Portrait: Weißhaubenkakadu

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Kakadus (Cacatuidae)
Gattung: Eigentliche Kakadus (Cacatua)
Art: Weißhaubenkakadu (Cacatua alba)
Weißhaubenkakadu (Wildpark Altenfelden)

Weißhaubenkakadu (Wildpark Altenfelden)

Der Weißhaubenkakadu erreicht eine Körperlänge von 46 bis 48 Zentimeter, eine Flügelspannweite von gut 65 bis 70 Zentimeter sowie ein Gewicht von 500 bis 600 Gramm. Das Gefieder ist rein weiß. Nur die Flügelunterseite sowie der Bürzel vermittelt den Hauch von einem hellen Gelb. Markantes Merkmal ist die große und weißliche aufstellbare fächerartige Haube, die den Vögeln den Namen gab. Der Geschlechtsdismorphismus ist nur gering ausgeprägt. Der Schnabel des Männchens ist kräftiger ausgebildet und die Pupille weist eine bräunliche Färbung auf. Beim Weibchen ist sie hellblau gefärbt.

Das Verbreitungsgebiet des Weißhaubenkakadus sind die nördlichen Molukken. Eine Überschneidung der Verbreitung mit den ebenfalls auf den Molukken vorkommenden Molukkenkakadu kommt nicht vor. Das Klima ist typisch äquatorial und kennzeichnet sich neben ganzjährig hohen Temperaturen durch eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Inseln des Verbreitungsgebietes sind dicht bewaldet. Die Küsten sind mit Mangroven dicht bestanden.
Die Nahrung des Molukkenkakadus besteht aus Früchten, Nüssen, Samen, Insekten und deren Larven.

Die Tiere halten sich bevorzugt paarweise oder in Gruppen von drei bis zehn Tieren auf. Man findet sie in Mangroven- und Sumpfgebieten, Wäldern, offenen Waldgebieten auf den hohen Bäumen. Sie sind schon von weitem zu hören. Ihr Flug ist kräftig, schnell, direkt, und wird von lauten Rufen begleitet.
Die Fortpflanzungszeit der Weißhaubenkakadus beginnt im April beziehungsweise Mai und zieht sich inklusive der Nestlingszeit bis Oktober hin. Das Gelege besteht gewöhnlich aus zwei Eiern, die überwiegend vom Weibchen bebrütet werden. Das Männchen füttert in dieser Zeit das Weibchen. Die Brutzeit beträgt etwa 29 bis 30 Tage. Die Jungvögel verlassen etwa nach 70 Tagen die Nisthöhle.

In der freien Wildbahn ist der Weißhaubenkakadu sehr selten. Zu beklagen sind Bestandsverluste durch den Fang für den Handel, Zucht und durch Habitatzerstörung.

Die Haltung von Weißhaubenkakadus hat in Europa eine sehr lange Tradition. Bereits Kaiser Friedrich II. hielt zu Beginn des 13. Jahrhunderts einen Weißhaubenkakadu. Es handelte sich bei dem Kakadu um ein Gastgeschenk des Sultans von Babylon. Erstmals in Gefangenschaft gezüchtet wurden Weißhaubenkakadus jedoch erst 1960 bei einem US-amerikanischen Halter. Die europäische Erstzucht gelang 1967 in einem zoologischen Garten. Die deutsche Erstzucht erfolgte 1972 bei einem Privathalter.

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