Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoo Berlin 12.12.2012
Die Pinguine laden zur Party in den Berliner Zoo
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, feiert der Zoo Berlin auch dieses Jahr wieder eine Pinguin-Party! Zoo und Tierpark Berlin sind die Heimat von Königspinguinen, Felsenpinguinen, Humboldtpinguinen und Brillenpinguinen. Sie alle lieben die kalten Meeresströme. Was liegt da näher als genau im Winter mit Spaß und „tierischer Freude“ mehr zu erfahren über das Leben und die Eigenheiten dieser bei vielen Menschen so beliebten Tiere, deren aufrechter Gang und Federkleid so manchen menschlichen „Frackträger“ vor Neid erblassen lässt. Kinder und alle im Herzen jung gebliebene Winterfans erwartet ein buntes, vorweihnachtliches Programm mit vielem Wissenswerten, Live-Musik (Tony Hurdle & The Black Stompers), Pinguin-Quiz, tollen Spielen, Kinderschminken, Waffeln backen und vielem mehr. Durch das Programm führt Carlo Kantwerk, langjähriger Guide der Zooschule. Die ultimative Pinguin-Party wird gefeiert am Sonnabend, den 15. Dezember 2012 von 14.00 bis 16.30 Uhr am Pinguinhaus im Zoo Berlin.
Übrigens: Die Pinguine freuen sich auf alle kleinen und großen Gäste und ganz besonders über Besucher im Pinguinkostüm!

Zoo Münster 12.12.2012
Männliche „Schwangerschaft“ mit rekordverdächtigen Folgen: Ein Seepferdchen im Allwetterzoo Münster brachte 280 Nachkommen auf die Welt!
Nachwuchs ist bei den Seepferdchen Männersache! Das Weibchen legt die Eier in die Bruttasche des Männchens, in der sie etwa drei Wochen ausgebrütet werden. Öffnet der Seepferdchenmann die Bruttasche, werden die Jungtiere „geboren“. Weil der Vater sich beim Ausstoßen der Jungen wehenartig krümmt, erinnert der Vorgang tatsächlich an eine Geburt. Am 20. Oktober 2012 kamen im Allwetterzoo Münster auf diese Weise sage und schreibe 280 Langschnauzen-Seepferdchen auf die Welt! Zählen konnten die Pflegerinnen die enorme Nachkommenschaft, als sie die anfangs nur wenige Millimeter großen Mini-Seepferdchen in drei separate Becken umsetzten. Mit dem Umzug sollte verhindert werden, dass die Winzlinge vom Vater oder anderen erwachsenen Artgenossen aus Versehen gefressen werden. Seepferdchen saugen ihre Beute, meist Kleinkrebse und Fischlarven, mit einem kräftigen Sog in ihr Röhrenmaul – und da könnte schon mal ein Nachkomme dabei sein… Die langwierige und zeitaufwändige Aufzucht der „Seefohlen“ bewältigen nun die Pflegerinnen im Allwetterzoo. Revierleiterin Anke Gassner und ihr Team nehmen die zusätzliche Arbeit allerdings gern auf sich, denn sie sind stolz auf den rekordverdächtigen Zuchterfolg! Ernährt werden die Mini-Seepferdchen zweimal täglich mit winzigen Salinenkrebsen und Copepoden, das ist eine Planktonart. Inzwischen hat der Nachwuchs die ersten kritischen Wochen überstanden. Darüber ist Anke Gassner froh, denn anfangs sind die Jungtiere besonders anfällig für Krankheiten und reagieren sensibel auf jede Veränderung. Zu sehen sind die 280 Seepferdchen leider nicht. Sie werden demnächst wohl auch an andere Zoos abgegeben. Die Eltern der Kleinen hingegen können in einem Becken im Obergeschoss des münsterschen Aquariums bewundert werden. Übrigens ist der 280fache Vater selbst schon im Allwetterzoo geschlüpft!

Tiergarten Schönbrunn 12.12.2012
SELTENE GLÜCKSBRINGER GESCHLÜPFT
Im Tiergarten Schönbrunn freut man sich über seltenen Nachwuchs im Vogelhaus: Bei den Prachtpipras, die extrem selten gepflegt und gezüchtet werden, sind Ende Oktober zwei Küken geschlüpft. Mittlerweile sind die beiden aus dem Nest ausgeflogen und mit etwas Glück für die Besucher zu sehen. Farbenprächtig sind bei den Prachtpipras nur die Männchen. „Während Weibchen und Küken schlicht olivgrün sind, tragen die Männchen ein auffallendes Federkleid. Ihr Gefieder ist glänzend schwarz, am Rücken hellblau und am Kopf leuchtend rot“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Tiergarten Hellabrunn München 11.12.2012
Hellabrunn feiert Richtfest in der Giraffensavanne
Das neue Zuhause von Hellabrunns Giraffen nimmt Gestalt an: Die imposanten Außenwände stehen bereits. Auch die Fassade und die tragende Dachkonstruktion sind fertig. Im zukünftigen Parkteil Afrika des Münchener Tierparks entsteht zurzeit am Isar-Eingang das 770 qm große Giraffenhaus. Es wird umgeben sein von einer rund 10.000 qm großen Grünfläche mit Flussläufen, die an afrikanische Savannen erinnern soll. Nach einer Bauzeit von knapp sieben Monaten findet am Dienstag, den 11. Dezember das Richtfest für das neue Giraffenhaus statt. Das zukünftige Domizil für Hellabrunns Netzgiraffen kann bereits im Sommer 2013 bezogen werden. Die Stadtsparkasse München sponsort den Bau der Giraffensavanne mit 3 Mio. Euro. Der Rohbau des Giraffenhauses steht. Sowohl die tragende Dachkonstruktion als auch die Fassade sind fertiggestellt: Zeit für das Richtfest am 11. Dezember, bei dem Christine Strobl, 2. Bürgermeisterin und Hellabrunn-Aufsichtsratsvorsitzende, Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München, und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem im Beisein der beteiligten Handwerker aus verschiedensten Gewerken die Fertigstellung des Rohbaus feiern.

Zoo Halle 10.12.2012
Junger Esel geboren
Am 4.12.2012 wurde im Bergzoo ein junger Esel geboren. Eigentlich wurde er am 6.12. erwartet und erhielt daher in Vorfreude auf den nahen Nikolaustag den Namen Nikolaus. Das Frühchen wog bei der Geburt ca. 8 Kilo. Anfangs waren die Pfleger um Nikolaus ob seiner frühen Geburt besorgt und richteten eine Nachtdienst ein um sicherzustellen das es dem Kleinen gut geht. In den letzten Tagen hat sich der junge Hengst von Mutter Lena und Vater Maiky aber prächtig entwickelt und auch zugenommen. Auf Grund der Witterungsbedingungen ist das Eselchen aber noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich und bleibt im warmen Stall.

Zoo Dortmund 10.12.2012
Barockkonzert mit Überraschungseffekt – Traditionelles Adventskonzert im Zoo Dortmund endete mit überirdischem Effekt
Am Samstag, 1. Dezember, fand erneut das traditionelle Adventskonzert des Ensembles „Con Allegria“ im Raubtierhaus des Zoos Dortmund statt. ls Zugabe hatten sich die Künstler jedoch etwas Besonderes ausgedacht. Als kleines Präsent zum bevorstehenden Jubiläum des Zoos im nächsten Jahr (der Zoo Dortmund wird 60 Jahre alt) gab es als Zugabe die Titelmelodie des Science-Fiction-Films „Star Wars“ im Barockstil. Was die Musiker nicht wussten: Zoodirektor Dr. Brandstätter hat die Mitglieder des Star-Wars-Fanclubs „Krayt Riders“ gebeten, beim Erklingen der Melodie in Kostümen das Raubtierhaus zu betreten.

Die Krayt Riders veranstalten seit zwei Jahren regelmäßig das „Star Wars-Wochenende“ im Zoo Dortmund – die mit Abstand erfolgreichste Veranstaltung des Zoos in den letzten zwei Jahren.

Tiergarten Schönbrunn Wien 10.12.2012
NEU IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN: FÜHLERSCHLANGEN
Rechtzeitig zum chinesischen Jahr der Wasser-Schlange 2013 gibt es im Aquarienhaus des Tiergarten Schönbrunn neue, faszinierende Bewohner: Fühlerschlangen. Diese Wasserschlangen haben am vorderen Kopfende zwei Tentakel, die ihnen zur Ortung kleiner Fische dienen. Um ihre Beute zu überlisten, wenden sie einen einzigartigen Trick an. „Sie halten sich mit ihrer Schwanzspitze an einer Wasserpflanze fest, krümmen ihren Vorderkörper zu einem Bogen und lauern regungslos auf Beute. Kommt ein Fisch in ihre Nähe, machen sie mit der Körperregion gegenüber ihrem Kopf eine kurze, schnelle Bewegung in Richtung des Fisches. Dieser flüchtet reflexartig vor der vermeintlichen Gefahr genau in das Maul der Schlange“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Zoo Berlin, 07.12.2012
Flusspferdzuwachs im Berliner Zoo!
Die Berliner Flusspferdherde ist kurz vor Weihnachten um ein naturgemäß noch sehr kleines Mitglied gewachsen. Flusspferdkuh „Kathi“, geb. 1975, brachte in der Hauptstadt ihr mittlerweile viertes Jungtier zur Welt. Die Geburt am 23. November erfolgte wie immer in einem nicht einsehbaren Wurfbecken im Rückzugsbereich des Flusspferdhauses. Hier musste sich zunächst die Bindung zwischen Mutter und Kind festigen, bevor nun „Kathi“ mit ihrem Nach-wuchs zu den übrigen fünf Tieren in das große Schaubecken gelassen werden kann. Erfahrungsgemäß wird sie in den nächsten Tagen kaum einen Kontakt mit ihrem Jüngsten zulassen und, da sie das ranghöchste Weibchen ist, vermutlich den komfortabelsten Ruheplatz in Scheibennähe ausschließlich für sich und ihr Kind beanspruchen.
Bei dem diesjährigen Flusspferdkalb handelt es sich nach längerer Zeit wieder einmal um einen Männchen. Der kleine Bulle wird sich beim Heranwachsen mit seinen Schwestern Lotty (2 Jahre), Witha (4) und der kleinen Halbschwester Nala (1) auseinandersetzen müssen. Mal sehen, wie er sich dabei behauptet. Sein 17jähriger Vater „Ede“ ist zwar nicht für-sorglich, wohl aber für ein Flusspferd sehr gutmütig und verträglich. Das zweite Zuchtweichen in der Gruppe, die zur Jahrtausendwende in Berlin geborene „Nicole“ hingegen wird jede Unachtsamkeit von „Kathi“ nutzen, um zu stänkern. Für Interaktionen zwischen den geselligen Tieren vor Augen der Zoobesucher ist mit Sicherheit gesorgt. Die in Afrika lebenden Flusspferde wurden 2006 in die Rote Liste der bedrohten Tierarten der Erde aufgenommen. Der Berliner Zoo gehört mit seiner langen Haltungsgeschichte heute zu den wenigen Einrichtungen, in denen die amphibischen Riesensäuger regelmäßig noch für Nachwuchs sorgen.

Erlebniszoo Hannover, 07.12.2012
Flusspferd-Bulle aus Belgien für Stelldichein in Hannover: Einfach zum Knuddeln!
Er ist ein Traum von einem Mann: 16 Jahre jung, groß, schlank, mit dunklen Augen und strahlend weißen Zähnen. Nur um die Hüfte herum ist er ein wenig mollig. Aber genau das trifft offensichtlich den Geschmack der ebenfalls vollschlanken Damen Himba, Kiboko, Victoria und Cherry aus dem Erlebnis-Zoo Hannover. Jedenfalls finden sie ihn zum Knuddeln, den Knuddel aus Belgien. Flusspferd-Bulle Knuddel lässt die Herzen der Hannoveraner Hippo-Damen höher schlagen. Und das soll er auch! Knuddel ist in amouröser Mission unterwegs, die „Dienstreise“ nach Hannover soll ganz offiziell Folgen haben. Die Vorzeichen für eine stürmische Liebe stehen sehr gut. Als Knuddel am Freitag aus seiner Transport-Kiste in den Stall spazierte, taten die Hannoveraner Hippo-Damen ihr Bestes, um den Neuen herzlichst willkommen zu heißen: Sie schmiegten ihre dicken Schnauzen an die Tore und grunzten laut und liebevoll. Ganz sicher war Knuddel von soviel weiblicher Zuwendung schwer beeindruckt! Zunächst verschwand der Galan jedoch in sein Separee, um sich erst einmal in seiner neuen Dienstwohnung einzurichten. Wenn Knuddel sich an seinen neuen Pool und die neue Umgebung gewöhnt hat, trifft er zu einem Stelldichein auf Victoria (14) – während die anderen Damen derweil (wahrscheinlich maßlos neidisch) in das Zweitbecken verbannt werden. Aber da Victoria bereits Mutter war, weiß sie nun mal am besten, wie man einen Flusspferd-Mann bezirzt. Die Chancen stehen gut, dass sie mit Knuddel knuddeln wird. Was dann hoffentlich passiert, beschreibt Grzimeks Enzyklopädie der Säugetiere relativ unromantisch: Flusspferde paaren sich im Wasser, die Paarung dauert bis zu einer halben Stunde. Das Weibchen ist dabei völlig untergetaucht und streckt nur gelegentlich die Nase zum Luftholen über den Wasserspiegel. Der Bulle reitet in der für Säuger üblichen Weise auf. Na dann. Wenn die Liebelei zwischen Knuddel und Victoria folgenreich sein sollte, wird das Flusspferdbaby acht Monate später zur Welt kommen. Flusspferdbabys werden übrigens unter Wasser geboren: Das Kleine muss sich dann schnell vom Grund abstoßen und an die Wasseroberfläche kommen, um zum ersten Mal in seinem Leben Luft zu holen. Flusspferdbabys können schon wenige Minuten nach der Geburt richtig laufen und der Mutter ins tiefe Wasser folgen. Praktisch: Die Babys können sogar unter Wasser gesäugt werden. Und das alles wird dann – sollten Knuddels Avancen fruchten – im August/September im Erlebnis-Zoo Hannover durch die Glasscheiben der Flusspferd-Unterwasser-Welt zu beobachten sein! Wenn die knuddelige Liaison erfolgreich war, ist die Mission des Flusspferdbullen beendet und Knuddel kann nach Belgien zurück kehren. Dort lebt er mit zwei älteren Flusspferddamen zusammen, die sich bestimmt schon auf die Rückkehr ihres Jünglings freuen.

Opel-Zoo Kronberg, 07.12.2012
Treffen von Zoodirektoren im Opel-Zoo: Stiftungsvorstand und wissenschaftlicher Beirat sowie VDZ-Vorstand tagen in Kronberg
Die vier Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates des Opel-Zoos treffen sich regelmäßig mit dem Vorstand und Geschäftsleitung der von Opel Hessischen Zoostiftung, um über die tierhalterischen und zoologischen Planungen im Kronberger Freigehege zu befinden und ihre Fachkenntnis zur Verfügung zu stellen. Zum wissenschaftlichen Beirat des Opel-Zoos gehören vom Zoo Karlsruhe Dr. Gisela von Hegel, von Hagenbeck in Hamburg Dr. Stephan Hering-Hagenbeck, der ehemalige Zoodirektor von Salzburg, Dr. Rainer Revers, und aus Wuppertal Dr. Ulrich Schürer, der im neuen Jahr den wohlverdienten Ruhestand antreten wird. Die Beiratssitzung fand am 5. Dezember in der Verwaltung des Opel-Zoo statt. Am nächsten Tag haben sie dann mit weiteren Fachkollegen in Kronberg die turnusgemäße Sitzung des Vorstands des Verbandes Deutscher Zoodirektoren (VDZ) in Kronberg abgehalten, dem zurzeit als Präsident der Kronberger Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels vorsteht. Die Fachleute haben es sich trotz engem Terminkalender nicht nehmen lassen, das neue Elefantenhaus im Rohbau zu besichtigen, das bereits Mitte März von den Elefanten bezogen werden kann. „Mit dieser Elefantenanlage setzt der Opel-Zoo Maßstäbe und findet in Fachkreisen hohe Anerkennung“, so der stellvertretende Präsident des VDZ, der Kölner Zoodirektor Theo Pagel, der in seinem eigenen Zoo erst 2004 eine neue Elefantenanlage eröffnet hat.

Zoo Osnabrück, 07.12.2012
Süß, aber borstig: Nachwuchs bei Familie Stachelschwein
Es ist gerade mal 20 Zentimeter groß und sieht (noch) völlig ungefährlich aus: das Stachelschwein-Mädchen, das vor einer Woche, am 29.11.2012, im Zoo Osnabrück das Licht der Welt erblickt hat. Momentan kuschelt es am liebsten mit Mama oder Papa im warmen Haus, denn bei Familie Stachelschwein kümmern sich beide Elternteile um den Nachwuchs. Doch das wird sich bald ändern, weiß Tierpfleger Daniel Menken: „Bereits nach kurzer Zeit kann das Jungtier feste Nahrung zu sich nehmen. Die Kleinen müssen schnell selbstständig werden, denn der nächste Nachwuchs steht schon bald bevor.“ Stachelschweine bekommen zweimal im Jahr Jungtiere, sodass die Elterntiere sich um den nächsten Zögling kümmern müssen. Aber so süß die Stachelschwein-Babys auch sind, selbst die Tierpfleger fassen sie nur mit Handschuhen an: Die bei der Geburt noch weichen Borsten härten bereits nach wenigen Tagen zu spitzen Stacheln aus. Übrigens sind Stachelschweine nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, mit Schweinen verwandt, sondern gehören zu der Familie der Nagetiere. Sie können eine Länge von maximal 80 Zentimeter und ein Gewicht von bis zu 27 Kilo erreichen. Die imposanten, circa vier Gramm schweren Stacheln dienen der Abwehr von Fressfeinden, wie Leoparden, Hyänen oder große Greifvögel. Stachelschweine kommen unter anderem in China oder Israel vor und zeichnen sich durch eine enorme Anpassungsfähigkeit aus: Sie leben sowohl in Wüsten, Steppen und Felsgebieten als auch in Urwäldern. Der Zoo Osnabrück sucht noch einen Namen für das kleine Stachelschwein-Mädchen. Namensvorschläge können auf der Facebook-Seite des Zoos unter www.facebook.com/osnabrueck.zoo abgeben werden.

Zoo Dresden, 06.12.2012
Neuanfang auf der Pinguinanlage
Die Anlage für Humboldt-Pinguine soll mit neuen Tieren besetzt werden
In den letzten zwei Jahren schrumpfte unsere einst 28-köpfige Pinguinkolonie sehr stark. Derzeit sind leider nur noch drei Tiere auf der Anlage zu sehen. Somit starben in diesem Zeitraum 25 Tiere, der letzte Pinguin davon am 20. August dieses Jahres. Die Ursachen, die zu dieser Tragödie führten, sind bislang nicht eindeutig identifiziert. Bei der Obduktion wurde stets eine Pilzerkrankung der Luftsäcke und der Lunge festgestellt, welche jedoch eine Folgeerscheinung der eigentlichen Krankheit ist. Nach reiflichen Überlegungen und Planungen wurde nun entschieden, dass die verbliebenen Tiere Anfang der nächsten Woche an eine andere Institution in der Nähe von Prag abgegeben werden. Anschließend wird die gesamte Pinguinanlage einer gründlichen Großreinigung mit Desinfektionsmaßnahmen sowie einer Überarbeitung der Außenanlage unterzogen, um sicher zu gehen, dass mögliche Krankheitsverursacher vernichtet werden. Die Pläne sehen vor, dass ab Sommer 2013 eine neue Humboldt-Pinguingruppe auf die Anlage ziehen wird, um das Wasserbecken mit der großen Unterwasserpanoramascheibe wieder mit Leben zu füllen. Alle Dresdner haben deshalb an diesem 2. Adventswochenende noch einmal die Möglichkeit, sich von den Pinguinen zu verabschieden bis im nächsten Jahr ein Neuanfang gestartet werden kann.

Bergzoo Halle, 06.12.2012
Kea Nelson verlässt Zoo Halle
Heute verlässt Deutschlands derzeit berühmtester Vogel, Kea-Fräulein Nelson, den Bergzoo um nach Saarbrücken umzusiedeln. Das Nelson, oder Nelly, wie der Jungpapagei von den Hallensern liebevoll genannt wird, den Zoo Halle früher oder später verlassen muss stand seit seiner Geburt fest. Es ist geplant weiterhin die bedrohte Neuseeländische Papageienart in Halle zu züchten, aber der Zoo hat nur Platz für ein Kea Pärchen. Daher muss Kea Nelson umziehen und die Kollegen vom Zoo Saarbrücken freuen sich natürlich, solch einen berühmten Vertreter seiner Art zu erhalten. Vogelrevier Chefin Cornelia Spretke und Ihr Team welches Nelson per Hand aufgezogen hat, sehen dem heutigen Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Nelson, der am 16.03.2012 in der Bruthöhle der Kea-Anlage geschlüpft war, ist durch die Handaufzucht den engen Umgang mit Menschen gewöhnt und war den Pflegern dadurch besonders ans Herz gewachsen. Aber durch seinen Weggang erhalten die Elterntiere Cook und Owaka nun eine zweite Chance einen Nachwuchs selbst aufzuziehen, da sie beim ersten Versuch aus Unerfahrenheit nichts mit Nelson und seinen Geschwistern anzufangen wussten. Cornelia Spretke hofft nun; das Cook und Owaka bald erneut brüten. Von Nelson bleiben ihr die schönen Erinnerungen der letzten 9 Monate, ein Logbuch von seiner Aufzucht und ein großes Poster des Revierlieblings an der Wand.

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Dortmund, Dresden, Halle, Hannover, Kronberg, München, Münster, Osnabrück, Wien, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen