Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoo Halle 19.12.2012
Jahreskarte mit erweiterten Service versehen
Zum nahenden Fest möchte der Zoo Halle seinem treuesten Publikum ein ganz besonderes Angebot machen und hat dazu den Service für seine Jahreskarten erweitert. Alle jene, die sich vielleicht schon länger mit dem Gedanken getragen haben eine Jahreskarte für den Bergzoo zu erwerben, können dies in den nächsten Tagen besonders günstig tun, oder Ihren Lieben eine Jahreskarte unter den Weihnachtsbaum legen – ein Geschenk dass noch lange nach Weihnachten anhält und 365 Tage Erlebnis pur bietet! Wer das erste Mal eine Jahreskarte für sich selbst erwirbt, spart bis zum 31.12.2012 weitere 10% vom ohnehin schon günstigen Preis. Zudem hat der Zoo Halle die Serviceleistungen für seine Jahreskarten um einiges erweitert.

Tierpark Chemnitz 19.12.2012
Jahresrückblick im Tierpark – Geänderte Öffnungszeiten am 24. und am 31.12. beachten
Das Jahr ist noch nicht ganz um, doch an dieser Stelle soll schon eine kurze Bilanz 2012 gezogen werden: Bis zum 30. November kamen in Tierpark und Wildgatter (ohne Kleinnager, Kaninchen und Meerschweinchen) 231 Tiere zur Welt, 130 Tiere starben. Aus anderen Einrichtungen kamen 170 Individuen, 199 verließen Tierpark und Wildgatter. Insgesamt werden im Tierpark derzeit 53 Säugetier-, 58 Vogel-, 9 Reptilien- und 59 Amphibienarten gehalten. Der Tierpark veröffentlichte einen neuen Tierparkführer und einen Tierparkkalender für 2013, beides ist an der Kasse erhältlich. Bitte beachten Sie die besonderen Öffnungszeiten von Tierpark und Wildgatter am 24. und 31.12. Beide Einrichtungen schließen schon um 14 Uhr ihre Pforten, letzter Einlass im Tierpark ist jeweils 13:00 Uhr. Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 19.12.2012

Zoo Wuppertal 19.12.2012
Parkhaus HofaueCity übernimmt Patenschaft für 7 Tiere im Zoo
Das Leitsystem des im Oktober eröffneten Parkhauses HofaueCity ist mit Tieren aus dem Wuppertaler Zoo gekennzeichnet. Die Benutzer des Parkhauses können sich ihre Parketage anhand verschiedener Tiermotive, von Elefant über Eisbär, Gepard, Bonobo, Königspinguin, Erdmännchen und Kolibri einprägen. Dieses Leitsystem ist mit einer großen Unterstützung an unseren Zoo verbunden, denn die Parkhausgesellschaft hat für alle genannten Tierarten die Patenschaft übernommen.

Zoo Heidelberg 18.12.2012
Spenden für die Löwen
Die Löwen im Zoo Heidelberg sollen ein neues und größeres Zuhause bekommen – und dafür braucht der Zoo dringend Geld. Neben einigen Aktionen im nächsten Jahr wie zum Beispiel einem „Lauf für die Löwen“, haben sich Mitarbeiter des Zoos für den 22. Dezember eine besondere Aktion ausgedacht: Am kommenden Samstag wird eine Zoo-Delegation als Zootiere verkleidet in der Fußgängerzone in Heidelberg für den Umbau des Löwengeheges sammeln. Auch Zoodirektor Dr. Wünnemann ist stilecht als Löwe verkleidet mit von der Partie. Außerdem gibt es jetzt die Möglichkeit, auf der Webseite des Zoos online für den guten Zweck zu spenden.

Tiergarten Schönbrunn Wien 18.12.2012
EIN PINGUIN ALS WEIHNACHTSGESCHENK
Die Patenschaftsabteilung im Tiergarten Schönbrunn hat derzeit alle Hände voll zu tun. Tierpatenschaften sind auch heuer wieder beliebte Weihnachtsgeschenke. „Besonders häufig verschenkt werden dieses Jahr Patenschaften für Pinguine, die viele aufgrund ihres watscheligen Ganges lustig finden“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Neben den Kattas und den Kleinen Pandas zählen auch die Erdmännchen seit Jahren zu den beliebtesten Patentieren in Schönbrunn. Kein Wunder, sind sie doch laut der Tierwahl „Die großen Zehn“ die absoluten Lieblinge der Zoobesucher.

Allwetterzoo Münster 18.12.2012
Weltweite Anerkennung für das Robbentraining im Allwetterzoo Münster! Mit ihrer Präsentation des Kegelrobben-Trainings errangen Zoomitarbeiter den 1. Platz bei einem weltweiten Contest
Erstmalig nahmen Tierpflegerin Steffi Klahn und Kurator Dr. Dirk Wewers an der Jahreskonferenz der IMATA (International Marine Animal Trainers‘ Association) teil, der internationalen Vereinigung der Trainer von Meeressäugetieren. Die Mitarbeiter des Allwetterzoos präsentierten das Training der Kegelrobben – und ernteten hierfür großes Lob! Die etwas schwerfälligen Kegelrobben gelten als kaum trainierbar. In Münster allerdings wird mit den Tieren schon lange gearbeitet. Das regelmäßige Training, das auch von den Besuchern verfolgt werden kann, dient nicht nur der Beschäftigung der Robben. Die Tiere sind dadurch an Menschen gewöhnt und führen auf Zuruf Übungen aus. Das macht tiermedizinische Prophylaxe und Behandlung sehr viel einfacher.Bei der IMATA-Tagung vom 2. bis 7. Dezember in Hongkong stellten Steffi Klahn und Dirk Wewers die Arbeit mit den münsterschen Kegelrobben per Poster und ergänzend mit einem Videofilm vor. Diese Präsentation fand so viel Anklang, dass der Allwetterzoo mit dem 1. Platz in der Kategorie Poster geehrt wurde. So stolz die beiden Zoo-Mitarbeiter zurückkehrten, waren für sie die Vorträge während der Konferenz und vor allem der Erfahrungsaustausch mit Trainern aus der ganzen Welt wichtiger.

Zoo Berlin 17.12.2012
Ein Ferkel, das kein Schwein ist: Erdferkelnachwuchs im Nachttierhaus!
Ein kleines Erdferkel zeigt sich vom morgigen Tag an ab und zu den Zoobesuchern. Der handaufgezogene Säugling wurde am 21. September im Nachttierhaus des Berliner Zoos geboren. Zum Zeitpunkt der Geburt war das rosafarbene, nackthäutige Neugeborene knapp 1600 g schwer und faltig. Bis heute ist es zu einem strammen Jungtier herangewachsen, das mit einer Körpermasse von etwa 12 kg mittlerweile so stabil ist, dass es auch den Kontakt mit seinen Eltern nicht mehr scheuen muss. Will man Erdferkel dem Zoobesucher zeigen, so empfiehlt sich die Haltung in einem Nachttierhaus mit phasenverschobenem Tag-Nacht-Rhythmus. Deutschlandweit gibt es lediglich drei Haltungen. In Berlin leben seit dem Umbau des Nachttierhauses die Elterntiere, „Karla“ und „Plucky“, sowie deren nun drei Jungtiere der Jahre 2010, 2011 und 2012.

Allwetterzoo Münster 17.12.2012
Allwetterzoo-Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ geht in die Verlängerung – Rekordbesucherzahlen am letzten Wochenende!
Im Allwetterzoo Münster ist man sehr erfreut über die hohe Akzeptanz der Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ und deshalb wird das Projekt bis zum Ende der Weihnachtsferien verlängert. Zoobesucher dürfen bis zum 6. Januar noch zahlen, was sie möchten, wollen sie Pinguin, Löwe & Co. besuchen. Als Experiment mit ungewissem Ausgang am 1. Dezember gestartet, hat sich das Angebot des Zoos bis weit über das Münsterland hinaus herumgesprochen. Die Besucher reisen aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland, aus dem Emsland und den Niederlanden an. Waren schon die Besucherzahlen der ersten Dezember-Wochenenden erstaunlich hoch, schlug das letzte alle Rekorde! 5.036 zahlende Besucher – Jahreskarteninhaber nicht eingerechnet – an einem Wochenende so kurz vor Weihnachten hat es noch nie gegeben! Vor einem Jahr kamen an den Vergleichstagen nur 673 Menschen in den Zoo. Allein der verregnete Sonntag lockte 3.239 Menschen auf die Sentruper Höhe. Die Menschen „testen“ den Allwetterzoo bei einem manchmal auch nur kurzen Rundgang und zahlten dafür bislang extrem unterschiedliche Eintrittspreise. Vor dem Gang zur Kasse müssen sie einen kurzen Fragebogen ausfüllen und ihren Wunschpreis eintragen. Ein Durchschnitts-Eintrittspreis wird nicht genannt und auch erst nach Abschluss dieser von der RWTH Aachen wissenschaftlich begleiteten Aktion ermittelt, um die Besucher nicht zu beeinflussen.

Zoologischer Garten Magdeburg, 16.12.2012
Geflügelte Adventsüberraschung
Einen Adventsgast der besonderen Art konnte das Ehepaar Margit und Konrad Müller begrüßen. Am Samstagabend verirrte sich eine Fledermaus durch das gekippte Fenster in ihr Wohnzimmer. Vermutlich war das Tier in seiner Winterruhe gestört worden und deshalb unterwegs. In jedem Fall machte es keine Anstalten, den Weg zurück nach draußen anzutreten, stattdessen suchte es sich ein Plätzchen hinter einer Lautsprecherbox und ließ sich dort nieder. Ein geheiztes Wohnzimmer in der Salvador-Allende-Straße als Fledermaus-Winterquartier? Keine gute Idee, befand auch Familie Müller und wandte sich Sonntag Morgen an den Zoo. In unbürokratischer „Nachbarschaftshilfe“ kam es denn am Mittag zu einer vor-weihnachtlichen Rettungsaktion: mit geübtem Griff fing Zoo-Mitarbeiter René Hinte die Fledermaus. Das Tier, das einen kräftigen und gesunden Eindruck macht, wird nun von sachverständigen Kollegen versorgt und zu einem geeigneten Zeitpunkt wieder in die Freiheit entlassen. Zuvor hatte Margit Müller selbst versucht, Hand anzulegen, um das Tier zu fangen, von diesem Plan jedoch schnell Abstand genommen: „Die hat mich so böse angefaucht, da hab ich mich dann doch nicht getraut, zuzupacken.“ Eine richtige Entscheidung. Schließlich gelten auch Fledermäuse als potenzielle Überträger von Tollwut, insofern sollte man schon darauf achten, sich von den ansonsten harmlosen und zudem äußerst nützlichen Insektenfressern nicht unbedingt beißen zu lassen.

Zoo-Aquarium Berlin, 14.12.2012
Der blanke Horror im Zoo-Aquarium Berlin: erstmalige Nachzucht bei den Giftechsen
Zum ersten Mal in 100 Jahren Historie des Terrariums im Zoo-Aquarium Berlin schlüpfte am 12. November eine Skorpions-Krustenechse (Heloderma horridum exasperatum) aus dem Ei, eine zweite folgte am 5. Dezember. Beide Tiere sind selbstständig und fressen sehr gut. „Horridum“, schauderlich oder furchteinflößend, sind die stämmigen Tiere aber (noch) nicht. Krustenechsen, von denen zwei Arten im Zoo-Aquarium gehalten werden, sind die einzigen Echsen mit großen Giftdrüsen. Diese befinden sich im Unterkiefer – im Unterschied zu Giftschlangen, deren Drüsen im Oberkiefer liegen. Wenn die Krustenechse mit ihren Giftzähnen zubeißt, versucht sie durch Mundbewegungen das Gift geradezu in die Bisswunde einzumassieren. Dann schäumt das Tier geradezu vor Wut. Sehr oft bleiben abgebrochene Zähne in der Wunde zurück. Dennoch – Todesfälle in Zusammenhang mit Krustenechsen sind eher selten. Krustenechsen haben eine Warnfärbung aus rötlichen oder gelblichen Flecken. Der Schwanz ist stämmig, in diesem wird Energie in Form von Fett gespeichert. Arme und Beine sind sehr kurz und kräftig. Skorpions-Krustenechsen stammen aus Amerika, unsere Unterart aus Mexiko. Um die Tiere in Paarungsstimmung zu bringen, werden im Terrarium die Jahreszeiten simuliert, indem die Temperatur im Winter bei den Alttieren abgesenkt wird.

Zoo Leipzig, 14.12.2012
Erfolgreiches Jahr 2012 für den Zoo Leipzig, 2013 bekommen Amurleoparden neues Gehege
Der Zoo Leipzig ist den hohen Erwartungen gerecht geworden: „Wir haben die Erfolge des Vorjahres in 2012 wiederholt und damit unsere eigenen ebenso wie die externen Ansprüche erfüllt“, hat Zoodirektor Dr. Jörg Junhold im Rahmen der heutigen Jahres-Pressekonferenz ein positives Resümee gezogen. Erneut – und damit zum zweiten Mal in Folge – kamen mehr als zwei Millionen Besucher in den Tiergarten der Messestadt. „Der Zoo Leipzig hat mit der Tropenerlebniswelt Gondwanaland und durch den Einsatz aller Mitarbeiter sowie den großen öffentlichen Zuspruch seinen Stellenwert für den Leipziger Tourismus ebenso wie sein überregionales Einzugsgebiet weiter gefestigt.“ Zudem wird das Umsatzziel von 28,5 Millionen Euro realisiert werden.
Teilnehmerrekorde in verschiedenen Bereichen
Ausdruck für den Erfolg im zu Ende gehenden Jahr sind gleich mehrere Rekorde: Mehr als 38.000 Menschen, und damit ca. 20 Prozent mehr als im Vorjahr, haben durch die Intensivierung des Veranstaltungsgeschäftes in Gondwanaland sowie die Inbetriebnahme der Kongreßhalle an extern gebuchten Veranstaltungen im Zoo Leipzig teilgenommen. Auch im Besucherbereich konnten neue Maßstäbe gesetzt werden: Mit rund 4.400 Entdeckertouren bis zum Jahresende gelang innerhalb von sechs Jahren ein Anstieg um rund 60 Prozent. Neben den Zoolotsen hatten auch die Lehrer an der Zooschule alle Hände voll zu tun: Mit rund 11.000 Schülern kamen in 2012 mehr Teilnehmer zum Unterricht in den Zoo Leipzig als je zuvor. Die Steigerung um mehr als 50 Prozent innerhalb von zwei Jahren ist nicht zuletzt dank der Stundenzuweisung durch die Bildungsagentur möglich gewesen.

Zoo Leipzig, 14.12.2012
Licht und Schatten im Tierbestand
Mit der Ankunft des Sunda-Gavial-Männchens De Gaulle (aus Berlin) sowie von zwei jungen Komodowaran-Weibchen (USA) sind in Gondwanaland erneut zoologische Meilensteine realisiert worden. Zudem haben in den vergangenen Monaten zahlreiche freilebende Frösche und Vögel die Tropenhalle erobert. Ebenso viel Bewegung herrschte bei den Menschenaffen in Pongoland. In Zusammenarbeit mit den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen hat die Zusammenstellung neuer Zuchtgruppen bei den Gorillas, Orang-Utans und Bonobos begonnen. Somit hieß es u.a. Abschied nehmen von Silberrücken Gorgo, dessen Platz Abeeku als neuer Anführer bei den Gorillas eingenommen hat.

Zoo Leipzig 14.12.2012
Erfolgreiches Jahr 2012 für den Zoo Leipzig/2013 bekommen Amurleoparden neues Gehege
Licht und Schatten lagen mit Blick auf die Zuchtanstrengungen bei den vom Aussterben bedrohten Arten nah beieinander. Während die Aufzucht des Nashornjungtieres Naima ebenso gut verläuft wie das Heranwachsen der beiden Giraffenjungtiere, des Lippenbären-Nachwuchses, der Tiger-Zwillinge, Riesenotter, Tüpfelbeutelmarder und des Dikdiks, musste der Zoo Leipzig bei anderen Arten traurige Verluste vermelden. Neben dem tragischen Verlauf der Elefantengeburt gelang es auch nicht, den Nachwuchs bei den Schneeleoparden und Mähnenwölfen aufzuziehen. Für das Jahr 2013 stellte Zoodirektor Dr. Junhold, der seit mehr als einem Jahr dem Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) als Präsident vorsteht, jedoch heute bereits die Fortsetzung der Bemühungen in Aussicht: „Eine unserer grundlegendsten Aufgaben und Anliegen ist es, bedrohte Tierarten zu erhalten. Dafür werden wir uns weiterhin in Abstimmung mit den internationalen Zuchtprogrammen engagieren.“ Im Zoo Leipzig stehen beispielsweise Geburten beim Schabrackentapir, Spitzmaulnashorn und Schimpansen an. Gremienarbeit & Artenschutz: Pünktlich zur Weltkonferenz der IUCN (International Union for Conservation of Nature) ist der Zoo Leipzig im September Mitglied in der weltgrößten Naturschutzorganisation geworden. Damit verstärkt der Leipziger Tiergarten seine internationale Präsenz weiter. Kürzlich ist es zudem gelungen, mit den indischen Behörden einen Kooperationsvertrag – dem ersten seiner Art zwischen einem europäischen Zoo und Indien – abzuschließen. Künftig wollen die Partner mit gegenseitigen Schulungsaustauschen Wissen transferieren und beim Schutz bedrohter Arten zusammenarbeiten. Darüber hinaus konnte der Zoo Leipzig auch in seinen übrigen Artenschutzprojekten neue Fortschritte erzielen: Während in der Zuchtstation für Nasenfrösche in Chile bereits mehr als 130 Jungtiere leben, wurden in Borneo im Umfeld der Zuchtstation für das stark bedrohte Sabah-Nashorn zehn Hektar Lebensraum aufgeforstet. Umsetzung des Masterplanes geht weiter: Auch 2013, im Jahr seines 135. Geburtstages, verfolgt der Zoo Leipzig seinen Weg zum „Zoo der Zukunft“ konsequent weiter. Nachdem der Leipziger Stadtrat im Juli 2012 grünes Licht für die Fortsetzung des ambitionierten Konzeptes gegeben hat, laufen die Vorbereitungen für die nächsten Modernisierungen. Rund 8,5 Mio. Euro sollen investiert werden. Zunächst erhalten die Amurleoparden ein übernetztes Gehege im Stil eines Felshangs mit Wasserlauf neben der Tiger-Taiga. Bis zum Jahresende 2013 soll die Anlage eingeweiht werden. Parallel dazu beginnen im nächsten Jahr die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Kongreßhalle sowie am neuen Ausgangsbereich, zu dem eine begehbare Flamingolagune sowie ein Zooshop gehören werden. „Die Evaluation der Phase II des Masterplanes sowie der öffentliche Zuspruch haben uns zum einen gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber zum anderen auch, dass wir in den historischen Zoobereichen noch viel zu tun haben“, schätzt Junhold den Status quo ein. „Dieser Aufgabe stellen wir uns als Zoo Leipzig auch im neuen Jahr.“

Zoo Osnabrück, 14.12.2012
Arrivederci, Miry und Betty! Osnabrücker Elefantenkühe reisen nach Italien
Die Elefantenkühe Miry und Betty, die im Februar 2011 in den Zoo Osnabrück kamen, machten sich heute auf den Weg nach Fasano in Süditalien – bequem, warm und sicher in einem großen Transporter. Aufregung gepaart mit Wehmut herrschte am Freitagmorgen im Elefantenrevier des Osnabrücker Zoos: Die beiden ehemaligen Zirkuselefanten Miry (31 J.) und Betty (28 J.) sollten in ihr neues Zuhause in den Tierpark Zoosafari in Fasano (Italien) reisen. Der große Transportlader, der den beiden Kühen von ihren vielen Reisen in ihrem früheren Zirkusleben bekannt war, stand um 8 Uhr bereit. Ein Weg aus Sand führte über die mit Schnee bedeckte Elefantenanlage, um den Tieren den Gang vom Elefantenhaus in den Transporter so einfach wie möglich zu machen. Der Abschied fällt schwer: Nachdem Amtstierärztin Dr. Jutta Breuer vorher bestätigt hatte, dass Miry und Betty gesundheitlich transportfähig sind und der Laster den beiden genügend Platz bietet, kam um viertel vor zehn das Startzeichen: „Komm Miry, komm Betty“, rief der ehemalige Halter und Zirkusdirektor Francois Meise über die Osnabrücker Elefantenanlage seinen früheren Schützlingen zu. Meise war extra gekommen, um die Tiere auf ihrer Reise zu begleiten. Und worauf alle Zoomitarbeiter gehofft hatten, geschah dann auch: „Die beiden Kühe folgten dem Ruf und stiegen wie selbstverständlich in den Transporter. Sie kennen das natürlich von früher und verbinden damit auch nichts Negatives“, erklärt Revierleiter und langjähriger Elefantenpfleger Detlef Niebler. Im warmen Transporter erwartete die beiden eine große Ladung Heu und zwei leckere Brötchen zur Belohung. Zehn Minuten später rollte der Transporter schon aus dem Zootor gen Italien heraus, während die Tierpfleger zwar erleichtert nach dem guten Verlauf aber dennoch ein wenig traurig hinterher schauten. Auch Elefanten können Kommunikationsprobleme haben: Der Zoo Osnabrück hatte sich schweren Herzens dazu entschlossen, für die beiden ehemaligen Zirkuselefanten ein neues Zuhause zu finden, wie Niebler erklärt: „Wir hatten gehofft, dass sich die beiden neuen Elefanten und unsere drei alteingesessenen Osnabrücker Dickhäuter Sabi, Matibi und Tutume zu einer Familie zusammenschließen. Die älteren Kühe sollten, wie in freier Wildbahn üblich, die Tanten der jungen Kuh Matibi werden und bei einer späteren Jungenaufzucht helfen.“ Doch ähnlich wie in Menschenfamilien kann es auch bei Elefanten Kommunikationsprobleme geben: „Betty und Miry kannten keine anderen Elefanten und sind sehr stark auf Menschen fixiert. Sie können mit den anderen Elefanten nicht kommunizieren und kommen immer sehr forsch und schnurstraks auf die anderen zu. Matibi, die jeden um den Finger wickeln kann, kommt damit klar. Sabi und Tutume jedoch nicht.“ Und so sei es immer wieder zu Missverständnissen und Reibereien zwischen den beiden Gruppen gekommen, weswegen der Zoo sie habe getrennt halten müssen. „In Italien haben die beiden nun nicht nur ein milderes Klima für ihren Ruhestand, sondern auch eine schöne große Anlage, wo sie unter sich bleiben können“, so Niebler. Zoo arbeitet weiter an Elefantenhaltung: Sabi, Matibi und Tutume müssen zwar weiter dem norddeutschen Winter trotzen, dafür kann Jungbulle Tutume nun wieder in seinen Junggesellenbereich einziehen, den die Damen beschlagnahmt hatten: „Tutume braucht als junger Bulle mehr Rückzugsmöglichkeiten von den Kühen. Auch in freier Wildbahn sind die männlichen Elefanten Einzelgänger. Diesem natürlichen Verhalten müssen wir auch hier im Zoo gerecht werden“, erläutert Zoodirektor Prof. Michael Böer. Deswegen überlege der Zoo auch, wie es in Zukunft mit der Elefantenhaltung weiter geht – zum Wohle der Elefanten sowie passend zur gesamten Masterplanung im Zoo. „Wir wollen den Zootieren ermöglichen, sich fortzupflanzen, da es für sie wichtige Erfahrungen sind. Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag zum Artenschutz. Die 13jährige Matibi ist bereits fortpflanzungsfähig, deswegen müssen wir schauen, wie wir ihr ermöglichen können, auch ein Baby zu kriegen“, so Prof. Böer. Dafür versuche der Zoo in den nächsten Monaten eine Lösung zu finden.

Zoo Salzburg, 14.12.2012
Tierisch viel Spaß im Schnee – Familie Fischotter ist von der weißen Pracht entzückt!
Bei dem herrlichen Sonnenschein und der weißen Winterpracht ist die vierköpfige Fischotter-Familie im Salzburger Zoo heute voller Tatendrang: Rangeln, mit Schneebällen spielen und Abtauchen ins kalte Nass stehen derzeit auf der Tagesordnung der Tiere. Besonderes Haarkleid schützt: Rund 50.000 Haare wachsen auf jedem Quadratzentimeter Fischotterhaut. Wie ein Reißverschluss verzahnen sich die dicht stehenden Haare durch mikroskopisch kleine Häkchen miteinander und schützen so die Tiere vor Kälte und Nässe. Fischotter brauchen unseren Schutz: Der Europäische Fischotter ist eine gefährdete Tierart. Bevorzugte Lebensräume sind flache, saubere Flüsse mit zugewachsenen Ufern. Der Rückgang solcher Gebiete und die Bejagung haben dazu geführt, dass diese Marderart in Europa stellenweise ganz verschwunden und in vielen Regionen selten geworden ist.

Zoo Duisburg, 13.12.2012
10.000 Euro Spende aus dem Erlös des 3. Knax-Tages im Zoo Duisburg
Die Rentiere reagierten gelassen und ließen sich beim Fressen nicht stören, als sie gestern Chef-Besuch erhielten. Sparkassen-Vorstandschef Hans-Werner Tomalak überreichte Zoo-Direktor Achim Winkler vor tierischer Kulisse eine Spende über 10.000 Euro. Beim 3. Knax-Tag am 15. September 2012 hatten sich Kinder bei einer Zoo-Rallye vergnügt, ließen sich als Tiger, Bär oder Giraffe schminken oder tobten sich auf der Hüpfburg aus. Die Sparkasse stockte den Erlös aus dem Erlebnistag auf 10.000 Euro auf. Zoo-Direktor Achim Winkler empfand die Finanzspritze als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Gemeinsam mit Hans-Werner Tomalak, der gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender des Zoo Duisburg ist, will das Zoo-Management beraten, in welchen Zoo-Bereich das Geld fließen soll. Eines versprach Hans-Werner Tomalak heute schon: Auch im nächsten Jahr können Kinder den Knax-Tag im Zoo verbringen. Eine zusätzliche Geldspende scheint also gewiss. Die Sparkasse hat dem Zoo Duisburg bereits mit zahlreichen Projekten unter die Arme gegriffen.

Erlebniszoo Hannover, 13.12.2012
Happy Bärsday! Eisbär Sprinter feiert fünften Geburtstag
Bärenstarke Party im Erlebnis-Zoo Hannover: Zu seinem fünften Geburtstag bekam Eisbär Sprinter heute ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk von seinem Paten WABCO Deutschland: Einen großen Schneeball der niemals schmilzt. Der ca. 50 cm große, weiße Kunststoffball soll die Eisbären in der Anlage beschäftigen. Verhaltensanreicherung (Behavioural Enrichment) ist im Zoo sehr wichtig. In freier Wildbahn sind die Tiere den ganzen Tag damit beschäftigt, auf Nahrungssuche zu gehen. Im Zoo gibt es ausreichend Futter, sie haben also viel Freizeit, die von den Zoologen und Tierpflegern so abwechslungsreich wie möglich gestaltet wird, durch Beschäftigungsmöglichkeiten, wie Eisbomben, Futterautomaten oder eben Spielzeug. Sprinter war sichtlich überrascht von seinem Geschenk. Doch nach anfänglicher Skepsis hat er recht schnell herausgefunden, was das Spielzeug alles kann: rollen, schwimmen und vor allem kann es einiges vertragen. Der verspielte Jungbär stürzte sich auf den Ball, kugelte ihn ins Wasser und versetzte ihm einen Prankenhieb nach dem anderen, doch das Bärenspielzeug behielt seine Form. Zwar ist Sprinter mit seinen fünf Jahren noch nicht ganz ausgewachsen, etwa 450 kg bringt er dennoch auf die Waage und beanspruchte den Ball mit aller Kraft. Ganz zur Freude der Besucher und seines Paten. Seit 2011 hat WABCO Deutschland die Patenschaft für Sprinter. „Wir wünschen unserem Patenkind alles Gute zum Geburtstag und sind uns sicher, dass Sprinter mit unserem Geschenk bei den winterlichen Temperaturen richtig Spaß haben wird“, freut sich Jürgen Heller, Geschäftsführer von WABCO Deutschland.

Wilhelma Stuttgart, 13.12.2012
Die Fütterung der Leistenkrokodile: Tong macht große Sprünge
Jeden Montag um 14 Uhr ist „Showtime“ in der Krokodilhalle des Aquariums. Dann steht die Fütterung der Krokodile auf dem Programm. Es gibt Huhn, und zwar für jede der vier Panzerechsen eines. Aber aus dem Wasser springt für das Huhn nur eine: Tong, das weiße Leistenkrokodil. Sechs Jahre und viel Geduld hat der Tierpfleger Harald Aberle gebraucht, bis sich Tong das Huhn im Sprung schnappte – was selten zu beobachten sein dürfte, zumal nur wenige Zoos Leistenkrokodile halten. Immer höher schraubte sich die Echse von Mal zu Mal, inzwischen ragt sie mitunter bis zu den Hinterbeinen aus dem Wasser. Tongs drei Mitbewohnerinnen in der Krokodilhalle lassen es bequemer angehen: Sie strecken lediglich den Kopf heraus, reißen das zahnstarrende Maul auf und verschlingen das hineingeworfene Huhn quasi am Stück. Das war’s dann für diese Woche. Auch in ihrer Heimat in Südostasien, Indien und Australien sind die Echsen nicht gefräßiger. Im Gegenteil: Bis zu einem Jahr kommen Leistenkrokodile notfalls ohne Nahrung aus. Bei guter Versorgungslage wachsen sie zu den größten lebenden Reptilien der Erde heran: Weibchen werden fast vier, Männchen bis zu sechs Meter lang und eine Tonne schwer. „Salzwasserkrokodil“ wird die Echse auch genannt, da sie in küstennahen Flüssen und Sümpfen ebenso wie im Meer vorkommt. Auf der Reise in neue Jagdgründe wurden einige Exemplare schon 1000 Kilometer vom Land entfernt gesichtet. Aber egal wo ein Leistenkrokodil auftaucht: Kaum ein Beutetier ist vor ihm sicher, große Büffel ebenso wenig wie unvorsichtige Menschen. Trotzdem ist der Mensch für Tongs wilde Verwandte gefährlicher als umgekehrt: Die Art gilt als bedroht – zu begehrt war und ist ihre schön gemusterte Haut. In der Wilhelma hat die Haltung von Leistenkrokodilen Tradition: Ein großes weißes Exemplar lebte hier von 1967 bis 2000, maß zuletzt viereinhalb Meter, wog 500 Kilogramm und war weit über Stuttgart hinaus als „Der Weiße“ bekannt. In der Wildnis kommt die weiße oder gelbliche Farbe kaum vor – so auffällige Tiere fallen frühzeitig Fressfeinden zum Opfer. In Farmen dagegen überleben sie: Von Millionen dort geborenen Krokodilen ist angeblich jedes 20.000ste weiß. Auch die Wilhelma-Tiere stammen von thailändischen Farmen und heißen entsprechend Deng, „die Rote“, Sue, „die Hübsche“, Nunu, „die Kleine“ und Tong, „die Goldene“. Alle vier wurden 2000 geboren, sind heute zwischen 60 und 130 Kilo schwer und zwischen 2,40 und 3,20 Meter lang, die größte – und damit meist Chefin im Ring – ist Deng. Vom sicheren Steg in der Krokodilhalle aus können die Besucher das Quartett täglich beim Schwimmen, Dümpeln, Sonnenbaden erleben – und natürlich montags bei Harry Aberles Krokodil-Show, nach der die Besucher ihn zudem persönlich befragen können. Regelmäßige Fütterungen vor Publikum mit und ohne solche Tierpflegersprechstunden gibt es auch im Winter bei weiteren Tieren, etwa bei Seelöwen, Pinguinen, Raubkatzen und Piranhas. Und wer die Wilhelma bei der Fütterung, Unterbringung und Haltung ihrer Tiere unterstützen möchte, kann die meisten auch „paten“. Alle Fütterungstermine sowie Infos zu den Patenschaften gibt es unter www.wilhelma.de!

Die Zoopresseschau veröffentlicht auch Pressemitteilungen aus dem Bereich Arten- und Naturschutz. Meistens ignoriere ich sie (bzw. finde sie nicht weiter wichtig für den Beutelwolf-Blog, oder gebe sie an anderer Stelle wieder), diesmal habe ich mich dazu entschlossen die einzige Pressemitteilung der Presseschau vom 23. Dezember wiederzugeben:

Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), 14.12.2012
Bestandszahlen der Barttrappen in Kambodscha versetzen Artenschützer in Alarmstimmung!
Ihre imposante Erscheinung sollte eigentlich dafür gesorgt haben, dass die Barttrappe (Houbaropsis bengalensis) ein bekannter Vogel ist. Die Männchen sind mit ihrem dunklen Gefieder und den weißen Flügeln sowie mit ihrem unter Rufen ausgeführten, wellenförmigen Balzflug einzigartig unter den Trappen. Weltweit bestehen nur zwei kleine Subpopulationen dieser charismatischen Vogelart – eine auf dem Indischen Subkontinent und eine in den saisonal überfluteten Graslandschaften am Tonle Sap See in Kambodscha – und das Überleben dieser Vogelart steht nun auf Messers Schneide.
In Kambodscha lebt zwar die bisher größere der beiden Populationen, doch ein rapider Einbruch des Bestandes scheint nun unaufhaltsam fortzuschreiten. Bei aktuellen Bestandsaufnahmen im Freiland zählten Artenschützer nur noch 216 balzende Männchen – ein drastischer Rückgang um ganze 44 % seit der letzten Zählung vor nur sieben Jahren und um über 80 % seit Ende der 1990er Jahre, als der Bestand der Barttrappe in Kambodscha noch auf rund 1.500 balzende Männchen geschätzt wurde. Grund für diese erschütternde Entwicklung ist der stetig wachsende Flächenbedarf für den großflächigen, intensiven Anbau von Trockenzeit-Reis in Kambodscha, v.a. für den Export. Die ZGAP gründete zusammen mit dem Allwetterzoo Münster ein Naturschutzzentrum im Nordwesten Kambodschas, das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB). Neben naturschutzrelevanter Freilandforschung, wie z.B. der Bestandsaufnahme von Barttrappen, werden im ACCB verletzte Wildtiere gesund gepflegt und wenn möglich wieder ausgewildert, bedrohte Arten nachgezüchtet und ein Umweltbildungsprogramme unterhalten. Das Internet bietet unter www.accb-cambodia.org weitere Einblicke in die Arbeit des ACCB.

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