Portrait: Sonnensittich

Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Neuweltpapageien (Arini)
Gattung: Keilschwanzsittiche (Aratinga)
Art: Sonnensittich (Aratinga solstitialis)

Dem Sonnensittich sehr ähnlich ist der Pinto-Sittich. Dieser wird erst seit 20005 als eigenständige Art angesehen. Davor wurden Vögel die wie Pinto-Sittiche aussahen in Vogelsammlungen als junger Sonnensittichs oder als Hybride zwischen dieser Sonnen- und Jendayasittich bestimmt.

Sonnensittich (Wilhelma Stuttgart)

Sonnensittich (Wilhelma Stuttgart)

Der Sonnensittich erreicht eine Körperlänge von etwa 30 Zentimeter und ein Gewicht von etwa 110 bis 130 Gramm. Das erwachsene Männchen weist oft eine gemischte Färbung auf wie rot, orange und gelb. Die Flügel zeigen ein paar grüne und blaue Federn. Der Schwanz ist meist olivgrün gefärbt. Der Nacken, der Rücken, die Oberschenkel sowie die Flügeldecken sind oft gelblich getönt. Seine Färbung ist leuchtend gelb-orange oder goldfarben. Der Schnabel weist eine schwarze Tönung auf. Die Augen sind dunkelbraun und sind mit einem gräulich-weißen Augenring versehen. Die Extremitäten und die Zehen sind rosabraun. Beide Geschlechter ähneln sich, jedoch weist das Männchen eine flache Stirn und einen quadratischen Kopf auf, während das Weibchen einen runden Kopf besitzt und etwas kleiner als das Männchen wirkt. Die Jungvögel zeigen mehr grünliche Körperpartien als die Altvögel. Das helle farbige Gefieder erscheint Stück für Stück nach mehreren Mausern, etwa sechs bis acht Monate nach dem Schlupf. Die Farben werden heller, wenn der Sonnensittich etwa in zwei Jahren die Geschlechtsreife erreicht hat.

Der Sonnensittich ist im Nordosten von Brasilien, in Französisch-Guyana, Guyana, Surinam, im Südosten von Venezuela sowie nördlich des Amazonas verbreitet. Der Sonnensittich lebt hauptsächlich in den bewaldeten Savannen, in lichten trockenen Wäldern oder in Büschen, die sich entlang der Waldränder befinden. Des Weiteren findet man den Sonnensittich lokal in saisonal überschwemmten Wäldern sowie an den Ufern des Amazonas. Im Allgemeinen bewohnt der Sonnensittich das subtropische und tropische feuchte Flachland.

Der Sonnensittich ist ein standorttreuer Vogel und entfernt sich nur, wenn er auf Nahrungssuche ist. Die Art lebt in großen Trupps, die manchmal aus 20 Individuen bestehen. Sie halten sich hoch oben in den Baumkronen auf, wo sie Früchte, Blüten, Samen und Nüsse finden. Dabei sind sie ziemlich laut.
Allerdings sind sie in der Lage sich auch sehr ruhig zu verhalten, wenn sie Ruhephasen auf niedrigen Bäumen und Sträuchern einlegen. Manchmal halten sie sich auch nahe am Boden auf, jedoch gut verborgen unter niedrigen Blättern und Zweigen. Der Sonnensittich kaut nebenbei sehr gerne kleine Splitter oder Späne aus Holz oder Rinde.
Der Sonnensittich ernährt sich überwiegend von Früchten, Blüten, Samen und Nüssen. Er findet seine Nahrung in den Bäumen und Sträuchern. Darüber hinaus nimmt er auch Insekten zu sich.

Sonnensittich (Wilhelma Stuttgart)

Sonnensittich (Wilhelma Stuttgart)

Der Sonnensittich kann sich das ganze Jahr über fortpflanzen, paart sich aber vorwiegend im Frühling. Der Vogel brütet in lockeren Kolonien und baut das Nest in Höhlen von Palmen oder anderen Bäumen. Das Weibchen bebrütet drei oder vier Eier rund 23 Tage lang. Die Jungvögel, die mit etwa 50 Tagen flügge werden, bleiben danach gewöhnlich aber noch eine ganze Weile bei den Eltern und werden mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Sonnensittichs liegt bei ca. 20−30 Jahren.

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