Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

05.02.2013 Allwetterzoo Münster
Delfine aus dem Delphinarium Münster wohlbehalten in Harderwijk eingetroffen!
Am frühen Dienstagmorgen (5.2.) haben die Delfine Nando, Palawas und Rocco das Delphinarium im Allwetterzoo Münster in Richtung Harderwijk in den Niederlanden verlassen. Der Umzug wurde von Tierärzten und Delfintrainern sowie von Spezialisten begleitet, die Erfahrung mit dem Transport dieser Meeressäuger haben. Die Fahrt ins rund 200 km entfernte Harderwijk verlief ruhig und ohne Störungen. Man hat bewusst eine Abfahrtszeit am sehr frühen Morgen gewählt, um Verkehrsstaus zu vermeiden. Im Dolphinarium Harderwijk bezogen die drei Großen Tümmler in der Meereslagune ihr neues Zuhause. Palawas und Rocco wurden 2004 bzw. 2005 in Harderwijk geboren und kennen die dortigen Gegebenheiten. Einzig Nando muss sich an eine neue Umgebung gewöhnen. Er kam 1990 im Tiergarten Nürnberg zur Welt. Aber er sieht in Harderwijk seinen älteren Bruder Nemo wieder, der seit knapp fünf Jahren in den Niederlanden lebt. Das Delphinarium Münster heißt nun Robbenhaven und es gibt weiterhin mehrmals täglich Vorführungen mit Kalifornischen Seelöwen. Mit den Tieren und einem neuen Ambiente, das Schritt für Schritt verwirklicht wird, soll den Zoobesuchern die Bedeutung des Themas „Saubere Meere“ vermittelt werden.

05.02.2013 Tiergarten Schönbrunn Wien
Einen Blick hinter die Kulissen des Elefantenhauses werfen, einem Elefant bei einer Trainingseinheit zuschauen und Wissenswertes über die Schönbrunner Herde und ihre Verwandten im Freiland erfahren: Der neue Erlebnisgutschein bietet spannende Einblicke in den Alltag der Elefantenherde und Informationen aus erster Hand von den Elefantenpflegern. „Wir wollen mit diesem speziellen Angebot einen Einblick in Bereiche des Elefantenparks bieten, die sonst nur für die Pfleger zugänglich sind. Bei den Kattas oder den Nashörnern gibt es solche Gutscheine schon länger und die Teilnehmer sind nach diesen Erlebnissen immer ganz begeistert“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die exklusive, eineinhalbstündige Führung ist für maximal zwei Personen. Direkt von den Pflegern erfahren sie unter anderem, dass ein erwachsener Elefant rund 200 Kilogramm Futter pro Tag frisst oder der kleine Tuluba bei seiner Geburt schon 112 Kilogramm auf die Waage gebracht hat. Direkter Kontakt zu den Elefanten ist natürlich nicht möglich. Dafür kann man aber ein Training mit einem Dickhäuter aus der Nähe miterleben. Schratter: „Es ist faszinierend zu sehen, wie diese riesigen Tiere auf Zeichen ihrer Pfleger und für Leckerlis ihre Ohren und Füße präsentieren. All das ist wichtig für die Haut- und Körperpflege und für die Gesundheitsvorsorge.“ Infos zum Erlebnisgutschein „Elefanten“: Der Erlebnisgutschein kostet für zwei Personen 250 Euro und kann jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat gebucht werden.

05.02.2013 Opel Zoo Kronberg
Besucherrückgang in 2012/Neue Elefantenanlage wird 2013 eröffnet
Freud und Leid können sehr nahe beieinander liegen: Berichtete der Opel-Zoo noch in 2011 vom „bisher besten Jahresergebnis“ seit Bestehen des Zoos, muss er für das vergangene Jahr einen Besucherrückgang um 15 % auf knapp unter 600.000 vermelden. Die ungünstige Wettersituation, vor allem an den besucherintensiven Feiertagen, wie beispielsweise an Ostern, war maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich. „Ganz sicher hat der eine oder andere Besucher aber auch darauf gewartet, dass die Baustelle inmitten des Zoogeländes fertiggestellt wird und sich darauf gefreut, die Elefanten dann in 2013 im neuen Haus und der neuen Außenanlage zu sehen“, so der Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels anlässlich der Jahrespressekonferenz. Erfreulich im letzten Jahr stellte sich allerdings wieder die Situation im Tierbestand dar. Es waren herausragende Geburten zu verzeichnen, so beispielsweise bei den Löffelhunden, die erstmals Nachwuchs hatten, bei den Pandabären, die erneut zwei Jungtiere aufzogen und – fast könnte man sagen wie üblich – in der Anlage Afrika Savanne, in der im letzten Jahr nicht nur Gnus zur geboren wurden, sondern auch erneut drei Jungtiere bei den Rothschildgiraffen (eines im Juli und zwei im November) das Licht der Welt erblickten. Sie sind im Winter im Giraffenschauhaus gemeinsam mit ihren Müttern und ihrem Vater ausgesprochen gut zu beobachten und werden dann bei wärmerer Witterung auf der Außenanlage sicher wieder zu Publikumsmagneten.Herausragendes Ereignis in Bezug auf die Investititionen war im letzten Jahr der Bau der Elefantenanlage. Das Elefantenhaus ist bereits fast fertig und wird für Aruba, Wankie und Zimba ab Ende März bezugsfertig sein. Nach Ostern kommt dann der fünfjährige Bulle Tamo aus Wuppertal und man darf gespannt sein, wie die Gruppe sich eingewöhnen wird. Es wird auf jeden Fall ein besonders eindrucksvolles Bild, wenn man von einer der beiden Besucherebenen im Elefantenhaus die Elefanten auf der über 800 m2 großen Lauffläche bei ihren Interaktionen aus nächster Nähe beobachten kann.

Zoo-Aquarium Berlin, 01.02.2013
Einzug bei den Eltern – Makifrosch-Nachzucht wird erwachsen
Makifrösche sind eine Gattung der Laubfrösche und stammen aus den Wäldern Südamerikas. Eine Art ist der Tiger-Makifrosch (Phyllomedusa tomoptera), der sich in der Amphibienabteilung des Zoo-Aquariums Berlin fortgepflanzt hat. Die 40 herangewachsenen Jungfrösche ziehen nun in der Tropenvitrine bei den Erwachsenen ein, nachdem sie ordentlich herangewachsen sind. Makifrösche sind grün gefärbt und sind mit ihren großen Augen sehr attraktive Lurche, wie das für viele Laubfrösche gilt. Diese Greiffrösche leben als Baumbewohner und sind nachtaktiv, während sie am Tage gut getarnt zwischen den Blättern sitzen. Die Eier der Frösche werden auf Blättern abgelegt. Von dort fallen die geschlüpften Kaulquappen in Gewässer herab, wo sie zur Ernährung Pflanzen von Steinen abschaben. Sie machen eine Umwandlung zum Fröschlein durch, das mit etwa ein bis drei Zentimeter deutlich kleiner ist als die Kaulquappe, die zuvor rund fünf Zentimeter lang war.

Zoo Leipzig, 01.02.2013
Bonobojungtier hat einen Namen, Neue Paare bei Löffelhund und Stumpfkrokodil
Das Geheimnis ist gelüftet: Drei Wochen nach der Geburt ihres Jungtieres hat Bonoboweibchen Yasa den Tierpflegern den genauen Blick auf den Nachwuchs freigegeben. Es ist ein Männchen. Das jüngste Mitglied der zehnköpfigen Bonobogruppe (Pan paniscus) in Pongoland wurde nach gemeinsamer Namenssuche von Pflegern des Zoo Leipzig sowie Mitarbeitern des Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie auf den Namen Kasai getauft. Damit heißt das am 9. Januar geborene Bonobomännchen nach einem Fluss im Verbreitungs-gebiet der vom Aussterben bedrohten Tierart. Doch nicht nur in Pongoland gibt es Neuigkeiten: Auch in Gondwanaland und dem Aquarium gibt es hinsichtlich der Zusammenstellung von potentiellen Zuchtpaaren Fortschritte. So ist die Zusammengewöhnung der Löffelhunde Hurvínek (geb. 30.05.2010 in Prag) und Mánička (geb. 25.05.2010 in Posen) in der Tropen-erlebniswelt erfolgreich abgeschlossen. Schon bei einem Besuch in den morgen beginnenden Winterferien kann das Duo gemeinsam in seinem Gehege beobachtet werden. Im Aquarium haben sich zudem die beiden Stumpfkrokodile (Osteolaemus tetraspis) kennengelernt. Das Männchen ist im Dezember nach Leipzig gekommen und gestern nach Ende der Quarantäne in das Aquarium umgesetzt worden. Damit hat das Weibchen einen neuen Partner bekommen. Dies war nötig geworden, da eine wissenschaftlich angelegte Studie zur Genetik belegt hat, dass die Tiere zu bis dato nicht erfassten, unterschiedlichen Formen gehörten. „Dieses Beispiel unterstreicht die wissenschaftliche Basis, auf der das professionelle Tiermanagement moderner Zoos beruht“, erklärt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

Zoologischer Garten Magdeburg, 01.02.2013
ZooZeichner präsentieren Ausstellung in der Zoowelle
Elefanten, Giraffen und Zebras in der Zoowelle? Die „ZooZeichner“ machen es möglich. Ab sofort ist eine Auswahl der Arbeiten aus dem Jahr 2012 im Rahmen der Ausstellung „Am Pulsschlag der Kontur“ in der Zoowelle zu sehen. Der grazile Pfau, der Nashorn-Nachwuchs Mala oder auch die Zebras sollen Lust machen – auf den Zoobesuch und auch auf die künstlerische Auseinandersetzung mit Tieren. Hinter dem Namen „ZooZeichner“ verbirgt sich eine Zeichen-AG unter Leitung des Künstlers und Tierpräparators Andreas Seidel, die sich in inzwischen drittem Jahr regelmäßig im Zoologischen Garten trifft, um die Bewohner des Zoos in künstlerischer Form zu portraitieren. An vier Wochenenden im Jahr bietet Andreas Seidel zudem Zeichen-Intensiv-Kurse an – für einige Teilnehmer war dies auch der Einstieg in die AG „ZooZeichner“. Dr. Ute Mehnert, Petra Mai, Sibylle Berret, Yvette Schellenberg, Narumi Sato, Sarah Bernau und Andreas Seidel sind sehr ausdrucksstarke Tierzeichnungen gelungen. Anlässlich des Tigerwochenendes an diesem Sonnabend und Sonntag wird die Ausstellung in der Zoowelle erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zum Tigerwochenende zahlen SWM-Card Besitzer nur den halben Eintrittspreis. Die Ausstellung ist kostenfrei. Die Termine der Wochenend-Zeichenkurse 2013 sind: 3.-5. Mai, 7.-9. Juni, 12.-14. Juli, 6.-8. September. Nähere Infos und Ansprechpartner finden Sie auf unserer Webseite unter der Rubrik Termine.

Zoo Osnabrück, 01.02.2013
Hallo Nuru und Basimah! Zwei langbeinige Tierkinder im Zoo Osnabrück geboren
Im Zoo Osnabrück stand der vergangene Mittwoch (30.01.2013) ganz im Zeichen des Kindes: Bei den Giraffen und den Dromedaren gab es Nachwuchs. Giraffenkuh Diana brachte am frühen Morgen ihren Sohn Nuru auf die Welt. „Als ich um kurz vor Acht in den Stall kam, lag der Kleine noch ganz nass im Stroh“, berichtet Tierpflegerin Stephanie Batz. „Die Geburt muss also kurz vorher stattgefunden haben.“ Beide Tiere sind wohlauf. Für Diana war es die sechste und auch letzte Geburt – mit 24 Jahren ist sie für eine weitere Zucht zu alt. Nuru ist zwar trotz seiner 1 Meter 60 ein eher kleines Giraffenbaby, zeigt aber starken Willen: „Schon nach kurzer Zeit versuchte er beharrlich aufzustehen. Zunächst hatte er noch Schwierigkeiten, seine langen, staksigen Beine in die richtige Position zu bringen. Aber ziemlich schnell hatte er den Dreh raus und suchte nach dem Euter seiner Mutter“, erzählt Batz. Nurus Vater, der 14-jährige Edgar, reckte währenddessen seinen langen Hals über die Stallwand und beäugte neugierig die ersten Aktivitäten seines Sprösslings. Auch die anderen Giraffen, Dubaku, Nanji, Ursula und Manja, lugten immer wieder herüber und warteten gespannt darauf, ihr neues Familienmitglied begrüßen zu dürfen. Am Mittag Nachwuchs bei den Dromedaren: Am selben Tag um 13 Uhr gab es auch im Kamelrevier Grund zur Freude: Dromedar Kathi gebar nach dreizehn Monaten Tragzeit ein Dromedarmädchen. „Nach der traurigen Totgeburt 2011 zaubert uns die Kleine heute ein Lächeln ins Gesicht, deshalb haben wir sie ‚Basimah’ genannt. Das ist arabisch und bedeutet ‚ein Lächeln’“, freut sich Marcel Köck, Tierpfleger im Kamelrevier. Für Kathi war es bereits die siebte Schwangerschaft. Mutter und Tochter haben alles gut überstanden, auch wenn Mutter Kathi nach der Geburt noch eine Calcium-Spritze vom Tierarzt verordnet bekam. Inzwischen ist Basimah schon sehr fidel und probiert auf ihren langen Beinen kleine Galoppsprünge im Stall aus.
Beide Jungtiere können die Besucher mit etwas Glück am Wochenende sehen. Nuru ist zurzeit mit seiner Mutter Diana im mittleren Innengehege; wenn er nicht gerade zusammengekuschelt im Stroh schläft, können Besucher sein helles Köpfchen sehen. Basimah wird, allerdings nur bei gutem Wetter, am Wochenende die Außenanlage erkunden.

Zoo Osnabrück, 01.02.2013
Für den Klimaschutz auf die Bühne beim „Klimatopia“-Tag: Schüler können am 14. April gemeinsam mit „Frank & seinen Freunden“ auftreten
Die Vorbereitungen zur großen „Klimatopia“-Eröffnung im Zoo Osnabrück laufen auf Hochtouren. Passend zum Start der neuen interaktiven Klimaausstellung veranstalten der Zoo sowie die Stadtwerke Osnabrück gemeinsam einen „Klimatopia“-Tag. Einer der Höhepunkte am 14. April wird der Auftritt von „Frank & seinen Freunden“ mit dem „Tips&Taps-Umweltsong“ sein – und Osnabrücker Schüler können mit auf der Bühne stehen. „Mit unserem ‚Klimatopia‘-Tag wollen beide Partner das Thema Klimaschutz im gesamten Zoo erlebbar machen“, erläutert Zoosprecherin Lisa Josef. Das bisherige Programm für den 14. April hat es in sich: Neben „Klimatopia“-Führungen gibt es u.a. zusätzliche „Klima-Führungen“ zu den Tieren bzw. den Tierhäusern und Gehegen, verschiedene „Klima-Aktionen“ z.B. rund um die Elektromobilität, eine „Klima-Rallye“, „Klimatopia“-Walking Acts sowie Musik, Spiel und Spaß auf der großen „Klimatopia“-Bühne am Affentempel Angkor Wat. „Hier spielt sozusagen die Musik“, so Lisa Josef. „Und Osnabrücker Schüler können sich dort für den Klimaschutz einsetzen und sich für einen Auftritt auf der Bühne vor großem Zoo-Publikum bewerben.“ Kreativität gefragt: Gegen 14 Uhr wird der Osnabrücker Kindermusiker Frank Acker auftreten und dabei auch den „Tips&Taps-Umweltsong“ singen, der vor einiger Zeit in Kooperation mit den Stadtwerken entstanden war. „Die beiden Mischlingsbären sind nicht nur prädestiniert für die Rolle als Klimabotschafter, sondern auch unsere Patentiere – deshalb bot sich ein Umweltsong mit beiden Bären förmlich an“, ergänzt Pia Zimmermann, Leiterin Unternehmenskommunikation bei den Stadtwerken. „Tips“ und „Taps“ erklären darin, wie wir alle unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. „Und jetzt kommen die Schulen, Vereine und Gruppen aus dem Osnabrücker Land ins Spiel“, so Pia Zimmermann weiter. „Schickt uns Eure kreativen Auftrittsideen zum Thema Umweltsong oder ‚Klimatopia‘ – egal ob als Video, Foto oder Text.“ Auftritt auf der Bühne und im neuen Video: Die besten Ideen bzw. besten Konzepte werden mit einem Auftritt mit „Frank & seinen Freunden“ beim „Klimatopia“-Tag belohnt. „Ich bin natürlich total gespannt, was sich die Schüler so alles einfallen lassen und freue mich riesig auf den gemeinsamen Auftritt“, sagt Frank Acker. Begleitet wird er „live“ übrigens von den beiden „Tips&Taps“-Maskottchen der Stadtwerke. „Es wird also richtig voll auf der Bühne“, schmunzelt der Osnabrücker Kindermusiker. Neben dem Bühnenauftritt winkt als zusätzliches Bonbon ein Auftritt im künftigen Musikvideo, das noch in diesem Jahr für den „Tips&Taps-Umweltsong“ produziert werden soll. „Das Mitmachen und Bewerben lohnt sich also“, appelliert Frank Acker an seine Fans. Das Bewerbungsprozedere ist denkbar einfach: Sowohl auf der Zoo- als auch auf der Stadtwerke-Internetseite ist ein Bewerbungsformular mit allen weiteren Infos sowie dem „Tips&Taps-Umweltsong“ als mp3-Download hinterlegt. Die Bewerbung muss dann spätestens bis zum 25. März eingehen. Die Jury bestehend aus Frank Acker und je einem Vertreter der Stadtwerke Osnabrück sowie des Zoo Osnabrück wählen dann die besten Beiträge für den Klimatopia-Aktionstag aus. „Wir hoffen auf viele tolle Ideen – egal ob gesungen, getanzt, gereimt, geschauspielert oder gemalt“, so Zoosprecherin Lisa Josef abschließend. „Alles ist erwünscht.“ Zu „Klimatopia“: „Klimatopia“ ist eine neue interaktive Dauerausstellung zum Thema Klimawandel und Klimaschutz. Die Ausstellung wird am 11. April offiziell eröffnet und befindet sich direkt am neuen Bärengehege im „Kajanaland“. Gefördert wird „Klimatopia“ von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung sowie den Stadtwerken Osnabrück.

Zoo Dortmund, 31.01.2013
Kleiner Großer Ameisenbär im Zoo Dortmund geboren – Hoppy residiert auf dem Rücken seiner Mutter
Nach fast zwei Jahren Pause war es endlich wieder soweit: am 17. Dezember letzten Jahres wurde ein kleiner Großer Ameisenbär geboren. Er ist das fünfte Jungtier seiner erfahrenen Mutter „Shakira“, welche in Tuscon in den USA geboren wurde. Der DHB-Netzwerk Haushalt Ortsverband Dortmund e.V. übernahm heute offiziell die Patenschaft über den kleinen Racker. „Hoppy“ wird der Neuzugang heißen und er ist bereits der 59. Große Ameisenbär, der seit 1975 in Dortmund geboren wurde. „Hoppy“ ist täglich mit seiner Mutter im Tamandua-Haus zu sehen. Große Ameisenbären sind in ihren ursprünglichen Lebensräumen in Südamerika bedroht. Daher wurde für sie ein Internationales Zuchtbuch eingerichtet. Dieses Zuchtbuch ermöglicht die gezielte und koordinierte Zucht der Tiere in Zoos weltweit, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Das internationale Zuchtbuch wird im Dortmunder Zoo geführt. Übrigens ging das letzte Dortmunder Jungtier „Guapa“ im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms im Juli 2012 in den Kölner Zoo.

Tierpark Hellabrunn München, 31.01.2013
Nachwuchs bei bedrohter Affenart: Erster Zuchterfolg bei der Hellabrunner Drill-Gruppe
Nach einer Tragzeit von etwa 180 Tagen hat Drill-Dame Kaduna (8 Jahre) zum ersten Mal Nachwuchs bekommen! Aber man muss schon genauer hinschauen, wenn man das kleine, am 24. Januar geborene Drillbaby entdecken will. Der stolze Vater Bakut (9) sowie Tante Afi (6) freuen sich über das Zwergerl, doch auch sie durften noch keinen genaueren Blick darauf werfen: Kaduna drückt das Baby eng an sich und hält schützend ihren Körper darüber. Gelegentlich blinzelt das Kleine zwischen den Armen der Mutter hindurch. Noch verrät es sein Geschlecht nicht, denn Kaduna passt gut auf ihren kleinen Schatz auf. Und ein Schatz ist Hellabrunns jüngster Familienzuwachs auch, denn „die Drills sind nicht nur höchst attraktive, sondern leider auch vom Aussterben bedrohte Tiere. Umso mehr freuen wir uns über die erste Geburt in der neuen Hellabrunner Drill-Gruppe. Zumal das Drill-Baby mit seiner lustigen Punkfrisur und den rosa Segelohren wirklich niedlich ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Der Drill ist eine der am stärksten gefährdeten Affenarten Afrikas. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat ihn in die Rote Liste der weltweit bedrohtesten Arten aufgenommen. In seinem Lebensraum, einem Gebiet von lediglich 40.000 Quadratkilometern in Kamerun, Nigeria, Gabun und auf der Insel Bioko, wird der Bestand heute nur noch auf etwa 3.500 Tiere geschätzt. Damit ist der Lebensraum dieser Affenart kleiner als die Schweiz. Auch fortschreitende Abholzung und schonungslose Jagd auf diese Affenart tragen zur starken Gefährdung bei. In Europa leben weniger als 70 Drills in 16 Zoos. Hellabrunn führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sowie das Internationale Zuchtbuch (ISB) für diese Affenart. Zudem ist Hellabrunn Mitglied im Verein „Rettet den Drill“, der das Projekt „Pandrillus“ in Nigeria unterstützt. Mit der Zucht der Drills und dem Engagement für frei lebende Drills leistet Hellabrunn einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art. Der aus dem Zoo Wuppertal stammende Bakut ist seit April 2011 in Hellabrunn daheim. Kaduna und Afi (aus dem britischen Port Lympne Wild Animal Park) leisten ihm seit Juli 2012 Gesellschaft. Schwarz wie Ebenholz, weiß wie Schnee, rot wie Blut – die Hellabrunner Drills machen jedem Schneewittchen Konkurrenz. Mit ihren schwarzen, elegant mit weißem Fell umrandeten Gesichtern und dem auffälligen Hinterteil gehören sie zu den eindrucksvollsten Affen der Welt.

Allwetterzoo Münster, 31.01.2013
Pay what you want: Im Allwetterzoo gibt es eine Neuauflage der Preisaktion vom 13. Februar bis 17. März!
War es im Dezember 2012 ein Experiment für den Allwetterzoo, als er seine Besucher dazu einlud den Eintrittspreis selbst zu bestimmen, so hat die Neuauflage von „Zahlen Sie, was Sie wollen“ andere Gründe. Vom 13. Februar bis 17. März wird es leichte Beeinträchtigungen beim Zoo-Rundgang geben, verursacht durch die fortschreitenden Bauarbeiten am Elefanten-Park und die notwendige Sanierung im Bereich Affricaneum. Damit die Zoobesucher sich nicht über Umwege oder Baulärm ärgern, dürfen sie den Eintrittspreis gut vier Wochen lang selbst bestimmen, auch wenn die tierischen Erlebnisse in keiner Weise beeinträchtig sind. Anders als im Dezember und Januar wird es bei der Neuauflage der Preisaktion keine wissenschaftliche Begleitung durch die Hochschule in Aachen geben. Es müssen aber auf einem Erfassungsbogen zwei Angaben gemacht werden: Mit wie viel Personen gehe ich in den Zoo? Was möchte ich dafür bezahlen? Den Zettel legt man an der Kasse vor – und zahlt, was man will! Zu den Bauarbeiten im Zoo: Der Besucherweg zwischen dem künftigen Elefanten-Park und dem Afrikapanorama wird von montags bis freitags gesperrt sein, an den Wochenenden wird der Weg jeweils provisorisch hergerichtet. Eine nahe, doch leider nicht rollstuhlgerechte Umleitung erfolgt über die Brücken am Afrikapanorama. Auch am Weg zwischen der Gepard-Anlage und dem neuen Asiatischen Langhaus wird wochentags gearbeitet und es kann leichte Behinderungen geben. Eine Sackgasse entsteht im Bereich Affricaneum, weil wochentags der Weg um die Außenanlagen gesperrt sein wird. Auf diese und andere Umleitungen weist der Zoo mit Schildern und teils auch durch Ordner hin, die den kürzesten Weg zum Wunschziel zeigen können.

Allwetterzoo Münster, 31.01.2013
Zusammenfassung der Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ vom 1.12.2012 bis 6.1.2013 im Allwetterzoo Münster
Die Aktion brachte Rekordergebnisse: Der Dezember 2012 war mit 56.233 zahlenden Besuchern der beste Dezember seit Bestehen des Zoos. Der 30. Dezember 2012 war mit 8.671 zahlenden Besuchern der am besten besuchte Tag im gesamten Jahr! Mitsamt Jahreskarten-Inhabern waren an diesem Tag rund 10.000 Menschen im Zoo! Die Aktion war ein finanzieller Erfolg und brachte insgesamt 2,5mal höhere Einnahmen als im Vergleichszeitraum. Der Allwetterzoo hatte die Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ als Experiment, initiiert durch Dr. Marcus Kunter, Wissenschaftler am Lehrstuhl für Marketing an der RWTH Aachen, gestartet und wurde vom Erfolg regelrecht überrannt! Die Zoobesucher konnten den Eintrittspreis selbst bestimmen – und nutzten das Angebot auch. Schon am ersten Dezember-Wochenende kamen mit 2.321 zahlenden Besuchern erfreulich viele Menschen in den Zoo. Am letzten Wochenende in 2012 kamen sogar 15.532 zahlende Besucher! Weil die Aktion so gut anlief, verlängerte der Zoo sie bis zum Ende der Weihnachtsferien. Das sprach sich herum, denn vom 1. bis 6. Januar kamen noch einmal 19.617 Menschen, um Pinguin, Löwe & Co. zu sehen. Insgesamt brachte die Aktion 75.850 Menschen in den Zoo, eine beachtliche Zahl in einer Zeit, die üblicherweise besucherschwach ist. Auch an der RWTH Aachen ist man überrascht und hat festgestellt, dass weltweit nur eine weitere pay-what-you-want-Aktion in einem US-amerikanischen Vergnügungspark durchgeführt wurde, die eine solch hohe Resonanz hervorgebracht hat. Vergleichszahlen, jeweils zahlende Besucher ohne Jahreskarten: 1.-31.12.2012: 56.233; 1.-6.1.2013: 19.617; 1.-31.12.2011: 10.915; 1.-6.1.2012: 2.677. Nicht nur die Besucherzahlen der Aktion waren ein Erfolg, es hat sich auch finanziell gelohnt. Der durchschnittliche Erlös war mit 4,76 Euro pro Person zwar weniger als halb so hoch wie der im Vergleichs¬zeitraum erzielte Betrag von 10,53 Euro. Doch die Aktion brachte mehr als fünfmal so viele Besucher und damit auch zweieinhalbmal so hohe Einnahmen wie im Vorjahreszeitraum. 458% mehr Besucher bei 55% geringerem Durchschnittserlös ergeben um 153% erhöhte Einnahmen = 2,5mal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Dazu kommen Parkplatzeinnahmen, die knapp dreimal so hoch waren wie im Vergleichszeitraum. Auch der Pächter von Zoo-Restaurant und Kiosken erzielte höhere Einnahmen, was der Zoo dank Umsatzpacht spüren wird. Hier liegen allerdings noch keine Ergebnisse vor. Auf der Soll-Seite der Zoo-Bilanz erscheinen Ausgaben für die Aktion. So wurde in Plakate, Werbeanzeigen und Rundfunkspots investiert. Auch der Personaleinsatz lag deutlich höher als im Vergleichszeitraum. So waren nicht nur freundliche Ordner aktiv, die schon vor der Zoo-Kasse die Aktion erklärten und die erforderlichen Erfassungsbögen verteilten. An vielen Tagen waren auch sämtliche fünf Kassenplätze besetzt, was sonst im Winter eher selten vorkommt. Nicht zuletzt mussten Parkplatz und Parkwiesen mit Ordnern bewirtschaftet werden. Und selbst Zoohandwerker wurden eingebunden, um hin und wieder auf den feuchten Parkwiesen stecken gebliebene Pkw mit dem Trecker auf Fahrt zu bringen… Interessant wird für den Zoo die Auswertung der Erfassungsbögen sein. Damit beschäftigen sich seit Mitte Januar Studierende und Mitarbeiter am Lehrstuhl für Marketing der RWTH Aachen unter der Leitung von Dr. Kunter. Jeder erwachsene Besucher hatte im Aktions-Zeitraum ein Blatt auszufüllen. Er trug ein, welchen Preis er zahlt, ob er an der Aktion zum ersten Mal teilnimmt oder wie er davon erfahren hat. Es gab auch Platz für Anregungen und Bemerkungen. Auch enthielten die Erfassungsbögen Angaben über die regulären Preise oder bereits gezahlte Durchschnittspreise bzw. den höchsten gezahlten Betrag – das waren immerhin 30 Euro! Hiermit soll herausgefunden werden, ob es für die Besucher hilfreich ist, solche Informationen in ihre Preisentscheidung einbinden zu können. Reaktionen von Menschen auf die Aktion auf Facebook etc.: „Das ist ja mal eine super tolle Idee. So haben auch viele einkommensschwache Familien und Hartz IV Empfänger die Gelegenheit zu kommen.“ „ Super Idee, wir kommen :-)“. „Waren heute da. Echt total schön und eine tolle Aktion!“. „Wir waren gestern da und ich hab es echt mal ausgereizt und habe 1€ pro Person gezahlt. Dachte da wird Rabatz gemacht, aber nö. War kein Problem! Also Daumen hoch!! Wir kommen nochmal dann zahl ich aber mehr ;)“. „Ich wäre nie auf die Idee gekommen um diese Jahreszeit in den Zoo zu gehen, aber wir waren jetzt schon 2 Mal. (Durch diese Aktion)“. Auszug aus einer längeren E-Mail: „…bereuen wir, dass wir die 100km-Fahrt pro Strecke nicht bereits vorher auf uns genommen haben…“. Der Allwetterzoo hat auch mit seinen Meldungen auf Facebook Rekorde erzielt! So wurde die zweite, durch eine Insertion gestützte Information vom 30.11. mehr als 500mal geteilt. Insgesamt wurden vier Meldungen von 80.849 Menschen gesehen und 856mal geteilt. Randnotizen: Das Medieninteresse an der Zoo-Aktion war enorm, es kamen Anfragen aus der ganzen Bundesrepublik. Münsters Polizeipräsident Hubert Wimber sagte beim Neujahrsempfang des Regierungspräsidenten zu Jörg Adler: „Wir haben allen Ernstes darüber diskutiert, das Prinzip pay what you want auch bei Bußgeldern einzusetzen, natürlich mit einer Untergrenze…“ Der Friedenssaal in Münster testet pay what you want vom 29.1.-3.2.2013 (Quelle: Westfälische Nachrichten, 18.1.13). Auch andere Zoos, z.B. der in Duisburg, denken über pay-what-you-want nach (Quelle: derwesten.de, 10.1.2013).

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Dortmund, Kronberg, Magdeburg, München, Münster, Osnabrück, Wien, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen