Museum Mensch und Natur

Das Museum Mensch und Natur ist ein modernes Naturkundemuseum im Nordteil von Schloss Nymphenburg in München. Es ist ein Museum der Staatlichen Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns. Auf 2.500 m² werden die Entstehung des Sonnensystems, die Geschichte der Erde und die Entwicklung des Lebens, aber auch die Anatomie und Biologie des Menschen, Ernährung und Umweltprobleme sowie das Verhältnis des Menschen zur Natur dargestellt. Speziell für Kinder gibt es die Abteilung „Spielerische Naturkunde“.
In dem Museum wird seit Anfang April 2008 auch der präparierte Braunbär JJ1 (Bruno) ausgestellt, wie bereits sein Vorgänger, der vor 170 Jahren erlegte letzte Braunbär Bayerns.


2011 war ich zum letzten Mal im Museum Mensch und Natur (siehe hier).
Derzeit sind zwei Sonderausstellungen zu sehen, deren Interesse mich geweckt hatten.
Allerdings sollte man bei einem Museumsbesuch wohl beachten, dass am Sonntag, bei reduzierten Preisen und schlechtem Wetter das Museum leicht überfüllt ist. Bei der Spinnenausstellung hat sich das leider besonders bemerkbar gemacht.
Trotzdem lohnt sich der Besuch des Museums (auch für Kinder).

Die derzeitigen Sonderausstellungen:

2. März bis 2. Juni 2013
„Biodiversität in Entenhausen“
Tiere aus einem parallelen Universum
Eine Ausstellung des Naturkunde-Museums Bamberg
Haben Sie schon einmal vom Gurkenmurkser (lateinischer Name: Ciller gurcae) gehört, und welch verheerende Schäden dieses zur Ordnung der Käfer gehörende Insekt der Gurkenernte zufügen kann? Oder wissen Sie, dass der Grauenhafte Vielfuß (Multipes horridus) trotz seines furchterregenden Namens eigentlich völlig harmlos ist? Nein? Dann hatten Sie sicher auch noch keinen Orakelstör oder Hasenzahnhai an der Angel oder sind auf einem Latschpferd geritten.
Es wird also höchste Zeit für Sie, in das Museum Mensch und Natur zu kommen, um diese Bildungslücke zu schließen. Dort erfahren Sie mehr über die genannten (und viele andere) Tiere, die in dem unserer Welt parallelen Entenhausener Universum Stella anatium ihr Wesen und Unwesen treiben.

22. März bis 23. Juni 2013
Lebende Spinnen, Skorpione und Tausendfüßer
im Museum Mensch und Natur!
Neugier, Faszination, Abscheu – Spinnen lösen beim Betrachter ganz unterschiedliche Emotionen aus. Und obwohl die Tiere meist völlig ungefährlich und als Vertilger schädlicher Insekten ausgesprochen nützlich sind, leidet etwa jeder Zehnte unter einer mehr oder weniger ausgeprägten Spinnenfurcht (Arachnophobie). Die Ausstellung zeigt jedoch, dass Spinnen weitaus mehr als gruselige „Ekeltiere“ sind. Viele der über 40.000 bekannten Spinnenarten beeindrucken mit spektakulären Farben und Formen sowie ausgefallenen Techniken des Beutefangs. Indem wir ihre Schönheit, ihre erstaunlichen Sinnesleistungen und ihre Lebensweise zeigen, wollen wir der irrationalen Furcht vor ihnen entgegenwirken. Denn „Spinnenwissen ist das beste Mittel gegen Spinnenfurcht“, wie es der bekannte Tierfilmer Horst Stern formuliert hat.
In fast 50 Terrarien zeigt die Ausstellung lebende Spinnen, Skorpione und andere Gliederfüßer und erlaubt so die unmittelbare Begegnung mit diesen faszinierenden Wesen. Daneben gewähren großformatige Fotos, spektakuläre Modelle und Präparate sowie verschiedene Film- und Mikroskopierstationen spannende und zum Teil überraschende Einblicke in die Welt der geheimnisvollen Achtbeiner, die dem menschlichen Auge sonst verborgen bleiben.
Wussten Sie, dass Spinnen mit Sinneshaaren an den Beinen „hören“ und jedes der vier Augenpaare ein anderes Sehvermögen hat? Oder dass Spinnenseide unter anderem als mikrochirurgisches Nahtmaterial sowie als Umhüllung von Brustimplantaten verwendet wird? Und haben Sie schon einmal von der Riesenkrabbenspinne Heteropoda maxima aus Laos gehört, die mit mehr als 30cm Beinspannweite die größte Spinne der Welt ist?
Erleben Sie die Welt der Spinnen hautnah: Schauen Sie einer lebenden Vogelspinne in die Augen, beobachten Sie die berühmt-berüchtigte schwarze Witwe beim Netzbau und besuchen Sie die 14-Tägigen öffentlichen Fütterungen: Ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie.

Nebenbei bemerkt: Auch das kann man im Museum Mensch und Natur sehen, bzw. hören:

Mehr über das Museum findet man hier.
Und wer im Sommer oder Frühling dem Museum einen Besuch abstatten will, der kann davor oder danach durch den Nymphenburger Park schlendern. Im Winter ist das etwas kalt, aber zumindest der Schloßteich bietet auch im Winter, bzw. bei kalten Temperaturen einen interessanten Wildvogelbestand.
Am Sonntag habe ich folgende Vögel sehen können: Blässhuhn, Gänsesäger, Graugans, Haustaube, Höckerschwan, Kanadagans, Kolbenente, Reiherente und Stockente.
Und der Botanische Garten ist auch nicht weit.

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