Ein Blick in die deutschen und österreichischen Zoos

Erlebnis Zoo Hannover 03.04.2013
Einstimmige Wahl der Aufsichtsräte – Andreas Michael Casdorff wird zweiter Zoo-Geschäftsführer
Monatelang wurde nach einem zweiten Geschäftsführer für den Erlebnis-Zoo Hannover gesucht. Am 15. März sprach sich die sechsköpfige Findungskommission mit einem einmütigen Votum für einen Kandidaten aus. Die Aufsichtsräte der Zoo Hannover GmbH und der Zoo Hannover Service GmbH folgten der Empfehlung der Findungskommission ohne Gegenstimme. Heute stellte Regionspräsident Hauke Jagau in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender den zweiten Geschäftsführer des Erlebnis-Zoo Hannover vor: Ab dem 1. August 2013 leitet Andreas Michael Casdorff gemeinsam mit Geschäftsführer Frank Werner den Erlebnis-Zoo Hannover. Gesucht wurde nach einem Geschäftsführer mit dem Schwerpunkt Strategische Unternehmensentwicklung, für den betriebswirtschaftliche Kenntnisse ebenso selbstverständlich sind wie der Umgang mit Medien und Öffentlichkeit. „Und genau das bringt Andreas Michael Casdorff mit“, so Hauke Jagau. Darüber hinaus ist Casdorff in der Tourismusbranche zuhause und kennt die Region Hannover und den Zoo bestens. Der 48jährige hat in Hannover Betriebswirtschaft studiert und die Pepperdine University, Los Angeles/USA mit dem Abschluss „Master of Business Administration“ (MBA) absolviert. Seit 1995 war Casdorff bei der TUI Deutschland GmbH in unterschiedlichen Bereichen in leitender Funktion beschäftigt, zuletzt als Direktor Operatives Marketing. Andreas Michael Casdorff wurde in Hamburg geboren, ist in der Region Hannover aufgewachsen, verheiratet und hat drei Kinder. Die Entwicklung des Zoos hat er nicht zuletzt aus Vater-Sicht interessiert verfolgt und die einzelnen Themenwelten nach deren Eröffnung mit der Familie besucht – ohne zu ahnen, einmal Geschäftsführer des tierischen Unternehmens zu werden. „Ich habe 17 Jahre Erfahrung darin, Menschen die schönsten Wochen des Jahres zu gestalten. Jetzt freue ich mich darauf, in meiner Heimatstadt den Gästen des Zoos den perfekten Tag zu bereiten“, so Casdorff. Geschäftsführer Frank Werner freut sich auf die Zusammenarbeit mit Andreas Michael Casdorff: „Herzlich willkommen im Team! Hier im Zoo gibt es tierisch viel zu tun.“

Zoo Leipzig 03.04.2013
Amurleoparden bekommen eine neue Anlage – Masterplan Zoo der Zukunft startet in Phase 3
Mit dem offiziellen Spatenstich für eine neue Amurleoparden-Anlage hat der Zoo Leipzig im Jahr seines 135. Geburtstages heute den Weg in die Zukunft fortgesetzt. Der Bau eines modernen, naturnah gestalteten Geheges für die vom Aussterben bedrohten Katzen markiert den Auftakt für die dritte und letzte Phase des Masterplanes Zoo der Zukunft. Gemeinsam mit Michael Faber (Bürgermeister für Kultur der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Leipzig GmbH), Architekt Peter Rasbach und Urs Breitenmoser (Vorsitzender der Cat Specialist Group der Welt-Naturschutzunion IUCN) hat Zoodirektor Dr. Jörg Junhold im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung die Entwicklung des Zoo Leipzig aufgezeigt und die Bedeutung des Projektes hervorgehoben. Innerhalb eines Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die Amurleoparden in der neuen Anlage heimisch werden. Das neue Gehege, das unmittelbar an die Tiger-Taiga angrenzen wird, ist die dritte Heimat für die seltenen Katzen im Zoo Leipzig. Als am 28. März 1968 erstmals Amurleoparden (Panthera pardus orientalis) in den Zoo Leipzig kamen, lebten sie zunächst im damaligen Raubtierhaus (heute das Entdeckerhaus Arche), bevor sie zur Jahrtausendwende in die alte Tigerfarm umzogen, wo derzeit die beiden Amurleoparden Vatne und Xembalo untergebracht sind. Im Zoo Leipzig wurden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche wegweisende Projekte wie die Menschenaffenanlage Pongoland, die afrikanische Kiwara-Savanne, die Tropenerlebniswelt Gondwanaland und die Tiger-Taiga, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum begeht, realisiert. Für die dritte Phase des Masterplanes stehen neben dem Bau der Amurleoparden-Anlage u.a. der Umbau der historischen Bärenburg und die Entwicklung der gesamten Themenwelt Südamerika bevor. Bis 2020 soll der Masterplan Zoo der Zukunft vollständig verwirklicht werden.

Tierpark Hellabrunn Zoo München 02.04.2013
Eröffnung der Hellabrunner Showbühne
Die Köpfe der Zuschauer drehen sich in der Arena nach rechts. Dort kommt mit mächtigen Flügelschlägen ein großer Greifvogel herangeflogen, dreht einige Runden über dem Gelände und landet sicher auf dem ausgestreckten Arm des Falkners. Die Hellabrunner Greifvogel-Show hat endlich eine richtige Showtribüne bekommen. Die Tierpark-Besucher müssen nicht mehr am Wegesrand die Show verfolgen, sondern können gemütlich auf der Tribüne sitzen und die Flugkünste der tierischen Stars bewundern. Auf der ehemaligen Gaur-Anlage (in der Nähe des Restaurants) wurde die neue Showtribüne im römischen Stil gebaut. In dem halbrunden Areal haben 200 Zuschauer Platz. Täglich um 13 Uhr können sich die Besucher des Tierparks die beeindruckenden Fähigkeiten der Greifvögel ansehen – und das Beste daran, die Show ist im Eintrittspreis inbegriffen. Nur bei Sturm und Regen bleiben die Vögel lieber in ihren großzügigen Volieren. Dank einer weiträumigen Einflugschneise über der Mhorrgazellen-Anlage haben die Vögel die Möglichkeit, mit voller Geschwindigkeit in die Arena einzufliegen. Bei der täglichen Greifvogel-Show werden die natürlichen Verhaltensweisen der Greifvögel und Eulen den Tierparkbesuchern nähergebracht. Von den insgesamt 12 Greifvögeln und Eulen begeistert vor allem Mila, ein Europäischer Uhu, mit seinem lautlosen Flug. Der rasante Flug des Wanderfalken Keanu, der hautnah über die Köpfe der Gäste fliegt und dabei sein komplettes Federkleid zeigt, ist ebenfalls beeindruckend. Nicht zuletzt präsentiert der mongolische Steinadler Adonis stolz seine Flügel-Spannweite von zwei Metern. Ab Mitte April wird die Tauben-Show auf die neue Anlage umziehen. Die Kunstflugtauben präsentieren dann vor entsprechender Kulisse ihre Flugspiele wie das Flötenkonzert der chinesischen Taubenflöten oder der beeindruckende Sturzflug der Wutas, einer griechischen Sturzflugtaubenrasse. „Mit der neuen Hellabrunner Vogelshow bekommt der Tierpark ein weiteres Highlight. In entspannter Kulisse die imposanten Greifvögel beim Fliegen zu beobachten, ist ein besonderes Erlebnis. Allein der Blick von der Tribüne über den Auer Mühlbach auf die grüne Auen-Landschaft mit den vielen Gazellen und Kranichen, ist einen Tierparkbesuch wert“, schwärmt die Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks Christine Strobl.

Tiergarten Schönbrunn Wien 02.04.2013
KÜKEN BEI GRÖSSTER PELIKAN-ART
Bei den Krauskopfpelikanen im Tiergarten Schönbrunn gibt es gleich doppelten Nachwuchs: Am 18. und 22. März ist jeweils ein Küken geschlüpft. „Kleine Pelikane sind anfangs komplett nackt. Die Eltern sitzen abwechselnd auf ihren Nestern und wärmen ihre Jungtiere. Jetzt blicken die Küken aber schon immer öfter unter dem Federkleid der Großen hervor“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auch beim Füttern ist bei den Pelikan-Eltern Arbeitsteilung angesagt. Sie ernähren ihren Nachwuchs mit vorverdautem Fisch, den die Jungen aus dem Kehlsack oder Schlund der Eltern herausholen. Krauskopfpelikane verdanken ihren Namen den gekräuselten Federn am Kopf. Mit einer Flügelspannweite von etwa drei Metern sind sie die größte Pelikanart. Krauskopfpelikane sind in Südosteuropa und Asien verbreitet und zählen zu den gefährdeten Tierarten. In Zoos werden sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogammes (EEP) gezüchtet. Im Tiergarten Schönbrunn gibt es seit 1994 regelmäßig Nachwuchs und das ist nicht selbstverständlich. Schratter: „Diese Vögel sind in der Brutzeit sehr leicht zu beunruhigen. Die Zucht gelingt nur, wenn sich die Tiere ungestört fühlen. Unsere Tierpfleger beobachten aus der Entfernung, ob sich die Küken gut entwickeln.“

Tierpark Hagenbeck Hamburg, 28.03.2013
Live erleben: Beeindruckender Sänger im Eismeer
Schon der Name klingt nach Resonanz: Odin. Dahinter verbirgt sich aber keine nordische Gottheit, sondern ein Neuzugang im Tierpark Hagenbeck. Denn der Träger des stolzen Namens ist ein 18jähriger Walrossbulle, der die Besucher durch seinen ausgefallenen Gesang erfreut. Nach einer Flugreise von Moskau nach Frankfurt am Main und einem LKW-Transport nach Hamburg ist am frühen Morgen des 22. März – nach mehr als dreijähriger Vorbereitungszeit – eine vierköpfige Walrossgruppe im neuen Eismeer angekommen. Außer dem männlichen Tier kamen Dyna und Polosa an. Sie sind mit 18 Jahren ebenso erwachsene Tiere wie Odin. Nesthäkchen ist die vierjährige Olivia, die Tochter von Polosa. Unter der fürsorglichen Begleitung von Anna und Ivan Pawlow, den gewohnten Tierpflegern aus Moskau, lernten Odin und Dyna als erste der Gruppe jetzt das Außengehege kennen. Besonders der 1800 Kilogramm schwere Odin schlug hohe Wellen, als er sich in das 7,50 Meter tiefe Becken rutschen ließ. Wellen der menschlichen Sympathie schlugen dem gewaltigen Tier entgegen, als es sich knapp zwei Meter von den Besuchern entfernt am Rand des Beckens positionierte und in verschiedensten Modulationen seinen melodischen Walross-Gesang zum Besten gab. Die Kehl-Luftsäcke zu erstaunlicher Größe aufgebläht, sorgte Odin für beeindruckende Resonanz. Einzig Dyna ließ sich keine Bewunderung anmerken. Sie erkundete schwimmend, tauchend und kletternd das neue Zuhause. Das frostige Frühjahr macht den Walrosse wegen der dicken Haut und der darunter liegenden Fettschicht nichts aus. Im Gegenteil scheinen die Tiere die Wetterlage richtig zu genießen. Die Eingewöhnungsphase aller vier Walrosse wird noch einige Wochen dauern. Bis dahin sind jeweils zwei Tiere gemeinsam im Becken unterwegs: Odin mit Dyna oder Polosa mit ihrer Tochter Olivia. Im Wechsel ist auch Neseyka dort zu sehen. Wenn die sensiblen Tiere sich vollständig an die neue Umgebung gewöhnt haben, wird die Walross-Gruppe zusammengeführt.

Vogel- und Tierpark Irgenöd, 28.03.2013
Ungeplanter Nachwuchs!
Vor ca. 2 Wochen hatte eines der 4 Känguru-Weibchen ihr Junges beim Sprint, aus dem Beutel verloren. Seit dieser Zeit muss der Kleine mit der Flasche aufgezogen werden. Nach kurzen Startschwierigkeiten nimmt Emil nun jeden Tag ein klein wenig an Gewicht zu. Dies heißt natürlich nun jede Menge Arbeit für die Tierpark-Chefin Stefanie Schobesberger und ihrer 7-jährigen Tochter Sophia. Die Beiden kümmern sich rund um die Uhr um den kleinen Zwerg. Da diese noch alle 3 Stunden sein Fläschen mit Welpenmilch und auch die geliebten Kuschenleinheiten benötigt.

Zoologischer Garten Magdeburg, 28.03.2013
Rothundwelpen auf Erkundungstour
Der Zoo Magdeburg ist um zwei kleine Attraktionen reicher. Pünktlich zum Osterfest lassen sich die beiden Rothundwelpen Romulus und Remus, am 20. Februar geboren, erstmals auf der Außenanlage blicken. Und schon bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt machten sie ihren Namen alle Ehre: Nach einer Stärkung aus Mutters Brust ging es mit tapsigen Schritten auf Erkundungstour durch ihr neues Reich. Doch allzu weit weg dürfen sich die beiden noch nicht wagen, sonst kommt die Mutter, packt die beiden am Kragen und trägt sie zurück in die Box. Die Welpen sind der erste Wurf des neuen Rothund-Paares und damit der Beginn des Aufbaus eines neuen Rudels, das durchaus mehr als ein Dutzend Tiere umfassen kann. In ihrem großen Verbreitungsgebiet in Asien ist der Rothund stark gefährdet, der Bestand wird auf wenige tausend Tiere geschätzt.

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