Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Wilhelma Stuttgart 20.11.2012
Die Erdmännchen überwintern unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Mission „Schöner Wohnen“ für afrikanische Sonnenanbeter
Die Erdmännchen gehören zu den beliebtesten Bewohnern jedes Tierparks, auch in der Wilhelma. Wer sie hier derzeit besuchen möchte, wird sie allerdings nicht am bekannten Ort hinter dem Giraffengehege vorfinden. Sie überwintern nämlich dieses Jahr hinter den Kulissen. Der Grund: Die Anlage der kleinen Wüstenbewohner wird ab sofort vergrößert, runderneuert und umgestaltet. Bis spätestens zum Frühjahr 2013 sollen die Schleichkatzen aus Südafrika jedoch in ihr Gehege zurückgekehrt sein. Einziehen werden nach dem Umbau zwei in Stuttgart geborene Männchen und zwei neue Weibchen aus Warschau. Denn als das dominante Weibchen des vorherigen Clans aufhörte, Nachwuchs zu bekommen, verlor die Gruppe ihren Zusammenhalt, einzelne Tiere vertrugen sich plötzlich nicht mehr. Das ist bei den sozialen Strukturen von Erdmännchen jedoch normal: In jedem Trupp sorgt nämlich nur ein Paar für Nachkommen, alle anderen Gruppenmitglieder spielen Babysitter und erhöhen so gemeinsam die Überlebenschancen der Kleinen. Bricht das „Alpha-Paar“ auseinander, etwa weil das Weibchen nicht mehr fruchtbar ist oder stirbt, zerfällt oft die gesamte Gemeinschaft. In der Natur wandern Tiere dann ab, andere zu, die Gruppen formieren sich neu – in Zoos geht das natürlich nur mit menschlicher Hilfe.

Zoo Magdeburg 20.11.2012
Vortrag im Zoo: Auf den Spuren der wilden Meerschweinchen
Wer erfahren möchte, wo und wie die wilden Verwandten unseres Hausmeerschweinchens leben, der sollte den Vortrag im Zoo am 29.11.2012 um 18 Uhr nicht verpassen. Björn Jordan, der Vorsitzender der Bundesarbeitsgruppe Kleinsäger e.V., nimmt die Interessierten mit auf eine kurzweilige Reise in die schönsten Landschaften Südamerikas – der Heimat der Wildmeerschweinchen. Er präsentiert dabei die tierischen und landschaftlichen Eindrücke und Höhepunkte von insgesamt sieben Wochen Rucksackreise durch Argentinien, Uruguay und Brasilien. Außerdem geht der Vortrag auf die faszinierende Anpassung der Wildmeerschweinchen und anderer Kleinsäuger an die äußerst unterschiedlichen Lebensräume ein. Der Vortrag findet um 18 Uhr in der Zoowelle (Zooeingangsgebäude) statt und kann kostenfrei besucht werden.

Allwetterzoo Münster 20.11.2012
Allwetterzoo Münster rettet bedrohte Affen in Vietnam: Weltweit einmaliges Umsiedlungsprojekt erfolgreich abgeschlossen!
Die Halong-Bucht im Norden Vietnams zählt zu den UNESCO-Welterbestätten. Sie ist der Lebensraum für eine von der Ausrottung unmittelbar bedrohte Primatenarten, den Cat Ba- oder Goldkopflanguren. Auf der größten Insel des Archipels, Cat Ba, leben die letzten 50 bis 60 dieser Affen. Sie sind eine der seltensten Tierarten Vietnams und eine der seltensten Affenarten weltweit. Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich der Allwetterzoo Münster gemeinsam mit Partnern aus aller Welt für das Überleben der letzten Cat Ba-Languren. Gerade erst kehrte Jörg Adler, Zoodirektor in Münster, von einer im internationalen Artenschutz bisher einmaligen Mission zurück, der Umsiedlung von zwei weiblichen Cat Ba-Languren. Sie sollten von einer kleinen Nachbarinsel nach Cat Ba zurückgeführt werden, weil nur dort noch Artgenossen leben. Drei Tage nach Rückkehr von Jörg Adler kam aus Vietnam die überaus erfreuliche Nachricht, dass die beiden umgesiedelten Languren bereits Anschluss an eine andere Gruppe gefunden haben! Bei einer derart geringen Restpopulation von knapp 60 Individuen ist jedes Tier von besonderer Bedeutung für die genetische Vielfalt und die Erhaltung der Art. Deshalb wurde die Rückführung der beiden Languren in ihren ursprünglichen Lebensraum seit Jahren akribisch geplant und mit erheblichem finanziellen und personellen Aufwand durchgeführt. Neben der Bedeutung für diese Art ist diese erfolgreiche Aktion auch eine Werbung für den Artenschutz.

Tiergarten Schönbrunn Wien 20.11.2012
HAPPY END FÜR ROBBENBABY LUNITA
Die kleine Lunita springt den Großen ins Becken hinterher und taucht elegant durchs Wasser: Die fast vier Monate alte Robbe, die nach dem Tod ihrer Mutter Enya von den Tierpflegern mit der Hand aufgezogen wurde, lebt nun bei den anderen Schönbrunner Mähnenrobben. Auch während der Aufzucht hatte Lunita regelmäßig Kontakt zu ihren Artgenossen. „Wir haben immer wieder Robbenweibchen zu ihr gelassen, mit denen sie spielen konnte. Die Integration in die Gruppe hat deshalb problemlos funktioniert und Lunita kann sich nun viel von den anderen abschauen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Dank der fürsorglichen Betreuung durch seine Pfleger hat sich der Robbennachwuchs prächtig entwickelt. Mittlerweile wiegt Lunita 30 Kilogramm. Kein Wunder, frisst sie doch rund drei Kilo Hering pro Tag. Neben ihrem Vater Comandante mit 280 Kilo wirkt sie dennoch winzig. Bei den spektakulären Robbenfütterungen schaut Lunita ihren erwachsenen Artgenossen noch zu, wenn sie den Fischen nachjagen. Schratter: „Gegen die Großen hat sie keine Chance, einen Fisch zu ergattern. Deshalb bekommt sie ihre eigene Ration.“ Natürlich ist die kleine Robbe noch sehr verspielt. Die bunten Herbstblätter, die von den Bäumen ins Wasser fallen, bereiten ihr viel Spaß.

Allwetterzoo Münster 19.11.2012
Erstmalig in einem deutschen Zoo: Pay What You Want | Zahlen Sie was Sie wollen! -Dieses Motto gilt vom 1. bis zum 31. Dezember 2012 für alle Besucher des Allwetterzoos Münster
Der Allwetterzoo hat viel zu bieten! Sei es das Elefantenfüttern für Besucher, Spaziergänge mit Pinguinen, Vorführungen mit Meeressäugern im Delphinarium oder Pferdeshows und Ausstellungen im Pferdemuseum. Man kann gut einen ganzen Tag im münsterschen Zoo verbringen und zahlt normalerweise dafür auch einen entsprechenden Eintrittspreis. Wie viel die Besucher für das Erlebnis mit Affen, Bären, Tigern & Co. tatsächlich ausgeben möchten, erfährt man im Allwetterzoo im Dezember. Ab 1. 12. heißt es nämlich an der Zoo-Kasse: Zahlen Sie was Sie wollen! Der Allwetterzoo ist einer der ersten Zoos weltweit, der dieses neuartige Preis-Konzept einsetzt. Jeder Besucher wird im gesamten Monat Dezember tatsächlich bestimmen können, welchen Eintrittspreis er bezahlen möchte, das gilt aber nicht für Gutscheine und Jahreskarten. „Pay what you want“ ist bisher vereinzelt in Restaurants und Hotels sowie im Internet für Downloads angewendet worden, teilweise mit großem Erfolg. Das Projekt in Münster wird von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen begleitet.

Zoo Berlin 19.11.2012
Schwarze Giftzwerge – Jungtierschar beim Thailändischen Riesenskorpion
Anfang November 2012 schlüpfte im Insektarium des Zoo-Aquariums Berlin eine ganze Schar von Jungtieren beim Thailändischen Riesenskorpion (Heterometrus scaber). Die Art, die bis zu zwölf Zentimeter lang wird, ist lebendgebärend. Die in Berlin geborenen Jungtiere fanden sich auf der Rückenhaut der Mutter ein und wurden rund 14 Tage umhergetragen. Als unsere rund 15 Jungtiere selbstständig wurden, wurden sie in ein eigenes Behältnis gesetzt.

Tierpark Hellabrunn 19.11.2012
Willkommen an Board: Felsenpinguine in Hellabrunn – Stark gefährdete Nördliche Felsenpinguine ziehen in die Polarwelt des Münchener Tierparks ein
hre knallige Federpracht über den Augen ist der absolute Hingucker: Leuchtend gelbe, bis zu zehn Zentimeter lange Federbüschel über beiden Augen machen die Felsenpinguine zu ganz besonders markanten Vertretern ihrer Art. Nicht nur ihr Erscheinungsbild ist beachtlich: Die Nördlichen Felsenpinguine, die sich gerade in der Hellabrunner Polarwelt eingewöhnen, stehen als stark vom Aussterben bedrohte Art auf der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature). Ihre Haltung in Hellabrunn ist Teil des Artenschutzes, der im Münchener Tierpark ganz groß geschrieben wird. Eine Gruppe von sieben Felsenpinguin-Paaren ist am 15. November vom Wiener Tiergarten Schönbrunn an die Isar gezogen. Darunter sind zwei zuchterprobte Pärchen. Die 14 tierischen Neu-Münchner sind zwischen sieben Monaten und vier Jahren alt. In Österreichs Hauptstadt lebt die Pinguinart seit den 80er-Jahren. Europaweit halten lediglich acht Zoos Nördliche Felsenpinguine. Auch die beiden Hellabrunner Königspinguin-Damen Frankonia und Vienna haben Gesellschaft bekommen: Die Königspinguine Nautilus und Rocio kamen bereits am 8. November aus dem Madrider Zoo Faunia nach Hellabrunn. Nun liegt die große Hoffnung auf Nautilus, der für Königspinguin-Küken sorgen soll

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 19.11.2012
Erneuter Giraffennachwuchs in der ZOOM Erlebniswelt – Siebte Giraffen-Geburt seit Eröffnung der Erlebniswelt Afrika
Die fünfjährige Giraffe Bashira brachte in den frühen Morgenstunden das siebte Jungtier der Gelsenkirchener Giraffenherde seit Eröffnung der ZOOM Erlebniswelt Afrika im Sommer 2006 zur Welt. Die Geburt verlief völlig unbeobachtet und offensichtlich reibungslos.
Tierärztin Dr. Pia Krawinkel schaute um 2.30 Uhr in der Nacht noch einmal auf die Webcam, die das Geschehen im Giraffenhaus zu Ihr nach Hause überträgt. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Hinweise auf die nahende Geburt. Bashira hatte sich zum Ausruhen sogar hingelegt. Umso größer war die Überraschung, als Tierpflegerin Kerstin Möllers heute Morgen um 7.30 Uhr die kleine Giraffe entdeckte. Die anstrengendste Hürde für einen guten Start ins Leben hat das jüngste Giraffenkind bereits geschafft: Es steht sicher auf den Beinen und es hat das Euter zum Trinken ebenfalls schon gefunden. Nach ihrer zweiten Geburt gilt Bashira zwar noch als recht unerfahren, ihre mütterlichen Pflichten erfüllt sie jedoch liebevoll und routiniert. Sie kümmert sich fürsorglich, schleckt ihr Baby ab und steht still, wenn das Kleine trinken möchte. Der neue Spielgefährte für die im August geborene Giraffe Kitoja wird zunächst einige Tage mit der Mutter im ruhigen Stall verbringen und erst nach und nach alle neun Familienmitglieder kennenlernen. Seit 2010 koordiniert der Zoologische Leiter der ZOOM Erlebniswelt Frank Ahrens das europäische Zuchtbuch für Giraffen (EEP). Die siebte Geburt bei den Rotschildgiraffen im eigenen Zoo ist somit ein doppelter Grund zur Freude und besonderer Zuchterfolg.

Zoo Osnabrück, 17.11.2012
Zooverein stimmt für neuen Weg mit Stadt Osnabrück
Dass die Stadt Osnabrück als Minderheitsgesellschafter in die in diesem Jahr gegründete Zoo Osnabrück gGmbH eintreten soll, hatten die Mitglieder der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. bereits im März 2012 beschlossen. Doch nun ging es um das „Wie“. Die Stadt Osnabrück wird zunächst wie vorgesehen fünf Prozent der Gesellschafteranteile an der Zoo Osnabrück gGmbH erwerben. Ursprünglich wollte die Stadt dafür Teile des städtischen Grund und Bodens, auf dem Elefanten, Löwen und Affen leben, als Gesellschaftereinlage einbringen. „Doch aufgrund der Grunderwerbssteuer hätte uns der geplante Gesellschafteranteil der Stadt von letztendlich 25 Prozent über 100.000 Euro gekostet. Dieser Aspekt war bei unserer letzten Jahreshauptversammlung noch offen“, berichtete Zooaufsichtsrats-vorsitzender Reinhard Sliwka gestern bei der außerordentlichen Versammlung. „Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister, unserem Zoopräsidenten Reinhard Coppenrath, Zoogeschäftsführer Andreas Busemann und dem Zoopräsidium haben wir deshalb eine Alternative erarbeitet.“ Die Stadt verzichte nun für zehn Jahre und acht Monate auf die Pachtzahlungen der Zoo Osnabrück gGmbH für städtische Zooflächen und die Nutzung des im Besitz der Stadt Osnabrück befindlichen und vom Zoo genutzten Verwaltungsgebäudes. Große Mehrheit für das neue Vorgehen: „Der so entstehende Gesamtwert von 499.000 Euro entspricht genau fünf Prozent des Kapitalanteils und hilft dem Zoo bei der finanziellen Realisierung seiner vielfältigen Aktivitäten weiter.“ Die anwesenden 62 Mitglieder stimmten bei einer Gegenstimme mit großer Mehrheit für das Vorgehen. Der Rat der Stadt Osnabrück hatte dem Vorgehen bereits in seiner letzten Sitzung zugestimmt. „In fünf Jahren müssen wir uns erneut an einen Tisch setzen. Dann wird die Stadt weitere zwanzig Prozent der Anteile der Zoo Osnabrück gGmbH erwerben“, blickt Sliwka in die Zukunft. Im Anschluss an die Abstimmung informierten Zoogeschäftsführer Andreas Busemann und Zoodirektor Prof. Michael Böer über das aktuelle Zoogeschehen und die weitere Planung. Hintergrund: Die Zoo Osnabrück gGmbH: Die Zoogesellschaft Osnabrück e.V. hatte im März dieses Jahres beschlossen den Verein in eine gemeinnützige GmbH zu überführen. Grund dafür war die Entwicklung des Zoos zu einem mittelständischen Unternehmen mit einer Bilanzsumme von 40 Millionen Euro und 90 festen Vollzeitarbeitsplätzen. Bis dahin lag das Haftungsrisiko bei dem ehrenamtlich arbeitenden Präsidiumsmitgliedern, die aufgrund der Fülle von Aufgaben eher wie ein Aufsichtsrat agieren mussten. Die Stadt sollte mithilfe einer Beteiligung an der gGmbH eine Sicherheit für finanzielle Risiken durch Bürgschaften erhalten, indem sie zunächst mit fünf Prozent, später mit 25 Prozent als Gesellschafter in der gGmbH mitwirkt.

Zoologischer Garten Wuppertal, 17.11.2012
Einladung zur Pinguin-Tagung im Zoologischen Garten Wuppertal
Haltung und Pflege von Pinguinen im Zoo Forschung und Erfahrungen im Freiland von Freitag, 01.03. bis Sonntag, 03.03.2013 für Tierärzte, Biologen, Tierpfleger und Zoopädagogen. Wissenschaftliches Programm: Vorträge zu Pflege und Handling von Pinguinen, Forschung im Zoo und im Freiland, Pinguinrettung in Südafrika, Röntgendiagnostik bei Pinguinen, Erkrankung (Malaria, Aspergillose, Fremdkörper, Massensterben mit unklarer Genese) und Behandlungen von Pinguinen. Praktische Übungen zur Narkose bei Pinguinen, Blutentnahmetechniken, Magenspülung bei Pinguinen, Pinguinrucksack. Besichtigung der Pinguinanlage (Technik). Tagungsgebühr: 160,- ¤ / 140 ¤ für DVG-Mitglieder. Anmeldung: bis zum 31.01.2013 bei der Deutschen Gesellschaft für Zootier-, Wildtier und Exotenmedizin online unter www.dvg-zwe.de. Unterkunft: In Zoonähe stehen Unterkünfte zur Verfügung.

Tierpark Chemnitz, 16.11.2012
Tierpark beteiligt sich an Wisentforschung
Wisente werden im Tierpark Chemnitz bzw. dem Wildgatter Oberrabenstein seit fast 30 Jahren gehalten, die Zucht dieser europäischen Wildrindart hat hier eine lange Tradition. Die Art war in Europa schon ausgestorben, die letzten frei lebenden Bestände erloschen in den 20ern des letzten Jahrhunderts im Kaukasus. Der heute lebende Bestand geht nur auf Haltung und Zucht in Menschenobhut von zu Beginn nur zwölf so genannten Gründertieren zurück. Mittlerweile gibt es etwa 4.500 Tiere europaweit, davon ca. 3.000 in Semireservaten oder in freier Wildbahn in Osteuropa, die wiederausgewildert wurden. Rund 1.500 Tiere leben in Zoos und Wildparks, davon ca. 530 in Deutschland (Quelle: Förderverein Wisentzucht e. V.). Ein Zuchtbuch für die Art gibt es schon seit langem. Doch die schmale genetische Basis, auf der die Population beruht, das Vorkommen zweier Abstammungslinien und die Tatsache, dass viele Tiere in kleinen Haltungen leben, die bisher nicht im Zuchtbuch erfasst wurden, machen eine bessere Koordination und gezieltere Zucht erforderlich. Dazu ist es notwendig, das Erbgut der einzelnen Bestände zu untersuchen. Dieses Projekt wird von der EU finanziert und ist vor kurzem gestartet. Den Tieren werden per Distanzbiopsie mittels kleiner Spezialpfeile winzige Hautproben entnommen, die getrocknet und dann im Labor auf bestimmte Merkmale untersucht werden. Für die Tiere ist es nur ein kleiner Pik, sie müssen dazu nicht eingefangen oder gar in Narkose gelegt werden, für Tier und Mensch besteht keine Gefahr. Der Tierpark Chemnitz beteiligt sich am Projekt, gestern wurden bei den hier lebenden Tieren – einem Bullen, zwei Kühen und einem männlichen Jungtier – durch einen Tierarzt des Fördervereins Wisentzucht e. V. die Proben entnommen. Der Tierpark ist gespannt auf die Ergebnisse und hofft, auch in Zukunft Tiere zur Wiederauswilderung geben und damit einen Beitrag zum Erhalt der Art in ihrem ursprünglichen Lebensraum beitragen zu können.

Zoo Dresden, 16.11.2012
Erste Naturaufzucht bei Hyazintharas im Zoo Dresden
Unser Hyazinthara-Pärchen bescherte dem Dresdner Zoo in diesem Jahr die erste erfolgreiche Naturaufzucht in der 151-jährigen Zoo-Geschichte. Die beiden Zuchtvögel, welche seit Mitte der 90’er Jahre in Dresden zusammenleben, hatten bereits früher eine Vielzahl an Brutversuchen unternommen, bei denen sie die Eier jedoch entweder frühzeitig zerbissen oder die frisch geschlüpften Ara-Küken nicht ausreichend fütterten. Aus diesem Grund wurden zwei Jungtiere mit den Namen Ferdinand (2003) und Quak (2006) von unseren Tierpflegern von Hand aufgezogen. Umso erfreulicher und für uns sehr überraschend war es, dass das am 6. Juni 2012 geschlüpfte Hyazinthara-Männchen ohne unsere Mithilfe von den Ara-Eltern aufgezogen wurde. Aufgrund der Vorgeschichte überwachten unsere Vogelpfleger die Entwicklung des Jungtiers mit regelmäßigen Gewichtskontrollen. Das Anfangsgewicht des fünf Tage alten Kükens lag bei 30 Gramm. Das charakteristisch kobaltblaue Gefieder und die leuchtend gelbe Haut um den Augen sowie am Unterschnabel entfaltet sich erst während der rund 100 Tage dauernden Nestlingszeit. Die stark bedrohten Hyazintharas gehören mit rund einem Meter Länge zur größten Papageienart der Welt. Ihre Bestände werden durch den immer größeren Verlust der natürlichen Lebensräume in den tropischen Regenwäldern und Feuchtgebieten Mittel- und Südamerikas derzeit nur noch auf ca. 4.000 bis 5.000 Tiere geschätzt. Die Eltern und das nun ausgewachsenen Jungtier leben im Zoo hinter den Kulissen und können nicht in der großen Flugvoliere beobachtet werden. Aus diesem Grund können wir Ihnen leider auch keinen Fototermin anbieten, da wir hoffen, dass unser Pärchen bald wieder in Brutstimmung kommt. Die mitgelieferten Fotos können Sie deshalb gern für Ihre Berichterstattung verwenden.

Zoologischer Garten Magdeburg, 16.11.2012
Magdeburger Liebhaber heiß begehrt in Hannover
Er heißt Madiba und ist seit sieben Monat auf Dienstreise in Sachen Liebesdingen im
Erlebnis-Zoo Hannover. Jetzt sind die ersten Filmaufnahmen vom Deckakt des liebevollen Magdeburger Spitzmaulnashorns im Internet veröffentlicht unter: http://www.youtube.com/watch?v=4MqHL2UPMsc. Madiba hat bereits zum zweiten Mal die Nashornkuh Saba in Hannover gedeckt und damit die Hoffnungen erhöht, dass in der niedersächsischen Landeshauptstadt sich Nashornnachwuchs einstellen könnte. Madiba erfüllt in Hannover eine wichtige Mission, denn die Ausrottung der Spitzmaulnashörner schreitet weiter fort und auch in der Zoohaltung gelingen Nachzuchten äußerst selten – etwa vier bis sechs Spitzmaulnashörner kommen jährlich in Europa zur Welt. Für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) ist der gebürtige Südafrikaner Madiba besonders wertvoll für die Zucht, da er gänzlich unverwandt mit dem Rest der europäischen Zoo-Population ist und damit einen hohen genetischen Wert besitzt. Madiba ist bisher der Vater für die drei in Magdeburg geborenen Spitzmaulnashörner Maburi, Malindi und Mala. Wenn alles in Hannover klappt, dann kann Madiba zu seiner Magdeburger Familie vielleicht in naher Zukunft zurückkehren. Bis dahin heißt es Daumen Drücken für die beiden Nashorndamen in Hannover, dass der Magdeburger Liebhaber auch erfolgreich ist.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, 15.11.2012
Wertvolle Nachzucht im Tierpark Terrarium bei den Stachelschwanzwaranen
Am 25. & 26. August dieses Jahres schlüpften bereits zum dritten Mal zwei Stachelschwanzwarane im Berliner Tierpark. Am 19. April 2012 waren von den Tierpflegern bei den täglichen Reinigungsarbeiten 5 Eier im Terrarium der Elterntiere entdeckt und für die Brut in einen Inkubator verbracht worden. Die Elterntiere sind schon Nachzuchten aus dem Zoologischen Garten Wuppertal, die wir 2006 als Geschenk erhielten (Schlupf dort am 7. Juli 2005). Im November 2008 war uns die erste, im September 2011 die zweite Nachzucht gelungen. Es handelt sich damit mindestens schon um die 3. Generation, die in einem Terrarium zur Fortpflanzung gebracht werden konnte. Die braunen bis rötlichbraunen Stachelschwanzwarane eignen sich als kleinbleibende Waranform von 60 bis 70 cm Gesamtlänge gut für die Terrarienhaltung. Ihr Kopf und Hals verfügt über gelbliche Längsstreifen. Auf dem Rücken geht die Zeichnung in lebhafte Augenflecke über. Querbänder zieren den namensgebenden, stachligen Schwanz. Dieser Waran bewohnt selbstgegrabene Höhlen oder auch Termitenbauten in Trockengebieten, offenem Buschland und steinigen Halbwüsten Nord- und Zentralaustraliens. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus verschiedensten Wirbellosen (Heuschrecken, Grillen u.a. Insekten), daneben auch kleinen Säugetieren. Man unterscheidet drei Unterarten.

Zoo Duisburg, 15.11.2012
Greiser Nashornbulle euthanasiert
Eines der ältesten in Europa lebende Nashorn musste gestern im Zoo Duisburg euthanasiert werden. Zunehmende Altersgebrechen beim rund 50jährigen Breitmaulnashornbullen HLUTI ließen den Zooverantwortlichen keine andere Wahl mehr: der Bulle sollte auf keinen Fall leiden. Wie die beiden Nashörner ursprünglich nach Duisburg kamen, liest sich in der Chronik zum 50jährigen Bestehen des Zoos äußerst spannend. Der damalige Direktor Dr. Gewalt schreibt: „Duisburgs erste […] Nashörner waren ein ausgesprochener Gelegenheitskauf, handelte es sich doch um die damals noch sehr seltenen Weißen Nashörner, von denen nur der Zoo Berlin ein Paar besaß. Ein Telefon-Anruf vom Kap der Guten Hoffnung ließ eines frühen Morgens wissen, daß der vielzitierte „schnellentschlossene Käufer“ zwei Weiße Rhinozerosse […] haben könnte, da sie bereits an Bord der USARAMO und auf der Reede von Freetown, ihre Besteller aber in Konkurs gegangen seien. Da wir selbst für Nashörner weder Geld noch Unterbringung besaßen, blieb nur die Duisburger Lösung: […] das „jawoll, wir spenden die Nashörner!“ kam noch vor dem Mittagessen [Anm.: vom damaligen Mäzen H. Horten]; dann haben wir eine Woche lang Tag und Nacht Bahnschwellen gerammt, und dann waren HLUTI und NONGOMA da […]. Und mit den Bahnschwellen hatten wir nebenbei festgeklopft, daß drei Jahre später eine Anlage namens AFRIKANUM eröffnet wurde…“ Das Nashornpaar machte in den letzten vielen Jahren eine äußerst gelungene und ansprechende Vergesellschaftung mit der großen Damara-Zebraherde aus. Natürlich besteht ein großer Unterschied zwischen dem Verlust eines Menschen und dem eines Tieres. Dennoch wiegt der Abgang dieses Charaktertieres bei den Pflegern sehr schwer, die seit Dekaden mit den tonnenschweren Nashörnern arbeiteten. Und trotz der Alltagshektik immer Zeit fanden, ihren Schützlingen ausgiebige Streicheleinheiten zukommen zu lassen.

Zoo Heidelberg, 15.11.2012
Forschung im Zoo Heidelberg – Das Haltungskonzept der „Elefanten-Jungbullen WG“ wurde wissenschaftlich bestätigt
Zoos leisten nicht nur durch die Haltung und Nachzucht gefährdeter Tierarten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Sie bieten auch die Möglichkeit, Studien, die im Freiland nur unter großem finanziellem und methodischem Aufwand möglich wären, unter kontrollierbaren Bedingungen durchzuführen. Eine solche Studie hat die Diplom-Biologin Susan Hambrecht über die Heidelberger „Elefanten-WG“ durchgeführt. Der Zoo hält derzeit die einzige Gruppe junger Elefantenbullen in Deutschland. Diese Haltungsform hat gewichtige Gründe: Männliche Elefanten werden – ob in freier Wildbahn oder im Zoo – im Alter von etwa 4-5 Jahren aus ihrer Geburtsgruppe heraus gedrängt. In diesem Alter sind sie aber noch zu jung, um von den Kühen als Zuchtpartner akzeptiert zu werden. Damit die jungen Bullen in der Zwischenzeit in einer natürlichen Sozialstruktur aufwachsen können, leben sie für einige Jahre im Zoo Heidelberg. Wie in freier Wildbahn auch, lernen die jungen männlichen Elefanten das so wichtige Gruppenverhalten. Die wissenschaftliche Dokumentation des Sozialverhaltens der jungen Elefantenbullen Voi Nam, Thai, Tarak und Gandhi ist von besonderem Interesse, da der Zoo Heidelberg im Jahr 2010 mit der Haltung von Jungbullengruppen tiergärtnerisches und wissenschaftliches Neuland betrat. Die Eingliederung eines weiteren jungen Elefanten in eine bestehende Gruppe – der jüngste Bulle Gandhi kam erst 2011 im Alter von fünf Jahren in die etablierte Dreier-Gruppe – wurde bislang sogar noch nie versucht. Da die Jungbullenhaltung in Zoos weltweit noch in Kinderschuhen steckt, war der Zoo Heidelberg froh über die Anfrage von Hambrecht, ihre Diplomarbeit über das Haltungskonzept durchführen zu dürfen. Ziel der Studie war es, die Beziehungen zwischen den vier Jungbullen, deren Charakter und im Speziellen die Entwicklung und Integration des jüngsten Bullen Gandhi beobachtend zu untersuchen. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass es sich gelohnt hat, dieses Experiment zu wagen: Elefantenbullen gelten fälschlicherweise als einzelgängerisch und unsozial. Doch sowohl die Erkenntnisse aus dem Freiland als auch die Heidelberger Jungbullenhaltung zeigen deutlich, dass diese Auffassung überholt ist, was nun auch wissenschaftlich bestätigt wurde. Die erfolgreiche Integration von Gandhi und die gruppendynamische Beziehungsstruktur, die mit Bullengruppen in freier Wildbahn vergleichbar ist, sprechen klar für das Konzept „Jungbullen-WG“. Die vier Jungbullen zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten und eine stabile Rangfolge. Aggressionen sind selten. Das täglich beobachtete Spielverhalten bestätigt, dass sich alle vier Elefanten jungbullentypisch entwickeln. Außerdem scheinen vor allem die Persönlichkeit und die vorab gemachten Erfahrungen der Elefanten zu bestimmen, ob sich aus einer Gruppe sich unbekannter Elefanten eine stabile Herde bildet und ob und wie schnell ein fremder Jungbulle in eine bestehende Herde integriert wird. Womöglich ist die Struktur und Dynamik von Herdenbildung bei Elefanten immer einzigartig, da vom individuellen Charakter und der „Teamfähigkeit“ der Elefanten abhängig.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 15.11.2012
Neue Staffel mit 40 spannenden Geschichten aus dem Tierpark Hellabrunn
„Nashorn, Zebra & Co.“ geht ab Donnerstag, den 22. November 2012 in die fünfte Runde. Von Montag bis Freitag wird um 16.10 Uhr im ERSTEN eine neue Folge der beliebten Tierpark-Serie “Nashorn, Zebra & Co.“ gezeigt. Die Münchner Tierpfleger Florian Hundshammer mit Wolf Wotan, Thomas Günther und Elefantendame Temi sowie Helmut Kern und Eisbär Yoghi sind dank der erfolgreichen Zoo-Doku-Soap von Nordfriesland bis in die Alpen bekannt. Bis zu zwei Millionen Zuschauer pro Sendung begeistert die Tierpark-Serie. Damit zählt „Nashorn, Zebra & Co.“ zu der beliebtesten Zoo-Doku bundesweit. Im Auftrag des Bayerischen Rundfunks haben sich die Zoo-Reporter und Tierfilmer Felix Heidinger und Jens-Uwe Heins im Münchener Tierpark Hellabrunn auf die Suche nach neuen, spannenden, dramatischen und lustigen Tiergeschichten gemacht. Beim Blick hinter die Kulissen entführen sie die Zuschauer in eine faszinierende Zoowelt: „Wie Ameisenbären Zeitung lesen“, „Welche Babys schlafen im Stehen?“ oder „Lieben Eisbären Geschenke?“. Bei dieser Themenvielfalt ist für Zuschauer jeden Alters etwas Interessantes und Informatives dabei. Die fünfte Staffel wurde erstmals in HD gedreht und bietet nun eine noch bessere Bildqualität als bisher. Von Oktober 2011 bis April 2012 haben die Autoren Felix Heidinger und Jens-Uwe Heins mit ihrem Team den Tierparkalltag auf der Suche nach Geschichten begleitet. „Die Serie zeigt, mit welcher Leidenschaft das Tierpark-Team bei der Arbeit ist. Das sorgt für große Anerkennung weit über die Landesgrenzen Bayerns hinaus“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Gern steht Hellabrunn auch für weitere Staffeln zur Verfügung. Vorerst sind wir gespannt, ob den Zuschauern die Geschichten der fünften Staffel gefallen.“

Tiergarten Nürnberg, 15.11.2012
Panzernashorn Purana gestorben
Am Mittwoch, 14. November 2012, ist das weibliche Panzernashorn Purana im Tiergarten der Stadt Nürnberg gestorben. Purana wurde am 23. Januar 1992 in Basel geboren und lebte seit dem 8. Juli 1993 in Nürnberg. Sie hat hier drei Jungtiere großgezogen. Der Vater der ersten beiden Jungtiere Albrecht (geboren am 8. Oktober 1999) und Hans (geboren am 29. Januar 2004) war Noel. Der Vater von Seto Paitala (geboren am 27. August 2009) ist Ropen, der noch im Tiergarten Nürnberg lebt. Mit Puranas Ankunft vor 19 Jahren begann die Panzernashornhaltung im Tiergarten Nürnberg. Seit der letzte Elefant im Sommer 2008 den Tiergarten verlassen hatte, steht den Panzernashörnern das gesamte Elefantenhaus zur Verfügung. Seit Sommer 2011 bewohnen die Nashörner auch die Außenanlage der Elefanten. Purana war eine erfahrene Mutter, die sich vorbildlich um ihre Jungtiere kümmerte und im Umgang mit den Pflegern sehr zutraulich war. Am 3. November 2012 hatte Purana eine Fehlgeburt. Der tote Fötus war ungefähr sieben bis acht Monate alt. Ursache für den Abgang des Fötus war eine eitrige Gebärmutterentzündung. Purana wurde gegen die Infektion behandelt. Sie war daraufhin unauffällig bis zum 9. November 2012. Doch plötzlich zeigte sie Störungen im zentralen Nervensystem und hielt den Kopf ungewöhnlich schief. Hinzugezogene Fachärzte für Augenerkrankungen diagnostizierten eine starke Entzündung im Auge. Eine gezielte antibiotische Bekämpfung der Infektion konnte den Krankheitsverlauf nicht stoppen. Am Abend des 14. November 2012 war Purana so schwach, dass sie eingeschläfert werden musste. Das Tier wird zurzeit im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen untersucht. Der akute Krankheitsverlauf wie auch die Fehlgeburt können erst nach der Sektion und Untersuchung des Tieres schlüssig erklärt werden. Für den Tiergarten ist der Verlust von Purana sehr schmerzhaft. Sie war ein ausgesprochen freundliches Tier und eine hervorragende Mutter. Zum Glück ist ihre Tochter Seto Paitala schon lange entwöhnt und bereits an eine zeitweise Trennung von der Mutter gewöhnt. Bislang verhielten sich Seto und Ropen ruhig und unauffällig. Die Pfleger haben die letzten Nächte bei Purana gewacht und sie rund um die Uhr versorgt. Die Anwesenheit der Pfleger hatte eine offensichtlich beruhigende Wirkung auf Purana, die bis zum Schluss die von den Tierärzten verordneten Medikamente von den Tierpflegern annahm.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 15.11.2012
ERDMÄNNCHEN SIND DIE STARS IN SCHÖNBRUNN
Die Gewinner der Lieblingstierwahl stehen fest: Die Erdmännchen sind die beliebtesten Tiere im Tiergarten Schönbrunn. An zweiter Stelle liegen die Roten Pandas, dicht gefolgt von den Tigern auf Platz drei. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter ist über das Ergebnis überrascht, kann sich die Beliebtheit der kleinen afrikanischen Schleichkatzen aber erklären: „Bei den aufgeweckten Erdmännchen ist immer etwas los. Außerdem haben sie heuer gleich zwei Mal Nachwuchs bekommen, und die Kleinen sind natürlich extrem putzig, wenn sie miteinander spielen, im Sand buddeln oder aufrecht auf ihren Hinterfüßen stehen.“ Seit ihrer Übersiedlung ins neue Affenhaus im April ist die Erdmännchen-Kolonie für die Besucher auch viel besser zu beobachten. Bei der letzten Abstimmung im Jahr 2001 waren die Elefanten mit großem Abstand auf Platz eins. Die Dickhäuter haben es diesmal hinter den Großen Pandas nur auf Platz fünf geschafft. Als einziger Vogel hat der Pinguin einen Top 10-Platz errungen. Beginnend mit dem Welttierschutztag am 4. Oktober hat der Tiergarten Schönbrunn gemeinsam mit Radio Wien und der Kronen Zeitung dazu aufgerufen, „Die großen zehn Lieblingstiere von Schönbrunn“ zu wählen. Viele Tierfreunde haben mittels Wahlkarten im Zoo oder per Mausklick auf der Homepage ihre Stimme abgegeben. Zur Wahl standen 30 Tiere, die von den Tierpaten vorab nominiert wurden. Mit einem großen Familienfest wird das Finale der Tierwahl heute in der ORANG.erie des Tiergartens gefeiert. Das Ergebnis der Lieblingstierwahl: 1. Erdmännchen (15,8%), 2. Roter Panda (11%), 3. Tiger (10,2%), 4. Großer Panda (7,7%), 5. Elefant (6%), 6. Robbe (4,9%), 7. Pinguin (4,8%), 8. Wolf (4%), 9. Ameisenbär (3,8%), 10. Katta (3,6%).

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