Portrait: Brillenpinguin

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes)
Familie: Pinguine (Spheniscidae)
Gattung: Brillenpinguine (Spheniscus)
Art: Brillenpinguin (Spheniscus demersus)
Brillenpinguin (Zoo Leipzig)

Brillenpinguin (Zoo Leipzig)

Brillenpinguine werden 60 bis 70 cm groß, 2,5 bis 3 kg schwer und erreichen ein Alter von bis zu 20 Jahren. Die Brillenpinguine haben eine auffällige Schwarz-weiß-Färbung. Vom schwarzen Schnabel geht zu den Augen und darum herum ein rosa Fleck, der ihnen den deutschen Namen gab. Vorderkopf, Scheitel, Kinn und Wangen sind wie der Rücken schwarz. Der Bauch ist weiß, jedoch geht ein schmales, schwarzes Band u-förmig über die Brust und die Körperseiten.

In freier Wildbahn kommen Brillenpinguine nur an den Küsten von Südafrika, Angola, Mozambique, Gabun und Namibia sowie den vorgelagerten Inseln vor. Die rund zwanzig bekannten Brutareale liegen zumeist auf den Küsten vorgelagerten Inseln. Auf dem Festland sind nur wenige Brutreviere bekannt. Anders als die meisten anderen Pinguinarten, so leben Brillenpinguine nicht in arktischen Klimaregionen, sondern in subtropischen Regionen. Wenn sie nicht gerade im Wasser auf Nahrungssuche sind, leben sie an felsigen Küsten, nahe dem Ufer.
Der Brillenpinguin wird heute in der Roten Liste des IUCN als stark gefährdet geführt. Zwar hat man heute alle der Küste vorgelagerten Brutinseln zu Naturreservaten erklärt, aber die Bestände könnten sich bislang nicht stabilisieren. Die Brutareale wurden teilweise eingezäunt, um Fressfeinde von den Brutplätzen fernzuhalten. Man schätzt die Gesamtpopulation der in Freiheit lebenden Brillenpunguine auf etwa 100.000 bis 120.000. Neben der Vernichtung der natürlichen Lebensräume stellen die Wasserverschmutzung durch Pestizide und Tankerunglücke sowie die Überfischung der Meere durch den Menschen die Hauptprobleme dar.

Brillenpinguine fressen hauptsächlich Fisch, bessern ihren Speiseplan aber auch mit Tintenfisch und Krebstiere wie Garnelen auf. Auf ihren Beutezügen legen sie bis zu 30 Kilometer am Tag zurück. Dabei tauchen sie nicht sehr tief und finden ihre Nahrung knapp unter der Wasseroberfläche. Die Tauchzeiten erstrecken sich dabei lediglich über wenige Minuten.

Die Brutzeit der Brillenpinguine ist ganzjährig. Sie brüten in kleinen Gruppen in der Regel auf vorgelagerten Inseln, auf denen ihre Fressfeinde seltener vorkommen als auf dem Festland. Das Nest ist eine einfache, in den Boden gegrabene Mulde, die mit verfügbaren Materialien ausgepolstert wird. Meist erfolgt die Auspolsterung mit Guano, dem Kot der Punguine. Das Weibchen legt zwei bis drei Eier. Das Ausbrüten der Eier erfolgt in den nächsten 35 Tagen von beiden Elternteilen. Das Bebrüten erfolgt stehend, dabei werden die Eier von einer Hautfalte im Unterleib bedeckt. Die Jungvögel werden von beiden Elternteilen rund 70 bis 75 Tage mit Nahrung versorgt und behütet. Erst danach ist das Federkleid der Jungtiere fertig ausgebildet.

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