Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

02.01.2013 Freunde Hauptstadtzoos
Gefährliche Liebschaften auf Schloss Friedrichsfelde – Theaterstück in historischer Kulisse
Erleben Sie im historischen Ambiente vom Schloss Friedrichsfelde am Samstag, den 12. Januar 2013, 18 Uhr, das Theaterstück „Gefährliche Liebschaften“. Der Briefroman „Les liaisons dangereuses“ von Choderlos de Laclos, der schon bei seinem Erscheinenim Jahre 1782 ein Bestseller wurde und den sogar Königin Marie Antoinette heimlich – allerdings mit falschem Buchumschlag ‐ las, dient als Vorlage für Manfred Wekwerths Theaterstück „Gefährliche Liebschaften“. Es geht um die Liebe, die zum Spielball wird: von Intrigen, Hass, Neid, sexueller Abhängigkeit und Leidenschaft. Die Karte kostet 25 Euro. Zu Beginn dieses Erlebnisses wird ein Begrüßungssekt gereicht. Das Ensemble „Kokotterie“ wird reichlich Herz und Seele strömen lassen.

02.01.2013 Zoo Hannover
Schau, schau: Ein Dikdik
Das Neujahrsbaby im Erlebnis-Zoo Hannover passt genau in zwei Hände. Es ist 1074 Gramm leicht, hat eine entzückende, bewegliche Nase und riesige Ohren. Kurz: Ein Zwergrüssel-Dikdik, eine winzige Antilope. Der Dikdik-Junge kam in den frühen Morgenstunden des 1. Januar zur Welt. Als die Tierpfleger in den Stall kamen, fanden sie das noch feuchte Jungtier neben Mutter Polly (4) im Stroh. Genau dort wird sich das Jungtier auch in den nächsten Wochen noch verstecken, denn Dikdik-Jungtiere sind sogenannte „Ablieger“. Die Mutter besucht ihren getarnten Nachwuchs mehrmals am Tag zum Säugen, lenkt aber sonst möglichst wenig Aufmerksamkeit auf das noch hilflose Baby – schließlich haben die winzigen Dikdiks eine Menge Feinde wie Leoparden, Wildhunde und sogar Greifvögel. Erst nach einigen Wochen ist die Mini-Antilope kräftig genug, um der Mutter zu folgen. Nach einem Jahr ist ein Dikdik ausgewachsen. Und dann wird der große Kleine stolze 45 cm hoch und zwischen 3-6 Kilo schwer sein! Im Erlebnis-Zoo leben die Zwergrüssel-Dikdiks gemeinsam mit den großen Pferdeantilopen auf einer Anlage. Der Größenunterschied zwischen den beiden Antilopenarten ist so gravierend, dass die Dikdiks oft für die Jungtiere der Pferdeantilopen gehalten werden. Dabei kommen Pferdeantilopen- Jungtiere bereits mit einem Gewicht von 16-18 Kilo auf die Welt…

02.01.2013 Opel Zoo
(Fast schon) Frühling im Opel-Zoo – Zahlreiche Jungtiere bei Rhönschafen und Zwergziegen
Januar im Opel-Zoo: Im ersten Monat im neuen Jahr gibt es gleich das zu sehen, was die großen und kleinen Besucher ganz besonders anzieht: Jungtiere und zwar in Hülle und Fülle. Fast jeden Tag gibt es Nachwuchs bei den Rhönschafen und den Afrikanischen Zwergziegen zu entdecken und auf der Ziegenwiese direkt nach dem Haupteingang und im Streichelzoo wimmelt es geradezu von jungen, übermütigen Lämmern und Zicklein. Aber auch die drei im Juli und November 2012 geborenen Jungtiere der Rothschildgiraffen erfreuen die Besucher, die sie jetzt im Winter besonders gut im großen Giraffenschauhaus beobachten können.Darüber hinaus gibt es viele Tiere, die sich in der kälteren Jahreszeit aufgrund ihrer Herkunft besonders wohl zu fühlen scheinen, wie die Eisfüchse oder die Roten Pandabären. Und so kann man die langen hessischen Winterferien zu einem Zoobesuch nutzen, um das muntere Treiben der Jungtiere beobachten zu können und die guten Vorsätze für das Neue Jahr gleich mit einem Spaziergang durch den 27 ha großen Opel-Zoo umzusetzen.

02.01.2013 Tiergarten Schönbrunn
WASSERBÜFFEL GEBOREN
Große Kulleraugen und ein dunkles Fell: Im Tiergarten Schönbrunn hat am 24. Dezember ein männlicher Wasserbüffel das Licht der Welt erblickt. Der kleine Lajos und seine Mutter Fransi sind ab heute bei der restlichen Gruppe und für die Besucher zu sehen. „Wasserbüffel wiegen bei der Geburt rund 20 Kilogramm. Ausgewachsene Bullen werden bis zu einer Tonne schwer“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Eltern des Jungtieres, Fransi und Igor, sind im Dezember 2011 aus dem ungarischen Sóstó Zoo nach Schönbrunn übersiedelt. Mit ihrem Nachwuchs besteht die Schönbrunner Wasserbüffelherde nun aus sechs Tieren. Noch ist der kleine Lajos etwas schüchtern und weicht seiner Mutter kaum von der Seite. Schratter: „Das erste halbe Jahr wird er gesäugt, schon mit etwa vier Wochen frisst er aber auch Heu.“ Die Tragzeit bei Wasserbüffeln beträgt rund zehn Monate. Wasserbüffel halten sich oft stundenlang im Wasser auf. Ursprünglich waren sie in Asien beheimatet, wo sie bevorzugt in sumpfigen Flussniederungen, an schlammigen Seen und Meeresufern leben. Mittlerweile werden sie aber in vielen Ländern als Nutztiere gehalten und helfen beim Pflügen von Feldern. Feinschmecker schätzen den Mozzarella, der aus ihrer Milch hergestellt wird.

31.12.2012 Zoo Berlin
Viel Schwein im nächsten Jahr! – Glücksschweine in Zoo und Tierpark
Das Schwein gehört seit jeher zu den symbolischen Glücksbringern zum Jahreswechsel in vielen Kulturkreisen. Auch die Berliner Tiergärten stehen in dieser Tradition mit ihren Kollektionen an Schweineartigen und den neuweltlichen Nabelschweinen. So kann man zu diesem Silvester im Schweinehaus des Berliner Zoos nicht nur die Weißbartpekaris mit ihren Frischlingen besuchen, sondern auch die Pinselohrschweine, bei denen die gesamte Familie mit dem diesjährigen Jungtier zusammen ist. Im Tierpark sind die erst 2012 eingetroffenen Chaco-Pekaris besonders erwähnenswert und natürlich die pünktlich zum Jahreswechsel geborenen Ferkel beim Schwäbisch-Hällischen Schwein und den Vietnamesischen Hängebauchschweinen, die seit 1958 im Tierpark Berlin zu Hause sind und von hier ihren Siegeszug um die Welt angetreten haben. In Zoo, Tierpark und Zoo-Aquarium gelten an Silvester und Neujahr die normalen Öffnungszeiten.

Allwetterzoo Münster, 28.12.2012
Der bevorstehende Jahreswechsel ist ein guter Anlass für einen Blick zurück. 2012 war für den Allwetterzoo ein normales Jahr ohne großartige Höhepunkte. Doch obwohl das Jahr so ruhig verlief, sind wir sehr zufrieden; denn unsere Besucher blieben uns trotz (oder vielleicht wegen?) der Großbaustelle Elefanten-Park im Herzen des Zoos treu. Derzeit können wir davon ausgehen, dass wir die „900.000er-Marke“ nicht nur erreichen, sondern sogar überschreiten. Nicht zuletzt haben wir diesen Erfolg Ihnen und Ihrer wohlwollenden Berichterstattung über unseren Zoo zu verdanken! Hier unser kurzer, unvollständiger Rückblick auf das Jahr 2012: Januar: Wir starten die Spender- und Sponsorenkampagne für den Elefanten-Park. Ein Wolf und neun Geißlein sind Neuzugänge im Kinder- und Pferdepark. Februar: Der Umbau im Löwenhaus ist fertig; nun bewohnen Jarah, Zeta und Tahama großzügige „Zimmer mit Aussicht“. Auf der Baustelle Elefanten-Park rücken die ersten großen Baufahrzeuge an. März: Die Ausmaße des künftigen Elefanten-Parks sind gut zu erkennen, auf der Baustelle brummen täglich die Bagger. In das Affricaneum ziehen drei neue Pinselohrschweine ein. April: Der bundesweit bekannte Sänger Roland Kaiser weiht einen Baustellen-Aussichtsturm am künftigen Elefanten-Park ein. Bei den Dülmener Ponys wird ein Fohlen geboren. Mai: Zwei hübsche Zwergesel treffen als neue Tierart ein; sie leisten nun den Shetlandponys Gesellschaft. Bei den Bartkäuzen schlüpfen vier Küken aus den Eiern. Juni: Unsere Veranstaltung „Nachts im Zoo“ mit neuem Konzept hat Premiere und begeistert auf Anhieb kleine und große Teilnehmer. Bei den Lachenden Hänsen flog erstmals ein Jungvogel aus. Juli: Die Brillenpinguine sorgen für 17fachen Nachwuchs. Eine Stute bei den Poitou-Rieseneseln bringt ein Fohlen auf die Welt. August: Im Elefanten-Park feiern wir Richtfest; der Rohbau des neuen Bullenhauses steht. Das Trampeltier Taylor wird geboren; Namenspatron ist der Preußen-Stürmer Matthew Taylor. September: Mit Shasha begrüßen wir ein neues Gorillaweibchen im Allwetterzoo. Die Vietnam-Sikahirsche verlassen den Zoo und ziehen „aufs Land“. Oktober: Ein in Münster geschlüpfter Gänsegeier wird zur Auswilderung nach Bulgarien gebracht. Im Elefanten-Park werden die ersten Bäume und Sträucher gepflanzt. November: In Vietnam werden zwei der überaus seltenen Goldkopflanguren umgesiedelt; das weltweit einmalige Projekt initiierte der Allwetterzoo. Ein neues „Erdweibchen“ trifft ein, so dass es im Frühjahr 2013 wohl wieder junge Erdmännchen geben wird. Dezember: Die Aktion „Zahlen Sie was Sie wollen“ sorgt für großes Medieninteresse und erfreulich hohe Besucherzahlen. Allein am 26. und 27. Dezember kamen 3.785 bzw. 3.769 zahlende Besucher in den Zoo! So viele Menschen wurden in einem Wintermonat zumindest in den letzten 20 Jahren nicht gezählt. Und hier eine knappe Vorschau auf 2013: Im Frühsommer, voraussichtlich im Juni, eröffnen wir den Elefanten-Park. In den ersten Monaten des Jahres 2013 sanieren wir die Freianlagen für Gorillas und Schimpansen und bauen das Menschenaffenhaus grundlegend um. Auch die Erweiterung der Außenanlagen unserer Nordpersischen Leoparden wird in Angriff genommen. Im Tierbereich hoffen wir auf glückliche Geburten und gesunde Aufzuchten bei Gorillas, Breitmaulnashörnern, Geparden und vielleicht auch Giraffen. Sie sehen: Es gibt viele gute Gründe, unseren Zoo im nächsten Jahr zu besuchen. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich einen guten Rutsch in ein glückliches, erfolgreiches Neues Jahr!

Hamburgs Tierpark Hagenbeck, 27.12.2012
Messen, zählen, wiegen – Die Tier-Inventur ist eine Geduldsprobe
Alle Jahre wieder ermitteln die Tierpfleger des Tropen-Aquariums Hagenbeck kurz nach Weihnachten die Anzahl aller Tiere sowie deren Gewicht oder Länge. Die bei der Inventur dokumentierte Entwicklung der Fische, Vögel, Reptilien oder Amphibien liefert Hinweise, ob die Tiere sich wohlfühlen. Die quirligen Kattas beobachteten neugierig das Geschehen auf dem Madagaskar-Dorfplatz. Diesmal standen nicht die Lemuren im Mittelpunkt, sondern ihre neuen Gehegenachbarn, die Tomatenfrösche, die seit wenigen Wochen in den Beeten mit fleischfressenden Pflanzen zuhause sind. Die aus Madagaskar stammenden Frösche sind zwar nachtaktiv, durch ihre auffällige rote Farbe sind sie aber auch tagsüber gut zwischen Blättern und Zweigen zu entdecken. Die weiblichen Tiere werden mit bis zu zehn Zentimetern länger und auch schwerer als die Männchen, was man als Geschlechtsdimorphismus bezeichnet. Tierpflegerin Heidrun Rohr (29 Jahre) brachte sieben stattliche Exemplare auf die Waage. Das Ergebnis: Während die Männchen nur gut 50 Gramm schwer waren, brachte das größte Weibchen knapp 100 Gramm auf die Waage. Mit den deutlich bewegungsfreudigeren Korallenfingerfröschen fiel das Wiegen schon etwas schwerer, da die fidelen Frösche ständig von der Waagschale hüpften. Doch mit etwas Geduld ermittelte die Tierpflegerin auch ihr Gewicht. Die beiden Weibchen wogen 44 und 43 Gramm, die zwei Männchen brachten es auf 58 und 65 Gramm. Geschicklichkeit bewies Reiner Reusch (48 Jahre) beim Zählen von drei der rund 50 Fischarten im farbenfrohen Korallenriff. Mit einem Zählgerät in der Hand versuchte der Tierpfleger die einzelnen Exemplare einer bestimmten Art zu zählen. Insgesamt gab es drei Durchgänge pro Art, woraus dann der Mittelwert errechnet wurde. Bei den Zitronensegelflossendoktorfischen waren das 20 Exemplare, bei den Grünen Schwalbenschwänzchen 32 Tiere und bei den leuchtend orangefarbenen Fahnenbarschen kam Reusch auf 76 Fische. Das anschließende Vermessen der Rochen und Haie war auch für die Tierpfleger des Tropen-Aquariums besonders spannend. „Wenn die Tiere nicht in die Breite gehen, sondern an Länge zulegen, dann wissen wir als Tierpfleger, dass wir alles richtig gemacht haben und die Tiere sich bei uns wohlfühlen“, resümierte Tierpfleger Marian Merckens (31 Jahre) nach seinem Tauchgang im Großen Hai-Atoll mit Kollegin Natascha Scholz (39 Jahre). Bestes Beispiel für ein gesundes Wachstum lieferte die neunjährige Geigenrochendame Marina. Sie wurde auf 1,50 Meter vermessen und legte damit im vergangenen Jahr etwa 30 Zentimeter zu. Auch Zackenbarsch Zorro wuchs weiter: 2008 notierten die Tierpfleger 1,28 Zentimeter, heute waren es 1,35 Zentimeter. Insgesamt leben im Tropen-Aquarium Hagenbeck 14.300 Tiere aus mehr als 300 Arten.

Erlebniszoo Hannover, 27.12.2012
Das kleine graue Weihnachtswunder! Elefantenkuh Farina bringt gesundes Mädchen zur Welt
Auf dieses Weihnachtsgeschenk hat sich der Erlebnis-Zoo Hannover fast zwei Jahre lang gefreut und pünktlich am 24. Dezember 2012 – am Heiligabend – um 0:17Uhr plumpste es ins Stroh: ein quicklebendiges, weibliches Elefantenbaby! Nach genau 635 Tagen Tragzeit hat Elefantenkuh Farina (9) ihr zweites Baby zur Welt gebracht und damit den Reigen der nächsten Rüsselrasselbanden-Generation eröffnet: In den nächsten 15 Monaten werden weitere vier Elefantengeburten erwartet. Das erste Mitglied des neuen Minifanten-Quintetts ist ein prächtiges Mädchen, 87 cm groß, 93 Kilo schwer und ein echter Herzensbrecher. Seit Anfang Dezember hatten jeweils zwei Tierpfleger Nachtwache bei der werdenden Mutter gehalten. Der errechnete Geburtstermin war der 19.12.2012. Und trotz der Tatsache, dass der Progesteron-Wert im Blut der Mutter kaum noch nachweisbar war, ließ sich Farina noch ein paar Tage Zeit. (Ja, wenn‘s denn gut werden soll…) Die Geburt selbst ging dann umso schneller – und verlief völlig komplikationslos. Nach etwa einer Stunde erblickte das kleine graue Weihnachtswunder das Licht des Dschungelpalastes, und die Tierpfleger registrierten zufrieden: Vier Beine, vier Füße, zwei große Ohren, ein langer Schwanz und ein winziger Rüssel – es ist alles dran am Mini-Elefanten. Wie in freier Wildbahn wurde Farina bei der Geburt von Elefanten-Ammen betreut. Ihre Mutter Khaing Hnin Hnin (30), eine erfahrene Elefantenkuh, und ihre Halbschwester Soraya (2) beruhigten die niederkommende Kuh und nahmen das Neugeborene in ihre Obhut. Die große Gefahr bei einer Elefantengeburt geht nämlich von der frischgebackenen Mutter aus: Es kommt vor, dass sie während der schmerzhaften Geburt auf ihr Neugeborenes tritt oder es gar attackiert. Die Ammen beschützen das Kleine daher vor seiner Mutter, bis sie sich beruhigt hat und begreift, was gerade passiert ist. Diese Betreuung kann für das Neugeborene also lebenswichtig sein. Diese Sorge war allerdings unbegründet. Farina berüsselte ihre Kleine immer wieder zärtlich und wartete geduldig, bis sie endlich den Weg zum Gesäuge gefunden hatte. Als das Baby erstmals friedlich trank, fiel auch die letzte Anspannung von den Zootierpflegern und Tierärztinnen ab. Alles ist gut gegangen, Mutter und Kind sind wohlauf. Die ersten drei Tage blieben Farina und ihr Baby noch im Stall, um sich auszuruhen und aneinander zu gewöhnen. „Jetzt sind wir gespannt, wie der Rest der Elefantenfamilie auf das Neugeborene reagiert“, freut sich Zoodirektor Frank Werner. Wann immer es die Wetterlage zulässt, werden Mutter und Kind kurze Ausflüge in den Dschungelpalast machen.

Zoo Heidelberg, 27.12.2012
Zoo Heidelberg: Bei den Sumatra Tigern Tila und Asim stehen alle Zeichen auf große Liebe
Frohe Nachrichten aus dem Raubtierhaus im Zoo Heidelberg. Das junge Sumatra Tiger-Weibchen Tila, das im November aus dem britischen Zoo Chester an den Neckar zog, hat sich inzwischen sehr gut eingelebt. Bei ihr und Tigerkater Asim deutet alles darauf hin, dass das Jahr 2013 ganz im Zeichen einer großen Liebe stehen wird. Tila und Asim sind noch in getrennten Gehegen untergebracht, es wird aber nicht mehr lange dauern, bis die beiden endlich ihre Anlage gemeinsam teilen werden. Dass die Pfleger die beiden nicht sofort zusammen gelassen haben, hat gute Gründe. Tiger sind gewöhnlich Einzelgänger und leben in einem mit Urin, Kot oder Kratzspuren markiertem Revier. Ein erstmaliges Zusammentreffen von zwei Tigern ohne vorhergehende Eingewöhnung in ein neues Gehege und damit in ein neues Revier kann in bösen Kämpfen enden, selbst bei Männchen und Weibchen. Asim und Tila reagierten aber vom ersten Moment an sehr positiv aufeinander. Durch das sogenannte Schmusegitter, das die beiden Innengehege voneinander trennt, können sie sich immer sehen, hören, riechen und Kontakt aufnehmen. Die Signale, die die beiden senden, sind eindeutig liebevoller Natur. So sind sie ständig am „Pruscheln“, ein für Tiger typisches und erstaunlich sanft vorgetragenes Begrüßungsschnauben, das man lautmalerisch am besten mit „pfrrrr“ umschreiben kann. Dieses Verhalten ist für die Tierpfleger ein ausgesprochen gutes Zeichen für die kommende Zusammenführung. Denn auch Tila hat nun alle Bereiche der großzügigen Tigeranlage, die aus dem Innengehege, einem Spielzimmer im Bereich der Außenanlage und einem dichtem Bambus-Dschungel besteht, erkundet. Die verhältnismäßig lange Eingewöhnungszeit ist wichtig, denn Tiger brauchen ihre eigene, individuelle Zeit, um sich an neue Eindrücke, Geräusche, Gerüche und natürlich auch an Artgenossen und Pfleger in Ruhe zu gewöhnen. Beide Tiere haben nun jeden Winkel ihres großen Reviers erkundet; vor allem mussten sie vor dem ersten Zusammentreffen lernen, auf Zuruf zum Pfleger und in die Innengehege zu kommen. Das klappt bei Asim und Tila bereits prima, so dass es nicht mehr lange dauern wird, dass die Zoobesucher zwei junge, schöne und temperamentvolle Tiger gemeinsam erleben können.

Allwetterzoo Münster, 27.12.2012
Weihnachts-Rekord im Allwetterzoo Münster: Allein am zweiten Feiertag stürmten 3.785 Menschen die Zookasse!
Das milde Wetter an den Feiertagen war sicher auch ein Grund für den Besucher-Ansturm, den das Kassenpersonal des Allwetterzoos vor allem am zweiten Weihnachtsfeiertag bewältigen musste. 3.785 Menschen wollten Pinguin, Löwe & Co. sehen, mehr als sechsmal so viel wie am 26. Dezember vor einem Jahr. Hauptsächlich kamen die Menschen aber wegen einer Aktion, die im münsterschen Zoo seit dem 1. Dezember läuft. „Zahlen Sie, was Sie wollen“ ist die Devise – und das macht die große Mehrheit der Besucher auch. Es gibt jedoch nur wenige Besucher, die nichts zahlen. Begründet wird die Verweigerung mit Angaben wie „ich war schon dreimal hier“ oder „heute will ich nur die Fotoausstellung im Pferdemuseum sehen“. Diese und andere Kommentare finden sich auf den Erfassungsbögen, die jeder Besucher vor dem Gang zur Kasse ausfüllt, und die nach Abschluss der Aktion von Wissenschaftlern der RWTH Aachen ausgewertet werden. Bis jetzt ist der Zoo mit dem Ergebnis der Aktion überaus zufrieden, denn bislang kamen im Dezember schon 30.767 Menschen in den Zoo. Dazu kommen noch Besucher mit Jahreskarten, so dass der Dezember 2012 am Ende wohl zu den meist besuchten in der Zoogeschichte zählen wird. Wer den Allwetterzoo auch zu seinem „Wunschpreis“ besuchen möchte, kann das noch bis einschließlich 6. Januar, denn die Aktion wurde verlängert. Ein Zoobesuch um die Jahreswende ist übrigens die letzte Gelegenheit, den Delfinen „tschüss“ zu sagen, die nach den Weihnachtsferien Münster endgültig verlassen werden.

Allwetterzoo Münster, 27.12.2012
Premiere im Allwetterzoo Münster: Drei Elefantenkühe eroberten einen Teil der Freianlage im künftigen Elefanten-Park
An den Weihnachtstagen verlief der Umzug der Elefanten Alexander, Kanaudi, Ratna und Corny aus ihrem bisherigen Quartier im Elefantenhaus in das neue, soeben fertig gestellte Bullenhaus im künftigen Elefanten-Park im Allwetterzoo geradezu bilderbuchmäßig. Der Wechsel war notwendig, damit die Bauarbeiten fortgesetzt und die drei weiteren Kühe Tefi, Rada und Bala die nun freigewordene alte Bullen-Außenanlage nutzen können. In ihrem bisherigen Freigelände wird bereits gebaut. Am 27. Dezember gab es für Kanaudi, Ratna und Corny eine zweite Premiere: Sie betraten erstmals die völlig neue, für den Bullen Alexander bestimmte Freianlage. Revierleiter Michael Adler öffnete das Tor und Ratna als Mutigste folgte ihm sofort, dann traute sich Kanaudi und nach kurzem Zögern auch Corny, die jüngste im Bunde. Die drei Elefanten-Kühe inspizierten die Anlage und versuchten prompt, vom Bambus zu fressen. Weil die frisch gesetzten Pflanzen mit kaum sichtbarem, sogenanntem Elektro-Gras gesichert sind, klappte das nicht. Ratna fand jedoch eine „Schwachstelle“, riss Bambus aus und fraß es genüsslich. Corny probierte noch mehr aus: Sie wollte fest verschraubte Stämme verschieben und ging dabei sogar in die Knie. Bei den ersten Schritten über die neue Anlage sackten die Elefanten an einigen Stellen etwas ein; denn der dick mit Sand bedeckte Boden gab unter ihrem Gewicht nach. Die Tiere schien es nicht zu stören, ganz im Gegenteil: Corny tastete die entstanden Löcher neugierig mit ihrem Rüssel ab. Je öfter die Elefanten nun nach draußen gehen, desto mehr wird sich der vom Regen der letzten Tage durchnässte Boden verdichten. Dann erst darf auch Bulle Alexander nach draußen, der rund zwei Tonnen mehr an Gewicht hat als die Kühe. Alles in allem verlief die erste, eine knappe Stunde währende Erkundungsphase sehr ruhig. Anfangs sollen die Elefantenkühe nicht unbeaufsichtigt in der neuen Anlage bleiben, deshalb werden sie in den nächsten Tagen voraussichtlich nur vormittags zu sehen sein. Die neue Außenanlage befindet sich im Bereich der Cafeteria oberhalb des Landoisplatzes.

Zoo Osnabrück, 27.11.2012
Tierisch viel los – Pinguine, Erdmännchen und Guanakos bekommen Verstärkung
Wer zwischen den Jahren ein wenig Bewegung und frische Luft sucht, ist im Zoo Osnabrück genau richtig. Zudem gibt es neue Zoobewohner zu bestaunen. Patchwork gibt es nicht nur in Menschenfamilien: Sieben neue Erdmännchen-Damen aus dem Zoo Schwerin sind vor circa vier Wochen in die zweiköpfige Männer-WG eingezogen. „Nachdem vor einiger Zeit unser Zuchtweibchen leider verstorben ist, haben wir dringend eine neue Weibchengruppe für unsere Männchen gebraucht“, erzählt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo. „Die Vergesellschaftung zwei verschiedener Gruppen ist bei Erdmännchen nicht ganz einfach, da sie eine sehr feste Familienstruktur haben. Im Gehege der Rothandtamarine konnten sie sich deshalb zunächst auf neutralem Boden kennen lernen. Wir haben dort ein Kot-Wasser-Gemisch versprüht, um die neuen Tiere mit dem Geruch der Männchen vertraut zu machen.“ Der Plan ging auf: Nach kurzer Zeit lernten sich die Erdmännchen persönlich kennen und konnten daraufhin gemeinsam in das Erdmännchen-Gehege ziehen. Auch die Humboldt-Pinguine Thea und Theresa, zwei weibliche Jungtiere aus dem Zoo Halle, haben sich in den letzten Wochen gut in ihre neue Kolonie integriert: Die beiden Pinguindamen watschelten an ihrem ersten Tag neugierig auf die Außenanlage. „Theresa war mutig und nahm sofort Kontakt zu ihren neuen Gefährten auf. Thea war vorsichtiger: Sie verhielt sich zunächst eher zurückhaltend“, berichtete Kirsten Bischoff, Leiterin des Vogelreviers. Die Eingewöhnung in eine neue Kolonie sei bei jungen Tieren etwas einfacher als bei älteren, da sie noch kein Balzverhalten zeigen und anderen Artgenossen gegenüber nicht aggressiv reagieren. „Pinguine leben weitestgehend monogam. Daher hoffen wir, dass zwei unserer Pinguinmänner die Damen im nächsten Jahr, nach der Geschlechtsreife, als lebenslange Partnerinnen wählen.“ Einen neuen Mann im Hause hat dagegen die Guanako-Herde bekommen: Pico, ein zweijähriger Hengst, ist im Tausch gegen den Osnabrücker Hengst Diabolo aus dem Opel-Zoo in Kronberg angereist. „In unserer Herde lebt auch eine Tochter von Diabolo. Damit keine Inzucht passiert, haben wir uns entschieden zu tauschen“, erläutert der Leiter des Südamerikahauses Daniel Chirico. Der Hengst hat jetzt nicht nur Gesellschaft von drei Stuten, sondern auch von Nandus – einer südamerikanischen Laufvogelart, die er bislang nicht kannte. Chirico ist begeistert: „Pico macht sich hervorragend. Er zeigt sich umgänglich gegenüber uns Tierpflegern und ist freundlich zu seinen Mitbewohnern. Besser hätte es nicht laufen können.“ Ein Zoobesuch lohnt sich also auch zur kalten Jahreszeit und für Zoofreunde ist die Jahreskarte 2013 eine lohnende Investition für weitere Besuche zur warmen Jahreszeit (erhältlich an der Zoohauptkasse).

Wilhelma Stuttgart, 27.12.212
30 kleine Glücksbringer auf dem Schaubauernhof: Viel Schwein im neuen Jahr!
Was für eine herrliche Sauerei: Gleich 30 Ferkel aus drei Würfen quieken, grunzen, toben und rennen derzeit auf dem Schaubauernhof um die Wette. Wenn so viele kleine Glücksschweine nicht ein gutes Zeichen für das kommende Jahr sind! Dabei scheint gerade das Schwäbisch-Hällische Schwein wie geschaffen für die Rolle als Glücksbringer. Hat es doch selbst schon echt „Schwein gehabt“ und konnte der Welt als wertvolles Nutztier erhalten werden. Der Schwäbisch Hälllische Eber „Rapper“ und die drei Sauen „Ina“, „Liesel“ und „Lissi“ haben diesen Herbst ganze Arbeit geleistet: Mehr als 30 Ferkel in zwei Alters- und Größenklassen setzten sie gemeinsam in die Welt – so groß war der Sauhaufen auf dem Schaubauernhof zuletzt 2006! Seit dem Sommer 2011, seit der dreijährige Rapper und seine Gefährtinnen für die Erhaltung ihrer Rasse sorgen, wurden im Saustall der Wilhelma somit schon über 80 Ferkel geboren. Der imposante Eber mit der dekorativen weißen Schwanzquaste kommt bei den Damen also offenbar nicht nur gut an, sondern seine Bemühungen tragen auch reichlich Früchte. Was nebenbei gut für die schlanke Linie zu sein scheint, denn trotz seiner stattlichen 360 Kilogramm macht Rapper eine gute Figur. Aber auch die Sauen können es kurz vor der Geburt eines großen Wurfs auf über 300 Kilogramm bringen – allerdings specken sie während des Säugens gleich wieder rund 50 Kilogramm ab. Kein Wunder, denn bis zu 16 Ferkel auf einmal können auf dem Schaubauernhof an den Zitzen der Sauen hängen. Die Zucht der Wilhelma floriert also. Aber das scheint nur gerecht. Schließlich war es der Gründer der Wilhelma, König Wilhelm I, der auch das Schwäbisch Hällische „erfand“: Er ließ chinesische Maskenschweine aus England einführen und in wildschweinähnliche Landrassen einkreuzen. Bis in die 1950er Jahre war die Neuschöpfung des Königs „der Renner“ im Ländle. Danach wäre sie jedoch ums Haar von modernen mageren Modellen verdrängt worden, 1970 galt es gar als ausgestorben. Doch einige sture Bauern retteten die robusten, auch „Mohrenköpfle“ genannten Schweine quasi in letzter Minute und starteten mit wenigen Tieren eine neue Zucht. Dass das Comeback klappte, ist aber auch den Feinschmeckern zu verdanken. Weil sie das fette, schmackhafte Fleisch sehr goutierten, wurde die Zucht wirtschaftlich wieder interessant. Als Mitglied der „Züchtervereinigung Schwäbisch Hällisches Schwein“ trägt die Wilhelma ebenfalls dazu bei, die steigende Nachfrage zu befriedigen. Sprich, der Schaubauernhof züchtet die Tiere wie ein richtiger Bauernhof auch für den Verzehr. Sind die Ferkel alt genug, werden sie an kleine Nebenerwerbsbetriebe abgegeben, wo sie bei guter Haltung gemästet werden, bis sie etwa 100 Kilogramm wiegen. Davor führen die rosa-schwarzen Glücksbringer auch in der Wilhelma ein angenehmes Leben bei Vollpension und vielseitigem Wellness-Angebot vom hauseigenen Schlammbad bis zum Solarium. Und erfreuen dabei kleine wie große Besucher – bis Ende Februar 2013 überdies noch zum günstigen Wintertarif.

24.12.2012 Zoo Magdeburg
Weihnachtsmann und Zoodirektor auf weihnachtlichem Zoospaziergang: Riesige Geburtstagstorte für „Christkind“ Mala
Etwa 200 Kinder und Eltern hatten sich am Morgen des Heiligen Abends im Zoo versammelt, um mit einem Zoospaziergang in die diesjährige Weihnacht zu starten. Zoodirektor Dr. Perret, der zum zehnten Mal den Weihnachtsspaziergang führte, staunte nicht schlecht, dass so viele Leute dem Aufruf folgten, mit ihm gemeinsam bei dieser Gelegenheit unserem Christkind, dem genau vor einem Jahr geborenen Nashornjungtier Mala, zum Geburtstag zu gratulieren. Kein geringerer als der Weihnachtsmann selbst betrat unter den aufgeregten Blicken der vielen Kinder das Nashorn-Gehege, um die gewaltige Geburtstagstorte für die junge Nashorndame zu platzieren. Danach konnten Mala und ihre Mutter endlich herausgelassen werden. Es zeigte sich ein zurückhaltendes, fast schüchternes Geburtstagskind und so dauerte es eine Weile, bis die mit Obst und Heu gespickte, von der Bäckerei Beims gesponserte Brot-Torte gebührend Beachtung fand. „So bedrohlich diese gewaltigen Tiere auch wirken, so vorsichtig und zurückhaltend können sie sein“, erklärte Dr. Perret den Zoo-Besuchern das vorsichtige Verhalten der Tiere.

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Kronberg, Magdeburg, Münster, Osnabrück, Stuttgart, Wien, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen