Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

30.01.2013 Tiergarten Nürnberg
Neuer Gorilla für den Tiergarten Nürnberg
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat einen neuen Gorilla. Das Gorillaweibchen Louna kam am Mittwoch, 30. Januar 2013, gegen Mittag aus dem Zoo Leipzig in den Nürnberger Tiergarten. Der Transport verlief problemlos. Um 13.13 Uhr verließ Louna die Transportkiste und begann damit, den Käfig zu inspizieren. Schon nach kurzer Zeit verspeiste sie mit großem Appetit Gemüse. Louna wurde am 17. Juli 2006 in Leipzig geboren und ist Tochter des Männchens Gorgo und des Weibchens Bebe, die am 5. März 2001 aus Arnheim (Niederlande) in das neue Pongoland nach Leipzig übersiedelten und inzwischen im Darwineum in Rostock leben. Grund des Umzugs ist die Unverträglichkeit mit dem neuen Haremschef im Leipziger Zoo und die langfristige Planung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für den Tiergarten Nürnberg. Mit dem Einzug der noch nicht geschlechtsreifen Louna soll in Nürnberg damit begonnen werden, einen neuen Harem für die Zeit nach Fritz aufzubauen, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird. Im Gegenzug soll das Gorillaweibchen Hakuna im Frühjahr in eine andere Zuchtgruppe umziehen, da Fritz zu ihr eine Art Vater-Tochter-Beziehung aufgebaut hat und sich seit Jahren nicht mehr mit ihr paart.

30.01.2013 Zoo Leipzig
Komodowaranweibchen in Gondwanaland zu sehen – Veränderungen bei den Gorillas
Die beiden Komodowaranweibchen Festus und Pantai sind aus der rückwärtigen Tierhaltung in die Tropenerlebniswelt Gondwanaland umgezogen und ab sofort für die Besucher des Zoo Leipzig zu sehen. Allerdings benötigen die beiden Zweijährigen auch weiterhin ein eigenes Gehege und können noch nicht gemeinsam mit dem achtjährigen Männchen Kampung leben. Dieser würde die jungen, noch kleinen Weibchen fressen. Festus und Pantai waren im vergangenen Jahr im Rahmen eines Austausches zwischen dem europäischen und US-amerikanischen Zuchtprogramm in den Zoo Leipzig gekommen. Ziel des internationalen Projektes ist es, die genetische Variabilität für die weitere Zucht der vom Aussterben bedrohten Komodowarane (Varanus komodoensis) zu vergrößern, um mittelfristig eine stabile, selbsterhaltende Population auf beiden Kontinenten aufbauen zu können.
Darüber hinaus gibt es Veränderungen bei den Gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in Pongoland. Für das Gorillaweibchen Louna (geb. 13.07.2006 in Leipzig) stand heute ebenfalls ein Umzug an: Die Sechsjährige hat den Zoo in Richtung Nürnberg verlassen. Nach andauernden Auseinandersetzungen mit dem neuen Silberrücken Abeeku in Pongoland, bei denen deutlich wurde, dass dieser das Weibchen nicht akzeptieren wird, musste sie zuletzt von den übrigen Gorillas separiert gehalten werden. Um künftig wieder artgerecht in einer sozialen Gruppe zu leben und perspektivisch Nachwuchs bekommen zu können, wird sie auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungs-zuchtprogramms (EEP) in die bestehende Nürnberger Gruppe integriert. In Leipzig hat sich in den vergangenen Wochen hingegen Kumili (geb. 23.01.2004) eingelebt. Das neun Jahre alte Weibchen war im November aus Chessington (Großbritannien) gekommen und wird seit Ende der Quarantäne bislang erfolgreich in die Gruppe eingewöhnt. Damit leben in Pongoland neben dem Silberrücken vier weibliche Gorillas.

30.01.2013 Zoo Heidelberg
Quietschfideler Nachwuchs bei den Kurzkrallenottern im Zoo Heidelberg
Seit kurzem können die Zoobesucher zwei junge Kurzkrallenotter, die im Oktober 2012 im Zoo Heidelberg zur Welt kamen, bestaunen. Dieser unerwartete Zuwachs lies die quirlige Otterbande auf insgesamt sieben Mitglieder anwachsen. Anfangs hatten die beiden äußerst empfindlichen Neugeborenen noch mit den Temperaturen zu kämpfen und waren kurzzeitig etwas unterkühlt. Mittlerweile sind sie aber wieder vollkommen fit und erkunden in tapsigen Schritten ihr Gehege. Dennoch sind die Zoomitarbeiter natürlich noch immer wachsam, damit die beiden kleinen Otter sich auch weiterhin bester Gesundheit erfreuen. Die lebhaften Kurzkrallenotter sind bei Zoobesuchern jeden Alters sehr beliebt. Mit ihrer aufgeweckten Art und den kleinen braunen Knopfaugen schaffen sie es, einfach alle in ihren Bann zu ziehen. Wenn die Otter verspielt durch ihr Gehege springen, geschickt durchs Wasser gleiten oder alle zusammen kuschelnd auf einem Felsen liegen, könnte man fast vergessen, dass sie keine süßen Kuscheltiere sind, sondern kleine Raubtiere mit messerscharfen Zähnen und Krallen.Aufgrund der niedrigen Temperaturen tollt die Otterfamilie derzeit nicht immer in ihrer gewohnten Außenanlage, sondern ist manchmal auch gleich nebenan in einem kältegeschützten Innengehege wunderbar zu beobachten.

30.01.2013 Wilhelma Stuttgart
Von Okapi-Amme und Tierpflegern aufgezogen: Die Okapi-Waise Nyota ist über den Berg
Das im Juni 2012 geborene Okapi-Kalb Nyota hatte einen schweren Start – nur 16 Tage nach seiner Geburt war seine Mutter Kabinda gestorben. Glück im Unglück: Die Kuh Ibina sprang als Amme ein, zusätzlich erhielt Nyota Milchnahrung aus der Flasche. Der in einem Zoo bis dahin einmalige Versuch gelang. Inzwischen wiegt Nyota 108,4 Kilogramm – wie eine neue Großtierwaage aufs Gramm genau belegte – und ist somit aus dem Gröbsten heraus. „Wenn Nyota ein Jahr alt ist, feiern wir eine Party“, erklärt der Revierleiter für Afrikanische Huftiere, Daniel Wenning. Einen Grund zu feiern gibt es dann in der Tat. Denn erstens ist die Geschichte Nyotas bislang einmalig. Zweitens haben das Pflegerteam, die Kuratorin und die Wilhelma-Tierärzte viel Arbeit in das Überlebensprogramm des wertvollen Jungtiers investiert – und sogar externe Experten einbezogen. Zum Beispiel in Sachen Spezialmilch. Um eine solche zu entwickeln, hat das Chemische Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA) zunächst die Zusammensetzung der letzten Muttermilch von Kabinda sowie die der Amme Ibina ermittelt. Die Milupa-Forschungsabteilung ertüftelte auf dieser Basis ein individuelles Ersatzmilchrezept. Und die Pfleger servierten das nahrhafte Ergebnis Nyota mehrmals täglich aus der Flasche. Damit sollte die Amme Ibina entlastet werden – schließlich hatte diese direkt vor der „Adoption“ bereits ein eigenes Kalb aufgezogen. Zusätzlich klügelten die Tierärzte gemeinsam mit einer Ernährungsberaterin der Uni Hohenheim für Ibina einen Speiseplan aus, der sie bei Kräften halten sollte. Das Zusammenspiel gelang, Nyota wuchs und gedieh. Zwei Monate nach der Geburt dann ein weiteres gutes Zeichen: Nyota hatte Kot abgesetzt – zum ersten Mal! Diese erstaunlich späte Produktion von Hinterlassenschaften in einem Alter zwischen 26 und 74 Tagen ist für Okapi-Kälber normal, allerdings nur von diesen bekannt und selbst der Wissenschaft noch ein Rätsel. Die Vorteile für in der Wildnis geborene Okapis allerdings liegen auf der Hand: Ohne Ausscheidungen gibt es auch weniger Gerüche, die Fressfeinde anlocken. Bei Nyota hat das ausgeklügelte Ernährungsprogramm, das ab dem dritten Monat durch feste Nahrung wie Luzerne, Gemüse und Blätter ergänzt wurde, jedenfalls gut angeschlagen. Sehr gut sogar: „Für ihr Alter ist Nyota mit über 100 Kilo ganz schön kräftig. Aber ein paar Reserven schaden in der Winterkälte ja nichts“, erklärt Daniel Wenning. Denn Kälte vertragen Okapis, die aus den tropischen Wäldern Zentralafrikas stammen, nicht besonders. Bei Frost sind die Tiere daher meist im beheizten Giraffenhaus anzutreffen, wo sie jedoch aus größerer Nähe zu sehen sind als im Freigehege. Auch Nyota hat hier jetzt eine eigene Schaubox, wo die Besucher sie in Ruhe betrachten können. Und das lohnt sich, denn Nyota ist „ein Bild von einem Okapi“, da sind sich Pfleger und Zoologen einig. Auch werde es langsam Zeit, dass Nyota sich abnabelt und wie ein „normales“ Okapi behandelt wird, so Wenning. Von der Milchflasche habe sie sich quasi selbst schon entwöhnt, und auch bei Ibina werde sie wohl nicht mehr lange nuckeln, zumal kaum mehr Milch fließen dürfte. Außerdem hat sich Nyotas Lebensretterin eine Babypause nun redlich verdient. Wenn weiterhin alles gut geht und das Europäische Erhaltungszuchtprogramm zustimmt, darf Nyota in der Wilhelma bleiben. Dann kann sie in rund drei Jahren mit Vitu, dem zweiten Bullen neben Nyotas Vater Xano, selbst zur Erhaltung ihrer bedrohten Art beitragen.

30.01.2013 Zoologischer Garten Halle
Malaysische Tigerin „Girl“ erlag einem Herzstillstand
Infolge eines Bruches im Schaft des künstlichen Hüftgelenkes, welcher die Verankerung zum Oberschenkel herstellt, musste die malaysische Tigerin „Girl“ aus dem Zoo Halle erneut chirurgisch behandelt werden. Ein Team aus acht Tierärzten nahm den Eingriff am 27. Januar 2013 vor. Nach einer 150-minütigen Narkosedauer trat bei „Girl“ ein plötzlicher Herzstillstand auf. Alle sofort eingeleiteten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Malaysische Tigerin erhielt vor zwei Jahren in der Klinik für Kleintiere der Universität Leipzig ein künstliches Hüftgelenk. Damit wurde erstmalig weltweit einem Tiger eine solche Prothese erfolgreich implantiert. Zur genauen Abklärung der Todesursache sowie den möglichen Ursachen für den Hüftgelenk-Schaftbruch wird der Körper von Girl obduziert. Die ersten Ergebnisse werden voraussichtlich in einer Woche vorliegen. Der Zoo Halle bedauert den Verlust des wertvollen Zuchtweibchens sehr, insbesondere da die Genesung der Tigerin bisher erfolgreich war und malaysische Tiger zu den besonders schützenswerten Arten gehören, welche nur von wenigen europäischen Zoos gehalten werden. Damit verbleibt im Zoo Halle noch das malaysische Tigerpaar „Cindy“ und „Sompon“.

28.01.2013 Zoo Frankfurt
Nachwuchs bei den Netzgiraffen
Am 12. Januar 2013 kam im Zoo Frankfurt Netzgiraffen-Junge JENGO zur Welt. Mutter CHIRA kümmert sich routiniert um ihren Nachwuchs, der schon flink durch das Gehege läuft. „Das Jungtier wurde, wie bei Huftieren in der Regel üblich, nachts geboren, wenn es im Zoo besonders ruhig ist. Als die Tierpfleger am Morgen zur Arbeit kamen, war der Kleine da“, berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Mutter CHIRA (17) verhält sich ruhig und routiniert. Sie hat Übung: JENGO (Swahili: stark) ist ihr siebtes Kind. Und auch für Bulle HATARI (14) gilt: Vater werden ist nicht schwer, denn JENGO ist sein 22. Nachkomme. Und das Vatersein wird für ihn wohl kaum schwerer, denn zunächst wird sich HATARI nicht weiter um seinen Sohn kümmern. Die kleine Netzgiraffe kam mit einem Gewicht von 62,6 kg und einer Größe von 1,78 m zur Welt. „JENGO verhält sich für eine kleine Giraffe völlig normal. Er ist unproblematisch und mag es warm und hat sich daher sofort die wärmste Stelle im Stall als Liegeplatz ausgesucht“, so Niekisch. Die Pfleger haben ihm an seinem Lieblingsplatz ein Strohnest gebaut und einen Heizstrahler aufgehängt. Die erste Zeit verbringen Mutter und Kind getrennt von Vater HATARI und der Gruppe, um sich in Ruhe aneinander gewöhnen zu können. Deswegen war das Giraffenhaus auch für die ersten Tage nach der Geburt geschlossen. Kleine Giraffen werden bis zu einem Jahr lang gesäugt. Sie interessieren sich aber schon früh für anderes Futter und fangen ab dem 21. Tag an, Grünfutter aufzunehmen. Netzgiraffen werden seit 1993 erfolgreich im Zoo Frankfurt gezüchtet. Ab dem 29. Januar ist das Giraffenhaus wieder täglich geöffnet, allerdings erst ab 11.00 Uhr, um den Tieren noch etwas Ruhe zu gönnen.

28.01.2013 Tierpark Berlin-Friedrichsfelde
Fortan gibt es sieben Goldtakine im Berliner Tierpark zu sehen!
Vor drei Jahren erhielt der Tierpark Berlin im Rahmen einer Zuchtleihgabe vom tschechischen Zoo Liberec erstmalig drei Goldtakine (Budorcas taxicolor bedfordi). Damals waren diese drei Goldtakine die ersten, welche jemals in Deutschland zu sehen waren. Im Rahmen der Zuchtgemeinschaft zwischen dem Zoo Liberec und dem Tierpark Berlin wechselten in der letzten Woche nun vier weitere Goldtakine in den Berliner Tierpark und verstärken die Herde nun auf insgesamt sieben Tiere. Bei den vier wertvollen Neuzugängen handelt es sich um die anderthalbjährigen Halbbrüder „Kim“ und „Lino“ sowie das 2006 geborene Weibchen „Cadence“ mit ihrer neun Monate alten Tochter. Die vier Neuankömmlinge konnten ohne Schwierigkeiten mit den drei alteingesessenen Tieren zusammengewöhnt werden und gerade die Männchen mit ihrem goldfarbenen Fell bieten im Schnee ein eindrucksvolles Bild. Der Goldtakin ist die nördlichste der drei Unterarten des Takin und kommt ausschließlich in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi im Qinling-Gebirge vor. Dort besiedelt der Goldtakin gemäßigte Laub-, Laubmisch- und Nadelwälder zwischen 1500-3700 m Höhe. Kennzeichnend und namensgebend ist sein gelbliches bis strohfarbenes Fell, bei den Männchen ist es besonders intensiv gefärbt und wirkt fast goldfarben. Diese wunderschöne Färbung ist der Grund, warum der Goldtakin in Verbindung mit dem sagenhaften Goldenen Vlies gebracht wird, welches Jason aus dem Kaukasus nach Griechenland brachte. In China genießt der Goldtakin den gleichen Schutzstatus wie der Große Panda, mit dem er sich auch den Lebensraum teilt. In der westlichen Welt war der Goldtakin vor dem Jahr 2002 nicht zu sehen. Der Zoo Liberec war 2002 der erste westliche Zoo, dem es gelang, den Goldtakin aus China zu erhalten. Unser Dank für die wertvollen und seltenen Tiere gilt dem Zoo Liberec.

28.01.2013 Zooschule Heidelberg
Federn, Stacheln, Ringelschwanz – Kunterbunter Kinder-Karneval im Heidelberger Tiergarten
Am 11. Februar 2013, an Rosenmontag, findet eine besondere Faschingsveranstaltung statt: Der Zoo-Karneval für Kinder und Jugendliche ab fünf Jahren. Zwischen 14.00 und 17.00 Uhr finden die jungen Narren heraus, wofür den Tieren ihre Kostüme mit bunten Federn, langem Fell oder gedrehten Hörnern dienen. Die Kinder erkunden mit den Zoorangern den unglaublichen Reichtum an Farben und Formen in der Natur. Besonderen Spaß macht es, selbst in die Rolle verschiedener Tiere zu schlüpfen. Außerdem gehen sie vielen interessanten und witzigen Fragen nach: Wieso läuft das Zebra gestreift herum? Kann sich das Chamäleon wirklich grün und blau ärgern? Trägt der Hirsch sein Geweih zur Zierde oder ist der Kopfschmuck eine Notwendigkeit? An diesem Nachmittag ist man ganz dem Sinn und Zweck der vielfältig gemusterten Pelze, Stacheln oder auch Schmetterlingsflügel auf der Spur… Lassen sich etwa Entendamen vom farbenprächtigen Federkleid der Erpel beeindrucken, so dient dem Tiger sein gestreiftes Fell im Dschungel besonders gut zur Tarnung. Und das Hermelin hat für Sommer und Winter gleich zwei verschiedene Anzüge vorzuweisen. Am Ende der kurzweiligen Veranstaltung bekommt jeder Teilnehmer noch eine kleine Überraschung. Natürlich darf das traditionelle „HELAU“ nicht fehlen: Manche tierischen Bewohner des Zoos bekommen statt Bonbons und Konfetti gesunde Leckerlis zugeworfen. Übrigens sollen die jungen Tierforscher gerne geschminkt und verkleidet kommen, denn sowohl Tiere als auch Zoomitarbeiter sind natürlich auf die lustigen Kostüme der Kinder gespannt!Zoo-Karneval: am Rosenmontag, dem 11.02.2012 von 14:00 – 17:00 Uhr. Eine Veranstaltung für Kinder von 5 – 12 Jahren.

28.01.2013 Tiergarten Schönbrunn Wien
TIERGARTEN ERHÄLT DREI GIANT PANDA ZOO AWARDS
Der Tiergarten Schönbrunn hat bei den ersten Giant Panda Zoo Awards gleich in drei von insgesamt zehn Kategorien gewonnen. Rund 28.000 Stimmen wurden bei der Online-Wahl von Pandafans und Experten aus 130 Ländern weltweit abgegeben. Der erste Schönbrunner Panda-Nachwuchs Fu Long, der im November 2009 in die chinesische Pandazucht- und Forschungsstation Bifengxia in China übersiedelt ist, bekam in der Kategorie „Beliebtester Heimkehrer-Panda“ die meisten Stimmen und holte damit Gold. Silber in der Kategorie „Panda-Pfleger des Jahres“ ging an die Schönbrunner Pandapflegerin Renate Haider, die die Pandas im Tiergarten seit fast zehn Jahren betreut und auch Panda-Nachwuchs Fu Hu in seine neue Heimat China begleitet hat. „Ich fühle mich sehr geehrt und weiß es zu schätzen, so tolle Tiere betreuen zu dürfen“, freut sich Haider über die Auszeichnung. Auch der zweite Schönbrunner Pandabub Fu Hu hat einen Award gewonnen – Bronze in der Kategorie „Panda-Persönlichkeit 2012“. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Wir freuen uns sehr über die drei Auszeichnungen. Der Preis ist eine tolle Idee, weil er Aufmerksamkeit auf diese bedrohte Tierart lenkt.“ Dies ist auch das Anliegen des Panda-Experten Jeroen Jacobs, Betreiber der Panda-Seite GiantPanda.com der die Giant Panda Zoo Awards ins Leben gerufen hat. Seine Liebe zu Großen Pandas wurde von dem im Vorjahr im Zoo Berlin verstorbenen Panda-Männchen Bao Bao geweckt, das eine Auszeichnung für sein 32jähriges „Lebenswerk als Botschafter seiner Art“ bekam.

Zoo Berlin, 25.01.2013
Wintergeburten im Antilopenhaus des Berliner Zoos
Die meisten Geburten finden bei den Kafue-Litschi-Wasserböcken in der Zeit vom Dezember bis zum Februar statt. Während aber in ihrer Heimat, den Überschwemmungsauen des Kafue-Flusses in Sambia, die schwüle Regenzeit begonnen hat und Temperaturen von bis zu 38 °C herrschen, ist es in Berlin klirrend kalt. Doch auch hier müssen die Neugeborenen natürlich nicht frieren. In diesem Winter sind es zwei männliche Litschi-Moorantilopen die am 13. Dezember des vergangenen sowie am 20. Januar des neuen Jahres zur Welt kamen. Um die Jungtiere aus nächster Nähe zu sehen, muss der Besucher das historische Antilopenhaus aufsuchen. Hier wärmen sich außer den jetzt 11 Moorantilopen fast ebenso viele Sitatunga-Sumpfantilopen und eine Handvoll Giraffen und Defassa-Wasserböcke. Alle Hausbewohner nutzten bei diesem Wetter nur die im Laufe der letzten Jahre mehrfach vergrößerten Tageslaufställe. Die jüngste Litschi-Moorantilope ist schon erstaunlich mobil. Tendenziell liegen wenige Tage alte Wasserböcke zunächst viel im geschützten Lager, doch bei dem Berliner Letztgeborenen überwiegt bereits jetzt der natürliche Drang, sich mit weiteren Jungtieren zusammenzuschließen. In diesem Fall beschäftigt sich der kleinste Bock gerne spielerisch mit seinem älteren Halbbruder. Kafue-Litschi-Wasserböcke gelten in Afrika als gefährdet. Ihre Population, die 1930 noch etwa 250.000 Individuen umfasste, ist mittlerweile auf schätzungsweise 40.000 Tiere geschrumpft. Da sie in dem recht kleinen Herkunftsgebiet zudem mit den Weidetieren der einheimischen Bevölkerung um Nahrung konkurrieren, verschlechter sich die Prognose der Bestandsentwicklung kontinuierlich. Auch in zoologischen Gärten findet man die Litschi-Moorantilopen nur selten.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 25.01.2013
Ein Frühstück, zwei Tage Abenteuer – Sonderaktion in der ZOOM Erlebniswelt an allen Wochenenden im Februar
Gelsenkirchen. Einmal frühstücken und doppeltes Abenteuer erleben: Bei der Sonderaktion an jedem Wochenende im Februar können sich die Besucher eine Tageskarte für die ZOOM Erlebniswelt, ein reichhaltiges Frühstück in den Restaurants der Erlebniswelt Asien und das „Welcome back Ticket“ für die Sommersaison zum Vorzugspreis von insgesamt nur 32,- Euro sichern. Ab dem 2. bis zum 24. Februar können die Besucher der ZOOM Erlebniswelt an allen vier Samstagen und Sonntagen von 10 Uhr bis 12:30 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück im Pangung Tropengarten oder den Ryokan Seeterrassen in den Tag starten. Gestärkt durch frische Brötchen, herzhaften und süßen Belag, Ei, Lachs, Orangensaft und heißen Kaffee, Tee oder Kakao beginnt das Abenteuer durch die Erlebniswelten Asien, Alaska und einen Teil von Afrika. Wer sich für das Vorteilspaket entscheidet, geht garantiert noch einmal auf die Weltreise an einem Tag, denn das Paket beinhaltet ein „Welcome back Ticket“ für die Saison 2013. Das Vorteilspaket zum Preis von 32,- Euro pro Erwachsenen ist am Service Center der ZOOM Erlebniswelt erhältlich. Kinder, Schüler und Senioren erhalten ermäßigte Preise. Eine Reservierung ist nicht erforderlich.

Tierpark Chemnitz, 24.01.2013
Der Tierpark füllt sich: Erster Nachwuchs 2013 und ein Zugang aus Neuwied
Schon fast traditionell bekamen zunächst die Erdmännchen als erste Bewohner des Tierparks Nachwuchs im neuen Jahr. Bereits am 10. Januar kamen vier, noch blinde Jungtiere zur Welt und werden seitdem von ihren Eltern und Onkeln in der Innenanlage im Tropenhaus umsorgt. Zurzeit sind die Kleinen noch hilflos und meist gut versteckt, sodass Besucher etwas Geduld mitbringen sollten, um einen Blick auf die „Mini-Raubtiere“ werfen zu können. Die ersten neugierigen Erkundungsversuche werden in den nächsten Tagen erwartet. Leichter dagegen ist es auf dem Bauernhof. Auch hier gibt es Nachwuchs und zwei bereits sehr aktive Baby-Zwergziegen, beide männlich, ergänzen seit dem 16. Januar die kleine Ziegenherde im Streichelgehege. Auch im Vivarium tut sich einiges. So tragen zurzeit glückliche Eltern der Zweifarb-Blattsteiger ihre Kaulquappen auf dem Rücken spazieren. Die Froschart gehört zu den bekannten Pfeilgiftfröschen und stammt ursprünglich aus Kolumbien. Neben den Geburten im Tierpark gibt es auch Verstärkung aus dem Zoo Neuwied, denn seit Dienstag hat Emu Heinrich, der eine WG mit den Bennettkängurus bewohnt, wieder eine Gefährtin. Ob es schon dieses Jahr mit dem Nachwuchs klappt, ist ungewiss, da die Henne noch sehr jung ist und zudem die übliche Paarungszeit bei Emus schon fast verstrichen ist. Ihre Vorgängerin musste an einen anderen Zoo abgegeben werden, da es zu Unverträglichkeiten zwischen den Tieren kam. Übrigens – bei den aus Australien stammenden Emus kümmert sich der Hahn um das Bebrüten der Eier und die anschließende Aufzucht der Jungtiere.

Erlebniszoo Hannover, 24.01.2013
Elefantenbaby entdeckt den Winter – Stipp-Visite im Schnee
Weiße Weihnachten hat das am 24. Dezember 2012 geborene Elefantenbaby im Erlebnis-Zoo Hannover nicht erlebt. Hannover zeigte sich an dem Tag in tristem Grau. Die Erfahrung wird jetzt nachgeholt: Mittlerweile 115 kg schwer, stapft das kleine Weihnachtswunder mutig hinter Mutter Farina (10) und seiner Familie in die weiße Winterwelt. „Stipp“-Visite nennen die Tierpfleger den Kurzausflug, bei dem das Elefantenbaby gerne seinen Mini-Rüssel in den kalten Schnee stippt und ableckt. Wenn es das Wetter erlaubt, nicht schneit, grieselt oder gar Eis regnet, macht die Elefantenfamilie täglich kurze Ausflüge in den Dschungelpalast. Immer voran die zweijährigen Elefantenkinder, die zu gerne durch den Tiefschnee toben. Saphira, die älteste Halbschwester des Elefantenbabys, bleibt dabei in der Nähe der Kleinen und passt auf, dass sie nicht zu sehr ins Rutschen kommt. Was eine echte „Rüsselbremse“ ist, haben die großen Geschwister ihr sicherheitshalber schon gezeigt. Nach einer halben Stunde Schneegestöber stampft die Herde zurück in den warmen Stall – bis zur nächsten Stipp-Visite. Rüsselrasselbande erwartet: Spielkameraden für das kleine Weihnachtswunder sind unterwegs. 2013 werden im Erlebnis-Zoo drei weitere Elefantenbabys erwartet, das nächste bereits im Februar. Zwei weitere folgen im Herbst. Die Geburt des Nesthäkchens der neuen Rüsselrasselbanden-Generation steht im Frühjahr 2014 an.

Zoo Salzburg, 24.01.2013
Nachwuchs bei den Kattas im Zoo Salzburg – zwei entzückende Katta-Babys haben am Sonntag, 20. Jänner, das Licht der Welt erblickt!
Die nun 10-köpfige Katta-Gruppe kann sich völlig frei im Afrika-Bereich des Salzburger Zoos bewegen. In der kühleren Jahreszeit halten sich diese tagaktiven Lemuren meist im Nashornhaus auf und kuscheln sich gerne auf ihren beheizten Liegeflächen eng aneinander. Eine Zwillingsgeburt kommt selten vor: Am Sonntag, 20. Jänner, in der Früh brachte ein Salzburger Katta-Weibchen zwei gesunde Jungtiere zur Welt. Ihr Geburtsgewicht lag bei rund 60 Gramm. In den ersten Lebenstagen trägt die Mutter ihren Nachwuchs ganz vorsichtig im Brust- und Bauchfell umher. Aber schon in wenigen Tagen werden die neugierigen Katta-Babys auf den Rücken ihrer Mutter klettern und von dort aus kleinere Ausflüge unternehmen. So wird das Nashornhaus sicherlich sehr rasch zum „Katta-Kinderspielzimmer“ umfunktioniert. Ringelschwanz: Charakteristisch für diese Halbaffen ist ihr schwarz-weiß geringelter Schwanz, der auch schon bei den Jüngsten gut zu erkennen ist. Er spielt beim Sozialverhalten eine wichtige Rolle. Männchen tragen sogenannte „Stinkkämpfe“ aus. Sie bestreichen ihren Schwanz mit Duftstoffen und schwenken ihn in Richtung Gegner. Das Motto dabei ist: Wer am besten stinkt, gewinnt! Gefährdet: Kattas sind auf Madagaskar beheimatet. Ihre größte Bedrohung ist der Verlust des Lebensraumes. Große Flächen der Trocken− und Regenwäldern der Insel werden in Landwirtschaftsflächen umgewandelt. In den vergangenen 20 Jahren ist ihr Bestand im Freiland um ein Viertel zurückgegangen.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 24.01.2013
FAMILIE GLOCK IST NEUER WASSERBÜFFEL-PATE
Der kleine Wasserbüffel Lajos im Tiergarten Schönbrunn hat nun prominente Paten. Kathrin und Gaston Glock haben die Fotos des Büffel-Nachwuchses in einer Tageszeitung gesehen und sich sofort dazu entschlossen, die Patenschaft für Lajos und seine Herde zu übernehmen. „Mit seinen großen Kulleraugen hat er einfach herzerwärmend ausgesehen“, erklärt Kathrin Glock, die Tiere liebt und sich intensiv für die Anliegen des Tierschutzes einsetzt, ihre Beweggründe. „Sobald es unser Terminplan zulässt, möchten wir unser jüngstes Patentier natürlich auch im Tiergarten besuchen.“ Lajos war sozusagen das „Christkindl“ im Tiergarten Schönbrunn. Er erblickte am 24. Dezember 2012 das Licht der Welt. Etwa ein halbes Jahr lang wird er von seiner Mutter Fransi gesäugt, er frisst aber auch schon Heu. Die Wasserbüffel im Tiergarten hatten viele Jahre keinen Paten. Für Familie Glock sind die Wasserbüffel nun die 16. Tierart, für die sie die Patenschaft übernommen hat. Zu ihren Patentieren zählen unter anderem Exoten wie die Bärenstummelaffen, Koalas oder Nashörner, aber auch die Noriker, eine bedrohte heimische Pferderasse. „Für die großzügige Unterstützung sind wir sehr dankbar“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

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