Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Zoo Berlin 13.03.2013
ZOO STELLT SICH DER GESCHICHTE: „ZOO BERLIN VON 1933 BIS 1945“
Auch in der Reihe „Zoo-Geschichten“ stellt sich der Berliner Zoo im „Themenjahr 2013“ (80 Jahre nach Hitlers Machtantritt und 75 Jahre nach dem Judenpogrom vom 9. November 1938) einmal mehr der Geschichte. „Verlorene Vielfalt – der Zoo Berlin 1933 – 1945“ lautet das Thema der inzwischen traditionellen Gesprächsrunde, zu der Zoodirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz am 20. März 2013 um 18 Uhr ins Antilopenhaus im Zoologischen Garten einlädt. Am Antilopenhaus war im Sommer 2011 eine Gedenktafel zur Erinnerung an die jüdischen Zoo-Aktionäre enthüllt worden, die nach 1933 gezwungen waren, ihre Aktien zu verkaufen. Drei Gesprächspartner werden das Thema der ab 1933 verlorenen und zerstörten Vielfalt mit all ihren Folgen unter der Moderation von Alexander Kulpok diskutieren: Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors und Dekan des Fachbereichs Holocaust-Studien am Touro College Berlin, Dr. Eberhard Grashoff, Zeitzeuge am 30. Januar 1933, letzter Chefredakteur der Berliner Tageszeitung „Telegraf“ und ehemaliger Sprecher der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der DDR sowie der SPD-Abgeordnete Thorsten Karge, Innenpolitiker und Sicherheitsexperte seiner Partei und Mitglied im Verfassungsschutz-Ausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, der sich intensiv mit den NSU-Morden zu befassen hat.

Zoo Duisburg 13.03.2013
Aufgrund großer Nachfrage jetzt fest im Programm: Junggesell(inn)en-Abschied im Zoo Duisburg
Oh Gott – der Jungesell(inn)en-Abschied naht… Egal, ob man selbst schon wegen der Aufgaben zittert, die man wird bestreiten müssen, oder ob man mit der Organisation des letzten „freien“ Großevents im Freundeskreis betraut ist: Die Stimmung ist oft nicht ganz entspannt. DAS möchte der Zoo Duisburg ändern. Wir haben ein ca. 2,5-stündiges Programm ausgearbeitet, bei dem unsere Mitarbeiter Lustiges, Skurriles und Interessantes aus dem Liebesleben verschiedenster Tiere verraten. Nach der Versorgung der maximal 12-köpfigen Truppe mit solchen pikanten Details wird die Junggesellin oder der Junggeselle natürlich auch auf Herz und Nieren geprüft: Schafft sie/er es, das Schaf- und Ziegengehege im Streichelzoo so zu reinigen, dass es den strengen Ansprüchen der Tierpfleger genügt? Bei erfolgreichem Ausgang wartet auf alle Teilnehmer der Veranstaltung zum Abschluss ein Glas Sekt im Entdeckerhaus. Die Junggesellin oder der Junggeselle erhält zur Erinnerung an den tierischen Tag eine Urkunde vom Zoo.

Zoo Heidelberg 13.03.2013
Goldgelber Zwillingsnachwuchs im Zoo Heidelberg
Die Goldgelben Löwenäffchen Ilona und Alfredo haben im Zoo Heidelberg vor kurzem für eine freudige Überraschung gesorgt: Gleich im Doppelpack kam bei den zierlichen Äffchen Nachwuchs zur Welt. Die Jungtiere erfreuen sich bester Gesundheit und haben sich bereits hervorragend in die Gruppe eingelebt. Im Zoo Heidelberg pflanzt sich die bedrohte Affenart seit längerem erfolgreich fort, in den letzten drei Jahren kamen vier Jungtiere zur Welt. In freier Wildbahn bewohnen die zur Familie der Krallenaffen gehörenden Primaten ausschließlich ein kleines Regenwaldgebiet im Bundesstaat Rio de Janeiro in Brasilien. Wie so oft ist auch für die Goldgelben Löwenäffchen der Mensch die größte Bedrohung: Durch die ständig fortschreitende Abholzung und die Jagd wären diese schönen Tiere Anfang der 1980er Jahre fast komplett ausgerottet worden.
Nur das Engagement zahlreicher Zoos in Zusammenarbeit mit den brasilianischen Behörden konnte die Situation der kleinen Primaten verbessern. Zahlreiche in Menschenobhut geborene Löwenäffchen wurden wieder ausgewildert, außerdem konnten die Schutzmaßnahmen im Lebensraum verstärkt werden. Heute gilt die Art immer noch als gefährdet („endangered“), ihr Bestand von etwa 1000 Tieren ist aber stabil. Die Goldgelben Löwenäffchen sind deshalb ein bekanntes und wichtiges Beispiel dafür, dass Zoos erfolgreich zum Überleben von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung beitragen können.

Zoo Salzburg 13.03.2013
Führung für Erwachsene „Frühlingserwachen im Zoo“
Am Mittwoch, 20. März 2013, beginnt um 12.02 Uhr offiziell der Frühling. An diesem Tag ist es genau 12 Stunden hell und 12 Stunden dunkel. Rundherum ertönen jetzt Stimmen: Vögel singen und zwitschern lautstark und das Geklapper der Störche ist vielerorts schon zu hören. Die „Frühblüher“ treiben jetzt auch ihr zartes Grün der Sonne entgegen. Und was passiert im Reich der Zootiere am Hellbrunner Berg? Wenn die Sonne vom Himmel lacht, verlassen die Salzburger Präriehunde wieder ihre unterirdischen Bauten. Rund zwei Monate verbrachten die Nager ununterbrochen in ihrem Bau und haben die kalte Zeit einfach verschlafen. Bei Sonnenschein unternehmen auch die Kattas mit den drei Monate alten Jungtieren erste Ausflüge und picknicken gerne mal im Freien. Die südamerikanischen Wasserschildkröten wurden ebenfalls schon von den ersten Sonnenstrahlen wach „geküsst“ und genießen die Wärme. Bei dieser Entdeckungstour im Zoo gibt es viel Spannendes über die Tierwelt im Frühling zu erfahren!

Zoologischer Garten Magdeburg 13.03.2013
Vortrag in der Zoowelle: Papageien
In der Vogelwelt fallen sie durch ihre Artenvielfalt und Farbenpracht auf und sie stehen in der Beliebtheitsskala ganz weit oben: die Papageien. Grund genug, sie im Rahmen eines Vortrages einmal in den Fokus zu rücken. 350 Papageienarten in 850 Unterarten gibt es und René Wüst von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) kennt sie sehr genau – er ist anerkannter Spezialist im Papageienschutz. Am 21. März gibt er in seinem Vortrag „Papageien“ einen Überblick über die Arbeit der ZGAP und zeigt exemplarisch an zwei außergewöhnlichen Freilandprojekten in Kolumbien, wie schwierig und wichtig Schutzmaßnahmen sind. Renè Wüst hat Ostafrika, Südostasien und die Andenregion Kolumbiens bereist, um Artenschutzprojekte voranzutreiben. Inzwischen ist die Lage für einige Papageienarten sehr prekär, denn neben dem fortschreitenden Lebensraumverlust sind sie zunehmend durch den Schwarzhandel bedroht. Der Vortrag findet am 21.03.2013 um 18 Uhr in der Zoowelle (Zooeingang) statt und kann kostenfrei besucht werden.

Zoo Osnabrück 13.03.2013
Zoo Osnabrück trauert um Nuru – Giraffenkind plötzlich verstorben
Der am 30.01.2013 geborene Giraffenjunge Nuru ist in der Nacht von Montag auf Dienstag plötzlich verstorben. Erste pathologische Untersuchungen weisen auf eine Muskelstoffwechselerkrankung hin. „Nuru zeigte am Montagmorgen erste Krankheitsanzeichen. Er kniff die Augen zusammen, was auf starke Schmerzen hindeutete, und bewegte sich nur noch sehr schleppend. Allerdings hatte er zu diesem Zeitpunkt noch solche Kräfte, dass er einer direkten Untersuchung auswich und uns nicht an sich heran ließ“, erläutert Zoodirektor Prof. Michael Böer, der sofort ein Breitbandantibiotikum sowie Schmerzmittel per Blasrohr verabreichen ließ. „Nachmittags war Nuru bereits so geschwächt, dass wir an ihn herankamen und ihn erstmals gründlich untersuchen konnten. Unklare Lungenbefunde und eine niedrige Körpertemperatur wiesen auf ein schnell fortgeschrittenes Krankheitsbild hin.“ Nuru erhielt daraufhin erneut Medikamente und Infusionen. Doch die Notfallbehandlung schlug nicht an: Nuru verstarb in der Nacht. „Für uns Zoomitarbeiter sind derartige Vorfälle sehr traurig und frustrierend. Denn Jungtiere von sehr großen Säugetieren lassen den Tierarzt erst im letzten Moment gefahrlos an sich heran. Dann geht es ihnen aber meistens schon so schlecht, dass kaum noch Hoffnung besteht“, bedauert Böer. „Nuru wog bereits 80 Kilo. Wäre er auf die Hinterbeine gestiegen und hätte ausgeschlagen, hätte das für Menschen Lebensgefahr bedeutet.“ Außerdem ließen sich gerade Fluchttiere eine Krankheit erst dann anmerken, wenn es ihnen bereits sehr schlecht ginge – ein in der Wildbahn überlebenswichtiges Verhalten, damit Fressfeinde nicht auf sie aufmerksam werden. Erste Testergebnisse der Obduktion im Institut für Pathologie der tierärztlichen Hochschule Hannover haben nun ergeben, dass Nuru offenbar eine Muskelstoffwechselerkrankung hatte. „Die Gründe hierfür erfahren wir nach weiteren Tests nächste Woche“, so Böer. „Seine Mutter Diana ist bereits 24 Jahre alt. Aus der freien Wildbahn gibt es Erkenntnisse, dass Kinder von älteren Giraffenmüttern gesundheitliche Schwierigkeiten haben können.“ „Wir sind alle sehr erschüttert, dass der kleine Nuru gestorben ist“, äußert sich Revierleiterin Petra Kunze zu dem Todesfall im Giraffenrevier des Osnabrücker Zoos. Giraffenmutter Diana gehe es den Umständen entsprechend gut: „Wir haben sie sofort mit unseren übrigen fünf Giraffen zusammen gelassen, sodass sie abgelenkt war. Sie scheint den Verlust bereits verkraftet zu haben.“ Das könne ein Anzeichen dafür sein, dass Nuru bereits von Geburt an krank war – für die Menschen nicht bemerkbar, vielleicht aber für die Mutter.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 13,03.2013
Wüsten-Krötenechsen im Terrarium: Kleine, stachelige „Monster“
Lange galten die auf Ameisen-Nahrung spezialisierten Wüsten-Krötenechsen als äußerst schwierige Pfleglinge und wurden folglich nur sehr selten in Terrarien gehalten. Einfach ist ihre Haltung immer noch nicht, aber heutzutage ist das Futterproblem lösbar, und die Tiere lassen sich auch züchten. Seit Kurzem sind nun im Terrarium der Wilhelma zwei Paare dieser bizarren Reptilien zu sehen. Krötenechsen sind rundliche, stark abgeplattete Vertreter aus der Familie der Leguane. Charakteristisch für die Bewohner steiniger Halbwüsten: die großen Stachelschuppen am Hinterkopf und der kurze Schwanz. Die Stachelschuppen reichen bei den bis 13 Zentimeter langen Tieren als Schutz aber nicht aus – bei Gefahr drücken sich die tarnfarbenen Echsen daher platt an den Boden. Genügt das immer noch nicht, so können sie aus den Augenwinkeln Blutflüssigkeit verspritzen: ein für die meisten Gegner durchaus abschreckendes Verhalten, das man im Terrarium allerdings nicht zu Gesicht bekommt Wüsten-Krötenechsen (ihr wissenschaftlicher Name lautet Phrynosoma platyrhinos) stammen ursprünglich aus dem Westen und Südwesten der USA sowie aus Mexiko. Die kleinen „Monster“ in der Wilhelma kennen die amerikanischen Halbwüsten allerdings bestenfalls vom Hörensagen – sie sind in Baden-Württemberg geschlüpfte Nachzuchten. Damit sie sich auch in Menschenobhut rundum wohl fühlen, brauchen die Sonnenanbeter richtig viel Licht. Und auch das „Catering“ muss stimmen: Krötenechsen haben sich auf den Verzehr von Ameisen spezialisiert. In der Natur hat das Vorteile: Ameisen sind hier als Futtertiere reichlich vorhanden und werden den kleinen Echsen von anderen Räubern kaum streitig gemacht. Auch im Terrarium müssen folglich Ameisen auf dem Speiseplan stehen. Falls diese nicht in ausreichender Menge verfügbar sind, stäubt man ersatzweise andere kleine Futterinsekten mit einem Pulver aus Ameisensäure und entsprechenden Spurenelementen ein.Noch sind die Wüsten-Krötenechsen der Wilhelma nicht ausgewachsen. Doch wenn alles gut geht, legen sie im nächsten Jahr Eier, aus denen hoffentlich die nächste Generation kleiner stacheliger Monster schlüpfen wird

Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V. 13.03.2013
Förderverein der Hauptstadtzoos wählte Vorstand
Vorsitzender Thomas Ziolko zieht Bilanz und wagt einen Ausblick. Auf der Mitgliederversammlung der Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V. am Dienstag, den 12. März 2013, wählte der Förderverein der Hauptstadtzoos einen neuen Vorstand. Den Verein führen wird in den nächsten drei Jahren weiterhin Thomas Ziolko, der seit 2004 Vorsitzender ist. Neu im Vorstand sind Ricarda Weizel und Gabriele Kadenbach. Des Weiteren sind die bisherigen Vorstandsmitglieder Ingrid Manly und Olaf Lange wieder gewählt worden. Gleichzeitig zog der über 1.800 Mitglieder zählende Verein eine Bilanz der letzten Jahre: „Wir haben in den letzten drei Jahren einen Mitgliederzuwachs von über 41 % gehabt, über 200 Ehrenamtliche arbeiten in den verschiedensten Bereichen und wir zahlten 2012 an Spenden an die Hauptstadtzoos 175.000 Euro und sind damit der größte Spender für Tierpark und Zoo. Diesen Schwung der letzten Jahre wollen wir beibehalten, da er die Verbundenheit der Berliner zu Zoo und Tierpark zeigt“, so der Vorsitzende Thomas Ziolko. Ziolko warnte auf der Mitgliederversammlung davor, dass der Senat die Zuschüsse für den Tierpark weiterhin reduziert, nach dem sich der Senat aus der Verantwortung bereits beim Berliner Zoo gestohlen hat. „Wir brauchen ein klares Bekenntnis des Senats für eine langfristige finanzielle Absicherung vom Tierpark!“. Gleichzeitig appellierte er: „Die Hauptstadtzoos brauchen die Unterstützung der Berlinerinnen und Berliner. Tierpark und Zoo leben von aktiver Teilhabe.“ In diesem Jahr sammeln die Freunde der Hauptstadtzoos 65.000 Euro für den Umbau der der Koi- und Goldfischbecken im Aquarium und wollen bis 2014 für den Umbau des Alfred-Brehm-Hauses im Tierpark 175.000 Euro sammeln.

Tiergarten Nürnberg 13.03.2013
Erfolgreiche Vergesellschaftung von Gorillas
Die Vergesellschaftung des Neuzugangs Louna in der Gorilla-Anlage des Tiergartens der Stadt Nürnberg ist erfolgreich abgeschlossen worden. Louna war am 30. Januar 2013 aus dem Leipziger Zoo nach Nürnberg gekommen. Das am 13. Juli 2006 in Leipzig geborene Gorilla-Weibchen war vom neuen Leipziger Silberrücken nicht akzeptiert und aus der Gruppe gebissen worden. Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms kam Louna, die noch nicht geschlechtsreif ist, nach Nürnberg. Mit ihr soll der Tiergarten für die Zeit nach Haremschef Fritz (50 Jahre) einen jüngeren Harem aufbauen. Im Gegenzug für den Neuzugang Louna wechselte das Gorilla-Weibchen Hakuna Matata, die in den besten Jahren ist und zu der Fritz seit Jahren eine Vater-Tochter-Beziehung aufgebaut hat, in eine andere Zuchtgruppe. Nachdem Louna alle Teile der Gorilla-Anlage kennengelernt hatte, wurde sie mit der übrigen Gruppe vergesellschaftet. Fritz erwies sich als vorbildlicher Haremschef, aber Hakuna Matata reagierte immer wieder sehr aggressiv auf den Neuzugang und biss Louna mehrfach. Dieses Verhalten kommt bei Auseinandersetzungen zwischen Gorillas auch im Freiland regelmäßig vor. Obwohl Fritz versuchte, den Neuzugang zu beschützen, fand die viel flinkere Hakuna wiederholt die Möglichkeit, Louna anzugreifen. Gorillaweibchen Bianka (41 Jahre) reagierte neutral auf das junge Weibchen, ihre Artgenossin Lena (37 Jahre) begann jedoch, sich auf die Seite von Hakuna zu schlagen. Um die Situation zu entschärfen, wurde der für Ende März geplante Transport von Hakuna Matata in einen anderen Zoo vorgezogen. Das Tier reiste bereits am 21. Februar 2013 in Begleitung einer vertrauten Pflegerin nach Budapest. In Nürnberg lebte Louna anfänglich weiter neben der Gruppe und wurde währenddessen von den Pflegerinnen und Pflegern besonders intensiv betreut. In dieser Zeit konnten die Wunden, die Hakuna Louna zugefügt hatte, abheilen und die Gruppe konnte den Abgang von Hakuna verarbeiten. Am 27. Februar 2013 wurde Louna zur Gruppe gelassen. Silberrücken Fritz und die beiden verbliebenen Weibchen Lena und Bianka nahmen sie sofort und unproblematisch auf. Ohne Hakuna Matata herrschte von der ersten Minute an Harmonie, das Sozialverhalten der ganzen Gruppe wurde intensiver. In Budapest hatte Hakuna Matata die Gorilla-Anlage in Gegenwart der Vertrauensperson erforscht und die dortigen Artgenossen kennengelernt. Binnen kurzem war sie erfolgreich in die neue Gruppe integriert.

Tiergarten Schönbrunn Wien 12.03.2013
DEN VOGELSTIMMEN IM TIERGARTEN AUF DER SPUR
Kohlmeisen, Kleiber, Haussperlinge & Co.: Jeden Morgen geben die heimischen Vögel im Tiergarten Schönbrunn ein Konzert und zwitschern um die Wette. Bei der Sonderführung „Wer singt denn da?“ gehen die Besucher – begleitet von einer fachkundigen Tierpflegerin – den verschiedenen Stimmen nach und versuchen, aus dem vielstimmigen Vogelchor einzelne Arten herauszuhören. „Jede unserer heimischen Vogelarten hat einen einzigartigen Gesang. Den Buchfinken hat ihr typisches „pink, pink“ sogar ihren Namen gegeben“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Es ist eine tolle Sache, wenn man bei Spaziergängen künftig immer weiß, welcher Vogel da gerade singt.“ Ganz nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ startet die eineinhalbstündige Führung bereits um sechs Uhr in der Früh. Die Vogelfreunde erfahren bei dem Rundgang durch den Wald im Tiergarten, bei dem mit etwas Glück auch Zaunkönige und Zilpzalps zu hören und zu sehen sein werden, interessante Details zu den Vogelstimmen. So gibt jeder Vogel viele verschiedene Laute von sich, je nachdem, ob er mit seinen Artgenossen Kontakt halten, sein Revier abgrenzen, vor Feinden warnen oder seine Küken locken will. Schratter: „Der Gesang dient aber auch der Verführung des Weibchens. Das Männchen mit dem schönsten Gesang wird von der Vogeldame ausgewählt“
Infos zur Sonderführung „Wer singt denn da?“
Termine: 17. März und 21. April 2013 (nur bei Schönwetter)
Startzeit: 6.00 Uhr
Kosten: 17 Euro pro Person
Information und Buchung: Tel. (1) 877 92 94-500 (werktags 8.00 bis 17.00 Uhr) oder Email: reservierung@zoovienna.at

Tierpark Berlin 11.03.2013
Palawan-Bengalkatzen – seltene und bedrohte Neuankömmlinge im Tierpark Berlin
Die Bengalkatze ist eine Traditionsart im Tierbestand des Tierparks Berlin. Der erste Vertreter dieser südostasiatischen Kleinkatzenart traf bereits 1961 aus dem Zoo Hanoi ein und seit 1964 vermehrt sich die Hinterindische Bengalkatze erfolgreich und kontinuierlich im Tierpark Berlin. Nachdem allerdings im letzten Jahr das letzte Zuchtpaar altersbedingt starb und in Europa nur noch wenige Bengalkatzen bekannter Unterartzugehörigkeit in Zoologischen Gärten gehalten werden, entschloss sich der Tierpark Berlin zum Import von Bengalkatzen von den Philippinen. Auf den Inselgruppen der Philippinen leben zwei Unterarten der Bengalkatze, welche ausschließlich dort vorkommen. Nach langer Zeit der Suche und Vorbereitungen trafen am 8. Februar 2013 wohlbehalten vier Palawan-Bengalkatzen (Prionailurus bengalensis heaneyi) aus dem philippinischen Zoo Avilon in Berlin ein. Es handelt sich um zwei junge Paare, welche im Zoo Avilon geboren wurden. Die Palawan-Bengalkatze lebt ausschließlich auf der westlichen Philippinen-Insel Palawan sowie auf einigen vorgelagerten Inseln. Die Bestandsituation dieser Unterart im Freiland ist unbekannt, es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Bestand ähnlich wie bei anderen philippinischen Arten rückläufig ist. In Zoologischen Gärten außerhalb der Philippinen wird diese Unterart unseres Wissens derzeit nicht gehalten. Das Ziel ist daher, mit diesen zwei Paaren eine Erhaltungszucht aufzubauen, zukünftige Nachzuchten an andere, an der Haltung dieser bedrohten Kleinkatzenart interessierte Zoologische Gärten weiterzugeben und so einen Reservebestand außerhalb der Philippinnen aufzubauen.

Freunde der Hauptstadtzoos Berlin, 08.03.2013
Für Rokoko-Fest vom Schloss Friedrichsfelde noch Darsteller gesucht
Das Schloss Friedrichsfelde veranstaltet seit 2010 jährlich ein großes Rokoko-Fest mitten im Tierpark Berlin. In diesem Jahr findet die Zeitreise ins 18. Jahrhundert am 24. und 25. August 2013 statt. Vor der Kulisse vom Schloss Friedrichsfelde werden historische Persönlichkeiten wandeln. Klänge und Schauspiele verzaubern den Besucher in de Zeit von Friedrich dem Großen, der mehrfach im Schloss zu Gast war. Im letzten Jahr besuchten über 15.000 Besucher das große Rokoko-Fest. Gesucht werden noch Darsteller, die im eigenen Barock-/Rokoko-Kostüm zum Schlossfest flanieren und Freude an einer Zeitreise ins 18. Jahrhundert haben. Gestellt wird vom Schloss Friedrichsfelde, welches vom Förderverein vom Tierpark und vom Zoo e.V. betrieben wird, die Verköstigung für die beiden Tage. Bewerbungen können mit Foto im Kostüm an info@schloss-friedrichsfelde.de oder an Schloss Friedrichsfelde, Am Tierpark 125, 10319 Berlin gesandt werden.

Zoo Leipzig, 08.03.2013
Außergewöhnliches Lesevergnügen: Autoren der Leipziger Buchmesse zu Gast im Zoo Leipzig
Vom 14. bis zum 16. März dieses Jahres bietet der Zoo Leipzig eine besondere Kulisse für Interessierte der Leipziger Buchmesse. Zwischen Afrika, Tiefsee und Gondwanaland können sich Buchliebhaber in einer außergewöhnlichen Atmosphäre von den neuesten Bucherscheinungen inspirieren lassen. Den Auftakt bestreiten am 14. März ab 18.30 Uhr die Autoren Jan Christophersen, Frank Schulz, Ulrike Draeser und Jens Sparschuh mit ihrer Veröffentlichung „Ein extraherrlicher Meersommerabend“. Im Anschluss ab 20.45 Uhr stellt der Schriftsteller Simon Winchester sein Buch „Der Atlantik“ vor. Beide Lesungen finden im Aquarium statt. Bernhard Kegel liest am zweiten Tag der Buchmesse – 15. März – ab 19.00 Uhr im Gründergarten aus seinem Werk „Tiere in der Stadt“. Um 20.00 Uhr nehmen die Reiseautoren Thomas Heller, Hilla Finkeldei und Lasse Schmidt ihre Zuhörer nach Down Under mit und präsentieren ihre Australien-Reisebücher in Gondwanaland. Am Samstag dürfen sich erstmals die kleinen Leseratten um 10.30 Uhr im Entdeckerhaus Arche in die Welt der Bücher entführen lassen. Nina Helbig und Martin Fuchs lesen aus dem Kinderbuch „Wer hat Himmy Jimmy lieb?“. Jimmy ist ein kleiner Tapirjunge, der auf der Suche nach seiner Mutter auf Schildkröte, Löwe und Co. trifft. Im Anschluss an die Lesung, die kostenfrei ist, können die Kinder auf Entdeckertour durch den Zoo gehen und mit der Buchillustratorin Nina Helbig malen. Um 18.30 Uhr stellt Mustafa Haikal in der Lodge sein neuestes Werk „Master Pongo“ vor, das von der ersten Ankunft eines lebenden Gorillas in Europa handelt. Meike Winnemuth lädt 20.45 Uhr zur Vorstellung ihrer Geschichte „Das große Los“ in die Lodge ein. Den Schlusspunkt setzen Veronika Fischer und Manfred Maurenbecher mit einer packenden Autobiografie der Künstlerin 20.00 Uhr in der Kongreßhalle am Zoo. Im Eintrittspreis von 5.00 Euro ist neben der Lesung eine Kurzführung mit den Zoolotsen enthalten, ausgenommen sind die Vorstellungen in Gondwanaland und in der Kongreßhalle. Die Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
(siehe auch hier)

Zoo Berlin, 07.03.2013
Nachwuchs bei den imposantesten Wildrindern
Ganz groß herauskommen will naturgemäß auch das am 7. Februar dieses Jahres geborene Gauerkalb; denn in freier Wildbahn kommen nur die kräftigsten Bullen zur Fortpflanzung. Noch wirkt das hellbraune, männliche Kälbchen neben seiner scharzbraunen Mutter geradezu zerbrechlich, doch im fortpflanzungsfähigen Alter erreichen die Bullen oft eine Schulterhöhe von mehr als zwei Metern und ein Körpergewicht von über einer Tonne. Solch ein Riese ist auch der 12jährige „Gandalf“, der Vater des Jüngsten, der mit seinen muskel-bepackten Schultern im Zoo nicht nur andere Rinder einschüchtert. Unter Freilandbedingungen dient das Imponieren mit sichtbarem Muskelspiel der Vermeidung schwerer Verletzungskämpfe zwischen den Bullen, wobei der Gegner, der sich unterlegen fühlt, dem vermeintlich Stärkeren, die weibliche Herde überlässt. Heute leben nur noch weniger als 30 Tausend Individuen der südostasiatischen Waldrinder. Ihr Verbreitungsgebiet ist auf ein Zehntel der ursprünglichen Fläche geschrumpft und ihr Vorkommen ist zerstreut. Am häufigsten findet man die größten lebenden Vertreter der Rinder noch in Indien. Die Art gilt als stark gefährdet und genießt im Washingtoner Artenschutz-abkommen den höchsten Schutzstatus. Die Berliner Gaurherde besteht mit dem letzen Kalb nun aus 12 Tieren, was der Zahl ei-ner großen Freilandgruppe entspricht. Doch derzeit wird das letzte Jungtier ‒ im Beisein seiner Mutter „Godiva“ ‒ erst mit dem einjährigen Vorjahrsgeschwister und dem Vater auf der Freianlage vergesellschaftet. Die Zusammenführung der kompletten Herde erfolgt erst in den nächsten zwei bis drei Wochen.
Der Berliner Zoo, der auch das internationale Zuchtbuch für den Gaur führt, züchtet die wegen ihrer Körperkräfte schwer zu haltenden Rinder seit nunmehr über 50 Jahren kontinuierlich und trägt damit wesentlich dazu bei, die Art in Menschenobhut zu erhalten.

Zoo Duisburg, 07.03.3013
Große Augen, tolle Wimpern, lange Beine und graziler Gang: Duisburgs neues Topmodel ist geboren
Rekorde und Superlative im Tierreich werden immer gerne zitiert. Da darf die Giraffe nicht fehlen, die mit einer Körpergröße von bis zu 6 Metern das höchste Tier der Welt ist. Einzigartig ist auch, dass Giraffenmütter im Stehen gebären. Und das aus gutem Grund, denn die Babygiraffen stehen spätestens nach einer Stunde, wenn auch wackelig, auf ihren Beinen, um der vor Fressfeinden Schutz bietenden Mutter zu folgen. Derart bilderbuchmäßig steht im Zoo Duisburg nun seit wenigen Tagen eine frisch geborene männliche Netzgiraffe neben seiner 13jährigen Mutter MALINDI. Das Jungtier wurde nach der für Giraffen typischerweise sehr langen Tragzeit von rund 14 Monaten in der Nacht auf Dienstag geboren und präsentierte sich, von der Mutter trocken geleckt und mit den ersten wackeligen Gehversuchen, dem stolzen Zoopersonal. Den Geburtsvorgang hatten Mutter und Jungtier offenbar bestens überstanden. Schließlich fallen letztere aus einer Höhe von fast 2 Metern zu Boden. Entsprechend wurde die Innenlauffläche im Giraffenhaus dick mit Stroh eingestreut, um die Wucht des Aufpralls abzufangen. Der knapp 14jährige Vater, Giraffenbulle KIRINGO, muss sich aus Sicherheitsgründen noch etwas gedulden, bis er vollen Kontakt zu seinem Sohn aufnehmen darf. Denn die Väter gehen anfangs teilweise recht ruppig mit den Junggiraffen um. Das Kindchenschema schlägt bei einer Babygiraffe auch bei hartgesottenen Zoomitarbeitern immer wieder voll durch. Mit riesigen Augen und langen Wimpern steht das mit 1,70 m durchaus als zierlich geltende Jungtier neben der Mutter. Dabei kommt die ganze Eleganz einer Giraffe schon beim Nachwuchs durch, wenn er über die Innenlauffläche stolziert. Das Namen gebende, netzartige braune Fleckenmuster trägt zur grazilen Erscheinung bei. Im Übrigen erkennen sich Giraffen gegenseitig an der individuellen Musterung. MALINDI kümmert sich bestens um ihren Nachwuchs, der nicht müde wird, sich an die Zitzen zu hängen und sich satt zu trinken. Mit diesem Energieschub wird die kleine Netzgiraffe mindestens 1 cm pro Woche wachsen.

Zoo Salzburg, 07.03.2013
„Pünktchen und Streifen“ – Entzückender Nachwuchs bei den Tapiren im Salzburger Zoo
Am vergangenen Freitag, 1. März 2013, hat ein gesundes, rund 5 Kilogramm schweres Flachlandtapir-Baby das Licht der Welt erblickt. Mutter Bibi kam vergangenes Jahr aus dem tschechischen Zoo Brno nach Salzburg. Das 2 ½ jährige Weibchen ist zum aller ersten Mal Mutter und kümmert sich rührend um ihr Jungtier.
Tarnkleid: Das wollige, braunschwarze Fell junger Tapire besitzt helle Punkte und Streifen. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, dem südamerikanischen Regenwald, dient die Fellzeichnung der Tarnung und schützt gut vor Feinden. Die Umfärbung des Fells bei Flachlandtapiren beginnt schon im Alter von 1 bis 2 Monaten und mit einem halben Jahr verschwindet die Zeichnung meist ganz.
Neugieriges „Rüsselchen“: Gleich nach der der Geburt können die Jungtiere schon gut sehen und riechen. Mit dem kleinen „Rüsselchen“ werden viele, neue Düfte aufgenommen. Und auch Mutter Bibi wird mit dem kleinen Näschen häufig abgetastet und an geschubst. Verletzlich: Die Bestände der Flachlandtapire der südamerikanischen Regenwälder sind in den vergangenen 33 Jahren um mehr als 30 % zurückgegangen. Die Gründe sind Lebensraumverlust, illegale Jagd und Konkurrenz durch die Viehwirtschaft. Der Zoo Salzburg beteiligt sich deshalb am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Flachlandtapire. Bitte noch ein wenig Geduld! Noch schläft der Salzburger Tapir-Nachwuchs sehr viel. Es wird deshalb noch einige Zeit dauern, bis das Jungtier mit Mutter Bibi auf der Freianlage für Zoo-Besucher zu sehen ist. Wenn die frühlingshaften Temperaturen die nächsten zwei bis drei Wochen anhalten, dann stehen die Chancen sehr gut, dass Mutter und Kind noch vor Ostern zum ersten Mal die Freianlage erkunden können.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 07.03.2013
WÜSTENHAUS BEKOMMT VIELE NEUE ATTRAKTIONEN
Fische zum Anfassen, ein Labyrinth für Nacktmulle, giftige Klapperschlangen und quirlige Wüstenspringmäuse: Zehn Jahre nach seiner Eröffnung wird das Wüstenhaus, das vom Tiergarten Schönbrunn und den Österreichischen Bundesgärten in der ARGE Wüstenhaus gemeinsam betrieben wird, aufwändig umgestaltet. Mit einer ganzen Reihe neuer tierischer Attraktionen öffnet es am 22. März wieder seine Pforten. „Wir wollen noch mehr faszinierende Wüstenbewohner und ihre Anpassungen an diesen extremen Lebensraum zeigen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Gleich beim Eingang entsteht ein Aquarium mit Rötlichen Saugbarben. Diese Fische werden zur Therapie von Hautproblemen eingesetzt. Auch die Besucher können ihre Hände ins Wasser tauchen und sich anknabbern lassen. Der Erlebnispfad führt weiter in einen Höhlengang. Hier ziehen neben dem Zagrosmolch, der als schönster Molch der Welt gilt, und den Blinden Höhlensalmlern, die keine Augen besitzen, unter anderem Große Wüstenspringmäuse ein. Neue, eindrucksvolle Bewohner sind auch die Klapperschlangen. Ein Highlight wird das 70 Meter lange Labyrinth aus Glasröhren für die Nacktmulle. Diese Nagetiere gewinnen zwar keinen Schönheitswettbewerb, führen aber ein extrem faszinierendes Leben. Nach der Wiedereröffnung wartet auch eine neue pflanzliche Besonderheit auf die Besucher: die Fockea, ein Nachwuchs der ältesten sukkulenten Topfpflanze der Welt. „Seit 1788 kultivieren wir diese botanische Rarität in den Schönbrunner Glashäusern. 1889 wurde sie sogar auf der Pariser Weltausstellung präsentiert“, erklärt Brigitte Mang, Direktorin der Österreichischen Bundesgärten.

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