Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 23.01.2013
Wilhelma-Bilanz 2012 und Ausblick auf 2013: 2,24 Millionen Besucher im Jahr 2012 und neue Eintrittspreise ab März
Trotz nicht immer perfektem „Zoowetter“ und Baustellen im oberen Parkteil kann die Wilhelma in puncto Besucherzahlen auf ein zufriedenstellendes Jahr 2012 zurückblicken: Rund 2,24 Millionen Menschen kamen 2012 in den einzigen zoologisch-botanischen Garten Europas. Das sind rund drei Prozent mehr als im „Schlechtwetter-Jahr“ 2010 (2,17 Millionen) und rund 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr, das unter anderem dank günstiger Wetterverhältnisse der Wilhelma ihre bislang zweitbeste Besucherbilanz bescherte. Deutlich mehr Publikum erwarten wir jedoch erst nach der Eröffnung der neuen Menschenaffenanlage.“ Wann diese stattfinden kann, ist nach wie vor offen, die Baumaßnahmen sind im Verzug – der Wunschtermin der Wilhelma vor Ostern wird somit nicht klappen. Fertig wurden im letzten Jahr dafür die rund eine Million Euro teure Runderneuerung des Elefanten-Außengeheges und die neue Felsen-Umrandung des Zebra-Geheges, die aktuellen Arbeiten an der neuen Erdmännchenanlage und die Sanierung des Seerosenteichs sollen bis Ostern abgeschlossen sein. Für das Jahr 2013 werden nun möglichst wenige neue Baustellen angestrebt. Neue Eintrittspreise ab 1. März 2013 – bis dahin gilt der bisherige ermäßigte Wintertarif – So lange wie möglich wurde eine Erhöhung der Eintrittspreise hinausgezögert – trotz stetig steigender Kosten für Unterhalt, Material und Energie. Doch nach vier Jahren Preisstabilität wurde eine Tariferhöhung unumgänglich: Ab 1. März kostet der Wilhelma-Besuch für einen Erwachsenen im Normaltarif daher 14 statt wie bisher 12 Euro, für ein Kind ab sechs Jahren 7 statt 6 Euro. „Auch wenn wir unseren Besuchern diesen Preisanstieg nicht ersparen können“, sagt Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch, „so gehören wir doch weiterhin zu den preisgünstigen unter den vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland.“ Bei diesen reichen die Preise derzeit von relativ günstigen 12 Euro pro Erwachsenem im Münchener Tierpark Hellabrunn über 17 Euro im Leipziger Zoo bis hin zu 23 Euro in Hannover. Kostet der Aquariumsbesuch extra, wie bei Hagenbeck in Hamburg, werden pro Kombi-Ticket sogar bis zu 30 Euro fällig.

Tiergarten Nürnberg 23.01.2013
„Yaqu Pacha“ informiert Tauchsportler auf „boot 2013“
Die im Tiergarten der Stadt Nürnberg beheimatete Artenschutzgesellschaft „Yaqu Pacha“ ist mit einem Stand auf der weltgrößten Wassersportmesse „boot 2013“ in Düsseldorf vertreten. Schwerpunkt des diesjährigen Messeauftritts ist das Chile-Delphin-Projekt, das seit vier Jahren auch aktiv vom Tiergarten Nürnberg finanziell unterstützt wird. Seit 2001 arbeitet „Yaqu Pacha“ in Chile, um die Auswirkungen und Belastungen der Muschel- und Lachsfarmen auf das Meer und auf die lokalen Delphinpopulationen zu evaluieren. Erste Ergebnisse zeigen, dass besonders der äußerst ortstreue Chile-Delphin von den Folgen der zunehmenden industriellen Aquakultur betroffen ist. Auch in diesem Jahr verfolgt „Yaqu Pacha“ wieder ein Förderprojekt und sammelt Spenden für ein neues Forschungsboot, das dem Chile-Delphin-Projekt zur Verfügung gestellt werden soll. Ein Highlight der „boot 2013“ ist für „Yaqu Pacha“ die Vorstellung der ersten „Yaqu Pacha App“. Diese wurde der Gesellschaft kostenlos von der Firma „Emotion Touch“ aus Berlin zur Verfügung gestellt. Der offizielle Start und damit die Verfügbarkeit der App im Marketplace von Windows 8 ist für Ende Februar 2013 geplant.

Zoo Osnabrück 22.01.2013
Inventur im Zoo: 2.908 Tiere leben am Schölerberg – Zwei prominente Zoosenioren verstorben
In den letzten Wochen hatten die Tierpfleger im Zoo Osnabrück eine ganz besondere Aufgabe: Sie mussten ihre Tiere für die jährliche Inventur zählen. Zwei Tiere gehören leider nicht mehr dazu: Tapirmann Ernesto (21 Jahre) und Tigerin Thiki (20 Jahre) verstarben. 2.908 Tiere aus 297 Arten zählte Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück und zuständig für die tierische Bilanz, zum Abschluss der Inventur: „Die größte Artenvielfalt haben wir bei den Säugetieren mit 84 verschiedenen Arten und 560 Individuen. Die meisten Individuen finden sich jedoch bei den Fischen: 1.487 Fische aus 78 Arten leben in unserem Tetra-Aquarium.“ Gerade bei den Fischen und Vögeln ist die jährliche Inventur eine Herausforderung für die Tierpfleger: „In Gehegen mit vielen, aktiven Tieren, wie zum Beispiel bei der Sichler-Voliere, stehen wir mit bis zu drei Tierpflegern davor. Jeder zählt dann in einem anderen Gehegebereich und anschließend addieren wir die jeweiligen Ergebnisse“, beschreibt Wulftange den Vorgang. Bei den Fischen müsse auch schon mal geschätzt werden.
Letzte Tigerin im Osnabrücker Zoo verstorben
Zwei beliebte Tierpersönlichkeiten musste der Zoo leider aus seiner Bestandsliste nehmen: Tapirmann Ernesto verstarb im Alter von fast 22 Jahren am 15.01.2013 und Tigerfrau Thiki musste im hohen Alter von fast 21 Jahren am 30.12.2012 eingeschläfert werden: „Thiki zeigte keinerlei Lebenswillen mehr und ihre Kräfte schwanden von Tag zu Tag“, berichtet Zoodirektor Prof. Michael Böer. Nachdem die altersschwache Tigerin fünf Tage keine Nahrung aufnahm, beendeten die Zoomitarbeiter schweren Herzens ihr Leiden. „Da im Zoo natürliche Feinde fehlen und die Tiere medizinisch versorgt werden, erreichen Zootiere in der Regel ein sehr hohes Alter – somit haben wir aber auch die Verantwortung, sie zu erlösen, wenn es die Umstände erfordern.“ Thiki kam 2010 gemeinsam mit Tigermann Tycho aus Frankreich nach Osnabrück. Tycho verstarb 2011 im Alter von 16 Jahren an einem Tumor in der Bauchhöhle. Bis der geplante Umbau der Tigeranlage startet, bleibt sie eine Seniorenresidenz: Die 34 Jahre alte Braunbärendame Susi, Mutter der Mischlingsbären Tips und Taps, lebt solange dort. In die neue 1.000 Quadratmeter große Tigeranlage im Stile des Affentempels „Angkor Wat“ werden im Jahr 2014 zwei Sumatra-Tiger ziehen.
Tapirzucht zur Arterhaltung
Auch Tapir Ernesto erreichte mit fast 22 Jahren ein hohes Alter. „In den letzten Monaten wollte er nicht mehr fressen und wurde immer dünner. Trotz intensiver Behandlung durch unseren Zootierarzt mit Infusionen und Medikamenten verließen ihn schließlich die Kräfte“, berichtete Zoodirektor Böer. Der Tapirmann verbrachte fast 17 Jahre im Zoo Osnabrück und lebte dort mit drei Weibchen zusammen. „Ernesto war ein friedlicher Tapir und Vater von sieben Kindern. Damit hat er zur Arterhaltung beigetragen, denn Flachlandtapire sind eine gefährdete Tierart, weil ihr Lebensraum, der Regenwald, zerstört wird. Der Zoo Osnabrück unterstützt deswegen ein Tapirschutzprojekt in Ecuador finanziell“, so Böer. Der Zoo plane, wieder einen männlichen Tapir in die Gruppe zu integrieren. Außerdem wird die Tapirfamilie im Laufe dieses Jahres eine neue, große Außenanlage erhalten, die sie gemeinsam mit ihren jetzigen Nachbarn, den Guanakos, Wasserschweinen und Waldhunden, bewohnen wird.

Sea Life Oberhausen 22.01.2013
Lust auf Meer?! – Jetzt bewerben und Hai-Ei-Klasse 2013 werden!
Auch 2013 wird eine Schulklasse aus dem Ruhrgebiet wieder die spannende und verantwortungsvolle Aufgabe als Hai-Ei-Babysitter übernehmen. Mitmachen kann jede Schulklasse, die sich zutraut für den Zeitraum von einigen Wochen die Verantwortung für Haieier aus der Nachzucht des SEA LIFE Oberhausen zu übernehmen. Begleitet wird die Klasse dabei von einem unserer erfahrenen Aquaristen, die gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mit der kreativen Bewerbung solltet ihr euch als Klasse nicht nur vorstellen, sondern auch zeigen warum ausgerechnet ihr Hai-Ei-Klasse 2013 werden möchtet. Ob Gedicht, Lied, Collage, Film, Bastelarbeit oder was euch sonst noch zum Thema Hai einfällt, werdet kreativ und zu echten Hai-Babysittern. Ab sofort können sich Klassen bewerben. Wer teilnehmen möchte, bewirbt sich einfach bis zum 22. März 2013 per Post oder E-Mail unter Angabe der Klassenstufe und -größe SEA LIFE Oberhausen, Zum Aquarium 1, 46047 Oberhausen. Für jeden der acht SEA LIFE-Standorte wird es jeweils eine Klasse als Hai-Babysitter geben. Die finale Auswahl der Gewinnerklassen findet in den Osterferien 2013 statt. Kathy Weber, Moderatorin der kabel eins-Wissenssendung ‚Abenteuer Leben – täglich neu entdecken’ ist 2013 die erste Babysitterin unserer Hai-Eier. Mit einer Zeitrafferkamera dokumentiert der Sender die Geschehnisse im Hai-Ei-Aquarium.

Zoologischer Garten Magdeburg 22.01.2013
Magdeburger Alpaka wird Co-Therapeut in Österreich
Sie heißen Lisa, Max oder Marie und haben eins gemeinsam: Probleme mit der Angst, Schlafstörungen, Hyperaktivität oder ähnliche Verhaltensauffälligkeiten. Es sind Kinder, denen immer häufiger auch mit der tiergestützten Pädagogik geholfen wird. Der einjährige Magdeburger Alpaka-Hengst Muffin (geboren am 12.1.12) wurde nun an ein im Aufbau befindliches Tiertherapie-Projekt in der Steiermark (Österreich) abgegeben. Alpakas seien die besten Co-Therapeuten, wenn es darum ginge, ein Kind zu beruhigen, seine Angst zu lösen und Vertrauen wieder aufzubauen, so die Projektleiterin Gabi Seeling. Die Kamele aus den Anden seien durch ihr Wesen prädestiniert, Freundschaften mit den Kindern zu schließen, so Seeling weiter, aber erst wenn das Kind sich wirklich ruhig verhält, kommt der direkte Kontakt mit dem Tier zustande. Dies ist ein wichtiger Schritt im Vorangehen der Therapie.

Tiergarten Schönbrunn Wien 22.01.2013
TIGER SPIELEN FUSSBALL IM SCHNEE
Wintersport im Tiergarten Schönbrunn: Die beiden Sibirischen Tiger-Weibchen Kyra und Ina toben mit einem Ball durch den Schnee. Es sieht aus, als würden sie miteinander Fußball spielen. Sie schupsen sich den schneebedeckten Ball mit ihren mächtigen Tatzen gegenseitig zu, laufen damit durch das Gehege und verteidigen ihn vor der Spielgefährtin. „Die beiden sind vier Jahre alt und noch sehr verspielt. Der Schnee lädt sie besonders zum Herumtollen ein“, erzählt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Fast eine Stunde dauert das Schneefußballturnier und endet mit einem klaren Unentschieden für die beiden Tiger-Weibchen. Festgehalten wurde das tierische Ballspiel im Schnee vom international renommierten Fotografen Daniel Zupanc. Stundenlang harrt er für Aufnahmen wie diese vor den Gehegen im Tiergarten Schönbrunn aus. Während die beiden Tiger ein dickes Fell haben, das sie vor Schnee und Kälte schützt, setzt der Fotograf auf fünf Schichten Kleidung.

Zoo/Tierpark Berlin 22.01.2013
Zoo und Tierpark sollen Gleichstellungsbeauftragten und Vertrauensanwalt erhalten
Das Präsidium des Aufsichtsrats hat heute mit Herrn Dr. Bernhard Blaszkiewitz über die gegen Ihn als Vorstand bzw. Geschäftsführer erhobenen Vorwürfe gesprochen. Das Präsidium ist ein den Aufsichtsrat in Personalfragen des Vorstands bzw. der Geschäftsführung beratender Ausschuss. Zusätzlich wurden auch Vertreter des Betriebsrates angehört. Frank Bruckmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats fasst die Ergebnisse der Sitzung des Präsidiums zusammen: „Es wird eine Anwaltskanzlei beauftragt die vorgetragenen Punkte einer juristischen Würdigung zu unterziehen.“ Darüber hinaus hat das Präsidium des Aufsichtsrats beschlossen: -Die Notwendigkeit für eine Stelle für eine/n Gleichstellungsbeauftragte/n zwingend einzurichten. -Ebenso ist dauerhaft die Funktion eines externen Vertrauensanwaltes für die Mitarbeiter/innen zu schaffen. Der Vorstand ist beauftragt, dem Aufsichtsrat auf seiner nächsten Sitzung am 1. Februar 2013 über den Stand der Umsetzung zu berichten. Herr Dr. Bernhard Blaszkiewitz wird sich morgen persönlich wegen der gegenüber Ihm erhobenen Vorwürfe schriftlich an die Belegschaft wenden.

Zoo Berlin 21.01.2013
Affenbaby bei den Hulmans
Die erste Geburt des noch jungen Jahres fand im Tropenaffenhaus des Berliner Zoos bereits am 2. Januar satt. Wieder einmal mehr war es der bald 14jährigen Affenmutter „Sally“ zu verdanken, dass die zuvor achtköpfige Hulman-Schar nun um ein weiteres Mitglied gewachsen ist. Seit mehr als einem halben Jahrzehnt zieht die fürsorgliche Mutter fast im Jahresrhythmus je ein Jungtier groß. Allerdings wäre sie mit dieser Aufgabe sicherlich überfordert, wenn sich nicht die älteren Geschwister mit um den Nachwuchs kümmern würden. Die Weibchen, die naturgemäß in ihrer Geburtsgruppe verbleiben, reißen sich regelrecht darum, für spätere, eigene Mutterpflichten an dem Jüngsten zu üben. Jedes weibliche Tier der Gruppe möchte den Tragling gerne übernehmen und auch einmal versorgen. Nur das einjährige Geschwisterchen ist noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um anderen behilflich zu sein. Der Vater aller in Berlin geborenen Hanuman-Languren ‒ wie sie auch genannt werden ist der bereits 21jährige Haremschef „Conny“, der in freier Wildbahn schon lange seine Führungsrolle verloren hätte. Dort wäre es seine Aufgabe gewesen, die Weibchen gegen fremde Junggesellentrupps zu verteidigen. Seiner Ablösung als Erzeuger hätte er altersbedingt sicher bereits seit geraumer Zeit kräftemäßig nichts mehr entgegenzusetzen gehabt. Die grauen, langschwänzigen Languren mit den rabenschwarzen Gesichtern werden in ihrer indischen Heimat als heilige Tiere verehrt. In den Tempelanlagen werden die bevorzugt bodennah lebenden Affen nicht nur geduldet, sondern auch regelrecht versorgt. Die Hulmans müssen trotz der zunehmenden Vernichtung ihres natürlichen Lebensraumes dennoch nicht um ihr Aussterben fürchten. Als Kulturfolger profitieren die vornehmlich Blätter fressenden Vegetarier von menschlichen Zuwendungen. So gleicht ihr Leben im Zoo fast dem in „freier Natur“

Zoo Augsburg 21.01.2013
Tragischer Todesfall bei den Giraffen im Zoo Augsburg
Einen traurigen Fund machten die Tierpfleger des Augsburger Zoos Samstagmorgen im Giraffenstall. In der Nacht stürzte das trächtige Giraffenweibchen „Lada“ unglücklich im Stall und konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen, so die Vermutung. Was folgte, waren Kreislaufversagen und der Tod des 10-jährigen Tieres. Dank der Berufsfeuerwehr der Stadt Augsburg, die einen Fahrer und ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung stellten, konnte das Tier noch am selben Tag zur Veterinärmedizinischen Universität in München gebracht werden. Laut ersten Aussagen der Pathologen stand die Geburt des Jungtieres kurz bevor. Aufgrund der Lage des Jungtieres zum Zeitpunkt der Obduktion wäre eine natürliche Geburt keinesfalls möglich gewesen. Vom Obduktionsbefund erwartet sich nun der Zoo Augsburg weitere Aufschlüsse über den möglichen Hergang des Unfalles.Der Zoo ist tief betroffen über den Verlust der ruhigen und freundlichen Giraffe. „Lada“ kam im Jahr 2004 in den Zoo Augsburg und hätte jetzt ihr viertes Jungtier zur Welt gebracht. 2011 wurde ihr letztes Jungtier geboren: ein Weibchen mit dem Namen „Luna“. Das Giraffenweibchen „Tanisha“ hat sich bereits der zweijährigen „Luna“ angenommen.Die Rothschild-Giraffe gilt als eine der bedrohtesten Giraffenunterarten, die im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes gezielt gezüchtet wird. An diesem Zuchtprogramm beteiligt sich der Zoo Augsburg sehr erfolgreich schon seit einigen Jahren. Nachdem es laut Schätzungen nur mehr 2500 Tiere in freier Wildbahn geben sollte, ist es umso wichtiger diese Unterart in den Zoos zu erhalten.

Zoo Duisburg, 18.01.2013
Weiße Pracht lässt Tierherzen höher schlagen
Schnee wohin man blickte, als die Mitarbeiter in den letzten Tagen zum Zoo fuhren! Eine ganz andere Arbeitsroutine setzte da gleich bei der Handwerkerschaft ein, denn ausnahmsweise ging es mal nicht zuerst darum, die Besucherwege mit den Kehrmaschinen sauber zu fegen. Die Schaufeln wurden an Radlader und Traktor angeschraubt, die sich daraufhin ihren Weg durch die Massen an Neuschnee bahnen und den Zoo überhaupt begeh- und befahrbar machen mussten. Der Schnee regt die Gemüter an! Wenn die Tierpfleger morgens die Tiere aus den Ställen holen, erleben sie viele ihrer Pfleglinge beim ausgelassenen Herumtollen im Schnee. Für manch ein Jungtier ist es überhaupt der erste Kontakt mit dem feuchtkalten Etwas. Auch den Zoologen auf ihrer morgendlichen Runde durch die einzelnen Reviere rangen die verspielten Tiere freudestrahlende Gesichter ab. Was für ein Anblick bei den Rentieren! In halsbrecherischem Tempo fegen die Rener kreuz und quer über die Anlage, pflügen mit ihren Nasen durch den Schnee und lutschen ihn auch genüsslich. Wenn es für die afrikanischen Gnus schon den Begriff der Clowns der Savanne aufgrund ihrer manchmal gezeigten wilden, unvermittelten Sprünge gibt, dann heimsen die Rentiere den Titel „Clowns der Taiga“ derzeit zu Recht ein! Überhaupt sollte man sich einen Zoobesuch unter diesen Umständen nicht entgehen und sich von den tiefen Temperaturen nicht abschrecken lassen. Durch die vielen beheizten Häuser, darunter auch das RWE-Delfinarium mit jeweils zwei täglichen Vorführungen, bietet der Zoo Duisburg genug Möglichkeiten sich aufzuwärmen. Draußen erwarten einen kälteerprobte Tiere wie beispielsweise die Kamele, die in den letzten Monaten ihr Winterfell anlegten und durch gesteigerten Appetit ihre Fett speichernden Höcker kerzengerade präsentieren. Oder gleich zu Beginn am Haupteingang ein prächtiges Farbenspiel, wo sich die knallroten Flamingos im Teich gegen ihre schneeweiße Umgebung farblich herrlich absetzen. Die Winterzeit bietet gerade auch für ambitionierte Fotografen jede Menge an Motiven!

Zoo Krefeld, 18.01.2013
Weiße Pracht im Zoo Krefeld: Viele Tiere genießen den Winter
Herrlich weiß präsentiert sich zur Zeit der Krefelder Zoo mit tief verschneiten Gehegen. Einige Zoobewohner freuen sich besonders über die winterlichen Temperaturen und den Schnee. Schnee-Eulen-Männchen „Harry“ fühlt sich sichtlich wohl in diesem Element, wenn er durch seine Voliere läuft. Nachdem erst kürzlich sein Nachwuchs in die USA umgezogen ist, genießt er die traute Zweisamkeit mit Weibchen „Hermine“. Eigentlich sind sie im Regenwald zu Hause, doch dem Nachwuchs der Sumatra-Tiger scheint der Winter zu gefallen. Ausgelassen toben sie durch ihre Anlage. Die drei jungen Tiger wurden im März 2012 geboren und heißen „Kinnara“, „Keisha“ und „Joao“. Schneeleopard „Patan“ zeigt sein beeindruckendes Gebiss. Für ihn und seine Katze „Dari“ beginnt nun die „heiße“ Phase. Je tiefer die Temperaturen, desto heißer das Gemüt der Hochgebirgsbewohner. Sind die Paarungen erfolgreich, kann sich der Zoo im Mai über Nachwuchs bei seinem Wappentier freuen. Silberrücken-Gorilla „Kidogo“ pausiert ein wenig von seinen sportlichen Aktivitäten. Ihm behagt die Kälte nicht, er bleibt mit seinen Weibchen in der Gorilla-Villa. Auch die tägliche Fütterung um 12.30 Uhr findet derzeit im Haus statt. Die Besucher können die Tiere dort durch die Panoramascheiben beobachten. Die Besucherwege im Zoo sind geräumt und teilweise gestreut. Im Seitenbereich liegt der Schnee noch, somit eignet sich der Zoo nun besonders zum Schlittenfahren. Aufwärmen kann man sich in den Tropenhäusern und auch hier gibt es wie immer Einiges zu entdecken.

Zoo Krefeld, 18.01.2013
Vorschulkinder entdecken den Zoo: Mini-Club erstmals sonntags – Zoo Krefeld passt Angebot an Familienwünsche an
Sehr beliebt ist die Reihe Mini-Club im Krefelder Zoo für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Deshalb sollten Interessierte ihre Kinder schon jetzt anmelden. Ganz neu ist diesmal das Angebot, am Sonntag im Mini-Club den Zoo zu entdecken. Bisher fanden die Kurse immer mittwochs nachmittags statt. Mit der Neuausrichtung passt der Zoo sich an die geänderten Bedürfnisse der Familien an. Der Frühjahrsblock startet am 24. Februar und findet an den darauf folgenden Sonntagen 3., 10. und 17. März, immer von 10.30 bis 12 Uhr statt. Hier geht es darum, den Zoo pur, natürlich altersgerecht und abwechslungsreich zu erleben. Die Kinder lernen folgende Themen kennen: Leben der Tiere, Jungtiere und Familien im Tierreich, Eierleger sowie Pelz und Federschmuck. Im Herbst startet am 8. September um 10.30 Uhr ein zweiter Kurs mit anderen Themen. Er wird an den Sonntagen 15., 22. und 29. September, immer bis 12 Uhr fortgesetzt. Da der Zooführer nicht die Aufsichtspflicht wahrnehmen kann, müssen die Kinder von einem Erwachsenen begleitet werden. Die Kosten liegen bei 65 Euro für ein Kind mit einer Begleitung. Ein Kind und zwei Erwachsene zahlen 85 Euro inklusive Eintritt. Jahreskarten werden angerechnet. Eine Anmeldung ist möglich montags und donnerstags von 11 bis 15 Uhr unter Telefon 02151 955213. Weitere Infos gibt’s auch unter www.zookrefeld.de.

Zoo Krefeld, 18.01.2013
Führung „Liebesleben im Zoo“: Im Zoo ist das ganze Jahr Valentinstag – Anmeldung ab sofort, auch Gutscheine erhältlich
Wenn mitten im Winter am Valentinstag die Herzen für den geliebten Menschen schneller schlagen, werben Menschen auf vielerlei Weise um die Gunst des anderen Geschlechts. Im Zoo hingegen ist das ganze Jahr Valentinstag. Hier wird unabhängig von den Jahreszeiten gebalzt und geworben. Viele spannende, heitere und amüsante Geschichten rund um das Liebesleben der Tiere bietet eine romantische Zooführung zum Valentinstag am Samstag, 16. Februar, ab 14 Uhr. Nach dem Rundgang gibt es in der Zooscheune einen Sekt und Fingerfood mit herzerwärmenden indischen Gewürzen. Alle teilnehmenden Damen dürfen eine Rose mit nach Hause nehmen. Schneeleoparden kommen bei Frost in Stimmung. Bei den Kleinen Pandas genießen Männchen und Weibchen die verliebte Jagd im Schnee. Hier wird jetzt für Nachwuchs gesorgt, der mit etwas Glück im Juli geboren wird. Der Pfau schlägt sein Rad erst wieder im Frühling. Wie viele andere Vögel wird er mit zunehmender Tageslänge wieder aktiv. In den Tropenhäusern ist das ganze Jahr Saison. Im Gorilla-Garten haben sich Kidogo und seine beiden Weibchen Muna und Oya harmonisch zusammengefunden. Zur Paarung haben sich Kidogo und Muna dann gerne ins „Separee“, den für Besucher nicht einsehbaren Raum in der Gorilla-Villa, zurückgezogen. Die Kosten für die Valentinstags-Führung betragen 23 Euro pro Person inklusive Eintritt. Gerne stellt der Zoo Gutscheine aus. Anmeldung ist ab sofort montags und donnerstags von 11 bis 15 Uhr unter Telefon 02151 955213 möglich. Für die Planung bittet der Zoo alle Interessierten darum, sich möglichst frühzeitig anzumelden.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 18.01.2013
EXOTISCHE TIERE IM SCHNEETREIBEN
Jaguare und Geparde im Schnee: Ein ungewöhnliches Bild, das sich derzeit im Tiergarten Schönbrunn bietet. Mit seinen mächtigen Pranken stapft das Jaguar-Weibchen durch die dicke Schneedecke. „Jaguare sind in Mittel- und Südamerika heimisch. Bei uns im Tiergarten können die exotischen Großkatzen im Winter immer wieder kurz ins Freie. Sie haben ein gut geheiztes Innengehege, wo sie sich nach dem Spazieren im Schnee wieder aufwärmen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auch die Geparde schätzen im Winter ihr warmes Plätzchen mit Fußbodenheizung. In der Außenanlage versinken die majestätischen Tiere derzeit bis zu den Knien im Schnee. Schratter: „Es bereitet ihnen aber sichtlich Spaß, durch die weiße Pracht zu jagen und die Schneeflocken durch die Luft zu wirbeln.“ Für viele Besucher ist das überraschend, weil Geparde sonst unter der heißen Sonne Afrikas durch die Savanne streifen, aber auch in Südafrika sind Nachttemperaturen um die 0 Grad keine Seltenheit. Die Mitarbeiter des Tiergartens hatten aufgrund des starken Schneefalls alle Hände voll zu tun, um die Anlagen und Besucherwege frei zuschaufeln. Für einen stimmungsvollen Winterausflug ist der Tiergarten Schönbrunn jetzt genau die richtige Adresse. Nicht nur die Tiere können sich in den Häusern aufwärmen, sondern auch die Besucher. Im Regenwaldhaus, im Vogelhaus oder im Aquarienhaus kann man dem Winter entfliehen. In den Betrieben der Tiergarten-Gastronomie kann man sich für den Spaziergang durch den winterlichen Zoo stärken.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, 17.01.2013
Seltener Nachwuchs beim Kleinen Mara im Tierpark Berlin
Der Kleine Mara, auch Zwergmara genannt, ist der nächste Verwandte der Meerschweinchen und wird zoologisch in dieselbe Nagetierfamilie gestellt. In europäischen Tiergärten wird diese Art nur sehr selten gezeigt und so ist die bisher vierköpfige Familiengruppe im Tierpark Berlin die einzige in einem deutschen Zoologischen Garten. Am 8. Januar wuchs die Gruppe durch die Geburt eines Jungtieres auf nunmehr fünf Köpfe an. Die erfahrene Mutter „Josi“ kümmert sich gut um ihr drittes Jungtier. Wie alle Meerschweinverwandten hat auch der Zwergmara mit etwa 77 Tagen eine relativ lange Tragzeit und als Ergebnis kommen die 1-2 Jungtiere als Nestflüchter, sprich voll entwickelt mit offenen Augen, vollständig behaart und lauffähig, zur Welt. Das aktuelle Jungtier ist ein Weibchen und wog am Tag der Geburt 260 Gramm. Charakteristisch für den Kleinen Mara sind seine langen Hinterextremitäten, die 4-5 Zentimeter langen Ohren sowie ein Leben in einem sehr heißen und trockenen Lebensraum, dem Chaco in Zentralsüdamerika (Paraguay, Argentinien und Bolivien), wo im Sommer Temperaturen bis 46 Grad Celsius erreicht werden können. Dort besiedelt die tagaktive und gesellig lebende Art vor allem Buschland. In der Nacht und zum Schutz ziehen sie sich in selbstgegrabene Erdbauten zurück.

Zoologischer Garten Magdeburg, 17.01.2013
Junge Schneeleopardin nach Kasan gereist
Die knapp 2-jährige Schneeleopardin Theophanu ist nach Kasan/Tatarstan (Russland) umgezogen, um dort eine Familie zu gründen. Die junge Leopardin hatte sich einige Tage lang mit der Transportkiste „anfreunden“ können – entsprechend bereitwillig nahm sie denn auch für die Reise ins ferne Russland Platz. Inzwischen ist Theophanu gut angekommen und hat bereits ihre erste Mahlzeit im neuen Zoo zu sich genommen. Damit hat es nun beide Magdeburger „Schnee-Ottonen“, Theophanu wie Otto II., im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) in den Osten gezogen. Während Theophanu zukünftig im Zoo und Botanischen Garten von Kasan für Nachwuchs sorgen soll, war das zweite Jungtier, Otto II., bereits im Herbst ins kasachische Alma-Ata gereist. Die Jungtiere waren 2011 im Rahmen der Ottokampagne der Stadt Magdeburg auf die Namen des Ehepaars Otto II. und Theophanu getauft worden und folgten damit ihrem großen Bruder „Otto I.“, der heute in Köln lebt. Seit 2008 ist der Zoo Magdeburg Partner des Snow Leopard Trusts. Mit 5000 US-Dollar jährlich unterstützt die Aktion Naturschutz des Zoologischen Gartens das Schneeleoparden-Schutzprojekt im nordindischen Spiti Valley. Durch die Zoospenden gelang es, die Umweltbildungsarbeit in Indien zu forcieren und die Aufklärungsarbeit zum Schutz des Schneeleoparden voranzutreiben. Schneeleoparden gehören zu den stark bedrohten Katzenarten. In ihrem Verbreitungsgebiet, das sich vom Hindukusch im Westen bis nach Osttibet erstreckt, wird die Populationsdichte immer spärlicher, und die Verbindungen zwischen den Lebensräumen sind teilweise unterbrochen. Neben dem Lebensraumverlust spielt auch die Wilderei/ Jagd eine große Rolle, die zum Rückgang des Schneeleoparden-Bestandes geführt hat. Die Leoparden werden in einigen Regionen als vermeintlicher Viehdieb gejagt oder als Lieferant für die chinesische Medizin getötet.

Allwetterzoo Münster, 17.01.2013
Es ist ein Junge! Das fünf Tage alte Gorillababy im Allwetterzoo Münster hat ein Schniedelchen…
Jetzt ist es amtlich: Das Gorillababy im Allwetterzoo Münster, das am vergangenen Sonntag auf die Welt kam, ist ein Junge! Die Tierpfleger haben lange geschaut, doch immer hielt Mutter Changa-Maidi ihre Hand so, dass kein prüfender Blick möglich war. Gestern war die Gorillamutter vermutlich das Rätselraten und ständige Nachschauen durch die Tierpfleger leid. Als Revierleiter Reiner Gosing und sein Kollege Peter Bein am Nachmittag Futter brachten, kam Changa ganz nah heran und zeigte stolz den Beiden ihren Nachwuchs. Das Schniedelchen war deutlich zu erkennen. Also hat der fünfjährige Thabo einen Bruder! Bis er mit ihm spielen darf, wird aber noch einige Zeit vergehen… Der noch namenlose Gorillajunge ist der dritte Nachwuchs der 16jährigen Changa-Maidi, die sich bis vor kurzem intensiv um ihren fünfjährigen Sohn Thabo gekümmert hat. Vater ist der „Silberrücken“ N’Kwango, ebenfalls 16 Jahre alt. Außer Thabo und seinem Brüderchen wird es ab August hoffentlich ein drittes Gorillakind in Münster geben, denn die elfjährige Shasha ist trächtig! Das junge Gorillaweibchen war erst im September 2012 aus dem Wild Animal Park Howletts in Großbritannien nach Münster gekommen.

Tiergarten Nürnberg, 17.01.2013
Das Jahr 2012 im Tiergarten Nürnberg
Das vergangene Jahr im Tiergarten der Stadt Nürnberg war erfolgreich. Mit 1.095.481 Besuchern blieb das Ergebnis zwar 10,5% unter dem Vorjahresergebnis, aber mit 17% über dem Jahresergebnis von 2010 immer noch in der Höhe des Fünf-Jahresdurchschnitts, in den die beiden Rekordjahre 2008 und 2011 (Flocke und Lagune-Eröffnung) eingeflossen sind. Den Veranstaltungskalender bestimmte das Jubiläum zum hundertjährigen Bestehen des Tiergartens. Begleitet wurde das Jahr durch das Entstehen der Jubiläumsskulptur des Nürnberger Bildhauers Christian Rösner im Garten der Direktorenvilla – vor den Augen der Tiergartenbesucher. Bürgermeister Horst Förther enthüllte die Skulptur am Donnerstag, 17. Januar 2013, an ihrem heutigen Standort im Eingangsbereich des Tiergartens. Christian Rösner ist für die Tiergartenbesucherinnen und Besucher kein Unbekannter. Von ihm stehen bereits eine Gorillafigur aus Beton am Affenhaus und ein als Tierplastik mit Murmeltier und Steinadler gestalteter, abgestorbener Kiefernbaum am Steinbockgehege. Futterbedarf: Die Tiere im Tiergarten Nürnberg hatten natürlich auch in 2012 einen äußerst vielfältigen und reichlichen Nahrungsbedarf. Die Futtermittelstatistik erfasst Obst wie 9,6 to Äpfel, 680 Ananas, 2,3 to Bananen, 1 to Orangen, 9700 Kiwi, außerdem Gemüse wie 1,2 to Auberginen, 915 kg Broccoli, 1,8 to Chinakohl, 39,5 to Karotten, 10116 Köpfe Salat, 2,1 to Paprika, 29,7 to Kartoffeln, 4,5 to Rote Rüben und beinhaltet neben 27,2 to Fleisch und 63,9 to Fisch, 4 to Tintenfisch 39.125 Küken, 8.540 Mäuse und 4.080 Ratten auch Grillen, Mehlwürmer, Obstfliegen und Quark. Unter den selbst angebauten Futtermitteln spielten 143,5 to Runkelrüben und 153 to Heu wieder eine bedeutende Rolle in der Gesamtversorgung. Neben 23,8 to Kraftfutter für Wildtiere wurde etwa eine Tonne Salzlecksteine ausgelegt. Tierbestand: Die Inventur zum Jahresabschluss erfasste 2.747 Tiere aus 270 verschiedenen Arten, darunter 204 Arten von Wirbeltieren mit 1812 Individuen. Mit dem Panzernashorn PURANA und dem Schabrackentapir INDIA hat der Tiergarten zwei Tierpersönlichkeiten verloren. Auf der anderen Seite waren mit den Nachzuchten unter anderem von vier Totenkopfäffchen, fünf Geparden, zwei Schneeleoparden, fünf Kropfgazellen, sechs Rosa Pelikanen, vier Roten und fünf Chile Flamingos, Rotaugenlaubfröschen, Zagros-Molchen, Pantherchamäleons viele erfreuliche Erfolge zu verzeichnen. Bei den Tiertransfers mit anderen Zoos sind die „Heimkehr“ des Delphins ANKE und die Zugänge von dem Panda-Mann REX junior und der Seekuh LUNA zu nennen. Der Nürnberger Giraffenbulle CARLO ging nach Athen und im Gegenzug kam der blutsfremde Bulle LEON aus Stuttgart. Für die Wiederansiedelung der Uralkäuze stellte der Tiergarten vier Vögel zur Auswilderung im Biosphärenreservat Wienerwald zur Verfügung. „Ein leichtes Plus für die Zooschule …“: Im Jahr 2012 wurden 252 Gruppen mit 6.473 Personen zoopädagogisch betreut – knapp 2% mehr als im Vorjahr (248 Gruppen / 6347 Personen). Mit wenigen Ausnahmen besuchten die Gruppen auch die Präsentationen der Seelöwen und der Delphine in der Lagune (ca. 95%). Der Rekordmonat war der Juli, in dem 71 Gruppen die Dienste der Zooschule nutzten, während in den Wintermonaten Dezember und Januar lediglich fünf Gruppen gezählt wurden. Über sämtliche 12 Monate betrachtet glich das Verteilungsmuster wieder dem der Vorjahre. Auch nach Schultypen differenziert ergab sich 2012 die gleiche Reihung wie im Vorjahr: Die Grundschulen stellten mit 36,1% das größte Kontingent, gefolgt von den Realschulen und Unterstufen der Gymnasien mit 23,8% sowie den Haupt- und Mittelschulen mit 11,9%. Alle anderen Teilgruppen blieben unter zehn Prozent. Von den 252 Gruppen kamen lediglich 84 aus Nürnberg (Vorjahr 98), 90 aus dem restlichen Mittelfranken (Vorjahr 100) und 78 von Orten außerhalb des Bezirks (Vorjahr 50). Hinzu kamen 892 Führungen und Sonderprogramme der Zoobegleiter wie Projekttage und Zeltlager. Darunter acht Zooschullandheime, ein Lehrercamp, eine Übernachtung im Blauen Salon und zwei Workshops zur Zootierbeschäftigung. Insgesamt beteiligten sich 6.701 Erwachsene und 2.692 Kinder an den Programmen. Das bedeutet einen Zuwachs in allen Bereichen. Besonders beliebt waren bei den Nachmittagen beim Lieblingstier die Pinguine, Giraffen und Totenkopfäffchen. In 2013 wird das Angebot des Schullandheims weiterentwickelt. Bereits jetzt sind elf Veranstaltungen fest gebucht. Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit: Das Jubiläumsjahr zeichnete sich durch eine breite Veranstaltungspalette aus. Bereits der Stand des Tiergartens auf der Freizeitmesse Anfang März 2012 wie auch der Thementag des Tiergartens zum Saisonauftakt am Sonntag, 25. März 2012, standen unter dem Titel „Tiergarten Nürnberg im Wandel der Zeit“. Pünktlich zum 100. Geburtstag am Freitag, 11. Mai 2012, eröffnete Bürgermeister Horst Förther das Jubiläumsjahr und Christian Rösner begann mit der Arbeit an der Jubiläumsskulptur. Auch die Zoobegleiter begaben sich zum Geburtstag auf Tour und stellten den Tiergarten am Luitpoldhain, dem ersten Standort des Zoos, vor. Weitere Stationen waren unter anderem das Tiergärtnertor, der Hauptbahnhof und der Hauptmarkt. Das Jubiläumsfest feierte der Tiergarten am Samstag, 12. Mai 2012 mit Geburtstagstorte und vielen interessanten Mitmachangeboten. Der ehemaliger Stadtgrafiker Fritz H. Oerter signierte sein Jubiläumsplakat. Am Samstag, 19. Mai 2012, beteiligte sich der Tiergarten erstmals an der lauen Nacht. Zusammen mit dem Berliner Fotografen Sven Hoffmann
projizierte der Tiergarten künstlerische Unterwasseraufnahmen aus der Reihe „aqua delphinidae“ auf eine Großleinwand und bespielte eine Wasserleinwand. Am Donnerstag, 24. Mai 2012, lud Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly anlässlich des Tiergartenjubiläums zu einem Festakt in den Historischen Rathaussaal ein. Weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr waren die Sommerabende im Tiergarten. Am Samstag, 21. Juli 2012, öffnete der Zoo einen Teil seines Geländes für individuelle Streifzüge in der Abenddämmerung. Am Donnerstag, 16. August und Freitag, 17. August 2012, beteiligte sich der Tiergarten am 25. Sommernachtfilmfestival. Hinzu kamen mehrere Programmpunkte im Kontext der Stadt(ver)führungen unter dem Motto „Brücken“ am Wochenende vom 21. bis 23. September 2012 und die Fledermausnacht im Tiergarten am Dienstag, 2. Oktober 2012. Das Veranstaltungsjahr endete mit der traditionellen „Lebenden Krippe“ im Kinderzoo in der Adventszeit. In 2012 richtete der Tiergarten die Jahrestagung des Verbands Deutscher Zoodirektoren vom 6.-10. Juni 2012 und die Jahrestagung des Vereins „Zoogrün e.V.“, einer Interessengemeinschaft von Zoomitarbeitern im gärtnerschen Bereich, vom 6.-9. September 2012 aus. Am Wochenende vom 13. und 14. Oktober 2012 feierte die am Tiergarten Nürnberg beheimatete Artenschutzgesellschaft, Yaqu Pacha , ihr 20jähriges Bestehen. Die im Rahmen des Jubiläums entstandene Wanderausstellung „100 Jahre Tiergarten“ wurde im Naturkundehaus im Tiergarten, in der Ehrenhalle im Alten Rathaus und in Filialen der HypoVereinsbank in Bayreuth und Erlangen gezeigt. Ab Februar 2013 ist die Ausstellung in der HypoVereinsbank in Fürth zu sehen. Ab Ende April 2012 bis Januar 2013 beteiligte sich der Tiergarten an der Sonderausstellung „Aug‘ in Aug‘ mit 1000 Tieren“ im Industriemuseum Lauf. Mit zwei weiteren Ausgaben im März und Oktober 2012 etablierte sich die Tiergartenzeitung als nachgefragte Beilage der lokalen Zeitungen des Verlags Nürnberger Presse. Im vergangenen Jahr hielt der Tiergarten Nürnberg bei 25 Presseterminen und mit weiteren 46 Tiergarteninformationen und sechs Internetinformationen die Medienvertreter auf dem Laufenden. Die Themen wurden von lokalen und regionalen Medien stets aufgegriffen.

Dieser Beitrag wurde unter Augsburg, Berlin, Duisburg, Krefeld, Magdeburg, Münster, Nürnberg, Oberhausen, Osnabrück, Sea Life, Stuttgart, Wien, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.