Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Die Zoopresseschau hat gerade mit ein paar Problemen zu kämpfen, deswegen gab es in der letzten Woche keinen Auszug daraus. Aber nichts geht verloren und so ist die dieswöchige ZPS umfangreicher, da sie zwei Ausgaben beinhaltet. Der Beutelwolf-Blog gibt aber nach wie vor nur die Presemitteilungen ausgewählter Zoos wieder. Alles andere (Zeitungsmeldungen aus ganz Europa, Natur- und Artenschutzmitteilungen, zoorelevante TV-Sendungen, Veranstaltungshinweise …) kann man sich selbst über die Zoopresseschau besorgen.

27.02.2013 Zoo Salzburg
„Fliegen verbindet“ – Der Salzburger Flughafen übernimmt die Patenschaft für zwei Gänsegeier des Zoo Salzburg!
„Fliegen verbindet! Wir freuen uns, dass der Flughafen Salzburg die Patenschaft für die beiden Geier Roland und Karl übernommen hat. Seit rund 50 Jahren ist die Hellbrunner Gänsegeier-Kolonie im Freiflug“ berichtet Zoo-Geschäftsführerin Mag. Sabine Grebner „Wir tun alles dafür, dass die Vögel sich bei uns wohl fühlen. Unser `Geier-Restaurant` hat auch jeden Tag – 24 Stunden – geöffnet, damit wir diesen imposanten Greifvögel jederzeit Futter anbieten können“. Heuer überwintern sieben Gänsegeier im Salzburger Zoo. An sonnigen Tagen lassen sie sich von den Aufwinden in die Lüfte tragen und segeln dann meist entlang des Hellbrunner Berges in Richtung Untersberg. Wenn sie hungrig sind, und sie in den Alpen kein Futter finden, kehren nach Hellbrunn zurück. „Für den Salzburg Airport ist die Übernahme der Patenschaften eine große Freude. Uns fasziniert ganz besonders, dass diese majestätischen Vögel völlig frei und ungehindert in der Salzburger Region fliegen. Gerne unterstützen wir den Zoo Salzburg bei seinen wichtigen Aufgaben im Tier- und Artenschutz.“

27.02.2013 Zoo Hannover
Vier Auszubildende von Gasthaus Meyer ausgezeichnet – Doradentorte und Basilikum-Frittata
Gasthaus Meyer im Erlebnis-Zoo Hannover ist wieder ausgezeichnet! Beim „Schaper Cup“, dem bundesweiten Wettbewerb für Kochauszubildende, belegten die Auszubildenden des Gasthaues Julia Maier und Zaneta Rubisch den ersten Platz, gefolgt von ihren Kollegen Christian Blank und Henrik Kuntze. Im Rahmen der Messe „Gastro Trends 2013“ kochten die Auszubildenden vor Publikum unter den Augen der kritischen Jury, bestehend aus drei Küchenmeistern vom Verband der Köche Deutschlands. Es galt, ein Drei-Gänge-Menü für sechs Personen sowie eine Platte für vier Personen unter dem Motto „Kaltgericht – warm gedacht“, in einer bestimmten Zeitvorgabe zu kreieren. Erst Anfang Februar wurden Jörg Kantor, Leiter Gasthaus Meyer, und Küchenchef Alexander Walter mit der „Chefs Trophy Ausbildung 2013“ als beste Ausbilder Deutschlands ausgezeichnet. Nun räumten auch ihre Lehrlinge ab.

27.02.2013 Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart
Nachwuchs bei den afrikanischen Hoheiten: Das Giraffenmädchen Anna ist da
Nach dreijähriger Babypause kam bei den Netzgiraffen am frühen Morgen des 17. Februar wieder ein Jungtier zur Welt – ein Mädchen, das die Pfleger „Anna“ tauften. Seine Mutter ist die elfjährige Kitale, sein Vater der 13-jährige Wilhelma-Zuchtbulle Hanck. Morgens kurz nach 6.45 Uhr waren erstmals ihre Vorderfüße und die Nase zu sehen – und schon rund eine halbe Stunde später, um 7.20 Uhr, war Anna auf der Welt. Im halbstündigen Takt machte sie von nun an Fortschritte: Um 8.00 Uhr stand sie erstmals auf allen Vieren, um 8.35 Uhr trank sie die ersten Schlucke aus Mamas Milchquelle, um 9.00 Uhr stakste Klein Anna bereits munter umher. Um 9.40 Uhr schließlich – so verrät der Geburtsbericht der Tierpfleger weiter – wird der kleine Neuankömmling von der übrigen Herde begutachtet und „begrüßt“.

27.02.2013 Opel Zoo Kronberg
BioFrankfurt lädt zum „Elefantentalk“ ins neugebaute Elefantenhaus im Opel-Zoo
„Bewundert, begehrt, bedroht – Elefanten unter Druck“ Frankfurt, 27.2.13 – Kurz vor dem Einzug der Elefanten in das neu errichtete Elefantenhaus im Opel-Zoo Kronberg diskutieren am 7. März Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft über Elefantenschutz weltweit. Gastgeber des Abends ist das Netzwerk BioFrankfurt. Unter dem Titel „Bewundert, begehrt, bedroht – Elefanten unter Druck“ wird in Vortrag und Podiumsdiskussion dargestellt, welche Herausforderungen im Elefanten- und Naturschutz in Asien und Afrika zu meistern sind. Elefanten sind heute durch Lebensraumverlust und Wilderei massiv bedroht. Wenn wir Menschen unsere Naturvielfalt intensiv nutzen und gleichzeitig langfristig erhalten wollen, müssen vielseitige Interessen berücksichtigt werden. Dies verdeutlichen Fachleute aus Naturschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft am Beispiel der Elefanten.

27.02.2013 Zoo Osnabrück
Zoo Osnabrück präsentiert Investitions- und Finanzierungsplan – Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollen neue Themenwelten ermöglichen
Cash-Flow, Investitionspläne, Real-Case-Szenarien – an diese Begriffe denkt wohl kaum jemand bei einem Zoobesuch. Doch auch ein Zoo ist ein Wirtschaftsunternehmen. Der Zoo Osnabrück will nun mit einem neuen Strategiepapier die Finanzierung neuer Themenwelten ermöglichen. Beim gestrigen Zoo-Förderkreistreffen im Rathaus Osnabrück mit circa 120 anwesenden Sponsoren präsentierte Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann erstmals das von ihm erarbeitete Strategiepapier „Zoo Osnabrück 2021“. „So wird beispielsweise deutlich, dass wir bei einem Cash-Flow von mindestens jährlich 400.000 Euro Kredite für weitere Umbauten bedienen können und die Finanzierung der geplanten Nordamerikalandschaft seriös sicherstellen können.“ Denn im Gegensatz zu anderen Zoos finanziere sich der Zoo größtenteils selbst: Während der Allwetterzoo Münster jährlich 4,1 Millionen Euro erhalte, bekomme der Zoo Osnabrück zurzeit circa 100.000 Euro.

26.02.2013 Zoo Leipzig
Komplikationen mit Todesfolge – Zoo Leipzig verliert Giraffe und Jungtier
Das Warten auf den Giraffennachwuchs ist in Enttäuschung und Trauer gemündet: Der Zoo Leipzig hat heute Giraffenweibchen Emma (geb. 16.08.2002, seit 2004 in Leipzig) und ein ungeborenes Jungtier verloren. Da von den ersten Geburtsanzeichen am Sonntag bis heute trotz medikamentöser Unterstützung keine natürliche Geburt stattgefunden hatte, entschlossen sich die Verantwortlichen, den Geburtsvorgang zu unterstützen, um die Mutter vor weiteren Komplikationen zu schützen. Das unter größten Anstrengungen und Risiken der Mitarbeiter aus dem Geburtskanal gezogene Jungtier war zu diesem Zeitpunkt bereits einige Tage tot. Zunächst sah es aus, als hätte zumindest Emma dank der Geburtshilfe gute Überlebenschancen. Allerdings verschlechterte sich der Zustand des geschwächten Tieres nur wenig später akut. Sie erlag am frühen Abend einem Herz-Kreislauf-Versagen. „Wir haben alles versucht, um die Mutter zu retten und sind enttäuscht, dass wir beide Tiere verloren haben. Aber es war ein schwerer Eingriff, für den Emmas Kräfte nicht ausgereicht haben. Trotz aller unterstützenden Maßnahmen starb sie etwa zwei Stunden nach der Geburtshilfe“, erklärt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

26.02.2013 Zooschule Heidelberg
NEU: Oma-Opa-Enkel-Tag im Zoo
Am Freitag, den 15. März 2013 hat der „Oma-Opa-Enkel-Tag“ der Heidelberger Zooschule Premiere: Um 15:00 Uhr startet das Programm, bei dem Jung und Alt die tierischen Zoobewohner ganz intensiv erleben können.Zwei Stunden lang begleiten die Zooranger Großeltern und Enkelkinder auf einer höchst abwechslungsreichen Reise durch den Tiergarten. Mit im Gepäck sind vielfältige Materialien wie Federn, Felle oder Eier, die den Rundgang besonders bunt und anschaulich gestalten. Die Kleinen erwarten jede Menge lustige Geschichten und Spiele zu den Tieren, und auch für die Älteren gibt es viel Wissenswertes rund um den Natur- und Artenschutz zu erfahren. Außerdem können sich die großen und kleinen Gäste auf viele außergewöhnliche Aktionen freuen: Unter fachkundiger Anleitung dürfen Tiere gestreichelt und gebürstet oder Beschäftigungsfutter gebastelt werden.

26.02.2013 Thüringer Zoopark Erfurt
Löwenhochzeit
Und er kann doch! Joco zeigt seit heute, dass er ein echter Berberlöwenmann ist. Am Sonntag ist er zwei Jahre alt geworden, und damit für Löwen geschlechtsreif und „heiratsfähig“. Bisher war er dem weiblichen Geschlecht gegenüber sehr zurückhaltend und stand den Avancen seiner Löwin „Ribat“ noch etwas ratlos gegenüber. Doch schon bei der letzten Paarungsbereitschaft von „Ribat“, der sog. Rolligkeit, näherte er sich vorsichtig. Mal ein wenig schmusen, mal mit der Tatze vorsichtig vorfühlen. Schon wurde geunkt, er wisse nicht, was er zu tun habe, bräuchte Hilfe oder gar eine Brille. Weit gefehlt, Joco kann alles und beide sind gerade ein unzertrennliches Paar. Ob es beim ersten Mal schon klappt, dass auch Nachwuchs entsteht, ist derzeit nicht zu sagen. Es liegt aber nicht daran, dass er es nicht ausgiebig versuchen würde…

25.02.2013 Zoo Krefeld
Zoo Krefeld: Herzliche Einladung zum einzigen Vortrag in Deutschland
Die Gründer der Tenkile Conservation Alliance Jim und Jean Thomas stellen ihre erfolgreiche Arbeit für die Tenkile Conservation Alliance (TCA) auf Papua Neuguinea vor. Mittwoch, 13. März um 19 Uhr in der Zooscheune (Einlass ab 18.30 Uhr an der Zookasse) Zoo Krefeld, Uerdinger Straße 377, 47800 Krefeld Die Tenkile Consveration Alliance (TCA) hat sich das Ziel gesetzt, die stark bedrohten Tenkile- (Dendrolagus scottae) und Weimang-Baumkängurus (Dendrolagus pulcherrimus) vor der Ausrottung zu bewahren. Beide Tierarten werden von der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als vom Aussterben bedroht (critically endangered) eingestuft. Die Arbeit der TCA konzentriert sich auf die Torricelli Mountains im Nordwesten Papua Neuguineas. Dort werden die beiden Baumkänguru-Arten erforscht, aber vor allem auch Schulungsprogramme, alternative Einkommensquellen und die Entwicklung der dörflichen Gemeinschaften gefördert.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 22.02.2013
Giraffenbaby in der ZOOM Erlebniswelt geboren
Am Donnerstag, den 21. Februar 2013 um 13:38 Uhr, erblickte ein kleines Giraffenbaby das Licht der ZOOM Erlebniswelt Afrika. Etwa 1,70 Meter groß und rund 65 Kilogramm schwer ist das siebte Kind von Giraffen-Mama Aja Sabe. Um 10:30 Uhr entdeckte Dr. Pia Krawinkel via Webcam, dass die Geburt des Giraffennachwuchses kurz bevor steht: Aja Sabe lief unruhig im Stall umher und die Klauen des Babys waren schon zu sehen. Am frühen Nachmittag plumpste schließlich das jüngste Familienmitglied der nun 11-köpfigen Giraffenfamilie aus etwa zwei Metern Höhe auf den gut gepolsterten Boden des Stalles. Der kleine Giraffennachwuchs ist das neunte Baby der Herde seit Eröffnung der ZOOM Erlebniswelt Afrika im Jahr 2006.

Zoo Berlin, 21.02.2013
Kleinkantschil-Geburt im Berliner Zoos!
Noch zur Jahrtausendwende besiedelte mehr als ein halbes Dutzend der südostasiati-schen Urwaldbewohner auch die Freiflughalle im Berliner Zoo, aber nachdem dort vor sieben Jahren das letzte Jungtier geboren wurde, brach die Kleinpopulation zusammen. Im Frühjahr 2011 erhielt der Zoo ein im November 2010 im Tierpark Bern geborenes, junges Weibchen. Hinzu kam im Jahr darauf ein im September 2011 im Dresdener Zoo gebore-nes Männchen. Das potenzielle Zuchtpaar wurde in einer Doppelvoliere am Eingangsbereich der Fasanerie zusammengeführt und harmoniert, wie man nun auch sieht, seitdem bestens.

Zoo Duisburg, 21.02.2013
Das Wetter kann sich nicht entscheiden, die Tiere schon: Wir gehen raus!
Die über die Jahre hinweg angewachsene, mittlerweile acht Tiere umfassende Gorillagruppe kann zwar zwischen Innen- und Außenanlage je nach Lust und Laune wechseln, einzelne Tiere halten sich aber überraschenderweise lange draußen auf und erkunden ihr Gehege. Wärme liebende, weniger tolerante Arten, finden Zoobesucher wie gewohnt in den Tierhäusern vor. Dort können sich auch die Zweibeiner aufwärmen, beispielsweise in der großen Tropenhalle Rio Negro. Weiterhin bester Gesundheit erfreut sich eins der seltensten Tiere am Kaiserberg: BABY, der Amazonas-Flussdelfin. Wie gebannt stehen Groß und Klein vor den großen Panoramascheiben und merken mitunter gar nicht, dass ihnen die vielen, sich frei in der Halle bewegenden Rothandtamarine – kleine Krallenaffen – zwischen den Beinen durchlaufen. Wer den direkten Vergleich zu den Meerwasserdelfinen ziehen möchte, sieht sich auf alle Fälle eine der Vorführungen im beheizten RWE-Delfinarium an. Den neun Großen Tümmlern stehen spannende Zeiten bevor, wenn in naher Zukunft das neue Schiebedach öffnen wird.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 21.02.2013
Osterferien in der ZOOM Erlebniswelt – Anmeldungen für eine Woche spannende Erlebnisse und tierische Abenteuer ab sofort möglich
Vom 2. bis 5. April 2013 startet in der ZOOM Erlebniswelt das beliebte Ferienprogramm für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Die „Ferien im Zoo“ versprechen eine Woche lang tierischen Spaß und spannende Abenteuer in den Erlebniswelten Alaska, Afrika und Asien. Die Ferienkinder erwarten hautnahe Tierbegegnungen und interessante Einblicke hinter die Kulissen der ZOOM Erlebniswelt. Neugierige und wissenshungrige kleine Entdecker dürfen Tierpfleger mit Fragen zu Eisbär, Erdmännchen, Orang-Utan und anderen Lieblingstieren löchern. Wer die Arbeit des Tierpflegers gerne selbst ausprobieren mag, darf Kratzer und Besen schwingen oder das Futter für die Tiere vorbereiten. Rund um den Zooalltag gibt es viele interessante Informationen. Die Ferienkinder erwartet ein erlebnisreiches Programm mit jede Menge Abwechslung, Spiel, Spaß und Abenteuer.

Zoo Osnabrück, 21.02.2013
Asiatische Elefanten zu Ostern in Osnabrück?
Vorbereitungen im Zoo Osnabrück laufen auf Hochtouren
Der Transport der Asiatischen Elefantenfamilie aus dem Tierpark Emmen in den Zoo Osnabrück steht kurz bevor. Auch ein passender Zuchtbulle ist gefunden: Elefant Luka reist voraussichtlich nach Ostern aus dem spanischen Benidorm/Alicante nach Osnabrück. „Zurzeit trainieren die Emmener Kollegen mithilfe von Futter die Asiatischen Elefantenkühe Htoo Yin Aye und Ma Palai sowie den männlichen Nachwuchs Ananda und Mong Tine in die Container zu gehen. Sobald die Tiere dazu in der Lage sind, kann der Transport stattfinden – hoffentlich noch vor Ostern“, berichtet Zoodirektor Prof. Michael Böer bei der heutigen Pressekonferenz auf der Elefantenanlage im Zoo Osnabrück. „Die besondere Herausforderung ist der Nachwuchs: Hier müssen die Emmener Kollegen entscheiden, ob Ananda und Mong Tine alleine in einem Container reisen oder mit ihrer Mutter gemeinsam. Beides hat Vor- und Nachteile.“ Emmener Kühe benötigen dringend neues Zuhause: Ein weiterer Aspekt: „Die Zuchtkuh Htoo Yin Aye ist möglicherweise wieder schwanger. Das können wir aber erst in Osnabrück nach mehrwöchigen Urintests mit Sicherheit sagen“, erläutert Böer. „Wenn sie schwanger ist, ist sie vielleicht im zehnten bis 14. Monat tragend. Ein Elefant trägt insgesamt 22 Monate. Das heißt, sie wäre im zweiten Drittel der Schwangerschaft – hier ist ein Transport im Vergleich zum Beginn oder Ende der Schwangerschaft unbedenklich.“ Die Emmener Kühe mit ihrem Nachwuchs müssten jedoch jetzt schnell ein neues Zuhause bekommen, da es in der Herde große soziale Anspannungen gebe, nachdem die Leitkuh gestorben war und zwei Kühe um die ranghöchste Position streiten. „Diese täglichen Auseinandersetzungen sind für eine möglicherweise schwangere Elefantenkuh belastender als ein einmaliger kurzer Transport“, so Böer. Elefantenbulle Luka reist nach Osnabrück: Während die Emmener Tierpfleger ihre Elefanten auf die Reise vorbereiten, hat der Osnabrücker Zoo mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Asiatische Elefanten einen genetisch passenden Elefantenbullen für die weitere Zucht ausgesucht: „Elefantenbulle Luka, über drei Meter groß und 39 Jahre alt, wird voraussichtlich im April aus dem spanischen Zoo Terra Natura an den Schölerberg ziehen“, berichtet Böer. „Wir waren vor Ort, haben uns mit den Tierpflegern ausgetauscht und ihn begutachtet – ein imposanter und sozial verträglicher Elefantenbulle.“ Mit den Emmener Kühen und Luka will der Zoo Osnabrück eine stabile Elefantenfamilie aufbauen und zur Erhaltung dieser Art beitragen: „Asiatische Elefanten sind unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es leben nur noch zwischen 25.000 und 30.000 Exemplare in freier Natur – während es noch über 600.000 Afrikanischen Elefanten gibt.“

Tiergarten Schönbrunn Wien, 21.02.2013
NEUE VOGELART SORGT SOFORT FÜR NACHWUCHS IN SCHÖNBRUNN
Die Blaunackenmausvögel im Tiergarten Schönbrunn haben bei ihrer Nachwuchsplanung nichts anbrennen lassen. Erst Ende Oktober ist diese afrikanische Vogelart im Vogelhaus eingezogen. Bereits Ende Jänner sind zwei Küken geschlüpft. Mittlerweile haben die beiden Jungvögel das Nest verlassen und sind für die Besucher gut zu sehen. Der Nachwuchs ist an der Größe zu unterscheiden. „Die Mittelschwanzfeder, die bei den erwachsenen Tieren mehr als die Hälfte ihrer Körperlänge ausmacht, ist noch deutlich kürzer. Die namensgebenden blauen Federn am Nacken, die aus dem graubraunen Federkleid hervorstechen, haben die Kleinen aber auch schon“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

20.02.2013 Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart
Brillenpinguine in der Wilhelma:Nachwuchs bei den Frackträgern
Sie sind zwar schon fast so groß wie ihre Eltern, den obligatorischen Frack tragen sie aber noch nicht. Blaugrau ist die Trendfarbe des Winters, zumindest wenn man ein Brillenpinguinküken ist. Erst mit mehr als einem Jahr legen sie das typische schwarz-weiße Federkleid der Altvögel an und sind dann von diesen fast nicht mehr zu unterscheiden. Nur das geschulte Auge des Tierpflegers sieht die individuellen Unterschiede. Vor allem die einzelnen schwarzen Punkte auf der sonst weißen Brust sind bei jedem Vogel einzigartig angeordnet, so zu sagen der „Fingerabdruck“ der Brillenpinguine.Insgesamt drei Küken schlüpften im November und verstärken die 38-köpfige Brillenpinguinschar der Wilhelma. Noch sitzen sie die meiste Zeit in den sicheren Bruthöhlen. Gut bewacht von ihren Eltern. Hin und wieder schauen sie aber auch schon, was es außerhalb ihrer Höhle zu entdecken gibt. Ihren deutschen Namen verdanken Brillenpinguinen einem weißen Überaugsteifen, welches zusammen mit den rosaroten Hautpartien um die Augen entfernt an eine Brille erinnert.

20.02.2013 Zoologischer Garten Magdeburg
Renommierter Delphin-Forscher hält Vortrag im Zoo: Forschung im Zoo – Wie profitiert der Artenschutz?
Die Haltung von Meeressäugern -insbesondere von Delfinen- in Menschenobhut spaltet die Gemüter. Nicht nur gehört sie zu den Reizthemen in der Auseinandersetzung zwischen Zoologischen Einrichtungen und sogenannten Tierschützern, auch jenseits der ideologischen Grabenkämpfe fragen sich viele Menschen –allen voran die Tiergärtner selbst-, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen die ex-situ-Haltung hochintelligenter und in sozial komplexen Strukturen lebenden Tieren ethisch vertretbar ist. Neben Menschenaffen und Elefanten sind es vor allem die Delfinhaltungen, die unter diesem Aspekt kritisch hinterfragt werden. Genau an diesem Beispiel beleuchtet Dr. Lorenzo von Fersen in seinem Vortrag die Bedeutung der Forschung in Zoos für den Artenschutz im Freiland. Als Biologe beschäftigt sich der gebürtige Argentinier seit vielen Jahren mit der Erforschung von Meeressäugern sowohl im Freiland als auch in Menschenobhut und setzt sich u.a. als Vorsitzender der Artenschutz-Organisation Yaqu Pacha (www.yaqupacha.org) für den Schutz des La Plata Delfins, der Flussdelfine des Amazonas südamerikanischen Meeressäuger und vieler anderer bedrohter Meeressäuger.

20.02.2013 Zoo Salzburg
Happy End für Mäusebussard
Die Salzburger Berufsfeuerwehr barg einen Mäusebussard aus einem Lichtschacht der Salzburger Altstadt und brachte ihn in den Zoo Salzburg. Im Zoo wurde der Mäusebussard von Fachtierarzt Henning Wiesner untersucht. „Sicher ist ihm ein Missgeschick bei der Jagd passiert, dass er in einem Schacht gelandet ist“ meint Wiesner „Er ist in einem sehr guten, gesundheitlichen Zustand. Deshalb konnten wir ihn gleich wieder in die Lüfte entlassen.“ Zoogeschäftsführerin Sabine Grebner: „Aktiver Tierschutz ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wir arbeiten eng mit den Behörden für den Schutz und das Wohlergehen von Wildtieren zusammen.“

20.02.1013 Zoologischer Garten Halle
Obduktionsergebnisse der Malaysischen Tigerin „Girl“ liegen vor
Die Malaysische Tigerin „Girl“ des Zoo Halle verstarb am 27. Januar 2013 bei einem notwendigen chirurgischen Eingriff. Zur Abklärung der Todesursache wurde sie von Spezialisten der Leipziger Universitätstierklinik obduziert. Bei den pathologischen Untersuchungen stellten sich dabei zellbedingte, funktionsmindernde Veränderungen am Herzen, an der Lunge, der Leber und den Nieren heraus, welche aber nur mikroskopisch erfassbar sind und damit zu Lebzeiten der Tigerin nicht diagnostiziert werden konnten. Zusammen sind sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für das Versterben von „Girl“ in der Narkose verantwortlich.

19.02.2013 Zoologischer Garten Magdeburg
Mama – Card zieht größere Kreise
Die „Mama Card“ des Zoos erfreut sich großer Beliebtheit. Sie soll nicht nur Lust auf mehr Zoo machen, sondern ist gleichzeitig ein Gutschein zum Erwerb einer Zoojahreskarte zu einem unschlagbar günstigen Preis – statt regulär 30 Euro kostet die Jahreskarte mit der Mama Card nur 10 Euro!. Das bedeutet 365 Tage Zoo für nur 10 Euro. Mit Anmeldung des neugeborenen Kindes beim Standesamt in Magdeburg wird diese ausgehändigt. Bereits 250 Mama Cards wurden im Zoo eingelöst. Bei rund 2000 Geburten jedes Jahr in der Landeshauptstadt werden damit bisher gut über 10 % der Mama Cards eingelöst. „Eigentlich noch zu wenig“ findet Zoodirektor Dr. Kai Perret, „aber ein Anfang ist gemacht!“.

19.02.2013 Tiergarten Schönbrunn Wien
TIERGARTEN SUCHT WIEDER EHRENAMTLICHE HELFER
Sie betreuen den Leiterwagen-Verleih, beaufsichtigen den Streichelzoo und basteln Spiele für die Tiere: Im Tiergarten Schönbrunn sind derzeit 65 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Am 26. Februar findet wieder ein Kennenlernabend für all jene statt, die ebenfalls im „Team Zoo Aktiv“ mitarbeiten möchten. „Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind zu einer wichtigen Stütze für den Zoo geworden und in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter und hofft auf viele neue Interessenten. Je nach Interesse und Fähigkeit können die ehrenamtlichen Mitarbeiter in vier Bereichen mitanpacken. Wer handwerkliches Talent besitzt, kann den Gärtnern und Handwerkern im Zoo unter die Arme greifen. Wer sich gerne mit Kindern beschäftigt oder die Artenschutz-Botschaft vermitteln möchte, ist im Veranstaltungsteam gut aufgehoben. Ein weiterer Bereich ist das allgemeine Besucherservice und als vierte Aufgabe im Zoo gibt es viele administrative Tätigkeiten, bei denen man auf ehrenamtliche Mitarbeiter setzt.

18.02.2013 Tierpark Berlin
Zweifacher Nachwuchs beim Binturong im Tierpark Berlin
Nach fast zwei Jahren Pause hat unser bewährtes Pärchen Binturongs „Vincent“ und „Fiona“ (geb. 2000 und 2001 im Zoo Halle) erneut für Nachwuchs gesorgt. Am 27. Januar kamen drei Jungtiere zur Welt, von denen allerdings ein Jungtier schwächlich war und kurz nach der Geburt starb. Die beiden verbliebenen Geschwister – ein Männchen und ein Weibchen – entwickeln sich unter der fürsorglichen Pflege des erfahrenen Muttertieres „Fiona“ sehr gut. Die derzeitige Köpermasse liegt bei 720 g für das etwas kleinere Männchen und 860 Gramm für seine Schwester. Die Jungtiere sind Nesthocker und verbringen die ersten acht Wochen ihres Lebens in einem Nestkasten in der Mutterbox, welche für Besucher nicht einsehbar ist. Es werden demnach noch etwa 4-5 Wochen vergehen, bis die beiden Jungtiere für Tierparkbesucher im Alfred-Brehm-Haus zu sehen sind.

18.02.2013 Zoo Hannover
Innenanlage bezugsfertig – neue Themenwelt „Kibongo“ im Bau – Wiedersehen mit den Schimpansen
Im Erlebnis-Zoo Hannover gab es am Montag das lang erwartete Wiedersehen mit den Schimpansen: Mit lautstarken Rufen eroberten Maxi, Toto, Schika, Jeany, Viktoria, Maleika und Chunya ihr neues Innengehege im Urwaldhaus. Zwar steht die finale, dekorative Innenausstattung noch aus, dennoch erkannten die Schimpansen ihr vormals kahles Gehege nicht wieder und erkundeten ausgiebig jeden Winkel. Und von denen gibt es nun viele: Eine filigrane Netzkonstruktion überspannt die gesamte Anlage und erweitert sie in die Höhe. Seile locken zum Klettern, eine große Hängematte lädt zum Toben oder Ausruhen ein, Spielzeug und Bücher warten darauf, untersucht und kaputt gespielt zu werden. Was die Schimpansen in ihrem neuen Reich anstellen, kann nun durch eine große Glasfront beobachtet werden. „Wir haben jetzt viel mehr Möglichkeiten, die Tiere zu beschäftigen“, freute sich Klaus Brunsing, stellvertretender Zoologischer Leiter, „dank der Überkupplung und der Sicherheitsscheiben können die Schimpansen jede Art von Spielzeug bekommen.“ Das war vorher nicht möglich: Das alte Gehege wurde durch einen Sicherheitsgraben begrenzt, über den die Tiere Bälle, Bücher oder Eimer gegen die Besucher hätten werfen können. „Wir sind sehr froh, dass wir das Urwaldhaus wieder öffnen und die Schimpansen zeigen können“, freut sich Jens Behn, technischer Leiter im Erlebnis-Zoo Hannover, weist aber auch darauf hin, dass die Arbeiten noch lange nicht abgeschlossen sind. „Die Schimpansenanlage ist zurzeit sozusagen noch undekoriert“, erklärt er. In einem zweiten Schritt wird das Innengehege zu einer stimmungsvollen Urwaldlichtung im Regenwald mit Wasserfall, Bachlauf, Felsen und Lianen umgestaltet. Wie das Gehege dann aussehen wird, zeigen ein Modell und eine Visualisierung im Urwaldhaus. Mit dem Innenausbau kann jedoch erst begonnen werden, wenn die Schimpansen ihre neue Außenanlage bezogen haben. Mit dem Bau wird in Kürze begonnen. Der Besuch der Menschenaffen gleicht dann einer Wanderung durch verschiedenste Klimazonen Afrikas, von der Savanne bis zum Regenwald. Das Modell der neuen Themenwelt „Kibongo“ steht im Urwaldhaus und weckt Vorfreude: Wo einst funktionaler Beton im Baustil der 80er Jahre dominierte, entsteht eine afrikanische Feuchtsavanne mit Felsen und Bäumen zum Klettern, mit Wasserfall, Bachlauf und Teich, Schattenplätzen, Sandbad und Ruhezone. Die Außenanlage wird ca. doppelt so groß wie bisher. Insgesamt investiert der Zoo 3.1 Mio. Euro in die neue Themenwelt Kibongo.

18.02.2013 Zoo Duisburg
Keine Angst vor Spinnen: Abbau von Ängsten im Zoo Duisburg
Sie haben im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte das belastbarste Material im Tierreich entwickelt.Ihre Mutterliebe hat Formen angenommen wie bei keinem anderen Wesen.Ihre körpereigenen Organe können sie völlig ohne Transplantation erneuern.Die Rede ist von Spinnen. All das sind nur einige ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten und Eigenschaften. Doch wieso ernten sie dafür anstatt unserer Bewunderung meist nur Ekel, Hass und Angst? Dieser und vielen weiteren Fragen geht Spinnenexperte Philipp Schroeder im Zoo Duisburg bei dem Workshop: „Keine Angst vor Spinnen – eine Konfrontation“ auf den Grund. Erfahren Sie nicht nur Wissenswertes und Skurriles aus der Welt der heimischen und exotischen Spinnen, sondern nutzen Sie auch die Gelegenheit, ihre Angst vor Spinnen zu überwinden! Wer mag, darf sich sogar einigen lebenden Vertretern vorsichtig annähern und – falls gewünscht – Kontakt zu ihnen aufnehmen. Vortrag & Gespräch mit Gelegenheit zur SpinnenbegegnungDatum: 16.03.2013, 15:00 Uhr

Zoo Berlin, 15.02.2013
Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo wird im Naturkundemuseum präsentiert
Die heutige Vorstellung der Dermoplastik von Eisbär Knut ist auch für den Zoo Berlin ein besonderer Tag. Knut war auf der ganzen Welt beliebt. Er eroberte viele Herzen. Seine Handaufzucht durch den inzwischen leider verstorbenen Tierpfleger Thomas Dörflein und dem gesamten Zoo-Team hat viele Menschen bewegt und gerührt. Knut wurde zum Symbol der Bedrohung der Lebensräume seiner Art und der Bedrohung durch den globalen Klimawandel, der uns alle betrifft. Gabriele Thöne, Vorstand Zoologischer Garten Berlin AG: „Zoo und Tierpark Berlin, aber gerade auch Institutionen wie das Naturkundemuseum Berlin, sind Treuhänder für die nachfolgenden Generationen. So wie Bobby, der Gorilla oder Knautschke, das Flusspferd wird nun auch unser Eisbär Knut über den Tag hinaus die Beziehung zwischen Mensch und Tier, die Botschaft der Natur präsentieren.“

Zoo Berlin, 15.02.2013
Doppelter Nachwuchs bei den größten Antilopen des Berliner Zoos
Wenn die jüngst geborenen Elenantilopen auf der Freianlage im Schnee herum stapfen, erleben sie den Winter ganz anders als in ihren ursprünglichen Herkunftsländern. Die Art, die von Kenia über Angola bis nach Südafrika anzutreffen ist, wird dort nur sehr selten gefrorenes Wasser vorfinden. So gelten Elenenantilopen auch als besonders hitzeverträglich, doch gleichfalls zählen sie auch zu den robustesten Antilopen, die in unseren Gefilden ein ordentliches Winterfell ausbilden und die sich auch bei Minusgraden draußen noch recht wohl fühlen. In der Herde der fünf erwachsenen, rindergroßen Hornträger schließen sich die Jungtiere am liebsten zu einer Kindergruppe zusammen. Das am 17. Januar geborene Bullkalb mit seinen kleinen Hornansätzen wirkt schon etwas kräftiger als seine am 5. Februar zur Welt gekommene Halbschwester.

Tierpark Hellabrunn München, 15.02.2013
Nachwuchs bei Menschenaffen in Hellabrunn: Große Freude über kleinen Gorilla
Noch wäre der Begriff „Sanfter Riese“ völlig unpassend, aber wenn man sich Mama und Papa ansieht, wird klar, dass auch der kleine schwarze Zwerg an Mutters Brust irgendwann einmal groß und sehr stark sein wird. Nach etwa 37 Wochen im Bauch von Gorilla-Dame Bagira kam am Freitag, den 8. Februar ein kleiner Westlicher Flachland-Gorilla in Hellabrunn auf die Welt. Nun gehören sieben Mitglieder zur Münchner Gorilla-Mannschaft: Roututu, der Anführer (39 Jahre), Bagira (27), Sonja (23), Neema (25) und die Youngster Sadiki (6) und Kajolu (3). Das Nesthäkchen ist genau eine Woche alt und entwickelt sich prächtig.

Zoo Osnabrück, 15.02.2013
Curry, Koriander, Pfefferminz – Tiere lieben es exotisch: Indasia spendet Gewürze für Feinschmecker im Zoo
Von Pfefferminz bis Lebkuchengewürz, von Zwiebelpulver bis hin zu geräuchertem Koriander – Tiere mögen Gewürze. Wie wir Menschen sind aber auch sie wählerisch: Jedes Tier hat seine Vorlieben. „Curry!“ – Könnte man die beiden Vielfraße Vilja und Loki aus dem Zoo Osnabrück interviewen, so wäre das sicherlich die Antwort auf die Frage nach ihrem Lieblingsgewürz. Streut Tierpfleger Thorsten Vaupel das gelbe Pulver im Vielfraß-Gehege aus, stürzen sich die beiden mit Begeisterung darauf: „Sie wälzen sich auf dem Curry, bepudern ihr Fell damit und naschen davon. Duftet nur einer von beiden nach dem Gewürz, kugeln sie sich auch schon mal übereinander, was für die Besucher besonders schön zu beobachten ist“, berichtet Vaupel. Die Gewürze werden im Zoo als positive Stimulation eingesetzt, um die Tiere zu beschäftigen und ihnen Abwechslung zu bieten. In der Natur sind Tiere laufend mit fremden Gerüchen konfrontiert, wie dem von potenziellen Beutetieren, Geschlechtspartnern oder Feinden – eine Art der Kommunikation zwischen den Tieren. Setzen die Tierpfleger im Zoo Gewürze ein, können sie auch hier den Geruchssinn der Tiere herausfordern und so Langeweile vorbeugen. Gespendet werden die Gewürze von dem Gewürzmittelhersteller Indasia aus Georgsmarienhütte: „Gerne haben wir neben einer Sponsoring-Partnerschaft mit dem Zoo auch die Patenschaft für die beiden Vielfraße übernommen und freuen uns, dass unsere Gewürze nicht nur bei uns Menschen gut ankommen“, so José Kilhoffer, Geschäftsführer bei Indasia. Doch nicht nur die Vielfraße profitieren von dem Engagement. Auch bei vielen anderen Tierarten, wie Bären, Löwen oder Luchsen, nutzt der Zoo Gewürze, um die Nasen und Geschmacksnerven der Tiere herauszufordern.

Tiergartenn Schönbrunn Wien, 14.02.2013
SO WIRD DAS NEUE ZUHAUSE DER EISBÄREN AUSSEHEN
Eine naturnahe Landschaft, tiefe Tauchbecken und ein eigener Mutter-Jungtier-Bereich: Als Modell steht die neue Eisbärenwelt im Tiergarten Schönbrunn bereits, im Mai 2014 soll das „Franz Josef Land“ schließlich eröffnet werden. Die Außenanlage wird mit einer Gesamtfläche von 1.700 Quadratmetern fast dreimal so groß sein wie die alte. Wie am Modell zu erkennen ist, wird bei der neuen Anlage die abwechslungsreiche Landschaft des natürlichen Lebensraums der Eisbären nachempfunden. „Wir bieten den Tieren verschiedene Bodensubstrate wie Wiesen, Fels- und Geröllflächen, aber auch Bäche und Wasserfälle“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Am Modell gut zu sehen sind auch die vielen Wasserflächen. Schratter: „Unterschiedlich tiefe Wasserbecken sollen die Eisbären zum Schwimmen und Tauchen einladen. Die Besucher können sie erstmals auch unter Wasser beobachten.“ Die Anlage lässt sich so trennen, dass ein großer Mutter-Jungtier-Bereich entsteht, wo die Tiefe des Wassers an den jeweiligen Entwicklungsstand des Nachwuchses angepasst werden kann. Die Arbeiten auf der Baustelle schreiten plangemäß voran. Die Technikräume mit den Filteranlagen für die Wasseraufbereitung, der Rohbau der Futterküche und die Innenräume, in die sich die Eisbären zurückziehen können, stehen bereits. Als nächstes folgt der Besuchertunnel, der zum Polardom führen wird. Dieses interaktive Besucherzentrum soll über die Lebensräume und die Tierwelt der Arktis und Antarktis sowie über Klimaschutz und Nachhaltigkeit informieren und zum aktiven Umweltschutz motivieren. Auch das Artenschutzprojekt des Vereins der Freunde des Tiergartens mit Polar Bears International wird vorgestellt. Eisbären sind zum Symbol für die Bedrohung vieler Tierarten durch den Klimawandel geworden. Die Tiere im Zoo sind wichtige Botschafter für ihre gefährdeten Artgenossen im Freiland und deren Lebensraum. Der Tiergarten sucht für dieses Großprojekt Spender und Sponsoren. Details zu Spendenmöglichkeiten, Fotos zu den Baufortschritten und weitere Infos finden Sie unter http://franz-josef-land.zoovienna.at/.

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