus ist durch Felsstufen, Baum- und Buschbewuchs abwechslungsreich strukturiert. Darüber hinaus bieten Höhlen und Nischen den Tieren Versteckmöglichkeiten und Schutz vor Witterungseinflüssen. Nur auf das Schwimmen müssen die Tiger bis zum nächsten Frühjahr noch verzichten, denn das Wasser bleibt während der Winterzeit abgelassen. Sicher werden sich die drei Tigerschwestern im Zoo aber wohlfühlen. Die Tiere stammen aus dem ersten Wurf Hinterindischer Tiger im Tierpark Berlin (am 10. August 2011). Hier lebten sie bislang in Gesellschaft eines Bruders und ihrer Eltern. Doch da die Tiere in Menschenobhut nicht auf die Jagderfahrung ihrer Mutter angewiesen sind, können sie auch früher eigenständig heranwachsen. In ihrem natürlichen Lebensraum, den südostasiatischen Regenwäldern brauchen die Jungtiger gut zwei Jahre, bis sie sich selbständig ernähren können; denn das erfolgreiche Jagen der Beute muss erst mühevoll erlernt werden.

Zoo Berlin 12.11.2012
Geburt eines besonders seltenen und winzigen Wildrindes im Zoo Berlin!
Anoas sind die kleinsten Wildrinder der Erde. Ihre Schulterhöhe entspricht der einer Gemse, was ihnen auch den ebenfalls gebräuchlichen Namen Gemsbüffel eingebracht hat. Doch Kleinsein ist nicht gleichzusetzen mit Schwachsein. Beim Umgang mit den Zwergrindern ist Vorsicht geboten. Beide Geschlechter tragen kurze dolchartige Hörner, mit denen sie gefährlich attackieren können. Aber ihre Wehrhaftigkeit konnte nicht verhindern, dass sie in ihrer indonesischen Heimat, auf der Insel Sulawesi, zunehmend von der Ausrottung bedroht sind. Dort werden die Restbestände auf nur noch etwa 2500 fortpflanzungsfähige Individuen geschätzt. Dies ist ein triftiger Grund sich um ihre Haltung und Vermehrung in Menschenhand intensiv zu bemühen. Doch selbst bei bester Pflege gehört die Zucht der seltenen Anoas in Zoologischen Gärten nach wie vor nicht zu den Selbstverständlichkeiten. Sehr groß ist deshalb in Berlin die Freude über die Geburt eines Flachland-Anoas. Das kleine Bullkalb namens „Tycoon“ ist mittlerweile bereits der zweite Nachwuchs des vor drei Jahren in Berlin zusammengeführten Zuchtpaars. Bei den Elterntieren handelt es sich um die 2004 in Prag geborene Kuh „Cora“ und den zehnjährigen Bullen „Tyr“ aus Chemnitz. Im Gegensatz zu allen anderen Wildrindern leben Anoas meist einzelgängerisch. So wächst das jüngste Kalb derzeit auch nur in Gesellschaft seiner Mutter heran.

Zoo Wuppertal 12.11.2012
Riesenüberraschung im Zoo: Ein Gorilla zum Abschied
Eine Riesenüberraschung gab es am vergangenen Freitag im Wuppertaler Zoo: Anlässlich der Verabschiedung von Zoodirektor Dr. Ulrich Schürer in den Ruhestand hat der Zoologische Garten der Stadt Wuppertal ein großes Geschenk erhalten. Es ist der prächtige Gorillamann „Vimoto“, der seit dem 26. November 2009 als Leihgabe im Zoo Wuppertal lebt und hier schon Vater der beiden Gorillakinder „Vana“ und „Tebogo“ geworden ist. Geboren wurde „Vimoto“ am 11.03.1995 im Zoo Zürich. Der Direktor des Zoologischen Gartens Zürich, Dr. Alex Rübel, schenkte uns „Vimoto“, ein in jeder Hinsicht großes und großartiges Geschenk und gleichfalls ein Vertrauensbeweis für die Nachfolge von Dr. Schürer und die Qualität der Tierpflege im Wuppertaler Zoo.

Tiergarten Schönbrunn Wien 12.11.2012
ENDSPURT IN DER LIEBLINGSTIER-WAHL
Die Erdmännchen, die Roten Pandas oder doch die Tiger? Bei der Tierwahl „Die großen Zehn“ stimmen seit Wochen viele Tierfreunde mittels Wahlkarten im Zoo oder auf der Website für ihr persönliches Lieblingstier ab. Derzeit führen die aufgeweckten Erdmännchen das Ranking an, dahinter liefern sich die Roten Pandas und die Tiger ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz. Wer sie an erster Stelle sehen oder den Großen Pandas vom vierten Platz noch aufs „Stockerl“ verhelfen will, hat noch bis Donnerstag die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben. Am 15. November wird das Ergebnis der „Großen Zehn der beliebtesten Tiere“ bei einem Familienfest im Tiergarten bekanntgegeben. Ab 11.00 Uhr gibt es in der ORANG.erie ein buntes Programm. Kinder können sich beim Face-Painting in ihr Lieblingstier verwandeln und bei der Show von Kurt, dem Kinderentertainer mitmachen. Die Stars aus den Erfolgsmusicals „Aladdin jr.“ und „Alice im Wunderland jr.“ werden mit ihrem Auftritt alle Disney-Fans begeistern.

Zoo Berlin, 08.11.2012
Geburt eines besonders seltenen und winzigen Wildrindes im Zoo Berlin!
Anoas sind die kleinsten Wildrinder der Erde. Ihre Schulterhöhe entspricht der einer Gemse, was ihnen auch den ebenfalls gebräuchlichen Namen Gemsbüffel eingebracht hat. Doch Kleinsein ist nicht gleichzusetzen mit Schwachsein. Beim Umgang mit den Zwergrindern ist Vorsicht geboten. Beide Geschlechter tragen kurze dolchartige Hörner, mit denen sie gefährlich attackieren können. Aber ihre Wehrhaftigkeit konnte nicht verhindern, dass sie in ihrer indonesischen Heimat, auf der Insel Sulawesi, zunehmend von der Ausrottung bedroht sind. Dort werden die Restbestände auf nur noch etwa 2500 fortpflanzungsfähige Individuen geschätzt. Dies ist ein triftiger Grund sich um ihre Haltung und Vermehrung in Menschenhand intensiv zu bemühen. Doch selbst bei bester Pflege gehört die Zucht der seltenen Anoas in Zoo-logischen Gärten nach wie vor nicht zu den Selbstverständlichkeiten. Sehr groß ist deshalb in Berlin die Freude über die Geburt eines Flachland-Anoas. Das kleine Bullkalb namens „Tycoon“ ist mittlerweile bereits der zweite Nachwuchs des vor drei Jahren in Berlin zusammengeführten Zuchtpaars. Bei den Elterntieren handelt es sich um die 2004 in Prag geborene Kuh „Cora“ und den zehnjährigen Bullen „Tyr“ aus Chemnitz. Im Gegensatz zu allen anderen Wildrindern leben Anoas meist einzelgängerisch. So wächst das jüngste Kalb derzeit auch nur in Gesellschaft seiner Mutter heran. Neben dem im Berliner Zoo gehaltenen glatthaarigen Flachlandanoa ist in den Bergwäldern Sulawesis noch seine Schwesterart, der etwas wolligere Bergannoa, anzutreffen. Auch das Fell des jungen Flachländers ist eigentlich noch deutlich dichter als das seiner Eltern. Jedoch hat die Berliner Mutter ihrem Jungtier durch übertriebene Fürsorglichkeit, die Haare an einigen Stellen regelrecht vom Körper geleckt. Seitdem beide Tiere nun täglich etwas mehr Zeit im Freien verbringen können und das Jungtier immer mobiler wird, kann auch das Fell des Jüngsten langsam wieder dichter werden, was bei den herbstlichen Temperaturen ganz dienlich ist.

Zoo Duisburg, 08.11.2012
Die Landschildkröten ziehen sich zurück
„Nanu, wo sind denn die ganzen Landschildkröten?“ werden sich die Besucher des Zoo Duisburg in letzter Zeit fragen, wenn sie vor der großen, aber leeren Freianlagen stehen. Die meisten der Griechischen und Maurischen Landschildkröten haben sich zur Ruhe gesetzt, zur Winter-Ruhe. Dies ist ein für viele Reptilien völlig normaler physiologischer Vorgang, der zum Jahresrhythmus dieser Tiere gehört. Wenn es im Herbst draußen kälter wird, reduzieren die Landschildkröten kontinuierlich ihre Nahrungsaufnahme bis sie eines Tages überhaupt nichts mehr fressen. Gleichzeitig entleeren sie ihren Darm. Im Idealfall suchen sich die Schildkröten geeignete Plätze auf der Freianlage, um sich letztlich tief in das Erdreich einzugraben und die Winterruhe zu beginnen. Mittlerweile wissen wir, dass die Winterruhe die Aufrechterhaltung der physiologischen Schilddrüsenfunktion unterstützt und dazu beiträgt, dass die Tiere auch ihr hohes Alter erreichen. Das Ausbleiben einer Winterruhe bedingt darüber hinaus oft genug geringe Nachzuchterfolge. Wird es zu kalt und sollten sich einige Exemplare von selbst nicht eingegraben haben, hilft der Pfleger mit. Der Freianlage im Zoo Duisburg ist dafür ein abgeschlossener Überwinterungsraum angegliedert. Die Schildkröten werden in ein tiefes Substrat aus Laub, (Torf)Moos und Gartenerde gebettet, dessen Luftfeuchte elektronisch kontrolliert wird. Per Kühlaggregat und Heizlüfter wird die Temperatur im Bereich von wenigen Grad über dem Gefrierpunkt gehalten, wobei der überraschende Einsatz eines Kühlaggregates daher rührt, dass die Winter bei uns immer wärmer werden! Werden die Schildkröten im Frühjahr wieder munter, hat das Zoopersonal alle Hände voll zu tun. Da wird gewogen, um den Gewichtsverlust beurteilen zu können. Gebadet, damit die Schildkröten trinken. Der Tierarzt kontrolliert den allgemeinen Gesundheitszustand. Und schließlich sorgen die Pfleger mit reich gedecktem Tisch dafür, dass die urtümlichen Reptilien wieder ans Fressen gebracht werden. Nur für die ganz Kleinen sowie für nicht ganz so fitte Tiere bleibt es den ganzen Winter über wohlig warm. Denn sie werden hinter den Kulissen überwintert.

Allwetterzoo Münster, 08.11.2012
Heidi und das „Kügelchen“: Bei den Kugelgürteltieren im Allwetterzoo Münster hat sich Nachwuchs eingestellt!
Seit dem 13. Oktober sind die Kugelgürteltiere im Allwetterzoo wieder zu Dritt! Das letzte Nachwuchs-Kügelchen verließ den münsterschen Zoo am 8. August in Richtung Berlin. Es musste Platz machen für das erwartete neue Jungtier, das 120 Tage nach dem Deckakt seiner Eltern Heidi und Norman zur Welt kam. Vorerst lässt das jüngste Kügelchen sich noch nicht blicken – und es „macht freiwillig nicht auf“. Damit meint Revierleiterin Teresa Willmen, dass das kleine Gürteltier sich einrollt und geschlossen bleibt, wenn ihm etwas nicht geheuer ist. Um seinen Gesundheitszustand zu kontrollieren, holte die Revierleiterin das Jungtier und seine Mutter Heidi kurzerhand aus ihrem Versteck. Der Zoofotograf durfte dabei sein, um den Größenunterschied zwischen der ausgewachsenen Mutter und dem etwa drei Wochen alten Sprössling zu dokumentieren. Zusammenrollen können sich Gürteltiere schon recht schnell nach der Geburt. Dann haben die Jungen die Größe eines Tischtennisballs. Der anfangs sehr weiche Panzer ist mit etwa sechs Wochen ausgehärtet. Er besteht aus Knochenplatten und Keratin. Das junge und noch namenlose Gürteltier kann man derzeit zwar nicht sehen, doch seine Eltern sind mit Sicherheit bei den täglichen Fütterungen um 16 Uhr aktiv. Das Jungtier wird noch von der Mutter gesäugt, frisst aber auch schon Mehlwürmer und Brei. Der wird aus getrockneten Insekten, Heilerde, etwas Obst oder Gemüse und ein wenig Hundefutter täglich frisch zubereitet. Heidi und ihr Nachwuchs bewohnen den linken Teil der großen Südamerika-Wohngemeinschaft im Haus für Niedere Affen, in deren oberen Regionen Goldene Löwenaffen und Zwergseidenäffchen leben. Die aus dem südlichen Südamerika stammenden Kugelgürteltiere sind dämmerungsaktive Bodenbewohner und suchen mit Hilfe ihres besonders guten Geruchssinns nach Insekten, Würmern und anderen Kleintieren oder Wurzeln. Diese graben sie mit ihren kräftigen Füßen aus. In der Mitte ihres Panzers befinden sich robuste Hautfalten, die an einen Gürtel erinnern und dem sie ihren Namen verdanken.

Wilhelma Stuttgart, 08.11.2012
Gänse in der Wilhelma: Die schöne, seltene Verwandtschaft der Martinsgans
Eines sei vorweg klargestellt: Anders als viele ihrer Verwandten unter den Hausgänsen überstehen die Wilhelma-Gänse den Martinstag am 11. November jedes Jahr unbeschadet. Doch bietet vielleicht gerade dieser traditionelle Gedenktag eine gute Gelegenheit, um zwei in der Wilhelma gezeigte Arten, die Rothals- und die Hawaiigans, einmal näher vorzustellen. Denn erstens wird diesen Tieren im Vergleich zu Eisbär, Affe und Co. ohnehin zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Und zweitens ist ihr Überleben durch ganz andere Umstände als Martinstage stark bedroht, die Hawaiigans gilt sogar als eine der seltensten Gänse der Welt. Schon rein äußerlich haben Rothals- und Hawaiigänse nicht viel mit den grauen oder weißen Haus- und „Martinsgänsen“ gemeinsam. Rothalsgänse gehören mit ihrem charakteristischen rotbraunen Brust- und Halsgefieder zweifelsfrei zu den schönsten Gänsen. Daneben sind ihre bräunlich und grau gefärbten Verwandten aus Hawaii zwar viel unauffälligere, aber trotzdem nicht weniger elegante Erscheinungen. Beide Arten teilen sich in der Wilhelma derzeit mit den Kranichen ein Gehege, zeitweise sind sie auch in der begehbaren Freifluganlage zu finden. Rothals- wie Hawaiigans gehören zu den so genannten Meergänsen und sind etwa gleich groß – mit einem Gewicht von eineinhalb bis zwei Kilogramm zählen sie zu den kleineren Gänsearten. Eine weitere Gemeinsamkeit: Männchen und Weibchen sehen fast gleich aus, und haben sie sich gefunden, bleiben sie sich ein Leben lang treu. Was jedoch den Lebensraum angeht, könnten die zwei Gänsearten unterschiedlicher nicht sein. Während Rothalsgänse im arktischen Sibirien brüten und weite Strecken zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet zurücklegen, leben Hawaiigänse ganzjährig im tropischen Klima Hawaiis, vor allem in Bergregionen von 1500 bis 2500 Metern über dem Meeresspiegel. Ganz gänseuntypisch sind sie nicht an Wasser gebunden. In ihren Lebensräumen regnet es zwar recht viel, aber stehende oder fließende Gewässer sind Mangelware. Ihren Wasserbedarf decken sie über ihre Nahrung, die wie bei allen Meergänsen rein vegetarisch ist und aus Gräsern und Grünpflanzen besteht. Leider steht die Hawaiigans selbst auf der Speisekarte der vielen Hunde, Katzen und Ratten, die von den Menschen auf den Inseln eingeschleppt wurden. Weil überdies ihr Lebensraum schrumpft, war die Hawaiigans Mitte des 20. Jahrhunderts so gut wie ausgestorben. Nur 30 Tiere überlebten. Durch Nachzucht, unter anderem in Zoos, und Auswilderung stieg ihr Bestand auf heute wieder rund 2000 Tiere an. Von der Rothalsgans gibt es zwar immerhin noch etwa 40.000 Vertreter, aber auch sie gehört zu den bedrohten Arten. Diese Gänse überwintern vorwiegend in einem sehr kleinen Gebiet an der Westküste des Schwarzen Meeres. Tagsüber durchstreifen sie Wiesen und Felder nach Nahrung. Sobald es dunkel wird, suchen sie zum Schlafen sichere Gewässer auf. Dann färben Tausende Gänse den Himmel dunkel. Vor allem die Zerstörung ihrer Lebensräume, aber auch die illegale Jagd in den begrenzten Überwinterungsgebieten sind schuld, dass auch die Zahl der Rothalsgänse seit Jahren stetig sinkt.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 08.11.2012
FU HU IST GUT ANGEKOMMEN
Der Pandanachwuchs aus dem Tiergarten Schönbrunn hat heute um etwa 10.00 Uhr unserer Zeit das Ziel seiner langen Reise erreicht. Fu Hu wurde in seiner neuen Heimat, der Pandazucht- und Forschungsstation in Bifengxia, herzlich empfangen. „Welcome Home, Fu Hu“ war bereits groß auf dem LKW zu lesen, der Fu Hu am Flughafen Chengdu abgeholt hat. Den zehnstündigen Flug von Amsterdam nach China hat Fu Hu in Panda-Manier ganz entspannt verbracht. „Er hat gefressen, dann drei Stunden geschlafen und wieder gefressen“, berichtet Tiergartendirektorin Dagmar Schratter aus China. Fu Hu ist mittlerweile in der Quarantänestation, wo er für die erste Zeit untergebracht sein wird. Seine Pflegerin Renate Haider wird noch zwei Wochen bei ihm bleiben, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Später wird Fu Hu mit gleichaltrigen Artgenossen zusammenleben und nicht mit seinem drei Jahre älteren Bruder Fu Long. Schratter: „Fu Long ist mit seinen fünf Jahren schon fast erwachsen und wüsste nichts mit seinem verspielten kleinen Bruder anzufangen. Man darf das nicht mit einer menschlichen Familie vergleichen. Die beiden kennen sich nicht und erwachsene Pandamännchen sind Einzelgänger.“ Tiergartendirektorin Dagmar Schratter hat Fu Hu bereits offiziell an die Mitarbeiter der Pandastation übergeben und ihnen eine Mappe mit Fotos und Informationen zu Fu Hus Geburt und seiner Zeit in Wien überreicht. Die chinesischen Kollegen bedankten sich für die Zusammenarbeit und gratulierten zum großen Zuchterfolg. Die Geburten von Fu Hu und Fu Long sind auch für die Pandaexperten in China eine zoologische Sensation, weil sie als erste Pandas in Europa auf natürlichem Wege gezeugt worden sind.

Zoo Wuppertal 07.11.2012
Riesenzulauf beim Martinszug im Zoo
großen Anklang hat der Martinszug am vergangenen Montag im Wuppertaler Zoo gefunden. Unter der musikalischen Begleitung des Posaunenchors Dönberg zogen mehr als 400 große und kleine Gäste – angeführt von Eselin „Rosi“ und ihrer Tier-pflegerin Anja Hillen – in einem langen Lampionumzug durch den abendlichen Zoo zum Elefantenhaus. Dort erwartete sie die Begegnung von St. Martin mit dem Bett-ler, dargestellt von Schauspielern des Wuppertaler Kinder- und Jugendtheaters. Höhepunkt war der Einzug von St. Martin auf Elefantenkuh „Sweni“ und die anschließende Mantelteilung.

Tierpark Chemnitz 07.11.2012
Neuer Bewohner im Tropenhaus des Chemnitzer Tierparks: Oscar, ein Zweifingerfaultier-Mann aus dem Dresdner Zoo
Ein neuer Bewohner hat sein Gehege im Tropenhaus bezogen: Aus dem Zoo Dresden wurde ein Zweifingerfaultier-Mann nach Chemnitz geholt. Tierparkdirektorin Anja Dube: „Wir freuen uns sehr über unseren Neuzugang! Die beiden Zoos folgen damit einer Empfehlung der Zuchtbuchführerin für Faultiere, um dem seit 2008 in Chemnitz gehaltenen Zweifingerfaultier-Weibchen einen neuen Partner zu geben.“ Der Neuzugang heißt Oscar und wurde im Januar 2009 im Zoo Dresden geboren. Die Chemnitzer Faultierdame Kathrin hat nach Information der Tierparkchefin die Ankunft des neuen Mitbewohners sehr gelassen genommen: „Es gab keine Aggressionen zwischen beiden Tieren. Beiden Faultieren steht im Tropenhaus ein weit verzweigtes Netz aus Ästen und zwei Schlafkisten zur Verfügung. In der unteren Etage des Geheges leben in der kalten Jahreszeit die Wasserschweine.“

Tiergarten Schönbrunn Wien 07.11.2012
FU HU REIST IN SEINE NEUE HEIMAT
Der Pandanachwuchs im Tiergarten Schönbrunn hat gestern Abend seine Reise nach China angetreten. Das regelmäßige spielerische Training mit der Transportkiste hat sich mehr als gelohnt. „Fu Hu ist ohne zu zögern in die Kiste gestiegen und hat sich ganz entspannt hingesetzt“, berichtet Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Ein LKW bringt Fu Hu nun zum Flughafen Amsterdam, wo er am späten Nachmittag mit einer Maschine der KLM nach Chengdu fliegt. Schratter: „Den Großteil der LKW-Fahrt hat er bis jetzt verschlafen.“ Begleitet wird er auf der weiten Reise von seiner Pflegerin Renate Haider, Zoologin Eveline Dungl, Zootierarzt Thomas Voracek und Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Sie haben während des ganzen Transports direkten Zugang zum Pandabären. Mit im Gepäck ist auch jede Menge Reiseproviant: etwa 20 Kilogramm Bambus und seine Lieblingsleckerlis wie Süßkartoffeln und Karotten. Das Ziel von Fu Hus Reise ist die Pandazucht- und Forschungsstation Bifengxia, in der auch sein älterer Bruder Fu Long lebt. Schratter wird den österreichischen Pandanachwuchs dort im Rahmen einer feierlichen Zeremonie übergeben. Zwei Wochen wird Pflegerin Renate Haider bei ihrem Schützling bleiben, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Mutter Yang Yang nimmt den Abschied von ihrem mittlerweile 50 Kilogramm schweren Nachwuchs jedenfalls gelassen. Schratter: „Wie bei Fu Long sucht sie nicht nach ihm. Es ist nach zwei Jahren einfach der natürliche Zeitpunkt, dass das Jungtier seine Mutter verlässt.“

Zoo Heidelberg 06.11.2012
Lehrer aufgepasst: „Heidelberg lernt nachhaltig!“ – Gemeinschaftsprojekt ermöglicht Schülern kostenlose Teilnahme an Zoo-Unterricht zum Artenschutz
Vor dem Hintergrund der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ unterstützt das Landesministerium für Umwelt (LUBW) beispielhafte Projekte gemeinnütziger Organisationen. Auch fünf Heidelberger Einrichtungen haben sich um das Förderprogramm verdient gemacht. Unter dem Motto „Heidelberg lernt nachhaltig – von der KiTa bis zur Uni“ arbeiten BUND, Eine-Welt-Zentrum, IFEU-Institut und Weltladen zusammen. Auch die von dem gemeinnützigen Verein Initiative Zooerlebnis getragene Zooschule macht sich für das Gemeinschaftsprojekt stark. Die hauseigene Pädagogin Daniela Vogt hat extra neue Programme rund um den Artenschutz entwickelt. Engagierte Heidelberger Lehrkräfte können sich ab sofort mit ihren Schülern für kostenlosen Unterricht im Zoo bewerben. Lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten. Im Rahmen des oben erwähnten Bildungsprojekts erfüllt die Zooschule den Anspruch der Nachhaltigkeit gleich in doppeltem Sinn: Einerseits wird bei den Programmen besonderen Wert darauf gelegt, wie man selbst für den Artenschutz aktiv werden kann und wie man sich respektvoll gegenüber seiner Umwelt verhält. Andererseits behalten „Zoo-Schüler“ das Gelernte einfach besser!

Zoo Osnabrück 06.11.2012
Über 30.000 Euro für Tetra-Aquarium – Tetra und Zoo Osnabrück verlängern Partnerschaft
Seit dem 21. Mai 1999 unterstützt die Firma Tetra, führender Hersteller von Aquaristik- und Gartenteichprodukten, das Aquarium im Zoo Osnabrück. Nun wurde die Partnerschaft für zwei weitere Jahre verlängert. Osnabrück, 6.11.2012. Das 1988 eröffnete Tetra-Aquarium gehört mit zu den beliebtesten Stationen eines Besuchs im Zoo Osnabrück. Hier kann man Nemo, dem Clownfisch, begegnen, sich ein wenig vor den berühmt-berüchtigten Piranhas gruseln oder die Prachtkopfsteher beobachten, die kopfüber an den Pflanzen knabbern. „Besonderes Highlight nicht nur für die kleinen Zoobesucher ist natürlich das Karpfen-Streichelbecken. Insgesamt pflegen wir hier 20 Becken mit 1.387 Fischen aus 91 Arten und zeigen verschiedene Wasserlebensräume – vom Amazonas über den Malawisee bis hin zum Korallenriff oder Heimaquarium“, berichtete Revierleiter Stefan Bramkamp bei einer Pressekonferenz des Zoos.

Tiergarten Schönbrunn Wien 06.11.2012
TOTGEBURT BEI DEN ORANG-UTANS
Gestern Mittag hat das 16 Jahre alte Orang-Utan-Weibchen Sol im Tiergarten Schönbrunn ein Jungtier tot zur Welt gebracht. „Für Sol wäre es der erste Nachwuchs gewesen. Gerade bei erstgebärenden Orang-Utan-Weibchen gibt es eine hohe Totgeburtenrate“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Während der etwa neunmonatigen Trächtigkeit wurden regelmäßig Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Zootierärztin Hanna Vielgrader: „Im Rahmen dieser Kontrollen zeigte der Fötus eine normale Entwicklung.“ Die Geburt verlief ohne Komplikationen und Sol geht es gut. Sie kümmert sich nach wie vor um ihr totes Jungtier. Schratter: „Auch Menschenaffen im Freiland tragen ein verstorbenes Jungtier noch einige Tage mit sich. Diese Zeit wollen wir auch Sol geben.“ Aus diesem Grund ist die ORANG.erie bis auf weiteres geschlossen.

Sea Life Oberhausen 06.11.2012
Hinter den Kulissen: eine Gruppenführung der besonderen Art!
Welche Leckereien werden in der Futterküche zubereitet? Mit welcher Technik werden die riesigen Aquarien in Betrieb gehalten? Und wie sieht das Labor aus, in dem die Mitarbeiter beispielsweise die täglichen Wassertests auswerten? Das Sea Life Oberhausen gewährt erstmalig bislang verborgene Einblicke und entführt seine Besucher hinter die Kulissen des Großaquariums. Die neuen Gruppenführungen (ab 6 Personen) finden ab November jeden Dienstag von 13 bis 15 Uhr statt.

Tierpark Berlin 06.11.2012
Erstmals Silberäffchen im Tierpark Berlin geboren
Am 9.10.2012 wurden erstmals zwei Silberäffchen im Tierpark Berlin geboren. Vater „Silvio“ (geb. 12.4.2009) stammt aus dem Krefelder Zoo, Mutter „Silvana“ (geb. 19.9.2007) aus dem Zoo Szeged in Ungarn. Silberäffchen haben eine außerordentliche Körperfärbung. Der Körper ist silbrig-weiß mit einem grauen Anflug am Rücken. Der Schwanz ist immer schwarz gefärbt. Am prägnantesten ist aber die fleischfarbene Gesichtshaut und die nackten Ohren, die die kleinen Affen wie Kobolde erscheinen lässt. Sie werden nicht häufig in Tiergärten gezeigt. Ein Europäisches Zuchtbuch wird für diese Krallenaffenart im Zoo Shaldon (Großbritannien) geführt. Nach einer Tragzeit von gut 5 Monaten kommen in der Regel Zwillinge zur Welt, die vom Vater getragen und nur zum Säugen der Mutter übergeben werden. Dieses einmalige Aufzuchtverhalten der Krallenaffen kann nun besonders gut im Dickhäuterhaus des Tierparks studiert werden.

Zoo Leipzig 05.11.2012
Hainachwuchs verstorben
Der am 25. Oktober dieses Jahres geschlüpfte Kalifornische Schwellhai (Cephaloscyllium ventriosum) ist gestern gestorben. Es ist davon auszugehen, dass die Adaptation nach dem Schlupf nicht optimal erfolgt ist und das Tier dadurch nicht lebensfähig war. Die notwendige Anpassung an die Umgebung außerhalb der geschützten Eihülle ist ein Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum vollzieht. Für den Zoo Leipzig war die Nachzucht, die erstmalig in Europa glückte, ein großer Erfolg. „In den ersten Tagen konnten wir keine Auffälligkeiten feststellen, um so mehr bedauern wir, dass das Jungtier nicht überlebt hat. Vor allem unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten war der Schlupf eine Besonderheit“, erklärt Kurator Fabian Schmidt. Das Muttertier wird seit 18. Oktober 2001 im Aquarium des Zoo Leipzig ohne Partner gehalten und wurde am 25. Oktober 2012 Mutter eines Jungtieres. Nach einer siebenmonatigen Inkubationszeit schlüpfte der Nachwuchs dieser eierlegenden Haiart. Möglich war die Geburt durch das Phänomen der Parthenogenese, die eingeschlechtliche Fortpflanzung. Hormonell bedingt wird die Befruchtung einer Eizelle vorgetäuscht, sodass sich diese zu teilen beginnt und zu einem neuen Organismus entwickelt. Die Jungfernzeugung wurde bei anderen Haiarten bereits nachgewiesen, bei Schwellhaien war eine solche Fortpflanzung bislang nicht bekannt.

Zoologischer Garten Berlin 02.11.2012
Flaschenaufzucht bei den Rappenantilopen
Die jüngst geborene Rappenantilope war aus menschlicher Sicht ein Wunschkind. Gesund und lebensstark kam das weibliche Kalb am 18. September mit einem Geburtsgewicht von annähernd 15 kg zur Welt. Doch die siebenjährige Antilopenkuh „Osaka“ konnte sich so recht nicht mit ihrer Mutterrolle anfreunden, zumindest war ersichtlich, dass sie ihr Jungtier nicht wunschgemäß an ihr Gesäuge ließ. Da bereits im letzten Jahr eine ähnliche Situation aufgetreten war, wurde das neugeborene Antilopenkalb bereits frühzeitig mit der Flasche ernährt. Um das Jungtier zu versorgen, musste die Mutter zunächst in einen Nachbarstall gesperrt werden, damit man gefahrlos an das Jüngste herankam. Schon schnell spielte sich zwischen Mensch und Tieren eine problemlose Fütterungsroutine ein. Jetzt ist es so, dass das heranwachsende Kälbchen auf der Freianlage selbst im Beisein der Mutter versorgt werden kann. Viermal täglich trinkt es etwa 800 ml Flaschenmilch, obwohl es nun auch langsam an fester Nahrung zu knabbern beginnt. Insgesamt besteht die Berliner Herde inklusive des Jüngsten aus sechs Tieren, doch bei schlechtem Wetter sind zeitweise nicht alle Tiere gemeinsam auf der gut strukturierten Freianlage in der Nähe des Zoorestaurants zu sehen. Die Art, deren Freilandbestand auf weniger als 75 000 Individuen geschätzt wird, gilt zwar noch nicht als gefährdet, dennoch werden Nachzuchten in Zoologischen Gärten vorausschauend in einem Zuchtbuch erfasst, in dem europaweit etwas mehr als 200 lebende Individuen registriert sind.

Erlebniszoo Hannover, 02.11.2012
Abschied von Berberlöwen-Junge Joco: Auf Liebespfoten unterwegs
Ein Blick auf die wild sprießende Mähne zeigt deutlich: Berberlöwen-Nachwuchs Joco wird erwachsen. Höchste Zeit für den jungen Kater, den Löwencanyon im Erlebnis-Zoo Hannover zu verlassen und auf den eigenen vier Pfoten zu stehen. Und bald eine Familie zu gründen! Also reist Joco nächste Woche in den Thüringer Zoopark Erfurt, wo er auf die Berberlöwinnen Ribat und Lubaya treffen wird. Große Hoffnungen ruhen auf dem jungen Kater, der in der wichtigen Mission „Arterhaltung“ unterwegs sein wird. In ihrer Nordafrikanischen Heimat sind Berberlöwen in freier Wildbahn seit Mitte des 20. Jahrhunderts ausgestorben. Nur ein kleiner Bestand des Panthera leo leo konnte bis heute im marokkanischen Nationalzoo Rabat überleben. Mit gezielter Nachzucht wird der Berberlöwe dort vor dem Aussterben bewahrt. Jetzt werden Berberlöwen mit einem Erhaltungszuchtprogramm auch in Europa weiter gezüchtet. Im Rahmen dieses Programms kamen Jocos Mutter Binta (4) und deren Schwester Naima (4) im März 2010 aus dem Nationalzoo Rabat, Marokko, nach Hannover. Jocos Vater Chalid (7) reiste aus Port Lympne, England, an. Die Löwen kamen sich schnell näher: Am 24. Februar 2011 wurden Joco und seine Schwester Zari geboren. Aus den damals 1300 Gramm leichten Kätzchen sind inzwischen kräftige Berberlöwen geworden, die schon fast so groß sind wie ihre Eltern. Nur seiner Mähne muss Joco noch etwas Zeit geben – bis sie so imposant ist wie bei seinem Vater Chalid wird es noch rund zwei Jahre dauern. Seinen Auftrag wird das nicht behindern. Wenn Joco sich in seiner neuen Heimat eingelebt hat und sich Ribat und Lubaya dann langsam auf Liebespfoten nähern wird, kann man in Erfurt vielleicht schon bald auf Nachwuchs hoffen.

Zoo Osnabrück, 02.11.2012
Erstmals Weihnachtsmarkt im Zoo – Schüler können Zoo-Weihnachtsbaum schmücken
Vom 30. November bis 2. Dezember findet erstmals in der Geschichte des Osnabrücker Zoos ein Weihnachtsmarkt am Schölerberg statt. Für den passenden Weihnachtsschmuck können Osnabrücker Schulklassen sorgen und den Zoo-Weihnachtsbaum schmücken. Eisbar, Live-Eisschnitzen, Weihnachtsbräuche und -kunstwerk aus aller Welt, Fackelführungen zu den Tieren – der Zoo-Weihnachtsmarkt hat an den drei Abenden des ersten Adventswochenendes viel zu bieten. „Wir haben die Idee mit Studenten der Osnabrücker Hochschule entwickelt. Sie haben vor einem Jahr zwei Konzepte für einen Weihnachtsmarkt entworfen und Recherchen dazu durchgeführt“, berichtete Geschäftsführer Andreas Busemann bei der Pressekonferenz zum Weihnachtsmarkt. „Anschließend haben wir unsere Besucher befragt, ob sie einen Weihnachtsmarkt im Zoo besuchen und wie viel Eintritt sie dafür bezahlen würden. Schließlich kostet so eine Veranstaltung viel Geld – das können wir nicht alleine stemmen.“ Die Zoobesucher stimmten größtenteils für einen „tierischen“ Weihnachtsmarkt und waren auch mit einem kleinen Eintrittsentgeld einverstanden.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 02.11.2012
DIE LETZTEN TAGE MIT FU HU
Zwei Jahre lang war Pandanachwuchs Fu Hu der Besucherliebling im Tiergarten Schönbrunn. Nun sind seine Tage in Wien gezählt: Nur noch bis Dienstag können Besucher das schwarzweiße Fellknäuel beim Spielen, Klettern und Bambusfressen beobachten. In der Nacht auf Mittwoch beginnt seine Reise in die Pandazucht- und Forschungsstation in Bifengxia. Für Pfleger und Besucher heißt es langsam Abschied nehmen, wehmütig ist man im Tiergarten aber nicht: „Ich sehe es als neuen Lebensabschnitt für Fu Hu und freue mich, dass er bald mit gleichaltrigen Pandas zusammenleben kann und vielleicht eine Pandabärin findet“, erzählt seine Pflegerin Renate Haider. In den vergangenen Monaten hat sie Fu Hu mit der Transportkiste vertraut gemacht und ist zuversichtlich, dass die Reise problemlos verlaufen wird. Haider: „Wir haben Fu Hu in der Box immer wieder Bambus und Leckerlis in Form von Karotten gegeben und er hat einige Male darin geschlafen. Er fühlt sich in der Kiste sehr wohl.“ Bei seiner Reise nach China geht es für Fu Hu zunächst mit dem LKW nach Amsterdam und von dort mit dem Flugzeug weiter nach Chengdu. Ein weiterer LKW chauffiert ihn schließlich die letzten Kilometer zur Pandastation, wo er in einer feierlichen Zeremonie willkommen geheißen wird. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter, Pflegerin Renate Haider, Kuratorin Eveline Dungl und Zootierarzt Thomas Voracek begleiten den Panda in seine neue Heimat. Haider wird sogar zwei Wochen in China bleiben, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Seine Mutter Yang Yang wird der mittlerweile 50 Kilogramm schwere Panda nicht vermissen. „Er hat von seiner Mutter alles gelernt, was sie ihm mitgeben kann. Es ist Zeit, dass er nun eigene Wege geht. Auch im Freiland verlassen die Jungen im Alter von etwa zwei Jahren ihre Mütter oder werden manchmal sogar von ihnen vertrieben“, so Schratter.

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